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Schutzrohr für elektrische Leitungen
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Schutzrohr für elektrische Leitungen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Zur Anwendung kommen derartige Schutzrohre sowohl bei der Neuverlegung
beispielsweise von Starkstromleitungen als auch bei der nachträglichen Ausrüstung
von im Erdreich verlegten Leitungen mit diesen. Zum Verlegen derartiger Schutzrohre
im Erdreich werden die einzelnen Rohre häufig entsprechend dem geplanten Verlauf
in Achsrichtung in das Erdreich eingetrieben, wobei die einzelnen Rohrstücke aneinandergesetzt
und in dieser Form axial durch den Boden gepreßt werden. Dabei müssen je nach der
Konsistenz des Erdreichs oft beträchtliche Axialkräfte im Verbindungsbereich der
einzelnen Rohrstücke übertragen werden1 so daß auf die konstruktive Ausbildung der
miteinander in Berührung stehenden Endbereiche der Rohrstücke ein besonderes Augenmerk
gerichtet werden muß. Es ist in diesem Zusammenhang bekanntl die Endbereiche zweier
glatt endender Rohrstücke in eine Muffe entsprechend größeren Umfanges
unter
Mitwirkung eines Klebstoffes einzustecken, um auf diese Weise die erforderliche
Festigkeit des Verbindungsbereichs der Rohrstücke herzustellen. Von Nachteil hierbei
ist jedoch, daß die Muffe auf der Außenseite der Rohre einen Vorsprung und somit
ein Hindernis bildet welche das Eintreiben in das Erdreich erschwert. Es ist ferner
bekannt, den Endbereich eines derartigen Schutzrohres nach Art einer Muffe aufzuweiten,
so daß das nächst folgende Rohr unter Zwischenanordnung eines Klebstoffes eingesteckt
werden kann. Jedoch ergeben sich auch hierbei Vorsprünge auf der Außenseite der
Rohre welche den Widerstand beim Eintreiben in das Erdreich und damit die mechanische
Belastung gerade im Verbindungsbereich der Rohre erhöhen. Diese bekannten Ausführungsformen
von Schutzrohren sind somit teilweise festigkeitsmäßig den beim axialen Eintreiben
in das Erdreich auftretenden mechanischen Belastungen nicht gewachsen oder erschweren
aufgrund ihrer Gestaltung eine derartige Arbeitsweise.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Schutzrohr der eingangs genannten
Gattung zu konzipieren, welches bei ausreichender Dichtigkeit gegenüber dem Eindringen
von Erdreich oder Wasser einen optimalen Schutz für die jeweilige Leitung bewirkt
und insbesondere für ein Verlegen durch Eintreibung in Längsrichtung in das Erdreich
geeignet ist.
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Gelöst wird diese Aufgabe vor allem durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils
des Anspruchs 1. Die zueinander komplementären Aussparungen und Restwandungen der
Enden eines Schutzrohres bringen den Vorteil mit sich, daß die Enden zweier Schutzrohre
um ein Maß, welches der axialen Länge dieser Aussparungen entspricht, ineinander
gesteckt werden können, so daß eine Verbindung zwischen den beiden Schutzrohren
geschaffen wird, ohne daß an der Geometrie des Wandungsverlaufs und zwar weder bezüglich
deren Innen- noch deren Außenfläche, im Bereich der Verbindung der Schutzrohre etwas
wesentliches geändert wird. Es bleibt somit im Verbindungsbereich die volle Wandstärke
der
übrigen Schutzrohre erhalten. Hierbei werden die miteinander
in Kontakt stehenden Flächen zweckmäßigerweise mit einem Dichtungsmittel bzw. einem
Klebstoff bestrichen.
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Aufgrund des im Verbindungsbereich der Schutzrohre somit ungeänderten
Wandverlaufs ergeben sich beim Eintreiben dieser Rohre in das Erdreich keinerlei
formbedingte Behinderungen, da nicht nur die Innen- sondern auch die Außenfläche
der Schutzrohre insbesondere im Verbindungsbereich glatt gestaltet sein kann. Schließlich
gewährleistet das Ineinanderstecken der Endbereiche der Schutzrohre niit nur die
nötige Festigkeit des Verbundes beim Eintreiben in das Erdreich, sondern auch die
erforderliche Dichtigkeit.
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Die Merkmale des Anspruchs 2 stellen eine besonders einfach ausgestaltete
und zu handhabende Anordnung der Aussparungen dar, welche sich außerdem durch größte
Übersichtlichkeit auszeichnet. Einfach gestaltet sich auch die Herstellung dieser
Aussparungen.
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Durch eine Längsteilung in zwei Halbschalen unterteilte Schutzrohre
gemäß dem Anspruch 3 kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn es um die Reparatur
schadhafter Leitungen geht bzw. dann, wenn es um die nachträgliche Ausrüstung einer
verlegten Leitung mit derartigen Schutzrohren geht. Von Vorteil ist hierbei, daß
trotz der Ausgestaltung der Enden der Schutzrohre mit zueinander komplementären
Aussparungen und Restwandungen eine Montage der Schutzrohre, insbesondere deren
Verbindungsbereiches ohne Verschiebearbeiten in deren Längsrichtung durchgeführt
werden kann und aufgrund der speziellen Ausgestaltung des Endbereichs der Schutzrohre
im Zusammenwirken mit den an sich bekannten Verbindungsleisten eine zuverlässige
Abdichtung erzielt werden kann. Hierbei wirkt insbesondere der Umstand mit, daß
durch die erwähnten Verbindungsleisten eine stabile seitliche Führung der
Halbschalen
und durch die besondere Ausgestaltung des Endbereichs des Schutzrohres auch eine
solide axiale Führung bzw. Fixierung der Halbschalen stattfindet. Die Endbereiche
auch dieser erfindungsgemäßen, durch eine Längsteilung charakterisierten Schutzrohre
sind bezüglich der Anordnung und Dimensionierung der Aussparungen bzw. Restwandungen
ebenfalls zueinander komplementär ausgebildet, so daß sich eine beliebige Anzahl
derartiger Schutzrohre zu einer Schutzleitung zusammensetzen läßt. Erfindungswesentlich
ist somit lediglich die Kombination der besonderen Ausbildung der Endbereiche der
Schutzrohre bzw. der Halbschalen mit den sich entlang beider Halbschalen erstreckenden
Verbindungsleisten, deren H-förmiges Profil im Verbindungsbereich der Halbschalen
bzw. zweier durch derartige Halbschalen gebildeter Schutzrohre beide miteinander
im Eingriff stehende Restwandungen umfaßt. Eine zuverlässige dichte Verbindung ist
bei den bisher bekannten Halbschalen, die durch Längsteilung von im übrigen völlig
glatten Schutzrohren gebildet werden, die durch H-Profile seitlich zusammengehalten
werden, mit größten Schwierigkeiten verbunden, da aufgrund der H-Profile bei Verwendung
einer den Verbindungsbereich umgebenden Muffe kein dichtes Umschließen möglich ist.
Eine zuverlässige Abdichtung läßt sich bei den bekannten Halbschalen auch nicht
dadurch erreichen, daß die Halbschalen im Verbindungsbereich versetzt angeordnet
sind, da an den aneinander stoßenden Stirnseiten jeweils zweier Halbschalen keine
Überdeckung gegeben ist.
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Diese praktischen Nachteile der bekannten Halbschalen werden bei den
erfindungsgemäßen Halbschalen vermieden.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden,
in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen: Fig.
1 einen Längsschnitt durch die Endbereiche zweier einander gegenüberstehender erfindungsgemäßer
Schutzrohre; Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Endbereiche zweier, durch
eine Längsteilung in Halbschalen unterteilter erfindungsgemäßer Schutzrohre.
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Mit 1 und 2 sind in Fig. 1 zwei Schutzrohre bezeichnet, deren einander
komplementäre Enden zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Rohrverbindung derart
ausgestaltet sind, daß sowohl die Innen- als auch die Außenfläche der Rohrverbindung
im wesentlichen glatt ist und keine Stöße aufweist.
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Zu diesem Zweck ist das der Herstellung einer Rohrverbindung dienende
Ende des Schutzrohres 1 außenseitig mit einer zylindrischen Aussparung 3 bzw. Eindrehung
versehen, während auf der Innenseite des Schutzrohres 2 anebezüglich ihrer axialen
Länge entsprechende Aussparung 4 eingeformt ist. Die Dicke der beiden Restwandungen
5,6 im Bereich der Aussparungen 3,4 der Schutzrohre ergänzen sich jeweils zur Dicke
einer vollen Wandung der Schutzrohre.
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Durch ein Ineinanderstecken der Enden der Schutzrohre 1,2 wird auf
diese Weise eine Rohrverbindung erzielt, die innen und außen glatt ist. Eine derartige
Rohrverbindung findet hauptsächlich Anwendung beim Verlegen von in Längsrichtung
in das Erdreich eingetriebenen Rohren für Leitungen aller Art, z.B. Stark- oder
Schwachstromleitungen, wobei die miteinander in Kontakt stehenden Bereiche der Enden
der Schutzrohre 1,2 mit einem Klebstoff bzw.
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einer Dichtmasse überzogen werden und nacheinander in Längsrichtung
in das Erdreich eingepreßt werden. Hierbei werden die auftretenden Längskräfte durch
die aneinander gepreßten Ringschultern 7, 7' oder 8, 8', jedoch ebenfalls durch
die Mantelflächen der Restwandungen übertragen. Von besonderem Vorteil ist hierbei,
daß das Eintreiben der Rohre durch keinerlei äußere von der Rohroberfläche abstehende
Vorsprünge im Bereich der Rohrverbindungen behindert wird. Ebenso unbehindert kann
auch eine Kabeleinführung vorgenommen werden. Weiterhin ist von Vorteil, daß bei
den aus Hart-PVC (Polyvinylchlorid), Pdyäthylen oder Kunststoffen ähnlicher Festigkeit
bestehenden
Rohre auch im Bereich der Rohrverbindungen keinerlei
Wandstärkenschwächung eintritt, so daß auch die notwendige Festigkeit der verlegten
Rohrleitung gegeben ist.
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Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer durch zueinander
komplementäre Ausbildung der Enden gekennzeichnete Rohrverbindung, deren hauptsächliches
Anwendungsgebiet die nachträgliche Ausrüstung von Leitungen mit Schutzrohren bzw.
als Reparaturrohrelemente bei defekten Schutzrohren ist. Üblicherweise werden zu
diesem Zweck Halbschalen eingesetzt, die erfindungsgemäß im folgenden Sinne ausgestatet
worden sind.
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Man erkennt in Fig. 2 zwei Paare von Halbschalen 9, 9' und 10, 10',
deren einander gegenüberstehende Enden außen seitig bzw. innenseitig mit Aussparungen
11 und 12 versehen sind. Auch hier ist die Dicke der jeweiligen verbleibenden Restwandungen
somit derart bemessen, daß diese sich zur vollständigen Dicke der Wandung einer
Halbschale ergänzen.
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Mit 14, 15, 16,und 17 sind Verbindungsleisten, sogenannte H-Profile
bezeichnet, die ebenso wie die Halbschalen 9, 9' und 10, 10' aus einem den Schutzrohren
1,2 entsprechenden Kunststoff bestehen. Diese an sich bekannten Verbindungsleisten
14 bis 17 sind derart dimensioniert, daß sie in ihren Längsrillen jeweils die Dicke
einer Wandung einer Halbschale bzw. die beiden Restwandungen 13 der Halbschalen
9, 9' und 10, 10' umfassen. Der Zweck dieser Verbindungsleisten besteht beim Zusammenbau
der Halbschalen, die sich in geometrischer Hinsicht jeweils zu einem vollständigen
Schutzrohr ergänzen, darin, den aufeinander liegenden jeweiligen Hälften eine seitliche
Führung und zugleich entlang deren Grenzflächen eine Abdichtung zu verleihen. Ein
Klebstoff bzw. eine Dichtungsmasse wird beim Zusammenbau der Halbschalen 8, 8' und
9,
9' im Bereich sämtlicher miteinander in Kontakt stehender Flächen, so der Restwandungen
13 und der Verbindungsleisten 14 bis 17 eingesetzt. Man erkennt, daß im zusammengebauten
Zustand der vier Halbschalen 9 bis 10' sowohl die Außenfläche als auch die Innenfläche
dieser Rohrverbindung im wesentlichen glatt ist, d.h. keine Vorsprünge aufweist.
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Der Zusammenbau der vier Halbschalen im Verbindungsbereich, beispielsweise
um ein im Erdreich verlegtes Kabel mit einem Schutzrohr zu versehen verläuft nach
alledem folgendermaßen: Es wird zunächst die Halbschale 10' unter das Kabel geschoben,
wobei anschließend die Halbschale 9' zweckmäßigerweise derart eingesetzt wird, daß
bei achsparalleler Ausrichtung der beiden Halbschalen 9' und 10' die Kante 18 der
Halbschale 9' an der Kante 19 der Halbschale 10' angelegt wird und anschließend
durch bloße Drehung der Halbschale 9' um deren Längsachse die zueinander komplementären
Aussparungen 11 und 12 bzw. die verbleibenden Restwandungen dieser beiden Halbschalen
miteinander in Eingriff gebracht werden. Letztere Vorgehensweise hat insbesondere
den Vorteil, daß das Einsetzen der beiden Halbschalen unter einem verlegten Kabel
mit keinerlei Verschiebungen in Längsrichtung verbunden ist. Die Restwandungen 13
der Halbschalen 9' und 10' stehen somit fest im Eingriff, Im Prinzip die gleiche
Verfahrensweise kann beim Aufsetzen der oberen Halbschalen 9 und 10 vorgenommen
werden, wobei diese Halbschalen vor ihrem endgültigen Eim etzen zusammengesetzt
werden und anschließend auf die bereits verlegten Halbschalen 9' und 10' aufgesetzt
werden. Der Anschluß weiterer Halbschalen an denen der gezeigten Rohrverbindung
abgekehrten Enden kann in ähnli-
cher Weise erfolgen - wobei naturgemäß
auch ein Anschluß von Schutzrohren 1, 2 gemäß Fig. 1 möglich ist. Ein Vorteil auch
der Rohrverbindung gemäß Fig. 2 besteht darin, daß im Verbindungsbereich keinerlei
Wandstärkenschwächung eintritt, wobei ferner die Position der einzelnen Halbschalen
9, 9' und 10, 10' relativ zueinander in axialer Richtung durch die Ringschultern
20, 21 sowie die mit einer lebe- bzw. Dichtmasse überzogenen, in Kontakt stehenden
Flächen der Restwandungen 13 und in seitlicher Richtung durch die Verbindungsleisten
14 bis 17 gewährleistet ist.
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