DE3329295A1 - Motorisch angetriebenes schraubwerkzeug - Google Patents

Motorisch angetriebenes schraubwerkzeug

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DE3329295A1 DE19833329295 DE3329295A DE3329295A1 DE 3329295 A1 DE3329295 A1 DE 3329295A1 DE 19833329295 DE19833329295 DE 19833329295 DE 3329295 A DE3329295 A DE 3329295A DE 3329295 A1 DE3329295 A1 DE 3329295A1
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING, OR HOLDING
    • B25B21/00Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose
    • B25B21/008Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose with automatic change-over from high speed-low torque mode to low speed-high torque mode

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Description

  • Mctorisch angetriebenes Schraubwerkzeug Die vorliegende Erfindung betrifft ein motorisch angetriebenes Schraubwerkzeug zum Ein- bzw. Aufschrauben und Anziehen von Schrauben und Muttern, mlt einem Umlaufgetrieb, mit dem der Kraftfluß zur Erzielung einer erhöhten Drehzahl bei kleinerem Drehmoment oder einer herabgesetzten Drehzahl bei größerem Drehmoment bei gleichbleibender abtriebsseitiger Drehrichtung entweder auf einem ersten Weg über höher übersetzende oder auf einem zweiten Weg über niedriger übersetzende Getriebeglieder geführt wird, wobei der Um -schaltvorgang von dem ersten auf den zweiten Weg oder umgekehrt von einer sich in Abhängigkeit des Momentes am Antriebsmotor ändernden Steuergröße abgeleitet wird.
  • Bei motorisch angetriebenen Schraubwerkzeugen dieser Art (vgl. beispielsweise DE-AS 14 78 885) ist das Umlaufgetriebe mit einem System von aufeinander abgestimmten Kupplungen und Bremseinrichtungen ausgestattet, die das vom Antriebsmotor mit konstanter Drehrichtung gelieferte Moment über den ersten oder den zweiten Weg führen. Die Steuergröße stellt bei diesen bekannten Konstruktionen das im Betrieb des Schraubwerkzeuges an einer bestimmten Stelle des Umlaufgetriebes auftretende Drehmoment dar, das über das Kupplungs- und Bremseinrichtungssystem den Umschaltvorgang vom ersten auf den zweiten Weg oder umbekehrt bewerkstelligt.
  • Je nach Art des Antriebsmotors (Elektromotor oder Luft-bzw. Hydromotor) ist es auch bekannt als Steuergröße die Stromaufnahme bzw. den Druckanstieg Im Speisesystem zu wählen und damit das Kupplungs- bzw. Bremseinrichtungs system zu steuern.
  • Aufgrund des Kupplungen und Bremseinrichtungssystemes sind motorisch angetriebene Schraubwerkzeuge technisch kompliziert und auwenig. Auch bedürfen die Nupplungs- und Bremsglieder häufig der Wartung, damit aie in der Praxis geforderte Betriebszuverlääsigk eI gewährleistet ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein motorisch angetriebenes Schraubwerkzeug der eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden, daß es im Aufbau technisch einfacher ist und weniger Wartung erfordert.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Drehrichtung des Antriebes in Abhängigkeit der Steuergröße umkehrbar und in jedem Weg ein Freilauf derart angeordnet ist, daß in jeder der beiden Drehrichtungen jeweils der eine Freilauf leerläuft und der andere Freilauf Drehmoment überträgt.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das Umschalten von der erhöhten Drehzahl bei kleinem Drehmoment auf die herabgesetzte Drehzahl bei großem Drehmoment durch ein Umsteuern der Drehrichtung des Antriebsmotors zu erreichen und hierfür eine Umlaufgetriebegestaltung vorzusehen, bei der der Kraftfluß in der einen Drehrichtung des Antriebsmotors über höher übersetzende und in der anderen Drehrichtung des Antriebsmotors über niedriger übersetzende Getriebeglieder geführt wird und zur wechselseitigen An- und Abkopplung in jedem dieser Wege gegenläufig arbeitende Freilaufanordnungen vorgesehen sind. Ohne erhöhten Getriebeaufwand werden durch diese Maßnahmen aufwendige und wartungsintensive Kupplungen und Bremseinrichtungen vollständig vermieden.
  • Der Umschaltvorgang von der erhöhten auf die herabgesetzte Drehzahl, d.h. das Umsteuern der Drehrichtung des Antriebsmotores wird dabei je nach Antriebsart (elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Antrieb) vom Anstieg der zugeordneten Größe (Stromaufnahme oder Druckanstieg) abgeleitet.
  • Bei fest, d.h. beispielsweise in Zuführeinrichtungen eingebauten Schraubwerkzeugen der erfindungsgemäßen Art kann es unter besonderen Bedingungen bei der Ausübung von hohen Anziehmcmenten vorKommen, daß aufgrund der Rückwirkung der Tcrsionskräfte auf das Schraubwerkzeug von dessen Abtriebsseite her auch der Freilauf des ersten Weges sperrt, so daß sich beide Freiläufe gegenseitig blockieren. In solchen Fällen ist ein Abziehen des Schraubwerkzeuges von der Schraube oder Mutter nach abgeschlossenem Anziehvorgang ohne erheblichen Kraftaufwand nicht mehr möglich. Auch führt ein unter Kraftaufwand durchgeführtes Abziehen des Schraubwerkzeuges zu einem schlagartigen "Entspannen" des gesamten kraftübertragenden SYstemes, wodurch langfristig Beschädigungen an den Getriebeteilen und der Lagerungen auftreten können. Darüberhinaus sind in solchen Fällen auch Beschädigungen an den Werkstücken selbst nicht ausgeschlossen. m derartige, aus dem gegenseitigen Blockieren der beiden Freiläufe resultierende Effekte zu vermeiden, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, daß im ersten Weg in Kraftflußrichtung stromaufwärts des Freilaufes, jedoch stromabwärts der Abzweigung für den zweiten Weg eine Kopplungseinrichtung eingeschaltet ist, deren Abtriebsseite gegenüber der Antriebsseite um einen begrenzten Winkel frei verdrehbar ist.
  • Aufgrund der durch die Kopplungseinrichtung gewährleisteten freien Verdrehbarkeit um einen begrenzten Winkel, ist ein Ineingriffkommen des Freilaufes des ersten Weges bei ineingriffbefindlichem Freilauf des zweiten Weges auch im Falle einer erhebliche Rückwirkung von Torsionskräften auf das Schraubwerkzeug von dessen Abtriebsseite her nicht möglich. Ein Blockieren der beiden Freiläufe gegeneinander ist auf diese Weise ausgeschlossen.
  • Grundsätzlich kann die Kopplungseinrichtung auf verschiedenste Weise ausgebildet sein. Wesentlich ist lediglich, daß die Antriebsseite gegenüber der Abtriebsseite um einen begrenzten Winkel frei verdrehbar.ist, jedoch nach einer derartigen Verdrehung eine feste iMomentü.bertragung sicherstellt.
  • Die Kopplungseinrichtung kann beispielsweise aus zwei Scheiben bestehen, die über axial vorstehende Mitnehmer oder Nocken miteinander gekoppelt sind. Je nach der Größe des erforderlichen Verdrehwinkels können im Bedarfsfalle auch mehr als zwei Scheiben oder entsprechende Elemente hintereinander geschaltet werden.
  • Im folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der Erfindung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die beigefügte Figur näher beschrieben.
  • Die Figur zeigt schematisch in einem Längsschnitt einen Teil eines an einen Antriebsmotor 1 angeflanschten Umlaufgetriebes, wobei der Kraftfluß eines ersten Weges, bei dem abtriebsseitig bei erhöhter Drehzahl ein kleineres Drehmoment erzeugt wird, mit gestrichelten Linien und der Kraftfluß eines zweiten Weges, bei dem abtriebsseitig bei herabgesetzter Drehzahl ein größeres Drehmoment erzielt wird, mit strichpunktierten Linien dargestellt sind.
  • Generell sind in der Figur nur diejenigen Teile des motorisch angetriebenen Schraubwerkzeues dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind. Der den eigentlichen Abtrieb des erfindungsgemäßen Schraubwerkzeuges betreffende Teil ist nicht dargestellt.
  • Wie aus der Figur hervorgeht, besitzt der Antriebsmotor 1 eine Motorwelle 2, die auf ihrer Außenseite eine Verzahnung 3 besitzt und an ihrem freien Ende mit einer Scheibe 4 ausgestattet ist. Die Scheibe 4 weist auf ihrer dem Antriebsmotor 1 abgewandten Seite einen Mitnehmer 5 auf, der in eine Aussparung einer Scheibe 6 eingreift, die parallel zur Scheibe 4 der Motorwelle 2 angeordnet ist.
  • Die Scheiben 4 und 6 bilden zusammen mit dem Mitnehmer 5 und der entsprechenden Aussparung eine Kopplungseinrichtung 7, die derart gestaltet ist, daß sich die Scheiben gegeneinander um einen begrenzten Winkel frei drehen können, in der jeweiligen Anschlaglage jedoch das volle von der Motorwelle 2 gelieferte Drehmoment übertragen.
  • Die Scheibe 6 steht mit einem Wellenstummel 8 in Verbindung, der von einem Freilauf I umgeben ist, welcher in einer Bohrung einer Antriebshülse 9 gelagert ist, die ihrerseits über ein Lager 10 im Gehäuse 11 des Umlaufgetriebes frei drehbar gelagert ist.
  • Die Antriebshülse 9 wiederum besitzt im Bereich ihres dem Antriebsmotor 1 abgewandten Endes auf ihrer Außenseite eine Verzahnung 12,welche mit einem Planetenrad 13 kämmt, das au einem Zapfen 14 gelagert ist, der in einem eofalls im Gehäuse 11 über ein Lager 15 gelagerten Getriebeglied 16 angeordnet ist. Das Planetenrad 13 kämmt ferner mit einer auf der Innenseite des Gehäuses 11 angeordneten Innenverzahnung 17. ueber das Getriebeglied 16 wird das vom Antriebsmotorl gelieferte Drehmoment an weitere, nicht dargestellte Getriebeglieder zur Abtriebsseite des Schraubwerkzeuges hin übertragen.
  • Mit der oben erwähnten Verzahnung 3 der Motorwelle 2 kämmt ferner ein Planetenrad 18, welches auf einem fest mit dem Gehäuse 11 verbundenen Bolzen 19 gelagert ist. Das Planetenrad 15 wiederum kämmt mit einer Innenverzahnung 20 eines Zahnkranzes 21, der einen Bund 22 aufweist, welcher in einer Bohrung einen Freilauf II trägt, der seinerseits mit der Außenseite der Antriebshülse 9 zusammenwirkt.
  • Die Freiläufe I und II sind jeweils derart ausgebildet und angeordnet, daß jeweils der eine Freilauf leerläuft, wenn der andere Freilauf ein Drehmoment überträgt.
  • Wird nun abtriebsseitig mit erhöhter Drehzahl ein kleineres Drehmoment benötigt, so wird dieses von der in einer bestimmten Drehrichtung rotierenden Motorwelle 2 über die Kopplungseinrichtung 7 auf den Wellenstummel 8 übertragen.
  • Bei dieser Drehrichtung überträgt der Freilauf I das Drehmoment auf dle Abtriebshülse 9, welche dieses über das Planetenrad 13 und das Getriebglied 16 und gegebenenfalls weitere Getriebeglieder an den Ab trieb des Schraubwerkzeuges weiterleitet. Da das ?lanetenrad 18 über die Verzahnung 3 stets mit der Motorwelle 2 und über die Innenverzahnung 20 mit dem Zahnkranz 21 kämmt, rotiert der Zahnkranz 21 mit seinem Bund 22 gegenläufig zur Antriebshülse 9, wodurch der Freilauf II leerläuft.
  • Wächst nun das Moment am Antriebsmotor auf einen bestimmten Wert an und wird bei gleichbleibender abtriebsseitiger Drehrichtung ein größeres Drehmoment bei herabgesetzter Drehzahl benötigt, so wird die Drehrichtung des Antriebsmotors 1 und somit der Motorwelle 2 umgekehrt, so daß nunmehr der Freilauf I leerläuft, während der Freilauf II Drehmoment überträgt. Dies bedeutet, daß das Drehmoment nunmenr über den zweiten Weg (strichpunktierte Linie) übertragen wird, d.h. über die Verzahnung 3 der Motorwelle 2 auf das Planetenrad 18 und von dort über die Innenverzahnung 20 au den Zahnkranz 21 und über den Freilauf II auf die Abtriebshülse 9 gelangt.
  • Ist nun das Ein- bzw. Aufschrauben und Anziehen einer Mutter oder Schraube abgeschlossen und wird aufgrund eines hohen Anziehmoments von der Abtriebsseite her eine Drehung auf die Abtriebshülse 9 übertragen, die entgegengesetzt der Drehung beim Anziehvorgang ist, so wird zwar der Freilauf II in seiner drehmomentübertragenden Stellung gehalten. Die gegenläufige Drehung der Abtriebshülse 9 bewirkt jedoch, daß der Freilauf I diese Drehung auf den Wellenstummel 8 überträgt. Dieses Übertragen der gegenläufigen Drehung durch den Freilauf I auf den Wellenstummel 8 hat jedoch keinerlei nachteilige Folgen, denn in dieser Phase kann sich die Scheibe 6 gegenüber der Scheibe 4 um einen bestimmten Winkel frei verdrehen, so daß keinerlei Verspannung im Umlaufgetriebe aufgrund des gleichzeitigen Arbeitens der beiden Freiläufe I und II erfolgen kann.
  • Die freie Verdrehbarkeit der Scheibe 6 gegenüber der Scheibe 4 in der eben geschilderten Situation ist im übrigen deshalb gewährleistet, weil bei einer Arbeitsweise des Schraubwerkzeuges über den zweiten Weg (strichpunktierte Linie) der leerlaufende Freilauf I aufgrund seiner Reibung die beiden Scheiben in einer Anschlaglage hält, aus der sie bei einem Eintreten des oben beschriebenen Effektes, d.h. bei einer Verdehung des Wellenstummels 8 durch den Freilauf I herausgedreht werden.

Claims (3)

  1. Motorisch angetriebenes Schraubwerkzeug Patentansprüche Motorisch angetriebenes Schraubwerkzeug zum Hin- bzw. Aufschrauben und Anziehen von Schrauben unt Muttern, mit einem Umlaufgetriebe, mit dem der Kraftfluß zur Erzielung einer erhöhten Drehzahl bei kleinerem Drehmoment oder einer herabgesetzten Drehzahl bei größerem Drehmoment bei gleichbleibender abtriebsseitiger Dreh richtung entweder auf einem ersten Weg über höher übersetzende oder auf einem zweiten Weg über niedriger übersetzende Getriebeglied geführt wird, wobei der Umschaltvorgang von dem ersten auf den zweiten Weg oder umgekehrt von einer sich in Abhängigkeit des Momentes am Antriebsmotor ändernden Steuergröße abgeleitet wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Drehrichtung des Antriebes in Abhängigkeit der Steuergröße umkehrbar und in jedem Weg ein Freilauf (I bzw. II) derart angeordnet ist, daß in jeder der beiden Drehrichtungen jeweils der eine Freilauf leerläuft und der andere Freilauf Drehmoment überträgt.
  2. 2. Schraubwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch g e -ke n n z e i c h n e t, daß im ersten Weg in Kraftflußrichtung stromaufwärts des Freilaufes (I), jedoch stromabwärts der Ab- zweigung für den zweiten Weg eine Kopplungseinrichtung (7) eingeschaltet ist, deren Abtriebsseite gegenüber der Antriebsseite um einen begrenzten Winkel frei verdrehbar ist.
  3. 3. Schraubwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, da die Kopplungseinrichtung (7) as mindestens zwei Scheiben (4 und 6) besteht, die über axial vorstehende Mitnehmer (5) miteinander gekoppelt sind.
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