DE3420635A1 - Erdwaermeabsorber u.-speicher mit 'peripher-eislatentsystem' fuer niedrig-temperatur-heizung - Google Patents
Erdwaermeabsorber u.-speicher mit 'peripher-eislatentsystem' fuer niedrig-temperatur-heizungInfo
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Description
Ausgehend von einem Erdwärmeabsorber und -speicher bekannter Bauweise,
wie der Eis-Latentspeicher der Fa. Chemo, sollen die dort bekannten Mangel,
Nachteile bzw. Leistungsschwächen vermieden werden. So ist jene Einrichtung
nur in Verbindung mit einem Kollektor fahrbar, sofern die dort angegebenen
6 kW Leistung in der Eis-Latentphase möglich sein solU'Jenseits der Eis-Latentphase
kann keine definitive Leistungsangabe gemacht werden. Das Gerät ist nicht zum Einbau unter Gebäuden geeignet noch vorgesehen. Das Wärmetauscher-Aggregat
erfüllt das gesamte Behältervolumen· Eine Totalvereisung des Behälterinhalts ist zugelassen mit all ihren nachteiligen Folgen für die
Behälterkonstruktion, die erheblichen Drücken ausgesetzt ist. Eine gezielte höhere Temperaturdifferenz an den mit dem Erdreich kontaktierten Behälterwänden ist nicht vorgesehen. Zur monovalenten Beheizung eines 140 qm Wohnhauses
werden zwei solcher Geräte vorgeschlagen mit zusätzlich ca. 70 qm Kollektorfläche
im oberirdischen Bereich. Damit ist die Anlage zu teuer und zu aufwendig. Wieviel Erdwärme wirklich absorbiert wird, in welcher Zeit, ist offen und fraglich
»ob überhaupt in einer nennenswerten Leistung in der kritischen Phase der Heizperiode. Ein monovalenter Heizbetrieb wird damit zum Wagnis.
In Kenntnis obiger Tatsachen, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, mit
einem einzigen Gerät eines Erdwärmeabsorbers und -Speichers auszukommen für die o.g. Wohnhausgröße. Die Regeneration des Erdreichs soll darch.eine
schonende Betriebsweise, die Eisbildung im Erdreich äußerst gering hält, ab Ende der Heizperiode beschleunigt erfolgen. Die Abwärme des Hauses aus
Fundamenten und Wänden sowie Fußböden soll vom Erdwärmeabsorber und- -speicher einfangbar sein. Die jahreszeitliche Auskühlung des Erdreichs im
Bereich des Aggregats soll umgangen werden. Der Behälter soll keinen Druck aus Eisbildung im Inneren erhalten. Die Wärmeströme aus dem Erdreich sollen
optimal ins Innere abgeleitet werden. Vorzusehen ist eine große Speicherreserve
an Energie, die schnell abrufbar sein muß. Es sollen die Erdschichten zur Wärmeabsorbtion erreichbar sein, die ganzjährig Temperaturen von
konstant um die 7 bis 10° C aufweisen. Radial soll etwa ein Bereich von ca.
10 m um die Behälterwandung herum thermisch erfaßt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Behälter vorgesehen
ist, der nach Form und Größe beste Eignung zur Aufgabenerfüllung mitbringt:
Volumen ca. 7 bis 10 Kubikmeter groß, geformt als Zylinder mit Halbkugelboden,
flacher Deckel, gelagert im Erdreich unter dem Gebäude .und zwar senkrecht mit der Zylinder-Achse in den Boden. Eine Luftschicht verbleibt
zwischen Kellerboden und Erdboden darunter, als Schutz gegen Wärmeabv\änderung
aus dem Fußboden in das Erdreich. Direkter Behälterzugang vom Gebäude-
. EPO COPY Jl
inneren über einen Schachtdeckel- Auskleidung der inneren Behälterwand
mit einem Rohrnetz mit Solefüllung, wogegen der Behälter eine normale Wasserfüllung
erhält- Durch diese Konstruktion kann eine kurzzeitige schnelle Eisbildung an den Rohrwandungen und der nahen Behälterwand erfolgen zwecks
Erreichung eines rel- hohen Temperaturgefälles hin zum Erdreich, welches
auch nach Abschalten der Wärmepumpe über einen Zeitraum von wenigen
Stunden anhält und damit für einen angemessenen Wärmestrom aus dem Erdreich
sorgt und das bei den weitaus besseren Wärmeleiteigenschaften von Eis gegenüber
Wasser. :'!··'- ". .. . -
Eine Vereisung des gesamten Behälterinhalts ist nicht vorgesehen. Ein Kern
im Inneren wird dauernd eisfrei gehalten. Ab einer gewissen Leistungsgrenze
wird ein Luftwärmeabsorber zwecks weiterer Leistungssteigerung zuschaltbar
eingerichtet, sofern ein zweiter '.Erdwärmeabsorber und -speicher nicht die
bessere Investition ist.
Der Erdwärmeabsorber und -speicher soll so gefahren werden, daß in 24
I
t
Stunden nach Möglichkeit die entnommene Energie nachlieferbar ist. Seine Gesamtkonzeption ist darauf angelegt im Einklang mit den bekannten Reserven des beanspruchten
Erdreichs.an Wärme.
Nachstehend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert: Es zeigt:
Figur 1 den Behälter im Querschnitt
Figur 2 : den Behälter im Horizontalschnitt
(mit Blick zum Behältereinstieg)
Wie aus den Figuren ersichtlich, handelt es sich um eine relativ einfache Anlage,
zur preiswerten Wärmegewinnung aus dem Erdreich, bei gleichzeitiger Einfangung eines Teils der häuslichen Abwärme in das Erdreich. Darüber hinaus
ist die Gesamt-Konzeption weiter gefaßt: Luftwärmeabsorber jedweder Bauart mit gleicher Sole-Beschaffenheit wie das Durchflußsystem der v.g. Anlage,
sind zur weiteren Wärmeleistungssteigerung, wie auch zur Regeneration einsetzbar.
Bei Heizwärmebedarf läßt die Pumpe 19 den Solekreislauf -14 über den Verdampfer
21 zirkulieren. Hierbei ist die Geschwindigkeit bedarfsgerecht einstellbar. Es kann mit niedriger Temperaturdifferenz gefahren werden bei entsprechend
groß ausgelegten Verdampferflächen, was sich vorteilhaft auf die Leistungsziffer
auswirkt. Die allmählich tiefer sinkenden Soletemperaturen führen zur Ver-
EPO COPY
eisung an den äußeren Rohrwandungen im inneren des Behälters. Das setzt
durch die eingetretene Phasenumwandlung Erstarrungswärme frei. Bei weiterem
Fortschreiten der Entwärmung berührt die Eisschicht die Behälterwandung 8, 10 wodurch eine bessere Wärmeleitfähigkeit zum Erdreich hergestellt
wird, als sie Wasser eigen ist: = 0,56 und Eis = 2,2 W/mK nach Klaus Schimmelpfennig in 'Flächenwärmetauscher1 auf Seite 81. Also ein fast
4 mal so großer Wärmeleitwert.
An der Außenwandung des Behälters kommt es ebenfalls zu Eisbildung und
freiwerdender Erstarrungswärme- Nach Abschalten der Wärmepumpe bleibt die Eisschicht noch wenige Stunden erhalten , bis sie völlig abgetaut ist. Dieser
segensreiche Umstand erhält also noch über diese Zeit eine erhebliche und überaus nützliche Temperaturdifferenz zum entfernteren Erdreich, wodurch
ein kräftiger Wärmestrom in Richtung Behälter fließt. Natürlich auch aus dem inneren Flüssigkeitskern 22 des Behälters. Nach dieser Erholungsphase gleichen sich die Temperaturen wieder in etwa aus. Es dauert lange
bis im angrenzenden Erdreich, in etwa 7 Metern Entfernung von der Behäl-
A1 terwandung 8, meßbar eine nennenswerte Entwärmung sich einstellt, bei
ca. 100 kWh Verbrauch je Tag.
Die am Ende einer Heizperiode verbleibende Eisschichtdicke im Inneren des
Behälters (Eismantel 20)^sowie die am äußeren Behälter im Erdreich, lassen
Rückschlüsse über die Erdreichentwärmung zu. Daneben wird die entzogene Wärmemenge aus dem Erdreich gemessen.
Ab Mai vollzieht sich die Regenerierung des Erdreichs auf natürliche Weise-Dieser
zeitlich sehr aufschlußreiche Vorgang ist einfach meßbar, an den wieder ansteigenden Temperaturen im Flüssifkern 22 des Behälters. Mit diesen Daten
gewinnt man verläßliche Aussagen über die Ergiebigkeit des jeweils verschiedenen
Erdreichs. Eine Abschätzung der Erdwärmekapazität je Bodenklasse ist rcl. genau möglich.
Der Wasserinhalt des Behälters bedarf u.U. einer Behandlung mit Schwimmbad
Chemikalien zur Erhaltung sauberen Wassers, frei von Faulstoffen.
Die Kunststoffrohrleitung ist nahtlos aus einem Stück ausführbar.
EPO GOPY ώ
Claims (1)
- DIPL.-ING. HORST ERDMANN RINGSTR. 33 7530 ΡΓ ORZHE IMErdwärmeabsorber und -speicher mit 'peripher-Eisiatentsystem' fürNieder-Temperatur- HeizungPatentansprüche:Erdwärmeabsorber und -speicher in Behälterform mit integriertem Wärmetauscher für die Wärmeentnahme zur Betreibung eines Kältemittelverdampfers, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) unter dem Gebäude (2) im Erdreich (3) installiert ist, in welchem sich Wasser (4) befindet mit einem Luftraum (5) als Ausdehnungsreserve, wobei ein peripher angeordnetes, separates Durchflußsystem aus Rohren (6) quasi direkt mit dem Erdreich (3) kontaktiert ist,bei entsprechend geringem Wärmedurchlaßwiderstand der Behälterwandung (8) und Sole das Wärme-ι
trägermedium ist. „2. Erdwärmeabsorber und-speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter die Form eines Zylinders hat, der senkrecht im Erdreich (3) steht, wobei der Behälterboden (10) als Halbkugel ausgebildet ist,wogegen der Behälterdeckel (9) flach ausgeführt ist, versehen mit einer Einstiegsöffnung (11) durch welchen die Soleleitungen (15,16) geführt sind.3. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterboden (10) die ganzjährigen erdwarmen Bereiche von 7 bis 10° C konstanter Temperatur als Gründungssohle (12) hat. (Von der Erdoberfläche ca. 4 - 5 m tief.)4. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffrohrleitungen mittels Haken (13) in ihrer Position gesichert sind^nd Anfang und Ende aus dem Behälter herausragen als Solevorlauf (15) und Solerücklauf (16) mit dem Verdampfer (21) verbunden sind.5. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Solekreislauf (14) im Rohrleitungsnetz (6) geschwindigkeitsgeregelt ist und dadurch die Leistung steuerbar .eingerichtet ist.6. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Luftwärmeabsorbers auf gleicher Solebasis über tdas Rohrleitungsnetz (6) eine Regeneratiop-von Erdreich (3) und I- lussig- '^ JfSAD ORIGINAL Ep0kern (22) gleichmäßig effektiv möglich ist.7. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch ^«-r^/r-=·. »^u-t, daß der Behälter (1) über die Öffnung (17) im Gebäude fuß bode« ,»w<j.iM<jäjch ist.8. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß bei bestehenden Gebäuden eine Unterbringung im ungcschüt?tcn Erdreich vorgesehen ist, wobei der Behälterdeckel (9) erddruckfesi und frostsicher ausgeführt ist, versehen mit einem Einstiegschacht.9. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) in unterschiedlichen Werkstoffen ausführbar ist, wobei ein dem Erdwärmestrom angepaßter Wärmedurchlaßwiderstand vorgesehen ist, der diesen nicht nennenwert behindert.'O. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrleitungsnetz (6) bei entsprechender Abkühlung der Sole. Aim Kreislauf (14) relativ schnell einen Eismantel (20) im Bereich der Behälter-Innenwand (8) bildet und damit einen geringeren Wärmedurchlaßwiderstand 'verbunden mit einer langzeitig nachwirkehden Temperaturdifferenz.11. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß im Eismantel (21) ständig ein Flüssigkeitskern (22) vorhanden ist, worüber die Ausdehnung in den Luftraum (5) erfolgt, je nach Eisbildung im Eismantel (21).12. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Erdwärmeabsorber und -speicher ein 'Peripher-Eislatentspeicher1 ist, wodurch die Zonen der Wärmestromzu- und -abflüsse optimal nah beieinander angeordnet sind.13. Erdwämreabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Speicher-Regeneration mit einem Luftwärmeabsorber ohne Wärmepurrpenbetrieb möglich ist, allein durch Pumpenumwälzung iicr im Kreislauf Speicher-Absorber, wobei eine Umschaltung ub«-r rtrVr.c diesen Betrieb ermöglicht .neben dem Eismantel (2Oi-14. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch '. ■*-*&<'-■net, daß ein Wärmezähler (18) die dem Erdrwc* · '? *"'-- ·~<~' registriert.BAD OruoH«AL EPO COPY15. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anordnung eines peripheren Wärmetauschers, in Form des Rohrleitungsnetzes (6), Wärmeentzug oder -einspeicherung zu annähernd gleichen Teilen aus oder in zwei Speicher möglich ist, wobei der Flüssigkern (22) der eine Speicher ist und das Erdreich der andere.16. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwälzpumpe (19) durch Sensoren der Wärmepumpe gesteuert" " ist. '17. Erdwärmeabsorber und -speicher nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter i.d.R. mit dem Deckel (9) in der Ebene der Baugrubensohle höhenmäßig festgelegt ist, wobei ein Luftraum (23) zwischen UK. Betondecke (2) des Gebäudes und dem Deckel (9) des Behälters (1) zu berücksichtigen ist.EPO COPY rf®
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3420635A DE3420635A1 (de) | 1984-06-02 | 1984-06-02 | Erdwaermeabsorber u.-speicher mit 'peripher-eislatentsystem' fuer niedrig-temperatur-heizung |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3420635A1 true DE3420635A1 (de) | 1985-12-05 |
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ID=6237496
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| DE3420635A Withdrawn DE3420635A1 (de) | 1984-06-02 | 1984-06-02 | Erdwaermeabsorber u.-speicher mit 'peripher-eislatentsystem' fuer niedrig-temperatur-heizung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3420635A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006045551A3 (de) * | 2004-10-26 | 2006-08-17 | Rohr Alex Von | Energiespeicher, wärmetauscheranordnung für einen energiespeicher, energiespeichersystem sowie verfahren dazu |
| WO2016109861A3 (de) * | 2015-01-08 | 2016-09-01 | Josef Masswohl | Verfahren zur regeneration des primärenergiespeichers einer solewasserwärmepumpe |
-
1984
- 1984-06-02 DE DE3420635A patent/DE3420635A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006045551A3 (de) * | 2004-10-26 | 2006-08-17 | Rohr Alex Von | Energiespeicher, wärmetauscheranordnung für einen energiespeicher, energiespeichersystem sowie verfahren dazu |
| WO2016109861A3 (de) * | 2015-01-08 | 2016-09-01 | Josef Masswohl | Verfahren zur regeneration des primärenergiespeichers einer solewasserwärmepumpe |
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