DE3343085A1 - Halterung fuer einen bolzen - Google Patents
Halterung fuer einen bolzenInfo
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Description
- Halterung für einen Bolzen
- Die Erfindung betrifft eine im Mauerwerk oder Beton anzubringende Halterung fWr einen Bolzen mit oder ohne axiale )urchgangsbohrung, wobei auf dem Bolzen ein verformbarer Körper angeordnet ist, der an einem Ende des Bolzens abgestütst und an der anderen Seite gegen die Abstützung drückbar ist.
- Im Moch- oder Tiefbau werden für Bohrlochinjektionen, Rißverpressungen und dergleichen Hoohdruck-Füllrohre mit Preßsits verwendet, die in das Mauerwerk oder den Beton oder auch in Holzbalken und dergleichen eingesetzt werden. Bei einer bekannten Ausführuagsform ist auf das Füllrohr bzw.
- den Bolzen ein Gummikörper aufgesteckt, der an einem Ende an einer Scheibe mit aufgeschraubter Mutter abgestützt wird, während an der anderen Seite, d.h. der aus der Wand ragenden Seite ebenfalls eine Scheibe gegen diesen gummielastischen Rörper drlekt, die mit Hilfe einer Mutter gegen die andere Scheibe gedrUckt werden kann. Dadurch beult sich der Gu: körper entsprechend aus und gewährleistet einen festen Sitz innerhalb der Wand. Außen kann auf den Bolzen ein Füllventil aufgesetzt werden. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten AustUhrungaform besteht darin, daß diese Halterung aus vielen Teilen besteht, was einen hohen Material- und Ärbeitsaufwandmit sich bringt. Es muß hierbei die unterste Schraube mit Scheibe von Hand aufgeschraubt werden, weiterhin muß der elastische Körper von Hand vorgespannt werden, da er sich sonst beim Pestdrehen mitdreht, ehe dann durch gegen schrauben der anderen Mutter das Hochdruck-Füllrohr festgespannt wird. Es besteht auch die Gefahr, daß sich die hintere Schraube abdreht, wodurch der Montageaufwand vergrößert wird. Nach dem Gebrauch des Füllrohres muß dieses aus der Wand herausgebrochen werden. Es ist weiterhin ein derartiges Hochdruck-Füllrohr bekannt, bei dem eine Aluminiumbuchse verwendet wird, durch die ein Aufweitdorn gesteckt ist, wobei außen auf dieser Aluminiumbuchse ein verformbarer elastischer Körper angeordnet ist. Der Aufweitdorn besitzt ein mit einer Bohrung versehenes Aufweitstück mit dahinter angeordneter Sollbruchstelle und wird mit Hilfe einer Spezial zange in die Buchse eingetrieben, die sich hierbei aufweitet und die Halterung in der Wandung festklemmt. An der einen Seite kann ein Ventil eingeschraubt werden. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Ausführungsform besteht darin, daß das Volumen des elastischen Körpers nachträglich nicht mehr vergrößert werden kann, d.h. die Volumenvergrößerung ist fest vorgegeben, so daß bei einem Nachgeben des Mauerwerks oder Aussprengen des Mauerwerks die Halterung gelockert wird.
- Weiterhin kann durch lle.rkanten der Zange das Gewinde beschädigt werden, so daß der Nippel nur sehr schwer aufschraubbar ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Halterung, bzw. ein derartiges Hochdruck-Füllrohr so auszubilden, daß eine einfache schnelle Montage bei entsprechender Nachspannmöglichkeit zum Erreichen des notwendigen Preßsitzes erzielbar ist.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß auf den Bolzen eine Seeger-Klemmscheibe an dem Körper anliegend aufgeschoben ist, deren schräggestellte Zungen gegen die Bolzenoberfläche drücken und daß zwischen der Seeger-Klemmscheibe und dem verformbaren Körper eine Beilagescheibe angeordnet ist.
- Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß als Abstützung eine weitere Seeger-Klemmscheibe vorgesehen ist.
- Vorteilhaft geht man so vor, daß die schräggestellten Zungen der Klemmscheiben in auf der Oberfläche des Bolzens angebrachte gewindeartige Riefen eingreifen.
- Weiterhin ist es vorteilhaft, daß an dem Bolzen hinter der ersten Klemmscheibe und innerhalb des Körpers eine Sollbruchstelle vorgesehen ist.
- Weiterhin wird vorgeschlagen, daß auf den Bolzen ein Füllventil aufschraubbar ist.
- Die Erfindung bringt den wesentlichen Vorteil, daß eine einfach herzustellende Halterung geschaffen wird, die schnell montiert werden kann, was bei der großen Anzahl derartiger anzubringender Hochdruck-Füllrohre von großer Bedeutung ist.
- Vor allen Dingen besteht die Möglichkeit der Nachspannung, so daß immer ein ausreichender Preßsitz gewährleistet ist; woraus sich auch eine entsprechende Anpassung an die Beschaffenheit des Mauerwerks, Betons oder Holzes ergibt. Es läßt sich hierbei eine Preßwirkung erzielen, so daß auch noch ein sicherer Sitz bei Höchstdrücken von etwa 350 bar und größer gewährleistet ist. Nach dem Gebrauch läßt sich das überstehende Teil auch sehr einfach entfernen. Die Halterung läßt sich vorteilhaft auch als Dübel einsetzen, beispielsweise bei elastischen Aufhängungen oder wenn Maschinenteile aufgehängt und abgestützt werden müssen, wo Schwingungen abzudämpfen sind.
- Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Es zeigen, Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein derartiges Hochdruck-Füllrohr mit Preßsitz und Fig. 2 eine Ausführungsform für die vorgesehene Klemmscheibe im Aufriß und Seitenansicht Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform zeigt einen Bolzen 1, der im Mauerwerk, Beton oder einer Holzkonstruktion verankert werden soll, wobei dieser Bolzen mit einer axial verlaufenden Durchgangsbohrung 2 versehen ist, so daß ein Hochdruck-Füllrohr gebildet wird. Ohne derartige Durchgangsbohrung kann der Bolzen auch als Dübel verwendet werden.
- Auf dem Bolzen l sitzt ein elastisch oder plastisch verformbarer Körper 3, beispielsweise aus Gummi oder dergleichen, der an dem hinteren, zuerst in die Wandung eintretenden Ende eine Abstützung 4 aufweist, wobei hierfür eine Schraube mit Mutter, oder wie in der Zeichnung dargestellt, eine Seeger-Klemmscheibe verwendet werden. Eine derartige Scheibe ist in Fig. 2 dargestellt, wobei diese Scheibe einzelne federnde Zungen 5 aufweist, die in einer Richtung schräggestellt sind, so daß sich der Ring in der einen Richtung auf dem Bolzen 1 aufschieben bzw. aufpressen läßt, während in der entgegengesetzten Richtung ein Abziehen durch die schräggestellten Zungen 5 nicht möglich ist. Am gegenüberliegenden, aus der Wandung herausschauenden Ende des Bolzens 1, ist ebenfalls ein derartiger Ring 4' vorgesehen.
- Der Außendurchmesser des Ringes 4,4' ist hierbei nicht größer als der Außendurchmesser des Körpers 3. Weiterhin ist an beiden Enden des Körpers 3, d.h. zwischen der Klemmscheibe 44' und dem Körper jeweils eine Beilagescheibe 10 angeordnet, deren Innendurchmesser gegenüber dem Durchmesser des Bolzens 1 etwas vergrößert ist, während der Außendurchmesser dem Durchmesser der Klemmscheibe (4,4') entspricht. Die Beilagescheibe 10 hat die Eigenschaft den direkten Druck des verformbaren Körpers 3 auf die Zungen 5 der Klemmscheibe 4,4' zu verhindern. Durch diesen direkten Druck des Körpers 3 können sich die Zungen 5 aus ihrer Verankerung auf dem Bolzen 1 lösen. Gegebenenfalls können auch zur besseren Abstützung dieser Zungen 5 auf dem Bolzen 1 in diesem Bereich gewindeartige Riefen 9 eingearbeitet werden.
- Am äußeren Ende des Bolzens 1 ist ein Gewinde 6 vorgesehen, auf das ein Füllventil 7 aufgeschraubt werden kann. Weiterhin kann innerhalb des Körpers 3 und zwar hinter der vorderen Scheibe 4' eine Sollbruchstelle 8 vorgesehen sein.
- Das Anbringen der Halterung im Mauerwerk kann beispielsweise mit Hilfe eines Spezialwerkzeuges erfolgen, mit dem der Ring 4' gegen den Körper 3 gedrückt wird, so daß dieser entsprechend zusammengedrückt wird und sich in seinem Außendurchmesser vergrößert. Das Spannen im Bohrloch kann auch mit Hilfe eines Schlagwerkzeuges erfolgen, das als eine Art Rohr über das Füllventil 7 gestülpt wird, wobei durch einen oder mehrere Schläge auf dieses Werkzeug die äußere Klemmscheibe 4' auf dem Rohr 1 in Richtung des verformbaren Körpers 3 geschoben wird.
- Das Lösen des Bolzens erfolgt beispielsweise dadurch, daß die äußere Klemmscheibe 4' entfernt wird indem man mit einem edBprechenden Werkzeug, beispielsweise einem Schraubenzieher auf die Zungen 5 der Klemmscheibe 4' einwirkt. Danach kann der ganze Bolzen 1 aus dem Bohrloch entfernt werden. Man kann aber auch das nach außen ragende Ende des Bolzens 1 entfernen, indem der Bolzen an der Sollbruchstelle 8 abgebrochen wird.
- - Leerseite -
Claims (5)
- Patentansprüche 1) Im Mauerwerk oder Beton anzubringende Halterung für einen Bolzen mit oder ohne axiale Durchgangsbohrung, wobei auf dem Bolzen ein verformbarer Körper angeordnet ist, der an einem Ende des Bolzens abgestützt und an der anderen Seite gegen die Abstützung drückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Bolzen (1) eine Seeger-Klemmscheibe (4') an dem Körper (3) anliegend aufgeschoben ist, deren schräggestellte Zungen (5) gegen die Bolzenoberfläche drücken und daß zwischen der Seeger-Klemmscheibe (4' und dem verformbaren Körper (3) eine Beilagescheibe (10) angeordnet ist.
- 2) Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstützung eine weitere Seeger-Klemmscheibe (4) vorgesehen ist.
- 3) Halterung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schräggestellten Zungen (5) der Kleimscheiben (4,4') in auf der Oberfläche des Bolzens (1) angebrachte gewindeartige Riefen (9) eingreifen.
- 4) Halterung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Bolzen (1) hinter der ersten Klemmscheibe (4') und innerhalb des Körpers (3) eine Sollbruchstelle (8) vorgesehen ist.
- 5) Halterung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Bolzen (1) ein Füllventil(7) aufschraubbar ist.
Priority Applications (1)
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Cited By (6)
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-
1983
- 1983-11-29 DE DE19833343085 patent/DE3343085A1/de not_active Ceased
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