DE3327652C2 - - Google Patents

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Coke Industry (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Naßlöschen von glühendem Koks in einem Einpunktlöschwagen gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfah­ rens.
Ein Verfahren zum Naßlöschen von Einpunktlöschwagen der gattungs­ gemäßen Art ist insbesondere im Zusammenhang mit der sogenannten Drucklöschung bekannt. Dabei wird der gesamte Koks aus einer Ver­ kokungsofenkammer in einer Stellung des Löschwagens, d. h. ohne daß er während des Ausdrückens verfahren wird, in einen Kübel ge­ drückt, der anschließend mit einem Deckel verschlossen wird. Zum Löschen wird eine nur kleine Wassermenge aufgegeben, die nahezu vollständig verdampft und möglichst als verwertbarer Dampf abge­ zogen wird. Derartige Drucklöschkammern erfordern sehr stabile Wandungen wegen der unter Umständen auftretenden hohen Drücke in­ nerhalb der Kammern. Außerdem wird eine relativ lange Zeit für das vollständige Löschen der Kammerfüllung benötigt.
Aus der DE 31 41 242 A 1 ist eine Kokslöscheinrichtung bekannt, bei der zwar möglichst drucklos gelöscht wird, wobei aber der Kokslöschbehälter ebenfalls mit einem Deckel verschlossen wird. An der Deckelunterseite befinden sich sogenannte Sprühdüsen zur Aufgabe des Löschwassers. Die beim Löschen entstehenden Gase, vor allen Dingen der Wasserdampf, werden im unteren Bereich des Koks­ löschbehälters seitlich abgezogen. Hierbei müssen die Löschdämp­ fe entgegen dem natürlichen Auftrieb über besondere Einrichtun­ gen durch die Koksschüttung nach unten gezogen werden und aus dem Löschbehälter entfernt werden. Das erfordert zusätzlichen apparativen Aufwand. Darüber hinaus bereitet es Probleme, bei einer relativ hohen Koksschüttung den Koks gleichmäßig abzuküh­ len.
Aus der US 42 74 923 ist ein Einpunktlöschwagen bekannt, der während des Koksausdrückvorganges von einer Abzugshaube abge­ deckt ist, wobei gleichzeitig der in den Löschwagen fallende Koks von oben mit Wasser besprüht wird. In dem Boden des Koks­ aufnahmebehälters ist außerdem ein senkrechtes Rohr angeord­ net, um Wasser in die Mitte der Koksmasse einzugeben.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht nun darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Naßlöschen von glühendem Koks in einem Einpunktlöschwagen vorzuschlagen, das keinen Überdruck im Behälter hat und bei dem auch bei höherer Koksschüttung bzw. bei extrem großer Koksmenge es zu einer gleichmäßigen Abkühlung des Kokses kommt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des Hauptanspruches gelöst. Die Verfahrensansprüche 2 bis 4 enthalten sinnvolle Ergänzungen dazu. In den Ansprüchen 6 bis 9 ist dar­ über hinaus eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemä­ ßen Verfahrens mit verschiedenen Ausführungsformen wiedergegeben.
Das Löschwasser wird erfindungsgemäß mit Hochdruckstrahldüsen an verschiedenen Stellen in die Koksschüttung eingeleitet. Die Düsen sind so angeordnet, daß die Wasserstrahlen asymetrisch in die Schüttung mit glühendem Koks eindringen können. Da das von oben aufgegebene Wasser bei einer hohen Koksschüttung schon nach Durch­ laufen einer geringen Schüttungshöhe sich nicht mehr gleichmäßig auf die gesamte Schüttung verteilt, ist bei dieser alleinigen Auf­ gabe von oben leicht mit ungleichmäßiger Löschung des Kokses zu rechnen. Um nun auch die unteren Schichten des Kokses gleichmäßig zu erfassen und voll zu löschen, sieht die Erfindung vor, auch von der Seite und schräg von unten gezielte Strahlen von Hoch­ druckwasser einzuleiten. Wollte man bei Aufgabe von oben eine vollständige Löschung des gesamten Kokses erreichen, müßte man sehr viel länger und sehr viel mehr Wasser aufgeben, als bei gleichmäßiger Verteilung erforderlich wäre. Eine übergroße Menge Wasser führt aber an den zuerst gelöschten Stellen des Kokses dazu, daß der Koks zu naß wird. Durch die zusätzliche erfindungs­ gemäße Aufgabe des Wassers von der Seite und von unten wird nun erreicht, daß der Wassereintrag in den Löschwagen gering gehalten werden kann und der Wassergehalt des Kokses gleichmäßig niedrig bleibt, wobei wenig Überschußwasser entsteht.
Erfindungsgemäß hat sich vor allem eine stufenweise Beaufschla­ gung als vorteilhaft erwiesen, wobei man zunächst nur von oben besprüht und nach einer gewissen Zeit erst die anderen Hochdruck­ wasserdüsen zuschaltet. Auf diese Weise läßt sich verhindern, daß zu Beginn innerhalb kürzester Zeit sich explosionsartig zuviel Dampf entwickelt und dieser eventuell bereits an der Einfahröff­ nung des Löschwagens herausgedrückt wird. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Vorschlag von Bedeutung, daß bei Zuschalten der unteren Wasserdüsen stufenweise die von oben aufgegebene Wasser­ menge auf mindestens die Hälfte der Anfangsmenge reduziert wird. Wenn die Löschung der oberen Schicht der Koksschüttung bereits im wesentlichen erfolgt ist, läßt sich insbesondere das Wasser von oben her fein verteilen, so daß es zu einer weitgehenden Kon­ densation des aufstrebenden Dampfes und einem Niederschlag der hochsteigenden Feststoffpartikel kommt.
Es hat sich auch als günstig erwiesen, daß der von der Seite und von unten in die Koksschüttung eingeleitete Hochdruckwasserstrahl in Intervallen aufgegeben wird. Dadurch kann in kurzer Zeit sehr viel und mit hohem Druck Wasser aufgegeben werden, so daß der Koks in eine gewisse Bewegung gebracht wird und es zu einem Tem­ peraturausgleich in der Koksschüttung und an der Oberfläche zu einem Einebnen der Koksschüttung kommt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird insbeson­ dere vorgeschlagen, die Düsen und die Zuflußleitungen für die Zu­ gabe des Hochdruckwassers an der Seite und unten am Löschwagen zu installieren und nach Einfahren des Löschwagens in den Löschturm die Zuflußleitungen an ein stationäres Hochdruckwassersystem an­ zuschließen. Die Wasseraufgabe von oben kann in an sich bekannter Weise im Löschturm fest installiert sein.
Um die absolute effektive Schütthöhe des heißen Kokses in dem Einpunktlöschwagen zu verringern, sieht die Erfindung vor, eine satteldachförmige Erhöhung in der Mitte des Schrägbodens anzuord­ nen, die vor allem die Hochdruckwasserdüsen enthält und unter der Zuflußleitungen für die Zugabe des Wassers vorhanden sind. Da der Löschwagen, abgesehen von der satteldachförmigen Erhöhung, insge­ samt einen schrägen Boden enthält, ist es günstig, die Sprührich­ tung der Hochdruckwasserdüsen nur in Fahrtrichtung des Einpunkt­ löschwagens zu haben. Im Zusammenhang mit den Verfahrens- und Vorrichtungsvorschlägen der Erfindung hat es sich außerdem als günstig erwiesen, über dem Einpunktlöschwagen im Löschturm einen höhenveränderlichen Prallrost aufzuhängen, der sich über die ge­ samte Fläche des Einpunktlöschwagens erstreckt, um eventuell hochfliegenden Koks abzufangen.
Die Erfindung wird anhand der beigefügten Fig. 1 und 2 bei­ spielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in der Ansicht den erfindungsgemäßen Einpunkt­ löschwagen in der Löschstellung unter dem angedeuteten Löschturm.
Fig. 2 zeigt den erfindungsgemäßen Löschwagen in der anderen Ansicht, wobei ebenfalls die Anordnung der Düsen und deren Zuführungsleitungen angedeutet sind.
Bezugszeichenliste
1 Einpunktlöschwagen
2 Fahrwerk von 1
3 Querwände
4 Längswände
5 Schrägboden
6 satteldachförmige Einbauten
7 Koksauslaßklappen
8 angedeutete Oberkante der Koksschüttung in Fig. 2
9 angedeutete Oberkante der Koksschüttung in Fig. 1
10 Wasserbehälter
11 Hochdruckpumpe
12 Hochdruckwasseranschlüsse mit hydraulischer oder elektrischer Absenkung
13 konischer Ventilsitz an 12
14 Zuführungsleitung zu 15
15 seitliche obere Düsen
16 Zuführungsleitung zu 17
17 Düse im oberen Bereich von 6
18 Zuführungsleitung für 19 und 20
19 untere seitliche Düsen in 3
20 untere Düsen in 6
21 Außenwand des Löschturmes
22 Prallrost
23 Aufhängung von 22
24 Zuführung für 25
25 obere, senkrecht nach unten gerichtete Düsen zur Fein­ verteilung des Wassers
In der Fig. 1 ist mit 1 der Einpunktlöschwagen auf dem Fahr­ werk 2 in Längsrichtung dargestellt. In den Querwänden 3 des Einpunktlöschwagens 1 befinden sich im oberen Bereich die seit­ lichen Hochdruckwasserdüsen 15 mit ihren Zuführungsleitungen 14 sowie im unteren Bereich die seitlichen Düsen 19 mit den Zuführungsleitungen 18. Der Schrägboden 5 des Einpunktlösch­ wagens ist etwa mittig mit einer satteldachförmigen Erhöhung 6 versehen, dessen obere Kante nahezu parallel zu der Schräge des Schrägbodens verläuft. Unter der satteldachförmigen Erhöhung be­ finden sich die Zuführungsleitungen 16 zu den einzelnen Hoch­ druckdüsen 17. In der Spitze dieser satteldachförmigen Erhöhung 6 wird das Wasser nahezu senkrecht nach oben bzw. schräg nach oben und zur Seite in die Koksschüttung gedrückt, und im unteren Bereich sind die Hochdruckwasserstrahlen aus den Düsen 20 nahezu waagerecht bzw. nur ein wenig nach oben in die Koksschüttung ge­ richtet. Wenn der Einpunktlöschwagen unter den Löschturm gefahren ist, werden die innen an der Wand des Löschturmes 21 angebrach­ ten Hochdruckwasseranschlüsse 12 mit hydraulischer oder elek­ trischer Absenkung auf den konischen Ventilsitz 13 der Zuführungs­ leitungen am Einpunktlöschwagen abgesenkt. Aus den Wasserbehäl­ tern 10 wird dann über die Hochdruckpumpen 11 das Wasser in die Zuführungsleitungen 14, 16, 18 am Einpunktlöschwagen gege­ ben. In den Fig. 1 und 2 ist jeweils mit 8 und 9 die Ober­ kante der Koksschüttung angedeutet. Aus Fig. 1 ist insbesondere ersichtlich, wie die Hochdruckwasserstrahlen auf die Koksschüt­ tung gerichtet sind und wie weit die einzelnen Strahlen die Koks­ schüttung durchdringen. Im Löschturm ist dicht über dem Einpunkt­ löschwagen ein sogenannter Prallrost 22 an Ketten 23 oder Stangen oder Ähnlichem höhenveränderlich aufgehängt, um eventuell hochgewirbelte Koksstückchen abzufangen. Dicht oberhalb des Prallrostes sind in einer Ebene senkrecht nach oben gerichtete Düsen zur Feinverteilung des Wassers über die gesamte Koksschüt­ tung angeordnet. Diese Düsen 25 bestehen aus vielen kleinen Düsen, die nur mit geringem Überdruck im Vergleich zu den anderen Hochdruckwasserdüsen beaufschlagt werden. Ihre Zuführung 24 ist ebenfalls fest im Löschturm installiert und gegebenenfalls ohne Zwischenschaltung einer Hochdruckpumpe direkt mit dem Wasserbe­ hälter 10 verbunden.
In der Fig. 2 ist die Position der einzelnen Hochdruckdüsen 15, 17, 19, 20 in den Längswänden 4 und der satteldachförmigen Er­ höhung 6 des Einpunktlöschwagens noch einmal dargestellt. Dar­ aus ist ersichtlich, daß die oberen Düsen 15 etwa waagerecht in der Querwand des Löschwagens angeordnet sind, während die un­ teren Düsen 19, 20 sich etwa parallel zum Schrägboden und die Hochdruckdüsen 17 sich etwa parallel zu der Spitze der sattel­ dachförmigen Erhöhung 6 erstrecken.

Claims (9)

1. Verfahren zum Naßlöschen von glühendem Koks in einem Ein­ punktlöschwagen, der während des Kohsausdrückens vor der Kammeröffnung steht und zum Löschen des Kokses in einen Löschturm gefahren wird, dadurch gekennzeichnet, daß der glühende Koks im Einpunktlösch­ wagen unter dem Löschturm zu Beginn des Löschvorganges einige Sekunden, vorzugsweise 10 bis 30 Sekunden, nur von oben besprüht wird und dann nacheinander oder gleichzeitig von der Seite und von unten ein Hochdruckwasserstrahl waa­ gerecht und/oder schräg nach oben gerichtet in die Koks­ schüttung eingeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß bei Zuschalten der Düsen von der Seite und von unten die von oben aufgegebene Wassermenge stufenweise auf mindestens die Hälfte der Anfangsmenge re­ duziert wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Seite und von unten in die Koksschüttung eingeleitete Hochdruckwas­ serstrahl in Intervallen aufgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß nach Zuschalten der Düsen von der Seite und von unten von oben nur noch fein verteil­ tes Wasser aufgegeben wird, dessen Geschwindigkeit höher liegt als die Dampfgeschwindigkeit, so daß die entstandenen Dämpfe kondensiert werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den vor­ hergehenden Ansprüchen, dadurch ge­ kennzeichnet, daß an den Seitenwandungen (3, 4) und im Schrägboden (5) des Einpunktlöschwagens (1) Hochdruck­ wasserdüsen (15, 17, 19, 20) fest installiert sind, deren Zuflußleitungen (14, 16, 18) im Löschturm (21) an ein sta­ tionäres Hochdruckwassersystem (10 bis 13) angeschlossen werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß im Schrägboden (5) des Einpunkt­ löchwagens in der Mitte eine satteldachförmige Erhöhung (6) angeordnet ist, in der ebenfalls Hochdruckwasserdüsen (17, 20) sich befinden und wobei sich unter dieser satteldach­ förmigen Erhöhung (6) die Zuführungsleitungen zu den Düsen befinden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die satteldachförmige Erhöhung (6) sich quer zur Fahrtrichtung des Einpunktlöschwagens er­ streckt.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen und un­ teren Hochdruckwasserdüsen (15, 17, 19, 20) nur eine Sprüh­ richtung in Fahrtrichtung des Einpunktlöschwagens haben.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Löschturm (21) dicht über dem Einpunktlöschwagen ein Prallrost (22) gegen even­ tuell hochfliegenden Koks höhenveränderlich aufgehängt ist, der sich über die gesamte Fläche des Einpunktlöschwagens erstreckt.
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