DE326842C - Vorrichtung zum Schliessen von Rohrlaengsnaehten durch elektrische Widerstandsschweissung - Google Patents
Vorrichtung zum Schliessen von Rohrlaengsnaehten durch elektrische WiderstandsschweissungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/06—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes
- B23K11/061—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes for welding rectilinear seams
- B23K11/062—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes for welding rectilinear seams for welding longitudinal seams of tubes
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Description
AUSGEGEBEN
AM 16. OKTOBER 1920
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
' KLASSE 7b GRUPPE
Edmund Schröder in Berlin.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schließen der Längsnaht von
Rohren mittels elektrischer Widerstandss,chweißung.
S Es ist vielfach versucht worden, solche Rohre mit einer Vorrichtung, wie sie Fig. ι
schematisch darstellt, zu schweißen. Bei dieser Vorrichtung dient eine von einem Dorn
getragene kleine Rolle ι als innere Elektrode.
ίο Die Gegenelektrode bildet die Rolle 2. Der
Rollenträger ist freitragend an eineftt Halter befestigt, welcher in der Tangentialrichtung
des zu schweißenden Rohres möglichst schmal gehalten ist und nach dem Rollenträger zu
spitz ausläuft.
Fig. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt durch den· Träger des Domes.
Das vom Dorn in der Pfeilrichtung (s. Fig. 4) ablaufende Rohr schließt sich erst
ganz hinter dem Dornträger, überlappt sich hier etwas und wird zwischen den Rollen verschweißt.
Nun ist aber mit dieser Vorrichtung ein dauerndes iindl betriebssicheres
Schweißen von- Rohrlängsnähten nicht mög~.
Hch; denn es bandelt sich hier hauptsächlich
um das Schweißen von engen Rohren, deren Durchmesser etwa unter 50 mm bleiben. Bei
diesen Meinen Durchmessern wird aber die als Innenelektrode dienende Rolle sehr klein.
Mit solchen· kleinen Rollen ist aber ein
dauerndes Arbeiten nicht" möglich. Einmal, weil sie sich schlecht kühlen lassen und' außer^
dem auch, weil ihre kleinen Wellendurchmesser sehr hohe "tjbergangswiderstände in
der Lagerung verursachen. Verwendet man dagegen im Innern des Rohres keine Rolle,
sondern einen Dorn, wie es schon vorgeschlagen wurde, so läßt sich zwar dieser feste
Dorn gut kühlen, er unterliegt aber, da die Schweißnaht .dann unter dem Schweißdruck
über ihn schleifend bewegt wird, einer sehr starken Abnutzung, so daß auch hier ein
dauerndes Arbeiten nicht möglich ist.
Nach vorliegender Erfindung wird das betriebssichere
Schweißen von Rohren, die sich erst hinter dem Dornhalter schließen, über einem als Innenelektrode dienenden, festen
Dorn ermöglicht, indem hierbei wie folgt verfahren wird:
Das Rohr wird durch eine Vorrichtung" (Sperrtrieb o. dgl.) in der Pfeilrichtung
schrittweise bewegt. Während jeden Bewegungsschrittes wird hierbei der Druck der ■
auf der Außenseite der Rohrnaht wirkenden Rollenelektrode soweit aufgehoben, daß sie
bei der Fortbewegung durch die Reibung mit dem Rohr eben noch mitgedreht wird. Durch
eine auf der gegenüberliegenden Seite wirkende Trag- oder Druckrolle 3 wird nun gemäß
der Erfindung das Rohr bei Beginn des Vorschubes etwas gehoben ,und zwar so, daß
der zweckmäßig im Durchmesser etwas kleiner als der lichte Rohrdurchmesser gehaltene
Schweißdorn 1 freiliegt. Die Fortbewegung
des Rohres kann also jetzt geschehen, ohne daß auf dem Dorn irgendwelches Schleifen
der Rohrnaht oder Wandung stattfinden kann. Mit der Einrichtung zu der schrittweisen
Bewegung wird in bekannter AVeise ein Primärstromschalter so gekuppelt, daß
der Schweißstrom in der Bewegungsstufe ausgeschaltet ist. Sobald diese beendet ist,
senkt sich die Außenelektrode 2 wieder auf den Dorn i, der Strom .wird eingeschaltet,
die Schweißung erfolgt und. unmittelbar da-" nach wird durch den zwangläufig bewegten.
Primärschalter der Strom ausgeschaltet, während die Schweißelektroden noch eine
kurze Zeit auf der Schweißstelle ruhend verbleiben, so. daß diese unter Druck erkaltend
volle Festigkeit erreicht, bevor die Elektrode den Druck wieder aufhebt, worauf dann ein
neuer Vorschub des Rohres erfolgt. so Ein Ausführungsbeispiel für eine solche ■Vorrichtung ist in Fig. 4 schematisch dargestellt,
während Fig. 3 einen Querschnitt durch Oberrolle, Rohr, Dorn und Stützrolle
darstellt.
In Fig. 4 sind zum Zwecke einfädler Darstellung alle Teile in eine Ebene gelegt. Wie
Fig. 4 zeigt, trägt eine Hauptwelle 4 einen Nocken, welcher mittels Hebelübersetzung
auf eine Zahnstange 5 wirkt, die, mittels Zange das Rohr fassende dieses schrittweise
in der Pfeilrichtung bewegt. Der Oberrollenträger pendelt um einen Punkt 6. Eine auf
der Welle 4 sitzende Kurvenscheibe ist so eingestellt, . daß sie bei jedem Vorschub der
Zahnstange 5 ohne Druckwirkung auf die Rolle 7 ist. Die Tragrolle 3, die um einen
Punkt 8 pendelt, wird gleichzeitig von der gleichen oder einer zweiten Kurvenscheibe
um den Pendelpunkt 8 nach oben gedruckt, so daß das Rohr etwas angehoben wird.
Seitenrollen bewirken das Zusammendrücken des Rohres hinter dem Dornträger. Der Primärschalter,
der in Fig. 5 in einem Ausführungsbeispiel näher dargestellt ist, trägt einen über einen größeren Umfangsteil reichenden
Kontakt 9, welcher mit dem Gegenkontakt 10 ' bei Berührung den Prirnärstrom schließt.
Dieser Schalter ist nun auf der Hauptwelle so verstellbar, daß der Stromschluß in den
go gewünschten Teil der Ruhestufe verlegt werden kann. Natürlich kann .statt dieses, nur
der Darstellung halber einfach gewählten Schalters auch .ein anderer Schalter, besonders
für höhere Beanspruchung ein Ölschalter Verwendung finden, ebenso wie auch die schrittweise Bewegung des Rohres auf andere
Art erfolgen kann. Auch wird es bei elastischen Rohren aus Werkstoff nicht immer
nötig sein, die Stützrolle 3 besonders zu bewegen, sondern dieselbe kann fest eingestellt
bleiben, so daß sich, das Rohr beim Niederdrücken der Elektrode 2 nur etwas oval
drückt, . während es beim Aufheben des Druckes sich rundend vom Dorn frei wird,
oder die Rolle 3 kann federnd gelagert sein, so daß sie beim Aufheben des Elektrodendruckes
das Rohr etwas hebt.
Da bei dieser neuen Vorrichtung . eine _
schleifende . Bewegung des Rohres auf dem Dorn nicht stattfindet, das Rohr vielmehr bei
jeder Schweißung ruht, ist ein Ausbau der Innenelektrode als Rolle nicht notwendig,
sondern es kann ein einfacher Dorn verwendet werden, der sich durch Innenkühlung gut
kühlen läßt und leicht auszutauschen ist. Der Dorn kann nach erfolgter 'Abnutzung einer
Stelle leicht gedreht werden, auch kann die Schweißstelle' in seiner Längsrichtung versetzt
werden. Weiter kann die Drehung des Domes zwangläufig erfolgen, so- daß nach
jeder Schweißung eine neue Stelle des Dornes zum Kontakt kommt.
Die neue Vorrichtung gestattet es also zum erstenmal, mittels einfacher betriebssicherer
Vorrichtungen Rohrlängsnähte im Dauerbetrieb zu schweißen. 'Dabei ist die Vorrichtung
sehr anpassungsfähig, denn man wird, wenn es sich um dichte Rohrnähte handelt,
die Schweißschritte so nahe aneinande'rlegen, daß eine dichte Naht entsteht, dagegen bei 90
Rohrnähten, die eine Volle Dichtigkeit nicht erfordern, wie es z. B. für Rohre zum Leiten
von dicken Flüssigkeiten, körnigem Gut usw. zulässig ist, die Schweißschritte größer wählen
und bei Rohrnähten, die nur fest, aber nicht dicht zu sein brauchen, wie z. I|. Konstruktionsrohre,
die Schweißschritte so wählen, daß der gewünschte Zweck eben erreicht wird. ■ ? ' ■
Da das elektrische Schweißverfahren mittels Widerstandsschweißung das billigste
Schweißverfehren überhaupt darstellt, wird durch die Erfindung, welche die betriebssichere
Herstellung von Rohrnähten mittels Widerstandsschweißung ermöglicht, ein erheblicher
wirtschaftlicher Vorteil erzielt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Schließen von Rohrlängsnähten durch elektrische Wider- . standsschweißung zwischen einem als Innenelektrode dienenden festen Dor^n, hinter dessen Träger sich das offen zugeführte Rohr schließt, und einer als 115" Gegenelektrode wirkenden Rollenelektrode mit schrittweiser Bewegung des Rohres in der Arbeitsrichtung und Kupplung der Primärstromschaltung mit der Bewegungsvorrichtung des Rohres derart, daßder Schweißstrom nur während des. Rohrstillstandes oder während des größeren Teils des letzteren geschlossen ist/dadurch gekennzeichnet, daß das zu schweißende Rohr bei Beginn des Vorschubs durcheine kleine Bewegung quer zur VorschuD-richtung etwas angehoben wird, so daß es sich frei, ohne den im Durchmesser, etwas kleineren Dorn (i) zu berühren, bewegt.Hierzu iJBlatt Zeichnungen.BEKLIN. GEDFiUCKT IN DER aEIGHSDRUCKEREI.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE326842T | 1918-06-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE326842C true DE326842C (de) | 1920-10-16 |
Family
ID=6184350
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918326842D Expired DE326842C (de) | 1918-06-09 | 1918-06-09 | Vorrichtung zum Schliessen von Rohrlaengsnaehten durch elektrische Widerstandsschweissung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE326842C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027750B (de) * | 1953-12-08 | 1958-04-10 | Western Electric Co | Maschine zur Herstellung von Kabelmaenteln aus quergewelltem Metallband mit ueberlappt geschweisster Laengsnaht |
| DE1073992B (de) * | 1960-01-28 | Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.) | Vorrichtung zum Geradehalten der sich überlappenden Längskanten von quer zur Achse gewellten Schlitzrohren, z. B. Kabelmänteln | |
| DE1184314B (de) * | 1960-01-14 | 1964-12-31 | Broederna Hedlung Ab | Einrichtung an einem Rohrschweisswerk zum Einsteuern der Schlitzlage des sich laengsbewegenden Rohrs |
-
1918
- 1918-06-09 DE DE1918326842D patent/DE326842C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073992B (de) * | 1960-01-28 | Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.) | Vorrichtung zum Geradehalten der sich überlappenden Längskanten von quer zur Achse gewellten Schlitzrohren, z. B. Kabelmänteln | |
| DE1027750B (de) * | 1953-12-08 | 1958-04-10 | Western Electric Co | Maschine zur Herstellung von Kabelmaenteln aus quergewelltem Metallband mit ueberlappt geschweisster Laengsnaht |
| DE1184314B (de) * | 1960-01-14 | 1964-12-31 | Broederna Hedlung Ab | Einrichtung an einem Rohrschweisswerk zum Einsteuern der Schlitzlage des sich laengsbewegenden Rohrs |
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