DE3540723C1 - Hospital and/or nursing bed with adjustable side part - Google Patents
Hospital and/or nursing bed with adjustable side partInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kranken- und/oder Pflegebett,
welches auch als Kojenbett verwend- und einsatzbar ist, das aus
einem eigentlichen Bettrahmen und einem Bettgestell vorteilhaft
aus Stahl besteht, welches mit einem starren oder Rollenfahrge
stell verbunden ist und eine Bettumrandung mit Eckholmen besitzt,
durch welche der Bettrahmen umgeben wird.
In der Praxis ergeben sich beim Einsatz solcher Betten hohe An
forderungen auf die vielseitige Verwendbarkeit. Zunächst müssen
solche Betten eine angenehme und günstige Sitz- und Einsteighöhe
besitzen und das Pflegepersonal muß in der Lage sein, die er
forderlichen Arbeiten und Versorgungen bequem durchführen zu
können. Es ist bekannt, daß zu diesen Zwecken solche Betten kon
struktiv derart ausgelegt sind, daß sie mit der Matratze und der
Auflage ganz oder teilweise zur Höhen- und Neigungsverstellung ein
gerichtet sind und zum Schutz der Kranken oder Pflegebedürftigen
mit seitlichen Sicherheitsteilen oder Seitengittern versehen werden.
Dabei hat sich das Erfordernis ergeben, daß dieser seitliche
Sicherheitsteil ausklappbar oder verschiebbar gelagert werden muß.
Solche Betten sind bisher so ausgeführt, daß die Sicherheits
seitenteile aus Stahlrohr gefertigt werden und zusätzliche Bügel
oder Klammern an der Bettumrandung nach außen vorspringend ange
bracht werden, in welche die Sicherheitsseitenteile an den Enden
geführt und gelagert sind. Hierbei lassen die Führungen in den
Bügeln ein Verschieben der Seitenteile nach oben oder unten oder
ein Ausklappen nach unten zu. Der Nachteil solcher Bettausführungen
besteht darin, daß die Führungen und Bügel als Zusatzbauteile
angeschlagen werden müssen und seitlich über die eigentliche Bett
breite vorspringen. Dadurch vergrößern diese seitlich angesetzten
Führungsbügel die eigentliche Bettbreite und behindern das Personal
zum Teil beim Wenden der Matratzen und beim Neubeziehen der Betten.
Ferner wird dadurch ein größerer Platzbedarf beim Stellen der
Betten notwendig.
Nach einer Spezialausbildung ist ein Krankenbett mit längsseitigen
Gittern bekannt geworden, die in eine Hochstellung oder in eine
Niedrigstellung einstellbar sind (Vgl. DE-OS 25 25 244), die
durch außen am Bett befestigte Führungsrohre geführt sind, wobei
hier das Führungsrohr jeweils neben einem lotrechten Holm des
Kopfrahmens oder Fußrahmens angebracht sind. Mit anderen Worten
auch hier stehen die Führungsrohre über die Bettmaße vor und
geben Anlaß zu den vorgenannten Nachteilen.
Ferner ist ein Bettseitenteil für ein Krankenbett mit mehreren
horizontalen Rohren als Gitterelemente, die endseitig an lot
rechten, mit Führungsschlitzen versehenen Tragrohren geführt
sind (Vgl. DE-PS 33 09 174), bekannt geworden, dessen Haupt
merkmal darin besteht, daß die Kupplungselemente die Rohre in der
vollständig herabgelassenen Stellung des Bettseitenteils mit
Zwischenabstand zueinander arretiert sind. Auch hier stehen die
seitlichen Lager über den Bettrahmen ab und ergeben somit die
bereits genannten Nachteile.
Endlich ist ein Spezialbett als Krankenbett mit Seitenteilen
bekannt, bei dem ein oberes und ein unteres Rohr vorgesehen sind,
wobei hier zwischen diesen Rohren eine materialmäßig einstückige,
faltbare Wand vorgesehen ist, die über die Bettseitenlänge durch
gehende Schlaufen besitzt und hier die Führung und Befestigung
der Seitenteile so gewählt wird, daß keine seitlich überstehenden
Teile vorhanden sind und das Krankenbett somit eine kompakte
Bauweise (DE-PS 34 34 955) besitzt. Der Nachteil dieser Aus
führung besteht hier darin, daß hier zusätzliche Tragrohre neben
dem unteren und oberen Betthaupt eingesetzt werden müssen und
die flexible Wand als Seitenteil eine schwere Sichtbehinderung
sowohl für das Pflegepersonal als auch für den Patienten selbst
darstellt. Ferner steht auch hier die Klemmschraube für die Kupp
lungselemente über den Außenrahmen des Bettes hindernd vor.
In der Erkenntnis dieser bekannten Bettkonstruktionen und ins
besondere einer Bettausführung der vorgenannten Art, wurde ein
Kranken- und/oder Pflegebett entwickelt, bei welchem der Bett
rahmen mit Eckpfosten und/oder Kopf- oder Fußteilbügeln ausge
rüstet ist, die ihrerseits an dem Bettgestell montiert sind.
Die kurzen und längeren Schenkel der Bügel tragen hierbei eine
Führung, in welche ein Seitenteil eingesetzt wird. Dieses Seiten
teil ist in den Führungen nach unten verschiebbar und kann somit
über den Bettrahmen nach unten ausgefahren werden. Es hat sich
nun gezeigt, daß dieses verschiebbare Sicherheitsseitenteil noch
nicht die optimale Lösung darstellt, da das nach unten ausgefahrene
Seitenteil insbesondere die Handhabung der Verstellhebel am Bett
rahmen behindern kann.
Diese aufgezeigten Nachteile der vorbekannten Bettkonstruktionen
sollen nunmehr mit der Bettausführung nach der Erfindung weitgehend
vermieden werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein solches Kranken-
und/oder Pflegebett zu schaffen, bei welchem als Führungselemente
keine seitlich vorspringenden Bügel oder Bauteile notwendig sind
und die Veränderung des Sicherheitsseitenteiles ohne Behinderung
der Betätigungshebel im Bettgestell gegeben ist.
Dies wird nach der Erfindung bei einem Kranken- und/oder Pflegebett,
welches aus einem Bettrahmen und einem Bettgestell besteht und
das mit einer zusätzlichen Bettumrandung mit Eckholmen und einem
bewegbaren Seitenteil und ferner seitlich keine überstehenden
Teile vorhanden sind dadurch erreicht, daß die Führungsmittel für
die beweglichen Seitenteile die vier Eckholme selbst bilden, wobei
die Führungsschlitze zur Innenfläche des Bettes zeigen und die
Ausbildung derart ist, daß das bewegliche höhenverstellbare Seiten
teil Bestandteil der Bettumrandung selbst und in dieselbe integriert
ist.
Dieses Seitenteil ist in seiner Längsrichtung geteilt und die
einzelnen Längsteile sind untereinander mittels mehrerer ver
formbarer Verbindungsmittel verbunden. Sie können durch Gurte
oder Bänder gebildet werden. Hierbei ist jeder Einzellängsteil
des Seitenteiles an seinen beiden Enden mit je gesonderten, in
die Gleitführungen der Eckholme eingreifenden Führungen in Form
von Rollen, Gleitstollen oder dergleichen versehen. Die Gleit
führungen in den Eckholmen und die Führungselemente an den Enden
der Einzellängsteile sind aufeinander abgestimmt und durch bekannte
Sperrelemente gegeneinander gegen ungewolltes Lösen abgesichert.
Dies kann z. B. durch Spreizstücke, Sperrschrauben, Anschläge oder
Platten erfolgen. Ein wesentliches Erfindungsmerkmal besteht darin,
daß das Seitenteil in sich begrenzt höhenverstellbar und zusammen
schiebbar gestaltet ist.
Dadurch, daß das Seitenteil in die Bettumrandung integriert ist,
stellt es im zusammengeschobenen Zustand eine zusätzliche Seiten
stütze für die Auflage und die Matratze dar. Im Bedarfsfall wird
das Seitenteil an seiner Längsoberkante erfaßt und nach oben hin
ausgezogen, bis es mit dem obersten Bauteil in eine Raste bekannter
Art innerhalb der Führung in den Eckholmen einrastet. Bei dieser
Bewegung nach oben trennen sich die Längsteile des Seitenteiles
voneinander bis die Gurte oder Bänder als Verbindungsmittel ge
spannt sind. Wird nun die volle Höhe des Seitenteiles nicht mehr
benötigt, so werden die Sperren in den Eckholmführungen ausge
rastet und das Seitenteil in die unterste Stellung zusammenge
schoben. In dieser Stellung bildet das Seitenteil praktisch eine
geschlossene Seitenbegrenzung, die in etwa der Höhe des Matratzen
körpers entspricht.
Hierdurch ergeben sich verschiedene Vorteile. Zunächst sind beim
Bettkörper keine seitlich vorspringenden Teile vorhanden und
durch die Integrierung des Seitenteiles in die zusätzliche Bett
umrandung wird die Stabilität der Bettumrandung und des Bettenauf
baues erhöht. Ferner ist eine einfache Handhabung in jeder Einsatz
lage gegeben und eine sichere Führung des Seitenteiles gewährleistet.
Die erfindungsgemäßen Seitenteile werden vorteilhaft in Holz
ausgeführt, sie können aber auch in Stahl oder Kunststoff ge
fertigt werden.
In der Anlage wird ein nach den Erfindungsmerkmalen gestaltetes
Kranken- und/oder Pflegebett in einem Ausführungsbeispiel darge
stellt.
Die Darstellung zeigt eine Seitenansicht des Bettes mit Bett
rahmen, Bettumrandung und einem Rollenfahrgestell.
In bekannter Weise wird das Bettgestell 2 mit einem Rollenfahrwerk 1
ausgerüstet, wobei das Bettgestell 2 den Bettrahmen mit Einsätzen
und Matratze trägt. Das Bettgestell kann in bekannter Weise für
eine Neigungsverstellung auf ganzer Länge oder im Teilabschnitt
eingerichtet sein. Das Bettgestell 2 wird im Bereich des Bett
rahmens erfindungsgemäß von einem bzw. einer Bettumrandung um
geben. Diese kann an beiden Seiten oder nur an einer Seite mit
Seitenteilen ausgerüstet werden.
Nach der Erfindung hat die Bettumrandung an allen vier Ecken
die Eckholme 3, die zur Innenfläche des Bettes zu Gleitführungen
mit einer oberen und unteren Begrenzung besitzen.
In diesen Führungen wird das Seitenteil 4 an seinen Enden über
Rollen oder Gleitstollen geführt und die Führungen besitzen Be
grenzungsanschläge und Arretierungsvorrichtungen. Nach der Erfin
dung ist das Seitenteil 4 in Längsrichtung geteilt und bei der
Holzausführung wird die Längsteilung durch einzelne Latten gebildet.
Diese Längsteile des Seitenteiles 4 sind über Gurte oder Bänder
derart untereinander verbunden, daß die Einzelteile nach oben hin
auseinander bewegt werden können. Praktisch wird dadurch ein stabi
les Lattenrost gebildet. Die Ausziehbewegung bis zur oberen Arre
tierung in den Eckholmen 3 ist mit dem Anschlag und der Arretierung
auf die Strecklänge der Gurte und Bänder 5 ausgelegt. Die Hand
habung ist so, daß der obere Längsteil erfaßt und in Pfeilrichtung
nach oben bewegt wird. Der obere Längsteil rastet in den Holmen 3
ein und das Seitenteil 4 bildet auf der ganzen Höhe des Bettes
eine Sicherheitsbegrenzung. Im Gegensatz hierzu wird das Seitenteil
4 entgegengesetzt zur Pfeilrichtung zusammengeschoben. Im oberen
Bildteil ist die ausgezogene Lage und im unteren Bildteil die zu
sammengeschobene Lage dargestellt.
Claims (6)
1. Kranken- und/oder Pflegebett, welches auch als Kojenbett verwend-
und einsetzbar ist, welches ferner aus einem Bettrahmen und einem
Bettgestell vorteilhaft aus Stahl, besteht, das mit einem starren
oder Rollenfahrgestell versehen und mit einer Bettumrandung mit
Eckholmen und mit einem oder zwei bewegbaren Seitenteilen ausge
rüstet ist, wobei eine Höhenverstellbarkeit der Seitenteile da
durch erreicht ist, daß die Seitenteile derartig an der Bettum
randung befestigt sind, daß das bewegliche Seitenteil in
einer Vertikalebene angeordnet ist, die durch den Längsholm des
Liegeflächenrahmens verläuft und somit seitlich keinerlei über
stehende Teile vorhanden sind, dadurch gekennzeich
net, daß
- a) die Führungsmittel für die beweglichen Seitenteile (4) die vier
Eckholme (3) selbst bilden, wobei die Führungsschlitze zur
Innenfläche des Bettes zeigen und
b) daß das bewegliche, höhenverstellbare Seitenteil (4 ) Bestandteil der Bettumrandung selbst und in dieselbe integriert ist.
2. Kranken- und Pflegebett nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Seitenteil (4) in Längsrichtung
geteilt ist, wobei die einzelnen Längsteile untereinander mittels
mehrerer verformbarer Verbindungsmittel (5) verbunden sind.
3. Kranken- und Pflegebett nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Einzellängsteil des Seiten
teiles (4) an seinen beiden Enden mit je gesonderten, in die
Gleitführungen der Eckholme (3) eingreifenden Führungen in Form
von Rollen, Gleitstollen oder dergleichen versehen ist.
4. Kranken- und Pflegebett nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Seitenteil (4) in sich be
grenzt höhenverstellbar und zusammenschiebbar gestaltet ist.
5. Kranken- und Pflegebett nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gleit
führungen in den Eckholmen (3) und die Führungen an den Enden
der Einzellängsteile (4) aufeinander abgestimmt und durch
bekannte Sperrelemente gegeneinander gegen ungewolltes Lösen
abgesichert sind.
6. Kranken- und Pflegebett nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die verform
baren Verbindungsmittel (5) durch Gurte oder Bänder gebildet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3540723A DE3540723C1 (en) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Hospital and/or nursing bed with adjustable side part |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3540723A DE3540723C1 (en) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Hospital and/or nursing bed with adjustable side part |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3540723C1 true DE3540723C1 (en) | 1987-02-19 |
Family
ID=6286184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3540723A Expired DE3540723C1 (en) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Hospital and/or nursing bed with adjustable side part |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3540723C1 (de) |
Cited By (7)
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|---|---|---|---|---|
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| DE202015105365U1 (de) | 2015-10-09 | 2017-01-11 | Wissner-Bosserhoff Gmbh | Vorrichtung zur Verriegelung eines ausziehbaren Seitenteils eines Bettes |
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-
1985
- 1985-11-16 DE DE3540723A patent/DE3540723C1/de not_active Expired
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |