DE3322714A1 - Verfahren zum beruehrungslos optischen messen von abstaenden und entsprechende vorrichtung - Google Patents

Verfahren zum beruehrungslos optischen messen von abstaenden und entsprechende vorrichtung

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Description

  • Verfahren zum berührungslos optischen Messen
  • von Abständen und entsprechende Vorrichtung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum berührungslos optischen Messen von Abständen und entsprechende Vorrichtungen nach dem Oberbegriff von Anspruch 2 oder dem von Anspruch 3. Das Verfahren kann nämlich nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 nach zweierlei unterschiedlichen Methoden, dem Fokussierungsmeßverfahren und dem Triangulationsmeßverfahren verwirklicht werden.
  • Beispielsweise aus der Dissertation von F. Ertl, Aufbau und Untersuchung eines berührungslos optisch arbeitenden Längenmeßverfahrens für den Einsatz in der Fertigung, Darmstadt, 1978, geht das Fokussierungsmeßverfahren als bekannt hervor. In einer vorgewählten Richtung auf eine zu vermessende Oberfläche, vorzugsweise senkrecht zur anzutastenden Oberfläche, wird ein Primärlichtbündel abgestrahlt und zur Abstandsbestimmung die Intensität des von der Oberfläche rückgestreuten Lichts gemessen.
  • In einem Ausführungsbeispiel dient eine Fokussierungseinrichtung dazu, das von einer Lichtquelle abgesandte Lichtbündel in einen Brennpunkt im Bereich der Oberfläche zu fokussieren. Die Intensität des in der Beleuchtungsoptik zurückfallenden Sekundärlichts hat ein Maximum, wenn der Brennpunkt genau in der Objektoberfläche liegt.
  • Durch Zuordnung von augenblicklichen Einstellungen der Abstandsmeßvorrichtung und deren optischen Bauteile (beispielsweise Linsenbrennweite) zu dem ausgezeichneten Zustand, wenn ein Intensitätsmaximum auftritt, kann eine Abstandsrelation eines Bezugspunkts der Meßvorrichtung zum Meßpunkt auf der Oberfläche des Meßobjekts gefunden werden. Die notwendige Brennpunktsverschiebung erfolgt beispielsweise durch Durchstrahlen einer periodischfin Anstrahlrichtung verschiebbaren Linse oder nacheinander in den Strahlengang geschobenen Linsen mit unterschiedlichen Brennweitene Die Intensitätsmessung erfolgt mittels einer Fotodiode, auf welche das von der Oberfläche in der Bleuchtungsoptik rückgestreute und über einen Strahlteiler ausgekoppelte Sekundärlicht fällt. Sofern die Fotodiode eine entsprechende Empfindlichkeit aufweist, kann bei ebenen, glatten Oberflächen die Anstrahlrichtung ohne wesentliche Beeinflussung der Meßgenauigkeit von der orthogonalen Lage in gewissen Grenzen abweichend-au.sgerichtet sein. Nachteilig ist jedoch, daß die Intensität des in der Beleuchtungsoptik zurückgestreuten Lichtanteils bei schrägem Auftreffen eines Lichtbündels auf eine Oberfläche geringer ist als beitsenkrechtem Auftreffen, und damit die Meßgenauigkeit sinkt, da bei schwach ausgeprägtem Maximum die Bestimmung des absoluten Maximums schwieriger ist. Eine stärkere Lichtquelle oder hochempfindliche Fotodioden können nur teilweise Abhilfe schaffen. Insbesondere bei spiegelnden Oberflächen ist der Streukegelwinkel des rückgestreuten Lichts recht klein, so daß schon bei kleineren Schrägstellungen des Meßgeräts kein ausreichender Lichtanteil in die Beleuchtungsoptik zurückfallen kann. Sind die Oberflächen gekrümmt, also beispielsweise konkav oder konvex ausgebildet, treten deutliche Meßfehler auf, wenn die Antastung schräg zur Oberflächennormalen erfolgt, da das Rückstreuverhalten auch eine Funktion der Oberflächenkrümmung ist. Ist die Oberfläche mit Riefen versehen, die außerdem in eine Richtung bevorzugt verlaufen, so ändeit sich das Rückstreuverhalten bei schräger Anstrahlung mit der Anstrahlrichtung, woraus sich bei von Meßpunkt zu Meßpunkt ändernder Anstrahlrichtung Meßfehler ergeben können.
  • Eine Meßeinrichtung, der das Triangulationsverfahren zugrundeliegt, geht beispielsweise aus dem VDI-Bericht, 448, Dimensionelles Messen und Prüfen in der Fertigung, 1982, Seite 29 bis 30, als bekannt hervor. Bei diesen Meßverfahren wird ein Lichtbündel, vorzugsweise ein Laserstrahl, senkrebht auf die Werkstückoberfläche gerichtet und eine Empfängeroptik in einem festen Winkel dazu angeordnet. Verschiebt sich beispielsweise die Oberfläche in Richtung des Beleuchtungsstrahls, so ändert sich auch die Intensität und Verteilung des Streulichts und die Lage dessen Maximum auf einer flächenhaft auflösenden Fotodiode. Diese Ablenkung kann gemessen werden und daraus eine Abstandsrelation des Meßgeräts zur Oberfläche gewonnen werden. Nachteilig ist auch hier, daß Abweichungen der Anstrahlrichtung von der Orthogonalen zur Meßobjektoberfläche die Meßgenauigkeit beeinträchtigen, da dadurch die Lage der Streukeule (Linien gleicher Intensität) beeinflußt wird. Bei schräger An- strahlung rauher Oberflächen mit einer Vorzugsrichtung von Unebenheiten, beispielsweise Riefen, kann die Streukeule in mehrere diskrete Streukeulen zerfallen, das heißt also, für verschiedene Winkel und Abstandseinstellungen des Meßgeräts kann kein Streulicht er¢pfangen werden und es ist deshalb keine Messung möglich Bei unbekannten Oberflächen ist also ohne weitere Maßnahmen keine sichere Betriebsweise möglich.
  • Aus der CH-PS 447 631 geht eine berührungslos optisch arbeitende Abstandsmeßvorrichtung als bekannt hervor, der ein Triangulationsmeßverfahren zugrundeliegt, nach dem die Oberfläche eines zu vermessenden Objekts in einem definierten schrägen Winkel angestrahlt wird. In Anwendung dieses Verfahrens soll die Winkelhalbierende aus optischer Achse einer Empfängeroptik und des Beleuchtungslichtbündels, deren optische Achsen in einem festen Winkel zueinander angeordnet sind, für eine Messung senkrecht zu einer Werkstückoberfläche im Meßpunkt voreingestellt sein. Dazu ist die Meßeinheit auf einen Meßschlitten montiert, der in der Ebene der beiden Achsen schwenkbar um deren Schnittpunkt angeordnet ist. Eine Nachführsteuerung sorgt für eine translatorische Verschiebung des Meßgeräts, und zwar so lange, bis der mittels eines Laserstrahls auf dem Meßobjekt erzeugte, eng begrenzte Lichtfleck durch eine Linse auf einer Differentialfotozelle der Empfängeroptik abgebildet wird. Die aus wenigstens zwei Einzeldioden aufgebaute Fotozelle übernimmt nunmehr die Steuerung der translatorischen Verschiebung*Dis die Einzeldioden symmetrisch ausgeleuchtet sind. Dann liegt der Schnittpunkt der optischen Achsen von Beleuchtungslichtbündel und Empfängeroptik genau in der Werkstückoberfläche.- Für diese ausgezeichnete Position des Meßgeräts zur Obejektoberfläche läßt sich in einfacher Weise eine Abstandsrelation ermitteln.
  • Bei dieser Vorrichtung nach dem Triangulationsmeßverfahren mit schräger Antastung ist es für die Meßgenauigkeit besonders wichtig, die definierte Winkellage der Anstrahlrichtung zur Oberfläche genau voreinzustellen, In der Schrift wird jedoch keine Angabe gemacht, in welcher Art und Weise die exakte Ausrichtung des Meßgeräts erfolgen kann. Die jeweilige Ausrichtung von Hand wäre ungenau und äußerst zeitraubend.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Abstandsmessung auch bei ein- und zweidimensional gekrümmten und in ihrer Normalen-Richtung unbekanntem Oberflächenverlauf und unbekannter Oberflächenstruktur schnell und mit größtmöglicher Meßgenauigkeit zu gestalten.
  • Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Durch in einem Meßpunkt jeweils automatisches Ausrichten der Anstrahlrichtung in eine frthogonale oder sonstige bevorzugte Winkellage, werden ständig optimale Meßbedingungen geschaffen. Bei entsprechender Ausrichtung des Antaststrahls ist die Intensität des Sekundärlichts maximal und, sofern die Oberflächenbeschaffenheit von Meßpunkt zu Meßpunkt unverändert ist, auch gleichbleibend.
  • Daraus ergibt sich eine Steigerung der Meßgenauigkeit ins- besondere für gekrümmte Oberflächen. Vorrichtungsseitig lösen flächenhaft auflösende optoelektronische Wandler, die die Intensitätsverteilung des rückgestreuten Lichts messen, Steuersignale für Verschwenkantriebe aus.
  • Bei senkrechter Anstrahlung der Oberfläche liegt der optoelektronische Wandler beispielsweise um die optische Achse des Primärlichtbündels herum.
  • Vorteilhaft ist, daß eventuell auch weniger empfindliche, d.h. billigere optoelektronische Wandler zur Anwendung kommen können. Durch automatisches Ausrichten der definierten Meßtastkopfachse in die bevorzugte Lage kann wesentlich schneller, da ohne manuelles Eingreifen, eine Vielzahl von Meßpunkten mit hoher Meßgeschwindigkeit angetastet und vermessen werden. Versagen des Meßgeräts bei Abweichen der Strahlrichtung aus der bevorzugten Lage wird gänzlich vermieden. Ferner kann bei Meßverfahren, bei denen das Antastlichtbündel senkrecht auf der Oberfläche stehen SOlli ein Einfluß der Oberflächenbeschaffenheit auf die Meßergebnisse weitgehend reduziert werden. Bei. Schräganstrahlung einer Oberfläche können auf unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit beruhende Meßfehler erkannt werden, da bei immer gleichbleibender Antastrichtung fehlerhafte Messungen aufgrund von Falschausrichtung des Tastlichtbündes ausgeschlossen werden kann.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben; Es zeigen: Figur 1 den Bereich der Pinole eines Koordinatenmeßgeräts, an dem räumlich schwenkbar der Meßtastkopf einer Abstandsmeßvorrichtung aufgehängt ist, Figur 2 die Anordnung der optischen Bauelemente im Meßtastkopf und die Geometrie des Strahlengangs, für ein nah dem Fokussierungsmeßverfahren arbeitendes Meßgerät, mit einer seitlich des Primärlichtbündels angeordneten Fotozelle, Figur 3 eine Anordnung der wesentlichen Bauelemente eines nach dem Fokussierungsmeßverfahren arbeitenden Meßgerats nach Figur 2, jedoch mit seitlich über einen Umlenkspiegel eingeblendetem Primärlichtbündel und hinter dem Umlenkspiegel um die optische Achse des Primärlichtbündels angeordneter Fotozelle, Figur 4 eine Anordnung der wesentlichen optischen Baulmente eines nach dem Triangulationsverfahren arbeitenden Meßgeräts, mit einer um die optische Achse des Primärlichtbündels angeordneten durchbohrten Fotodiode, Figur 5 eine Frontalansicht der flächenhaft auflösenden Fotodiode der Figur 2, mit einer einer Schrägstellung des Meßtastkopfs entsprechenden Intensitätsverteilung des reflektierten Lichts, Intensitäsmaximum außermittig, Figur 6 eine Ansicht der Fotozelle nach Figur 2, mit einer einem orthogonal zu einer Werkstückoberfläche ausgerichteten Meßtastkopf entsprechender Intensitätsverteilung des rückgestreuten Lichts, Intensitätsmaximum mittig.
  • Der Meßtastkopf 1 der berührungslos optischen Abstandsmeßvorrichtung ist, wie aus Figur 1 ersichtlich, am Ende der Pinole eines Koordinaten-Meßgeräts an einer Halterung 2 angebracht, wobei lediglich deren Endabschnitt dargestellt ist.
  • Zwei Gelenke 3, 4 im Verlauf der Halterung 2, mit zueinander senkrecht ausgerichteten Drehachsen, erlauben räumliche Verschwenkbewegungen des Meßtastkopfs 1 zur Ausrichtung einer gemeinsamen optischen Achse der optischen Bauelemente des Meßtastkopfs in eine bevorzugte., hier orthogonale Lage zu einer zu vermessenden Objektoberfläche 5. Den Gelenken 3, 4 sind nicht dargestellte Verschwenkantriebe zugeordnet, die durch Ausgangssignale eines in Figur 2 dargestellten im Meßtastkopf 1 integrierten flächenhaft auflösenden optoelektronischen Wandlers 6 gesteuert werden, der beispielsweise eine Vier-Quadranten-Fotodiode sein kann. Die Größe der relativen Verdrehungen der Gelenke 3,4 der Halterung 2 sind beispielsweise über Winkelschrittgeber meßbar. Die Halterung 2 ist samt Meßtastkopf 1 über geeignete, nicht dargestellte Antriebe in allen drei Raumrichtungen translatorisch bewegbar. Im Raum zwischen Meß- tastkopf 1 und der im Abstand A dazu befindlichen Objektoberfläche 5, ist die Geometrie des Strahlengangs außerhalb des Meßtastkopfs eingezeichnet. Im Schnittpunkt des konvergenten Lichtbündels 7 befindet sich der Brennpunkt 8 in der Objektoberfläche 5. Um den Meßtastkopf 1 im Bauvolumen klein zu halten, kann das Primär- oder Beleuchtungslicht über Lichtleitfasern dem Meßtastkopf 1 zugeleitet werden.
  • Figur 2 zeigt die wesentlichen optischen Bauelemente im Meßtastkopf 1 eines nach dem Fokussierungsmeßverfahren arbeitenden Meßgeräts und die zugehörige Geometrie des Strahlengangs. Eine Lichtquelle 9, die auch eine Laserlichtquelle oder als Ende einer Lichtleitfaser ausgebildet sein kann, sendet Beleuchtungslicht aus, das in einer ersten Konvexlinse 10 parallel gerichtet wird. Diese kann aus Platzersparnis-/Gewichtsersparnisgründen auch kleiner als die zweite Konvexlinse 12 ausgeführt sein. Nach Durchstrahlen eines halbdurchlässigen Strahlteilers. 11, der beispielsweise eine Planspiegel ist, wird das parallel gerichtete Licht auf eine weitere Konvexlinse 12 fokussiert. Die Objektoberfläche 5 liegt genau im Brennpunkt 8, wenn zuvor der richtige Abstand A, beispielsweise durch Verfahren der Pinole; veingestellt wurde. Die optische Achse 13 des Primärlichtbündels ist als strichpunktierte Linie eingetragen. In der dargestellten Lage des Meßtastkopfs 1 steht die optische Achse nicht orthogonal auf der Werkstückoberfläche 5. Die Form und Lage der Streukeule 14 des rückgestreuten Lichts ist abhängig von der Schrägstellung des Meßtastkopfs und Beschaffenheit der Oberfläche. Bei Schräganstrahlung liegt der vom Brennpunkt ausgehende, durch das Maximum der Streukeule verlaufende Lichtstrahl 15 nicht in der optischen Achse 13) sondern in einen Winkel dazu geneigt. Der rückgestreute Lichtanteil fällt zurück auf die Konvexlinse 12, die das rückgestreute Licht parallel ausrichtet. Der halbdurchlässige Spiegel lenkt das Licht auf den optoelektronischen Wandler 6, der seitlich außerhalb des Primärlichtbündels angeordnet ist. Der Lichtstrahl 15 durch das Intensitätsmaximum der Streukeule verdeutlicht repräsentativ einen Strahlenverlauf von der Werkstückoberfläche zum optoelektronischen Wandler 6.
  • Figur 3 zeigt ebenfalls wie Figur 2 eine Vorrichtung, die nach dem Fokussierungsmeßverfahren arbeitet. Im Unterschied zu Figur 2 ist die Lichtquelle 9 ebenso wie die Konvexlinse 10 zur Flächennormalen in einem Meßpunkt quer abstrahlend angeordnet. Über einen kleinen, im Durchmesser dem Primärlichtbündel entsprechenden Umlenkspiegel 11 t wird das Primärlichtbündel in Richtung auf die Oberfläche gelenkt. Der optoelektronische Wandler 6' ist hinter dem Umlenkspiegel 11' angeordnet. Da der Primärstrahl nur dünn entsprechend dem gewünschten Lichtfleckdurchmesser zu sein braucht, reicht ein kleiner Umlenkspiegel von ca. 2 mm Durchmesser aus. Er kann beispielsweise an radial angeordneten, dünnen Stiften fixiert sein oder es wird eine Planglasplatte verwendet, bei der nur im mittleren Bereich eine elliptische Fläche als Spiegel durch Bedampfung ausgeführt ist. Durch die umgelenkte Primärstrahlführung wird erreicht, daß das meist nur schwache rückgestreute Streulicht möglichst vollständig, d.h. ohne Umlenkverluste auf die großflächige lageempeindliche Diode gelangt, und es kann stets eine ungelochte Diode verwendet werden. Weiterhin kann dadurch der Gehäuseumriß gegebenenfalls günstiger gestaltet werden.
  • Figur 4 zeigt die wesentlichen optischen Bauteile einer optischen Abstandsmeßeinrichtung nach dem Triangulationsverfahren. Die besten Abstandsmeßergebnisse werden hierbei erreicht, wenn das Primärlichtbündel orthogonal auf der Objektoberfläche 5 steht. Dieser Fall ist in Figur 4 schon eingestellt worden durch entsprechendes Schwenken des Meßtastkopfes um zwei Achsen. Der Meßtastkopf enthält eine Lichtquelle 9, die ein Primärlichtbündel aussendet. Ferner die dazu in einem festen Winkel von ca. 45 Grad stehende Empfängeroptik 20, mit einer lageempfindlichen Flächen-oder Zeilendiode.21, die die Lage und Form des Streulicht-Intensitätsverteilungs-Anteils zu ermitteln gestattet. Der für die orthogonale Ausrichtung erforderliche zusätzliche lageempfindliche optoelektronische Wandler 6" ist koaxial zum Primärlichtbündel angeordnet und besitzt eine Aussparung zum Durchlaß des Primärlichtbündels.
  • Selbstverständlich könnte auch der rückgestreute Lichtanteil über einen teildurchlässigen Umlenkspiegel auf die seitlich außerhalb des Primärstrahls angebrachte lageempfindliche Fotozelle umgelenkt werden, wie es etwa in Figur 2 für das Fokussierungsmeßverfahren dargestellt ist.
  • Statt eines teildurchlässigen Umlenkspiegels könnte im übrigen auch ein durchbohrter Vollspiegel verwendet werden. Ebenfalls auf das Triangulationsmeßverfahren angewendet, könnte Lichtquelle und Umlenkspiegel quer zur Normalen im Meßpunkt abstrahlend angeordnet sein und die Fotodiode in Richtung des Sekundärlichts hinter dem Umlenkspiegel. Die Zeilendiode 21 liefert lediglich das Signal zur Abstandsmessung und ist vollkommen von der Steuerung für die Schwenkbewegung entkoppelt.
  • Die Figuren 5 und 6 zeigen eine Ansicht auf die angestrahlte Seite des optoelektronischen Wandlers 6, 6' oder 6".
  • Das in der Oberfläche der Fotozelle anfallende Licht ist zur Darstellung in Linien gleicher Intensität aufgetragen.
  • In Figur 5 liegt das Maximum der Intensitätsverteilung exzentrisch zum Fotodiodenmittelpunkt angeordnet. Die exzentrische Lage des Intensitätsmaximums würde etwa einer schrägen Anstrahlung der Obejektoberfläche nach Figur 2 entsprechen. Eine konzentrische Anordnung im Mittelpunkt der Fotodiode nach Figur 6 würde eine orthogonal zur Objektoberfläche ausgerichtete Meßtastkopfachse bedeuten.
  • Berührungslos optisch arbeitende Abstandsmeßvorrichtungen nach dem Triangulations- und dem Fokussierungsmeßverfahren können beispielsweise als eindimensionale Meßtaster an Koordinatenmeßgeräten mit kartesischen Verfahrmöglichkeiten oder in Knickarmbauweise, wie beispielsweise bei Meßrobotern eingesetzt werden, um die Koordinatenwerte eines Bauteils Kontur-, punkt- oder linienweise zu be.stimmen.Dazu soll der Meßtaster den Abstand zwischen dem gerade angetasteten Oberflächenpunkt und einem Bezugspunkt an einem koordinatenmäßig bewegten Maschinenteil, insbesondere die Pinole eines Koordinatenmeßgeräts oder die Hand eines Roboters, ermitteln. Ist die Richtung der Abstandsmessung bekannt, so können zusammenfassend durch Koordinatentransformation die absoluten Koordinaten des Oberflächenpunktes erreicht werden -Bei Abstandsmessungen nach dem Fokussierungsmeßverfahren wird der Fokus durch Meßgeräteverschiebung oder Brennweitenänderung in der Antastrichtung relativ zur Werkstück- oberfläche periodisch oder kontinuierlich bewegt. Sofern die Winkellage der optischen Achse 13 des Meßtastkopfs 1 während eines Meßvorgangs konstant beibehalten wird, ist die Änderung der Intensität des von der Werkstückoberfläche rückgestreuten Lichts hauptsächlich eine Funktion des Brennpunktsabstands zur Werkstückoberfläche. Die Messung der Intensität ergibt ein relatives Maximum, wenn der Brennpunkt 8 genau in der Oberfläche liegt. Zwar ist es zumeist nicht unbedingt erforderlich, daß die optische Achse 13 des Meßtastkopfs 1 orthogonal zur Meßobjektoberfläche ausgerichtet ist, jedoch sind bei orthogonaler Ausrichtung höhere Meßgenauigkeiten erzielbar, da das in der Beleuchtungsoptik zurückfallende Licht gemessen wird, das dann eine Maximum ist. Der Intensitätsverlauf als Funktion der Brennpunktsverschiebung weist dann auch ein ausgeprägtes Maximum auf, wodurch die Maximumfindung wesentlich erleichtert wird. Bei konvex gekrümmten Oberflächen treten bei schräger Antastung Meßfehler auf, die darin begründet sind, daß sich je nach Brennpunktsabstand zur Objektoberfläche die Winkellage des Intensitätsmaximums des Streukegels des rückgestreuten Lichts ändert.
  • Zur orthogonalen Ausrichtung der optischen Achse 13 des Meßtastkopfs 1 auf der«Objektoberfläche 5,ist eine weitere Fotodiode im r)ückgestrehten- :Lic-angordnet, die aus einer Anzahl von.inzeldiodn aufgebaut ist, die über -eine Fläche verteilt. angeordnet'sind. Eine solche flächenhaft auflösende Fotodiode.läßt sich dazu verwenden, Steuersignale für Verschwenkbewegungen der Drehantriebe an den Gelenken zu erzeugen, wenn eine von einer vorgegebenen Intensitätsverteilung abweichende Helligkeitsverteilung über der Oberfläche der Fotodiode vorliegt. Im Ausführungsbeispiel sind Ausrichtbewegungen abgeschlossen, wenn eine zum Fotodiodenmittelpunkt symmetrische Helligkeitsverteilung vorliegt. Selbstverständlich kann, wie im Ausführungsbeispiel vorgesehen, eine einzige flächenhaft ausgebildete Fotodiode auch zur Messung der Intensität für die Abstandsbestimmung verwendet werden, die von der Brennpunktslage zur Werkstückoberfläche abhängt. Anstatt einer seitlich angeordneten Fotodiode kann eine Fotodiode beispielsweise auch im Strahlengang vor der Objektoberfläche angebracht sein, die zum Durchtritt des Primärlichtbündels, speziell wenn dieses wie in Figur 2 nur dünn ausgebildet ist, eine entsprechende Uffnung besitzt. Ferner kann die Diode hinter einem Umlenkspiegel angeordnet sein, wie im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 dargestellt. Steuersignale für Verschwenkbewegungen werden dann erzeugt, wenn das außerhalb des Strahlengangs der Beleuchtungsoptik rückgestreute Licht eine unsymmetrische Verteilung besitzt. Die Anordnung der Einzeldioden auf der Fotodiode kann beliebig geschehen, vorzugsweise ist die Anordnung mittelpunktssymmetrisch.
  • Die Dioden können dann radial in Zeilen oder auch in Umfangslinien konstanter Teilung angeordnet sein. Sofern die Ausrichtung des Meßtastkopfs 1 allein durch Schwenkbewegungen der Gestängeabschnitte erfolgt, kann der anfangs angetastete Meßpunkt nicht beibehalten werden.
  • Soll dies dennoch erwünscht sein, so müssen mit jeder Schwenkbewegung der Winkeländerung entsprechend translatorische Bewegungen des Meßtastkopfs 1 und der Halterung einhergehen, die beispielsweise mittels eines Mikroprozessors aus dem Steuersignal der Fotodiode ermittelt werden. Alternativ können die Dreh- und Schwenkbewegungen auch mechanisch als Kugelkulissenführung aus- geführt sein konzentrisch zum Brennpunkt bzw. Nenn-Abstandspunkt der Abstandsmeßeinrichtung.
  • Die Ausführungen zum Fokussierungsmeßverfahren gelten hinsichtlich der Anordnungen für Umlenkspiegel und Fotodioden in gleicher Weise für das Triangulationsverfahren, insbesondere wenn das Primärlichtbündel orthogonal die Oberfläche anstrahlen soll. Zur Abstandsbestimmung dient jedoch eine im Winkel zur optischen Achse des Primärlichtbündels angeordnete Empfängeroptik. Die Empfängeroptik ist mit einer zeilenförmig oder auch flächenhaft auflösenden Fotodiode zur Abstandsbestimmung ausgestattet.
  • Sie dient der Feststellung der Streulicht-Intensitätsverteilung, die bei einer definierten Verteilung einem bestimmten Abstand des Meßgeräts von der Objektoberfläche entspricht. Zur Lageausrichtung ist jedoch der lageempfindliche optoelektronische Wandler 6" vorgesehen, der mittelbar oder unmittelbar die Intensitätsverteilung um die optische Achse des Primärlichtbündels mißt.
  • Wenn für ein Triangulatiosnmeßverfahren ein Primärlichtbündel eine Oberfläche in einer bevorzugten Lage schräg anstrahlen soll, so ist der optoelektronische Wandler im Bereich derjenigen Lage der Streulichtkeulenachse anzuordnen, die der bevorzugten Relativlage zwischen Primärlichtbündel und zu vermessender Oberfläche entspricht.

Claims (10)

  1. Patentanspruche 1.)Jer£aren zum berührungslos optischen Messen von Abständen, wobei in einer vorgewählten Richtung auf eine zu vermessende Oberfläche eines Meßobjekts ein Primärlichtbündel abgestrahlt wird und das rückgestreute Licht - Sekundärli¢ht - als mittelbares Maß für die Entfernung zur Oberfläche beobachtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der Intensität des Sekundärlichts im Bereich derjenigen Lage der Streulichtkeulenachse gemessen wird, die diese bei bevorzugter Relativlage zwischen Primärlichtbündel und zu vermessender Oberfläche einnimmt und ein Signal zum Schwenken der Anstrahlrichtung in die bevorzugte Lage erzeugt wird.
  2. 2. Optische Abstandsmeßvorrichtung, mit einem Meßtastkopf in dem eine ein Primärlichtbündel in vorgewählter Richtung auf eine anzutastende Oberfläche eines Meßobjekts abstrahlende Lichtquelle, sowie eine Fokussierungseinrichtung enthalten sind, die das Lichtbündel im Bereich der Oberfläche in einen Brennpunkt fokussiert, ferner mit einem optoelektronischen Wandler zur Messung der Intensität des um die optische Achse des Primärlichtbündels von der Oberfläche rückgestreuten Lichts, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 entsprechend der Fokussierungsmethode, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer und zwar flächenhaft auflösender optoelektronischer die Intensitätsverteilung im Bereich derjenigen Lage der Streukeulenachse messender Wandler (6,6') vorgesehen ist, die diese bei bevorzugter Relativlage zwischen Primärlichtbündel und zu vermessender Oberfläche einnimmt und daß von dem Wandler (6, 6') aus der Verschwenkantrieb des Meßtastkopfs für Verschwenkbewegungen des schwenkbar gelagerten Meßtastkopfes in die bevorzugte Lage ansteuerbar ist.
  3. 3. Optische Abstandsmeßvorrichtung, mit einem Meßtastkopf, der eine in vorgewählter Richtung auf eine anzutastende Oberfläche eines Meßobjekts ein Primärlichtbündel abstrahlende Lichtquelle, sowie eine Empfängeroptik enthält, die in einem festen Winkel zur optischen Achse des Primärlichtbündels angeordnet ist und einen flächenhaft auflösenden oder zeilenförmigen optoelektronischen Wandler beinhaltet, der zur Bestimmung einer Abstandsrelation der Abstandsmeßvorrichtung zur Oberfläche die Verteilung der Intensität des um die optische Achse der Empfängeroptik rückgestreuten Lichts - Sekundärlicht- dient, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 entsprechend der Triangulationsmethode, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer und zwar flächenhaft auflösender optoelektronischer die Intensitätsverteilung des Sekundär- lichts im Bereich derjenigen Lage der Streukeulenachse messender Wandler (6") vorgesehen ist, die diese bei bevorzugter Relativlage zwischen Primärlichtbündel und zu vermessender Oberfläche einnimmt und daß von dem Wandler (6") aus der Verschwenkantrieb des Meßtastkopfs für Verschwenkbewegungen des schwenkbar gelagerten Meßtastkopfes in die bevorzugte Lage ansteuerbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßtastkopf (1) um zwei zueinander senkrechte Achsen schwenkbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder- 4, dadurch gekennzeichnet, daß der - weitere - flächenhaft auflösende optoelektronische Wandler (6, 6', 6") um die optische Achse des Primärlichtbündels angeordnet ist und zu dessen Durchtritt eine entsprechende Aussparung aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der - weitere - flächenhaft auflösende optoelektronische Wandler (6, 6', 6") seitlich neben dem Primärlichtbündel angeordnet ist und über einen Strahlteiler (11, 11') mit Sekundärlicht beaufschlagbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (9) mit ihrer Strahlrichtung quer zur Abstrahlrichtung und ein das Primärlichtbündel auf die Oberfläche umlenkender Umlenkspiegel (11') im Strahlengang, und daß der optoelektronische Wandler (6')(in Richtung des Sekundärlichts) hinter dem Umlenkspiegel angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die optoelektronischen Wandler in einer einzigen Baueinheit zusammengefaßt sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der optoelektronische Wandler eine Fotodiode ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der optoelektronische Wandler in mittelpunktssymmetrischen Einzeldiodenanordnugnen ausgeführt ist.
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