DE328589C - Zeitschalter - Google Patents
ZeitschalterInfo
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- DE328589C DE328589C DE1920328589D DE328589DD DE328589C DE 328589 C DE328589 C DE 328589C DE 1920328589 D DE1920328589 D DE 1920328589D DE 328589D D DE328589D D DE 328589DD DE 328589 C DE328589 C DE 328589C
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- switch
- time
- time switch
- switch according
- switching process
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H43/00—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed
- H01H43/30—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action
- H01H43/301—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action based on the expansion or contraction of a material
- H01H43/307—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action based on the expansion or contraction of a material of gases
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
Elektrische Wärmeschalter sind bisher als
Zeitschalter ohne nennenswerten Erfolg benutzt worden. Sie haben den Nachteil der geringen
und schleichenden Bewegung- der sich erwärmenden und besonders der sich abkühlenden
Masse sowie (der Abhängigkeit der Zeitdauer der Erwärmung und ebenso der darauffolgenden Abkühlung von der veränderlichen
Außentemperatur. Wird der Schalt-Vorgang schon durch die elektrische Erwärmung beendet, so wirkt der Schalter erst mit
der gleichen bestimmten Zeitdauer, sobald wieder die Anfangstemperatur durch Abkühlung
erreicht worden ist. Wird der Heizkörper während des Schaltvorganges erwärmt und abgekühlt, so sind weitere Schaltmittel
erforderlich, und die Zeitdauer der Schaltung wird um so unbestimmter, je weiter der Heizkörper
abgekühlt wird, da ja die Geschwindigkeit der Druck- oder Formänderung des geheizten
Gases ader der geheizten festen Masse während der Abkühlung von einer Temperaturdifferenz
abhängt, deren Wert sich Null nähert. Je mehr nun der Schalter für Wärmeabgabe
nach außen durch Leitung und Strahlung eingerichtet ist, desto mehr wird die Dauer beider Perioden, der Erwärmung und
Abkühlung, von der Außentemperatur abhängig, während im entgegengesetzten Falle wieder
die ursprüngliche Temperatur nur um so langsamer erreicht wind.
Alle diese Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß hauptsächlich dadurch beseitigt,
daß während des Schaltvorganges in einem Behälter ein Gas, insbesondere Luft, nur elektrisch
erwärmt wird, welches nach jedem Schaltvorgang idurch Öffnung eines Abschlußorgans
sich ganz oder teilweise selbsttätig erneuert. Der Behälter wind im Innern gut
gegen Abkühlung isoliert und enthält nur Heizkörper und sonstige Teile von möglichst
geringer Wärmekapazität. Die Periode der Abkühlung fällt also fort, und selbst bei veränderlicher
Anfangstemperatur ist die Schaltzeit wegen -des ,stets gleichen Anfangsdruckes
des Gases praktisch nur von einer elektrisch gleichmäßig erzeugten und die Spannung der
Luft gleichmäßig erhöhenden Wärmemenge abhängig. Durch die plötzliche Entspannung
der Luft und durch Elektromagnetspulen werden weiterhin schlagartige Momentschaltwirkungen
erreicht. Räderwerke oder sich abnutzende und verstopfende Dämpfungseinrichtungen
wenden vermieden, und man erhält auf diese Weise selbsttätige Schalter für beliebige
Zwecke von sehr einfacher Bauart, durch welche nach genau bestimmter Zeit ein Stromkreis
ein- oder ausgeschaltet werden kann, ■und insbesondere auch Typen von Handschaltern
in Dosenform, welche sich gegenüber den bisher bekannten Zeitschaltern dieser Art dadurch
auszeichnen, daß sie in gleicher Größe und Einfachheit wie gewöhnliche Momentschalter
für Hausinstallation und gleichwohl den Sicherheitsvorschriften entsprechend und
ohne Mehrkosten gebaut werden können.
In Abb. ι ist beispielsweise ein kleiner Topfmagnet 1 dargestellt, welcher, durch seinen
Anker und Deckel 2 luftdicht mittels Pakkung abgeschlossen werden kann. Innen am
Deckel sind in Einschnitten von zwei Doppelrippen Rollen 3 gelagert, welche sich auf
federnden Achsen drehen. Durch Druck auf den Knopf 4 wird zunächst nur die Flach-
feder 5 plattgedrückt, da die Rollen 3 sich gegen das obere Ende eines Steges 6 legen.
Berührt Knopf 4 dann den Deckel 2, so werden die Rollen 3 auf .die Stege 6 gehoben, und
der Anker wird nunmehr unter dem Druck des Datimens und der Feder 5 gegen den Rand des
Topfmagneten geschnellt. Außer durch die Rollen, welche am Umfange entsprechend der
Bahn auf den Stegen konkav bzw. konvex geformt sind, wind der Anker in seiner Bohrung
am Magnetkern geführt. Mittels einer Büchse 7 spannt er eine auf den Magnetkern aufgesetzte Feder 8. Isoliert zwischen Anker
und Büchse 7 ist eine Kontaktbrücke 9 gelagert. 10 ist eine mit der Lampe 11 (s. Abb. 2)
in Reihe zu schaltende Magnetspule, die für die Lampe zugleich als vorgeschaltete, das
Licht mit unerheblich geringerer Helligkeit brennen lassende Widerstandsspule dient, mit
zwischengelegten, die Wärme nach oben leitenden zylindrischen Blechen 12. Auf diesen
ruht ein ringförmiger Schaltstein 13. Die Schalterteile sind abgewickelt in Abb. 2 dargestellt.
Brücke 9 wird nun, kurz nachdem der vorgeschnellte Anker Feder 5 nicht mehr berührt, sich gegen zwei Kontakte 14 und 15
legen, hierdurch wird Lampe 11 über 14, 9 ■ und Kontaktfeder 15 eingeschaltet und gleich
darauf auch der Elektromagnet 10 durch Aufhebung
eines von den Kontaktfädern 16 gebildeten
Kurzschlusses. Am Ende des Hubes wird der Anker infolgedessen fest angezogen und schließt das Innere des Mantelmagnets
luftdicht ab. Da die innere F,läche des Mantelmagnets mit einem schlechten Wärmeleiter
bekleidet ist, wird innerhalb einer bestimmten Zeit, z. B. 5 Minuten, die Luft sich so weit
erwärmen, daß sie !gemeinsam mit der Feder 8 den Anker 2 vom Magnet wieder losreißt.
Diese Wirkung wird verstärkt durch die zylindrische Fläche 17. Während die Kontakte
14, 15 noch überbrückt sind, nimmt die Kraftlinienzahl
durch den Luftwiderstand des Magnetkreises und dadurch schnell ab, daß die 4-5 Kontakte 16 wieder geschlossen werden, und
so der Magnet stromlos wird. Dann erfolgt auch ein funkenloseres Öffnen des Lichtschalters,
als wenn die Magnetspule als Selbstinduktionsspule noch im Kreise wirkte. Selbst
wenn Knopf 4 noch eingedrückt sein sollte, wird der Anker 2 erst bei geöffnetem Lichtschalter
durch Feder 5 aufgefangen. Der Rand des Ankers 2 ist nur so hoch, daß die
unten am Knopf 4 befestigte Feder 5 durch den Knopf dann gedreht werden kann, wenn
■ der Lichtschalter noch geschlossen ist. Wenn die Feder 5 aber in den Einschnitten 18 am
Rande des Ankers liegt, was bei Öffnung des Schalters 9 der Fall ist, dann kann die Feder
5 nicht gedreht wenden. Ist also die Fader von Hand vor Öffnung des Schalters gedreht,
so wird der Anker 2 durch den Überdruck der Luft wieder vom Elektromagneten gelöst, die
Spule 10 wird durch den Kontakt 16 wieder lcurzgeschlossen, aber die Feder 5 verhindert,
: daß die Kontakte 14, 9, 15 sich öffnen können.
Wir erhalten auf diese Weise Dauerlicht mit voller Helligkeit, da auch die Magnet- und
Widerstandsspule 10 vor der Lampe 11 ausgeschaltet ist. Für das oben beschriebene
Fünfminutenlicht genügt aber auch vollkom- ! men die nur wenig geringere Helligkeit bei
; eingeschalteter Spule 10, die dem Licht 11 zu-
: gleich als Widerstandsspule vorgeschaltet ist.
Der abgeschlossene Mantelmagnet und die , Magnetspule 10 sind nicht unibedingt notwendig,
es genügt, wenn die Spule eine reine Heizspule ist, die in einem Hohlkörper ange-■
ordnet ist.
Abb. 3 zeigt eine solche Anordnung; da nach wind durch den Druckknopf 20 eine
Membran 21 nach unten 'durchgebogen und verharrt in dieser Endlage durch ihre eigene
Federkraft. Gleichzeitig wenden durch einen isoliert an der Membran befestigten Bügel 22
ein Kugelventil 23 und: mittels eines Schalthebels 24 ein Stromkreis über eine Lampe 25,
Heizspule 26, Kontakte 27 und 28 geschlossen. Sobald sich die Luft im Innern des Behälters
um eine bestimmte Anzahl Grade erwärmt hat und ein der Zeit und der Zahl der Grade
entsprechender Druck erreicht worden ist, wird die Membran nach oben gebogen unid der
Schalter 24 geöffnet. Das Schließen und Öffnen des Schalters geschieht unter Schlagwirkung
durch Stift 29 ibzw. den Steg 30 am Bügel 22, welche für die zuerst langsame Bewegung
der Membran genügend Spielraum lassen. 31 ist ein Ring, mittels dessen die
Membran 21 befestigt wird. ■
In Abb. 4 ist eine Treppenibeleuchtungsanlage mit einer Fernsohalteinrichtung dargestellt,
welche aus dem Elektromagnet 32, dem Heizgefäß 33 und dem Lichtschalter 34 besteht.
Bedient man sich eines der Druckknöpie 35, so .schließt sich ein Stromkreis 35,
Magnetspule 36, Heizspule 37. Der Kern 38 wird gegen den Druck der Membran 39 gehoben
und schließt mittels der eingeschraubten Schaltstange 40 das Ventil 41, den Lichtschalter
34 und den Hilfsschalter 42. Während die Lampen 43 brennen und die Druckknöpfe 35 geöffnet sind, erhalten der Elektromagnet
36 und Heizspule 37 weiter Strom über den Hilfsschalter 42. Infolge Erwär- 1x5
mung der Luft im Gefäß 33 und des Druckes auf die Membran 39 werden nach einer bestimmten
Zeit Kern 38 vom Magnetkörper 32 losgerissen und die Schalter 42 und 34 wieder
geöffnet.
Der Elektromagnetstromkreis wird also niemals am Druckknopf geöffnet. Die aus-
Claims (14)
1. Zeitschalter, dadurch gekennzeichnet, j daß die Schaltzeit durch Erwärmung von
Gas in einem Behälter bestimmt wird, welcher nach dem Schaltvorgang geöffnet
wird.
2. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Behälter nur eine elektrische Heizspule und Teile von geringer Wärmekapazität enthält und
im Innern so isoliert ist, .daß die Wärme nur an das Gas abgegeben wird.
3. Zeitschalter nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßorgan für ^das Gas infolge der Schaltvorgänge
,sich selbsttätig schließt und öffnet.
4. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter
mit dem Auslaßorgan mechanisch oder elektrisch gekuppelt ist. 6g
5. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßorgan
sich selbsttätig infolge Änderung des Gasdruckes öffnet oder schließt.
6. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalterteile
während der Zeitschaltung mechanisch oder elektromagnetisch in einer Sperrstellung gehalten wenden, aus welcher
sie durch den Gasdruck gelöst werden.
7. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einleitung
des Schaltvorganges Federn gespannt, Luft komprimiert oder ibei Handschaltern
ein Elektromagnet erregt wird, wodurch die Schalterteile in die Zeitschaltstellung
vorschnellen.
8. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasbehälter
zwecks Steuerung des Abschlußorgans oder der Schalterteile durch eine in zwei Endlagen federnd überspringende
Membran abgeschlossen ist.
9. Zeitschalter nadi Anspruch 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, .daß als Gasbehälter ein zugleich al« Einschalt- oder als
Haltemagnet ,dienender Topfmagnet verwendet wird·.
10. Zeitschalter nach x\nspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Deckel des Topfonagneten als Ventil wirkt.
11. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, idaß idie Spule eines Einschalt- oder Haltemagneten zugleich
als Heizspule verwendet wind.
12. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der unter Federdruck stehende Schalter in einer Zwisohenstellung für beliebige Verlängerung
des Schaltvorgianges aufgefangen werden kann.
13. Zeitschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter
nur dadurch aufgefangen werden kann, daß einer seiner Antriebsteile noch während
des Zeitschaltvorganges für die Dauenbeleuchtung verstellt wird.
14. Zeitschalter nach Anspruch 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch Wärme komprimierte Luft zur Funkenlöschung
dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE328589T | 1920-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE328589C true DE328589C (de) | 1922-05-13 |
Family
ID=6186161
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920328589D Expired DE328589C (de) | 1920-03-27 | 1920-03-27 | Zeitschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE328589C (de) |
-
1920
- 1920-03-27 DE DE1920328589D patent/DE328589C/de not_active Expired
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