DE3429427C2 - - Google Patents
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- H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur
Speisung von Gebläsemotoren, insbesondere bei Kraftfahrzeugen.
Für die Belüftung sowie Heizung und Kühlung des Fahrgastraumes
von Kraftfahrzeugen ist eine Belüftungsanlage erforderlich.
Dabei ist es für die gleichbleibende Behaglichkeit der Fahrgäste
einerseits und für die allfällige Innentemperatur andererseits
wichtig, daß der Luftdurchsatz durch den Fahrgastraum
unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit konstant
bleibt. Um bei stehenden oder sich langsam bewegenden Fahrzeugen
einen Luftdurchsatz gewünschter Intensität zu erreichen,
ist ein Gebläse nötig. Die heute üblicherweise in Belüftungsanlagen
von Kraftfahrzeugen verwendeten Gebläse sind durch
stufenweise veränderbare Vorwiderstandskombinationen in 2-4
Schaltstufen betreibbar. Dabei ist von Nachteil, daß die
pro Zeiteinheit geförderte Luftmenge abhängig vom Staudruck
ist, der wiederum durch die Fahrgeschwindigkeit und durch die
konstruktive Ausbildung und Anordnung der Lufteintritts- und
Luftaustrittsöffnungen am Fahrzeug bestimmt ist. Es kann sich
somit bei hoher Fahrgeschwindigkeit auch ohne Mitwirkung des
Gebläses ein Luftdurchsatz einstellen, der bei stehendem
Fahrzeug durch das eingeschaltete Gebläse erzeugt würde. Mit
anderen Worten addieren sich bei hohen Fahrgeschwindigkeiten
die Wirkungen von Gebläse und Staudruck, so daß hier der
Luftdurchsatz über den eingestellten gewünschten Wert gehoben
wird.
Daher wurden elektronische Gebläsesteuerungen vorgesehen,
die die Spannung am Gebläsemotor auf einem vorgegebenen Wert
konstant halten. Nachteilig ist dabei, daß bei zunehmendem
Staudruck eine zunehmende Luftmenge gefördert wird, da durch
den Staudruck ein zusätzliches treibendes Drehmoment hervorgerufen
wird; eine Steuerung dieser Art ist durch den im Siemens-
Buch "Schaltbeispiele, Ausgabe 1980/81", Seite 192, Bild 7.10
beschriebenen und dargestellten Drehzahlsteller für einen
Gebläse-Gleichstrommotor bekannt.
Weiter ist es aus der DE-OS 22 04 899 bekannt, Gebläsemotore für Kraftfahrzeuge
mit konstantem Strom zu betreiben. Dabei ist das Drehmoment
des Motors konstant und unabhängig von der Läuferdrehzahl.
Der Einfluß des Staudruckes ist hier geringer als bei
Speisung des Motors mit konstanter Sapnnung. Da aber am Läuferrad
des Gebläses immer ein konstantes Drehmoment zur Verfügung
steht, wird hier ebenfalls bei hohen Fahrgeschwindigkeiten der
Luftdurchsatz über den sich konstruktiv ergebenden Mindestwert
gehoben.
Bei einer aus der AT-PS 2 89 257 bekannten Schaltungsanordnung
ist der Läufer eines zur Speisung eines Gleichstrom-Gebläsemotors,
insbesondere bei Kraftfahrzeugen, über einen Vorwiderstand
an einen Pol einer Stromquelle und über die Schaltstrecke
eines Transistors an den anderen Pol der Stromquelle geschaltet
und eine im Vorwiderstand erzeugte, für den Motorstrom repräsentative
Spannungsgröße wird mit einer einstellbaren, stabilisierten
Spannungsgröße verglichen, wobei die Differenz die Ansteuergröße
für den Transistor beeinflußt.
Durch die DE-AS 12 85 605 ist es weiterhin bei einer Anordnung
zur Regelung der induzierten Ankerspannung eines konstant
erregten Gleichstrom-Nebenschlußmotors bekannt, diesen in Reihe
mit einem Transistor und einem zur Ermittlung der induzierten
Ankerspannung vorgesehenen Vorwiderstand zu schalten, an dem
eine dem Motorstrom entsprechende Spannungsgröße abfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß im
Fahrgastraum ein von der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit
unabhängiger gewünschter Luftdurchsatz gewährleistet werden
kann.
Die erfindungsgemäße Lösung liegt darin, daß der Läufer des
Gebläsemotors über einen Vorwiderstand an einen Pol einer
Stromquelle und über die Schaltstrecke eines Transistors an
den anderen Pol der Stromquelle geschaltet ist, daß eine im
Vorwiderstand erzeugte, für den Motorstrom repräsentative
Spannungsgröße sowie eine vorzugsweise mittels eines aus
Widerständen bestehenden Spannungsteilers aus der Läuferspannung
abgeleitete, der Läuferdrehzahl entsprechende Spannungsgröße
addiert werden und deren Summe mit einer einstellbaren,
vorzugsweise stabilisierten Spannungsgröße verglichen
wird, wobei die Differenz die Ansteuergröße für den Transistor
mittelbar oder unmittelbar beeinflußt; dem Gebläsemotor wird
somit bei steigender Stromaufnahme durch ein steigendes vom
zunehmenden Staudruck verursachtes Gegendrehmoment unter Berücksichtigung
eines aus der Läuferspannung abgeleiteten, der
Läuferdrehzahl entsprechenden zusätzlichen Istwertes eine
definiert sinkende Spannung bzw. elektrische Antriebsleistung
zugeführt.
Nachfolgend soll anhand von Zeichnungen eine vorteilhafte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
näher beschrieben werden.
Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung mit einem Leistungstransistor
zur Regelung des Motorstromes,
Fig. 2 zeigt die im wesentlichen gleichartige Schaltung,
bei der jedoch die Regelung durch einen getakteten Schalttransistor
erfolgt,
Fig. 3 zeigt in einem Diagramm die Strom-Spannungskennlinien,
die bei den bisher gebräuchlichen Gebläsesteuerungen
erzielbar sind und
Fig. 4 zeigt in einem Diagramm die mittels der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung erzielbaren Strom-Spannungskennlinien.
Die in Fig. 1 gezeigte Schaltungsanordnung stellt sich im
wesentlichen dar als Serienschaltung des Läufers 1 des
Gebläsemotors mit einem Vorwiderstand 2 und der Schaltstrecke
eines Transistors 3. Der Läufer 1
ist dabei über den Vorwiderstand 2 an einen Pol (-) einer
Stromquelle und über die Schaltstrecke des Transistors
3 an den anderen Pol (+) der Stromquelle geschaltet.
Die hier aus Übersichtlichkeitsgründen nicht gezeigte
Erregung des Gebläsemotors erfolgt entweder
durch einen eigenen unabhängigen, unmittelbar aus der
Stromquelle gespeisten Erregerkreis mit konstanten Größen
oder, moderner, durch permanentmagnetische Pole.
Die am Läufer 1 auftretende Spannung wird mittels eines
aus den Widerständen 4, 5 gebildeten Spannungsteilers geteilt.
Der Verbindungspunkt der Spannungsteilerwiderstände
4, 5 ist an den "-"-Eingang eines Differenzverstärkers
6 geführt. Der "+"-Eingang dieses Differenzverstärkers
6 ist mit dem Schleifer eines Potentiometers 7
verbunden, dessen eines Ende in bekannter Weise über einen
Widerstand 8 mit einem Pol (+) der Stromquelle verbunden
ist und dessen anderes Ende an den anderen Pol
(-) der Stromquelle geschaltet ist und dem eine in Sperrichtung
gepolte Zenerdiode 9 parallelgeschaltet ist. Der
Ausgang des Differenzverstärkers 6 ist mit der Steuerelektrode
des Leistungstransistors verbunden.
Am Schleifer des Potentiometers 7 kann eine stabilisierte
Spannung abgegriffen werden, die als Einstellwert
dient. Diese wird durch die Schaltungsanordnung mit
der Summe zweier Spannungen, nämlich der durch den Motorstrom
verursachten Komponenten R(2) · JMotor und der
am Spannungsteilerwiderstand 5 abfallenden, für die Läufer- oder Motorspannung
UMotor repräsentativen Spannung verglichen
und durch den Transistor 3 auf Gleichheit geregelt.
Die Schaltungsanordnung erwirkt somit die Bedingungen
zur Erfüllung der Gleichung
UMotor=UEinstellwert-R(2) · JMotor
und realisiert somit den der Erfindung
zugrunde liegenden Gedanken, die dem Gebläsemotor zugeführte
Spannung bei steigender Stromaufnahme zu vermindern.
Durch die Reduktion der zugeführten elektrischen Antriebsleistung
des Gebläsemotors bei steigendem Staudruck gelingt
es somit, die Förderleistung des Gebläses bei hohem
Staudruck möglichst zurückzunehmen. Bei Staudruck ergibt
sich ein Betriebspunkt, in dem die Motorspannung Null
wird, das Gebläse also in den Turbinenbetrieb übergeht.
Durch die Wahl des Wertes des Vorwiderstandes 2 kann dieser
Punkt so gelegt werden, daß er jenem Betriebspunkt des
ungeregelten Gebläses entspricht, in dem der Staudruck
allein den Volumenstrom erzeugt. Da in diesem Punkt
keine elektrische Antriebsleistung zugeführt wird, ist
eine maximale Anpassung an das Fahrzeug und eine weitgehende
Unterdrückung des Staudrucks erreicht.
Die Fig. 2 zeigt mit den gleichen Bezugszeichen eine im
wesentlichen gleich aufgebaute Schaltung, bei der jedoch
die Regelung durch einen getakteten Schalttransistor 10
erfolgt. Zu diesem Zweck ist der Ausgang des Differenzverstärkers
6 über eine herkömmliche Impulsbreiten-Regelstufe
11 an den Steuereingang des Schalttransistors 10 geschaltet,
die in Abhängigkeit von der Größe ihrer analogen
Eingangsspannung an ihrem Ausgang Impulse mit einem variablen
Impuls-Pausen-Verhältnis abgibt, die zur Aussteuerung
des Schalttransistors 10 dienen. Hier entsteht weniger
Verlustleistung im Schalttransistor 10. Die Einfügung von
Entstörgliedern - Drossel 12 und Kondensator 13 - erweist
sich hier als vorteilhaft.
Fig. 3 zeigt in einem Diagramm die Strom-Spannungskennlinien,
die bei den bisher gebräuchlichen Gebläsesteuerungen
erzielbar sind.
Die Gerade a zeigt eine Regelung für konstante Drehzahl,
bei der durch Steigerung der Motorspeisespannung der mit
zunehmendem Motorstrom steigende Spannungsabfall durch
den Widerstand der Kupferwicklung Rcu kompensiert wird.
Die Drehzahl einer fremderregten Gleichstrom-Nebenschlußmaschine
ist bekanntlich proportional der Läufer-EMK E.
Die Gleichung für die Kennlinie a lautet daher
UMotor=E+JMotor Rcu.
Die Kurve b ist charakteristisch für eine Speisung mit
konstanter Spannung, etwa bei Batteriebetrieb. Die
Gleichung lautet
UMotor=const.=UEinstellwert.
Die Kurven c schließlich zeigen die Kurvenschar bei Speisung
des Gebläsemotors aus einer Stromquelle mit konstanter
Spannung über stufenweise veränderbare Vorwiderstandskombinationen.
Schließlich ist noch als Gerade d die Kennlinie für
Speisung mit kontantem Strom angegeben.
Fig. 4 zeigt in einem weiteren Diagramm die mittels der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung erzielbaren Strom-
Spannungskennlinien. Diese weisen wie beabsichtigt, eine
definierte untereinander gleiche Neigung auf. Daraus ist
ersichtlich, daß durch die Schaltungsanordnung ein definierter
Innenwiderstand sowie eine Unabhängigkeit von
Schwankungen der Batteriespannung erzielt wird.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung für die Speisung von Gebläsemotoren,
insbesondere bei Kraftfahrzeugen, bei welcher der Läufer (1)
des Gebläsemotors über einen Vorwiderstand (2) an einen Pol (-)
einer Stromquelle und über die Schaltstrecke eines Transistors
(3) an den anderen Pol (+) der Stromquelle geschaltet ist, eine
im Vorwiderstand (2) erzeugte, für den Motorstrom (JMot)
repräsentative Spannungsgröße sowie eine aus
der Läuferspannung des Gebläsemotors abgeleitete, der Läuferdrehzahl
entsprechende Spannungsgröße addiert werden und deren
Summe mit einer einstellbaren
Spannungsgröße verglichen wird, wobei die Differenz die
Ansteuergröße für den Transistor mittelbar oder unmittelbar
beeinflußt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 mit einem aus Widerständen
(4, 5) bestehenden Spannungsteiler zur Ableitung einer
der Läuferdrehzahl des Gebläsemotors entsprechenden Spannungsgröße.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit einer stabilisierten
einstellbaren Spannungsgröße.
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| AT0339083A AT379717B (de) | 1983-09-23 | 1983-09-23 | Schaltungsanordnung fuer die speisung von geblaese- motoren, insbesondere bei kraftfahrzeugen |
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