DE3419144C2 - Geschiebe zum lösbaren Verbinden einer Teilzahnprothese mit einem festsitzenden prothethischen Gegenstück - Google Patents
Geschiebe zum lösbaren Verbinden einer Teilzahnprothese mit einem festsitzenden prothethischen GegenstückInfo
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Abstract
Bei einem Geschiebe zur Verbindung eines entnehmbaren Zahnprothesenteils mit einen festsitzenden Zahnprothesenbereich, das aus einem Matrizenteil und einem darin einschiebbaren hinterschnittenen Patrizenteil besteht und das Patrizenteil im festsitzenden Zahnprothesenbereich und das Matrizenteil im entnehmbaren Zahnprothesenteil angeordnet ist. Das Matrizenteil weist einen Riegel auf, das zum Eingriff in eine Ausnehmung des Patrizenteils ausgebildet ist. Die Ausnehmung ist auf der zum entnehmbaren Zahnprothesenteil weisenden Stirnfläche des Patrizenteils vorgesehen.
Description
- Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
- Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-AS 22 02 023) ist der Leistenteil mit der Ausnehmung für den Drehbolzen Teil einer Unterkrone. Diese Unterkrone wird von dem als Oberkrone ausgebildeten Hohlteil übergriffen. Zum Festlegen der Oberkrone wird diese auf die auch als Innenkonus oder Teleskop bezeichnete Unterkrone aufgeschoben und der an der Oberkrone befindliche Riegel in der Weise verschwenkt, daß dessen Drehbolzen in die Ausnehmung der erwähnten Leiste eingreift.
- Derartige bekannte Konus- oder Teleskopkronen haben den Nachteil, daß sie extrem aufwendig und demzufolge teuer in der Herstellung sind.
- Es ist ferner eine Vorrichtung zur lösbaren Verbindung einer Teil-Zahnprothese mit einem am Restgebiß festsitzenden prothetischen Gegenstück bekannt (DE- OS 22 30 467), bei der das Gegenstück ein schmales, hinterschnittenes Vollmaterial-Patrizenteil ist, über welches ein entsprechendes prothesenseitiges Matritzenteil schiebbar ist und bei welcher die Verriegelung mit Hilfe eines am Matrizenteil angelenkten Schwenkriegels erfolgt, dessen Schwenkachse parallel zur Zahnachse verläuft. Die Verriegelungs ausnehmung für den Schwenkriegel muß dabei zwangsläufig seitlich am Patrizenteil vorgesehen sein. Das seitliche Vorsehen der Verriegelungsausnehmung hat den wesentlichen Nachteil, daß mit einer solchen Lösung nicht ein sogenanntes " aktivierbares Geschiebe" herstellbar ist. Unter einem aktivierbaren Geschiebe versteht man eine Lösung, bei der beim Nachlassen der Verbindungsfestigkeit die für die Verbindungsfestigkeit maßgeblichen Patrizenbereiche gespreizt werden können. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Lösung liegt darin, daß die Verriegelung nicht sicher ist. Bei der bekannten Schwenkriegelkonstruktion ist der Eingriff auf eine nur sehr kurze Eingriffsstrecke beschränkt. Der bekannte Schwenkriegel kann sich demzufolge leicht lösen und gibt nach längerer Benutzung der Prothese und mehrfachem Entnehmen keine ausreichende Sicherheit mehr.
- Auch die Handhabung dieser bekannten Konstruktion ist kompliziert, da das Einsetzen mit einem vergleichsweise sperrigen, nach innen verschwenkten Riegel erfolgen muß. Dies ist für ungeübte Prothesenbenutzer sehr problematisch. Außerdem besteht die große Gefahr, daß bei nicht genauer Einpassung, d. h. bei einem Aufschieben nicht bis in die endgültige Verriegelungsposition, der seitliche verschwenkbare Schwenkriegel nicht in die Verriegelungsöffnung einfaßt. Wegen des nur geringen Verriegelungsweges kann dies relativ leicht passieren, ohne daß dies der Prothesenträger sofort merkt. Der Verriegelungsweg, also die Überdekkung zwischen Patrizenausnehmung und Schwenkriegel, beträgt in der Praxis unter Umständen nur einen halben Millimeter. Die bekannte Konstruktion birgt also die Gefahr, daß das Einsetzen der Teilzahnprothese nicht einwandfrei erfolgt.
- Es ist ferner eine Vorrichtung bekannt (US-PS 43 45 901), bei der als Verriegelungselement der aus Hohlteil und konischen Zapfen bestehenden lösbaren Verbindung ein annähernd horizontal und quer zur Zahnachse verschieblicher Verriegelungsstift vorgesehen ist. Der Stift ist federbelastet und in einer Gleithülse gelagert. Die Funktion dieses Verriegelungselements ist nicht unter allen Betriebsbedingungen gewährleistet. Es kann ohne weiteres beispielsweise durch Essensreste oder dergleichen zu einem Festsetzen des Verriegelungsstiftes in einer Position führen. Wenn ein solches Festsetzen beispielsweise in der "Entriegelungsposition" erfolgt, hat dies zur Folge, daß die Prothese nicht mehr verriegelt ist und unbeabsichtigt leicht wieder abgenommen oder beim Kauen unbeabsichtigt abgezogen werden kann. Bereits dies ist ein schwerwiegender Nachteil. Noch unangenehmer ist ein Verklemmen des Verriegelungsstiftes jedoch, wenn der Defekt im verriegelten Zustand bei aufgesetzter Prothese auftritt. Dies ist beispielsweise möglich, wenn die Rückstell-Druckfeder bricht und der Verriegelungsstift damit in seiner Verriegelungsposition arretiert bleibt. In einem solchen Fall kann die Entnahme der Prothese ausschließlich durch den Zahnarzt erfolgen.
- Ein weiterer wesentlicher Nachteil liegt darin, daß ein Teil des Verriegelungsstiftes und ein zugehöriger Handgriff stets seitlich über die Prothese vorstehen muß. Der vorstehende Teil kann nicht beliebig verkleinert werden, sondern muß für eine funktionsfähige Ausbildung eine bestimmte Mindestgröße aufweisen, mit der Folge, daß der einschiebbare Verriegelungsstift in der Praxis 3 bis 4 mm seitlich von dem Zahn nach innen oder außen vorstehenmuß.
- Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Vorrichtung liegt darin, daß deren Anwendung ausschließlich im Backenzahnbereich möglich ist. Im Bereich der Vorderzähne ist diese Lösung nicht anwendbar.
- Äusgehend von dem eingangs erwähnten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der als bekannt vorausgesetzten Art so auszubilden, daß sie besonders einfach aufgebaut, preisgünstig herzustellen und einzubauen, funktionssicher, für den Prothesenträger leicht zu handhaben und außerdem nicht störend in der Einbaulage ist.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann besonders preisgünstig unter Verwendung eines bekannten Präzisionsgeschiebes hergestellt werden, welches besonders kleine Abmessungen hat. Es genügt, in die Stirnfläche des Patrizenteils eine horizontale Verriegelungsnut einzufräsen und in der Matrize an der richtigen Stelle einen Drehriegel einzusetzen, dessen Drehbolzen eine Freisparung und einen nicht ausgenommenen angrenzenden Verriegelungsbereich aufweist.
- Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann auf das Vorsehen von Primärkronen völlig verzichtet werden. Trotz des wesentlich veringerten Aufwandes ist die Präzision der erfindungsgemäßen Vorrichtung ebenso vorhanden wie bei den beschriebenen aufwendigen Teleskopverbindungen.
- Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht einer unteren Zahnreihe mit einer eingesetzten und verriegelten Freiendprothese,
- Fig. 2 Die abgenommene Freiendprothese mit geöffnetem Riegel oberhalb des benachbarten festsitzenden Zahnersatzes,
- Fig. 3 Eine aufgebrochene Darstellung der Freiendprothese mit nach oben verschwenktem, geöffnetem Riegel,
- Fig. 4 Eine perspektivische Darstellung des Riegels in Blockierstellung mit angedeuteter Patrize.
- Aus Fig. 1 ist die Anordnung einer Freiendprothese ersichtlich, die aus einem abnehmbaren Zahnprothesenteil 5 besteht, der an einem festsitzenden Zahnprothesenbereich 6 befestigt ist. Der festsitzende Zahnprothesenbereich 6 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei überkronten Zähnen. In bzw. an dem hinteren, also distal gelegenen, der beiden Kunstzähne ist die Patrize 4 eines Geschiebes verankert. Die Patrize 4 besitzt an ihrer zum entnehmbaren Prothesenteil 4 weisenden Stirnseite an der Stirnfläche 4 a eine Ausnehmung 3.
- Das komplementäre Geschiebeteil besteht aus einem Matrizenteil 2, welches einen Drehriegel aufweist, welcher aus einem Betätigungsflügel 2 und einem als Drehbolzen ausgebildeten Verriegelungsschaft 2 b besteht. Der Verriegelungsschaft 2 b besitzt einen ausgenommenen exzentrischen Bereich 2 a. Der Verriegelungsschaft 2 b ist in dem in Fig. 3 nicht sichtbaren Seitenbereich der Matrize 1 drehbar gelagert.
- Bei der in Fig. 3 dargestellten Lage des Drehriegels ist der Verriegelungsschaft 2 b außer Eingriff mit der Ausnehmung 3 im Patrizenteil 4. Dies hat zur Folge, daß das lose Prothesenteil nach oben abgenommen werden kann.
- In der in Fig. 1 dargestellten Einsetzlage entspricht die Lage des Drehriegels mit Betätigungsflügel 2 und Verriegelungsschaft 2 b derjenigen in Fig. 4. In dieser Lage des Drehriegels greift der nicht abgefräste Bereich des Verriegelungsschafts 2 b in die gestrichelt dargestellte Ausnehmung 3 der Patrize 4 ein. In dieser Lage ist also ein Abziehen des losen Prothesenteils nicht möglich.
Claims (1)
- Vorrichtung zum lösbaren Verbinden einer Teil- Zahnprothese mit einem am Restgebiß festsitzenden prothetischen Gegenstück bestehend aus einem restgebißseitig festlegbaren Leistenteil und einem dieses in situ übergreifenden, an der Teil- Zahnprothese festlegbaren Hohlteil, in welches das Leistenteil einfügbar ist, wobei die Einfügungsrichtung zumindest im wesentlichen parallel zu den Zahnachsen verläuft, mit einem im Hohlteil senkrecht zur Zahnachse mit seinem eine Ausnehmung aufweisenden Drehbolzen gelagerten Drehriegel mit Betätigungsflügel und mit einer den nicht ausgenommenen Teil des Drehbolzens im Verriegelungsfall aufnehmenden Ausnehmung im Leistenteil, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einem vorgefertigten Geschiebe besteht, mit einem eine hinterschnittene Nut aufweisenden Matrizenteil (1) als Hohlteil und einem entsprechend geformten, in die Nut einschiebbaren hinterschnittenen Patrizenteil (4) als Leistenteil und daß der Drehriegel (2) im Matrizenteil (1) gelagert ist.
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