DE3407819C1 - Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien - Google Patents

Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien

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DE3407819C1 DE19843407819 DE3407819A DE3407819C1 DE 3407819 C1 DE3407819 C1 DE 3407819C1 DE 19843407819 DE19843407819 DE 19843407819 DE 3407819 A DE3407819 A DE 3407819A DE 3407819 C1 DE3407819 C1 DE 3407819C1
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Ralf 1000 Berlin Dittmann
Theodor Prof.Dr.Dr.Ing. Gast
Manfred Dipl.-Ing. 2000 Hamburg Kühne
Karl Dipl.-Ing. Nolte
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    • G01N22/04Investigating moisture content
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
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Description

  • In einer Probe, beispielsweise in geschnittenen Tabakmaterialien, herrschen jedoch andere Ausbreitungsbedingungen vor als im leeren Hohlleiter, wobei sich insbesondere die Lichtgeschwindigkeit und damit die Wellenlänge der Mikrowellen ändert. Im Medium »Ta- bak« verkürzt sich also die Wellenlänge der Mikrowellen, so daß sich eine Phasenverschiebung ergibt, die, ähnlich wie die durch die Probe hervorgerufene Dämpfung der Mikrowellen, sowohl von der Tabakmenge als auch von der Wassermenge der Probe, also ihrer Feuchtigkeit, abhängt. Dabei folgt die Abhängigkeit der Phasenverschiebung von Tabak- bzw. Wassermenge einer anderen Beziehung als die Abhängigkeit der Dämpfung von diesen Größen, so daß der Zusammenhang zwischen Feuchtigkeit einerseits und Phasenverschiebung bzw. Dämpfung der Mikrowellen andererseits durch eine empirisch ermittelte, komplexe, mathematische Funktion ausgedrückt wird.
  • Bei der Meßvorrichtung nach der DE-OS 31 50 202 erfolgt die Messung der Dämpfung in der üblichen Weise, während für die Messung der Phasenverschiebung zwei Varianten vorgeschlagen werden, nämlich einmal eine räumliche Verschiebung des Detektors in Strahlrichtung und zum anderen die Verwendung von zwei getrennten Detektoren, die in einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet sind.
  • Diese beiden Varianten führen jedoch zu konstruktiven Problemen, da eine mechansiche Verschiebung des Detektors einen großen apparativen Aufwand erfordert, und zum anderen die geometrischen Eigenschaften der Mikrowellen-Meßstrecke ändert, sich also bereits durch diese Verschiebung eine Beeinflussung des Meßwertes ergibt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen kompensiert werden muß. Die Verwendung von zwei räumlich getrennten Meßstellen führt ebenfalls zu einer Beeinflussung der Messung durch die entsprechende Geometrie, so daß auch hier Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen. Außerdem erfordert die Auswertung von zwei getrennten Meßsignalen einen hohen Elektronik-Aufwand.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien der angegebenen Gattung zu schaffen, die mittels eines einzigen, stationären Detektors die dichteunabhängige Feuchtigkeit sehr exakt ermitteln kann.
  • Dies wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnennen Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale erreicht.
  • Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt.
  • Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere darauf, daß die Phasenverschiebung der Mikrowellen unter dem Einfluß der Probe mittels einer »elektronischen Verschiebung« ermittelt wird, nämlich aus einer Frequenzverschiebung der erzeugten Mikrowellen, bei der die Amplitude der Mikrowelle und damit ihre Dämpfung bestimmte Werte, im allgemeinen die beiden Extrema der Amplituden, einnehmen. Es ist also keine Verschiebung des Detektors bzw. die Verwendung von zwei Detektoren mehr erforderlich, um die Phasenverschiebung zu ermitteln, so daß in der üblichen Weise aus der Phasenverschiebung und der Dämpfung der Mikrowellen die dichteunabhängige Feuchtigkeit der Rauchmaterialien bestimmt werden kann.
  • Ein besonders einfacher Aufbau ergibt sich durch Verwendung eines Brückenmeßprinzips, d. h., die von dem Mikrowellen-Sender gelieferten Mikrowellen werden über zwei getrennte Strecken geführt, nämlich über eine Bezugsstrecke und über eine Meßstrecke mit der Probe, deren Feuchtigkeit bestimmt werden soll. Dadurch wird ein einfacher Abgleich zur Kompensation etwaiger Unterschiede zwischen den beiden Meßstrekken, selbstverständlich ohne Probe gemessen, möglich.
  • Dieser Abgleich kann mittels eines veränderlichen Dämpfungsgliedes erfolgen, das sich in der Bezugsstrekke befindet.
  • Die Meßstrecke sollte sehr viel länger als die Bezugsstrecke sein, wobei gute Ergebnisse erhalten werden, wenn die Meßstrecke mindestens doppelt so lang wie die Bezugsstrecke ist. Dabei sollte darauf geachtet werden, daß die Länge der Meßstrecke nicht ein ganzzahliges Vielfaches der Länge der Bezugsstrecke ist, da sich sonst eine ungünstige Beeinflussung bzw. Auswertung der beiden Mikrowellen ergeben würden.
  • Als Mikrowellen-Leiter stehen Koaxial-Kabel oder Hohlleiter zur Verfügung, in denen auch die Tabakprobe angeordnet werden kann. Als Alternative hierzu ist es auch möglich, die Tabakprobe über einen Streifenleiter zu transportieren, wie es im Prinzip bereits aus der DE-OS 31 50 202 bekannt ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein Blockdiagramm der wesentlichen Teile einer Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien, Fig.2 ein Flußdiagramm des Ablaufs beim Aufsuchen der Extrem-Werte der Amplituden der Mikrowellen, und F i g. 3 die einzelnen Schritte bei der Bestimmung des Minimums der Mikrowellen.
  • Die in F i g. 1 dargestellte, allgemein durch das Bezugszeichen 10 angedeutete Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien weist einen Mikrowellen-Sender 12 mit einer Amplitudenstabilisierungsstufe 14 auf. Die von dem Mikrowellen-Sender 12 erzeugten Mikrowellen werden einem Richtkoppler 18 zugeführt, der als Verzweigung dient; dieser Richtkoppler 18 gibt den weitaus größten Teil der Mikrowellen zu einer Koaxial-Leitung 22 weiter, die zu dem eigentlichen, noch zu erläuternden Meßaufbau führt, und zweigt gleichzeitig einen geringen Teil dieser Mikrowellen ab, der über eine Koaxial-Leitung 20 an die Amplitudenstabilisierungsstufe 14 des Mikrowellen-Senders 12 angelegt wird. Durch entsprechende Einspeisung dieses abgezweigten Teils der Mikrowellenenergie kann die Amplitude der Mikrowellen präzise auf einem vorgegebenen Wert gehalten werden.
  • Der Mikrowellen-Sender 12 enthält auch eine nicht näher dargestellte Elektronik, die insbesondere eine Frequenzverschiebung der Mikrowellen über einen definierten Frequenzbereich ermöglicht.
  • Die Koaxialleitung 22 ist an einen Strahlteiler 24 angeschlossen, der einerseits über eine Koaxial-Leitung 26 die Bezugsstrecke und andererseits über eine Koaxial-Leitung 36 die eigentliche Meßstrecke speist.
  • Die Bezugsstrecke enthält im Anschluß an den Koaxial-Leiter 26 ein Übergangsstück 28 für den Übergang von dem Koaxial-Leiter zu einem rechteckigen Hohlleiter, ein variables Dämpfungsglied 30 und einen Rechteckhohlleiter-Flansch 32, der zur eigentlichen Meßstelle führt.
  • Die Meßstrecke enthält ein Übergangsstück 38 für den Übergang von dem Koaxial-Leiter 36 zu einem rechteckigen Hohlleiter, ein Übergangsstück 40 für den Übergang von dem rechteckigen Hohlleiter zu einem runden Hohlleiter, einen aufklappbaren Verschluß 42 für die Einführung eines Behälters mit der zu messenden Probe, einen Rundhohlleiter 44, in dem der Behälter mit der Probe angeordnet wird, ein Übergangsstück 46 für den Übergang von dem rechteckigen Hohlleiter 44 zu einem runden Hohlleiter, einen Rechteckhohlleiter-Flansch 48 und ein »magisches T« 50, das direkt an die Meßzelle mit dem Detektor 52 angeschlossen ist. Der Detektor 52 wird durch eine übliche Mikrowellen-Diode gebildet.
  • Der Detektorraum ist außerdem an eine Stichleitung 34 angeschlossen, die als reflexionsarmer Abschluß dient und für die Anpassung an die geometrischen und konstruktiven Eigenschaften des Systems benutzt werden kann.
  • Der Detektor 52 ist über eine Koaxial-Leitung 54 mit einem Elektronikteil 16 verbunden, der einen Verstärker für das Meßsignal, einen Analog/Digital-Wandler für die Umwandlung des analogen Meßsignals in entsprechende digitale Signale, die einer Auswerteinrichtung 58 zugeführt werden, sowie einen Digital/Analog-Wandler für die von der Auswerteinrichtung 58 kommenden, digitalen Signale enthält. Dieser Elektronikteil 16 ist über Daten- und Steuerleitungen 56 mit der Auswerteinrichtung 58 verbunden.
  • Die Auswerteinrichtung 58 kann beispielsweise durch ein Mikroprozessor-System gebildet werden.
  • Die Meßstrecke einschließlich der Koaxial-Leitung 36 ist sehr viel länger als die Bezugsstrecke, wobei die Meßstrecke mindestens doppelt so lang sein sollte. Dabei sollte darauf geachtet werden, daß die Länge der Meßstrecke kein ganzzahliges Vielfaches der Länge der Bezugsstrecke beträgt, um die Auswertung zu vereinfachen.
  • Bei Beginn des Betriebs dieser Meßeinrichtung 10 wird zunächst ein »mechanischer Abgleich« durchgeführt, d. h., ohne Probenbehälter und damit auch ohne Probe werden Bezugszweig und Meßzweig von dem Sender 12 mit Mikrowellen mit stabilisierter Amplitude beschickt. Aufgrund der unterschiedlichen Längen, aber auch der unterschiedlichen geometrischen Gegebenheiten von Bezugsstrecke und Meßstrecke ergeben sich unterschiedliche Dämpfungen auf den beiden Strecken; dieser Unterschied kann mittels des variablen Dämpfungsgliedes 30 der Bezugstrecke kompensiert werden, das die Verluste des Meßzweiges ausgleicht.
  • Dieser »mechanische Grundabgleich« wird mittels des Dämpfungsgliedes 30 in der Weise durchgeführt, daß das Dämpfungsglied 30 so lange verstellt wird, bis sich Meßstrecke und Bezugsstrecke energiemäßig gleich verhalten. Der entsprechende Einstellpunkt wird durch einen Nullabgleich im Ausgangssignal des Detektors 52 ermittelt.
  • Anschließend erfolgt ein »elektronischer Abgleich«, bei dem eine Kalibrierungsmessung mit leerem Behälter für die Probe durchgeführt wird; bei diesem elektronischen Abgleich werden die Bezugswerte für die Amplitude und die Frequenz der Mikrowellen festgelegt, wobei durch eine kontinuierliche Änderung der Frequenz der von dem Sender 12 ausgesandten Mikrowellen das Minimum und das Maximum der Mikrowellen am Detektor 52 ermittelt werden. Die jeweiligen Extrema sind um 180O zueinander phasenverschoben.
  • Die dabei gemessenen Werte für Minimum bzw. Maximum der Amplitude stellen ein Maß für den größten bzw. den kleinsten Amplitudenwert und damit für die größte bzw. kleinste Dämpfung dar, die mit diesem System ohne Probe überhaupt erreicht werden können.
  • Die entsprechenden Werte für Frequenz und Amplituden werden über den Elektronikteil 16 an die Auswerteinrichtung 58 angelegt und gespeichert.
  • Anschließend wird der Verschluß 42 aufgeklappt, so daß der Behälter mit der eingefüllten Probe in den runden Hohlleiter 44 eingesetzt werden kann.
  • Während durch die Probe, also beispielsweise Schnitttabak, die Bezugsstrecke nicht beeinflußt wird, d. h., sich Amplitude und Phase der Mikrowellen, die von der Bezugsstrecke kommen, am Detektor 52 nicht ändern, ergibt sich eine von der Tabakmenge und seiner Feuchte abhängende Beeinflussung der Amplitude und der Phase der Mikrowellen auf der Meßstrecke. Diese Phasenänderung wird wiederum durch die geänderte Wellenlänge der Mikrowellen beim Durchlaufen der Tabakprobe hervorgerufen, da in der Probe für die Mikrowellen andere Ausbreitungsbedingungen als in dem leeren Hohlleiter 44 herrschen. Außerdem wird den Mikrowellen beim Durchlaufen der Probe Energie entzogen, d. h., ihre Amplitude verringert sich.
  • Aufgrund der erwähnten Änderung der Wellenlänge der Mikrowellen beim Durchlaufen der Proben passen mehr Wellenzüge in die Meßstrecke; die dadurch hervorgerufene Phasenverschiebung kann durch eine Verschiebung der Frequenz der Mikrowellen, die durch eine entsprechende Verstellung des Senders 12 erreicht werden kann, wieder ausgeglichen werden. Die hierzu erforderliche Frequenzverschiebung stellt also ein Maß für die Phasenverschiebung dar, die wiederum direkt auf die Beeinflussung der Mikrowellen durch die Feuchtigkeit und den Tabak zurückgeht.
  • Zur exakten Ermittlung der Frequenzverschiebung werden zunächst die Minima der am Detektor 52 eintreffenden und interferierenden Wellen von Meßstrecke und Bezugsstrecke festgestellt, d. h., es wird die Frequenz ermittelt, bei denen die Auslöschung und Dämpfung der Mikrowellen am Detektor 52 am größten ist.
  • Zu diesem Zweck empfängt die Auswerteinrichtung 58 einerseits von dem Detektor 52 über die Leitung 54 und den Elektronikteil 16 den zeitlichen Verlauf der Amplitude der Mikrowellen und zum anderen über den Elektronikteil 16 von dem Sender 12 die zugehörige Frequenz der Mikrowellen. Die Auswerteinrichtung 58 stellt also einerseits das Minimum der Mikrowellen und zum anderen die zugehörige Frequenz fest.
  • Durch eine Veränderung der Frequenz der von dem Sender 12 ausgesandten Mikrowellen wird dann die Frequenz ermittelt, bei denen sich die Mikrowellen am Detektor 52 am stärksten überlagern, d. h., bei dem das Ausgangssignal des Detektors 52 maximal wird. Auch dieses Maximum und die zugehörige Frequenz des Senders 12 wird von der Auswerteinrichtung 58 festgestellt und gespeichert.
  • Und schließlich ermittelt die Auswerteinrichtung 58 aus diesen Meßwerten für Minimum und Maximum der Amplitude der Mikrowellen einerseits und den gespeicherten Meßwerten für Minimum und Maximum der Amplitude der Mikrowellen beim »elektronischen Abgleich« andererseits die Dämpfung.
  • Dieses Meßverfahren hat den Vorteil, daß eine Beeinflussung des Meßergebnisses durch die Dämpfung des Meßaufbaus weitgehend ausgeschaltet wird, da die entsprechenden Effekte bei beiden Messungen auftreten, nämlich sowohl beim elektronischen Abgleich als auch bei der eigentlichen Messung.
  • Wie oben erläutert wurde, hängt die Frequenzverschiebung, bei denen die Maxima und Minima der Amplitude und der Mikrowellen auftreten, von der Phasenverschiebung der Mikrowellen am Detektor 52 ab, so daß aus der ermittelten Frequenzdifferenz die Phasenverschiebung bestimmt werden kann.
  • Aus dieser Phasenverschiebung und der Dämpfung der Mikrowellen durch die Probe wird dann schließlich in üblicher Weise die dichteunabhängige Feuchtigkeit ermittelt.
  • Den oben beschriebenen Ablauf für das Aufsuchen der Extrem-Werte der Amplitude der Mikrowellen stellt F i g. 2 dar, die eine Kombination aus einem Flußdiagramm und einem Blockdiagramm zeigt. Es läßt sich erkennen, daß die analogen Ausgangssignale des Detektors 52 über den Digital/Analog-Wandler in dem Elektronikteil 16 der Auswerteinrichtung 58 zugeführt werden, die das Minimum und das Maximum der von dem Detektor 52 erfaßten Amplituden der Mikrowellen ermittelt. Während der Suchbereichsbestimmung wird über den Digital/Analog-Wandler von der Auswerteinrichtung 58 ein entsprechendes Signal an den Sender 12 angelegt, um die Frequenz der Mikrowellen so zu verstellen, daß der angestrebte Extrem-Wert der Amplitude erreicht wird.
  • Der Verfahrensablauf bei der Feststellung des Minimums ist schließlich aus F i g. 3 ersichtlich. Es läßt sich erkennen, daß jeder Frequenz der vom Sender 12 erzeugten Mikrowellen ein Amplitudenwert zugeordnet ist, wodurch sich schließlich die Frequenzänderung bestimmen läßt, bei der die Dämpfung der Mikrowellen am Detektor 52 minimal bzw. maximal ist.
  • Als Alternative zu dem bisher beschriebenen Ablauf, bei dem das Minimum und das Maximum der Amplitude der Mikrowellen bestimmt werden, ist es auch möglich, genau definierte Punkte eines Wellenzuges abzutasten und den entsprechenden Frequenzwerten zuzuordnen, wodurch ebenfalls die Ermittlung der Phasenverschiebung erreicht werden kann. Diese Variante ermöglicht eine kontinuierliche Bestimmung der Feuchtigkeit.
  • Abschließend wird noch darauf hingewiesen, daß sich Meß- und Bezugsstrecke in Bezug auf Frequenz und Amplitude der Mikrowellen zeitinvariant verhalten müssen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Meßfehlern.
  • Außerdem muß für eine gute Temperaturstabilität, insbesondere der Meßstrecke, gesorgt werden, da eine Frequenzdrift unter dem Einfluß von Temperaturschwankungen nicht vom eigentlichen Meßergebnis getrennt werden kann, also die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse nicht mehr gewährleistet ist.
  • Aus diesem Grund sollten sowohl der Sender 12 als auch die Meßstrecke, soweit sie das Meßergebnis beeinflussen, auf einer konstanten Temperatur gehalten werden.
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Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien a) mit einem Mikrowellen-Sender, b) mit einem Mikrowellen-Leiter für die ausgesandten Wellen, deren elektromagnetisches Feld durch die Rauchmaterialien beeinflußbar ist, c) mit einem Detektor für die Amplitude der durch die Rauchmaterialien beeinflußten Mikrowellen, und d) mit einer Auswerteinrichtung zur Ermittlung des Feuchtigkeitsgehaltes der Rauchmaterialien aus der durch die Rauchmaterialien hervorgerufenen Phasen- und Amplituden-Änderung der Mikrowellen, dadurch gekennzeichnet, daß e) der Mikrowellen-Sender (12) mittels einer Elektronik eine Frequenzverschiebung der Mikrowellen über einen definierten Frequenzbereich ermöglicht, und daß f) die Auswerteinrichtung (58) die aufgrund der Beeinflussung durch die Rauchmaterialien erzeugte Phasenverschiebung der Mikrowellen aus der Frequenzverschiebung der Mikrowellen ermittelt und die Frequenz feststellt, bei der die von dem Detektor (52) gemessene Amplitude der Mikrowellen einen vorgegebenen Wert aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß g) die Auswerteinrichtung (58) die Phasenverschiebung der Mikrowellen aus der Frequenzverschiebung ermittelt und die Frequenz feststellt, bei der die Amplitude der Mikrowellen ihr Maximum oder ihr Minimum erreicht,
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß h) der Mikrowellen-Sender (12) über eine Bezugsstrecke (26, 28, 32) mit einem einstellbaren Dämpfungsglied (30) sowie über die die Rauchmaterialien enthaltende Meßstrecke (36,38,40, 42,44,46,48,50) mit dem Detektor (52) verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstrecke (26, 28, 30, 32) länger als die Bezugsstrecke (36,38,40,42,44,46, 48,50) ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstrecke (26,28,30,32) mehr als doppelt so lang wie die Bezugsstrecke (36,38,40,42, 44,46,48,50) ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Sender (12) gelieferten Mikrowellen mittels eines Strahlteilers (24) zu gleichen Teilen auf Bezugsstrecke (36,38, 40,42,44,46,48,50) und Meßstrecke (26,28,30,32) aufteilbar sind.
    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
    Hierbei sollen unter dem Begriff »Rauchmaterialien« alle Materialien verstanden werden, die bei der Herstellung von rauchbaren Artikeln auftreten, also geschnittene Tabakmaterialien, Tabakersatzstoffe, aber auch fertige rauchbare Artikel sowie Filterstäbe. Besonders geeignet ist diese Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von geschnittenen Tabakmaterialien in der Tabakvorbereitung.
    In der Tabakvorbereitung wird die Feuchtigkeit der geschnittenen Rauchmaterialien durch Infrarot-Meßgeräte überwacht, die jedoch in regelmäßigen Zeitabständen geeicht und auf die gerade vorhandene Tabakmischung eingestellt werden müssen. Eine solche Eichung erfolgt beispielsweise mittels eines üblichen Trocknungsverfahrens zur Bestimmung der Feuchtigkeit einer Tabakprobe. Diese Trocknung dauert jedoch mehr als 3 Stunden, so daß die Eichung des Infrarot-Meßgerätes, beispielsweise bei einer Umstellung der Tabakmischung, erst nach diesem Zeitraum möglich wird. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn ein häufiger Wechsel der Tabakmischung vorgenommen werden muß.
    Ähnliche Probleme treten auch bei der Messung der Feuchtigkeit eines Strangs von Tabakfasern oder eines Strangs von Filterstäben auf.
    Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, das bisher übliche Trocknungsverfahren zur Bestimmung der Feuchtigkeit durch ein Mikrowellen-Meßverfahren zu ersetzen, das in sehr viel kürzerer Zeit brauchbare Meßergebnisse liefert. So geht aus der EP-AI 00 40 805 eine Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von geschnittenen Tabakmaterialien hervor, bei der die Probe, deren Feuchtigkeit ermittelt werden soll, im »Nebenschluß«, nämlich in einem Stichkanal zur eigentlichen Übertragungsstrecke für die Mikrowellen angeordnet ist. Diese Übertragungsstrecke enthält den Mikrowellen-Sender, dessen Frequenz zur Anpassung an die geometrischen Gegebenheiten verstellt werden kann, ein variables Dämpfungsglied, einen Leistungsmesser als Detektor für die Amplitude der ausgesandten Mikrowellen, den Stichkanal mit der Probe, der einen Nebenschluß zu der eigentlichen Übertragungsstrecke bildet, ein weiteres, variables Dämpfungsglied und einen weiteren Leistungsmesser für die Amplitude der Mikrowellen, die durch die Probe beeinflußt worden sind. Die Feuchtigkeit der Probe wird also aus der Dämpfung der Amplitude der Mikrowellen ermittelt. Problematisch ist hierbei, daß sich eine starke Beeinflussung der Übertragungsstrecke durch den geometrischen Aufbau des Stichkanals mit der Probe ergibt, so daß reproduzierbare Ergebnisse nur bei sehr sorgfältiger Justierung möglich sind. Außerdem ist das Ergebnis einer reinen Dämpfungsmessung immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet und hängt von der Dichte des Tabaks ab.
    Deshalb geht aus der DE-OS 31 50 202 eine Vorrichtung zur Messung der Feuchtigkeit von Rauchmaterialien der angegebenen Gattung hervor, bei der nicht nur die Amplitude, sondern auch die Phasenverschiebung der Mikrowellen erfaßt wird. Diese Phasenverschiebung hat folgende Ursache: Bei der Fortpflanzung der Mikrowellen durch die Meßstrecke ohne Probe haben sie eine genau definierte Geschwindigkeit, nämlich Lichtgeschwindigkeit, wenn man beispielsweise von der Ausbreitung der Mikrowellen in einem leeren Hohlleiter ausgeht.
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