DE3429010A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von z.b. als streckenbegleitdaemme dienenden baukoerpern im untertagebetrieb - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur herstellung von z.b. als streckenbegleitdaemme dienenden baukoerpern im untertagebetrieb

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
  • von z.B. als Streckenbegleitdämme, Streckenhinterfüllungen o.dgl. dienenden Baukörpern im Untertagebetrieb aus einem pulverförmigen Baustoff gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführunapieses Verfahrens.
  • Im Untertagebetrieb werden nach der Erfindung Baukörper für unterschiedliche Zwecke errichtet. Dazu gehören neben dem Hauptanwendungsgebiet der ERfindung, den Streckenbegleitdämmen, welche zur Verbesserung der Stützwirkung des Abbaustreckenausbaus und zur Verminderung der Brandgefahr errichtet werden, auch Baukörper, welche andere Hohlräume, z.B. in Streckenstößen ausfüllen oder Verkleidungen darstellen, die aus unterschiedlichen Gründen hauptsächlich in Strecken und Räumen des Untertagebetriebes benötigt werden. Die pulverförmigen Baustoffe, welche die Erfindung verwendet, bestehen in der Regel aus hydraulisch abbindenden Zementen und Zuschlägen, welche aus wirtschaftlichen Gründen häufig Flugaschen von Steinkohlen- bzw. Braunkohlenkraftwerken sind. Derartige Baustoffe werden in großen Mengen mit zunehmender Tendenz, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage zur Bewältigung der wachsenden Ausbauprobleme bei vergrößerten Teufen eingesetzt.
  • Baukörper der erfindungsgemäßen Art qualifizieren sich u.a. durch ihre Druckfestigkeit bezogen auf die Abbindedauer des Baustoffes. Grundsätzlich unterscheidet man die sofort tragenden von den früh tragenden Baustoffen und diese von den spät tragenden Baustoffen. Während die Druckfestigkeit früh tragender Baustoffe bereits nach wenigen Minuten einsetzt und schon nach etwa einem Tag Druckfestigkeiten bis zu 30 N/mm2 erreichen können, beginnen spät tragende Baustoffe häufig erst nach Stunden abzubinden und erreichen ihre Endfestigkeit teilweise erst nach mehreren Wochen. Die Verwertbarkeit solcher Baustoffe beschränkt sich daher auf Baukörper, deren Härtungszeiten keine entscheidende Rolle spielen.
  • Das ist jedoch bei den meisten Einsatzfällen unter Tage nicht der Fall, weshalb man Baustoffe anstrebt, welche mindestens frühfest sind, d.h. einen geringen Wasser-Feststoffwert besitzen und sich daher für einen hydromechanischen Ferntransport nicht eignen. Andererseits sind solche meist körnigen Baustoffe kostspieliger und unter Bergbaubedingungen transporttechnisch schwieriger zu beherrschen als pulverförmige Baustoffe.
  • Unter Berücksichtigung der großen Baustoffmengen, die für derartige Baukörper im Untertagebetrieb verbraucht werden, hängt hiervon der Einsatz des jeweiligen Baustoffes ab.
  • Gemäß der Erfindung werden die Baustoffe hydromechanisch ferntransportiert, wobei ohne Zwischenförderanlagen, d.h. Pumpen allein durch Nutzung der hydrostatischen Drucke Entfernungen von z.B. 6 km überwunden werden.
  • Dazu wird der Baustoff mit Überschußwasser in eine- für das Pumpen durch Rohr- oder Schlauchleitungen geeignete Konsistenz gebracht. Die hierfür benötigte Wassermenge ist wegen der großen Oberfläche des pulverförmigen Baustoffes beträchtlich. Allein für die zum Abbinden erforderliche Benetzung des Baustoffes (Hydratation) ergeben sich bereits Wasserfeststoffwerte von z.B.
  • 0,32 bis 0,34, die bei hydromechanischem Ferntransport auf 0,42 bis 0,5 erhöht werden müssen. Hierdurch und durch die meist wesentlich preisgünstigeren,pulverförmigen Baustoffe unterscheidet sich die Erfindung von den pneumatisch transportierten körnigen Baustoffen, aus denen bis jetzt früh tragende Baukörper unter Tage hergestellt werden. Denn hierbei werden wegen der geringeren Oberfläche bei pneumatischer Einbringtechnik Wasserfeststoffwerte von 0,1 bis 0,11 nicht überschritten, worauf im wesentlichen die Eigenschaft der Frühfestigkeit beruht, aber deren hydromechanischer Ferntransport verbietet. Andererseits können die im Rahmen der Erfindung eingesetzten hydromechanischen Ferntransportanlagen Transportmengen zwischen 10 bis 15 m3/h über Entfernungen bis zu 6 km bewältigen. Insoweit unterscheidet sich die Erfindung auch von pneumatischen Transportanlagen, in die bei derartigen Transportentfernungen Zwischenstationen eingeschaltet werden müssen, was kostspielig und kompliziert ist; solche pneumatischen Transportanlagen bewältigen im allgemeinen ohne Zwischenstationen auch nur Transportmengen von 6 - 8 m3/h über 1.500 bis 2.000 m Entfernung und verlangen in den Schachtleitungen Abmessungen von DN 100 bis 150, während erfindungsgemäße Anlagen mit lichten Durchmessern von 50 mm auskommen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, trotz Anwendung des bekannten Verfahrens des hydromechanischen Ferntransportes bei pulverförmigen Baustoffen früh tragende Eigenschaften zu erzielen und die Auswirkungen der infolge dieser geänderten Baustoffeigenschaft ungünstigeren Transportbedingungen auf die Transportanlage gering zu halten.
  • Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Anspruches 1. Zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Der mit dem Anregerzusatz verbundene verringerte Wasser-Feststoffwert, welcher dem Baustoff die früh tragenden Eigenschaften verleiht, aber auch die Transportbarkeit des-Baustoffes durch die Leitung nach dem hydromechanischen Ferntransportverfahren aufhebt, wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren einerseits dadurch unschädlich gemacht, daß der Anregerzusatz erst kurz vor der Leitungsmündung erfolgt. Dadurch wird dem durch den verminderten Wasseranteil, welchen der Anreger bewirkt, in seiner Förderfähigkeit stark herabgesetzten Baustoff keine Gelegenheit gegeben, Verstopfer zu bilden. Andererseits wird durch das erfindungsgemäße Verfahren trotz der stark verkürzten Leitungsstrecke, welche nach dem Anregerzusatz noch übrig bleibt, eine homogene Verteilung des Anregers im Baustoff erzielt. Da nämlich die meisten Anreger in Mengen von 5 bis 20 % dem Baustoff zugemischt werden müssen, um die erforderlichen Wassermengen zu binden, ergibt sich eine starke Anfangskonzentration des Anregers im Strömungskern der hydromechanisch transportierten Baustoffe an der Stelle, an der der Anreger eingeblasen wird. Die dort entstehende Sofortverfestigungsneigung des Baustoffes wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren so schnell wieder aufgehoben, daß Verstopfer vermieden werden. Denn durch die Aufteilung des an der Einblasstelle entstandenen Gemenges an Baustoff, Anreger und Blasluft auf einzelne Teilstrecken wird der Strömungskern aufgeteilt und dadurch die Anregerkonzentration in jedem Teilstrom herabgesetzt. Die im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehene; spiralförmige Führung und Wieder zusammenführung der Teilströme hat zudem zur Folge, daß die zwangsläufig inden Teilstrecken unterschiedlichen Konzentrationen des Anregers an der Austrittsstelle der Teilstrecken auf unterschiedliche Teilquerschnitte im Gesamtlei- tungsquerschnitt deshydromechanischen Transports verteilt werden, wodurch die Gesamtverteilung des Anregers sich stark vergleichmäßigt.
  • Wie sich herausgestellt hat, führen auch die unvermeidlichen Transportunterbrechungen nicht Hr Bildung von Verstopfern in der Leitung der hydromechanischen Transportanlage. Der pneumatische Transport des Anregers hat den Vorteil, daß die Dünnstromförderung des pulverförmigen Anregers eine Mengendosierung zuläßt, die eine jederzeitige Anpassung der Anregermenge an unterschiedliche Transportmengen des Baustoffes in der hydromechanischen Transportanlage ermöglicht.
  • Das in dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehene Umsetzen von Teilquerschnitten der hydromechanischen Förderung in entsprechenden Teilströmen durch die spiralförmige Führung dieser Teilströme kurz vor der Mündung der hydromechanischen Transportanlage mit dem Ziel einer Homogenisierung von Anreger und Baustoff bei fortschreitendem Wasserentzug aus der ursprünglichen Baustofftrübe läßt sich ergänzen durch weitere Maßnahmen, welche auf eine zusätzliche Homogenisierung des Transportstromes vor der Leitungsmündung abzielen. Das gelingt mit den Merkmalen des Anspruches 2.
  • Solche Maßnahmen führen auch dazu, daß dem durch die bereits in der Transportleitung infolge des Anregerzusatzes unter Wasserentzug entstehenden Baustoff keine Gelegenheit zur ERhärtung noch in der Transportleitung gegeben wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat hinsichtlich seiner Teilschritte, mit denen schädlichen Wirkungen des Anregerzusatzes in der Transportleitung entgegengewirkt wird, auch den Vorteil, daß diese Schritte in gewissem Umfang wiederholbar sind und sich dadurch deren Wirkung wesentlich verstärken läßt. Das gilt für die beschriebene Teilqu,erschnittumsetzung in der Leitung der hydromechanischen Transportanlage und ist Gegenstand des Anspruches 3.
  • Eine Verminderung der Konzentration des Anregers, im Strömungskern der hydromechanischen Transportanlage ermöglichen auch die Merkmale des Anspruches 4.
  • Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Querschnitt des mit Anmachwasser versetzten Baustoffes in der Leitung, in den der pulverförmige Anreger eingeblasen wird, vergrößert, wobei gleichzeitig derTransoortstrom der pneumatischen Transportanlage in Teilquerschnitte zerlegt wird. Darauf beruht insgesamt die bessere Anfangsverteilung des Anregers im Trnnsportstrcmder hydromechanischen Transportanlage gegenüber Ausführungsarten der Erfindung, welche den Anregerstrom als Ganzes in den Baustoffström einbringen.
  • Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie einer beispielsweise zu seiner Ausführung geeigneten Vorrichtung werden im folgenden anhand der Figuren in der Zeichnung erläutert; es zeigen Fig. 1 eine Systemdarstellung mit teilweise schematisch wiedergegebenen Baugruppen, Fig. 2 in der Fig. 1 entsprechender Darstellung eine Einzelheit des Systems in abgeänderter Ausführungsform, Fig. 3 in perspektivischer Darstellung vergrößert einen Ausschnitt, der eine Rohrstrecke wiedergibt, die sich unmittelbar vor der Mündung der hydropneumatischen Transportanlage befindet und Fig. 4 zur Verdeutlichung der frühtragenden Eigenschaften des Baustoffes ein Diagramm, das unterschiedliche Druckfestigkeiten von Baustoffen in Abhängigkeit von der Abbindedauer wiedergibt.
  • In der Darstellung der Fig. 1 ist links die Ferntransportleitung 1 einer bekannten und daher nicht dargestellten hydromechanischen Transportanlage wiedergegeben. Gemäß der Richtung des Pfeiles 2 strömt in der Leitung 1 ei mit Überschußwasser versetzte Baustofftrübe, welche, würde sie bereits aus der Transportleitung 1 ausgebracht, spättragende Eigenschaften entwickeln würde, wie sie sich aus dem Diagramm nach Fig. 4 ergeben. Diese Eigenschaften beruhen im wesentlichen auf dem relativ hohen Wasserzusatz, der den Baustoff erst durch die Leitung 1 transportierbar macht.
  • Über einen Erweiterungsstutzen 3 mündet die Ferntransportleitung 1 in ein Rohr 4, welches im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ein konzentrisch inneres Schutzrohr 5 aufweist, das gestrichelt wiedergegeben ist. Dieses Schutzrohr ist annähernd radial aus dem Rohr 4 bei 6 herausgeführt und umgibt das Ende 7 einer. Rohrleitung 8, in der pulverförmiger Anreger pneumatisch gemäß dem Pfeil 9 transportiert wird. Der Anreger wird einem abbaunahen Bunker 10 entnommen, der in der Systemdarstellung der Fig. 1 gleichzeitig als pneumatischer Sender ausgebildet ist. Derartige Sender werden mit Druckluft unter Überdruck entsprechend der Anzeige eines Manometers 11 gesetzt und transportieren dann über eine Rohrsonde 12 den im Sendegefäß enthaltenen Anreger.
  • Auch die Rohrleitung 8 mündet radial in den Rohrstutzen 6. An den Rohrstutzen 6 schließt sich ein weiterer Rohrabschnitt 13 an, welcher sich mit einem Schieber 14 absperren läßt. Druckluft strömt gemäß dem Pfeil 15 in das Rohr 13 und bewirkt, daß in dem Rohr 5 ein überdruck entsteht, welcher das Eindringen des hydromechanisch transportierten Baustoffes in das Rohr verhindert.
  • An das Leitungsrohr 4 schließen sich zwei weitere Leitungsrohre 16, 17 an. Diese Rohre werden im folgenden anhand der Darstellung der Fig. 3 näher erläutert. An die Rohre 16 und 17 schließt sich eine Mischrohrstrecke 18 an, die ebenfalls in Fig. 3 genauer dargestellt ist. über einen Reduzierstutzen 19 gelangt das mit dem Anreger versetzte Wasser-Baustoffgemisch in eine Schlauchleitung 20, aus der es ausgetragen wird.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 dadurch, daß sich die Leitung 8 vor ihrem Eintritt in den Rohrstutzen 6 mehrfach verzweigt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 2 handelt es sich um vier Zweigleitungen, die bei 21 bis 24 zu denken sind. Sie sind ihrerseits mit Schutzrohren gemäß dem Vorbild der Fig. 1 umgeben. Die Druckluft wird wiederum durch das Rohr 13 über das Absperrorgan 14, also auch in diesem Fall zentral zugeführt.
  • Die Darstellung der Fig. 3 läßt die aufgeschnitten wiedergegebenen Rohre 17 und 18 erkennen. Das Rohr 17, welches für seinen Einbau in die hydromechanische Transportleitung mit Flanschen 25 und 26 versehen ist, enthält an beiden Enden je einen Rohrboden 27 bzw. 28 zur Festlegung der Rohre 29 bis 32 eines Rohrbündels, welches allgemein mit 33 bezeichnet ist. Die Rohrböden 27 und 28 dienen außerdem dazu, den Strom des Transportgutes durch die Leitung in die Teilquerschnitte der Rohre des Rohrbündels zu zwingen, d.h. den Raum zwischen den Rohrböden 27 und 28 freizuhalten.
  • Wie sich aus der Darstellung der Fig. 3 ergibt, sind die Rohre des Rohrbündels 33 spiralförmig umeinandergeführt, was zur Folge hat, daß am Ende des Rohrbündels die Rohr- und damit Förderquerschnitte etwa um einen Viertelkreis versetzt sind, wenn man sie mit den Eintrittsquerschnitten vergleicht. Das Rohr 17 hat also die Wirkung, die Teilquerschnitte des Transportstromes in der beschriebenen Weise umzusetzen und hinter dem Rohrboden 28 wieder zusammen zu führen.
  • Wie die Darstellung der Fig. 1 erkennen läßt, ist diese Wirkung auch mit dem Rohr 16 verbunden,welches dem Rohr 17 genau entspricht und diesem vorgeschaltet ist. Wie man aus der Fig. 1 aber weiter erkennt, sind die Teilquerschnitte der Rohre der Rohrbündel in den Rohren 16 und 17 nicht miteinander ausgefluchtet, sondern ihrerseits gegeneinander um ca. 450 versetzt. Dadurch wird einerseits im Rohr 17 eine andere Unterteilung des Gesamttransportstroms am Eintrittsende, d.h. am Rohrboden 27 erreicht, andererseits wird der Gesamttransportstrom im Rohr 17 noch einmal um einen Viertelkreis versetzt.
  • An das Rohr 17 ist das Rohr 18 mit Flanschen 34 bzw.
  • 35 angebracht, weil die Durchströmungsrichtung des Rohres 18 keine Rolle spielt. Auf seiner Innenseite 36 weist das Rohr 18 als Schikanen dienende Körper 37 bzw. 38 auf. Diese Körper sind teils prismatisch, wie sich aus dem Bezugszeichen 37 ergibt, teils sind sie abgerundet und elliptisch, um einen geringeren Strömungswiderstand zu erzeugen. Ihre Wirkung besteht darin, daß sie den bei 39 zu denkenden Gesamt strom durch verminderte, beispielsweise bei 40 und 41 zu denkende Leitungsquerschnitte zwingen, gleichzeitig aber auch zerteilen, so daß der Transportstrom hinter den Rohren 16 und 17 noch einmal intensiv durchmischt wird.
  • Im Betrieb wird bei der Errichtung eines Baukörpers der Strom durch die Leitung 1 freigegeben. Das Absperrorgan 14 in der Leitung 13 wird geöffnet und.
  • die pneumatische Transportierung durch die Leitung 8 in Gang gesetzt. Wie schematisch in den Figuren 1 und 2 wiedergegeben ist, wird dadurch der pulverförmige Anreger aus dem Sender 10 in die hydropneumatische Transportanlage, d.h. im Rohr 5 eingeblasen.
  • Er tritt aus dem Füllrohr aus und bildet zunächst einen stark mit dem Anreger angereicherten Strömungskern. Tatsächlich ist das durch die Leitung 1 strömende Transportgut eine pumpfähige Trübe mit relativ hoher Baustoffkonzentration. Der Strömungskern, der sich am Austritt des Füllrohres 5 bildet, wird an dem Rohrboden 27 des Rohres 16 in der oben beschriebenen Weise aufgeteilt, wobei die Teilströme durch die Rohre des Rohrbündels 33 umgesetzt werden. Diese Wirkung wiederholt sich am Ende des Rohres 16 und am Eintritt des Transportstromes in das Rohr 17. Wenn der Baustoffstrom wieder zusammengeführt wird, was hinter dem Rohrboden 28 des Rohres 17 der Fall ist, muß er die Schikanen passieren, die im Rohr 18 aufgebaut sind. In diesem Rohr 18 hat der Baustoff bereits die Eigenschaft der frühtragenden Baustoffe, obwohl er im Rohr 1 noch zu den spättragenden Baustoffen gezählt werden muß. Die Schikanen verhindern, daß sich auf der Rohr- bzw. Schlauchstrecke 18 bis 20 Verstopfer bilden können.
  • Entgegen der Darstellung und Beschreibung der wiedergegebenen Ausführungsbeispiele können die Rohrleitungen auch ganz oder zum Teil durch Schläuche ersetzt werden.
  • Das Diagramm der Fig. 4 zeigt, wie sich die Eigenschaften des spättragenden Baustoffes durch den Anregerzusatz und seine Einbringung mit der beschriebenen Einrichtung in den hydromechanischen Transportstrom in den Bereich der frühtragenden Baustoffe verschieben.

Claims (8)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von z.B. als Streckenbegleitdämme, Streckenhinterfüllungen 0 dgl. dienenden Baukörpern im Untertagebetrieb aus einem pulverförmigen Baustoff, dem zum hydromechanischen Transport überschußwasser zugesetzt wird, wobei die Baustofftrübe durch Schlauch- bzw. Rohrleitungen durchgesetzt, an der Leitungsmündung ausgetragen wird und im Baukörper sich verfestigt , d a d u r c h g e k e n n -z e ic h ne t , daß ein als Anreger das überschußwasser bildender, pulverförmiger Baustoff trocken in einer der jeweils durchgesetzten Baustofftrübe entsprechenden anteiligen Menge herangeführt und mit einem deren Fließdruck übersteigenden Druck in die Leitung vor der Mündung eingeblasen wird, und daß danach der Materialstrom unterteilt wird, seine Teilströme in einer Mischstrecke längs spiralförmiger Bahnen umeinandergeführt und in dem Leitungsquerschnitt wieder zusammengebracht werden und dann der Materialstrom aus der Leitungsmündung abgegeben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß in der hydromechanischen Transportleitung vor der Mündung der aus den zusammengeführten Teilströmen gebildete Förderstrom durch eine Schikanestrecke längs kaskadenförmiger Bahnen gepreßt wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der aus den zusammengeführten Teilströmen gebildete Transportstrom erneut und gemäß einem gegen das Querschnittsmuster der Teilströme um einen Bogen versetzten Querschnittsmuster in Teilströme unterteilt wird, die ihrerseits längs spiralförmiger Bahnen umeinandergeführt und in dem Querschnitt der hydromechanischen Transportleitung wieder zusammengebracht werden.
  4. 4.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der pneumatisch transportierte Anreger in Teilströme aufgeteilt wird, die einzeln in dem Querschnitt des hydromechanischen Transportstromes eingeblasen werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h eine pneumatische Dünnstromtransportanlage (8-14) für pulverförmigen Anreger mit unmittelbarem Austrag in einen Schlauch oder ein Rohr einer hydromechanischen Transportanlage (1), sowie eine oder mehrere an den Austrag der pneumatischen Transportanlage in den hydromechanische Transport anschließende Hüllrohre (16, 17) oder -schläuche, in denen Schlauch- oder Rohrbündel (33) aus spiralförmig umeinandergeführten Einzelrohren(29-32) bzw. -schläuchen untergebracht sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß stromabwärts des oder der Hüllrohre (16, 17) oder -schläuche ein oder mehrere weitere Rohre (18) oder Schläuche eingebaut sind, in die in den lichten Rohr- bzw.
    Schlauchquerschnitt ragende Schikanen bildende kaskadenartige Hindernisse (37, 38) eingebaut sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Transportleitung (8) der pneumatischen Dünnstromtransportanlage (8-14) vor Eintritt in das Einblasrohr (4) der hydromechanischen Transportanlage sich in mehrere Einzelrohre (21-24) bzw. -schläuche verzweigt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Einblasrohr (4), Füllrohren (16, 17) und Schikanrohren (18) bestehende Rohrstrecke einen größeren Durchmesser als die Rohre der hydromechanischen Ferntransportleitung (1) aufweisen.
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