DE3516062A1 - Roehrentrockner zur trocknung von rieselfaehigen guetern - Google Patents

Roehrentrockner zur trocknung von rieselfaehigen guetern

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DE3516062A1
DE3516062A1 DE19853516062 DE3516062A DE3516062A1 DE 3516062 A1 DE3516062 A1 DE 3516062A1 DE 19853516062 DE19853516062 DE 19853516062 DE 3516062 A DE3516062 A DE 3516062A DE 3516062 A1 DE3516062 A1 DE 3516062A1
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Description

FRIED. KRUPP GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG
in Essen
Röhrentrockner zur Trocknung von rieselfähigen Gütern
Die Erfindung betrifft einen Röhrentrockner zur Trocknung von rieselfähigen Gütern, insbesondere von Braunkohle.
Dampfbeheizte Röhrentrockner sind bekannt (DE-PS 102 953) und werden in der Hauptsache in der Braunkohlenindustrie verwendet.
Mit derartigen Trocknern wird die Braunkohle auf schonende Weise getrocknet, indem die Trocknerrohre von außen mit Dampf beheizt werden und das zu trocknende Gut durch Kontakt mit den heißen Rohren relativ langsam getrocknet wird. Es findet eine Verdunstung des auszutrocknenden Wassers statt, wobei das einzelne Korn nur etwas schrumpft und nicht zerfällt bzw, nicht zerkleinert wird. Der größte Teil der erforderlichen Wärmemenge zur Trocknung des Gutes wird durch die Kondensation des Heizdampfes und damit durch Aus-
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nutzung der Verdampfungswärme gewonnen, so daß das Kondensat unverschmutzt bleibt und somit direkt weiter verwendet werden kann.
Weitere Vorteile der bekannten Röhrentrockner sind darin zu sehen, daß keine Explosionsgefahr besteht, weil beim Trocknen Brüden mit relativ niedriger Temperatur und hoher Sättigung entstehen. Gefährliche Staub-Luft-Gemische können sich nicht bilden. Es wird somit in der Trockentrommel kein Staub erzeugt.
Mit den rotierenden Trommeltrocknerη kann eine sehr große Heizfläche mit geringstmöglichem umbauten Raum erreicht werden, so daß der erforderliche Freiraum für die Brüden den Erfordernissen genau angepaßt werden kann. Dadurch wird der Wärmebedarf für die Trocknung und der Energiebedarf für die Entstaubung der Brüden so klein wie möglich gehalten.
Aufgrund der großen Vorteile sind rotierende Röhrentrockner seit vielen Jahrzehnten mit Erfolg im Einsatz. Sie haben aber nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.
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Während der Trocknung entstehen innerhalb der Trocknerrohre Brüden, die mittels eines Trägermediums, beispielsweise Luft, abgeführt werden. Durch Übertrocknung von Feinkorn in Verbindung mit überschüssiger Trägerluft innerhalb der Rohre können Brände entstehen. Eine Erstickung der Brände durch Einblasen von Inertgasen ist nicht möglich, weil der rotierende Röhrentrockner aufgrund seiner Gut-Zu- und Abführung nicht gasdicht abgeschlossen werden kann.
Wenn bei den bekannten Röhrentrocknern die Brüden einen relativ großen Anteil an getrocknetem Gut enthalten, müssen die Brüden in eine Filteranlage geleitet werden. Mit einem Restanteil des getrockneten Gutes werden sie dann in das Freie geleitet. Dadurch wird die Umwelt bei einem erheblichen Wärmeverlust belastet.
Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß die rotierenden Röhrentrockner nicht in einzelne Heizstufen unterteilt werden können, weil die in den einzelnen Abschnitten des Trockners benötigten unterschiedlichen Wärmemengen nicht untergebracht werden können. Außerdem ist bei rotierenden Röhrentrocknern der Trocknungsgrad in den inneren und äußeren Rohrbereichen unter-
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schiedlich. Die Trocknerrohre lassen sich nämlich nicht gleichmäßig mit Gut und Feuchtigkeitsträger füllen, was auf folgendes zurückzuführen ist:
Der Transport des Gutes durch die Trocknerrohre und das zum Trocknen erforderliche Umwälzen des Gutes wird einerseits durch eine geringe Schräglage der Trocknertrommel mit den eingebauten Rohren erzielt bis zu ca. 10° zur Horizontalen und andererseits durch Drehung der Trocknertrommel bis zu ca. 9 U/min.
Die heutigen drehbaren Groß-Röhrentrockner wiegen mehrere hundert Tonnen. Diese Gewichte müssen einwandfrei gelagert und bewegt werden. Ferner müssen immer größer werdende Dampfmengen der Trockentrommel zugeführt werden, was aufgrund deren Drehbewegung und Wärmeausdehnungen kompliziert ist. Die Drehbewegung der Trockentrommel erfordert große Investitions- und Unterhaltskosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile der bekannten Röhrentrockner zu vermeiden unter Beibehaltung der eingangs genannten Vorteile der bekannten rotierenden Röhrentrockner.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichnungsteiles des Hauptanspruches gelöst. Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme kann ein gasdichter Röhrentrockner mit einer Vielzahl von eingebauten Rohren
starr gelagert werden, wobei die Trommel unter einem Winkel zur Horizontalen verlegt werden kann, der
größer als der Rutschwinkel des zu trocknenden Materials ist. Der Winkel kann bis zu 90° betragen. Aufgrund der voneinander unabhängigen dreh- oder bewegbaren und regulierbaren Gutzu- und -abführung wird
allen Trocknerrohren die gleiche Menge an Gut und im Gegenstrom dazu Feuchtigkeitsträger zugeführt. Die
Trocknerrohre sind mit Einbauten versehen, die das zu trocknende Gut ständig wenden und die erforderlichen Freiräume zum Abzug des verdunsteten oder verdampften Wassers schaffen. Auch kann der Röhrentrockner in
mehrere Heizstufen unterteilt werden, die mit verschiedenen Dämpfen oder Gasen zu beheizen sind.
Insbesondere der Fortfall der Lagerungen für die rotierende Trommel ergibt eine größere Betriebssicherheit, so daß Stillstandszeiten, wie bei den bekannten Röhrentrocknern, vermieden werden.
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Weitere Erfindungsgedanken sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel und ein Verwendungsbeispiel der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Röhrentrockner ,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch ein Trocknerrohr,
Fig. 3 eine weitere Ausgestaltung zu Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie A-B in Fig. 2,
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Gutzufuhr in Fig. 1,
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Fig. 6 einen Teilschnitt gemäß Linie C-D in Fig. 5,
Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung der Gutaustragsvorrichtung in Fig. 1
Fig. 8 einen Teilschnitt gemäß Linie E-F
in Fig. 7,
Fig. 9 ein Verwendungsbeispiel.
Der Röhrentrockner 1 besteht im wesentlichen aus einem Trocknermantel 2 mit einer oberen Stirnwand 3 und einer unteren Stirnwand 4, in die Trocknerrohre eingelassen sind. Zur Stabilisierung des Röhrentrockners 1 ist eine zentrale Trocknerachse 6 vorgesehen, die aus einem Rohr besteht. Nach oben hin ist der Röhrentrockner 1 mit einer Gehäusehaube 7 und nach unten mit einem Austragsgehäuse 8 abgeschlossen. Die Teile 2, 7 und 8 bilden ein geschlossenes gasdichtes Gehäuse mit den nachfolgend näher bezeichneten Zu- und Abführleitungen.
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Die bekannten dampfbeheizten Röhrentrockner sind rotierend und mit geringer Neigung zur Horizontalen angeordnet. Aus diesem Grund muß bei den bekannten Röhrentrocknern das Trocknungsmedium und auch die Kondensatableitung durch eine zentrale Hohlachse hindurch vorgenommen werden. Diese Nachteile werden mit dem erfindungsgemäßen Röhrentrockner vermieden.
Ein weiterer Vorteil der lotrecht angeordneten feststehenden Trockentrommel ist darin zu sehen, daß die Trocknerrohre 5 mit einem größeren Durchmesser in die Stirnwände 3 und 4 eingeschweißt werden können, weil durch die feststehenden Trocknerrohre das zu trocknende Material innerhalb der Rohre geringere Reibkräfte erzeugt und damit die Lebensdauer der Rohre 5 entsprechend langer ist. Weiterhin ist von Vorteil, daß das sich an den Rohren bildende Kondensat erheblich besser abfließt, wodurch sich der Wärmeübergang vom Wärmemedium durch die Rohre auf das zu trocknende Gut verbessert und daß sich somit keine größeren Kondensatmengen ansammeln können. Der Trommelmantel 2 mit den Rohren 5 ist mit Abstand das schwerste Teil des
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Röhrentrockners 1 und ist schwerer als alle übrigen Teile des Röhrentrockners zusammen. Aufgrund der feststehenden Anordnung ist der Röhrentrockner 1 gegenüber den bekannten rotierenden Röhrentrocknern wesentlich einfacher und damit bedeutend betriebssicherer.
Bei den bekannten rotierenden, liegenden Röhrentrocknern findet der Transport und das Umwälzen des zu trocknenden Gutes durch die geringe Schräglage und die Drehung der Trocknertrommel statt. Die Trocknerrohre des bekannten Röhrentrockners sind mit dem rieselfähigen zu trocknenden Material zum Teil gefüllt. Durch die langsame Drehbewegung des Röhrentrockners bewegt sich das zu trocknende Gut in der Weise, daß sich die Lage des einzelnen Gutkornes ständig verändert. Es liegt teilweise unter, im oder auf dem Guthaufen. Jedes Gutkorn kommt also zeitweise mit dem heißen Rohr und den Feuchtigkeitsträgern in Berührung, was zur Trocknung nötig ist. Damit ein ebenso guter Trocknungseffekt bei einem feststehenden Röhrentrockner erreicht wird, sind erfindungsgemäß die Trocknerrohre 5 mit Einbauten 9 versehen, die so angeordnet sind, daß Freiräume 10 und 10a entstehen, damit
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die aus dem feuchten Gut austretenden Brüden abgeführt werden können. Zu diesem Zweck bestehen die Einbauten aus zwei wendeiförmigen, koaxial angeordneten, mit gegeneinander gerichteten Neigungen versehenen Leisten 11 und 12, von denen die äußere Leiste 11 mit ihrer Oberkante mit der Innenfläche des Trocknerrohres 5 verbunden ist. Hierdurch wird eine Vielzahl von Trichtern 11a und 11b gebildet. Die innere Leiste 12 ist mit Abstand und höhenversetzt zu der äußeren Leiste 11 angeordnet und bildet eine Vielzahl von Kegeln 12a und 12b. Aufgrund dieser Anordnung der Einbauten 9 stellt sich ein zickzackförmiger Gutstrom ein, aus dem die Feuchtigkeit während der Trocknung austreten und über die Freiräume 10 und 10a abgeführt werden kann. Die wendeiförmigen Leisten 11 und weisen Schräglagen auf, die größer sind als der Rutschwinkel des zu trocknenden Gutes. Damit gleitet das Gut über den Z-förmigen Weg nach unten, so daß auch hier jedes Korn zeitweise mit dem heißen Rohr und dem Feuchtigkeitsträger in Berührung kommt. Eine Vergrößerung der Berührungsfläche des zu trocknenden Gutes mit dem Rohr kann dadurch erreicht werden, daß
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die innere Leiste 12 an der Unterkante mit einer parallel zum Trommelmantel 2 verlaufenden Verlängerungsleiste 13 versehen ist.
Bei den bekannten Röhrentrocknern wird die Trocknungszeit bzw. die Transportgeschwindigkeit des zu trocknenden Gutes durch eine nicht mehr zu verändernde Schräglage und die regelbare Drehzahl der Trocknertrommel bestimmt. Mit zunehmender Drehzahl wird die Füllung der Rohre mit Gut und Feuchtigkeitsträger immer ungleichmäßiger. Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß durch eine rotierende Gutaufgabevorrichtung 14 und eine gesonderte Gutaustragsvorrichtung 28 vermieden. Die Vorrichtungen 14 und 28 sorgen gemeinsam für eine gleichmäßige Füllung der Rohre mit dem zu trocknenden Gut und dem Feuchtigkeitsträger. Die Einbauten 9 innerhalb der Trocknerrohre 5 unterliegen einem Verschleiß. Damit verschlissene Einbauten 9 ersetzt werden können, sind diese auswechselbar angeordnet.
Das zu trocknende Gut muß gleichmäßig auf die einzelnen Trocknerrohre 5 verteilt werden. Zu diesem Zweck ist die Gutaufgabevorrichtung 14 drehbar ausgebildet.
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Die feststehende Materialzufuhr 15 ist gasdicht durch das Gehäuse 7 hindurch in einen rotierenden Zufuhrstutzen 17 eingeführt, der in einen Zufuhrkanal 18 übergeht. Dieser abgewinkelte Zufuhrkanal 18 ist mit einem Verteilergehäuse 19 verbunden, wobei Zweigkanäle 20 und 21 für eine gleichmäßige Verteilung des zu trocknenden Gutes innerhalb des Verteilergehäuses 19 sorgen, über eine Lagerhalterung 25 ist die Gutaufgabevorrichtung 14 in den Lagern 26 und 27 drehbar abgestützt. Der Boden 22 des Verteilergehäuses 19 weist segmentförmige öffnungen 23 auf, zwischen denen mittig zu den Trocknerrohren 5 segmentförmige Verteilersättel 24 vorgesehen sind. Die Verteilersättel 24 sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des zu trocknenden Gutes auf die Außenbereiche der Trocknerrohre 5, so daß das zu trocknende Gut immer in den Bereich der Einbauten 9 gelangt und somit der mittlere Freiraum 10 zum Abzug der Brüden bzw. der Wrasen ständig freibleibt, Der Zuführung 15 wird mehr zu trocknendes Gut zugeführt als der Röhrentrockner 1 aufnehmen kann, so daß die Gutzuführung 15 immer mit Gut gefüllt ist. Damit die im Kreislauf geführte Gutmenge in geringen Grenzen gehalten wird, wird die Gutaufgabevorrichtung 14 in ihrer
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Drehzahl geregelt. Das Verteilergehäuse 19 der Gutaufgabevorrichtung 14 ist segmentförmig ausgebildet und deckt etwa ein Viertel bis ein Achtel, vorzugsweise ein Sechzehntel des Trocknerquerschnittes ab. Damit ist in Verbindung mit der geregelten Drehzahl eine gleichmäßige Verteilung des zu trocknenden Gutes auf die einzelnen Trocknerrohre gewährleistet. Mit ist der Abzugsstutzen für die Brüden bzw. die Wrasen bezeichnet.
Die Gutaustragsvorrichtung 28 ist unterhalb der Stirnwand 4 in dem mit dem Trocknermantel 2 gasdicht und fest verbundenen Austragsgehäuse 8 untergebracht. In einem Boden 30 des Gehäuses 8 ist ein zentraler Ausfallstutzen 29 vorgesehen. Außerdem ist ein den gesamten Trocknerquerschnitt abdeckender rotierender Drehteller 31 vorgesehen, der einen segmentformigen Ausschnitt 32 aufweist, durch den das getrocknete Gut auf ein darunter angeordnetes Bodenblech 33 fällt. Von hier aus wird das getrocknete Gut mittels eines mit dem Drehteller 31 verbundenen Abstreifers 34 in den Ausfallstutzen 29 und von dort in eine Abfördervor-
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richtung 35 geleitet. Zwischen den unteren Enden der Trocknerrohre 5 und dem Drehteller 31 sind kreisringförmige/ gasdichte Kammern vorgesehen. Diese Kammern 36 sind mit soviel Ausströmstutzen 37 bestückt, daß jedem Trocknerrohr 5 ein solcher Stutzen zugeordnet werden kann. Die Außendurchmesser dieser Stutzen 37 sind dem Innendurchmesser der inneren Leiste 12 innerhalb der Rohre 5 angepaßt, und die freien Enden der Stutzen 37 sind in die Trocknerrohre 5 hineingeführt.
Zur konstruktiven Ausgestaltung sind Übergangsstutzen 38 vorgesehen, die eine Verbindung zwischen den Kammern 36 und den Ausströmstutzen 37 herstellen. Jede Kammer 36 ist an eine Gas-, Dampf- oder Luftzufuhr 39 angeschlossen, so daß über jeden Stutzen 37 jedem einzelnen Trocknerrohr 5 eine ausreichende Menge an Feuchtigkeitsträgern zugeführt werden kann. An den Kammern 36 sind außerdem Zufuhrstutzen 40 angeordnet, die jeweils in den äußeren Bereich der Trocknerrohre und damit in den Bereich der Rohreinbauten 9 münden.
Damit wird auch den Freiräumen 10a eine ausreichende Menge an Feuchtigkeitsträgern zugeleitet. Ein Leitstutzen 41, der mit dem unteren Ende der äußeren Lei-
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ste 11 verbunden ist, gewährleistet einen einwandfreien Austrag aus den einzelnen Trocknerrohreri auf den Drehteller 31, der mit einer regelbaren Drehzahl betrieben werden kann.
Das für die Trocknung des Gutes erforderliche Trocknungsmedium, beispielsweise Dampf, wird über eine Dampfzuführleitung 42 in ein Dampfverteilergehäuse eingeführt, von wo es über Überströmöffnungen 44 innerhalb des Trommelmantels 2 in das Innere des Röhrentrockners 1 einströmt und dabei die Troeknerrohre 5 von außen umspült, über eine Kondensatleitung 45 am unteren Ende kann das Kondensat ohne Schwierigkeiten abgeführt werden.
Fig. 9 zeigt ein Verwendungsbeispiel der Erfindung.
Hiernach ist der Röhrentrockner 1 in drei Heizstüfen 46, 47 und 48 unterteilt, die durch nicht dargestellte Zwischenböden gebildet werden. Den Stufen 47 und 48 sind Dampfverteilergehäuse 49 und 51 zugeordnet. Dadurch kann eine Beheizung des Röhrentrockners gewählt werden, die den jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernissen am besten entspricht. An das Gehäuse 49 ist
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eine Dampfzuführleitung 50 und an das Gehäuse 51 eine Dampfzuführleitung 52 angeschlossen. Jede der Stufen 46 bis 48 weist eine eigene Kondensatabführleitung auf, wobei der Stufe 46 die Leitung 53 und der Stufe 47 die Leitung 54 zugeordnet ist. Die Leitung 53 ist in einen Kondensatbehälter 55 und die Leitung 45 in einen Kondensatbehälter 56 eingeführt. Sollte das Kondensat Staubteile enthalten, so kann beispielsweise die Kondensatleitung 54 in eine Wäsche 57 geleitet werden, aus der die Trübe über eine Leitung 58 abgezogen wird. In dem dargestellten Verwendungsbeispiel ist die Brüdenhaube 7 trichterförmig ausgebildet. Darüber sind zwei Elektrofilter 59 und 60 vorgesehen, in denen ein so großer Freiraum geschaffen wird, daß die Gutzuführung 15 dort bequem untergebracht werden kann. Staubsammeltrichter 61 und 62 unterhalb der Elektrofilter 59 und 60 sind in eine Staubabführung 63 geführt, von wo aus der abgeschiedene Staub in die Transporteinrichtung 35 über eine Leitung 64 geführt werden kann, Eine Brüdenkammer 65 oberhalb der Elektrofilter 59 und 60 kann die Brüden über einen Ventilator 67 und eine Leitung 66 in die Leitung 50 zur DampfSammelkammer 49 leiten, so daß die abgezogenen Brüden zur Aufheizung
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der zweiten Heizstufe innerhalb des Röhrentrockners 1 verwendet werden können.
Erfindungsgemäß ist der Röhrentrockner komplett, einschließlich der Gutzufuhr und Gutabfuhr, gasdicht abgeschlossen. Bei den bekannten Röhrentrocknern ist dies nicht der Fall. Außerdem ist mit den bekannten Trocknern eine schnelle Trocknung der Braunkohle, auch auf erheblich niedrigere Endfeuchten, nicht möglich.
Der erfindungsgemäße Röhrentrockner wird in der Hauptsache für die Trocknung von Braunkohle zur Brikettierung verwendet. Damit die Brikettierfähigkeit der Koh·" Ie nicht leidet, muß die Trocknung mit relativ niedrigen Temperaturen und somit langsam durchgeführt und dadurch auf eine Endfeuchte von 15 % gebracht werden. Die Kohle wird auf weniger als 180 bis 200 0C erwärmt, so daß sie sich im Haufen nicht selbst entzündet, wenn sie von Luft umgeben ist. Mit dem erfindungsgemäßen Röhrentrockner wird also eine schnelle Trocknung auf niedrige Temperaturen des zu trocknenden Gutes erreicht. Außerdem wird erreicht, daß sich in
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dem aus dem Gut verdunsteten oder verdampften Wasser relativ wenig und grober Staub befindet, so daß für dessen Gewinnung entsprechend wenig Aufwand erforderlich ist.
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Claims (26)

EV 33/85 Hs/Kl Patentansprüche
1.) Röhrentrockner zur Trocknung von rieselfähigen Gütern, insbesondere Braunkohle mit einem Trocknergehäuse, in dessen Stirnwänden Trocknerrohre eingelassen sind, in die das zu trocknende Gut an einer Stirnseite mittels einer Gutaufgabevorrichtung aufgegeben und aus denen das getrocknete Gut an der anderen Stirnseite mittels einer Gutaustragsvorrichtung abgezogen wird, wobei das Trocknungsmedium in das Trocknergehäuse eingeführt wirdw und die Trocknerrohre außen umspült und
das sich hierbei bildende Kondensat aus dem Trocknergehäuse abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknergehäuse (1) feststehend und gasdicht ausgebildet und die Gutaufgabevorrichtung
(14) und die Gutaustragsvorrichtung (28) drehbar
ausgebildet und innerhalb des gasdichten Trocknergehäuses (1) angeordnet sind.
2.) Röhrentrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknergehäuse (1) mit den Längsachsen der Trocknerrohre (5) lotrecht angeordnet ist.
3.) Röhrentrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknergehäuse (1) mit den Längsachsen der Trocknerrohre (5) unter einem Winkel zur Horizontalen angeordnet ist, der gleich oder größer ist als der Rutschwinkel des zu trocknenden Gutes.
4.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Trocknermantel (2) des Trocknergehäuses (1) mit rundem oder polygonem Querschnitt ausgebildet ist.
5.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknerrohre (5) mit auswechselbaren Einbauten (9) versehen sind, die das zu trocknende Gut umschichten und Freiräume (10 und 10a) zum Abzug des verdunsteten oder verdampften Wassers schaffen.
6.) Röhrentrockner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten (9) aus zwei auswechselbaren, wendeiförmigen, koaxial angeordneten mit gegeneinander gerichteten Neigungen versehenen Leisten (11, 12) bestehen, von denen die äußere Leiste (11) mit ihrer Oberkante mit der Innenfläche des Trocknerrohres (5) verbunden ist und eine Vielzahl von Trichtern (11a, 11b) bildet und die innere Leiste (12) mit Abstand und höhenversetzt zu der äußeren Leiste (11) angeordnet ist und eine Vielzahl von Kegeln (12a, 12b) bildet.
7.) Röhrentrockner nach Anspruch 6, dadurch gekennnet/ daß die innere Leiste (12) an der Unterkante mit einer parallel zum Trocknermantel (2) verlaufenden Verlängerungsleiste (13) versehen ist.
8.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierende Gutaufgabe.vorrichtung (14) innerhalb einer mit dem Trocknermantel (2) gasdicht verbundenen Gehäusehaube (7) untergebracht ist, die gleichzeitig als
Brüdenauffang- und Brüdenabzugsgehäuse mit Stutzen (16) ausgebildet ist, und daß eine Gutzufuhr (15) zu der Gutaufgabevorrichtung (14) gasdicht durch die Haube (7) geführt ist.
9.) Röhrentrockner nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gutzufuhr (15) koaxial zur Trocknerlängsachse angeordnet ist und in einen koaxialen Zufuhrstutzen (17) der Gutaufgabevorrichtung (14) mündet, die in einen abgewinkelten Zufuhrkanal (18) übergeht und mit einem den Trocknerrohren (5) zugeordneten Verteilergehäuse (19) verbunden ist.
10.) Röhrentrockner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zufuhrkanal (18) und dem Verteilergehäuse (19) Zweigkanäle (20, 21) vorgesehen sind.
11.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (22) des Verteilergehäuses (19) segmentförmige öffnungen (23) aufweist, zwischen denen mittig zu den Trockner-
rohren (5) angeordnete segmentförmige Verteilersättel (24) vorgesehen sind.
12.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilergehäuse (19) der Gutaufgabevorrichtung (14) segmentförmig ausgebildet ist und ßßchstems ein Viertel bis ein Achtel, vorzugsweise ein Sechzehntel des Trocknerquerschnittes abdeckt.
13.) Röhrentrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gutaustragsvorrxchtung (28) unterhalb der Stirnwand (4) in einem mit dem Trocknermantel (2) gasdicht und fest verbundenen Austragsgehäuse (8) untergebracht ist, das in einem Boden (30) einen zentralen Ausfallstutzen (29) aufweist und mit einem den gesamten Trocknerquerschnitt abdeckenden, rotierenden Drehteller (31) versehen ist, der einen segmentförmigen Ausschnitt (32) aufweist, durch den das getrocknete Gut auf ein darunter angeordnetes Bodenblech (33) fällt, von wo aus das Gut von einem mit dem Drehteller (31) verbundenen Ab-
streifer (34) in den Ausfallstutzen (29)förderbar und von dort abförderbar ist.
14.) Röhrentrockner nach Anspruch 13/ dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Ausfallstutzens (29) eine Transportvorrichtung (35) vorgesehen ist.
15.) Röhrentrockner nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Enden der Trocknerrohre (5) und dem Drehteller (31) kreisringförmige, gasdichte Kammern (36) vorgesehen sind, die mit jedem Trocknerrohr (5) zugeordneten Ausströmstutzen (37) bestückt sind, deren Außendurchmesser dem Innendurchmesser der inneren Leiste (12) angepaßt ist und deren freie Enden in die Trocknerrohre (5) einmünden.
16.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (36) mittels Ubergangsstutzen (38) mit den Ausströmstutzen (37) verbunden sind.
17.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (36) an eine Gas-, Dampf- oder Luftzufuhr (39) angeschlossen sind und daß von den Kammern (36) ausgehende Zufuhrstutzen (40) vorgesehen sind, die in den äußeren Bereich der Rohreinbauten (9) münden.
18.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehteller (31) mit einer regelbaren Drehzahl betreibbar ist.
19.) Röhrentrockner nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Röhrentrockner (1) über seine Längserstreckung in mehrere Heizstufen (46 bis 48) unterteilt ist.
20.) Röhrentrockner nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Heizstufe (46 bis 48) ein Dampfverteilergehäuse (43, 49, 51) und eine Dampfzufuhrleitung (42, 50, 52) zugeordnet ist.
21.) Röhrentrockner nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß jede Heizstufe (46 bis 48)
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mit einer Kondensatabführung (45, 53, 54) versehen ist.
22.) Verfahren zum Betreiben eines Röhrentrockners nach den Ansprüchen 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der über seine Längserstreckung in mehrere Heizstufen unterteilte Röhrentrockner in den einzelnen Stufen mit gleichen oder unterschiedlichen Dämpfen oder Gasen beheizt wird.
23.) Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß dem zu trocknenden Gut innerhalb der Trocknerrohre im Gegenstrom ein Feuchtigkeitsträger zugeführt wird.
24.) Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß als Feuchtigkeitsträger Luft, Dampf oder Gas verwendet wird.
25.) Verfahren nach den Ansprüchen 23 und 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuchtigkeitsträger in gleichmäßigen und regelbaren Mengen zugeführt wird.
26.) Verfahren nach den Ansprüchen 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Trocknergehäuses, der Gutaufgabe- und der Gutaustragsvorrichtung mit unterschiedlichen Drücken gearbeitet wird.
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