DE3216178A1 - Mechanischer lithotriptor mit kontrollierbarer zugkraft - Google Patents
Mechanischer lithotriptor mit kontrollierbarer zugkraftInfo
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Description
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- Beschreibung:
- Mechanischer Lithotriptor mit kontrollierbarer Zugkraft Die Erfindung betrifft ein medizinisch-technisches Gerät für die mechanische Zertrümmerung großer Chqledochuskonkremente (Lithotripsie) mit kontrollierbarer Zugkraft.
- Durch die Erfindung bleibt dem Patienten eine kostenaufwendigere-, schwere Operation und ein längerer Krankenhausaufenthalt erspart.
- Es ist bekan, daß seit einiger Zeit Lithotripsien bzw. Litholysen zur Zerkleinerung großer Gailengangskonkremente mit folgenden Methoden vorgenommen werden: 1. Lithotripsien: a) elektrohydraulische Methode (Walz).
- b) mechanische Lithotripsie ohne kontrollierbare Zugkraft (Seuberth).
- 2. Chemolitholysen: nasobiliäre Sonden (Spülung mit#steinlösenden Substanzen).
- Der Nachteil dieser bekannten Methoden besteht darin.
- zu 1 a) daß bei der elektrohydraulischen Methode Steinpartikel splittern und durch ihre starke Beschleunigung in die Choledochuswand eindringen oder diese gar perforieren können.
- zu 1 b) daß bei der mechanischen Lithotripsie mit einem vierarmigen Körbchen, z. B. bei einem großen Bilirubin-Kalkstein, durch zu starke unkontrollierbare Zugkraft bis zu drei Arme reißen können. Wesentlich ungünstiger wäre jedoch ein Abriß zwischen Körbchen und Drahtseil bei eingefangenem Stein. Letzteres würde die Notwendigkeit einer Operation bedingen.
- zu 2. eine langdauernde Behandlung mit unsicherem Erfolg.
- Literaturhinweise: Dtsch. med. Wschr. 1982, 107. Jg., Nr. 14, 555.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, große Gallensteine nach erfolgter Papillotomie durch kontrollierbare Zugkraft mechanisch zu zertrümmern, so daß die einzelnen Fragmente mit einem herkommlichen Dormia-Körbehen entfernt werden oder von selbst abgehen können Diese Aufgabe wird bei einer gattungsmäßigen Einrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 und die aufgeführten Unteransprüche gelöst.
- Erläuterungen zum Spiralmantel: Durch die Reduzierung des Außendurchmessers vom Spiralmantel bei gleicher bleibendem Innendurchmesser im Einführungsteil erreicht man eine hohe Flexibilität desgleichen, was zur Schonung des gesamten Abwinkelungsmechanismua am Endoskop beiträgt und zugleich die Perforationsgefahr 'beim Einfangen eines Konkrementes stark mindert.
- Erläuterung zum Zugdraht: Durch den Übergang' des Zugdrahtes von einem monofilen Federstahldraht in ein Drahtseil (im Einführungsteil) mit gleicher Zugfestigkeit wird auch bei starker Abwinkelung des Albarannebeis am Endoskop ein ungehindertes Ausfahren des Lithotripsie-Körbchens beim Einfangen eines Gallengangskonkrementes erreicht.
- Um ein Aufschieben des monofilen Zugdrahtes beim Ausfahren des Lithotripsie-Körbchens im Bereich der Schiebestange zu vermeiden, wird dieser Drahtabschnitt durch einen dünnen Stahlmantel geschient.
- Erläuterung zum Handgriff: Das Ende des Zugdrahtes wird auf einer runden Welle, welche quer zur Zugrichtung verläuft, aufgerollt und damit fixiert. Durch diese Fixierung wird eine Quetschung des Zugdrahtes verhindert, was bei der Fixierung mit einer Fixierschraube nicht gewährleistet ist.
- Mit der Erfindung können durch eine kontrollierbare Zugkraft während der mechanischen Steinzertrümmerung alle bisher bekannten Komplikationen und Nachteile bereits bekannter Lithotripsietechniken auf ein Minimum reduziert werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen: Fig. 1 den Zugapparat mit Kraftmesser.
- Dieser besteht aus einem Führungsrohr a, das mit einer Haltevorrichtung a1 für die Verschlußkappe k, einem Anschluß für den Kraftmesser f und einem Langloch ~1 ~ausgestattet ist.
- Im Führungsrohr a ist das Gleitrohr b eingeschoben, an dem ~sich die Haltevorrichtung bl für den Handgriff h befindet. Das Gleitrohr b wird im Führungsrohr a durch eine Schraube b2, weiche im Gleitrohr b eirgeschraubt ist, im Langloch 1 geführt. Damit wird ein Verdrehen des Gleitrohres b im'Führungsrohr a verhindert.
- Im Inneren des Gleitrohres b ist ein Gewinde eingeschnitten, in das die Rändelschraube d eingeschraubt ist. Der Laufzylinder c, welcher sich ebenfalls im Inneren des Cleitrohres b befindet, ist mit der Rändelschraube d fest verbunden. Dieser stößt während des Zugvorganges auf einen Stift, durch den der Zug bzw. Druck auf den Kraftmesser f übertragen wird.
- Fig. 2 zeigt den Lithotriptor, bestehend aus einem Spiralstahlmantel s, dessen Außendurchmesser sich am distalen Ende auf eine Länge von ca. 22 cm bei gleichbleibendem Innendurchmesser reduziert (:Einführungsteil sl Der Spiralstahlmantel s ist in der Verschlußkappe ~k fixiert.
- Das Fangkörbchen t, welches im Inneren des Spiralstahimanteis s und verläuft, ist aus vier monofilen Federstahldrähten hergestellt und mit dem Handgriff h durch einen Zugdraht z aus monofilem Federstahidraht, der im Einführungsteil 51 in ein Drahtseil zl1(nylonummantelt) mit gleicher Zugfestigkeit übergeht, verbunden. Um ein Aufschieben des monofilen Zugdrahtes z beim Ausfahren des Lithotripsie-Körbchens t im Bereich der Schiebestarge st zu vermeiden, wird dieser Drahtabschnitt durch einen dünnen Stahlmar.tel z3 geschient. Dieser stößt an einer Er#-stelle g im Handgriff an ur,d verhindert somit ein Zurückschieber des Zugdrahtes z beim Ausfahren des Körbchens.
- Der Handgriff h, an dessen Ende eine zur Zugrichtung querverlaufende, mittels Schraube x feststellbare Welle w angebracht ist und auf der der Zugdraht durch Aufrollen fixiert werden kann (Abb. h2), wird von einer Schiebestange st in der Hülse e geführt. Zusätzlich ist in dieser Hülse e eine Röhre-r mit feiner Kalibrierung eingesteckt.
- Die Hülse e ist mit der Verschlußkappe k verschraubt. Somit bilden Hülse e, Verschlußkappe k und Stahlmantel s und s1 eine in sich feste Einheit.
- Erläuterung der Erfindurg anhand der Zeichnung nach Aufbau und Wirkung weise: Nach endoskopischer Papillotomie wird durch den Instrumentierkanal eines handelsüblichen Duodenoskopes (Olympus JF-1T) der Einführungsteil S1 des Lithotriptors (Fig. 1) unter Sicht in den Gallengang ein geführt. Schlebt man nun den Handgriff h mit Schiebestange st in die Hülse e ein, wird das Körbchen t im Gallengang aus dem Stahlmantel herausgeschoWer und entfaltet sich. Ist der Stein im Körbchen t eingefangen, wird der Handgriff h mit der Schiebestange st wieder aus der Hülse e gezogen. Dies bewirkt, daß sich das Körbchen t wieder einzieht und damit den Stein festhält.
- Jetzt wird der Lithotriptor hinter der Verschlußkappe k und vor der Halterung h #in die dafür vorgesehenen Halterungen a1 und b1 am Zugapparat eingelegt. Unter Rechtsdrehung an der Rändelschraube d (Beginn des eigentlichen Lithotrlpsievorganges) entfernen sich die beiden Halterunger. al ur.d b1 voreinander. Sogleich erhöht sich die Zugkraft im thotriptcr bzw. der Druck des Körbchens auf den Gallenstein. Unter ständiger Rechtsdrehung an der Rändelschraube d wird die Zugkraft, welche auf dem Kraftmesser f ablesbar ist, solange erhöht, bis der Gallerstein in mehrere kleine Partikel zerfällt. Nun können der Lithotriptor und das Duddenoskop entfernt werden. Der Vorgang der mechanischen L#thotripsie mit kontrollierbarer Zugkraft ist damit beendet.
- Leerseite
Claims (1)
- Patentansprüche: ti. Mechanischer Lithotriptor mit kontrollierbarer Zugkraft zur Zertrümmerung von Gallensteinen, die nach endoskopischer Papillotomie wegen ihrer Größe mit einem herkömmlichen Dormia-Körbchen nicht aus dem Gallengang entfernt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß ein vierarmiges Fangkörbchen (Dormia-Körbchen) auf den eingefangenen Gallenstein, von außen gesteuert, so starken Zug bzw. Druck ausübt, daß dieser in mehrere kleinere Partikel zerfällt.Dieser Zug bzw. Druck wird am Zugapparat auf einen Kraftmesser übertragen und ist somit kontrollierbar 2. Mechanischer Lithotriptor nach Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß sich der Außendurchmesser des Spiralstahlmantels, in dessen Innerem das Fangkörbchen verläuft, am distalen Ende auf eine Länge von ca. 22 cm bei gleichbleibendem Innendurchmesser reduziert (= besonders flexibler Einführungsteil).Das Fangkörbchen ist mit dem Handgriff durch einen Federstahldraht, der im Eirführungsteil in ein Drahtseil (mit Nylonummantelung) übergeht, verbunden.Dieser Federstahldraht (Zugdraht) ist am Ende des Handgriffes auf eine zur Zugrichtung querverlaufende Welle aufgerollt und damit an dieser fixiert.
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