DE3344416C2 - - Google Patents
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B11/00—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
- C25B11/04—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by the material
- C25B11/051—Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier
- C25B11/073—Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material
- C25B11/091—Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material consisting of at least one catalytic element and at least one catalytic compound; consisting of two or more catalytic elements or catalytic compounds
- C25B11/093—Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material consisting of at least one catalytic element and at least one catalytic compound; consisting of two or more catalytic elements or catalytic compounds at least one noble metal or noble metal oxide and at least one non-noble metal oxide
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Kathode für die wässerige Elektrolyse mit einem Träger aus
Nickel oder nickelbeschichtetem Stahl und einer den Träger
wenigstens zu einem Teil bedeckenden, Rutheniumoxid und
Nickeloxid enthaltenden Beschichtung.
Für die Elektrolyse wässeriger Lösungen bei Temperaturen
nicht wesentlich oberhalb der Raumtemperatur verwendet
man u.a. Anoden, die aus einem Trägerkörper aus Titan und
einer dessen Oberfläche wenigstens teilweise bedeckenden,
Oxide aus der Gruppe der Platinmetalle und besonders
Rutheniumoxid allein oder im Gemisch mit Titanoxid ent
haltenden Beschichtung bestehen (DE-PS 16 71 422). Die
Kathoden bestehen im allgemeinen aus Stahl, Nickel oder
nickelbeschichtetem Stahl, und es ist auch bekannt, durch eine
Beschichtung des Kathodenkörpers mit einem Platinmetall,
die elektrochemischen Eigenschaften der Kathode zu ver
bessern. Ruthenium wird beispielsweise galvanisch oder
durch Abscheidung aus der Gasphase (CVD) auf einen Träger
körper oder Träger aus Nickel aufgebracht (DE-OS 27 34 084)
und bei einem anderen Verfahren durch thermische Zersetzung
rutheniumhaltiger Präzipitate gebildet (DE-OS 28 11 472).
Zur Herstellung der Beschichtung bringt man auf die Ober
fläche des Trägers eine Ruthenium-Verbindungen, wie
Rutheniumhydroxid, Rutheniumchlorid, Rutheniumoxid oder
Rutheniumsulfid, enthaltende Lösung oder Suspension, ver
dampft das Lösungs- oder Dispersionsmittel und reduziert
die Ruthenium-Verbindung durch Erhitzen auf etwa 1200°C
in einer nichtoxidierenden Atmosphäre.
Mit metallischem Ruthenium beschichtete Kathoden ent
sprechen nicht immer den Anforderungen, da insbesondere die
Wasserstoffüberspannung häufig mit der Betriebszeit wächst.
Beständiger sind Kathoden, die mit einer rutheniumoxid- und
nickeloxidhaltigen Beschichtung versehen sind. Zur Her
stellung der Beschichtung wird die Oberfläche eines Träger
körpers aus Nickel oder nickelbeschichtetem Stahl mit einer
Nickel- und Rutheniumsalze enthaltenden Lösung beschichtet,
das Lösungsmittel verdampft und die Kathode in einer oxi
dierenden Atmosphäre auf etwa 500°C erhitzt (DE-OS 33 22 169).
Eine über lange Betriebszeiten ausreichende Konstanz der
Überspannung wird bei diesen Elektroden aber nur erzielt,
wenn der relative Anteil des Rutheniumoxids innerhalb der
Schicht von der Oberfläche des Trägers zur äußeren Ober
fläche zunimmt, beispielsweise von 30 auf 95%. Zur Ein
stellung dieses Konzentrationsgradienten ist es nötig, den
Träger mehrmals mit Lösungen zu beschichten, die Ruthenium-
und Nickelsalze in unterschiedlichem Verhältnis enthalten.
Durchschnittlich gab es drei bis fünf verschiedene Lö
sungen und entsprechend viele Wiederholungen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Be
schichtung von Kathoden mit im wesentlichen aus Ruthenium-
und Nickeloxid bestehenden Schichten zu vereinfachen.
Die Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genann
ten Art dadurch gelöst, daß wenigstens ein Teil der Träger
fläche mit einer Rutheniumsalze und nickellösende Mittel
enthaltenden Lösung beschichtet wird, die Rutheniumsalze
gemeinsam mit den in der Lösung gebildeten Nickelsalzen
auf dem Träger abgeschieden werden und durch Erwärmen des
Trägers in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre eine im
wesentlichen aus Rutheniumoxid und Nickeloxid bestehende
Beschichtung erzeugt wird.
Unter dem Begriff "Lösungsmittel" sind vor allem Säuren
zu verstehen, die den Nickelträger oberflächlich unter
Bildung von mehr oder weniger tiefen Ätzgruben lösen, wo
bei die Lösungsgeschwindigkeit in an sich bekannter Weise
durch leichtes Erwärmen des Trägers erhöht werden kann.
Ein besonders vorteilhaftes Lösungsmittel ist Salzsäure.
Alle in dem Lösungsmittel löslichen Rutheniumsalze eignen
sich für das Verfahren, bevorzugt wird Rutheniumchlorid.
Das Verhältnis der in der fertigen Beschichtung vorlie
genden Oxide wird bei gleicher Reaktionsdauer und -tem
peratur durch das Verhältnis von Lösungsmittel und Ruthe
niumsalz in der Beschichtungslösung bestimmt und läßt sich
entsprechend einstellen.
Der Träger der Kathode besteht aus porösen oder massiven
Platten, Stäben oder Rohren aus Nickel oder nickelbeschich
tetem Stahl, dessen Oberfläche zweckmäßig durch Sandstrahlen
aufgerauht ist. Wenigstens ein Teil der Oberfläche wird mit
einer Lösung beschichtet, die beispielsweise 20-30 Gew.-
Teile Rutheniumchlorid, 35-45 Gew.Teile konzentrierter
Salzsäure und 35-50 Gew.Teile Ethanol enthält. Die Ein
wirkungsdauer beträgt bei Raumtemperatur etwa 10 min,
anschließend wird durch Erwärmen auf 90 bis 120°C ge
trocknet und Rutheniumchlorid und Nickelchlorid werden auf
der Oberfläche des Trägers abgeschieden. Es wird dann zweck
mäßig in Luft auf 450 bis 550°C erhitzt, wobei eine im
wesentlichen aus Rutheniumoxid und Nickeloxid bestehende
Beschichtung gebildet wird. Das Gewichtsverhältnis der
Oxide beträgt zweckmäßig 5 bis 7 zu 5 bis 3.
Erfindungsgemäß hergestellte Kathoden haben die gleichen
elektrochemischen Eigenschaften und die gleiche Beständig
keit wie nach der Lehre der DE-OS 33 22 169 mit einem
vielstufigen Verfahren hergestellten Kathoden. Eine Ver
besserung des vergleichsweise sehr guten Verhaltens wird
durch eine zweite Beschichtung des Trägers mit der neu
tralen Lösung eines Rutheniumsalzes erzielt, beispiels
weise einer ethanolischen Lösung von Rutheniumchlorid.
Ethanol wird verdampft und das ausgefallene Ruthenium
chlorid durch Erhitzen vor allem in Luft in Ruthenium
oxid übergeführt. Die auf diese Weise hergestellte Be
schichtung setzt sich aus zwei Teilschichten zusammen,
einer ersten im wesentlichen aus Rutheniumoxid und Nickel
oxid bestehenden Teilschicht und einer zweiten Teilschicht
aus im wesentlichen Rutheniumoxid. Der zusätzliche Auf
wand für diese Beschichtung wird in der Regel durch die
weitere Senkung der Überspannung ausgeglichen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen
und Beispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Kathodenpotential verschiedener
Kathoden als Funktion der Stromdichte,
Fig. 2 die Zeitabhängigkeit des Kathodenpoten
tials für verschiedene Kathoden bei einer
Stromdichte von 5 kA/m2.
Ein sandgestrahltes handelsübliches Nickelblech 50 mm×50 mm
mit einer Dicke von 1 mm wurde einseitig mit einer
Lösung beschichtet, die wie folgt zusammengesetzt war:
30 mg RuCl3, 4,3 µl-konzentrierte Salzsäure, und 6,3 µl-
Ethanol. Das Blech wurde zur Verdampfung des Lösungsmittels
auf 100°C erwärmt, Zeit 5 min und dann in einem
Muffelofen in Luft auf 500°C erhitzt, die Haltezeit be
trug 10 min. Die gebildete Oxidschicht enthielt etwa 60%
RuO2 und 40% NiO.
Ein gemäß Beispiel 1 behandeltes Blech wurde mit einer
Lösung von 30 mg RuCl3 in 95 µl-Ethanol beschichtet,
das Lösungsmittel durch Erwärmen auf 100°C verdampft und
zur Erzeugung einer Rutheniumoxid-Schicht in Luft auf
etwa 500°C erhitzt.
Als Vergleich wurde ein sandgestrahltes Nickelblech mit
einer Lösung von 30 mg RuCl3 in 95 µl-Ethanol beschich
tet und wie in Beispiel 2 thermisch behandelt. Die Be
handlung wurde einmal wiederholt, so daß die Beschichtung
der Elektrode aus zwei im wesentlichen aus Ruthenium
oxid bestehenden Teilschichten bestand.
Das Potential der Kathoden wurde in einer 20%igen wässe
rigen Natronlauge-Lösung bei 23°C als Funktion der Strom
dichte (Fig. 1) und bei einer Stromdichte von 5 kA/m2
(Fig. 2). Bezugselektrode war eine gesättigte Kalomel
elektrode.
Das Anfangspotential der Kathoden (Beispiel 1 - Quadrat,
Beispiel 2 - Kreis, Beispiel 3 - Dreieck) nimmt mit der
Stromdichte nur geringfügig zu und ist insgesamt wesentlich
kleiner als das ebenfalls in Fig. 1 dargestellte Kathoden
potential eines sandgestrahlten Stahlblechs. Die Unter
schiede zwischen den drei aktivierten Nickelkathoden sind
gering. Mit steigender Betriebsdauer steigt das Potential
der nach Beispiel 3 zum Vergleich hergestellten Kathode,
während die Potentiale der erfindungsgemäß nach Beispiel 1
und 2 hergestellten Kathoden nur geringfügig mit der Zeit
zunehmen. Das Potential der Kathode nach Beispiel 2
ist etwas günstiger.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einer Kathode für die wässe
rige Elektrolyse mit einem Träger aus Nickel oder
nickelbeschichtetem Stahl und einer den Träger wenig
stens zu einem Teil bedeckenden, Rutheniumoxid und
Nickeloxid enthaltenden Beschichtung, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens ein Teil
der Trägeroberfläche mit einer Rutheniumsalze und Nickel
lösende Mittel enthaltenden Lösung beschichtet und ein
Teil des Nickels gelöst wird, daß die Ruthenium- und Nickel
salze durch Verdampfen des Lösungsmittels auf dem Trä
ger abgeschieden werden und durch Erwärmen des Trägers
in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre eine Beschich
tung aus Rutheniumoxid und Nickeloxid erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine salzsaure Lösung von
Rutheniumchlorid verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß als nickellösendes Mittel Salz
säure verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf die Ruthenium- und Nickel
oxid-haltige Beschichtung eine Rutheniumoxid-Deck
schicht aufgebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833344416 DE3344416A1 (de) | 1983-12-08 | 1983-12-08 | Verfahren zur herstellung einer kathode fuer die waesserige elektrolyse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833344416 DE3344416A1 (de) | 1983-12-08 | 1983-12-08 | Verfahren zur herstellung einer kathode fuer die waesserige elektrolyse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3344416A1 DE3344416A1 (de) | 1985-12-05 |
| DE3344416C2 true DE3344416C2 (de) | 1993-04-29 |
Family
ID=6216382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833344416 Granted DE3344416A1 (de) | 1983-12-08 | 1983-12-08 | Verfahren zur herstellung einer kathode fuer die waesserige elektrolyse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3344416A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010023418A1 (de) | 2010-06-11 | 2011-12-15 | Uhde Gmbh | Ein- oder mehrseitige Substratbeschichtung |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1195871A (en) * | 1967-02-10 | 1970-06-24 | Chemnor Ag | Improvements in or relating to the Manufacture of Electrodes. |
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| CA1246008A (en) * | 1983-05-31 | 1988-12-06 | R. Neal Beaver | Electrode with nickel substrate and coating of nickel and platinum group metal compounds |
| DE3322169A1 (de) * | 1983-06-21 | 1985-01-10 | Sigri Elektrographit Gmbh, 8901 Meitingen | Kathode fuer waesserige elektrolysen |
-
1983
- 1983-12-08 DE DE19833344416 patent/DE3344416A1/de active Granted
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010023418A1 (de) | 2010-06-11 | 2011-12-15 | Uhde Gmbh | Ein- oder mehrseitige Substratbeschichtung |
| WO2011154094A1 (de) | 2010-06-11 | 2011-12-15 | Uhde Gmbh | Ein- oder mehrseitige substratbeschichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3344416A1 (de) | 1985-12-05 |
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