DE3206611C1 - Rail contact - Google Patents

Rail contact

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DE3206611C1
DE3206611C1 DE19823206611 DE3206611A DE3206611C1 DE 3206611 C1 DE3206611 C1 DE 3206611C1 DE 19823206611 DE19823206611 DE 19823206611 DE 3206611 A DE3206611 A DE 3206611A DE 3206611 C1 DE3206611 C1 DE 3206611C1
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DE
Germany
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rail
evaluation
rail contact
indicators
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Expired
Application number
DE19823206611
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English (en)
Inventor
Johann-Georg Ing Kunze
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/163Detection devices
    • B61L1/164Mechanical
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/167Circuit details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Bei den mit Dehnungsmeßstreifen arbeitenenden Schienenkontakten sind diese Dehnungsmeßstreifen genau wie bei den mit Dehnungsmeßstreifen arbeitenden Wiegeeinrichtungen in den verschiedenenen Zweigen einer Brückenschaltung angeordnet. Die beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades infolge Widerstandsänderung eintretende Verstimmung der Brückenschaltung wird digital ausgewertet und über eine Logikschaltung in fahrrichtungsabhängige Zählimpulse umgesetzt. Die bekannten mit Dehnungsmeßstreifen arbeitenden Schienenkontakte können damit zwar das Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades am Schienenkontakt erkennen und das jeweilige Befahrungsereignis als solches fahrrichtungsabhängig kennzeichnen; ob und wie sie auf Pendelbewegungen eines Fahrzeugrades im Einflußbereich des Schienenkontaktes reagieren, ist jedoch nicht ersichtlich. Ferner ist nicht ersichtlich, wie sich die Logikschaltung bei statischen Beeinflussungen des Sensorelementes verhält, beispielsweise wenn eine Fahrzeugachse im Einflußbereich des Schienenkontaktes zum Stillstand kommt. Bei einem späteren Vor- und Zurücklaufen der Achse ist es aber wichtig zu wiessen, aus welcher Position heraus dieser Lauf beginnt, weil nur so eine eindeutige Aussage über die Bewegungsrichtung der Achse gemacht werden kann. Für das Erkennen dieser Fahrzeugposition genügt es nicht, den jeweiligen Spannungswert der speisenden Brücken-
  • schaltung im Augenblick des Radstillstandes festzuhalten, weil dieser Spannungswert beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades mindestens zweimal durchlaufen wird und damit auch zwei Fahrzeugpositionen zugeordnet ist. Das Abspeichern einiger weniger Spannungswerte reicht auch nicht aus, um die jeweilige Fahrzeugposition eindeutig zu kcnnzeichnen, weil gerade diese wenigen Spannungswerte durch Störbeeinflussungen verfälscht sein können oder durch Pendelbewegungen entstanden sein können; aus solchen Spannungswerten läßt sich später nicht mehr eindeutig auf die Position eines Fahrzeugrades im Einflußbereich des Schienenkontaktes schließen. Eine Lösung brächte das Abspeichern des gesamten Spannungsverlaufs beim Vorbeibewegen eines Fahrzeugs.
  • Dies wäre jedoch außerordentlich aufwendig, weil u. a.
  • auch mit sehr langsamen Fahrzeugbewegungen zu rechnen ist, die bei einem vorgegebenen Zeitraster für die Aufzeichnung der Brückenausgangsspannungen einen sehr hohen Speicheraufwand erforderlich machten. Aus den vorgenannten Gründen sind die bekannten mit Dehnungsmeßstreifen arbeitenden Schienenkontakte für den praktischen Betrieb bisher noch nicht geeignet.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schienenkontakt nach dem Oberbegriff des Patentanspruches so auszubilden, daß er nach einem Stillstand eines Fahrzeugrades über dem Schienenkontakt bei einem späteren Vorrücken bzw. Zurücklaufen des Rades so reagiert, als ob der Radstillstand überhaupt nicht eingetreten sei. Obgleich der Schienenkontakt durch die Verwendung von Dehnungsmeßstreifen, die auf die Durchbiegung eines Schienenstückes bestimmter Länge reagieren, keine punktförmige Beeinflussung sondern eine in Grenzen linienförmige Beeinflussung erfährt, soll das Ereignis der Kontaktbefahrung bereits dann als solches erkannt werden, wenn ein den Schienenkontakt befahrendes Fahrzeugrad den in Fahrrichtung jeweils hinteren Dehnungsmeßstreifen gerade passiert hat. Das Ausgeben fahrrichtungsabhängiger Radarkennungssignale zum praktisch frühestmöglichen Zeitpunkt ist Voraussetzung für die Optimierung des Bahnbetriebes insbesondere dort, wo mit hohen Fahrgeschwindigkeiten zu rechnen ist und wo das Ereignis der Radbefahrung eines Schienenkontaktes zum Auslösen von Steuervorgängen herangezogen wird, die mindestens mittelbar Rückwirkungen auf das betreffende Fahrzeug oder ein anderes Fahrzeug haben können.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Anwendung der im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Maßnahmen. Besonders vorteilhafte Ausbildungen des erfindungsgemäßen Schienenkontaktes sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert Die Zeichnung zeigt in F i g. 1 eine Anordnung der als Radsensoren wirkenden Dehnungsmeßstreifen eines Schienenkontaktes an einer Fahrschiene, in Fig.2 die Ausgangsspannungen von Brückenschaltungen, in die die Dehnungsmeßstreifen einbezogen sind, beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades, in Fig 3 die Schaltmittel zum Auswerten und Umsetzen dieser Ausgangsspannungen in Meldungen über den Befahrungszustand des Schienenkontaktes, in F i g. 4 aus einem angenommenen Verlauf einer Brückenausgangsspannung abgeleitete Bewertungs- und Bewegungskennzeichen und in den Fig 5 bis 9 einige Bewegungskennzeichenfolgen bei verschiedenen Befahrungszuständen des erfindungsgemäßen Schienenkontaktes.
  • Fig. 1 zeigt eine Fahrschiene F im Bereich eines Schwellenfaches mit einem darauf abrollenden Fahrzeugrad R. An der Schiene angebracht sind zwei in Fahrrichtung hintereinander angeordnete an sich bekannte Dehnungsmeßstreifen DMSA und DMSS Beide sind z. B. mit dem Schienenfuß der Fahrschiene durch Aufkleben oder Aufschweißen fest verbunden.
  • Nach außenhin sind sie durch eine auf den Schienenfuß aufgesetzte Abdeckhaube AH gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Diese Abdeckhaube ist mit Kabelanschlußklemmen versehen, an die einerseits die Zuleitungen zu den Dehnungsmeßstreifen und andererseits ein zu einer Auswerteeinrichtung führendes Verbindungskabel Vangeschlossen sind.
  • Die Dehnungsmeßstreifen DMSA und DMSB sind, wie aus F i g. 3 zu erkennen ist, in getrennten Brückenschaltungen angeordnet; diese Drückenschaltungen werden infolge Widerstands änderung der Dehnungsmeßstreifen beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades für die Dauer der Beeinflussung verstimmt. Die Ausgangsspannungen der beiden Brückenschaltungen sind in F i g. 2 graphisch aufgetragen; dabei gehört die Spannung UDMSA ZU der Brückenschaltung mit dem Dehnungsmeßstreifen DMSA und die Spannung UDMSB ZU der Brückenschaltung mit dem Dehnungsmeßstreifen DMSB. In F i g. 2 ist angenommen, daß die beiden Brückenschaltungen bei nichtbefahrenem Schienenkontakt eine Ausgangsspannung UA bzw. UB abgeben, die deutlich verschieden ist vom Wert Null und damit eine Überwachung des Radsensors nach dem Ruhestromprinzip möglich macht. Zum Zeitpunkt toA kommt das vorüberlaufende Fahrzeugrad in den Einflußbereich des Dehnungsmeßstreifens DMSA, verändert dessen Widerstand und veranlaßt damit eine Verstimmung der zugehörigen Meßbrücke. Die Ausgangsspannung der Brückenschaltung steigt daraufhin an bis das vorüberlaufende Fahrzeugrad direkt über dem Dehnungsmeßstreifen DMSA steht. Dies möge zum Zeitpunkt tmA der Fall sein. Beim Weiterlaufen des Fahrzeugrades verringert sich die Durchbiegung bzw. Stauchung der Fahrschiene mit zunehmendem Abstand zum Dehnungsmeßstreifen wieder bis auf den Wert UA. Zum Zeitpunkt t 1A verläßt das Fahrzeugrad den Einflußbereich des Dehnungsmeßstreifens DMSA. Entsprechend verhält es sich mit dem Dehnungsmeßstreifen DMSB, nur daß dieser später auf das vorüberlaufende Fahrzeugrad reagiert. Die Zeitpunkte, zu denen das Fahrzeugrad in den Einflußbereich dieses zweiten Dehnungsmeßstreifens gelangt, an denen es über den Dehnungsmeßstreifen steht und zu denen es aus dem Bereich des Dehnungsmeßstreifens herausläuft, sind mit tOB, tmB und t 1B bezeichnet. Der zeitliche Abstand der beiden Kurvenzüge voneinander ist im wesentlichen abhängig von der Fahrgeschwindigkeit des vorüberlaufenden Fahrzeugrades und vom geometrischen Abstand der Dehnungsmeßstreifen voneinander.
  • In F i g. 3 sind die Schaltmittel zum Bewerten und Auswerten der Dehnungsmeßstreifenänderungen des erfindungsgemäßen Schienenkontaktes bei seiner Befahrung dargestellt. Die an der Fahrschiene F angebrachten Dehnungsmeßstreifen DMSA und DMSB sind wie bereits erwähnt in getrennten Brückenschaltungen MBA und MBB angeordnet. Die beiden Brückenschaltungen werden aus einer Gleichspannungsquelle gespeist, was in der Zeichnung durch die Potentiale + und - angedeutet ist. Am Ausgang der beiden Brückenschaltungen sind die in F i g. 2 dargestellten Ausgangsspannungen UDMSA bzw. UDMsBabgreifbar.
  • Diese Spannungen werden in getrennten Verarbeitungskanälen VKA und VKB getrennt verarbeitet.
  • Hierzu werden die Ausgangsspannungen der Brückenschaltungen nach Verstärkung in zugehörigen Verstärkern VA bzw. VB nachgeschalteten Analog/Digitalwandlern WA bzw. Wo zugeführt und dort in entsprechende Digitalwerte umgesetzt. Zum Steuern der Analog/Digitalwandler und der übrigen Schaltmittel innerhalb der beiden Verarbeitungskanäle dient ein gemeinsamer Taktgeber G, der eine taktsynchrone Verarbeitung in beiden Verarbeitungskanälen ermöglicht. Die von den Analog/Digitalwandlern abgegebenen Werte gelangen auf nachgeschaltete zweistufige Schieberegister S 1A bzw. S I B. Diese Schieberegister werden durch die Ausgangssignale der Wandler laufend aktualisiert. Dies geschieht dadurch, daß bei jeder Abfrage des zugehörigen Analog/Digitalwandlers durch den Taktgeber G der digitalisierte Augenblickswert der betreffenden Brükkenausgangsspannung in den einen Speicherplatz des betreffenden Registers eingeschrieben wird, während gleichzeitig der davor eingegebene Wert in den anderen Speicherplatz des Registers fortgeschaltet wird; der dort zuvor gespeicherte vorletzte Meßwert wird dabei aus dem Register herausgeschoben. Damit liegen für die weitere Verarbeitung in jedem Verarbeitungskanal neben dem jeweils aktuellen auch der davor aktuelle Meßwert vor, so daß sich durch Vergleich der jeweils gespeicherten Meßwerte jede etwaige Meßwertänderung als Folge einer Widerstandsänderung am zugehörigen Dehnungsmeßstreifen unschwer feststellen läßt.
  • Für das lFestst»l1on dieser Widerstandsänderung sind den Registern 51 A und S 1R Bewertungsstufen B 1A bzw.
  • Biß nachgeschaltet. Die Bewertungsstufen setzen die ihnen zugeführten Meßwerte nach einer ( ) Bedingung um in Bewertungskennzeichen, die angeben, ob die zur Bewertung anliegenden Meßwerte gleichgeblieben sind oder ob der zuletzt übermittelte Meßwert größer oder kleiner als der zuvor übermittelte Meßwert ist.
  • Jedes vom zuvor gebildeten Bewertungskennzeichen abweichende Bewertungskennzeichen wird in ein den Bewertungsstufen B 1A bzw. Biß nachgeschaltetes zweites Register S 2A bzw. S 2B eingeschrieben.
  • Zur Verdeutlichung dieses Geschehens wird bei der nachfolgenden weiteren Erläuterung des Ausführungsbeispieles nach F i g. 3 auch auf F i g. 4 der Zeichnung Bezug genommen. Die anhand dieser Figur für den Verarbeitungskanal VKA aufgezeigten Zusammenhänge gelten entsprechend auch für den Verarbeitungskanal VKB.
  • Im oberen Teil der F i g. 4 ist der Verlauf der Brückenausgangsspannung UDMSA bei Annäherung eines Fahrzeugrades an den Schienenkontakt dargestellt.
  • Darunter sind in einem gegebenen zeitlichen Raster die zugehörigen digitalisierten Werte der Brückenausgangsspannung aufgetragen wie sie in den beiden Speicherplätzen des Registers S 1A abgespeichert sind.
  • Dabei bezeichnet der in der oberen Zeile angegebene Spannungswert den zum jeweiligen Betrachtungszeitpunkt aktuellen und der darunter aufgetragene Spannungswert den zu dem davor liegenden Beobachtungszeitpunkt ermittelten Spannungswert.
  • Aus den in den Speicherplätzen des Registers S1A aufgelisteten Spannungswerten ist zu erkennen, daß die Spannungswerte in einem 1-Volt-Raster abgespeichert werden. Entsprechend dieser Auflösung der Brückenausgangsspannung bildet die dem Register SdA nachgeschaltete Bewertungsstufe B 1A Bewertungskennzeichen > bzw. < für das Ansteigen bzw.
  • Absinken der zu bewertenden Brückenausgangsspannung auch nur dann, wenn die betreffenden Spannungswerte die durch das l-Volt-Raster bestimmten Bewertungsschwellen gerade über- bzw. unterschreiten. In den Spannungsbereichen zwischen den Bewertungsschwellen bildet die Bewertungsstufe ein Kennzeichen=für das Konstantbleiben der Brückenausgangsspannung, obgleich diese Spannung sich tatsächlich durchaus gegenüber dem vorangegangenen Bewertungszeitpunkt mehr oder weniger stark geändert haben kann.
  • Die Bewertungsstufen geben das Bewertungskennzeichen = für das Konstantbleiben der bewerteten Brückenausgangsspannung für jeden Spannungsbereich nur jeweils ein einziges Mal aus, und zwar im Anschluß an das Bilden eines Bewertungskennzeichens > bzw. < für das Ansteigen oder Abfallen der Brückenausgangsspannung. Damit werden dem nachgeschalteten zweiten Register jeweils nur Bewertungskennzeichen mit Neuheitscharakter zugeführt, so daß die dort eingeschriebene Folge von Bewertungskennzeichen unabhängig ist von der Änderungsgeschwindigkeit der zu bewertenden Brückenausgangsspannung und damit unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit eines vorüberlaufenden Fahrzeugrades.
  • In F i g. 4 sind die von der Bewertungsstufe B 1A bei dem angenommenen Spannungsverlauf und der angenommenen Auflösung dieser Spannung in Digitalwerte sich ergebenden Bewertungskennzeichen =, > und < unterhalb der zugehörigen Spannungswerte angegeben.
  • In einer darunterliegenden Darstellung für den Inhalt des zweiten Registers S2A sind die durch das aufeinanderfolgende Bilden der Bewertungskennzeichen in das Register eingespeicherten Bewertungskennzeichenfolgen durch die entsprechenden Bewertungskennzeichen verdeutlicht. Die Speicherinhalte sind jeweils spaltenweise zu lesen. Dabei geben Punkte für die Inhalte von Speicherplätzen an, daß diese Speicherplätze mit beliebigen, hier nicht weiter interessierenden Bewertungskennzeichen geladen sind.
  • Die aus den Brückenausgangsspannungen gebildeten Bewertungskennzeichen werden für die weitere Verarbeitung nur dann als relevant anerkannt, wenn sie in sich plausibel sind und wenn sie in vorgegebenen Mindestzeitspannen aktualisiert werden.
  • Durch die Plausibilitätsprüfung soll ausgeschlossen werden, daß Bewertungskennzeichen in die weitere Verarbeitung einbezogen werden, die mit Sicherheit nicht auf den Einfluß von Befahrungsereignissen zurückzuführen sind. Eine solche unplausible Folge von Bewertungskennzeichen ist beispielsweise durch die Bewertungskennzeichen > und < gegeben. Durch die Rasterung der Brückenausgangsspannungen in Stufen von beispielsweise 1 V und die enge zeitliche Rasterung der Meßwerte ist sichergestellt, daß zwischen den oben als unplausibel angegebenen Bewertungskennzeichen stets ein Bewertungskennzeichen = für das ltonstantbleiben der Meßspannung gebildet wird, so daß die genannte Bewertungskennzeichenfolge nur durch ein Störereignis entstehen konnte, das für die weitere Verarbeitung nicht relevant ist.
  • Aus der Aktualisierung von Bewertungskennzeichen läßt sich herleiten, ob es sich bei dem beispielsweise festgestellten Anstieg einer Brückenausgangsspannung um ein einmaliges, ebenfalls möglicherweise durch eine Störung bedingtes Ereignis gehandelt hat oder ob sich dieser Spannungsanstieg über die Zeit hin fortsetzt, so daß hieraus auf einen Bewegungszustand, im vorliegenden Fall also auf ein sich näherndes Fahrzeugrad, geschlossen werden kann. Ähnlich verhält es sich beim Absinken der bewerteten Brückenausgangsspannung.
  • Für die Anerkennung der gebildeten Bewertungskennzeichen sind den zweiten Registern S2A und S2B Plausibelitäts- und Zeitbewertungsstufen B 2A bzw. B 2B nachgeschaltet, welche den Speicherinhalt der vorgeschalteten Register analysieren und zeitlich bewerten.
  • Stellen die Zeitbewertungsstufen fest, daß ein eine Radbewegung ausdrückendes Bewertungskennzeichen innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne durch ein entsprechendes neues Bewertungskennzeichen aktualisiert wurde, so setzen sie dieses Bewertungskennzeichen um in ein entsprechendes Bewegungszustandskennzeichen, auf das später noch einzugehen ist, und führen dieses einem nachgeschalteten dritten Register SSAbzw.SBzu.
  • Um feststellen zu können, ob ein Bewertungskennzeichen innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne aktualisiert wird oder nicht, wird beim Einschreiben eines solchen Bewertungskennzeichens in den ersten Speicherplatz des betreffenden zweiten Registers ein der zugehörigen Zeitbewertungsstufe zugeordneter interner Zeitschalter wirksamgeschaltet, der prüft, ob innerhalb der ihm eigenen Schaltzeit dem zweiten Register ein weiteres Bewertungskennzeichen gleichen Inhalts zugeführt wird. Die den Zeitbewertungsstufen eigenen Schaltzeiten sind so bemessen, daß sie um einen vorgebbaren Mindestwert größer sind als die Zeitspannen, die bei einer sich extrem langsam bewegenden, extrem leichten Fahrzeugachse für die Aktualisierung eines Bewertungskennzeichens zu erwarten sind. Wird ein Bewertungskennzeichen innerhalb der vorgegebenen Schaltzeit aktualisiert, so veranlaßt die Zeitbewertungsstufe die Ausgabe eines entsprechenden Bewegungszustandskennzeichens; gleichzeitig wird der interne Zeitschalter wieder in die Wirkstellung geschaltet und damit ein erneuter Prüfvorgang eingeleitet, in dem das zuletzt in das zweite Register eingeschriebene Bewertungskennzeichen seinerseits zu aktualisieren ist.
  • Wird ein eine Radbewegung kennzeichnendes Bewertungskennzeichen innerhalb der vorgegebenen Schaltzeit nicht aktualisiert, so geht es für die weitere Auswertung der Brückenausgangsspannung verloren.
  • Beim Ablauf der eingeprägten Schaltzeit gibt die Zeitbewertungsstufe an ihrem Ausgang ein Bewegungszustandskennzeichen ab mit der Aussage: keine Fahrzeugbewegung feststellbar. Dieses Bewegungszustandskennzeichen schaltet den internen Zeitschalter aber nicht wieder in die Wirkstellung; dies geschieht erst durch das folgende in das zweite Register eingeschriebene Bewertungskennzeichen für eine Radbewegung.
  • Aus F i g. 4 ist ersichtlich wie die Zeitbewertungsstufe B2A die in das zweite Register S2A eingeschriebenen Bewertungskennzeichen umsetzt in Bewegungszustandskennzeichen. Diese Bewegungszustandskennzeichen haben folgenden Inhalt: K = keine Fahrzeugbewegung feststellbar, Z = Zulauf eines Fahrzeugrades auf den Schienenkontakt und W = Fortbewegung eines Fahrzeugrades vom Schienenkontakt.
  • In F i g. 4 ist angenommen, daß die das Ansteigen der bewerteten Brückenausgangsspannung kennzeichnenden Bewertungskennzeichen > jeweils innerhalb der vorgegebenen Schaltzeit aktualisiert worden sind, so daß nach Aktualisierung entsprechende Bewegungszustandskennzeichen Z gebildet wurden. Die von den Zeitbewertungsstufen B 2A und B 2B erarbeiteten Bewegungszustandskennzeichen werden in der Reihenfolge ihrer Bildung in nachgeschalteten dritten Registern S3A bzw. S3B abgespeichert. Durch den zeitlichen Versatz der Bewegungszustandskennzeichen zu den zugehörigen Bewertungskennzeichen soll der zeitliche Aufwand für die vor der Ausgabe der Bewegungszustandskennzeichen vorgenommene Plausibilitätsprüfung angedeutet sein.
  • Die in beiden dritten Registern abgespeicherten Folgen von Bewegungszustandskennzeichen werden durch eine gemeinsame Auswerteeinrichtung A laufend abgefragt und analysiert. Diese gemeinsame Auswerteeinrichtung erkennt aus der Folge der nacheinander eingespeicherten Bewegungszustandskennzeichen und aus der Tatsache, ob bestimmte Bewegungszustandskennzeichen in beiden dritten Registern gleichzeitig oder nacheinander eingespeichert werden, nach einer ihr eingeprägten Logik jeden nur möglichen Befahrungszustand des zugehörigen Schienenkontaktes.
  • Einige mögliche Folgen von Bewegungszustandskennzeichen sind in den F i g. 5 bis 9 angegeben, wobei die Zeitachsen senkrecht von oben nach unten zu denken sind. Im Ausführungsbeispiel nach Fig.5 ist angenommen, daß beide dritte Register S3A und S3B Bewegungszustandskennzeichen Z aufgenommen haben, die für den Zulauf eines Rades auf den Schienenkontakt stehen. Dann sollen zunächst auf dem einen und dann auch auf dem anderen Verarbeitungskanal Bewegungszustandskennzeichen W gebildet werden, die anzeigen, daß sich das Fahrzeugrad vom Schienenkontakt entfernt. Aus der auf beiden Verarbeitungskanälen auftretenden Folge von Bewegungszustandskennzeichen und aus dem zeitlichen Versatz dieser beiden Folgen zueinander erkennt die Auswerteeinrichtung A, daß eine Überfahrt über den Schienenkontakt in einer bestimmten Fahrrichtung stattgefunden hat.
  • Ähnlich verhält es sich bei den in F i g. 6 angegebenen Bewegungszustandskennzeichen, nur daß hier eine Fahrzeugbewegung in Gegenrichtung stattgefunden hat. Auch hier wechseln die Bewegungszustandskennzeichen in der gleichen Folge, nur mit unterschiedlichem zeitlichen Versatz zueinander.
  • Das Vorbeilaufen eines Fahrzeugrades an dem gemäß der Erfindung ausgebildeten Schienenkontakt wird damit (bei Vernachlässigung der für die Aktualisierung des Bewegungszustandskennzeichens W erforderlichen Zeitspanne) bereits dann erkannt, wenn das Fahrzeugrad den in Fahrrichtung jeweils zweiten Dehnungsmeßstreifen passiert. Dies ist der frühestmögliche Zeitpunkt, an dem überhaupt eine solche Aussage gemacht werden kann. Die von der Auswerteeinrichtung abgeleiteten Befahrungsereignisse »Überfahrt in der einen Fahrtrichtung« und »Überfahrt in der anderen Fahrtrichtung« können nachgeschalteten Zähleinrichtungen oder sonstigen Schalteinrichtungen zum Auslösen beliebiger Schaltvorgänge zugeführt werden.
  • In F i g. 7 ist angenommen, daß auf beiden Verarbeitungskanälen gleichzeitig Bewegungszustandskennzeichen, die ein sich dem Schienenkontakt näherndes Fahrzeugrad anzeigen, durch Bewegungszustandskennzeichen ersetzt werden, die einem sich vom Schienenkontakt entfernenden Fahrzeugrad zugeordnet sind. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen diese Bewegungszustandskennzeichen erneut durch Bewegungszustandskennzeichen ersetzt werden, die eine Annäherung eines Fahrzeugrades an einen Schienenkontakt anzeigen. Aus dieser Konstellation von Bewegungszustandskennzeichen und aus dem gleichzeitigen Auftreten auf beiden Verarbeitungskanälen erkennt die Auswerteeinrichtung, daß ein Fahrzeugrad zwar schon im Einflußbereich eines Schienenkontaktes, aber noch vor dem Auslösebereich des Schienenkontaktes eine Pendelbewegung ausgeführt hat; das Feststellen dieser Pendelbewegung ist wichtig für die spätere Auslösung eines fahrrichtungsabhängigen Zählimpulses beim weiteren Vorrükken des Fahrzeugrades. Eine nicht als solche erkannte Pendelbewegung könnte später zu einem Zählimpuls in der falschen Zählrichtung führen.
  • In F i g. 8 sind Bewegungszustandskennzeichen aufgetragen, wie sie sich bei Stillstand eines Fahrzeugrades über einen Schienenkontakt ergeben können. Zunächst sind in beiden Verarbeitungskanälen Bewegungszustandskennzeichen gebildet worden, welche der Auswerteeinrichtung ein sich näherndes Fahrzeugrad anzeigen. Gleichzeitig werden dann auf beiden Verarbeitungskanälen Bewegungszustandskennzeichen gebildet, welche anzeigen, daß keine Fahrzeugbewegung mehr feststellbar ist. Aus dem gleichzeitigen Auftreten dieser Bewegungszustandskennzeichen erkennt die Auswerteeinrichtung A den eingetretenen Radstillstand.
  • In F i g. 9 ist angenommen, daß ein Fahrzeugrad nach Überfahren des Schienenkontaktes aus dem Einflußbereich des Schienenkontaktes herausläuft. Auf beiden Verarbeitungskanälen werden zunächst die Bewegungszustandkennzeichen W für ein vom Schienenkontakt fortlaufendes Fahrzeugrad gebildet. Das Fahrzeugrad verläßt dann den Einflußbereich des einen Dehnungsmeßstreifens, woraufhin in dem von diesem Dehnungsmeßstreifen gespeisten Verarbeitungskanal das Bewegungszustandskennzeichen Kfür eine nicht feststellbare Radbewegung gebildet wird; anschließend verläßt es auch den Einflußbereich des anderen Dehnungsmeßstreifens. Aus der eingetretenen Folge der Bewegungszustandskennzeichen und dem zeitlichen Versatz zueiander erkennt die Auswerteeinrichtung, daß der zugehörige Schienenkontakt befahren ist.
  • Störungen auf einem oder beiden Verarbeitungskanälen können durch Vergleich der in den dritten Registern abgespeicherten Folgen von Bewegungszustandskennzeichen als solche erkannt und für die weitere Verarbeitung ausgeblendet werden. Kurzzeitige Störungen werden in aller Regel schon durch die vorgeschalteten Plausibilitäts- und Zeitbewertungsstufen ausgeblendet.
  • In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die gebildeten Bewertungskennzeichen von den Zeitbewertungsstufen bereits nach einmaliger Aktualisierung anerkannt und in Form von Bewegungszustandskennzeichen an die nachgeordneten Register weitergegeben.
  • Es ist durchaus auch möglich, das Bilden von Bewegungszustandskennzeichen davon abhängig zu machen, daß die einzelnen Bewertungskennzeichen nicht nur einmal, sondern zwei-, drei- oder viermal hintereinander aufgetreten sind. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die digitalisierten Brückenausgangsspannungen in einem sehr feinen Spannungsraster angegeben werden.
  • Unabhängig davon, ob die beiden Brückenschaltüngen bei unbeeinflußten Dehnungsmeßstreifen auf die Spannung Null oder eine davon verschiedene Ausgangsspannung abgeglichen sind, ist damit zu rechnen, daß diese Ausgangsspannungen langfristig in ihrer Amplitude schwanken können, ohne daß eine Befahrung des Schienenkontaktes stattfindet. Der Grund hierfür ist beispielsweise in Temperaturschwankungen oder mechanischen Beanspruchungen der Fahrschienen zu sehen, welche die Dehnungsmeßstreifen beeinflussen und damit eine Änderung der Brückenausgangsspannungen herbeiführen. Wenngleich derartige Meßspannungsschwankungen keine direkten Auswirkungen auf die von der Auswerteeinrichtung erarbeiteten Befahrungszustandsmeldungen haben, weil die jeweilige Änderungstendenz nicht lange genug anhält, um zu einem Bewegungszustandskennzeichen zu führen, so beeinflussen sie doch in unerwünschter Weise den möglichen Spannungshub der Brückenschaltungen bei einem Befahrungsereignis; auch Widerstandsänderungen auf den Verbindungsleitungen von den Dehnungsmeßstreifen zu den Brückenschaltungen, beispielsweise bedingt durch feuchte und trockene Witterung, können sich in diesem Sinne ungünstig auswirken. Um derartige Langzeiteinflüsse für den Meßvorgang auf dem Verarbeitungskanal VKA auszublenden, ist eine Kompensationseinrichtung KA vorgesehen, die bei unbeeinflußtem Schienenkontakt und/oder bei über dem Schienenkontakt zum Stillstand gekommenen Fahrzeugrad von der Auswerteeinrichtung A her wirksamschaltbar ist und abhängig von dem jeweils aktuellen Meßwert am Ausgang des Registers S I A die zugehörige Brückenschaltung in Richtung auf einen erwarteten Ausgangsspannungswert abgleicht. Der Abgleich erfolgt durch einen aus einem Widerstand RA und einem Transistor TA bestehenden Schaltglied'mit der Funktion eines veränderbaren Widerstandes, der einem der Meßbrückenwiderstände parallelgeschaltet ist.
  • Der jeweils erwartete Wert der Brückenausgangsspannung bei unbeeinflußtem Schienenkontakt ist durch die Dimensionierungsangaben des Herstellers vorgegeben. Für den Fall einer über dem Schienenkontakt zum Stillstand gekommenen Fahrzeugachse wird der vorgegebene Spannungswert durch den Augenblickswert der Brückenausgangsspannung zum Zeitpunkt der Stillstandsmeldung bestimmt. Beide Werte sind vorab bzw.
  • während des Betriebes zu bestimmen und abzuspeichern und stehen dann auch über beliebig lange Zeitspannen für den Kompensationsvorgang zur Verfügung. Die Meldung ob ein Schienenkontakt frei von jeglicher Radbeeinflussung ist oder ob über dem Schienenkontakt ein Fahrzeugrad zum Stillstand gekommen ist, liefert die dem Schienenkontakt zugeordnete Auswerteeinrichtung A.
  • Zur Kompensation statischer Meßbrückenverstimmungen der Brückenschaltung MBB ist eine der Kompensationseinrichtung KA entsprechende Kompensationseinrichtung vorzusehen, die unabhänig von dieser einen individuellen Meßbrückenabgleich zuläßt.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist davon ausgegangen, daß die Versorgungsspannung für die Brückenschaltungen von einer Gleichspannungsquelle geliefert wird. Es ist jedoch auch möglich, die Brückenschaltungen aus einer Wechselspannungsquelle zu speisen. Dabei tritt bei Beeinflussung der Dehnungsmeßstreifen ein amplitudenmoduliertes Brückenausgangssignal auf, das nach Demodulation und Verstärkung zu digitalisieren ist, um die dabei jeweils gefundenen Meßwerte in der vorstehend näher genannten Weise verarbeiten zu können.
  • In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist ferner angenommen, daß die Dehnungsmeßstreifen am Fuß einer Fahrschiene angebracht sein sollen. Für das Prinzip der Erfindung ist es jedoch ohne Bedeutung, wo die Dehnungsmeßstreifen und wie sie an der Schiene angebracht werden. So ist es beispielsweise auch möglich, sie am Schienensteg anzubringen. Ferner ist es möglich, sie wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel innerhalb eines Schwellenfaches anzubringen, um so z. B. die Durchbiegung der Schienen für die Widerstandsänderung auszunutzen oder aber die Dehnungsmeßstreifen über einer Schwelle anzubringen, wo sie auf die Stauchung der Schiene beim Befahren für den Meßvorgang reagieren.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist für beide Verarbeitungskanäle eine parallele Datenverarbeitung angenommen. Eine solche parallele Datenverarbeitung ist aber nicht Voraussetzung für die Realisierung der Erfindung. Vielmehr ist durchaus auch eine serielle Datenverarbeitung denkbar, bei der verarbeitungsbedingt gleichzeitig auf beide Kanäle wirkende Einflüsse mit einem gewissen zeitlichen Versatz auf die gemeinsame Auswerteeinrichtung wirken. Dieser zeitliche Versatz ist aber deutlich verschieden von dem zeitlichen Versatz von Daten auf den beiden Kanälen, der durch aufeinanderfolgende Beeinflussung der beiden Sensoreinheiten beim Vorbeifahren eines Fahrzeugrades gegeben ist und als quasi gleichzeitig von diesem leicht zu unterscheiden.

Claims (12)

  1. Patentansprüche: 1. Schienenkontakt, insbesondere für die Verwendung in Eisenbahnrangieranlagen, mit mindestens zwei von der Durchbiegung einer Fahrschiene durch den Raddruck vorüberlaufender Fahrzeuge beaufschlagbaren, an der Schiene angebrachten Dehnungsmeßstreifen, die über eine Brückenschaltung auf eine nachgeschaltete Auswerteeinrichtung wirken,dadurch gekennzeichnet, - daß die beiden Dehnungsmeßstreifen (DMSA, DMSB in Fig.3) in getrennten Brückenschaltungen (MBA, MBB) angeordnet sind, deren Ausgangsspannungen (UDMSA, UDMSB) über Analog/Digitalwandler (WA, WB) auf die Eingänge zugeordneter erster Register (S 1A, S I B) geschaltet sind, - daß die Registerinhalte in gesonderten Verarbeitungskanälen (VKA, VKB) laufend verglichen und abhängig vom jeweiligen Vergleichsergebnis in Bewertungskennzeichen (>, <, =) umgesetzt werden, welche das Ansteigen, das Absinken bzw. das Konstantbleiben der zugehörigen Brückenausgangsspannung kennzeichnen, - daß jedes vom zuvor gebildeten Bewertungskennzeichen (z. B.=) abweichende Bewertungskennzeichen (>) in ein dem betreffenden Verarbeitungskanal zugeordnetes zweites Register (S2A, S2B) abspeicherbar ist, - daß die das Bilden der Bewertungskennzeichen (>, <, =) veranlassenden Radbewegungszustände (keine Radbewegung; Rad bewegt sich auf den Schienenkontakt zu; Rad bewegt sich vom Schienenkontakt weg) nur bei mindestens einmaliger Aktualisierung der betreffenden Bewertungskennzeichen innerhalb vorgegebener Zeitspannen anerkannt und in Form von Bewegungszustandskennzeichen (Z, W K) in den beiden Verarbeitungskanälen zugeordnete dritte Register (S3A, S3B) fortschaltbar sind und - daß eine an die dritten Register (S3A, S3B) der beiden Verarbeitungskanäle angeschlossene gemeinsame Auswerteeinrichtung (A) die Registerinhalte laufend abfragt und aus den in diese Register eingeschriebenen Folgen von Bewegungszustandskennzeichen (Z, W; K) Meldungen über den aktuellen Befahrungszustand des Schienenkontaktes nach Fahrrichtung und Fahrort der die Meldung veranlassenden Fahrzeugachse ableitet und bedarfsweise ausgibt.
  2. 2. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der Bewertungskennzeichen (=,>,<) in die entsprechenden Bewegungszustandskennzeichen (K, Z, W) in den beiden Verarbeitungskanälen zugeordneten Zeitbewertungsstufen (B2A, B2B) geschieht, von denen jede bei jedem ihr von dem zugehörigen zweiten Register (S2A, S2B) zugeführten, eine Radbewegung bezeichnenden Bewertungskennzeichen (>,<) jeweils mit einem erneuten Prüfvorgang zum Feststellen einer zeitgerechten Aktualisierung beginnt und bei Ablauf der ihr eingeprägten Zeitspanne das Bewegungszustandskennzeichen (K) ausgibt, welches dem bei konstanter Brückenausgangsspannung gebildeten Bewertungskennzeichen (=) zugeordnet ist.
  3. 3. Schienenkontakt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nacheinander gebildeten Bewertungskennzeichen vor ihrer Umsetzung in Bewegungszustandskennzeichen einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden, in der geprüft wird, ob zwischen zwei unterschiedlichen Radbewegungszuständen (z. B. > und <) das Bewertungskennzeichen (=), das einer nicht feststellbaren Radbewegung zugeordnet ist, gebildet wurde und durch die alle eindeutig nicht auf ein Befahrungsereignis zurückzuführenden Bewertungskennzeichen für die weitere Verarbeitung ausgeblendet werden.
  4. 4. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Taktgeber (G) zur taktsynchronen Steuerung der Speicher- und Bewertungsschaltmittel in den beiden Verarbeitungskanälen (VKA, VKß) vorgesehen ist.
  5. 5. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Analog/Digitalwandler (WA, WB) nachgeschaltete Register (S 1A, S 1 B) als zweistufiges Schieberegister ausgebildet ist das durch die Ausgangssignale des Wandlers beaufschlagt ist und das an seinen Registerausgängen den jeweils zuletzt übermittelten und den davor übermittelten Meßwert zur Verfügung stellt.
  6. 6. Schienenkontakt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Zeitbewertungsstufen (B 2A, B 2B) eingeprägten Zeitspannen um einen vorgebbaren Mindestwert größer sind als die Zeitspannen, die sich bei einer extrem langsam bewegenden, extrem leichten Fahrzeugachse für die Aktualisierung eines Bewertungskennzeichens ergeben.
  7. 7. Schienenkontakt nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung eines eine bestimmte Radbewegung bezeichnenden Bewertungskennzeichens (>,<) davon abhängig gemacht ist, daß die Brückenausgangsspannung vorgegebene Schwellwerte (2V, 3 g 4V...) eines im Raster aufgeteilten Spannungsfeldes über- bzw. unterschreitet, wobei die Bildung gleichartiger Bewertungskennzeichen ferner davon abhängig gemacht ist, daß die Brückenausgangsspannung unterschiedliche Schwellwerte über- bzw. unterschreitet
  8. 8. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf die zugehörige Brückenschaltung (MBA) wirkende Einrichtung (KA) zur Kompensation von Langzeitverstimmungen der Brückenschaltung vorgesehen ist
  9. 9. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Auswerteeinrichtung (A) aus dem zeitlich versetzten Abspeichern von Bewegungszustandskennzeichenfolgen (Z, W), welche den Bewertungskennzeichen (>,<) für das Ansteigen und das anschließende Absinken der zugehörigen Brückenausgangsspannung zugeordnet sind, die Überfahrung des Schienenkontaktes in der einen bzw. anderen Fahrrichtung erkennt.
  10. 10. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Auswerteeinrichtung (A) aus dem gleichzeitigen Abspeichern von Bewegungszustandskennzeichenfolgen (Z, W), welche den Bewertungskennzeichen (>,<) für das Ansteigen und das anschließende Absinken der zugehörigen Brückenausgangsspannung zugeordnet sind, Pendelbewegungen eines Fahrzeugrades über dem Schienenkontakt erkennt.
  11. 11. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Auswerteeinrichtung (A) aus dem gleichzeitigen Abspeichern von Bewegungszustandskennzeichen (K), welche dem Bewertungskennzeichen (=) für das Konstantbleiben der zugehörigen Brückenausgangsspannung zugeordnet sind, den Stillstand eines Fahrzeugrades über dem Schienenkontakt erkennt.
  12. 12. Schienenkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Auswerteeinrichtung (A) aus dem zeitlich versetzten Abspeichern von Bewegungszustandskennzeichenfolgen (W Kl welche den Bewertungskennzeichen (<,=) für das Abfallen und das anschließende Konstantbleiben der zugehörigen Brückenausgangsspannung zugeordnet sind, erkennt, daß der Schienenkontakt frei von Fahrzeugrädern ist.
    Die Erfindung bezieht sich auf einen Schienenkontakt, insbesondere für die Verwendung in Eisenbahnrangieranlagen, mit mindestens zwei von der Durchbiegung einer Fahrschiene durch den Raddruck vorüberlaufender Fahrzeuge beaufschlagbaren, an der Schiene angebrachten Dehnungsmeßstreifen, die über eine Brückenschaltung auf eine nachgeschaltete Auswerteeinrichtung wirken.
    Zum Frei- und Besetztmelden insbesondere längerer Gleisabschnitte und zum Auslösen von Schaltvorgängen durch Eisenbahnfahrzeuge benötigt man an den Fahrschienen angeordnete Kontakteinrichtungen, sogenannte Schienenkontakte, die auf das Vorüberlaufen der Fahrzeugräder reagieren und entsprechende Meldungen an meist entfernte Zählwerke oder sonstige Schalteinrichtungen absetzen. Ein bekannter Schienenkontakt ist als induktiv arbeitender Näherungsschalter ausgebildet, dessen Stromaufnahme durch die Metallmasse vorüberlaufender Fahrzeugräder berührungslos veränderbar ist. Das jeweilige Befahrungsereignis ist durch die betreffende Stromaufnahme gekennzeichnet.
    Dieser Schienenkontakt ist entweder über Bolzen am Schienensteg befestigt, oder aber er ist in eine in den Schienenkopf eingebrachte Bohrung eingelassen. Beide Ausführungen haben sich bewährt; in beiden Fällen ist das Ansprechverhalten des Schienenkontaktes aber u. a.
    abhängig vom Abnutzungsgrad der Fahrschienen, was zu nachträglichen Justierarbeiten und damit zu erhöhtem Wartungsaufwand führt. Insbesondere bei der Unterbringung des Radsensors im Schienenkopf schwächen die notwendigen Bohrungen für die Aufnahme des Sensors das Schienenprofil, was unter ungünstigen Bedingungen zu einem zusätzlichen Verschleiß an Schienenmaterial und damit zu Änderungen des Ansprechverhaltens des Schienenkontaktes führen kann.
    Zum Bestimmen des Gewichtes in Bewegung befindlicher Eisenbahnfahrzeuge werden Wiegeeinrichtungen verwendet, die mit am Gleis angeordneten Dehnungsmeßstreifen arbeiten (DE-PS 1133-141). Diese Dehnungsmeßstreifen können direkt an der Schiene angebracht sein, und zwar vorzugsweise am Schienensteg oder am Schienenfuß. Die Anbringung erfolgt beispielsweise durch Aufkleben entsprechender Meßstreifenfolien oder bei gekapselter Ausführung der Dehnungsmeßstreifen auch durch Anschweißen an die Schienen. Die Dehnungsmeßstreifen sind regelmäßig in eine Brückenschaltung einbezogen, deren Ausgangsspannung sich beim Durchbiegen oder Stauchen der Schiene im Bereich der Dehnungsmeßstreifen ändert und in einer nachgeschalteten Auswerteeinrichtung eine für den Eisenbahnbetrieb ausreichend genaue Achslastbestimmung möglich macht. In der Praxis sind jeweils mehrere Dehnungsmeßstreifen in geringem Abstand voneinander an der Schiene angebracht. Für die Auswertung wird die Differenz der Meßwerte von jeweils zwei Gebern herangezogen, weil diese Größe sowohl bei Fahrzeugen mit großem Achsabstand als auch bei Fahrzeugen mit geringem Achsabstand, beispielsweise Drehgestellwagen befriedigende Meßergebnisse liefert. Die Differenzbildung geschieht dadurch, daß die jeweils zusammenwirkenden Dehnungsmeßstreifen in unterschiedlichen Zweigen der die Auswerteeinrichtung speisenden Brückenschaltung angeordnet sind.
    Die für die Wiegeeinrichtungen entwickelten Dehnungsmeßstreifen können prinzipiell auch als Schienenkontakte verwendet werden; ein solcher Schienenkontakt wäre unabhängig vom jeweiligen Abnutzungsgrad der Fahrschiene und würde zu seiner Anbringung an der Fahrschiene prinzipiell auch keine das Schienenprofil schwächenden Bohrungen erforderlich machen. Entsprechende Schienenkontakte sind auch bereits entwikkelt worden (US-PS 42 00 855 und 42 00 856). Sofern für jeden Schienenkontakt zwei gesonderte Dehnungsmeßstreifen verwendet werden, können mit diesem ähnlich wie mit elektronischen Schienenkontakten beim Vorüberlaufen eines Fahrzeugrades zeitlich versetzte Impulse erzeugt werden, aus deren Folge sich neben dem eigentlichen Befahrungsereignis die jeweilige Fahrrichtung einer vorüberlaufenden Fahrzeugachse erkennen läßt. Eine solche Fahrrichtungsauswertung ist für die Gleisfrei- und Besetztmeldung unbedingt erforderlich, aber auch für das Auslösen von Schaltvorgängen durch die vorüberlaufenden Fahrzeuge häufig wünschenswert und zweckdienlich.
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