DE346696C - - Google Patents

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DE346696C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C49/00Obtaining peat; Machines therefor
    • E21C49/04Obtaining peat; Machines therefor by digging in the form of peat sods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung betrifft eine Ausgestaltungsform des unter Patent 346695 geschützten Erfindungsgegenstandes. Während sich die in der Zeichnung des Hauptpatentes vviedergegebene Ausführungsform in erster Linie für Betriebe kleineren Umfangs eignet, stellt die nachstehend beschriebene Form das Gerät für Großgewinnung von Handstichtorf dar.
Die Soden (in der Zeichnung zwölf Stück) sind sämtlich hochstehend in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Die Unterteilung des durch den langen Flachstich sich ergebenden Torfstranges in Soden erfolgt durch senkrecht stehende Querstege, welche als Messer im Scherenschnitt arbeiten. Der Schneidvorgang erfolgt durch lange, auf dem Gerät angebrachte Handhebel. Diese Hebel betätigen gleichzeitig eine Vorrichtung, welche die Soden festhält, wenn sich die Messer nach erfolgtem Schnitt aus dem
ίο Torfstrang herausziehen, und das Auswerfen der Soden auf das Trockenfeld besorgt. Die Einrichtung ist so getroffen, daß bei geringstem Arbeiterbedarf (für die Bedienung beim Stechen und Abfördern der Soden sind nur zwei Mann erforderlich) eine erheblich gesteigerte Leistung erzielt und der Torf in Form und Güte verbessert wird. Das Gerät ist trotz seiner vielseitigen Verrichtungen so einfach in der Handhabung, daß dieselbe jedermann möglich ist.
)o Die Abb. 1, 2 und 3 stellen den Gegenstand in Längsansicht, Aufsicht und im Querschnitt dar. In Abb. 4 bis 8 ist die Arbeitsweise schematisch, und zwar jeweils in Längsansicht und Querschnitt wiedergegeben.
Das Gerät besteht aus dem Schneideisen a, an welchem der Kasten b vermittels Scharnier c drehbar angelenkt ist. Das Schneideisen α und Kasten b sind mit Querstegen g und h versehen, die mit ihren Schneidkanten so ausgebildet sind, daß auf der ganzen Schnittlänge Scherenschnitt erfolgt. Die Rückwand des Kastens b ist unten umgebogen, so daß sich das Messer d bildet, vermittels welches sämtliche Soden, die gehoben werden sollen, aus dem Moore unten losgelöst werden. Das Zuklappen des Kastens b und damit das Schneiden der Soden geschieht durch Aufwärtsbewegung der oben auf dem Geräte angebrachten Hebel I und m, die bei ihrem Niedergange den Kasten b wieder öffnen. Sie sind längs des Gerätes entgegengesetzt bei η und 0 gelagert und tragen, mittels Bolzen p und q angelenkt, die Zwischenstücke r und s, die ihrerseits wieder mittels Bolzen an den bogenförmigen Hebeln t und u des Kastens b angreifen. Die Hebel I und m sind zur Erzielung eines gleichmäßigen Ausschlages durch den Kuppelbolzen v, der in den Schlitzen der Hebel läuft, verbunden. Der Bolzen ν erstreckt sich ferner durch die geschlitzte Lasche w, die an dem Bock χ des Auswerfers y angelenkt ist. Der Auswerfer y ist im Scheitelpunkt seiner Schenkel vermittels der durchgehenden Stange ζ drehbar gelagert, so daß er
beim Niederdrücken der Hebel I und m die Soden ablegt. Die Schenkel des Auswerfers y bestehen aus klappenartigen Blechen. Sie sind in gleicher Anzahl als Soden vorhanden, starr an der Stange ζ befestigt und so schmal gehalten, daß sie sich zwischen den Querstegen g und h bewegen können, ohne letztere zu streifen.
Die Arbeitsweise stellt sich an Hand der schematischen Abb. 4 bis 8 wie folgt dar:
Abb. 4: Die beiden für die Bedienung des Gerätes erforderlichen Arbeiter haben dasselbe an den beiden an den Enden des Gerätes angebrachten Griffen e erfaßt und das Stecheisen α in das Moor gestochen. Abb. 4 zeigt den Augenblick, in welchem die Oberkante des Moores den Auswerfer y berührt. Auswerfer y steht in seiner Grenzlage nach rechts ausgeschwungen, Kasten b in Mittelstellung. Die Handgriffe der Hebel I und m stehen in Höhen-
20' stellung 1 über dem Kasten, Lasche w in Entfernung 3.
Abb. 5: Die Arbeiter drücken das Gerät ganz in das Moor herunter. Auswerfer y wird durch das hochdrängende Moor in seine ent-5 gegengesetzte Grenzlage gedreht. Er kann sich in diese Lage einstellen, da sich die Lasche w, in ihrem Schlitz geführt, frei heben läßt. Sie steht jetzt in Abstand 4 vom Kasten, während die Hebel I und m ihre Lage nicht verändert haben.
Abb. 6: Durch gänzliches Hochziehen der Hebel I und m auf Höhenlage 2 der Handgriffe vom Kasten wird das Gerät geschlossen und damit die Zerteilung des Torfes in Soden bewirkt.
Die Lasche w hat ihre Höhenlage nicht ver-" ändert, da der Auswerfer seine vorherige Lage beibehalten hat. Er hielt mit seinem längeren Schenkel die Moormasse fest, während die Querstege h zwischen den Klappen des AiIs-
werfers hindurch den Scherenschnitt gegen die Querstege g ausführten und Messer d die Soden unten abschnitt. Gleichzeitig wurden die Soden durch den Druck der Rückwand des Kastens b verdichtet.
Abb. 7: Die Arbeiter haben, ohne die Traggriffe e zu ergreifen, durch weiteren Zug an den Handgriffen der Hebel / und m das Gerät aus dem Moore herausgehoben und öffnen jetzt das Gerät, indem sie die Hebel I und m nach unten führen. Während der ersten Hälfte dieser Bewegung bleibt der Auswerfer y in Ruhe, damit das Herausziehen der Schneiden erfolgen ■kann, ohne daß sich die Soden unregelmäßig mit herausziehen oder, teilweise an Teil α bzw. Teil δ des Gerätes haftend, zerreißen. Die Soden werden außerdem frei schwebend durch den Auswerfer y festgehalten, bis der richtige Augenblick für das Ablegen gekommen ist.
Abb. 8: Das Auswerfen erfolgt, indem die Abwärtsbewegung der Hebel I und m beendet wird. Die Handgriffe derselben sind in ihre ι untere Grenzlage gerückt, ebenso die Lasche w, die den Auswerfer steuert. Die Sodenablage erfolgt, wie in Abb. 8 veranschaulicht, durch gleichmäßiges Herausdrehen sämtlicher Soden gleichzeitig, so daß dieselben an der Ablagestelle, dem Trockenfeld, mit Hilfe des Gerätes ι ordnungsmäßig, z. B. dachziegelartig geschich- ; tet werden können.
Bevor die Arbeiter zum nächsten Stich übergehen, ziehen sie die Hebel I und m in Mittellage hoch, so daß sich das Bild Abb. 4 wieder ergibt. In dieser Lage sind die Hebel durch eine selbsttätige Sperrung gesichert, damit die Ar- \ beiter auch durch Druck auf die Handgriffe der Hebel I und m den Einstich vollziehen können, ohne daß sich durch Abwärtsbewegung der Hebel ; der Kasten wieder ganz öffnet, wodurch der Aus- : werfer y verhindert würde, sich selbsttätig in , die in Abb. 5 gezeichnete Lage einzustellen. Die zur Veranschaulichung des Arbeitsvorganges in einzelne Phasen zerlegten Verrichtungen vollziehen sich in Wirklichkeit in glattem Zuge. Das Gerät wird, von der Ablagestelle' j kommend, Hebel unten, an der Stichstelle an- S5 gesetzt, wobei die Hebel in Mittelstellung gerückt werden. Nach erfolgtem Einstich ziehen die Arbeiter das Gerät an den Griffen der Hebel I und m wieder nach oben heraus und treten damit seitwärts zwecks Ablage der gestochenen Soden. Hier drücken sie die Hebel nach unten, worauf sie zum nächsten Stich schreiten.

Claims (5)

P ATENT-Ansprüche:
1. Vereinigtes Sodenstech- und Beförderungsgerät nach Patent 346695, dadurch
' gekennzeichnet, daß die Zerlegung des wagerechten Torfstranges in Einzelsoden vermittels scherenartig wirkender Messer geschicht, für deren Betätigung unter gleichzeitiger Erhöhung der Schneidwirkung übersetzte Hebel verwandt werden.
2. Vereinigtes Sodenstech- und Beförderungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel in ihrer Anordnung die Längenerstreckung des Gerätes zweckmäßig ausnutzen und ihre Anordnung doppelseitig erfolgt unter Begrenzung ihres Ausschlages durch gegenseitige Verkuppelung.
3. Vereinigtes Sodenstech- und Beförderungsgerät nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät mit einer Vorrichtung (y, Auswerfer) versehen ist, welche einmal die Soden nach erfolgtem Schnitt beim Herausziehen der Schneiden in ihrer Lagerung festhält, anderseits aber zwecks Ablage der Soden auf dem Trockenfeld die Entleerung des Gerätes bewirkt.
4. Vereinigtes Sodenstech- und Beförderungsgerät nach Anspruch 1 bis. 3, dadurch
gekennzeichnet, daß durch die dem Schneiden \ rungsgerät nach Anspruch 3 und 4, dadurch
sowie dem Öffnen des Gerätes dienende Be- : gekennzeichnet, daß trotz Betätigung der
wegung der Handhebel die Vorrichtung (y_, ; Vorrichtung (y, Auswerfer) durch die Hand-
Auswerfer) gleichzeitig betätigt wird. hebel erstere dem Einflüsse der Hebelbewe-
5. Vereinigtes Sodenstech- und Beförde- gung zeitweilig entzogen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. OEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT346696D Active DE346696C (de)

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