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Herd mit einem Umluftgebläse für die Heißluft-Umwälzung
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im Back- und Bratofen Die Erfindung betrifft einen Herd nach dem
Oberbegriff des PatentansprucheS 1.
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Bei bekannten Herden der in Rede stehenden Art ist die Beschickungsöffnuna
des Ba<;k- und Bratraumes (Muffel) durch eine Tür nach außen hin dicht verschlossen.
Ein dichtes Anlegen der Back- und Bratraum-Tür ist erforderlich, um während des
Betreibens des Back- und Bratraumes ein Austreten von Wasser<fampf- oder Kondensat
im umlaufenden Türbereich zu verhindern. Die während des Back- und Bratablaufes
anfallenden Wrasen werden entweder über eine in der Back- und Bratraumdecke vorgesehenen
Wrasenaustrittsöffnung oder durch einen in der Back- und Bratraumtür integrierten
Wrasen schacht ins Freie abgeführt. Es hat sich nun gezeigt, daß bei einem in der
vorgenannten Weise ausgebildeten Herd während des Heißluftbetriebes die füt Erreich-en
eines einwandfreien Back- und Bratergebnisses erforderliche Luftwechsel zahl beim
Back- und Bratraum nicht erreicht wird. Unter Luftwechselzahl wird dabei verstanden,
wie oft pro Zeiteinheit (hier Stunde) der Raum inhalt Luft des Back- und Bratraumes
ausgetauscht wird, d.h. wie oft der gasförmige Rauminhalt des Back- und Bratraumes
innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit (Stunde) durch die Wrasenaustrittsöffnung
entweicht und durch Zuströmung von Frischluft wieder ersetzt bzw. ausgeglichen wird.
Bei Herden der genannten Art wird bei Heißluftbetrieb eine Luftwechselzahl für den
Back- und Bratraum von "Zwanzig" bezogen auf eine Stunde Betriebszeit
angestrebt
bzw. gefordert. Das Nichterreichen bzw. Nichteinhalten der genannten Luftwechselzahl
hat nun zur Folge, daß sich im Back- und Brat:aum während des Heißluftbetriebes
eine gesättige Dampfatmosphäre mit all ihren Nachteilen sowohl für das Back- und
Bratgut als auch für den Benutzer eines solchen Herdes und für den Herd selbst aufbaut.
Solche nachteiligen Folgen sind'z,B. die, daß beim Backen eines Apfelkuchens (Obstkuchen)
die Aplelauflage nicht mehr gebacken sondern auf Grund der im Back- und Bratiaum
vorhandenen gesättigten Dampfatmosphäre nur noch gedünstet wird oder daß beim Braten
von Fleisch dieses ebenfalls in erster Linie nur gedünstet v ird und dessen Oberfläche
nicht die einen Braten kennzeichnende und zur G schmacksverbesserung beitragende
Krustenbildung erhält. Vor allen beirr Backen und/oder Braten gleichzeitig in mehreren
Etagen des Back- und Bratraumes herrscht im Back- und Bratraum eine solch starke
Dampfat nosphäre, daß mit Öffnen der Back- und Bratraum-Tür schlagartig Ein heizt
er Dampfschwall entweicht, der für eine vor dem Herd stehende Person äu 3erst belästigend
und unter Umständen sogar gefährlich (Kinder) sein Wann. D eiterhin hat sich als
nachteilig ergeben, daß nach Herunterschalten de r Bacf - oder Brattemperatur zum
Zwecke der Warmhaltung des Bratguies oder um dl Nachwärme nocn ausnutzen zu können,
das im Back- und Bratraum anstehende Heißdampfgemisch vor allem an der sich dann
rasch abkünlenden Glassczeibe der Back- und Bratraum-Tür kondensiert, an dieser
herunterläuft und in den Back- und Bratraum zurückfällt. Mit Öffnen der Back- und
3ratraum-Tür läuft dann das im Back- und Bratraum angesammelte Kondenswasser heraus
und verunreinigt unterhalb des Back- und Bratraumes befindliche Bereiche.
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Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Herd mit einem Umiuft gebläse
für die Heißluft-Umwälzung im Back- und Bratraum während des Heißluftb@- -triebes
die Bildung eines das Back- und Bratgut negativ beeinflu 3enden Heißdampfgemisches
im Back- und Bratraum mit konstrul;tiv ein achen Mitteln zu verhindern.
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Die Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung ist dem kennze chnend
n Teil des Patentanspruches 1 zu entnehmen.
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7weckmaßige weitere Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind in den Untnransprüchen angegeben.
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lurch die Erfindung wird bei Herden der eingangs genannten Art neben
der Nrasenaustrittsöffnung ei ne genau definierte Frisch uftzuführungsöffnung für
Jen Back- und Bratraum geschaffen und damit eine angestrebte vorteilhafte uftwechselzahl
von 20/h für den gasförmigen Rauminhalt des Back- und 3ratrauines während des Heißluftbetriebes
erreicht. Der Aufbau einer das 3ack- und Bratgut schädigenden gesättigten Dampfatmosphäre
im Back- und Sratraurn wird damit mit Sicherheit ausgeschlossen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird an Hand dieser nachfolgend näher beschrieben. Die beiden Fig. der Zeichnu
19 zeigen lediglich die einen Antriebsmotor für ein Umluftgebläse tragende rückwärtige
Wandung einer sogen. Herd-Muffel (Back- und Bratraum).
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Mit 1 i,t der rückwärtige Wandungsteil einer den Back- und Bratraum
2 eineS Herdes oder dgl. begrenzenden Muffel bezeichnet, deren vordere Beschickungsöffnung
in an sich bekannter Weise mittels einer angelenkten Tür unter Zwischenschaltung
eines elastischen Dichtelemente wrasendicht verschließbar ist. Im rückwärtigen Bereich
des Back- und Bratraumes 2 befindet sich ein Gebläserad 3 für die Umwälzung der
Heißluft im Back- und Bratraum. Das Gebläserad 3 ist gegenüber dem übrigen Teil
des Back- und Bratraum durch ein übliches Luftleitblech 4 abgedeckt. Radial zum
Gebläserad 3 ist ein gewundenes elektrisches Heizelement 5 angeordnet, durch das
der vom Gebläserad in den Back- und Bratraum 2 geförderte Luftstrom erhitzt wird.
Im Back- und Bratraum 2 können bedarfsweise weitere Heizkörper, wie Rohrheiz-oder
Strahlungsheizkörper als Ober- und Unterbeheizung angebracht sein.
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Außerhalb des rückwärtigen Wandungsteils 1 des Back- und Bratraumes
2 ist ein elektrischer Antriebsmotor 6 für das Gebläserad 3 vorgesehen, der mittelS
einer mehrschenkligen Halterung 7 in nicht näher dargestellter Weise an den
rückwärtigen
Wandungsteil 1 befestigt ist. Durch eine Öffnung 8 im rücl:-wärtigen Wandungsteil
1 ist die Antriebswelle 9 für das Gebläserad 3 hi 0-durchgeführt. Auf dieser Antriebswelle
ist das Gebläserad 3 mittels einer zentrischen Steckhülse 10 bis zu einem Anschlag
aufgeschoben und entsprechend verspannt. Bei den bisherigen Herden mit Umluftgebläse
war run die Durchführungs-Öffnung 8 für die Gebläserad-Antriebswelle 9 qerade so
bemessen, daß sich die Antriebs welle in der Öffnung 8 ohne Reibungsberührung mit
dem Wandungsteil 1 des Back- und Bratraumes 2 drehen konnte.
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Gemäß der Erfindung wird nun die Durchführungs-Öffnung 8 so ausgebil
iet, daß während des Heißluftbetriebes ein genau dosierter bzw. geregelter Strom
von Umgebungs- bzw. Frischluft durch diese Öffnung in den Back- und l3ratraum 2
eingeführt bzw. eingesaugt werden kann. Dieser Luftstrom ist ciabei so bemessen,
daß eine bestimmte Luftwechselzahl für den gasförmigen F auminhalt des Back- und
Bratraumes pro Zeiteinheit (hier Stunde) erreicht aird und die Bildung einer gesättigten
Dampfatmosphäre im Back- unc Bratr ium mit Sicherheit vermieden wird. Es soll ein
zwanzigmaliges Wechseln des gasförmigen Rauminhaltes des Back- und Bratraumes 2
in der Stunde stattfinden. Die Durchführungs-Öffnung 8 ist dabei so ausgebildet,
daß sich jm die auf der Antriebswelle 9 gesteckte Steckhülse 10 des Gebläserades
3 herum ein genau definierter Ringspalt 8' ergibt, dessen Durchme-;ser sich zum
Durchmesser Antriebswelle/Steckhülse etwa wie 1:2 verhält und damit-d e Hälfte des
Antriebswellen/Steckhülsen-Durchmessers beträgt. Da während des Betriebes des Gebläserades
3 im rückwärtigen Bereich des Back- und B atraumes 2 ein Unterdruck entsteht, wird
nun durch den definierten Ring palt 8' pro Zeiteinheit eine bestimmte und damit
genau dosierte Menge von Umgebungs- bzw. Frischluft angesaugt und in den Back- und
Bra--raum gefördert. Dadurch wird die erforderliche Luftwechselzahl von 'Zaanzig
pro Stunde für den Back- und Bratraum erreicht.
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Herde mit einem eigenbeheizten Umluftgebläse werden heute vielfach
zl sätzlich auch noch mit einer Ober- und Unterbeheizung sowie Grillheizung usge-
rüstet,
ctm in diesen auch Back- und Bratprozesse ohne Heißluft-Umwälzung, d.h. konventionell
durchführen zu können. Bei einem Betriebszustand ohne eingeschaltetes Umluftgebläse,
bei dem die Oberbeheizung und/oder Unterbeheizung oder die Grillheizung eingeschaltet
ist, würden nun aus dem definierten Ringspalt 8' Wrasen entweichen, da bei stehenden
Gebläserad 3 sich im rückwärtigen Bereich des Back- und Bratraumes 2 kein Unterdruck
ondern in diesem Fall ein Überdruck einstellen würde. Um nun in diesem Fall das
Austreten von Wrasen über den Ringspalt 8' zu verhindern, sind rweckmsßig im Strömungsweg
durch den Ringspalt 8' sich gegenseitig überiappende Strömungsleitmittel angeordnet
derart, daß ein labyrinthartiger Strömungsweg gebildet wird, der bei herrschenden
Überdruck im Back- und l3ratraum 2 nach außen hin als Labyrinthdichtung wirkt und
damit das Durchströmen von Wrasen aus dem Back und Bratraum 2 heraus verhindert.
Die vorgenarnte Labyrinthdichtung wird so geschaffen, daß durch Anbringen einer
von der Antriebswelle 9 mit Ringabstand 14 durchsetzten Dose 11 auf der Außenseite
des rückwärtigen Wandungsteiles 1 oder durch entsprechende Ausprägungen im rückwärtigen
Wandungsteil 1 eine Strömungskammer 12 vorgesehen wird, in der sich auf halben Weg
bzw. auf halber Tiefe eine den Ringspalt 8' mit Abstand überlappende bzw. überdeckende
Scheibe 13 befindet, dic auf der. Antriebswelle 9 aufgeschoben ist. Die aufgeschobene
Scheibe 13 wird dabei von der Steckhülse 10 des Gebläserades 3 gegen einen Anschlag
fixiert.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, bei dem die Strömungskammer
12 durch entsprechendes Verformen (Ausprägen) der Rückwand 1 gebildet ist, ist deren
zum Back- und Bratraum 2 hin offene Seite durch eine Lochscheibe 15 die von der
Antriebseinheit 9,10 durchsetzt ist, so weit abgedeckt, daß lediglich der definierte
Ringspalt 8' zwischen der Antriebswelle 9 bzw. der Hülse 10 und der Lochscheibe
15 verbleibt. Befestigt ist die Lochscheibe 15 an der Rückwand 1 zweckmäßig mittels
Schrauben 16.
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Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun folgende: Wird der Back-
und Bratraum 2 des Herdes mit Heißluft-Umwälzung betrieben, d.h. das Gebläserad
3 wird vom Motor 6 angetrieben, so stellt sich Im rückwärtigen Bereich des Back-
und Bratraumes 2 ein Unterdruck ein.
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Dieser Unterdruck hat im Durchführungsbereich der Antriebswelle 9
ein* Saugwirkung zur Folge auf Grund derer Umgebungs- bzw. Frischluft angesaugt
und durch den in der Dose 11 gebildeten labyrinthartigen Strömungsweg. wie durch
Pfeile angedeutet ist, und dem Ringspalt 8' in der gewünschten bzw.
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festgelegten Menge in den Back- und Bratraum 2 gefördert wird Bei
konventioneller Betriebsweise des Back- und Bratraumes, d.h. ohne HeiB-iuft-Umwälzung,
baut sich im rückwärtigen Bereich des Back- und Bratraumes 2 ein Überdruck auf.
In diesem Fall wirkt der in der Dose 11 gebildete labyrinthartige Strömungsweg in
überraschender Weise nach außen hin a s Sperre und damit Dichtung gegen den Durchtritt
bzw. Austritt ven Wraen aus dem Back- und Bratraum.
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L e e r s e i t e