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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum portionsweisen
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Abfüllen eines verformbaren und fließfähigen Füllgutvorrats, insbesondere
einer Wurstmasse, in möglichst gewichtskonstante Teilmengen, bei dem ein sich in
einem Füllzylinder befindender Füllgutvorrat mittels eines Füllkolbens periodisch
unter Druck gesetzt wird und dadurch Teilmengen über eine Öffnung in der Füllzylinderwandung
ausgestoßen werden. Ferner ist die Erfindung auf eine Anordnung zur Durchführung
dieses Verfahrens gerichtet.
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Bei hydraulisch betätigten Abfüllmaschinen zum Füllen von Behältern,
Tuben, Därmen und dergleichen mit pastösem Gut wird üblicherweise ein zur Aufnahme
des jeweiligen Füllgutvorrats bestimmter Zylinder verwendet, dessen Inhalt mittels
eines hydraulisch bewegten Preß- oder Füllkolbens über ein Füllrohr portionsweise
abgegeben oder in ein bestimmtes Aufnahmevolumen gedrückt wird. Eine Maschine dieser
Art ist beispielsweise bekannt aus der DE-AS 12 96 076.
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Da von Abfüllmaschinen gefordert wird, daß beim portionsweisen Abfüllen
jeweils möglichst gewichtskonstante Teilmengen gewährleistet werden können, sind
bei den meisten bekannten Maschinen zwischen dem Füllzylinder und dem Füllrohr spezielle
Abschlußeinrichtungen in Form von Drehhähnen, Küken, Schiebern und dergleichen vorgesehen,
die in Abhängigkeit von einer zur jeweils geforderten Teilmenge proportionalen Meßgröße
gesteuert sein können.
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Nachteilig ist bei der Verwendung derartiger Verschließeinrichtungen
nicht nur der dadurch entstehende technische Aufwand, die vor allem beim Einsatz
von Schiebern prinzipiell vorhandene Unfallgefahr und der jeweils erforderliche
Reinigungsaufwand, sondern vor allem auch die Tatsache, daß das Füllgut vor dem
Verlassen der Fülldüse, des Füllrohrs oder des Mundstücks durch diese Verschließeinrichtungen
auseinandergetrennt wird und die entstehenden Trennstellen anschließend
selten
mit dem Portionsende übereinstimmen. Es läßt sich demgemäß im Regelfall nicht vermeiden,
daß in der jeweils abgefüllten Portion zwei aneinandergedrückte Teilstücke vorliegen,
was außerordentlich unerwünscht ist.
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Dieser störende Effekt tritt vor allem bei Verwendung großer Füllrohre
auf.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
angegebenen Art so auszubilden, daß ohne spezielle Verschließeinrichtungen zwischen
Füllzylinder und Füllrohr, Fülldüse oder Mundstück gearbeitet werden kann und dennoch
gewichtskonstante Teilmengen erhalten werden Ferner soll eine sich durch einfachen
Aufbau auszeichnende Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens geschaffen werden,
mittels der bei beliebiger Füllrohrgröße stets zusammenhängende Teilstücke abgefüllt
werden können und Unfallgefahren praktisch ausgeschaltet sind.
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Gelöst wird diese gestellte Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß
vor jedem Ausstoßvorgang die innere Elastizität des Füllgutvorrats durch einen Vorkomprimierungsschritt
beseitigt wird, daß dann der den Ausstoßvorgang bewirkende Füllkolben durch Verdrängung
einer zwischengespeicherten, der jeweils auszustoßenden Teilmenge proportionalen
Druckmittelmenge um einen definierten Füllhub verfahren wird und daß unmittelbar
anschließend an den Füllhub das Füllgut entspannt wird. Vorzugsweise werden dabei
die Füllkolbenwege während des Vorkomprimierungsschrittes und während des Entspannungsschrittes
im wesentlichen gleich gewählt.
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Durch die gemäß der Erfindung vorgesehenen, in ihrer zeitlichen Reihenfolge
genau gesteuerten Verfahrensschritte und die spezielle Art der über ein zwischengespeichertes
Druckmittelvolumen gesteuerten Dosierung werden auf überraschend einfache Weise
die bei bekannten Abfüllverfahren bestehenden
Nachteile beseitigt,
und es wird ein schnelles und genaues Arbeiten mit problemfrei vorgebbaren Abfüllportionen
ermöglichst.
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Eine besonders vOrteilhafte Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
nach der Erfindung besteht aus einem den Füllgutvorrat aufnehmenden Füllzylinder
mit zumindest einer Ausstoßöffnung und einem Füllkolben, der in Abhängigkeit von
einer steuerbaren Druckbeaufschlagung jeweils der auszustoßenden Teilmenge entsprechende
Füllhübe ausführt, sowie einer Einrichtung zur Durchführung eines auf jeden Füllhub
folgenden Füllkolben-Entspannungshubes, und diese Anordnung zeichnet sich dadurch
aus, daß jeder Füllhub des Füllkolbens durch eine über eine Dosiereinheit mit einstellbarem
Volumen zugeführte Druckmittelmenge vorgebbar ist, und daß die den jeweiligen Füllkolben-Entspannungshub
bewirkende Einrichtung als Druckausgleichseinheit ausgebildet ist und aus einer
in Abhängigkeit von der Dosiereinheit gesteuerten Zylinder-Kolbenanordnung besteht,
die vor jedem Füllhub einen dem jeweils vorangegangenen Entspannungshub zumindest
im wesentlichen entsprechenden Vorspannhub ausführt.
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Besonders vorteilhaft ist es, die Druckausgleichseinheit in der Weise
auszubilden, daß sie gleichzeitig ein in der Druckmittelleitung von der Dosiereinheit
zu einer Betätigungseinheit für den Füllzylinder liegendes Steuerorgan bildet. Dadurch
wird auf absolut unkomplizierte Weise die zeitliche Folge der einzelnen Verfahrensschritte
exakt steuerbar.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, wobei die einzige Figur der Zeichnung
in schematischer Weise eine erfindungsgemäß ausgebildete schieberlose Abfüllanordnung
in Verbindung mit der zugehörigen Hydraulik-Schaltanlage zeigt.
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Bei im Regelfall hydraulisch betriebenen Abfüllmaschinen zum Füllen
von Behältern, Tuben, Därmen und dergleichen mit pastösem Gut wird ein entsprechend
großer Zylinder verwendet, der zur Aufnahme des jeweiligen Füllgutvorrats, z.B.
einer Wurstmasse dient und im Betrieb deckelseitig verschlossen wird.
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Dieser Füllzylinder 1 weist einen Preß- oder Füllkolben 2 auf, mittels
dessen das Füllgut durch eine Ausstoßöffnung 3 gedrückt werden kann.
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Der Füllkolben 2 kann im Füllzylinder 1 über eine Kolbenstange 4 verschoben
werden, die mit einem Servomotor, bestehend aus einem Zylinder 6 und einem Betätigungskolben
5, verbunden ist.
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Der vom Füllkolben 2 abgewandt liegende untere Zylinderraum 8 des
Servomotors ist in noch zu beschreibender Weise mit Druckmittel beaufschlagbar.
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Der füllkolbenseitig gelegene obere Zylinderraum 7 kann zum Zwecke
des Füllkolbenrückzugs ebenfalls mit Druckmittel beaufschlagt werden.
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Gefordert wird von derartigen Abfüllmaschinen einerseits ein kontinuierliches,
beispielsweise das Füllen von Würsten beliebiger Länge und beliebigen Gewichts geståttende
Arbeitsweise und andererseits ein portionsweises Abfüllen, wobei zusätzlich zu einer
hohen Taktgeschwindigkeit die Erzielung gewichtskonstanter Teilmengen angestrebt
und auch erreicht werden muß.
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Während bei den meisten bekannten Maschinen versucht wird, die vorstehenden'Forderungen
unter Verwendung eines auf den Füllzylinder folgenden oder zumindest teilweise in
den Füllzylinder integrierten Drehhahns, Kükens, Schiebers oder einer ähnlichen
Verschließeinrichtung zu erfüllen, ist bei der beschriebenen erfindungsgemäßen Maschine
keinerlei derartige Zusatzeinrichtung verwendet, sondern es werden alle in der Praxis
gestellten Aufgaben ohne Verwendung derartiger Zusatzeinrichtungen, insbesondere
ohne Verwendung von Schiebern am Auslaß des Fü11-zylinders gelöst. Die dazu erforderliche
Steuerung des Füllkolbens 2 und die erforderlichen Zusatzaggregate werden nachfolgend
erläutert.
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Eine mit einem Pumpensumpf 9 in Verbindung stehende Pumpe 10 fördert
über eine Leitung 11 mit eingeschaltetem Rückschlagventil 12 Druckmittel'über ein
in seiner Funktion noch zu erläuterndes Rückzugsventil 13 zu einer Leitung 14, die
an ein umschaltbares Magnetventil MV III angeschlossen ist.
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über dieses Magnetventil MV III gelangt das ständig geförderte Druckmittel
über eine Leitung 15, eine Verzweigungsstelle 16 und eine Leitung 17 zu einem manuell
oder beispielsweise auch über ein Magnetventil mit Druckknopfsteuerung betätigbares
Hauptventil 18, das im nicht geschlossenen Zustand als Auslaufventil wirkt und das
Druckmittel in den Pumpensumpf 9 auslaufen läßt.
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Wird das Hauptventil 18 geschlossen, so baut sich in der Leitung 15
und in der diese Leitung 15 über die Verzweigungsstelle 16 hinaus fortführenden
Leitung 19 Druck auf, wodurch über ein weiteres, ebenfalls umschaltbar ausgebildetes
Magnetventil MV II eine Leitung 20 unter Druck gesetzt wird, die über eine einstellbare
Drossel 21 und ein Rückschlagventil 22 zu einer Dosiereinheit 23 führt.
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Diese Dosiereinheit 23 besteht aus einem Zylinder und einem darinverschiebbar
geführten Kolben 26, dessen beide Stirnflächen zusammen mit den Zylinderwandungen
jeweils einen unteren Zylinderraum 24 und einen oberen Zylinderraum 25 begrenzen.
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Der Kolben 26 ist mit einer vorzugsweise zentrisch angebrachten Steuerstange
27 verbunden, die abgedichtet durch eine Zylinderendwand geführt ist und mit einem
oberen Endschalter 28 und einem unteren Endschalter 29, die. beide für sich verstellbar
sind, zusammenwirkt.
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Diese beiden Endschalter 28, 29 steuern das bereits erwähnte Magnetventil
MV III.
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Es ist der Zeichnung zu entnehmen, daß in der dargestellten Schaltposition
des Magnetventils MV III aufgrund des Druckaufbaus in der Leitung 20 der Kolben
26 nach oben bewegt und dabei das aus dem oberen Zylinderraum 25 verdrängte Druckmittel
über eine Öffnung 34, den Leitungsabschnitt 32, die Verzweigungsstelle 36, das Ventil
37, die Verzweiqunqsstellen - eine 35 und 31 sowie/über das Ventil MV III durchgeschaltete
Leitung 30 zum Sumpf zurückgeführt wird.
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Erreicht der Kolben 26 der Dosiereinheit 23 seine vorgebbare obere
Endlage, die durch den oberen Endschalter 28 festgelegt ist, so schaltet dieser
obere Endschalter 28 das Magnetventil MV III um, wodurch die von der Pumpe 10 kommende
Förderleitung 14 mit der Leitung 30 verbunden wird.
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Zu beachten ist, daß durch die mittels der Endschalter 28 und 29 erreichte
Vorgabe des Hubes des Kolbens 26 eine ganz definierte Druckmittelmenge in die Dosiereinheit
23 über die Leitung 20 eingespeist wird. Diese definierte, zwischengespeicherte
Druckmittelmenge wird gemäß der Erfindung als Dosiergröße verwendet, d.h. daß über
die definierte Zwischenspeicherung
eines bestimmten Druckmittelvolumens
die Menge und damit das Gewicht der jeweils aus dem Füllzylinder 1 abzugebenden
Füllgutmenge bestimmt wird.
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Da insbesondere beim portionsweisen Abfüllen eine hohe Gewichtsgenauigkeit
bezüglich der einzelnen Portionen gefordert wird und außerdem bei einer schieberlosen
Maschine exakte Teilmengen ausgestoßen und Nachfließeffekte des Füllgutes ausgeschaltet
werden müssen, wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine Druckausgleichseinheit
40 verwendet, die einerseits die Entspannung und jeweilige Vorspannung des sich
im Füllgutzylinder 1 befindenden Füllgutes und andererseits die zeitlich optimale
Steuerung der über die Dosiereinheit 23 erfolgenden Füllkolbenbewegung gewährleistet.
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Im Augenblick des durch den oberen Endschalter 28 der Dosiereinheit
23 bewirkten Umschaltens des Magnetventils MV III wird aufgrund der Verbindung der
Leitung 14 mit der Leitung 30 über die Verzweigungsstelle 31, die Leitung 41, ein
Magnetventil MV IV und die Leitung 42, die mit einem Anschluß 43 der Druckausgleichseinheit
40 verbunden ist, Druck an den Kolben 46 angelegt, der sich im Zylinder 45 bis zu
einem Festanschlag nach oben bewegt. Während dieser Bewegung verdrängt-der Kolben
46 über die Öffnung 44 Druckmittel aus dem Zylinder 25, das über eine Leitung 51
unmittelbar zu einer Anschlußöffnung 54 des zur Betätigung des Füllkolbens 2 dienenden
Servomotors gelangt und im unteren Zylinderraum 8 dieses Servomotors Druck aufbaut.
Dieser Druckaufbau bewirkt eine Verschiebung des Kolbens 5, der Kolbenstange 4 und
damit des Füllkolbens 2 nach oben, was zu einer Vorkomprimierung, jedoch noch zu
keinem Ausstoßen des Füllguts über die Ausstoßen öffnung 3 führt.
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Das Ausmaß dieser Vorkomprimierung ist in Abhängigkeit von den jeweiligen
Arbeitsbedingungen, bzw. dem jeweiligen Füllen gut einstellbar, und zwar mittels
einer Stellspindel 50, die den maximalen Hub des Kolbens 46 der Druckausgleichseinheit
40 festlegt.
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Diese Stellspindel ist vorzugsweise als Schraubspindel ausgebildet
und mit ihrem insbesondere gewindefreien, in den Zylinderraum ragenden Teil abgedichtet
durch die entsprechende Zylinderstirnwand geführt.
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Das Ausmaß der jeweils erforderlichen Vorkomprimierung bzw.
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Spannung des Füllguts kann durch einfachen Versuch bestimmt werden.
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Gleichzeitig mit dem Druckaufbau in den zur Druckausgleichseinheit
40 führenden Leitungsabschnitten 41, 42 wird auch in der von der Verzweigung 31
wegführenden Leitung 32 Druck aufgebaut, welcher im oberen Zylinderraum 25 der Dosiereinheit
23 wirksam wird, da die mit einem Stromregelventil 33 versehene Leitung 32 über
die Anschlußöffnung 34 mit diesem oberen Zylinder raum 25 verbunden ist.
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Der Kolben 26 der Dosiereinheit 23 kann bei beginnendem Druckaufbau
im oberen Zylinderraum 25 nicht sofort nach unten in Bewegung gesetzt werden, weil
einerseits die in den unteren Zylinderraum 24 führende Speiseleitung 20 durch das
Rückschlagventil 22 verschlossen ist und andererseits auch noch die an einer weiteren
Auslaßöffnung 38 angeschlossene Leitung 39 so lange gesperrt ist bis der Kolben
46 der Druckausgleichseinheit 40 seine obere Endlage erreicht und damit auch der
Vorspannhub des Füllkolbens 2 im Füllzylinder 1 beendet ist.
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Erst wenn der Kolben 46 der Druckausgleichseinheit 40 im wesentlichen
in seiner oberen Endlage angelangt ist, geben die durch eine ringförmige Ausnehmung
46 des Steuerkolbens 46 gebildeten
Steuerkanten Einlaß- und Auslaßöffnungen
48, 49 frei, über die die Leitung 39 mit der zum Servomotor führenden Leitung 51
verbunden wird.
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Im Moment der Freigabe der Öffnungen 48, 49 in der Wandung des den
Kolben 46 führenden Zylinders 45 kann sich der Kolben 26 der Dosiereinheit 23 in
Bewegung setzen und die zwischengespeicherte, dosierte Druckmittelmenge über die
Offnung 38, deren Querschnitt vorzugsweise kleiner ist als der Querschnitt der der
Speiseleitung 20 zugeordneten Einlaßöffnung, die Leitung 39, den Ringraum 47 in
der Druckausgleichseinheit~und die Leitung 51 in den unteren Zylinderraum 8 des
Servomotors verdrängt werden.
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Der Förderkolben 2 wird dadurch entsprechend dem von der Dosiereinheit
23 festgelegten Drucknittelvolumen angehoben, so daß eine dem in der Dosiereinheit
23 zwischengespeicherten Druckmittelvolumen entsprechende Füllgutteilmenge - unter
Berücksichtigung der gegebenen übersetzungsverhältnisse - ausgestoßen wird. Die
ausgestoßene Menge ist dabei deshalb unmittelbar proportional zum Druckmittel-Dosiervolumen,
weil der dem Ausstoßvorgang vorangegangene und durch die Druckausgleichseinheit
40 bewirkte Vorspannhub von eventuellen Komprimierungseffekten herrührende Fehler
ausschaltet.
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Zu erwähnen ist auch noch, daß während der Verdrängung des Dosiervolumens
in den unteren Zylinderraum 8 des Servomotors der Kolben 46 der Druckausgleichseinheit
40 seine obere Endlage trotz der Verbindung der Leitung 51 mit dem obenliegenden
Anschluß 44 der Druckausgleichseinheit beibehält, da der auf die untere Stirnfläche
des Kolbens 46 wirkende Druck größer ist als der an seiner obere Stirn fläche über
die Leitung 51 anliegende Druck. Dies ist eine Folge davon, daß die Querschnittsfläche
des Kolbens 26 der Dosiereinheit 23 kleiner ist als die Querschnittsfläche des Kolbens
46, so daß sich eine
entsprechende Reduzierung des zur Verfügung
stehenden Arbeitsdruckes ergibt und damit auch sichergestellt ist, daß der Kolben
46 sich stets vor dem Kolben 26 in Bewegung setzt und damit auch die bereits geschilderte
zeitliche Reihenfolge von Vorspannhub und Ausstoßhub gewährleistet ist.
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Erreicht der Kolben 26 der Dosiereinheit 23 nach dem Verdrängen des
definierten, zwischengespeicherten Volumens seine durch den unteren Endschalter
29 definierte untere Endstellung, so schaltet dieser untere Endschalter 29 wiederum
das Magnetventil MV III, und zwar gegebenenfalls über ein Zeitglied,-um, wodurch
die von der Pumpe 10 kommende Leitung 14 wieder mit der Leitung 15 und die mit dem
unteren Zylinderraum der Druckausgleichseinheit 40 in Verbindung stehende Leitung
30 mit dem Sumpf 9 verbunden wird.
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Durch den sich dabei sofort ergebenden Druckabbau im unteren Zylinderraum
der Druckausgleichseinheit 40 und der nunmehr beendeten Verdrängung von Druckmittel
vorder Dosiereinheit 23 in den unteren Zylinderraum 8 des Servomotors kann sich
das Füllgut im Füllzylinder 1 sofort entspannen, wodurch der Füllkolben 2 nach unten
bewegt und ein dem Entspannungshub entsprechendes Druckmittelvolumen aus dem unteren
Zylinderraum 8 über die Leitung 51 und die Anschlußöffnung 44 in den oberen Zylinderraum
der Druckausgleichseinheit 40 verdrängt wird. Bei dieser durch den Entspannungshub
bewirkten Verschiebung des Kolbens 46 werden die öffnungen 48, 49 überfahren und
geschlossen, und das in dem unteren Zylinderraum der Druckausgleichseinheit vorhandene
Druckmittel wird in den Sumpf 9 gedrückt.
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Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß der Kolben 46 in einem genau
dem Ausmaß des Entspannungshubes entsprechenden Ausmaß verschoben wird, wobei das
Maß derVerschiebung des
Kolbens 46 auch in der bereits erwähnten
Weise durch die Stellspindel 50 festgelegt bzw. beeinflußt werden kann.
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Die Umschaltung des Magnetventils MV III bewirkt aber nicht nur die
Auslösung des Entspannungshubs, sondern es wird dadurch erneut Druck in den Leitungen
15, 19 und 20 aufgebaut, was gleichbedeutend damit ist, daß die Dosiereinheit erneut
geladen, d.h. mit einem bestimmten Druckmittelvolumen beschickt wird. Der geschilderte
Vorgang beginnt damit von neuem.
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Das Laden der Dosiereinheit kann über die in der Leitung 20 liegende
Drossel 21 gesteuert werden, und in gleicher Weise ist es möglich! den Druckaufbau
im oberen Zylinderraum 25 der Dosiereinheit 23 über das Stromregelventil 33 zu beeinflussen.
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Es ist ersichtlich, daß durch die geschilderte Steuerung und das Zusammenwirken
von Füllkolben 2, Dosiereinheit 23 und Druckausgleicheinheit 40 ein zeitlich exaktes,
mengenmäßig genau vorgebbares und portionsmäßig jeweils exakt getrenntes Ausstoßen
des Füllguts erreicht wird. Dabei wird das Füllgut vor dem Verlassen der sich an
die Ausstoßöffnung 3 anschließenden Fülldüse oder des sich anschließenden Füllrohrs
oder Mundstücks -nicht auseinandergetrennt, so daß im Gegensatz zu mit Schiebern
oder sonstigen Verschließeinrichtungen arbeitenden Maschinen stets zusammenhängende
Portionen und keine aneinandergedrückten Teilstücke vorhanden sind.
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Nach erfolgtem Ausstoßen des gesamten Füllguts aus dem Füllzylinder
1 kann der Füllkolben 2 dadurch in seine Ausgangsstellung zurückgeführt werden,
daß das Rückzugsventil 13 umgesteuert und somit im oberen Zylinderraum des Servomotors
über die Leitung 55 Druck aufgebaut wird. Das aus dem unteren Zylinderraum 8 verdrängte
Druckmittel kann über die Magnetventile MV I, MV II und das Hauptventil 18 in den
Sumpf 9
geleitet werden.
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Es ist auch möglich, die Maschine nach der Erfindung unter Ausschaltung
der Portioniereinheiten zu betreiben und direkt zum Beispiel Würste in beliebiger
Länge und von beliebigem Gewicht abzufüllen. Dazu kann der Füllkolben 2 beispielsweise
manuell über das Hauptventil 18 und das im Vergleich zur Darstellung in der Zeichnung
dann umgeschaltete Magnetventil MV II sowie das Magnetventil MV I angesteuert werden.
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Die Position des Kolbens 46 in der Druckausgleichseinheit 40 wird
dabei nicht verändert, da die ölsäure in der Leitung 42 durch das Magnetventil MV
IV abgeschlossen ist.
Bezugszeichenliste zu F 2135 1 Füllzylinder
2 Füllkolben 3 Ausstoßöffnung 4 Kolbenstange tange 5 Betätigungskolben 6 Servozylinder
7 oberer Zylinderraum 8 unterer Zylinderraum 9 Pumpensumpf 10 Pumpe 11 Förderleitung
12 Rückschlagventil 13 Rückzugsventil 14 Leitung 15 Leitung 16 Verzweigung 17 Leitung
18 Hauptventil 19 Leitung 20 Leitung 21 Drossel 22 Rückschlagventil 23 Dosiereinheit
24 unterer Zylinderraum 25 oberer Zylinderraum 26 Hubkolben 27 Steuerstange 28 oberer
Endschalter 29 unterer Endschalter 30 Leitung 31 Verzweigung 32 Leitung 33 Stromregelventil
34 Öffnung 35 Verzweigung 36 Verzweigung 37 Rückschlagventil 38 Auslaßöffnung 39
Leitung 40 Druckausgleichseinheit 41 Leitung 42 Leitung 43 Zylinderöffnung 44 Zylinderöffnung
45 Zylinder 46 Kolben 47 Ringausnehmung 48 Steueröffnung 49 Steueröffnung 50 Stellspindel
51 Leitung 52 Abzweigung 53 Rückschlagventil 54 Zylinder-Anschlußöffnung 55 Leitung
56 Leitung 57 Leitung 58 Abzweigung MV I, MV II, MV III, MV IV - Magnetventile
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