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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Gebilden
aus Gittermaterial Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Ansnruchs 1 und eine entsprechende Vorrichtung.
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Ein solches Verfahren ist aus der DE-AS 16 09 6' bekannt, die einen
Bewehrungskorb für Betonbauteile wie Träger, Pfeiler und dergleichen beschreibt,
der aus einfachen Teilen hergestellt vorgefertigt an die Baustelle geliefert und
dort je nach den gegebenen Abmessungen der Träger, Stützen oder dergleichen abgelängt
werden kann. Die Längsstäbe sind an ihrer Tnnen- und Außenseite mit aneinander(geschweinten
cli intischen Bewehrungsrin@@n vcrschweißt, wobei benachbarte Bewehrun@srin@@ zur
],<-inc?sachse des Bcwehrunqskorbes entgegenqesetzt geneigt sind. Die größere
Ellipsenhauptachsen der inneren Bewehrunqsringe liege in einer Läncsmittelebene
des Bewehrungskorbes, die von der Längsmittelebene verschieden ist, in der die Ellipsenhauptachsen
der äußeren Bewehrungsringe liege
Die Herstellung derartiger Bewehrungskörbe
soll auch maschinell unter Verwendung entsprechender Hilfsvorrichtungen erfolgen
können, die in bekannter Weise aufgebaut eine einwandfreie Gestaltung der Bewehrungsringe
sowie die Halterung der Längsstäbe bis zur Verbindung der Teile durch Schweißung
ermöglichen. Wie dabei allerdings im einzelnen voraegangen werden soll und wie die
Hilfsvorrichtungen gestaltet sein sollen, ist in der DE-AS 16 09 657 nicht angegeben.
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Aus der CH-PS 354 919 und der DE-AS 21 51 102 sind zwar Verfahren
und Vorrichtungen zur kontinuierlichen Herstellung von Gitterträgern bekannt. Es
handelt sich jedoch nicht um Verfahren unter Verwendung einzelner Ringe, sondern
um Verfahren, bei denen die Längsstäbe durch im wesentlichen schraubenförmig gewickelte
und sich huber die ganze Länge des Gitterträgers erstreckende Querstäbe miteinander
verbunden sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 entsprechenden Art sowie eine entsprechende Vorrichtung anzugeben,
mittels welchen rohrförmige Gebilde aus Gittermaterial aus Längs stäben und ringförmigen
Querbüqeln automatisch hergestellt werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das in dem Kennzeichen des
Anspruchs 1 wiedergegebene Verfahren gelöst.
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Es wird also nicht eine kontinuierliche Wicklunq des als Querbügel
dienenden Drahtmaterials vorgenommen, sondern ein schrittweiser Vorschub der Längs
stäbe durch die Schweißstation vollzogen, wobei jeweils mindestens ein Teil der
Schweißungen an einem Querbügel gleichzeitig vorgenommen wird. Auf diese Weise wird
ein Querbügel nach dem anderen mit den Längsstäben verbunden, bis die Gesamtlänge
des rohrförmigen Gebildes mit Querbügeln versehen ist.
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In der bevorzugten Ausführungsform gemäß Anspruch 2 erfolgen alle
Schweißungen an einem Querbügel gleichzeitig.
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Eine wichtige Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs
3.
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Es ist hierdurch erreicht, daß die Fördervorrichtung, die das rohrförmige
Gebilde in Richtung seiner Achse weiterbefördert, nur einen Gesamthub entsorechend
dem Abstand zweier Querbügel ausführen können muß und in der Nähe der Schweißstation
angeordn sein kann, wodurch sich die Abmessungen der Vorrichtuns verkleinern.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Querbügel einzeln in die Schweißstation
zu bringen oder sie mit dem schrittweisen Vorschub der Längs stäbe mitzubewegen
Es hat jedoch konstruktive Vorteile, wenn entsprechend Anspruch 4 vorgegangen wird,
weil dann der Träger für die Längsstäbe nicht so ausgebildet sein mu daß die Querbügel
sich daran vorbeibewegen können.
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Eine solche Ausbildung bringt erhebliche konstruktive Einschränkungen
für den Träger mit sich, die entfallen wenn die Querbügel eines rohrförmigen Gebildes
von vornherein sämtlich in der Nähe der Schweiß station versammelt werden.
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Eine wichtige Weiterentwicklung der Erfindung is Gegenstand des Anspruchs
5.
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Gebogene rohrförmige Gebilde der in Rede stehend Art werden für die
Erstellunq von Rankqerüsten in Form von Pergolen oder dergleichen benötigt, wic
es für gerade Gitterträger in der DE-PS 22 36 086 beschrieben ist. Zur Herstellung
von gebogenen Gitterträgern für derartige Zwecke mußten bisher vorgebogene Längsstäbe
von Hand mit Querbügeln verschweißt werden1 was einen erheblichen Aufwand darstellt.
Durch die Maßnahme des
Anspruchs 5 kann dem Gitterträger bzw. rohrförmigen
Gebilde eine gleichmäßige Biegung erteilt werden, ohne daß die Längsstäbe vorher
vorgebogen sein müßten. Das fertige Ende des rohrförmigen Gebildes wird also nicht
gerade aus der Schweißstation herausgezogen, sondern auf einem Bogen, wobei sich
die durch den Radienunterschied bedingte Verlagerung der Längs stäbe qegeneinander
von selbst einstellt und durch das schrittweise erfolgende Anschweißen weiterer
Querbügel fixiert wird, so daß die Biegung eine dauernde ist.
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Damit nach der Fertigstellung der Schweißung eines Querbügels bei
der Führung auf einem Radius kein Abknicken der Längs stäbe an dem zuletzt angeschweißten
Querbügel, der ja an der Schweißstelle durch die Schweißhitze im ersten Moment noch
plastisch ist, erfolgt, empfiehlt sich die Verfahrensweise nach Anspruch 6.
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Die Biegung wird erst in die Wege geleitet, wenn ein größeres freies
Stück der Längs stäbe aus der Führung in der Schweißstation hervorgezogen ist und
sich die Schweißstellen schon etwas abgekühlt haben.
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Vorrichtungsmäßig ist die Erfindung in Anspruch 7 wiedergegeben.
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Anspruch 8 gibt eine zweckmäßige Ausbildung des Trägers an.
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Die Ausnehmungen können als ringsum geschlossene Düsen oder als nach
außen oder innen offene Ausnehmungen ausgebildet sein, an denen die Querbügel unter
gleichzeitiger Berührung der Längsstäbe vorbeigleiten können.
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In der speziellen Ausführung der Führungseinrichtung nach Anspruch
9 werden die Querbügel in Querrichtung durch die Längsstäbe selbst gehalten und
beim Weitertransport in Achsrichtung des rohrförmigen Gebildes von den Längsstäben
mitgenommen oder durch eine äußere Zug- oder Schubvorrichtung auf den Längsstäben
sitzend weitergefördert.
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Die Querbügel sind ringförmig ausgebildet und verlaufen im wesentlichen
in einer Ebene. Entsprechend sind die Schweißvorrichtungen, die ja an einem Querbügel
zu mehreren gleichzeitig in Aktion treten sollen, ringförmig angeordnet. In erster
Linie kommen elektrische Widerstands-Schweißvorrichtungen in Frage. Die Elektroden
müssen die einander kreuzenden Längs stäbe und Querbügel unter- bzw. übergreifen,
um dann einen gewissen Kontaktdruck nach einem zeitlichen Programm unter gleichzeitiger
Steuerung des Stromdurchgangs auszuüben. Damit die Elektroden beim Weiterfördern
des rohrförmigen Gebildes in Längsrichtung den Querbügeln nicht im Wege stehen,
müssen sie sowohl in der Tangentialebene als auch in radialer Richtung, bezogen
auf das rohrförmige Gebilde, beweglich sein.
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Gemäß Anspruch 11 kann die Fördereinrichtung für die Weiterförderung
des rohrförmigen Gebildes nach dem Schweißen eines Querbügels als Zange ausgebildet
sein, die radial hinter einen soeben geschweißten Querbügel greift und nur einen
relativ kurzen, nämlich den Längsabstand zweier Querbügel entsprechenden Ilub auszuführen
braucht.
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Bei bestimmter konstruktiver Ausgestaltung der Vorrichtung kann die
Ausbildung nach Anspruch 12 zweckmäßig sein, die der Verfahrensmaßnahme nach Anspruch
4 entspricht.
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Eine besonders wichtige Weiterentwicklung ist die Halteeinrichtung
nach Anspruch 13, die es ermöglicht, auf automatische Weise auch gebogene rohrförmige
Gebilde, deren Achse einen Kreisausschnitt bildet, herzustellen.
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Durch die Halteeinrichtung werden die Querbügel unter Biegung der
l,AngsstSbe in die für gebogene rohrförmige Gebilde richtige Lage gebracht tnd c11eichzeitig
die Längsstäbe in Längsrichtung gegeneinander um den erforderl i chen Betrag verlagert,
bevor der nächste Querbügel angechweißt wird.
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Die Halterinrichtung kann in der in Anspruch 14 wiedergegebenen Weist
verwirklicht werden. Daß die
Halterung "starr" sein soll, soll
bedeuten, daß sie in der Lage ist, den ersten Querbügel so zu erfassen, daß er auch
gegen die Biegekräfte der Längs stäbe in einer bezüglich des Schwenklagers radialen
Ebene gehalten wird, wenn djs rohrfö Gebilde auf dem Radius geführt wird. Dies yew.hz-leistet,
d die Biegung eine exakte wird und die Verlagerung der I,ungss parallel zur Achse
des rohrförmigen Gebildes genau die für einen bestimmten Biegeradius erforderliche
Strecke darstell Der Radius des Kreisausschnitts kann durch das Mers.ma des Anspruchs
15 verändert werden.
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Die Querschnitte der herzustellenden rohrförmigen Gebilde müssen
nicht kreisförmig sein. Es kommen beispielswei auch dreieckige, viereckige oder
sonstige Querschnitte in Frage. Bei derartigen von der Kreisform abweichenden Querschnitten
ergeben sich verschiedene rohrförmige Gebilde, je nachdem ob die Biegeebene den
einen oder anderen "Durchmess des Querschnitts enthält.
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Um die Vorrichtung auch hieran anzupassen, kann die Ausgestaltung
nach Anspruch 16 vorgesehen sein.
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Eine wichtige Maßnahme ist Gegenstand des ,Anspruchs 1 der die apparative
Verwirklichung des Verfahrens nach A-spruch 6 zum Gegenstand hat.
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Es ist grundsätzlich möglich, die Querbügel außerhalb der Vorrichtung
herzustellen. Bei der Ausbildung der Vorric tung nach Anspruch 18 ist jedoch die
Biegevorrichtung für d Querbügel in die Vorrichtung integriert.
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Die Erfindung verkörpert sich auch in dem gebogenen r förmigen Gebilde
selbst, welches den Vorteil hat, daß damit Rankbalken-Pergolen u.dgl. errichtet
werden können, ohne da diese aus kurzen geraden Stücken zusammengesetzt oder gebog
Abschnitte in der erwähnten Weise von Hand gefertigt werden müssen.
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Es können erfindungsgemäß auch gerade rohrförmige Geb nur an einem
Ende abgebogen oder rohrförmige Gebilde in ver schiedenen Richtungen gebogen sein.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform
der Vorrichtung; Fig. 1a zeigt einen Querschnitt durch das herzustellende rohrförmige
Gebilde; Fig. 2 zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform
der Vorrichtung; Fig. 3 zeigt eine Ansicht gemäß der Linie III-III in Fig. 2.
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Die als Ganzes mit 100 bezeichnete Vorrichtung der Fig. 1 dient zur
Herstellung eines geraden rohrförmigen Gebildes 10, welches in dem Ausführungsbeispiel
besonders einfach gestaltet ist und aus vier im Quadrat angeordneten Längsstäben
1 besteht, die durch in gleichmäßigen Abständen senkrecht zu der durch die Längs
stäbe 1 gegebenen Achse 2 angeordnete ebene ringförmige quadratische, die Längsstäbe
1 außen umgebende Ouerbügel 3 miteinander verbunden sind. Die Längsstäbe 1 sitzen
in den Ecken des Querbügels 3 und sind dort durch Widerstandsschweißstellen 4 mit
den Längsstäben 1 verbunden. Die Querstäbe 3 bilden mit den Längsstäben 1 ein Gitterwerk
aus einem Drahtmaterial von 4 bis 10 mm Stärke, welches nach dem Schweißen durch
Tauchverzinken und/oder Kunststoffbeschichten korrosionsgeschützt werden kann, wenn
das rohrförmige Gebilde 10 zum beispiel als Gitterträger für ein Rankgerüst Verwendung
findet. Bei der Verwendung als Bewehrung unterbleibt der Korrosionsschutz natürlich.
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Bei der Herstellung der rohrförmigen Gebilde 10 werden die Längsstäbe
1 nach dem Abwickeln von der Rolle, dem Abteilen auf die gewünschte Länge und dem
Geraderichten auf einem Wagen 11 in einem Paket angeliefert. Die Längsstäbe 1 werden
sodann gemäß Fig. 1 von rechts nach links auf einen Träger 12 überführt, der ein
horizontales Trägerrohr 13 von einem in das Tnnere des rohrförmigen gebildes 10
hineinpa:isenticn Querschnitt aufweist. Das Trägerrohr 13 ist auf portal -0rt: iqen
Stützen 14 abgestützt, die zwischen sich einen Durchgang für den untersten @ängsstab
belassen. Die vordere Stü@ze ist in der Zeichnung weggelassen. An dem gemäß Fig.
1 linken Ende des Trägerrohrs 13 sind Ansätze 15 mit in Längsrichtung verlaufenden
Ausnehmungen 16
von U-förmigem, nach außen offenem Querschnitt
und einer dem Durchmesser der Längsstäbe 1 angepaßten Brei vorgesehen. Die Tiefe
der Ausnehmungen 16 ist so bemessen, daß die in Längsrichtung hindurchgeführten
tän stäbe 1 in radialer Richtung gerade aber die @@ßere Begrenzung der Ansätze 15
hervorc,tehen.
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7n nicht des in Fig. 1 linken Endes des Trä@errohrs 13 ist ein Magazin
17 für die Querbügel 3 in Gestalt eines diese außen umgebenden Rohrabschnitts vorgt
sehen, welches vor Beginn der Herstellung eines rohrförmigen Gebildes 10, d.h. vor
Beginn der Einführung der Längsstäbe 1 in die Ausnehmungen 16, mit einer eine rohrförmigen
Gebilde 10 entsprechenden Anzahl von Querbügeln 3 geladen werden kann. Die Querbügel
3 liegen m ihrer Außenseite am Innenumfana des Magazins 17 an, mit ihrer Innenseite
an der Außenseite der Längsstäbe 1, wc diese in die Ausnehmung 16 einführt worden
sind.
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Im Innern des Magazins 17 ist eine Querbügelförd@ einrichtung 18
in Gestalt mehrerer in Umfängsrichtung aegenüber den Längsstäben 1 (anders als in
der schematischen Darstellung der Fig. 1) ein wenig versetzter Greifer vorgesehen,
die jeweils hinter den den letzten, am weitesten links befindlichen Querbügel 3
in dem syc 17 greifen und diesen im Sinne des Pfeiles 19 nach link bis in die Schweißposition
20 in der Schweißstation 30 vorschieben, die sich gemäß Fig. 1 links von dem Magazi
17 bzw. dem Träger 12 befindet. Nach jedem Vorschub kehrt die Querbügelfördervorrichtung
18 in eine Positic zurück, die den Angriff an dem nächsten freien Querbüge 3 erlaubt.
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In der Schweißstation 30 sind mehrere einzelne Schweißvorrjchtun9en
21 vorgesehen, deren Anzahl und Anordnung durch die jeweils herzustellenden rohrförmigen
Gebilde 10 bestimmt ist. In dem Ausführungsbeispiel sind vier Schweißvorrichtungen
21 vorgesehen, die in der durch die Schweißposition 20 gegebenen Ebene ringförmig
angeordnet sind und jeweils eine feststehende Elektrode 22, die von innen an den
Längsstäben 1 anliegt, und eine beweqliche Elektrode 23 umfassen, die mittels eines
hydraulischen Antriebes 24 von außen gegen die mit den Längsstäben 1 zu vereinigende
Stelle der Querbügel 3 preßbar ist. Nur zwei der Schweißvorrichtungen 21 sind in
Fig. 1 vollständig dargestellt. Die Elektroden 23 der beiden anderen Schweißvorrichtungen
21 wirken senkrecht zur Zeichenebene.
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Nach Beendigung des Schweißvorgangs, der bei allen vier Schweißungen
des Ausführungsbeispiels gleichzeitig stattfindet, werden die Elektroden 23 von
der Schweißstelle um einen gewissen Abstand abgehoben. Auch die Gegenelektroden
22 können zur Vermeidung des Elektrodenverschleißes beim Entlanggleiten der Längsstäbe
1 ein wenig nach innen versetzbar sein.
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Nach Beendigung einer Schweißung und Zurückziehung der Schweißelektroden
23 in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung fährt ein Wagen oder Schlitten 25, der
im Sinne des Pfeiles 26 durch einen nichtdargestellten Antrieb bewegbar ist, gemäß
Fig. 1 nach rechts vor, worauf eine als Ganzes mit 27 bezeichnete Zange mit ihren
Zangenbacken oder -armen#hinter den zuletzt verschweißten Querbügel 3' greift rlnd
sich dann um eine dem I,ängsabstand der Oue rhür?el 3 ents@rechende Strecke nach
1 inks bewegt, wodurch das roh@förmige Gebilde 10, soweit fertiggestellt, um einen
ents@rechenden Betrag nach links gezo@en wird, bis dds freie Winde der @än@sstäbe
sich
mit der Stelle, an der der nächste Querbügel 3 angebracht werden soll, in der Schweißposition
20 befindet. Die Querbügelfördervorrichtung 18 bringt dunn einen neuen Querbügel
3 in die Schweißposition 20, worauf ein neuer Schweißvorgang erfolgen kann. Die
Zange 27 auf dem Schlitten 25 braucht nur einen relativ kurzen nämlich dem Abstand
der einzelnen Querbügel 3 entsprechenden Hub vollziehen zu können.
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Das fertiggestellte Ende des rohrförmign Gebildes 10 kann auf einen
Wagen 29 abgestützt werden, der von der Zange 27 mitbowegt wird.
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Die Vorrichtung 200 der Fig. 2 unterscheidet sich dadurch von der
Vorrichtung 100, daß auf ihr sowohl Cra rohrförmige Gebilde 10 als auch gebogene
rohrförmige Gebilde 110 herstellbar sind.
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Die gerichteten Längsstäbe 1 werden wie bei der Vorrichtung 100 von
rechts auf einem Waqen 11 angeliefer und sodann durch Ausnehmungen 16 an einsätzen
15 am linke Ende des Trägerrohrs 113 des Trägers 112 hindurchgefuhrt An dem Trägerrohr
113 befindet sich aber kein MacWazin, sondern es werden die Bügel 3 fortlaufend
unter Entnahme von geraden Stababschnitten 131 aus einem Magazin 132 in einer Biegevorrichtung
133 gebogen, deren Funktion im einzelnen bekannt und nicht dargestellt ist. Die
gebogen Bügelrohlinge qelangen sodann aus der Biegevorrichtung 1 in eine gemäß Fig.
2 links davon gelegene Schweißvorrichtung 1C0, wo sie zu den fertigen geschlossenen
Bügel 3 verschweißt werden. Die Bügel 3 sitzen jetzt außen auf auf den rlängsstäben
1, sind aber noch nicht mit diesen verschweißt. Sie gelangen durch bloße Mitnahme
oder durch eine nicht dargestellte Fördereinrichtung unterstützt über die Ansätze
15 mit den Ausnehmungen 16 und weitere in unmittelbarer Nähe der Schweißelektroden
122,
gelegene Führungskörper 134 in die Schweißposition 20, in
welcher sie durch die Schweißvorrichtung 121 mit den Längsstäben 1 verbunden werden.
Die Verschweißung erfolgt durch radiale Annäherung der Schweißelektroden 122,123,
die anschließend durch die schematiscP anoedeuteten Bewegungseinrichtunven aus dem
Weg der Querbügel 3 entfernt werden, wodurch die Zange 127 an dem zuletzt verschweißten
OlerSliel 3 cmgreifen und das rohrfcirrlige Gebilde 110 gemäß Fig.2 nac links weiterziehen
kann.
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In der Lagerung der Zange 127 zenit ihren Zangenarmen 128 findet
sich allerdings ein wesentlicher Unterschied zu der Lagerl-ng der Zange 27 bei der
Vorrichtung 100. Die Zange 127 ist nämlich an einem langen Schwenkarm 135 geführt,
der am oberen Ende in einem Schwenklager 136 in einer mit der Zeichenebene übereinstimmenden
Schwenkebene schwenkbar gelagert ist. Das untere Ende des Schwenkarmes 135 ist durch
eine in der Schweißstation 130 abgestützte Kolben/Zylindereinheit 137 in Richtung
des Pfeiles 138 bewegbar. Das Schwenklager 136 befindet sich an einem Schwenklagerträger
139, an welchem es im Sinne des Pfeiles 140 vertikal verschoben und in wählbaren
Positionen festgesetzt werden kann. Der Schwenkarm 135 ist dabei durch eine Ilanqlochverbindung
141 oder in ähnlicher Weise verlängerbar, so daß die Zange 127 auch bei unterschiedlichen
Höhenlagen des Schwenklagers 136 immer in die richtige, durch die Schweißelektroden
122,123 bestimmte Stellung gebracht werden kann.
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Der Schwenklaoerträger 139 ist als Ganzes an der Schweißstation 130
in einer Horizontalführung 142 horizontal und parallel zur Achse des rohrförmigen
Gebildes 110 verschiebbar, wobei die Verschiebung durch die hydraulische Kolben/Zylindereinheit
143 bewirkt wird.
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Außerdem ist an dem Schwenklager 136 an einem in seiner I,änge über
die Verstelleinrichtung 144 veränderbaren Fßiegehebel 145 noch eine Halterung 146
schwenkbar gelagert, die eine Snanneinrichtung 147 aufweist, in welcher der erste
Querbügel 3" so einspannbar ist, daß er auf einem durch die Länge des Biegehebels
145 gegebenen Radius in einer bezüglich der Schwenkachse des Schwenklagers 136 radialen
Ebene zwangsweise geführt wird.
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Mit der Vorrichtung 200 können sowohl (ler-ade rohrförnige Gebilde
10 als auch oebo(3elle rohrf(5r~luif3e Gebilde 110 hergestellt werden.
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Bei der Herstellung von geraden rohrförmigen Gebilden 10 bleibt die
Halterung 146 außer Funktion.
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Nach dem Verschweißen eines Querbügels 3' wird die Zange durch gleichzeitige
Betätigung der Kolben/ Zylindereinheiten 137 und 143 gemäß Fig. 2 nach rechts verfahren
und zieht das rohrförmige Gebilde 10 um einer im Abstand der Querbügel 3 entsnrechenden
Betrag nach links weiter. Das fertiggestellte rohrförmige Gebilde wird dann im Sinne
des Pfeiles 148 abtransportiert.
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Sollen jedoch gebogene rohrförmige Gebilde 110 hergestellt werden,
so wird der den Beginn der Biegung markierende Querbügel 3", nachdem das rohrförmige
Gebilde 110 um eine bestimmte Strecke herausgezogen worde ist, in die Halterung
146 eingespannt, so daß das rohrförmige Gebilde 110 zwangsweise auf einem Bogen
im Sinr des Pfeiles 149 geführt wird. Dabei sind hinsichtlich des Arbeitens der
Zange 127 zwei Arbeitsweisen möglich.
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Es kann die Zange 127 unter Verschwenkung des Schwenkarms 135 um das
Schwenklager 136 nur durch Betätigung der Kolben/Zylindereinheit 137 und bei festgehaltener
Kolben/Zylindereinheit 143 ebenfalls auf einem Radius
geführt werden,
der der gewünschten Biegung entspricht.
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Das freie Ende des rohrförmigen Gebildes 110 wird dann sogleich in
der richtigen Lage der Halterung 146 zugeführt. Diese Arbeitsweise läßt sich aber
nur durchführen, wenn den Schweißstellen genügend Zeit zur Abkühlung gegeben wird.
Solange nämlich die Schweißstellen noch hein sind, verformen sich bei einer Zange
führung auf einem Radius die Tänusstäbe 1 bei einsetzender Biegung in der Nähe der
Schweistellen plastisch, so daß sie einen Knick erhalten.
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Ein schnelleres Arbeiten ist mit einer gemischten Verfahrensweise
möglich, bei der das rohrförmige Gebilde 110 nach dem Fertigstellen der Schweißung
zunächst ein Stück unter gleichzeitiger Betätigung der Kolben/Zylindereinheiten
137 und 143 gerade aus den Filhrungskörpern 134 herausgezogen wird. Die geradlinige
Verlagerung wird dann unter gegenläufiger Betätigung der Kolben/Zylindereinheiten
137 und 143 rückgängig gemacht, worauf die Zange 127 unter alleiniger Betätigung
der Kolben/Zylindereinheit 137 ihre Schwenkbewegung um einen dem Abstand der Querbügel
3 entsprechenden Winkelbetrag durchführt.
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In der Zwischenzeit ist schon eine gewisse Temperaturerniedrigung
eingetreten und insbesondere steht nunmehr für die Biegung eine größere Biegelänge
zur Verfügung, die die lokale Beanspruchung in der Nähe der Schweißstellen herabsetzt
und somit eine gleichmäßige Biegung längs der Längsstäbe 1 ermöglichi.
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In Fig. 2 ist dargestellt, daß die Halterung 146 an dem ersten Querbügel
3" des rohrförmigen Gebildes 110 angreift. Dies hängt damit zusammen, daß in diesem
Fall die Biegung sogleich vom Ende des rohrförmigen Gebildes 110 ausgeht. Es ist
aber auch möglich, zunächst ein <ierades Stiick des rohrSjrmiclen Gebildes 110
herzustellen
und dann erst die Biegung beqinnen zu lassen. Die
Halterung 146 wird dann an demjenigen Querbügel 3" anq-Set an welchem die Biegung
beginnen soll.
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In Fig. 3 ist ein Querschrlitt eines rohrförmigen Gebildes 110' erkennbar,
der von dem einfachen quadratischen Querschnitt mit vier Längsstäben der Fig. 1,
1@ und 2 abweicht und zu einem Dreieck mit abgerundeten Ecken gebogene Querbügel
103 und jeweils in den Ecken und in den Mitten der Seiten nebeneinander angeordneter.
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Doppel-Längsstäben 101 gebogen ist.
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Das rohrförmige Gebilde 110' kann in verschie.ene Weise gebogen werden.
Die Biegung kann zunächst in eine Biegeebene erfolgen, deren Schnittlinie mit der
Zeichen ebene die Bezugszahl 150 trägt. Diese Biegung entsprach der in Fis. 2 dargestellten
Ausführungsform, wobei die SDitze des Droiecksquerschnitts biegeinnen gelegen ist.
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Die Biegung kann aber auch in einer Biegeebene erfolgen, deren Schnittlinie
mit der Zeichenebene die Bezugszahl 151 träqt. Tn diesem Fall ist eine Seite des
Querschnittsdreiecks biegeinnen gelegen. Schließlich is es auch möglich, eine Biegeebene
zu wählen, deren Schni linie mit der Zeichenebene die Bezugszahl 152 trägt.
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In diesem Fall erfolgt die Biegung parallel zu einer Seite des Ouerschnittsdreiecks.
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Die Bewegung der Halterung 46 und auch der Zange muß in diesen Fällen
in den Biegeebenen entsprechenden anderen Ebenen erfolgen. Die Zuführung der Längsstäbe
1 und Querbügel 3 sowie die Schweißanordnung bleiben unve ändert. Die Bewegung in
anderen Ebenen, die nur für den Schwenkarm 135 in Fig. 3 dargestellt ist, kann erzielt
werden, indem zusätzliche, wahlweise verwendbare Schwenk lager 136' bzw. 136" vorgesehen
werden oder indem die Anordnung mit dem Schwenklager 136 um die Länasachse de rohrförmigen
Gebildes 110', d.h. parallel zur Zeichenebene, schwenkbar konstruiert wird.