-
Schraubanschl ußk lemme
-
Die Erfindung betrifft eine Schraubanschlußklemme zum Verbinden von
elektrischen Leitungen mit einem in einer Aufnahme eines Gehäuses festgelegten Anschlußkontaktes,
bei der in einer quer zur Aufnahme gerichteten Führung des Gehäuses mittels einer
Klemmschraube ein Klemmkörper verstellbar ist, der das Ende einer in die Aufnahme
eingesteckten elektrischen Leitung gegen den Anschlußkontakt verklemmt. Dabei kann
der Anschlußkontakt in verschiedener Weise, z.B. als Lötfahne, Steckkontakt, Schraubkontakt
oder dgl. ausgebildet sein.
-
Eine Schraubanschlußklemme dieser Art mit einem für den Anschluß an
einer Leiterplatte geeigneten Anschlußkontakt zeigt z.B. die DE-OS 30 05 619.
-
Bei diesen bekannten Schraubanschlußklemmen ist die Aufnahme in der
Regel auf einen bestimmten Leitungsquerschnitt ausgelegt und mit dem Klemmkörper
wird stets eine elektrische Leitung an dem Anschlußkontakt verklemmt. Bei ausreichend
großem Querschnitt der Aufnahme ist es jedoch auch möglich, die Enden von zwei oder
mehreren Leitungen mit kleinem Querschnitt einzuführen und zu verklemmen. Dabei
kommt es jedoch vor, daß nicht alle elektrischen Leitungen eindeutig mit dem Anschlußkontakt
verklemmt und damit elektrisch leitend verbunden ist.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schraubanschlußklemme der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, mit der wahlweise eine oder zwei elektrische Leitungen
mit einem einzigen Anschlußkontakt eindeutig verklemmt werden können.
-
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Anschlußkontakt
die Aufnahme in zwei übereinanderliegende Kammern unterteilt, daß der hochkant stehend
in der Führung verstellbare, als U-Bügel ausgebildete Klemmkörper mit seinem unteren
Schenkel in die untere Kammer ragt, daß in einer Gewindeaufnahme des oberen, in
die obere Kammer ragenden Schenkels des Klemmkörpers die Klemmschraube verschraub
bar ist und daß die Klemmschraube in dem oberen Schenkel eines weiteren Klemmbügels
unverlierbar, jedoch drehbar gehalten ist, der gegenüber dem Klemmkörper um 90O
verdreht ist, mit dem unteren Schenkel zwischen den Anschlußkontakt und den oberen
Schenkel des Klemmkörpers ragt und mit seinem oberen Schenkel über dem oberen Schenkel
des Klemmkörpers liegt, wobei der lichte Abstand der Schenkel von Klemmkörper und
Klemmbügel etwa der in Verstellrichtung von Klemmkörper und Klemmbügel ausgerichteten
Abmessung beider Kammern entspricht.
-
Die in die beiden Kammern unterteilte Aufnahme kann wahlweise eine
oder zwei elektrische Leitungen aufnehmen. Mit der einzigen Klemmschraube werden
die Leitungen mit dem Anschlußkontakt verklemmt, wobei sich je nach der Belegung
der Kammern der Kontaktbügel und der Kontaktkörper in der Führung verstellen. Beim
Anschluß nur einer elektrischen Leitung spielt es keine Rolle, welche der beiden
Kammern belegt wird. In jedem Fall ist die elektrische Leitung eindeutig zwischen
dem Anschlußkontakt und einem Schenkel des Kontaktkörpers bzw. des Kontaktbügels
verklemmt.
-
Die Unterteilung der Aufnahme in zwei Kammern ist nach einer Ausgestaltung
dadurch gelöst, daß der Anschlußkontakt in der Führung des Gehäuses so festgelegt
ist, daß er quer zur rührung bis zu einer Ausneunung in der Vorderwand des Gehäuses
ragt, die die Aufnahme begrenzt. DAbei läßt sich der Anschlußkontakt zur Einsteckseite
hin dadurch abdecken, daß die Ausnehmung durch einen vor dem Anschlußkontakt liegenden
Quersteg des Gehäuses in zwei Teilausnetwungen für die beiden Kammern unterteilt
ist.
-
Nach einer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der Anschlußkontakt mit
einem Lötanschluß an der Unterseite des Gehäuses herausragt. Damit kann der Anschlußkontakt
auf einfache Weise mit einer Kontaktbahn einer Lciterplatte verbunden werden.
-
Die Führung des Kontaktkörpers im Gehäuse und die Kontaktgabe bei
der Belegung der unteren Kammer können nach einer Ausgestaltung dadurch verbessert
werden, daß der untere Schenkel des Klemmkörpers einen Kontaktbügel trägt, der der
Einführöffnung der Aufnahme zugekehrt einen vertkal nach unten abgewinkelten Abschlußschenkel
aufweist, der in seiner Abmessung etwa der in Richtung der Führung gerichteten Abmessung
der unteren Kammer entspricht.
-
Damit bei der Belegung von nur einer Kammer die jeweils andere Kammer
gegen Einführen einer weiteren elektrischen Leitung gesperrt ist, sieht eine weitere
Ausgestaltung vor, daß der Klemmbügel mit seiner offenen Seite der Einführöffnung
der Aufnahme zugekehrt in der Führung verstellbar ist und daß der untere Schenkel
des Klemmbügels einen nach oben abgewinkelten Abschlußschenkel aufweist, der in
seiner Abmessung etwa der in Wichtung der Führung gerichteten Abmessung der oberen
Kammer entspricht.
-
Soll ein unbeabsichtigtes Lösen der Klemmschraube von dem Klemmkörper
vermieden werden, dann ist nach einer Ausgestaltung vorgesehen, daß die Klemmschraube
mit dem unteren Ende unmittelbar vor dem unteren Schenkel des Klemmbügels endet.
-
Eine definierte öffnungsstellung für den Klemmkörper und den Klemmbügel
ergibt sich nach einer Ausgestaltung dadurch, daß die von der Unterseite des Gehäuses
ausgehende Führung in einem Absatz endet, der eine Bohrung zur Aufnahme des Kopfes
der Klemmschraube aufweist. Die Bedienung der Klemmschraube bleibt erhalten.
-
Eine einwandfreie Führung des Klemmkörpers und des Klemmbügels im
Gehäuse beim Verdrehen der Klemmschraube wird nach einer Ausgestaltung dadurch erreicht,
daß die Breite des Klemmkörpers an den lichten Abstand zwischen dem Mittelsteg und
dem Abschlußschenkel des Klemmbügels angepaßt ist, daß die Führung in der Einsteckrichtung
der elektrischen Leitungen auf die durch den Mittelsteg und den Abschlußschenkel
des Klemmbügels gegebene Außenabmessung ausgelegt ist und daß die rührung quer dazu
durch die Breite des Klemmkörpers plus der Dicke des Mittelsteges des Klemmbügels
bestimmt ist.
-
Das Einstecken der Enden der elektrischen Leitungen in die Kammern
wird dadurch erleichtert, daß die Ausnehmung in der Vorderwand des Gehäuses als
sich konisch erweiternde Einführöffnung ausgebildet ist.
-
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, daß mehrere
Klemmen dieser Art zu einer Klemmleiste zusammengefaßt und in einem einstückigen
Gehäuse untergebracht sind.
-
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen jeweils im Schnitt
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Schraubanschlußklemme
nach der Erfindung, wobei die Klemmschraube in die Ausgangsstellung zurückgedreht
ist und der Klemmkörper und der Klemmbügel die öffnungsstellung einnehmen, Fig.
2 die Schraubanschlußklemme mit einer in die untere Kammer eingesteckten und darin
mit dem Anschlußkontakt verklemmten elektrischen Leitung, Fig. 3 die Schraubanschlußklemme
mit einer in die obere Kammer eingesteckten und darin mit dem Anschlußkontakt verklemmten
elektrischen Leitung,
Fig. 4 die Schraubanschlußklemme, wobei sowohl
in die untere, als auch in die obere Kammer eine elektrische Leitung eingesteckt
und darin mit dem Anschlußkontakt verklemmt ist und Fig. 5 die Schraubanschlußklemme
in einer Sperrstellung.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel einer Schraubanschlußklemme nach den Fig.
1 bis 4 besteht das Gehäuse 10 aus Isoliermaterial und weist eine von der Unterseite
ausgehende, etwa quadratische Führung 13 auf, welche an dem Absatz 14 mit der Bohrung
15 endet. In diese Führung 13 mündet eine als Ausnehmung der Vorderwand ausgebildete
Aufnahme 11 für die elektrischen Leitungen. Die Ausnehmung der Vorderwand erweitert
sich konisch, wie die Einführöffnung 12 zeigt.
-
In der Führung 13 ist die Klemmschraube 30, der als U-Bügel ausgebildete
Klemmkörper 20 und der Klemmbügel 32 angeordnet und verstellbar.
-
Durch die Bohrung 15 ist der Kopf 31 der Klemmschraube 30 zugänglich
und verdrehbar. In der Führung 13 ist im unteren Bereich der Anschlußkontakt 16
festgelegt, der sich von der Rückwand des Gehäuses 10, in der er eine abgesetzte
Aufnahme der Führung 13 belegt, bis zur Ausnehmung in der Vorderwand erstreckt.
Der Anschlußkontakt 16 teilt so die Aufnahme 11 für die elektrischen Leitungen in
zwei etwa gleich große, ühereinander angeordnete Kammern 28 und 29.
-
Der Klemmkörper 20 steht hochkant, so daß er mit dem unteren Schenkel
21 in die untere Kammer 28 ragt. Der obere Schenkel 22 des Klemmkörpers 20 ragt
in die obere Kammer 29 und hat eine Gewindeaufnahme 23, in der die Klemmschraube
30 verschraubbar ist. Die Klemmschraube 30 selbst ist unverlierbar, jedoch drehbar
in dem oberen Schenkel 35 des Klemmbügels 32 gehalten. Dieser Klemmbügel 32 ist
gegenüber dem Klemmkörper 20 um 900 verdreht, so daß der untere Schenkel zwischen
den Anschlußkontakt 16 und den oberen Schenkel 22 des Klemmkörpers 10 ragt. Der
obere Schenkel 35 des Klemmbügels 32 liegt über dem oberen Schenkel 22 des Klemmkörpers
20 in der Führung 13.
-
Der untere Schenkel 21 des Klemmkörpers 20 trägt den Kontaktbügel
24, der mit den abgewinkelten Schenkelabschnitten 26 und 27 an dem Schenkel 21 gehalten
ist und mit dem nach unten abgewinkelten Abschlußschenkel 25 im Bereich der Vorderwand
in der Führung 13 geführt ist. Auch der untere Schenkel 33 des Klemmbügels 32 ist
nach oben als Abschlußschenkel 34 abgewinkelt und verbessert die Führung im Bereich
der Vorderwarld des Gehäuses 10.
-
Wie die Fig. 1 zeigt, ist der Klemmkörper 20 in seiner Breite durch
die lichte Weite zwischen dem Mittelsteg und dem Abschlußschenkel 34 des Klemmbügels
32 gegeben. Die Außenabmessung des Klemmbügels vom Mittelsteg bis zum Abschlußschenkel
34 bestimmt die Abmessung der Führung 13 in der Einsteckrichtung der Leitungen,
da der Klemmbügel 32 mit der offenen Seite der Vorderwand des Gehäuses 10 zugekehrt
ist. Die Abmessung der Führung in der senkrecht dazu stehenden Richtung ist durch
die Breite des Klemmbügels 32 plus der Dicke des Mittelsteges des Klemnkörpers 20
gegeben. Der Klemmkörper 20 verläuft mit scincm Mittolst»ç seitlich des Anschlußkontaktes
16 und ist in cier Führung 13 geführt.
-
Der Klemmkörper 20 und der Klemmbügel 32 sind so bemessen, daß der
lichte Abstand der Schenkel 21 und 22 bzw. 33 und 35 jeweils etwa der Abmessung
beider Kammern 28 und 29 in der Verstellrichtung von Klemmkörper 20 und Klemmbügel
32 entspricht.
-
Wird die Klemmschraube 30 in Richtung Lösen verdreht, dann nimmt die
Schraubanschlußklemme in der Endstellung die in Fig. 1 gezeigte Lage ein. Der obere
Schenkel 22 des Klemmkörpers 20 liegt auf dem unteren Schenkel 33 des Klemmbügels
32 auf. Die Klernrnschraubc 30 kann nicht mehr weiter gelöst werden. Da das untere
Wunde der Klemmschraube 30 unmittelbar vor dem unteren Schenkel 33 des Klemmbügels
32 erdet, kann sich der Klemmkörper 20 nicht von der Klemmschraube 30 lösen. Der
untere Schenkel 21 des Klemmkörpers 20 mit dem Kontaktbügel 24 nimnt die unterste
Stellung ein und der Klemmbügel 32 liegt mit dem oberen
Schenkel
35 an dem Absatz 14 der Führung 13 an. Die Klemmschraube 30 hat zwischen dem Kopf
31 und dem Gewindeteil einen Abschnitt, über den die Klemmschraube 30 in der Aufnahme
36 des Schenkels 35 des Klemmbügels 32 gelagert ist. In dieser Einstellung geben
der Abschlußschenkel 25 des Kontaktbügels 24 und der Abschlußschenkel 34 des Klemmbügels
32 die Kammern 28 und 29 frei und es können die Enden von elektrischen Leitungen
in diese Kammern 28 und 29 eingesteckt werden.
-
Wird, wie Fig. 2 zeigt, das Ende einer elektrischen Leitung 37 in
die untere Kammer 28 eingesteckt und die Klemmschraube 30 angezogen, dann verstellt
sich der obere Schenkel 22 des Klemmkörpers 20 auf der Klemmschraube 30 in Richtung
zu dem Kopf 31 und zwar solange, bis der Konttaktbügel 24 an der Leitung 37 anliegt
und diese gegen die Unterseite des Anschlußkontaktes 16 drückt. Dabei wird auch
der Kontaktbügel 32 soweit nach unten verstellt, bis er an der Oberseite des Anschlußkontaktes
16 anliegt. Das untere Ende der Klemmschraube 30 liegt dabei frei. I)er Kraftschluß
ist über die Klemmschraube 30 und den Klemmkörper 20 und den Klemmbügel 32 vervollständigt.
Der untere Schenkel 33 des Klemmbügels 32 wird gegen die Oberseite des Anschlußkontaktes
16 gedrückt. Der Klemmkörper 20 ist über die Klemmschraube 30 starr mit dem Klembügel
32 gekoppelt, so daß sein unterer Schenkel 21 mit dem Kontaktbüyel 24 unter Verklemmung
der Leitung 37 unter Druck sich an der Unterseite des Anschlußkontaktes 16 abstützt.
-
Der Abschlußschenkel 34 des Klemmbügels 32 verschließt dabei die obere
Kammer 29, so daß keine Leitung mehr eingeführt werden kann.
-
Wird, wie Fig. 3 zeigt, die obere Kammer 29 mit einer Leitung 38 belegt,
dann wird die Verstellung des oberen Schenkels 22 des Klemmkörpers 20 auf der Klemmschraube
30 soweit erfolgen, bis der untere Schenkel 21 mit dem Kontaktbügel 24 satt und
unter Druck an der Unterseite des Anschlußkontaktes 16 anliegt. Der Klemmbügel 32
verstellt sich dabei in der Führung 13 soweit in Richtung Anschlußkontakt 16, daß
der
untere Schenkel 33 die Leitung 38 an der Oberseite des Anschlußkontaktes
16 verspannt. Der Abschlußschenkel 25 des Kontaktbügels 24 verschließt dabei die
untere Kammer 28, so daß keine Leitung mehr eingeführt werden kann.
-
Werden, wie Fig. 4 zeigt, beide Kammern 28 und 29 mit Leitungen 37
und 38 belegt, dann werden beide Leitungen 37 und 38 für sich gegen den Anschlußkontakt
16 verspannt und verklemmt. Dabei werden die Leitung 37 in der unteren Kammer 28
zwischen dem unteren Schenkel 21 mit dem Kontaktbügel 24 des Klemmkörpers 20 und
der Unterseite des Anschlußkontaktes 16 und die Leitung 38 zwischen dem unteren
Schenkel 33 des Klemmbügels 32 und der Oberseite des Anschlußkontaktes 16 verklemmt.
-
Der Klemmkörper 20 und der Klemmbügel 32 nehmen die in Fig. 4 gezeigten
Stellungen ein, wobei die Verstellung in der Führung 13 von den Durchmessern der
eingesteckten Leitungen 37 und 38 abhängig ist.
-
Schließlich zeigt die Fig. 5 die Schraubanschlußklemme in einer Art
Sperrstellung. Die Klemmschraube 30 ist dabei soweit eingedreht, daß der obere Schenkel
22 des Klemmkörpers 20 an dem oberen Schenkel 35 des Klemmbügels 32 anstößt. Die
Abschlußschenkel 25 und 34 verschließen die Kammern 28 und 29, so daß keine Leitungen
in die Kammern 28 und 29 eingeführt werden können.