DE3234918A1 - Verfahren und vorrichtung zum ausbilden von sandpfaehlen zum verfestigen von weichem grund - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum ausbilden von sandpfaehlen zum verfestigen von weichem grundInfo
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Description
— 3 —
P-I917
P-I917
Fudo Construction Co., Ltd. 30, 5-chome, Hirano-machi, Higashi-ku, Osaka/Japan
Verfahren und Vorrichtung zum Ausbilden von Sandpfählen zum Verfestigen von weichem Grund
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Verbessern von weichem Grund von variierender Bodenbeschaffenheit oder Textur zu einem Grund von
gleichförmiger Festigkeit durch Einbringen von Sandpfählen
in den Grund.
Beim Verfestigen von weichemGrund durch Eintreiben von
Sandpfählen wird die Festigkeit des Grundes in der Regel an Hand der Ergebnisse von Bodenuntersuchungen geschätzt,
die an einer Mehrzahl von Stellen in dem zu verbessernden Bereich durchgeführt werden, und die Sollfestigkeit
des Grundes sowie der erforderliche Durchmesser,die Teilung
und andere Parameter der Sandpfähle werden an Hand der geschätzten Festigkeit sowie des Gewichts, der Form
und dergleichen des Bauwerks bestimmt, das auf dem Grund nach dessen Verfestigung errichtet werden soll. Konventionelle
Verbesserungsarbeiten werden unter der Annahme durchgeführt, daß die Sollfestigkeit erzielt werden kann,
indem Sandpfähle entsprechend den vorbestimmten Parametern eingebracht werden. Wenn jedoch die Festigkeit des
zu verbessernden Grundes variiert, schwankt auch die Festigkeit des verbesserten Grundes entsprechend, weil
es sich bei der geschätzten Festigkeit des Grundes, die für die Bemessung der Sandpfähle herangezogen wird, um einen
Mittelwert handelt. Infolgedessen hat der verbesserte
Grund zwangsläufig eine variierende Festigkeit. Dies stellt ein bei dem konventionellen Verfahren noch zu lösendes
Problem dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die es erlauben, einen
weichen Grund auf wirkungsvolle Weise kontrolliert zu verbessern und insbesondere einen Grund mit gleichförmiger
Festigkeit zu erzielen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
beim Ausbilden der Sandpfähle deren Durchmesser und/oder Festigkeit in Abhängigkeit von der Beschaffenheit oder
Festigkeit des zu verfestigenden Grundes geändert werden
.
Es ist bekannt, einen Sandpfahl in dem zu verbessernden Grund mittels eines hohlen Rohrs auszubilden, das an seinem
unteren Ende mit einem Sandaustrag- und Verdichtungsteil versehen ist, das zu einer Zwangsbewegung in lotrechter
Richtung veranlaßt werden kann. Die von dem Austrag- und Verdichtungsteil aufgebrachte Schubkraft F
läßt sich durch die Gleichung
F = K · A · B · C
ausdrücken, wobei K eine Konstante, A der Durchmesser
des Sandpfahls, ß seine Festigkeit und C die Festigkeit
des Grundes ist.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise der Wert F als Maß zum Regeln der beim Ausbilden der
Sandpfähle aufgebrachten Arbeit benutzt, und während des
Betätigens des Sandaustrag- und Verdichtungsteils mittels eines hydraulischen Zylinders werden der Durchmes-
ser und/oder die Festigkeit des Sandpfahls geändert, wobei die von dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil aufgebrachte
Schubkraft gleich dem vorbestimmten Wert gehalten wird.
Der Durchmesser des Sandpfahls läßt sich variieren, indem die Geschwindigkeit, mit der das Rohr hochgezogen
wird, und/oder die Menge des Wassers geändert werden, das um das untere Ende des Rohres herum eingespeist wird. Die
Festigkeit des Sandpfahls läßt sich beeinflussen, indem
die Frequenz und/oder die Amplitude der dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil vermittelten Vibrationen geändert
wird.
Es erwies sich als zweckmäßig, die Schubkraft F des Sandaustrag-
und Verdichtungsteils unmittelbar vor dem Ende des Abwärtshubes des Kolbens des hydraulischen Zylinders
zu erfassen und mit dem voreingestellten Wert (Fo) zu vergleichen, sowie den Durchmesser und/oder die Festigkeit
des gerade ausgebildeten Sandpfahls entsprechend dem Vergleichsergebnis zu ändern. Infolgedessen wird erfindungsgemäß
ein hydraulischer Zylinder vorgesehen, um das Sandaustrag- und Verdichtungsteil in lotrechter Richtung
zwangsweise zu bewegen; ferner sind eine Detektoreinrichtung zum Erfassen der Arbeitsstrecke des Kolbens des hydraulischen
Zylinders durch Ermitteln der Durchflußmenge des dem hydraulischen Zylinder zugeführten Fluids, ein
Sensor zum Erfassen des Druckes des Fluids, wenn der Abwärtshub des Kolbens einen vorbestimmten Wert erreicht
hat, ein Vergleicher zum Vergleichen der an Hand des Fluiddruckes errechneten, von dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil
aufgebrachten Schubkraft mit einem vorbestimmten Wert, und eine Einrichtung zum Ändern des Durchmessers
und/oder der Festigkeit der Sandpfähle entsprechend dem Vergleichsergebnis vorgesehen.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den beiliegenden
Zeichnungen zeigen:
Fig. IA eine graphische Darstellung der über der
Tiefe aufgetragenen Festigkeit des Grundes
für ein konventionelles Verfahren,
Fig. IB eine entsprechende graphische Darstellung
für das Verfahren nach der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 ein Blockschaltbild der vorliegend ver
wendeten Regelschaltung und
Fig. 4 eine graphische Darstellung, die erkennen läßt, wie ein Standardwert für F
ermittelt wird.
In den Fig. IA und IB ist die Beziehung zwischen der Tiefe
und der Festigkeit des Grundes für ein konventionelles Verfahren bzw. für das Verfahren nach der Erfindung
dargestellt. Dabei sind α die geschätzte Festigkeit des zu verbessernden Grundes, b die Istfestigkeit des Grundes,
c die Sollfestigkeit des verbesserten Grundes und d die Istfestigkeit des verbesserten Grundes. Bei P ist ein
in dem Grund ausgebildeter Sandpfahl veranschaulicht. Wie
zu erkennen ist, schwankt bei dem konventionellen Verfahren mit festem Durchmesser des ausgebildeten Sandpfahls
die Festigkeit des verbesserten Grundes erheblich in Abhängigkeit von der Istfestigkeit des zu verbessernden
Grundes. Demgegenüber stimmt bei dem vorliegenden Verfahren, bei welchem der Durchmesser des Sandpfahls entspre-
chend der Festigkeit des. Grundes geändert wird, die Istfestigkeit
des verbesserten Grundes mit dessen Sollfestigkeit im wesentlichen Uberein. Das bedeutet, daß mit dem
vorliegenden Verfahren der Grund auf einen gleichförmigen
Festigkeitswert verfestigt wird.
Entsprechend Fig. 2 wird eine Vorrichtung 1 benutzt, um einen verdichteten Sandpfahl P auszubilden. Die Vorrichtung
1 weist ein Rohr 2, ein kurzes Rohrstück 3, ein Sandaustrag- und Verdichtungsteil 4, einen hydraulischen
Zylinder 5 zum Bewegen des Teils 4 in lotrechter Richtung, einen Trichter 6 zum Einfüllen des Sandes in das
Rohr 2, eine Antriebseinheit 7 zum Hineintreiben des Rohres 2 in den Grund, eine Preßluftzuleitung 8, ein Ventil
9 zum Verhindern des Entweichens von Preßluft aus dem Trichter, ein Ablaßventil 10, ein Drahtseil 11 zum Aufhängen
des Rohrs 2, eine Winsch 12, Fluidleitungen 13 und 14 sowie Wasserstrahldüsen 15 auf.
Um mittels der Vorrichtung 1 einen Sandpfahl in einem weichen Grund G auszubilden, wird zuerst das Rohr 2 mittels
der Antriebseinheit 7 bis auf eine vorbestimmte Tiefe eingetrieben, wobei das Drahtseil 11 entsprechend nachgelassen
wird. Das Hineintreiben des Rohrs 2 in den Grund wird mit Hilfe von Wasserstrahlen unterstützt, die über die
Wasserstrahldüsen 15 in den Grund G gerichtet werden und/ oder durch Betätigen sowohl des hydraulischen Zylinders
5 als auch der Antriebseinheit 7,
Das Rohr 2 wird dann nach oben gezogen, während mittels des Sandaustrag- und Verdichtungsteils 4 Sand ausgetragen
und verdichtet wird. Beim Hochziehen des Rohrs 2 wird ein Sandpfahl P allmählich in aufwärtsführender Richtung
ausgebildet. Das Hochziehen des Rohrs wird für gewöhnlich mehrmals unterbrochen, um Sand nachzufüllen. Während der
Ausbildung des Sandpfahls wird von der Preßluftzulei-'
tung 8 aus Preßluft in das Rohr 2 eingeleitet, um für ein einwandfreies Austragen des Sandes zu sorgen.
Wird das vorliegende Verfahren mit in Abhängigkeit von der Beschaffenheit oder Festigkeit des zu verbessernden
Grundes geändertem Durchmesser des Sandpfahls durchgeführt, erhält der Sandpfahl in Tiefen, wo die Istfestigkeit
des Grundes größer als die geschätzte Festigkeit ist, einen kleineren als den normalen Durchmesser, während
der Sandpfahl in Tiefen, wo die Festigkeit unter dem Schätzwert liegt, der Sandpfahl mit einem größeren
als dem normalen Durchmesser ausgebildet wird.
Der Sandpfahldurchmesser läßt sich ändern, indem entweder
die Geschwindigkeit, mit der das Rohr 2 hochgezogen wird, variiert wird, oder indem von den Wasserstrahldüsen
15 um das untere Ende des Rohres 2 herum Wasser ausgetragen wird, um den Grund innerhalb eines begrenzten
Bereiches aufzuweichen.
Im Falle der Verfahrensvariante mit Änderung der Festigkeit
des Sandpfahls in Abhängigkeit von Änderungen der Beschaffenheit oder Festigkeit des zu verbessernden Grundes
wird dem Sandpfahl eine geringere Festigkeit (oder Dichte) als die normale Festigkeit in Tiefen vermittelt,
wo die Istfestigkeit des Grundes größer als die geschätzte
Festigkeit ist. Demgegenüber erhält der Sandpfahl eine größere als die normale Festigkeit in Tiefen, wo die
Istfestigkeit des Grundes kleiner als die geschätzte Festigkeit ist.
Die Festigkeit des Sandpfahls läßt sich durch Ändern der Frequenz und/oder der Amplitude der Vibrationen variieren,
die dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil 4 vermit-
- 9 telt werden.
Die Schwankung der Beschaffenheit oder Festigkeit des zu
verbessernden Grundes läßt sich auf verschiedenartige Weise erfassen, beispielsweise mit Hilfe eines Dehnungsoder Spannungsmessers oder einer Lastmeßdose, die an
zweckentsprechender Stelle an dem Rohr 2 angebracht sind.
Die von dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil 4 aufgebrachte Schubkraft F läßt sich beispielsweise in der unten
erläuterten Weise aus dem Fluiddruck unmittelbar vor dem Ende des Abwärtshubes des Kolbens des hydraulischen
Zylinders 5 bestimmen. Bei der Ausführungsform nach Fig.3
erzeugt ein in der Fluidleitung 14 des hydraulischen Zylinders 5 liegender Durchflußmengenmesser 16 Impulse,
die proportional der Durchflußmenge je Zeiteinheit sind. Die Impulse werden mittels eines Integrators 18 über die
Zeit integriert, um die Impulsanzahl zu bestimmen, die proportional dem Fluidvolumen ist, das über den Durchflußmengenmesser
16 während der Zeitspanne vom Beginn bis zum Ende des Abwärtshubes des Kolbens des Zylinders 5 geflossen
ist. Das Impulssignal wird in eine Spannung umgewandelt, die einem Vergleicher 19 zugeführt wird.
Der Vergleicher 19 wird ferner mit einer an einem Einstellglied 20 vorangestellten Spannung beaufschlagt, die
proportional dem Fluidvolumen ist, das der Kolben des Zylinders 5 für die Abwärtsbewegung bis unmittelbar vor dem
Ende seines Abwärtshubes benötigt. Der Vergleicher 19
vergleicht die vom Integrator 18 kommende Spannung mit der voreingestellten Spannung und gibt an eine Speicherschaltung
21 ein Signal ab, wenn diese beiden Spannungen einander gleich werden.
Der Fluiddruck in der Fluidleitung 13 wird einmal jede
Minute mittels eines Drucksensors 17 ermittelt und in eine Spannung umgewandelt, die der Speicherschaltung 21 zugeführt
wird. Die Speicherschaltung registriert die vom Drucksensor ]7 kommende Spannung auf Grund des Signals
vom Vergleicher 1? und übermittelt die registrierte Spannung
an eine Rechenschaltung 22.
Die Rechenschaltung bestimmt die Schubkraft F an Hand der von der Speicherschaltung 21 kommenden Spannung (die
proportional dem Fluiddruck unmittelbar vor dem Ende des Abwärtshubs des Kolbens ist) und der effektiven Querschnittsfläche
des Zylinders 5/ die zuvor eingespeichert wurde. Der so erhaltene Wert F wird in einem Vergleicher
23 mit einem Wert Fo verglichen, der mittels eines Einstellgliedes 24 voreingestellt wurde.
Der voreingestellte Wert F wird wie folgt ermittelt: Weil die gleiche Dichte oder Festigkeit des Sandpfahls erhalten
werden kann, wenn das benutzte Material(für gewöhnlich
Sand) und die bei der Ausbildung des Sandpfahles verwendeten Parameter die gleichen sind, läßt sich eine
graphische Darstellung der in Fig. 4 dargestellten Art, welche die wechselseitige Beziehung zwischen dem Wert F,
dem Sandpfahldurchmesser und der Festigkeit N des zu verbessernden
Grundes wiedergibt, an Hand der Ergebnisse von Versuchen aufstellen, die mit entsprechenden Sandpfählen
für diesen Zweck durchgeführt werden. Unter Anwendung dieser graphischen Darstellung wird ein Wert Fo bestimmt,
welcher der geschätzten Festigkeit No des Grundes und dem vorgesehenen Durchmesser des erforderlichen Sandpfahles
(beispielsweise 700 mm in Fig. 4) entspricht. Der voreingestellte Wert F kann in Abhängigkeit von der Tiefe geändert
werden.
Bei den Messungen, die während der Versuchs-Sandpfahlaus-
bildung durchgeführt werden, läßt sich der Wert F in der
oben erläuterten Weise messen; der Durchmesser des Sandpfahls wird auf konventionelle Weise mittels eines Tiefenmessers
und eines Sandvolumenmessers (nicht veranschaulicht) bestimmt, die an dem Rohr 2 angebracht sind.
Die Festigkeit des Grundes wird mit Hilfe eines gewöhnlichen Testers gemessen. Die Festigkeit kann auch unter
Anwendung der Vorrichtung 1 ermittelt werden, obwohl dies vorliegend nicht im einzelnen erläutert ist.
Der Vergleicher 23 vergleicht den ermittelten Wert F mit dem voreingestellten F~Wert (Fo). Falls eine Differenz
vorliegt, gibt der Vergleicher ein Signal an eine Steuereinheit 25, die ein Regelsignal erzeugt, um einen den
Pfahldurchmesser bestimmenden Parameter einzustellen,
beispielsweise die Geschwindigkeit, mit deren das Rohr 2 mittels der Winsch 12 hochgezogen wird.
In Tiefen, wo die Istfestigkeit des Grundes größer als
No ist, wird der ermittelte F-Wert den voreingestellten Wert Fo überschreiten, so daß die Geschwindigkeit, mit
der das Rohr mittels der Winsch hochgezogen wird, vergrößert
wird. Infolgedessen wird der Durchmesser des Sandpfahls kleiner als der Normalwert (beispielsweise
700 mm). In Tiefen, wo die Istfestigkeit des Grundes kleiner als No ist, wird die Geschwindigkeit verkleinert,
um den Durchmesser zu vergrößern.
Der Durchmesser läßt sich regulieren, indem mittels des von der Steuereinheit 25 kommenden Signals ein Ventil
geöffnet wird, welches das Volumen des von den Wasserstrahldüsen
\5 abgegebenen Wassers einstellt. Bei der praktischen Herstellung von Sandpfählen, bei welcher
der Wert F auf einen konstanten Wert geregelt wird, wird
ein gewisser Spielraum oberhalb und unterhalb des vor-
eingestellten Wertes Fo zugelassen. Die Regelung wird
für gewöhnlich derart ausgeführt, daß der ermittelte F-Wert (Schubkraft) zwischen den oberen und unteren Grenzwerten
liegt.
Während bei der oben erläuterten Ausführungsform der
Durchmesser des Sandpfahls eingestellt wird, während seine Festigkeit konstant bleibt, läßt sich auch die Festigkeit
des Sandpfahls bei festgehaltenem Durchmesser ändern.
Es ist ferner möglich, sowohl den Durchmesser als auch die Festigkeit des Sandpfahls zu andern, solange
der F-Wert fest bleibt.
Wenn die Festigkeit der Sandpfähle bei festgehaltenem
Durchmesser geändert werden soll, geschieht dies vorzugsweise durch Ändern der Frequenz und/oder der Amplitude
der Vibrationen, die dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil 4 vermittelt werden. Die Festigkeit läßt sich
aber auch dadurch variieren, daß das Teil 4 während seiner Abwärtsbewegung intermittierend in feine Vibrationen
versetzt wird. Vibrationen können dem Teil 4 einfach dadurch aufgedrückt werden, daß die Fluidzufuhr zu dem
hydraulischen Zylinder 5 pulsierend erfolgt.
Wenn sowohl der Durchmesser als auch die Festigkeit der
Sandpfähle geändert werden sollen, kann dies dadurch geschehen, daß die Geschwindigkeit der Vertikalbewegung
oder die Hublänge des Sandaustrag- und Verdichtungsteils 4 variiert werden; im übrigen kann auch in der vorstehend
erläuterten Weise vorgegangen werden.
Der vorliegend verwendete Begriff "Sandpfahl" soll auch Pfähle umfassen, zu deren Herstellung ein ähnliches Material
wie Sand verwendet wird, beispielsweise Kies, Gesteinsschutt und Schlacke.
-73-
Leer sei te
Claims (5)
1. Verfahren zum Ausbilden von Sandpfählen zum Verfestigen
von weichem Grund, bei dem ein Rohr in den Grund eingetrieben, Sand in das Rohr eingebracht und das
Rohr allmählich hochgezogen wird, während der Sand ausgetragen und verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung eines gleichförmig verfestigten Grundes beim Ausbilden der Sandpfähle deren Durchmesser
und/oder Festigkeit in Abhängigkeit von etwaigen Änderungen der Beschaffenheit des zu verfestigenden
Grundes geändert werden,
2. Verfahren zum Ausbilden von Sandpfählen zum Verfestigen von weichem Grund, bei dem ein Rohr in den Grund
eingetrieben, Sand in das Rohr eingebracht und das Rohr allmählich hochgezogen wird, während der Sand mittels
eines nahe dem unteren Ende des Rohres vorgesehenen Sandaustrag- und Verdichtungsteils ausgetragen und
verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Sandaustrag- und Verdichtyngsteil in lotrechter Richtung
zwangsgetrieben wird und daß beim Ausbilden der Sandpfähle deren Durchmesser und/oder Festigkeit geändert
wird, während die auf das Sandaustrag- und Verdichtungsteil ausgeübte Schubkraft gleich einem vorbestimmten
Wert gehalten wird,
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Ändern des Durchmessers der Sandpfähle die Geschwindigkeit, mit der das Rohr hochgezogen wird,
und/oder die Menge an Wasser eingestellt werden, das
FERNSPRECHER: 089/6012039 · KABEL: ELECTtUCPATENT MÜNCHEN
um das untere Rohrende herum in Form von Strahlen ausgetragen wird.
4, Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daü
zum Ändern der Festigkeit der Sandpfähle die Frequenz und/oder die Amplitude der dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil
vermittelten Vibrationen eingestellt wird.
5. Vorrichtung zum Ausbilden von Sandpfählen zwecks kontrollierter
Verfestigung von weichem Grund, gekennzeichnet durch ein in den Grund eintreibbares Rohr
(2), über das in den Grund Sand eingebracht wird, ein
am unteren Ende des Rohres angeordnetes Sandaustrag- und Verdichtungsteil (4) zum Austragen des Sandes aus
dem Rohr und zum Verdichten des Sandes, einen hydraulischen Zylinder (5) mit einem Kolben zum Bewegen des
Sandaustrag- und Verdichtungsteils in lotrechter Richtung, eine Detektoreinrichtung (16, 18) zum Erfassen
der Arbeitsstrecke des Kolbens durch Ermitteln der Durchflußmenge des dem hydraulischen Zylinder zugeführten
Fluids, einen Sensor (17) zum Erfassen des Druckes des Fluids, wenn der Abwärtshub des Kolbens
einen vorbestimmten Wert erreicht hat, einen Vergleicher (23) zum Vergleichen der an Hand des Fluiddrukkes
errechneten, von dem Sandaustrag- und Verdichtungsteil aufgebrachten Schubkraft mit einem vorbestimmten
Wert, und eine Einrichtung (25) zum Ändern des Durchmessers und/oder der Festigkeit der Sandpfähle
(P) entsprechend dem Vergleichsergebnis.
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