DE3408816C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steckanschluß für Wellschläuche
aus Kunststoff mit einer in das Schlauchlumen eingesetzten
Stützhülse, welche am Umfang angeordnete Rippen aufweist, und
einer nach dem Einsetzen der Stützhülse in das Schlauchlumen um
das Schlauchende angespritzten Kunststoffmuffe, deren Kunst
stoffmaterial von außen in die Schlauchwellungen eingreift.
Aus der US-PS 25 61 351 ist ein Schlauchanschluß für (metallische) Wellschläuche sowie ein Verfahren zur Her
stellung eines solchen Anschlusses
bekannt. Dabei ist in das Schlauchlumen eine
der lichten Weite des Schlauches entsprechende Stützhülse ein
gesetzt, welche
an ihrem dem Schlauchende zugeordne
ten Endbereich über die lichte Weite des Schlauches vor
stehende Rippen aufweist. Nach Verbringen der Stützhülse in ihren Endsitz
wird durch Zufahren ei
ner teilbaren Außenform zwischen dem abgestützten Schlauchende,
dem herausragenden Kopfbereich der Stützhülse und den zugeord
neten Teilen der Außenform ein umlaufender, die Form einer
Ringmuffe bildender, geschlossener Aufnahmeraum geschaffen, der
anschließend unter Beibehaltung der Wellungen des gewellten
Schlauches bis auf den Grund der Wellentäler ausgespritzt wird.
Als nachteilig bei dieser Ausführungsform ist anzusehen, daß
sich die am Umfang der Stützhülse angeordneten Rippen axial vor
dem in das Schlauchlumen eingesetzten Teil der Stützhülse be
finden, welcher glattzylindrisch ausgebildet ist und die
Schlauchwellungen nur am Scheitel der Wellentäler abstützt, so
daß eine Verschiebung der Schlauchwellungen beim Anspritzen der
außen in die Schlauchwellungen eingreifenden Kunststoffmuffe
hervorgerufen werden kann.
Hier setzt die Erfindung ein, die es
zur Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des bekannten Standes
der Technik zu vermeiden und einen Steckanschluß anzugeben, bei
dem eine einwandfreie Wellung des Wellschlauches auch im über
spritzten Bereich der Verbindungsmuffe beibehalten bleibt, so
daß die Übergangsstelle von der Verbindungsmuffe auf den Well
schlauch besonders verstärkt ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen, daß die am Umfang der
Stützhülse angeordneten Rippen der Anzahl und dem Abstand der
abgestützten Schlauchwellungen entsprechend über die Abstütz
länge der Stützhülse verteilt sind und die zugeordneten
Schlauchwellungen axial abstützend hintergreifen.
Mit dieser Ausführungsform wird eine Abstützung der Schlauch
wellungen erreicht, die ein Zusammenschieben bei der Aufbrin
gung des Spritzdrucks, mit dem die Verbindungsmuffe erzeugt
wird, verhindern. Beim Arbeiten mit dem erfindungsgemäßen
Steckanschluß wirken diese rippenartigen Erhöhungen der Stütz
hülse als Verstärkungen, insbesondere im sensiblen Bereich der
Anspritzung der Kunststoffmuffe an den Wellschlauch. Die erfin
dungsgemäße Anordnung der Rippen auf der Stützhülse stabili
siert die zugeordneten Schlauchwellungen und gibt auf diese
Weise dem Endprodukt eine besondere Festigkeit.
Es hat sich hierbei als vorteilhaft herausgestellt, daß die zum
Umfangsrand gerichteten Rippen in Einschubrichtung einen flach
ansteigenden Flankenwinkel und entgegen der Einschubrichtung
einen steiler abfallenden Flankenwinkel aufweisen. Zweckmäßig
kann, zum freien Ende der Stützhülse gerichtet, wenigstens eine
der Rippen bei abgeflachter Spitze in Einschubrichtung und ge
gen Einschubrichtung gleiche Flankenwinkel aufweisen.
Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Steckanschlusses wird
kurz wie folgt beschrieben:
Zunächst wird die Stützhülse in den Endbereich des Wellschlau
ches derart eingeschoben, daß die Rippen am Umfang der Stütz
hülse hinter die zugeordneten Wellen des Wellschlauchendes ein
rasten. Hierbei ist wesentlich, daß die Rippen der Stützhülse
in einem Abstand voneinander am Umfang der Stützhülse angeord
net sind, der dem Wellenabstand der Schlauchwellungen ent
spricht.
Nachdem die Rippen hinter die zugeordneten Schlauchwellungen
eingerastet sind, ergibt sich eine entsprechende Verfestigung
des Schlauchendes.
Als nächster Schritt wird die Kombination
aus Schlauchende und Stützhülse auf einen Innendorn aufgescho
ben. Der Innendorn liegt hierbei am inneren Umfang der Stütz
hülse an. Der nach vorn über den Umfangsrand der Stützhülse
hinausstehende Teil des Innendorns begrenzt nach innen hin den
Formhohlraum, wäh
rend die restlichen Oberflächen des Innendorns die innere Figu
ration der anzuspritzenden Verbindungsmuffe bilden. Sodann wird
die Kombination Wellschlauch-Stützhülse-Innendorn in ein teil
bares Werkzeug eingesetzt, welches anschließend geschlossen
wird. Das teilbare Werkzeug bildet die Außenform des Formhohl
raumes und begrenzt die anzuspritzende Verbindungsmuffe nach
außen hin. In dem teilbaren Werkzeug sind außerhalb des Form
hohlraums Verankerungen angeformt, welche in diesem Bereich mit
den rippenartigen Erhöhungen der Stützhülse kooperieren.
Diese Kooperation zur Abdichtung gegenüber dem Formhohlraum ge
schieht derart, daß die Rippen der Stützhülse in die Innenrip
pen des Wellschlauches und die umlaufenden Verankerungen in der
Außenform in die gegenüberliegenden Außenrippen des Wellschlau
ches eingreifen und dort aufgrund des Werkzeugschließdruckes
gehalten werden. Das Zusammenfahren der Außenform ist derart
erfolgt, daß der Formhohlraum auch nach vorn abgeschlossen wor
den ist, wobei lediglich eine Anspritzöffnung beibehalten wur
de. Durch diese Einspritzöffnung wird jetzt ein thermoplasti
sches Kunststoffmaterial, z. B. ein weich eingestelltes Kunst
stoffmaterial, eingespritzt. Dieses thermoplastische Kunst
stoffmaterial füllt den Formhohlraum derart, daß es aufgrund
seiner thermoplastischen Eigenschaften in die äußeren Rippen
des Wellschlauches eindringt und diese bis zum Grund füllt.
Die Verankerung der inneren Wellungen an den umlaufenden Rippen
verhindert dabei ein Einfallen und axiales Verschieben der Wellungen des Wellschlau
ches. Mit dem Einspritzen des thermoplastischen Materials in
den Formhohlraum wird auch der Umfangsrand der Stützhülse in
seinem in den Formhohlraum hineinragenden Bereich voll umfäng
lich in das thermoplastische Material der Verbindungsmuffe ein
gebettet, wodurch die Stützhülse in ihrem Sitz am Einführungs
ende des Wellschlauches verankert wird.
Nach Beendigung des Einspritzvorganges und nach Durchlaufen ei
ner Abkühlungsphase des eingespritzten thermoplastischen Mate
rials wird die Außenform geöffnet, der Innendorn aus seinem
Sitz herausgezogen und der Wellschlauch mit der angespritzten
Verbindungsmuffe entnommen. Die Stützhülse bleibt hierbei in
ihrem Paßsitz erhalten.
Nachzutragen bleibt noch, daß die Stützhülse sowohl in ge
schlitzter als auch in ungeschlitzter Form verwendet werden
kann. Bei einer geschlitzten Stützhülse, wobei die Schlitzung
am Umfang ein- oder mehrfach vorgenommen werden kann, wird die
Einführung der Stützhülse in das Schlauchende erleichtert. Hier
muß dann der Innendorn ein festes Anpressen der Stützhülse an
die inneren Wellungen des Wellschlauches bewirken. In diesem
Fall wird also das einrastende Festlegen der Rippen am Umfang
der Stützhülse im Endeffekt erst durch die Einführung des In
nendornes erfolgen. Wird dagegen eine ungeschlitzte Stützhülse
verwendet, kann diese in ihrem äußeren Grunddurchmesser der
lichten Weite des Wellschlauches entsprechen. Die Rippen am Um
fang der Stützhülse überragen in diesem Fall die lichte Weite
des Wellschlauches und müssen bei der Einführung gegen die
Kraft der Innenwellungen in den Wellschlauch hineingeschoben
werden. In diesem Fall wird schon dadurch die Hinterrastung der
Innenwellen des Wellschlauches durch die Rippen am Umfang der
Stützhülse bewirkt. Der Innendorn dient dann nur noch der Ab
stützung der Kombination Wellschlauchende-Stützhülse während
des Einspritzvorganges.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Kombination Wellschlauch-Stützhülse-Innendorn-Außenform
schematisch dargestellt; es zeigt
Fig. 1 eine solche Kombination im Schnitt mit einer geschlitz
ten Stützhülse;
Fig. 2a-c unterschiedliche Rippengestaltungen.
In Fig. 1 ist die Schnittdarstellung einer Kombination Innen
dorn 1, Stützhülse 2, Wellschlauch 3 und Außenform 4 darge
stellt. Innendorn 1, Wellschlauch 3 und Außenform 4 sind ledig
lich im Halbschnitt abgebildet. Auf den Innendorn 1 ist die
Stützhülse 2 aufgezogen, welche wiederum in der lichten Weite
des Wellschlauches 3 angeordnet ist. Die Stützhülse 2 besitzt
unterschiedliche Rippen, wobei die dem Umfangsrand 21 zugewand
ten Rippen 22, 23 niedriger gehalten sein können als die übri
gen Rippen 24, 25, 26, 27, 28 der Stützhülse. Die Höhe der Rip
pen 22, 23 reicht aus, um die örtliche Fixierung jeder Welle 31
des Wellschlauches 3 zu gewährleisten. Bewirkt wird dies durch
den Rastwinkel von 45°, welcher eine Blockierung der Welle 31
in Einspritzrichtung des thermoplastischen Kunststoffmaterials
bewirkt. Die Rippen 22, 23 weisen in Einschubrichtung einen
flachen Winkel von etwa 15-20° auf, welcher das Ein
schieben gegen den Anpreßdruck des Wellschlauches 3 erleich
tert. Die nachfolgenden Rippen 24, 25 an der Stützhülse 2 sind
gegenüber den Rippen 22, 23 geringfügig erhöht. Der Grund für
diese Maßnahme ist darin zu sehen, daß gegen Ende des Formhohl
raumes 41 die Abdichtwirkung erhöht werden muß. Dies bewirkt
insbesondere die umlaufende Rippe 25, die direkt gegenüber dem
Ende des Formhohlraumes 41 angeordnet ist. Die Rippen 26, 27,
28 sind außerhalb des Bereichs des Formhohlraums 41 und damit
direkt gegenüberliegend der Außenform 4 angeordnet. In diesem
Bereich besitzt die Außenform 4 umlaufende Verankerungen 42,
43, 44, 45, welche in die Außenwellungen des Wellschlauches 3
eingreifen und in Kombination mit den Rippen 26, 27, 28 der
Stützhülse 2 eine derartige Abdichtwirkung entwickeln, daß ein
Eindringen des thermoplastischen Materials beim Spritzvorgang
hinter die Wellung 32 des Wellschlauches 3 verhindert wird.
Der Innendorn begrenzt in seinem oberen Bereich 11 den Form
hohlraum 41 nach innen hin, soweit er nicht bereits durch die
Kombination Innendorn 1, Stützhülse 2 und Wellschlauch 3 nach
innen hin abgegrenzt ist. Der Umfangsrand 21 der Stützhülse 2
ragt dabei nach drei Seiten frei in den Formhohlraum 41 auf.
Der Formhohlraum 41 wird in den Konturen der anzuformenden Ver
bindungsmuffe 5 nach außen hin von der Außenform 4 umfaßt. Der
Abschluß des Formhohlraums 41 nach vorn hin ist in der Zeich
nung nicht dargestellt.
In Fig. 2 sind in vergrößerter Form unterschiedliche Ausbildun
gen der Rippen 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 der Stützhülse 2 in
Einzelabschnitten dargestellt.
Fig. 2a zeigt die Rippen 22, 23 mit ihrem Rastwinkel von 45°
und dem Einschubwinkel von 15°.
Fig. 2b zeigt die Rippen 24, 26, 27, 28 mit ihrem Rastwinkel
von 45° und ihrem Einschubwinkel von 20°. Die gezeigte Rippe
ist nahezu doppelt so hoch dargestellt wie die in Fig. 2a, um
die beschriebenen Dichtwirkungen zu erzielen.
Fig. 2c zeigt die Rippe 25 gegenüber dem Abschluß des Formhohl
raums 41 mit zwei Flankenwinkeln von 45°. Diese Ausbildung ist
wegen der besonderen Dichtungsprobleme am Ende des Formhohl
raums zweckmäßig.
Die Rippen 26, 27, 28 können ebenfalls in Form der Fig. 2c aus
gebildet sein.
In Fig. 1 ist die Stützhülse mit einem axialen Schlitz 29 ge
zeigt. Es können mehrere solcher Schlitze 29 über die Höhe der
Stützhülse 2 eingebracht werden, wenn die Flexibilität der
Stützhülse 2 gesteigert werden soll.
Wesentlich ist, daß die Schlitze vor der letzten Umfangsrippe
22 enden, um die Festigkeit der Stützhülse 2 zu gewährleisten.
Auf die Einbringung der Schlitze 29 kann auch verzichtet wer
den.
Claims (3)
1. Steckanschluß für Wellschläuche aus Kunststoff mit einer
in das Schlauchlumen eingesetzten Stützhülse, welche am Um
fang angeordnete Rippen aufweist, und einer nach dem Einset
zen der Stützhülse in das Schlauchlumen um das Schlauchende
angespritzten Kunststoffmuffe, deren Kunststoffmaterial von
außen in die Schlauchwellungen eingreift, dadurch gekenn
zeichnet, daß die am Umfang der Stützhülse (2) angeordneten
Rippen (22, 23, 24, 25, 26, 27, 28) der Anzahl und dem Ab
stand der abgestützten Schlauchwellungen (31) entsprechend
über die Abstützlänge der Stützhülse (2) verteilt sind und
die zugeordneten Schlauchwellungen (31) axial abstützend
hintergreifen.
2. Steckanschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zum Umfangsrand gerichteten Rippen (22, 23) in Einschub
richtung einen flach ansteigenden Flankenwinkel und entgegen
der Einschubrichtung einen steiler abfallenden Flankenwinkel
aufweisen.
3. Steckanschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zum freien Ende der Stützhülse (2) gerichtet, wenigstens ei
ne der Rippen (25) bei abgeflachter Spitze in Einschubrich
tung und gegen Einschubrichtung gleiche Flankenwinkel auf
weisen.
Priority Applications (3)
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| DE3408816C2 true DE3408816C2 (de) | 1987-07-02 |
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ID=6230101
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Country Status (3)
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: REHAU AG + CO, 8673 REHAU, DE |
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