DE3232153C2 - Verbindung eines Stromabnehmers mit einem schienengebundenen Fahrzeug - Google Patents
Verbindung eines Stromabnehmers mit einem schienengebundenen FahrzeugInfo
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Abstract
Eine Verbindung für einen Stromabnehmer (8) mit einem schienengebundenen Fahrzeug, dessen Wagenkasten (5) beim Durchfahren von Kurven im Verhältnis zu den tragenden Drehgestellen (1) geneigt werden kann. Der Stromabnehmer (8) ist auf dem Dach des Wagenkastens in Führungsschienen angeordnet, die quer zur Längsrichtung des Wagenkastens verlaufen. Bei einer Neigung des Wagenkastens kann somit der Stromabnehmer im Verhältnis zum Dach in seitlicher Richtung verschoben werden. Die Lage des Stromabnehmers (8) im Verhältnis zum Wagenkasten und zu der Oberleitung (13) wird von einer am Drehgestell (1) befestigten Säule (12) bestimmt. Die Säule (12) ist mit dem Traggestell (7) des Stromabnehmers (8) über gelenkig angeordnete Gelenkarme (14, 15, 16) verbunden. Zur Zusammenfassung gehört die einzige Figur.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verbindung eines Stromabnehmers mit einem schienengebundenen Fahrzeug
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Eine solche Verbindung ist aus der AT-PS 3 27 289 bekannt Bei
dem Fahrzeug handelt es sich also um ein sogenanntes Bogenneigungs-Fahrzeug.
Bei Schienenfahrzeugen dieser Art muß der Stromabnehmer seine Lage über der Schienenmitte auch bei der
Neigung des Wagenkastens, die eine erhebliche Verschiebung des Wagendaches in seitlicher Richtung verursacht,
im wesentlichen beibehalten.
Es ist bekannt, den Stromabnehmer in seitlicher Richtung verschiebbar auf dem Wagendach anzuordnen. Er
kann entweder in seitlicher Richtung parallelverschoben oder um eine vertikale Achse vor der Kontaktschiene
des Stromabnehmers geschwenkt werden, die längs der Oberleitung verläuft. Der Stromabnehmer wird in
seitlicher Richtung im Verhältnis zum Wagendach durch Seil-, Gelenk- oder Hydrauliksysteme verschoben,
die an ein Drehgestell angeschlossen sind. (Siehe beispielsweise die CH-PS 5 41452 oder die AT-PS
3 27 289.) Es ist auch bekannt, den Stromabnehmer auf einer Säule anzubringen, die von einem Drehgestell getragen
wird und aus dem Wagenkasten herausragt. (Siehe die DE-PS 7 17 539.)
Alle bekannten Anordnungen haben zugleich Vorteile und Nachteile. Bei der Anbringung des Stromabnehmers
auf einer an einem Drehgestell befestigten Säule erhält man eine einfache tragende Konstruktion. Die
Säule erfordert jedoch einen durch den Wagenkasten hindurchlaufenden Schacht, der hinderlich ist. Ein Nachteil
einer solchen Konstruktion besteht darin, daß sie verhältnis große Massen enthält, die sich in einem großen
Abstand vom Drehgestell befinden. Das Drehgestell ist Stößen ausgesetzt, die von Schienenfehlern oder
Schienenungleichmäßigkeiten herrühren. Diese Stöße werden über die Säule übertragen und können Seiten-Schwingungen
verursachen, die schwer zu beherrschen sind. Es können große Dämpfungseinrichtungen notwendig
sein. Auch können starke Torsionsschwingungen um eine vertikale Achse auftreten. Bei einer beweglichen
Anbringung des Stromabnehmers auf dein Dach des Wagenkastens muß dieser mit dem Drehgestell auf
solche Weise verbunden werden, daß er seine Lage im Verhältnis zu einer Kontaktschiene auf dem Dach des
Wagenkastens beibehält. Für eine solche Verbindung werden hydraulische Systeme sowie Gelenk- und Seilsysterne
verwendet. Bei hydraulischen Systemen kann ein Leck die richtige Steuerung der Lage des Stromabnehmers
gefährden. Gelenk- und Seilsysteme sind verhältnismäßig kompliziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung eines Stromabnehmers mit einem Schienenfahrzeug
zu schaffen, bei der das Tragen und Führen des Stromabnehmers mit einfachen Mitteln geschieht, die
eine gute Einhaltung der Lage des Stromabnehmers im Verhältnis zur Oberleitung gewährleisten und bei denen
die Gefahr des Auftretens von Seiten- und Torsionsschwingungen sehr gering ist
Zur Lösung diese; Aufgabe wird eine Verbindung eines Stromabnehmers mit einem Schienenfahrzeug der
eingangs genannten Art vorgeschlagen, die erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1
genannten Merkmale hat
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen genannt.
Gemäß der Erfindung wird der Stromabnehmer also von dem Dach des Wagenkastens getragen und in seitlicher Richtung relativ zum Dach beweglich angeordnet, beispielsweise mit Hilfe von Rollen, die in Führungsschienen laufen oder mit Kugelbuchsen, die an Stangen entlanglaufen. Die Seitenlage des Stici-iabnehmers wird von einer Säule bestimmt, die mit dem Drehgestellrahmen verbunden ist und nach oben aus dem Wagenkasten herausragt. Am oberen Ende ist die Säule mit dem Tragwerk des Stromabnehmers über mindestens eine, in der Regel jedoch mehrere im wesentlichen horizontale Gelenkarme mit Gelenken in einer Weise verbunden, die den zwischen dem Wagenkasten und dem Drehgestell auftretenden Vertikalbewegungen Rechnung trägt Dadurch, daß man die Säule mit dem Stromabnehmer über ein Gelenksystem verbindet, das einen im wesentlichen vertikalen Gelenkarm, der in seiner Mitte mit der Spitze der Säule gelenkig verbunden ist, sowie zwei im wesentlichen horizontale Gelenkarme enthält, die mit ihrem einen Ende gelenkig mit dem Stromabnehmer und mit ihrem anderen Ende mit dem vertikalen Gelenkarm auf je einer Seite seines Verbindungspunktes mit der Säule verbunden sind, kann verhindert werden, daß die Vertikalbewegung zwischen Drehgestell und Wagenkasten Seitenbewegungen des Stromabnehmers verursacht Hierdurch wird eine Störungsquelle, die Schwingungen verursachen kann, beseitigt.
Gemäß der Erfindung wird der Stromabnehmer also von dem Dach des Wagenkastens getragen und in seitlicher Richtung relativ zum Dach beweglich angeordnet, beispielsweise mit Hilfe von Rollen, die in Führungsschienen laufen oder mit Kugelbuchsen, die an Stangen entlanglaufen. Die Seitenlage des Stici-iabnehmers wird von einer Säule bestimmt, die mit dem Drehgestellrahmen verbunden ist und nach oben aus dem Wagenkasten herausragt. Am oberen Ende ist die Säule mit dem Tragwerk des Stromabnehmers über mindestens eine, in der Regel jedoch mehrere im wesentlichen horizontale Gelenkarme mit Gelenken in einer Weise verbunden, die den zwischen dem Wagenkasten und dem Drehgestell auftretenden Vertikalbewegungen Rechnung trägt Dadurch, daß man die Säule mit dem Stromabnehmer über ein Gelenksystem verbindet, das einen im wesentlichen vertikalen Gelenkarm, der in seiner Mitte mit der Spitze der Säule gelenkig verbunden ist, sowie zwei im wesentlichen horizontale Gelenkarme enthält, die mit ihrem einen Ende gelenkig mit dem Stromabnehmer und mit ihrem anderen Ende mit dem vertikalen Gelenkarm auf je einer Seite seines Verbindungspunktes mit der Säule verbunden sind, kann verhindert werden, daß die Vertikalbewegung zwischen Drehgestell und Wagenkasten Seitenbewegungen des Stromabnehmers verursacht Hierdurch wird eine Störungsquelle, die Schwingungen verursachen kann, beseitigt.
Dadurch, daß die am Drehgestell befestigte Säule den Stromabnehmer nur führt, kann die Säule schwächer
ausgebildet werden als bei solchen Konstruktionen, bei denen die Säule den Stromabnehmer trägt. Außerdem
kann die Säule asymmetrisch angeordnet werden, wodurch die Säule ein geringeres Hindernis darstellt Die
Säule und/oder der Stromabnehmer werden mit dem Wagenkasten zweckmäßigerweise über Dämpfungs-
glieder verbunden, die Seilenschwingungen des Stromabnehmers und der Säule dämpfen.
Anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert werden.
In der Figur bezeichnet 1 ein Drehgestell mit einem Rahmen 2, der von Radpaaren 3 getragen wird. Zwischen
diesen Radpaaren und dem Drehgestellrahmen 2 sind Federn 4 angeordnet Das Drehgestell 1 trägt über
Federn 6 eine» Wagenkasten 5. Die Federn sind beispielsweise
Luftfedern solcher Art, die eine Veränderung der Hubkraft zur Erzeugung einer Neigung des
Wagenkastens 5 im Verhältnis zum Drehgestell 1 zulassen, wenn der Wagen durch eine Kurve fährt Die vollausgezogene
Umrißlinie zeigt die neutrale Lage des Wagenkastens 5. Die strichpunktierte Umrißlinie zeigt
den Wagenkasten 5 in geneigter Lage. Auf dem Dach des Wagenkastens 5 ist ein Traggestell 7 für einen
Stromabnehmer 8 angeordnet Das Traggestell wird mittels im Traggestell gelagerter Rollen 10 in Führungsschienen
9 geführt, die auf dem Dach des Wagenkastens 5 angeordnet sind. Das Traggestell 7 enthält versteifende
Konstruktionselemente 11, die das Traggestell in seitlicher Richtung versteifen. Auf dem Drehgestellrahmen
2 ist eine Säule 12 angeordnet, die den Stromabnehmer 8 im Verhältnis zur Oberleitung 13 in der richtigen
Lage hält Die Säule 12 geht durch das Dach des Wagenkastens 5 hindurch. An ihrem oberen Ende ist die
Säule 12 über Gelenkarme 14,15 und 16 mit dem Traggestell 7 des Stromabnehmers verbunden. Der Gelenkarm
14 verläuft vertikal und ist in seiner Mitte drehbar mit der Säule 12 verbunden. Die Gelenkarme 15 und 16
verlaufen horizontal und sind mit ihrem einen Ende gelenkig mit dem Gelenkarm 14 und mit ihrem anderen
Ende gelenkig mit dem Traggestell 7 verbunden. Durch diese Ausbildung der Verbindung zwischen Säule 12
und Traggestell 7 wird verhindert, daß Vertikalbewegungen
des Wagenkastens 5 relativ zum Drehgestell 1 Seitenbewegungen des Traggestells 7 des Stromabnehmers
verursachen. Hierdurch wird eine Ursache für Schwingungen des Traggestells 7 in seitlicher Richtung
beseitigt. Die Säule 12 ist über ein Dämpfungsglied 17 mit dem Wagenkasten verbunden, wodurch seitliche
Schwingungen der Säule und des Traggestells 7 gedämpft werden. Durch geeignete Wahl der Steifigkeit
der Säule 12 in seitlicher Richtung und der Dämpfungseigenschaften
des Dämpfungsgliedes 17 kann verhindert werden, daß sich Rollbewegungen des Drehgestells
derart auf das Traggestell 7 fortpflanzen, daß dieses in seitlicher Richtung schwingt.
■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
55
90
65
Claims (3)
1. Verbindung eines Stromabnehmers (8) mit einem schienengebundenen Fahrzeug mit einem Wagenkasten
(5), der im Verhältnis zu den tragenden Drehgestellen (1) beim Durchfahren von Kurven geneigt
werden kann, wobei der Stromabnehmer (8) in auf dem Dach des Wagenkastens (5) angeordneten
Führungsschienen (9) in seitlicher Richtung relativ zum Dach beweglich angeordnet ist, da d u r c h gekennzeichnet, daß der Stromabnehmer (8) gelenkig
mit einer am Drehgestell (1) befestigten Säule (12) verbunden ist, welche den Stromabnehmer (8) in
einer bestimmten Lage im Verhältnis zum Drehgestell (1) hält.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (7) des Stromabnehmers
(8) mit der Säule (12) gelenkig über eine« im wesentliche!", horizontalen Gelenkarm verbunden
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (7) des Stromabnehmers
(8) mit der Säule (12) über einen im wesentlichen vertikalen Gelenkarm (14) verbunden ist, der in
seiner Mitte gelenkig mit der Säule (12) verbunden ist, und über zwei im wesentlichen horizontale Gelenkarme
(15, 16), die mit dem Traggestell (7) des Stromabnehmers (8) und mit dem vertikalen Gelenkarm
(14) auf jeder Seite der Mitte dieses Gelenkarms verbunden sind.
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