DE3543640A1 - Verfahren zur katalytischen zersetzung von reinem oder in gasgemischen enthaltenem distickstoffmonoxid - Google Patents
Verfahren zur katalytischen zersetzung von reinem oder in gasgemischen enthaltenem distickstoffmonoxidInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur katalytischen
Zersetzung von reinem oder in Gasgemischen enthaltenem
Distickstoffmonoxid in die Elemente.
Die katalytische Zersetzung von Distickstoffmonoxid
(Lachgas) ist bereits lange bekannt und ein beliebtes
Studienobjekt für kinetische Untersuchungen. So wird
beispielsweise in Gmelins Handbuch der anorganischen
Chemie, Stickstoff, 8. Auflage, System-Nr. 4, S. 573-576
(1936) die Zersetzung von Distickstoffmonoxid im Quarzgefäß
ohne und in Gegenwart von verschiedenen Katalysatoren
wie SiO2, Platinfolie, Titandioxid, Platinschwarz,
Al2O3, Holzkohle sowie Thoriumdioxid bei verschiedenen
Temperaturen untersucht.
Ein technisches Interesse an dieser Zersetzungsreaktion
ging erstmals von der NASA aus, als diese die Zersetzung
von Ammoniumnitrat zu Lachgas und dessen weitere Zersetzung
in die Elemente nutzen wollte, um aus einer leicht
handhabbaren chemischen Verbindung Atemluft für Astronauten
zu erzeugen (Chem. Abstracts 63, 1481 (1965)). Die
Zersetzung des Lachgases zu Stickstoff und Sauerstoff erfolgte
dabei in Gegenwart von verschiedenen Katalysatoren,
wobei folgende Katalysatoren unter den gegebenen Zersetzungsbedingungen
als optimal bewertet wurden: Platin auf
verschiedenen anorganischen Trägern, Rhodium auf Aluminiumoxid
sowie die Oxide von Nickel, Kobalt und Molybdän.
Die besten Resultate bei der Zersetzung wurden jedoch
gemäß der NASA-Studie mit Rhodiumkatalysatoren erzielt.
Beispielsweise betrug dabei der Umsatz 95 bis 99% bei
einer Verweilzeit des Lachgases am Kontakt von ca.
3 Sekunden.
Alle in der NASA-Studie untersuchten Katalysatoren hatten
jedoch den Nachteil, daß zur Zersetzung des Lachgases eine
große Menge an Katalysator benötigt wurde. Dies ist bei
der Raumfahrt besonders nachteilig, da dort auf geringes
Gewicht und Volumen zu achten ist. Außerdem ist von
Nachteil, daß der am besten wirksame Katalysator, der
Rhodiumkatalysator nämlich, besonders teuer ist und bei
den erforderlichen hohen Zersetzungstemperaturen ein beträchtlicher
Materialverlust durch Verdampfung zu verzeichnen
ist. Darüber hinaus ist die Aufbereitung des verbrauchten
Rhodiumkatalysators mit hohen Kosten verbunden.
Es wurde nun ein Verfahren zur katalytischen Zersetzung
von reinem oder in Gasgemischen enthaltenem Distickstoffmonoxid
in die Elemente gefunden, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man die Zersetzung bei erhöhter Temperatur
in Gegenwart eines palladiumhaltigen Katalysators
durchführt.
Als palladiumhaltiger Katalysator kann in das erfindungsgemäße
Verfahren reines Palladium in Form von Pulver,
Schwamm, Mohr oder Netzen eingesetzt werden.
In vorteilhafter Weise wird das erfindungsgemäße Verfahren
in Gegenwart eines palladiumhaltigen Trägerkatalysators
durchgeführt. Als Trägermaterialien kommen die verschiedensten
Systeme in Betracht. Es handelt sich hierbei im
wesentlichen um Metalloxide, Silikate, Spinelle, Carbide,
Carbonate oder Mischungen derselben. Bevorzugt sind inerte
Trägermaterialien wie Aluminiumoxid, Korund, Tonerde, Porzellan,
Kieselerden, natürliche oder synthetische Silikate,
Quarz, Titandioxid oder Lithium-Aluminium-Spinell,
besonders bevorzugt sind als Trägermaterialien α-Aluminiumoxid
und Lithium-Aluminium-Spinell. Die inerten Trägermaterialien
können in den verschiedensten Formen zur Anwendung
kommen, beispielsweise als Kugeln, Granulate, Extrudate,
Tabletten, Sattelkörper, Rohrabschnitte, Bruchstücke
oder Wabenkeramik.
Die Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden
palladiumhaltigen Katalysatoren kann nach verschiedenen
Methoden erfolgen, beispielsweise nach Verfahren wie sie
in der DE-OS 24 36 368, der DE-OS 28 48 978 und der DE-OS
23 00 483 beschrieben sind. Bevorzugt werden in das erfindungsgemäße
Verfahren solche palladiumhaltige Trägerkatalysatoren
eingesetzt, wie sie nach dem Verfahren der
DE-OS 28 48 978 erhalten werden.
Die bevorzugt in das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzten
Palladium enthaltenden Lithium-Aluminium-Spinell-
und α-Aluminiumoxid-Trägerkatalysatoren besitzen eine
innere Oberfläche (BET) von etwa 5 bis 200 m2/g, bevorzugt
5 bis 100 m2/g, besonders bevorzugt 5 bis 30 m2/g.
Die Palladiumkonzentration beträgt etwa 1 bis 10 g/l Trägerkatalysator,
bevorzugt 2 bis 5 g/l Trägerkatalysator.
Der fertige Katalysatorträger besitzt Abmessungen von ca.
3 bis 10 mm, bevorzugt 3 bis 6 mm, in den oben angegebenen
Formen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Lachgas oder
ein Lachgas enthaltendes Gasgemisch über den Palladiumkontakt
geleitet und in die Elemente zersetzt. Dabei kann
die Verweilzeit des Gases am Kontakt in weiten Grenzen
schwanken. Als vorteilhaft haben sich Verweilzeiten von
etwa 0,05 bis 0,5 Sekunden, vorzugsweise von 0,1 bis 0,25
Sekunden, herausgestellt.
Die katalytische Zersetzung des Lachgases erfolgt bei
Temperaturen von etwa 350 bis 1000°C, vorzugsweise bei 450
bis 800°C.
Die katalytische Zersetzung des Lachgases kann bei konstanter
Temperatur in isothermer Fahrweise oder bei
unterschiedlichen Temperaturen in adiabatischer oder
teiladiabatischer Fahrweise durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann so durchgeführt
werden, daß man reines Lachgas, welches aus einer Gasflasche
bezogen oder durch Zersetzung von Ammoniumnitrat
gewonnen wurde, in einem Ofen oder Wärmetauscher auf ca.
450°C vorheizt und dann durch ein mit einem Palladiumkatalysator
gefülltes Reaktionsrohr leitet. Zum Aufheizen
des Kontaktes kann dabei die Reaktionswärme des ausreagierten
Abgases benutzt werden. Bei einer Verweilzeit von
etwa 0,05 bis 0,5 Sekunden am Katalysator zerfällt das
Lachgas unter Temperaturerhöhung auf ca. 750°C in ein
Gasgemisch, das volumenmäßig aus ca. 1/3 Sauerstoff und
2/3 Stickstoff besteht und als atembares Gasgemisch
genutzt werden kann. Es ist darüber hinaus auch möglich,
bereits vorhandene Luft mit Lachgas anzureichern und über
den Katalysator zu leiten, um den Sauerstoffgehalt im Gasgemisch
zu erhöhen.
Ein anderes Anwendungsgebiet, bei dem ebenfalls die katalytische
Zersetzung von Lachgas in die Elemente genutzt
werden kann, ist die Abgasentsorgung einer Fabrikation,
bei der Lachgas anfällt. Lachgashaltiges Abgas fällt beispielsweise
bei der Herstellung von Lachgas und bei der
Herstellung von Dicarbonsäuren, z. B. Adipinsäure, an.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, die katalytische
Zersetzung von Distickstoffmonoxid mit wesentlich
geringeren Mengen an Katalysator als es nach den bislang
bekannten Verfahren möglich ist, durchzuführen. Dadurch
kann ein atembares Gasgemisch in Apparaturen mit geringem
Gewicht und kleinem Volumen hergestellt werden, was für
die Raumfahrt von besonderem Interesse ist.
Die nachfolgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße
Verfahren verdeutlichen.
Als Versuchsapparatur wurde ein 50 cm langes Quarzrohr mit
einem Innendurchmesser von 24 mm gewählt. Der untere Teil
des Rohres war mit Quarzperlen gefüllt und konnte durch
einen Ofen auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt werden.
Um den Temperaturvorlauf im Rohr messen zu können,
wurde ein Innenrohr mit 5 mm Außendurchmesser eingesetzt,
in dem Thermoelemente leicht verschoben werden konnten.
Über ein Kontaktthermometer, welches sich am Ausgang des
Rohres aus dem Ofen befand, konnte die gewünschte Temperatur
genau eingestellt werden. Oberhalb der Heizzone
wurden 3 cm Katalysator (5 g Pd/l, Perlen 4 mm ⌀) eingefüllt
und das Rohr sorgfältig gegen Wärmeverluste isoliert.
Es ergab sich bei einer Höhe der Katalysatorschicht
von 3 cm ein Katalysatorvolumen von 11,5 ml oder 8,0 g.
Es wurde nun ein konstanter Gasstrom von 150 l/h Lachgas eingestellt und im Ofen auf 450°C aufgeheizt. Nach einiger Zeit stellte sich in dem Kontakt in 1 cm Höhe die maximale Reaktionstemperatur von 768°C ein. Messungen im Abgas ergaben folgende Zusammensetzung:
Es wurde nun ein konstanter Gasstrom von 150 l/h Lachgas eingestellt und im Ofen auf 450°C aufgeheizt. Nach einiger Zeit stellte sich in dem Kontakt in 1 cm Höhe die maximale Reaktionstemperatur von 768°C ein. Messungen im Abgas ergaben folgende Zusammensetzung:
O231,9%
N266,2%
N2O 1,9%
Die Verweilzeit am Kontakt betrug 0,3 Sekunden.
Der Katalysator wurde folgendermaßen hergestellt:
1000 ml = 776 g α-Al2O3-Träger wurden mit 372 ml einer wäßrigen, 6 g NaOH enthaltenden Lösung bis zur Sättigung getränkt. Anschließend wurde der NaOH-imprägnierte Träger im Warmluftstrom von 120°C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das Trockengewicht betrug 784 g. Der getrocknete NaOH-haltige Träger wurde danach mit 372 ml einer wäßrigen Natriumtetrachloropalladat-II-Lösung, enthaltend 5 g Pd, imprägniert und 3 Stunden in einer verschlossenen Flasche stehen gelassen. Nach der 3-stündigen Reifezeit wurde der Pd-imprägnierte Träger mit 400 ml einer wäßrigen, 5% Hydrazinhydrat enthaltenden Lösung überschichtet und 2 Stunden stehen gelassen.
Danach wurde der Katalysator in einem fließenden Strom von entionisiertem Wasser gewaschen, bis im Waschwasser keine Chloridionen mehr nachgewiesen werden konnten. Die Trocknung des Katalysators wurde im Warmluftstrom bei 120°C bis zur Gewichtskonstanz durchgeführt.
Der fertige Katalysator hatte ein Endgewicht von 776 g und enthielt 5 g Pd/l Träger.
1000 ml = 776 g α-Al2O3-Träger wurden mit 372 ml einer wäßrigen, 6 g NaOH enthaltenden Lösung bis zur Sättigung getränkt. Anschließend wurde der NaOH-imprägnierte Träger im Warmluftstrom von 120°C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das Trockengewicht betrug 784 g. Der getrocknete NaOH-haltige Träger wurde danach mit 372 ml einer wäßrigen Natriumtetrachloropalladat-II-Lösung, enthaltend 5 g Pd, imprägniert und 3 Stunden in einer verschlossenen Flasche stehen gelassen. Nach der 3-stündigen Reifezeit wurde der Pd-imprägnierte Träger mit 400 ml einer wäßrigen, 5% Hydrazinhydrat enthaltenden Lösung überschichtet und 2 Stunden stehen gelassen.
Danach wurde der Katalysator in einem fließenden Strom von entionisiertem Wasser gewaschen, bis im Waschwasser keine Chloridionen mehr nachgewiesen werden konnten. Die Trocknung des Katalysators wurde im Warmluftstrom bei 120°C bis zur Gewichtskonstanz durchgeführt.
Der fertige Katalysator hatte ein Endgewicht von 776 g und enthielt 5 g Pd/l Träger.
Geometrische FormKugeln 3-6 mm ⌀
Porosität61%
BET-Oberfläche10 m2/g
Saugfähigkeit48 ml/100 g
Schüttgewicht776 g/l
Al2O3-Gehalt99,4%
Bruch-Härte140 N/Kugel
In der gleichen Versuchsanordnung wie in Beispiel 1 wurde
ein Abgasstrom, der lediglich 20% Lachgas enthielt, eingesetzt.
Bei einer Eingangstemperatur von 470°C und einer
Gasmenge von 150 l/h ergab sich eine Temperaturerhöhung
auf 585°C. Das Abgas hatte folgende Zusammensetzung:
O223,4%
N276,0%
N2O 0,6%
Die Verweilzeit am Kontakt betrug 0,3 Sekunden.
In der gleichen Versuchsanordnung wie in Beispiel 1 wurde
ein Katalysator, der in der NASA-Studie als sehr gut bezeichnet
wurde, eingesetzt (1% Rhodium auf γ-Al2O3,
Perlen, 4 mm ⌀). Bei einer Eingangstemperatur von 450°C
ergab sich eine maximale Temperatur am Ende der Kontaktzone
von 523°C. Das Abgas enthielt noch 38% N2O.
Erst bei einer Erhöhung der Katalysatorschicht auf 30 cm war das eingesetzte Lachgas nahezu quantitativ umgesetzt (Restgehalt 0,4%). Die Verweilzeit am Kontakt betrug 3 Sekunden.
Der Katalysator wurde folgendermaßen hergestellt:
2,64 g RhCl3 wurden in 38 g destilliertem Wasser gelöst und in einem Kolben vorgelegt. Anschließend wurden 100 g γ-Aluminiumoxid in Form von Perlen (4 mm ⌀) zugegeben und das Gemisch sofort so lange geschüttelt, bis die Lösung vollständig aufgesaugt war. Anschließend wurde der Kontakt bei 120°C im Vakuumschrank getrocknet.
Nach dem Trocknen wurde der Kontakt nochmals mit einer Lösung (bestehend aus 2,92 g NaOH-Plätzchen in 30 g destilliertem Wasser) getränkt und dann bei 120°C getrocknet.
Der Kontakt ist sofort einsatzbereit. Eine Reduktion erfolgt unter den oben beschriebenen Einsatzbedingungen.
Erst bei einer Erhöhung der Katalysatorschicht auf 30 cm war das eingesetzte Lachgas nahezu quantitativ umgesetzt (Restgehalt 0,4%). Die Verweilzeit am Kontakt betrug 3 Sekunden.
Der Katalysator wurde folgendermaßen hergestellt:
2,64 g RhCl3 wurden in 38 g destilliertem Wasser gelöst und in einem Kolben vorgelegt. Anschließend wurden 100 g γ-Aluminiumoxid in Form von Perlen (4 mm ⌀) zugegeben und das Gemisch sofort so lange geschüttelt, bis die Lösung vollständig aufgesaugt war. Anschließend wurde der Kontakt bei 120°C im Vakuumschrank getrocknet.
Nach dem Trocknen wurde der Kontakt nochmals mit einer Lösung (bestehend aus 2,92 g NaOH-Plätzchen in 30 g destilliertem Wasser) getränkt und dann bei 120°C getrocknet.
Der Kontakt ist sofort einsatzbereit. Eine Reduktion erfolgt unter den oben beschriebenen Einsatzbedingungen.
In der gleichen Versuchsanordnung wie in Beispiel 2 beschrieben,
wurde ein Abgasstrom aus einer Adipinsäurefabrikation
eingesetzt. Dieser enthielt:
N2 68%
O2 14%
N2O 14%
NO, NO2430 ppm
H2O gasförmig 4%
Bei einer Eingangstemperatur von 495°C und einer Gasmenge
von 150 l/h lag die Ausgangstemperatur bei 560°C. Das Abgas
enthielt lediglich noch 0,5% N2O. Die Verweilzeit am
Kontakt betrug 0,3 Sekunden.
Claims (9)
1. Verfahren zur katalytischen Zersetzung von reinem
oder in Gasgemischen enthaltenem Distickstoffmonoxid
in die Elemente, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Zersetzung bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines
palladiumhaltigen Katalysators durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zersetzung in Gegenwart eines palladiumhaltigen
Trägerkatalysators durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trägermaterial des palladiumhaltigen
Katalysators aus Aluminiumoxid, Korund, Tonerde,
Porzellan, Kieselerden, natürlichen oder künstlichen
Silikaten, Quarz, Titandioxid oder Lithium-Aluminium-
Spinellen besteht.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zersetzung in Gegenwart eines
palladiumhaltigen Lithium-Aluminium-Spinell- oder
α-Aluminiumoxid-Trägerkatalysators durchführt.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Palladiumkonzentration 1 bis 10 g/l
Trägerkatalysator beträgt.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Palladiumkonzentration 2 bis 5 g/l
Trägerkatalysator beträgt.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zersetzung bei Temperaturen von
350 bis 1000°C durchführt.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zersetzung bei Temperaturen von
450 bis 800°C durchführt.
9. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verweilzeit des Gases am Katalysator
0,05 bis 0,5 Sekunden beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853543640 DE3543640A1 (de) | 1985-12-11 | 1985-12-11 | Verfahren zur katalytischen zersetzung von reinem oder in gasgemischen enthaltenem distickstoffmonoxid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853543640 DE3543640A1 (de) | 1985-12-11 | 1985-12-11 | Verfahren zur katalytischen zersetzung von reinem oder in gasgemischen enthaltenem distickstoffmonoxid |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3543640A1 true DE3543640A1 (de) | 1987-06-19 |
Family
ID=6288108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853543640 Withdrawn DE3543640A1 (de) | 1985-12-11 | 1985-12-11 | Verfahren zur katalytischen zersetzung von reinem oder in gasgemischen enthaltenem distickstoffmonoxid |
Country Status (1)
| Country | Link |
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