DE3408524C2 - Vereinzelungsvorrichtung für Münzen - Google Patents
Vereinzelungsvorrichtung für MünzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vereinzelungsvorrichtung für Münzen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Die Vereinzelungsvorrichtung dient dazu, bei Doppelmünzen, d. h. bei zweifach oder dreifach übereinanderliegenden
dünnen Münzen, die obere Münze von der unteren Münze abzuschieben. Derartige Doppelmünzen
können aber den Münzabstreiferarm passieren, wenn deren Gesamtdicke kleiner ist als die Dicke der
dicksten Münze. Die Vereinzelungsvorrichtung muß somit gewährleisten, daß eine Vereinzelung von Doppelrrünzen
mit Sicherheit erfolgt.
Bei einer aus der DL OS 24 20 458 vorbekannten Münzenvereinzelungsvorrichtung der gattungsgemäßen
Art erfolgt an der Anlaufkante zwar ein Trennen der Doppelmünze, indem die obere Münze mittels des
zweiten Förderbandes von der unteren Münze abgezogen wird, die dann entlang der Anlaufkante unter Wirkung
des ersten Förderbandes der Führungsbahn zugeführt wird. Die an der Anlaufkante von der unteren
Münze abgeschobene obere Münze fällt dann jedoch in einen Ausfallschacht und somit aus der Menge der gerade
sortiert bzw. gezählt werdenden Münzen aus. Sämtliche, durch die Ausfallöffnung ausgesonderten Münzen
müssen dann zur Sortierung und Zahlung erneut auf den Münzteller gegeben werden. Dies bedeutet, daß ständig
durch die Ausfallöffnung aussortierte obere Münzen von Doppelmünzen wieder auf den Münzteller zurückgeführt
werden müssen. Hieraus resultieren relativ lange Scnierzeiten.
Bei der gattungsfremden Münzen-Übergabevorrichtung gemäß DE-OS 32 44 292 ist der Münzteller konstruktiv
derart verändert, daß dieser einen 'nnenteller
ίο und einen Außenteller mit dazwischen liegender kreisringförmiger
Begrenzungswand aufweist. Diese besitzt eine Höhe, die geringfügig kleiner ist als die Dicke der
zu vereinzelnden Münzen. Auf dem Innenteller befindliche Doppeimünzen werden durch die Zentrifugalkraft
=> des Münztellers nach außen auf den Außenteller geschleudert.
Vom Innenteller werden die vereinzelten Münzen mittels einer aufwendigen, brückenartigen
Münzenüberführung abgefördert, wobei die Münzenüberführung
den Außenteller überbrückt. Hinter der Münzenüberführung werden die Münzen vom Außenteller
mittels eines Führungskörpers wieder auf den Innenteller zurückgeführt. Neben der konstruktiv aufwendigen
Änderung des Münztellers ist dieser auch in seiner Kapazität eingeschränkt, da bei einer Überfüllung des
Außentefiers keine Doppelmünzen mehr vom Innenteller nach außen geschleudert werden können. Ferner ist
die brückenartige Münzenüberführung aufwendig, zumal hierzu der Innenteller kontruktiv aufwendig ausgeführt
sein muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vereinzelungsvorrichtung
für Münzen der gattungsgemäßen Art zur Vereinzelung von Doppelmünzen mittels der Anlaufkante derart auszubilden, daß vereinzelte
obere Münzen von Doppelmünzen ohne Veränderung des Münztellers wieder auf den Münzteller gelangen.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1. Danach ist
die Anlaufkante als sich unmittelbar oberhalb des + Münztellers im wesentlichen radial über diesen erstreckender
dünner Leitfinger ausgebildet, wobei das über diesem verlaufende zweite Förderband tangential
zum Münzteller gerichtet ist. Mittels des Leitfingers unmittelbar auf dem Drehteller vereinzelte obere Münzen
von Doppeimünzen gelangen über den Leitfinger hinweg unter Wirkung des zweiten Förderbandes wieder
auf den Drehteller, so daß eine erneute manuelle oder mechanische Zuführung der vereinzelten Münzen zum
Drehtellei nicht mehr erforderlich ist. Der Leitfinger dient gleichzeitig als Führungskante für die unmittelbar
so auf dem Drehteller aufliegenden Münzen, welche an Leitfinger entlang der Leitschiene zugeführt werden, als
deren Verlängerung der Leitfinger ausgebildet werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung
werden die Sortierzeiten für die Münzen verkürzt.
Im Gegensatz zu den aus DE-OS 29 12 016 und DE-OS 33 30 441 bekannten gattungsfremden Münzenvereinzelungsvorrichtungen,
bei weichen in einem Abstand vom und oberhalb des Münztellers ein weiterer Münzabstreiferarm
angeordnet ist, der jeweils die oberen Münzen festhält und erst hinter der unteren Münze einer
Doppelmünze passieren läßt, leitet der unmittelbar oberhalb des Münztellers angeordnete schmale und
dünne Leitfinger jeweils die untere Münze ab und führt diese dem Einlauf in die Führungsbahn zu, wohingegen
die obere Münze einer Doppelmünze mittels des oberhalb des Leitfingers geführten zweiten Förderbandes in
Bewegungsrichtung des Münztellers auf diesem weiter-
gefördert wird.
Somit ist eine absolute Sicherheit gegen das Auftreten von Doppelmünzen im Einlauf der Führungsbahn
gegeben. Die Vf>rejnze|ung der Doppelmünzen erfolgt
auch unmittelbar auf dem Münzteller, so daß im Gegensatz zur bekannten Aussonderung der Doppelmünzen
nach dem Verlassen des Münztellers ein wesentlicher Vorteil darin besteht, daß die Münzen nicht manuell
oder durch durch besondere mechanische Vorrichtungen aus einer Ausfallöffnung erneut dem Münzteller
zugeführt werden müssen.
Die Dicke des Leitfingers ist kleiner als die Dicke der
dünnsten Münze und beträgt insbesondere etwa 1 mm. Der Leitfinger ist dabei aus hochfestem, verschieißarmem
Stahlblech ausgebildet. Der Leitfinger ist in bevorzugter Weise unter einem spitzen Winkel gegen den
Radius des Münztellers in Richtung auf den Einlauf gerichtet und als abgewinkelte Verlängerung der Leitschiene
der Führungsbahn ausgebildet. Hierdurch wird eine günstige Ableitung der Münzen vom Münzteller
mittels des Leitfingers ermöglicht, wodurch die Münzen
gleichzeitig an die Leitschiene der Führungsbahn herangefördert
werden.
Es ist zwar aus der DE-AS 11 99 528 bereits eine über
den Münzteller ragende Verlängerung der Leitschiene vorbekannt. Dabei ist die Führungsbahn jedoch radial
zum Münzteller gerichtet, wobei die Verlängerung der Leitschiene lediglich die Aufgabe hat. die Münzen vom
Münzteller abzuleiten und in die radial anschließende Führungsbahn zu lenken. Da mit einer solchen Vorrichtung
nur eine Münzensorte, d. h. Münzen gleicher Durchmesser und Dicken gezählt werden, wobei durch
Einstellung des Münzabstreiferarmes auf die Dicke der Münzen keine Doppelmünzen auftreten können, besteht
hierbei das Problem der Doppelmünze nicht.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf den Münzteller mit der Anordnung des Leitfingers im Einlauf der Führungsbahn,
F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie IJ-II in F i g. 2 und
Fi g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in F i g. 1.
Die Münzenvereinzelungsvorrichtung umfaßt ein Rahmengestell 1 mit einer Grundp.atte 2 als Oberseite.
Auf dieser ist ein horizontaler Münzteller 3 mit zur Zeichenebene der F i g. 1 senkrechter Achse 4 in der Ebene
der Grundplatte 2 in Richtung des Pfeiles 5 drehbar gelagert und von einem an der Grundplatte 2 festmontierten
Tellerkragen 6 umgeben, der eine Aussparung im Bereich des Einlaufs 7 in die Führungsbahn 8 umfaßt.
Entlang der Führungsbahn 8 erstreckt sich unter einem kleinen Winkel gegen die Führungskante 9 einer Leitschiene
10 für die Münzen 11 ein Transportband 12, das im Bereich des Einlaufes 7 in die Führungsbahn 8 um
eine Umlenkrolle 13 geführt ist, die an einem oberhalb der Grundplatte 2 schwenkbar angelenkten, nicht näher
dargestellten Bügel gelagert ist.
Vor dem Einlauf 7 in die Führungsbahn 8 erstreckt sich oberhalb des MünzteÜers 3 ein in der Höhe einstellbarer,
aber im Betrieb feststehend angeordneter Münzabstreiferarm 14, dessen Unterkante 15 von der Oberfläche
des Münztellers 3 in einem Abstand angeordnet ist, der etwas größer ist als die Dicke der dicksten Münze
11. Der Münzabstreiferarm 14 verläuft im wesentlichen parallel zur Führungsbahn 8. Er weist ein Führungsblech
14' zur Ausbildung eines Führungskanals auf. welches kurz vor einer Münzenleitnase 6' endet, die
mit der Führungskante 9 etwa in einer Flucht liegt.
Zwischen dem Münzabstreiferarm 14 und dem Einlauf 7 in die Führungsbahn 8 ist ein schmaler und dünner
Leitfinger 16 ausgebildet, dessen Dicke kleiner ist als die Dicke der dünnsten Münze 11. wobei die Dicke des
Leitfingers 16 vorzugsweise etwa 1 mm beträgt. Der Leitfinger 16 ist unmittelbar oberhalb des Münztellers 3
angeordnet und in Verlängerung der Leitschiene 10 der ίο Führungsbahn 8 ausgebildet. Der Leitfinger 16 ragt im
wesentlichen radial über den Münzteller 3 jedoch vorzugsweise unter einem spitzen Winkel λ gegen den Radius
des Münztellers 3. wobei der Leilfinger 16 um den Winkel .-» in Richtung auf den Einlauf 7 der Führungsbahn
8 geschwenkt ist. Der Leitfinger 16 ist fest an der Leitschiene 10 angebracht, seine Vorderkante 17 geht
unmittelbar in die Führungskante ?· für die Münzen 11
über. Das freie Ende des Leitfingers 16 ragt bis etwa unterhalb des Münzabstreiferarmes 14. Unmittelbar unterhalb
des Leitfingers 16 läuft dr- Münzteller 3 frei
unter demselben durch. Oberhalb des Leitfirsgers !6 ist
ein zweites Förderband 18 im wesentiicnen parallel zum Förderband 12 angeordnet, das oberhalb der Führungsbahn
8 umläuft. Das Förderband 18 läuft um eine Umlenkrolle 19 um. die oberhalb des Einlaufes 7 ebenfalls
an dem nicht näher dargestellten, an der Grundplatte 2 schwenkbar angelenkten Bügel gelagert ist.
Im Einlauf 7 ist ferner gegenüber dem Leitfinger 16 ein die Breite des Einlaufes 7 an den Durchmesser der
Münzen 11 anpassender Verschluß 20 angeordnet, der aus einem unter Wirkung einer Feder 21 stehenden Hebelarm
22. der um eine gehäusefeste Achse 23 schwenkbar ist, und einem an diesem über die Achse 24 gelenkig
angelenkten sichelförmigen Verschlußelement 25 ausgebildet ist.
Die Funktion der vorher beschriebenen Münzenvereinzelungsvorrichtung
wird nachfolgend näher erläutert.
Bei einer Drehung des Münztellers 3 in Richtung des Pfeiles 5 um die Achse 4 werden die Münzen 11 in
R'chtung auf den Einlauf 7 der Führungsbahn 8 geführt. Mittels des Münzabstreiferarmes 14. dessen Unterkante
15 im Abstand der dicksten Münze 11 vom Münzteller 3
eingestellt ist, werden bereits solche Doppelmünzen ausgesondert, deren Gesamtdicke größer ist als die Dikke
der dicksten Münze 11. Unter Doppelmünze werden hier doppelt oder dreifach übereinanderliegende Münzen
bezeichnet, deren Gesamtdicke kleiner ist als die Dicke der dicksten Münze. Solche Doppelmünzen laufen
nach dem Passieren des Münzabstreiferarmes 14 gegen den schmalen und dünnen Leitfinger 16. An dessen
Vorderkante 17 entlang wird die unten liegende Münze 11 einer herangeförderten Doppelmünze in den
önlaut 7 der Führungsbahn 8 gefördert, was zunächst unter Wirkung der Schleuderkraft des Münztel/ers 3
und anschließend unter Einwirkung des Uniertrums df;s
Förderbandes 12 erfolgt. Jede obere Münze 11, die auf
einer auf dem Münzteller 3 aufliegenden Münze 11 liegt,
kann nicht in de . Einlauf 7 gelangen, da die Dicke des Leitfingers 16 kleiner als die dünnste Münze ist. Die
oberen Münzen 11 werden vom Untertrum des zweiten Förderbandes 18 über den Leitfinger 16 gezogen und in
Drehrichtung ( Pfeil 5) des Münzteilers 3 diesem wieder zugeführt. Auf diese Weise erfolgt eine absolut sichere
Trennung von Do,>r>elmünzen mit einfachen, nicht verschleißenden
Bauteilen, nämlich dem frei über den Münzteller 3 ragenden Leitfinger 15. der an der Leitschiene
10 angebracht ist. und dem über den Leitfinger
16 geführten Förderband 18. dessen Untertrum unmittelbar über der Oberfläche des Leitfingers 15 ausgerichtet
ist.
Sowohl das Förderband 12 als auch das über den Leitfinger 16 laufende Förderband 18 sind am nicht dar- 5
gestellten Bügel federnd gelagert und können somit ihren Abstand von der Ebene der Führungsbahn 8 bzw.
des Münztellers 3 an die Dicke der Münzen 11 bez. einer
Doppelmünze anpassen, wobei im letzteren Fall die obere Münze von der an der Vorderkante 17 des Leit- 10
fingers 16 entlanggeführten Münze 11 abgezogen wird.
Die federnden Bewegungen der Förderbänder 12 und 18 sind in F i g. 2 mit neben den Umienkrollen 13 bzw. 19
angebrachten Doppelpfeilen dargestellt.
Der Winkel \. um den der Leitfinger 16 gegenüber 15
dem Radius des Münztellers 3 abgewinkelt ist. beträgt zwischen 20 und 30°.
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Claims (5)
1. Vereinzelungsvorrichtung für Münzen eines Münzenkoüektivs. die von sinem horizontalen
Münzteller einer an diesen anschließenden, mit einem ersten Förderband für die Münzen versehenen
horizontalen Führungsbahn zugeführt werden, mit einem oberhalb des Münztellers vor dem Einlauf in
die Führungsbahn angeordneten Münzabstreiferarm. mit einer in der Bewegungsbahn der Münzen
hinter diesem angeordneten, in Drehrichtung des
Münztellers hinter dem Einlauf in die und schräg zur Führungsbahn verlaufenden Anlauflcante und mit einem
über diese geführten zweiten Förderband zum Abschieben der oberen Münze von zwei übereinanderliegenden
Münzen an der Anlaufkante, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaufkante
als unmittelbar oberhalb des Münztellers (3) angeordneter -ind im wesentlichen radial zum Münzteller
(3) gerichteter dünner Leitfinger (16) ausgebildet ist und daß die Führungsbahn (8) mit den beiden Förderbändern
(13. 18) tangential zum Münzteller (3) angeordnet ist.
2. Vereinzelungsvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Leitfingers
(16) kleiner ist als die Dicke der dünnsten Münze (11).
3. Vereinzelur.gsvorrichtunr nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des
Leitfingers (16) etwa 1 mm beträgt.
4. Vereinzelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß der
Leitfinger (16) unter einem spitzen Winkel (λ) gegen den Radius des Münztellers v») in Richtung auf den
Einlauf (7) gerichtet ist.
5. Vereinzelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß der
Leitfinger (16) als abgewinkelte Verlängerung der Leitschiene (10) ausgebildet ist.
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