DE343079C - Verfahren zur Behandlung von Kupfernickelstein - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Kupfernickelstein

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DE343079C DE1921343079D DE343079DD DE343079C DE 343079 C DE343079 C DE 343079C DE 1921343079 D DE1921343079 D DE 1921343079D DE 343079D D DE343079D D DE 343079DD DE 343079 C DE343079 C DE 343079C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/02Obtaining nickel or cobalt by dry processes
    • C22B23/025Obtaining nickel or cobalt by dry processes with formation of a matte or by matte refining or converting into nickel or cobalt, e.g. by the Oxford process

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Description

  • Verfahren zur Behandlung von Kupfernickelstein. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung der bei. den gewöhnlichen Schmelzverfahren erhaltenen Kupfernickelsteine, durch welches man sowohl Kupfer als Nickel in reinem Zustande gewinnen und gleichzeitig die edlen Metalle des Steines auf ein verhältnismäßig kleines Volumen konzentrieren kann.
  • Als Ausgangsmaterial kann ein Kupfernickelstein benutzt werden, in welchem die Konvertierung so weit getrieben ist, daß der Eisengehalt sehr niedrig ist. Es ist bekannt, daß ein solcher Stein gewöhnlich weniger Schwefel enthält, als den Sulfiden der Metalle entspricht.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man sich der metallischen Eigenschaften des Steins in einer bisher unbekannten Weise während der Gewinnung der einzelnen Metalle des Steins bedienen kann, wodurch man einen sehr wesentlichen Teil der, sonst nötigen Röst- und Reduktionskosten sparen kann.
  • Nach der Erfindung wird der Kufernickelstein zunächst gebrochen oder granuliert, daß man eine für Säurebehandlung geeignete Korngröße erhält. Der Stein wird dann derart mit Säure berieselt, daß gleichzeitig Luft auf ihn einwirken kann. Auf diese Weise wird eine neutrale Kupfernickellösung erhalten.
  • Wegen des metallischen Charakters des Steins wird verhältnismäßig mehr Nickel als Kupfer gelöst. Man kann deshalb das Auflösungsverfahren derart leiten, daß man einen ungelösten Rest erhält, hauptsächlich aus Sulfiden bestehend, der prozentweise mehr Kupfer und weniger Nickel als der ursprüngliche Stein und welcher außerdem alle edlen Metalle des Steins enthält.
  • Die hergestellte Kupfernickellösung wird nun von ihrem Kupfergehalt durch Zementation befreit. Es hat sich hierbei ergeben, daß der als Ausgangsmaterial benutzte Stein sich wegen seines metallischen Charakters vorzüglich als Z-mentationsmittel eignet. Wenn die Zementation vollendet ist, erhält man eine neutrale kupferfreie Nickellösung, die sich für Elektrolyse vorzüglich eignet, und aus welcher Nickel in jeder beliebigen bekannten Weise gewonnen werden kann, und als Rest das Zementkupfer neben den Sulfiden des Steins und den edlen Metallen. Wenn man die angewandte Menge des Steins derart regelt, daß nicht wesentlich mehr metallisches Nickel zugeführt wird als für die Zementation nötig ist, so kann man erreichen, daß ein Rest erhalten wird, der sehr wenig Nickel enthält und reich an Kupfer ist.
  • Die von der Säurebehandlung und von der Zementation herrührenden Reste werden vereinigt und geröstet, wodurch man eine Mischung von Kupfer- und Nickeloxyden erhält, die im Verhältnis zum Ausgangsstoff sehr reich an Kupfer und arm an Nickel ist, und außerdem alle edlen Metalle des Steins enthält.
  • Dieses geröstete Material wird jetzt mit verdünnter Säure in bekannter Weis= ausgelaugt, wodurch die Hauptmenge des Kupfers, das als Oxyd vo:handen ist, gelöst wird, ohne daß ein wesentlicher Teil des Nickeloxyds in Lösung geht. Diese Lösung wird in bekannter Weise für die Gäwinnung von Kupfer behandelt, z. B. durch Elektrolyse.
  • Der Rest, der hauptsächlich aus Nickeloxyd, einer kleineren Menge Kupferoxyd sowie den edlen Metallen besteht, wird einem reduzierenden Schmelzen unterworfen, und das erhaltene Metall granuliert. Diese Gtanalien können in Säure auf bekannte Weise gelöst oder bei der Zementation der früher im Verfahren erhaltenen Kupfernickellösung verwendet werden. Man erhält dann einen verhältnismäßig kleinen Rest aus allen edlen Metallen des Steins bestehend, sowie im Falle der Zcmentation etwas Zementkupfer. In diesem Falle können Anoden gegossen und das Kupfer und die edlen Metalle durch Elektrolyse getrennt werden.
  • Auf Grund der sehr starken Konzentration, der die edlen Metalle nach dem vorliegenden Verfahren unterworfen sind, kann man diese gewinnen und ausnutzen, . auch wenn sie ursprünglich in sehr kleinen Mengen vorhanden sind.
  • Es kann vorteilhaft sein, einen Teil des Steins in einer bestimmten Weise. zu konvertieren, so daß sich dieser besonders gut als Zementationsmittel eignet. Dies wird dadurch erreicht,. daß man so weit konvertiert, daß die Hauptmenge des Nickels in metallische Form übergeführt wird, , während der vorhandene Schwefel von Kupfer gebunden wird. Eine solche Arbeitsweise ist besonders dann vorteilhaft, wenn das Rohmaterial viel Kupfer im Verhältnis zu Nickel enthält.
  • Das Verfahren kann innerhalb weiter Grenzen variiert werden, je nach dem 'angewandten Rohmaterial. -Die meisten Verfahren zur Behandlung von Kupfernickelstein benutzen ein Rohmaterial,' in welchem sich Nickel zü Kupfer wie 2: i verhält. Das vorliegende Verfahren kann aber auch mit großem Erfolge bei kupferreichen Steinen angewandt werden, wie sich aus folgendem Ausführungsbeispiel ergibt, bei welchem als Rohstoff ein Stein mit doppelt soviel Kupfer als. Nickel gewählt ist. -Eine Menge von i ooo kg des obengenannten Steins wird bis. zu einem Metallgehalt. von etwa 84 Prozent und etwa 16 Prozent Schwefel konvertiert. Dieser Stein wird dann etwa 56 Prozent Cu und -28 Prozent Ni enthalten, er wird in einen Lösungsturm gebracht, in welchem er mit Schwefelsäure durch periodische Berieselung unter Zufuhr von - Luft behandelt wird: Aus den 28 Prozent Ni des Steins werden dann 25 Prozent in Lösung gehen und aus dem - Kupfer io Prozent; wodurch man cinen ungelösten Rest von etwa 65 Prozent erhält, der etwa 7o Prozent Cu und 5 Prozent Ni enthält, und in welchem das Verhältnis Kupfer: Nickel also 1q.: i ist.
  • Eine zweite Menge von 5oo kg Stein wird bis zu einem Metallgehalt von etwa 93 Prozent und etwa io Prozent Schwefel konvertiert, was sich leicht ausführen läßt, wenn der Kupfergehalt so hoch wie hier ist. Der konvertierte Stein enthält dann etwa 6o Prozent Cu und 30 Prozent- Ni, er wird in ein Zementationsgefäß'gebracht,- in welches auch die aus der ersten Menge hergestellte Lösung gefüllt wird.
  • Die Lösung wird vorzugsweise bis über 6o ° C erhitzt. Die Zementation findet dann in derselben Weise- statt, als, wenn nur metallischer Nickel angewendet worden wäre. Durch @ die Zementation gehen 2o aus den 30 Prozent Ni in Lösung, und eine entsprechende Menge Zementkupfer wird ausgefällt. Man erhält so einen ungelösten Rest, der etwa 8o Prozent Cu und =o Prozent Ni enthält. Die reine neutrale Nickelsulfatlösung wird dann elektrolysiert und die dadurch gewonnene Säure von neuem. zum Auflösungsverfahren verwendet. - .
  • Um das Verfahren ins Gleichgewicht zu bringen, ist es also ratsam, doppelt soviel Stein für die Säurebehandlung als für die Zementation zu konvertieren.
  • Der nach der Säurebehandlung zurückbleibende ungelöste Rest von 650 kg, 460 kg Cu und 30 kg Ni enthaltend, wird jetzt mit dem nach der Zementaiion zurückbleibenden un= gelösten Rest von etwa. 500 kg,. qÖO kg Cu und 5o kg Ni enthaltend, gemischt und geröstet, bis eine Oxydmischung mit etwa 8o Prozent Metallgehalt entsteht oder etwa i ißo kg 0xYdmischung, 86o kg Cu und 8o kg Ni enthaltend.
  • Diese Oxydmischung wird in einem säurefesten Behälter mit Schwefelsäure ausgelaugt, wodurch etwa 95 Prozent des "Kupfergehaltes und etwa 5 Prozent des Nickelgehaltes in Lösung gehen und ein ungelöster Rest zurückbleibt, der etwa 43 kg Cu und '6 kg Ni in Form von Oxyden enthält sowie-, alle edlen Metalle des ursprünglichen Steins: Die Oxydmischung wird in bekannter Weise einem reduzierenden Schmelzen unterworfen, wodurch etwa 115 kg metallisches Kupfernickel erhalten werden. Dies wird granuliert und `bei der Zementation der ursprünglich- hergestellten Kupfernickellösung in- einem besonderen Zementationsgefäß angewandt, so.' dä,ß als ungelöster Rest eine Mischung von Kupfer und edlen Metallen entsteht. - Die @ edlen -Metalle sind jetzt auf ein sehr kleines Volumen konzentriert und _ könne leicht in bekanfiiei Weise gewonnen- werden durch Gießen von Anoden ' aus dem - metallischen Rest und EIektrolysieren, wodurch das Kupfer ausgefällt und die edlen Metalle in Form von Anodenschlamm zurückgewonnen *erden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Behandlung von Kupfernickelstein, dadurch gekennzeichnet, daß nach Konvertieren der Steine so weit, bis die Hauptmenge des Nickels in metallische Form übergeführt ist, ein Teil des Steins durch Berieselung mit Säure unter Zufuhr von Luft aufgelöst, die so erhaltene Lösung mit Hilfe eines anderen Teils des Steins zementiert, bis eine kupferfreie Nickellösung erhalten wird, das Nickel aus der Nickellö3ung gewonnen, der ungelöste Rest von der Säurebehandlung mit dem ungelösten Rest von der Zementation zusammen geröstet, die so erhaltenen Kupfernickeloxyde mit Säure ausgelaugt, die ungelösten Oxyde zn Metall reduziert und dann die edlen Metalle gewonnen werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Steins, der für Zementation verwendet wird, weiter konvertiert wird als der Teil, der im Auflösungsverfahren verwendet wird, so daß ersterer verhältnismäßig mehr metallisches Nickel enthält.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Reduktion erhaltene Metallmischung zur Zementation der vom ersten Teil des Steins kommenden Lösung in einem besonderen Zementationsgefäß verwendet wird, so daß man einen ungelösten Rest erhält, der alle edlen Metalle des Steins sowie etwas Zementkupfer enthält. q.. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Reaktion erhaltene Metallmischung durch Berieselung mit Säure unter Zufuhr von Luft aufgelöst wird, so daß man als Rest die edlen Metalle des Steins erhält.
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