DE3545506A1 - Werkzeug zum drueckwalzen von hohlzylindrischen werkstuecken - Google Patents
Werkzeug zum drueckwalzen von hohlzylindrischen werkstueckenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug zum Drück
walzen von hohlzylindrischen Werkstücken, bestehend aus
einer Halterung zum Einspannen des Werkstückes und aus
mindestens einem gegen die Wandung des Werkstückes
drückbaren Rollenpaar (Drückwalzrollenpaar), wobei die
eine Rolle von innen und die andere Rolle von außen an
die Werkstückwandung angreift.
Ein Werkzeug dieser Art ist aus der US-PS 32 87 951 be
kannt. Im Drückwalzverfahren werden lange Rohre aus kur
zen, dickwandigen Ausgangsrohren hergestellt. Bei der
bekannten Vorrichtung wird das Ausgangsrohr in eine Hal
terung eingespannt und mit dieser in Drehbewegung ver
setzt. Am freien Stirnende des Werkstückes befindet sich
ein axial verschiebbarer Rollenträger, der zwei Rollen
paare von innen und von außen gegen die Wandung des
Werkstückes drückt und im Verlauf des Walzvorganges zur
Halterung hin verschiebt. Zwischen dem Rollenträger und
dem zu formenden Rohr verbleibt ein Raum, in dem das
sich beim Walzen verlängernde Rohr hineinragen kann.
Dieser Raum ist in axialer Richtung jedoch durch den
Rollenträger begrenzt, so daß mit dem bekannten Werkzeug
nur relativ kurze Rohre herstellbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art zu entwickeln, mit der
keine durch das Werkzeug bedingte, räumliche Begrenzung
des herzustellenden Rohres gegeben ist.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Durch die Verlagerung der Verbindungsstelle, zumindest
der Innenrohre mit dem Werkzeug in die Ebene der Halte
rung für das Werkstück, entfällt jedes über das freie
Ende des Werkstückes hinüberragendes Werkzeugbauteil, so
daß sich das beim Walzen verlängernde Werkstück in axia
ler Richtung beliebig weit ausdehnen kann. Zweckmäßiger
weise werden nicht nur die Innenrollen, sondern auch die
Außenrollen in derselben Ebene fixiert.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Ebene
durch eine Tragstruktur verkörpert, an der der Rollen
träger für die inneren Rollen etwa zentrisch und konzen
trisch darum die Halterung für das Werkstück befestigt
ist.
Dieses ist eine sehr einfache und raumsparende Konstruk
tion, bei der in der ebenen Tragstruktur sämtliche Werk
zeugteile befestigt werden können. Um die Halterung für
das Werkstück kann nämlich zusätzlich der Rollenträger
für die äußeren Rollen befestigt sein. Dabei sind die
Rollenträger und das eingespannte hohlzylindrische
Werkstück parallel zueinander angeordnet, während die
Rollen selber quer dazu an den Rollenträgern befestigt
sind.
Beim Abwalzen des ursprünglich dickwandigen Rohres bzw.
Werkstückes streckt sich damit das Rohr zwischen den
Rollen hinweg, um auf einen Widerstand bzw. ein Bauteil
des Werkzeuges zu treffen.
Bei dem erfindungsgemäßen Werkzeug lassen sich die not
wendigen Vorschub- und Drehbewegungen durch Antreiben
der Halterung und/oder Rollenträger durchführen. In ei
ner bevorzugten Ausführung wird das Werkstück gedreht,
während die Axialbewegungen mit den Rollen durchgeführt
werden. Dazu ist die Halterung für das Werkstück in der
Tragstruktur drehbeweglich angeordnet und mit einem ent
sprechenden Antrieb versehen, während die Rollenträger
vorzugsweise aus drei oder mehreren Säulen bestehen, die
in der Tragstruktur innerhalb von Gleitbuchsen axial
verschiebbar angeordnet sind. Mittels Spindelstangen und
entsprechendem Antrieb werden die Rollenträger bewegt.
Damit das Werkzeug für Ausgangs- und Endprodukte unter
schiedlicher Abmessungen verwendbar ist, sind die Rollen
im Rollenträger jeweils radial (in Bezug auf die Werk
zeugachse) verschiebbar bzw. verstellbar angeordnet.
Mittels Stift- und Bohrungssystemen kann die radiale La
ge der Rollen grob eingestellt werden. Für die Feinein
stellung ist ein Keil vorgesehen, mit dem einerseits die
gewünschte Lage der Rolle genau einstellbar ist und die
volle Druckbelastung, der die Rollen ausgesetzt werden,
aufnehmbar ist.
Das Konzept des erfindungsgemäßen Werkzeuges hat den
weiteren Vorteil, daß es für die Herstellung von kleinen
bis zu sehr großen Rohren gleichen oder unterschiedli
chen Durchmesser auslegbar ist. Für kleinere Rohre kann
die Vorrichtung in horizontaler Lage ausgestaltet sein.
Für sehr große Rohre kann eine vertikale Anordnung vor
gesehen werden, bei der die Tragstruktur ein Bodenfunda
ment ist, aus dem die Rollenträger vertikal herausragen.
Mit derartigen Vorrichtungen können Rohre bis zu 8 m
Durchmesser und 16 m Länge hergestellt werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind
vier Rollenpaare vorgesehen, wobei die äußeren Rollen in
den Winkeln eines quadratischen Ringes, der teil des äus
seren Rollenträgers ist, angeordnet sind. In dieser An
ordnung wird der Rollenträger bzw. die die hohe Druckbe
lastung der Rollen aufnehmenden Verbindungsteile zwi
schen den Rollen des quadratischen Ringes geringstmögli
chen Biegespannungen ausgesetzt. Die diametrale Anord
nung der vier Innenrollen belasten den inneren Rollen
träger nur auf Druck. Somit ist die Auslegung der Rol
lenträger relativ einfach, indem durch die Wahl des Mate
rials und der Dicke die erforderliche Zugfestigkeit bzw.
Druckfestigkeit erreicht werden muß.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können nicht nur
sehr große Rohre, sondern auch kleine und große Rohre
mit hoher Präzision hergestellt werden. Durch die radia
le Verstellbarkeit der Rollen ist außerdem die Herstel
lung von Rohren unterschiedlichen Durchmessers bzw. mit
Nuten und dergleichen ohne weiteres möglich.
Die Innenrollen haben vorzugsweise einen kleineren
Durchmesser als die äußeren Rollen, um damit innen
und außen die gleiche Kontaktfläche zwischen Rolle
und Werkstückwandung zu erhalten. Damit läßt sich bei
gleichem Anpressdruck der Rollen eine gleichmäßige
Walzumformung bzw. eine symmetrische Wandumformung er
reichen. Der mittlere Durchmesser des abgestreckten
Zylinders liegt auf dem mittleren Durchmesser des Aus
gangswerkstückes.
Die Rollenpaare sind zueinander in axialer Richtung
versetzt angeordnet. Durch Einstellung der Rollenpaare
mit entgegen der Walzrichtung abnehnmenden Spalt ist es
möglich, auch sehr lange Rohre in einem Abwalzvorgang
herzustellen, indem jedes Rollenpaar eine Abstreckumfor
mung übernimmt.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung schema
tisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1-3 je ein Ausführungsbeispiel und
Fig. 4 ein Detail aus Fig. 3.
In Fig. 1 ist ein Druckwalzwerkzeug 10 in horizontaler
Ausrichtung dargestellt, das in einer Ebene 11, die
senkrecht zur Werkzeugachse 12 liegt, eine Trag
struktur 13 aufweist, die sämtliche Werkzeugteile trägt.
Die Werkzeugteile bestehen in einer Halterung 15, in der
das Werkstück 16 einspannbar ist und die drehbeweglich
in der Tragstruktur 13 angebracht ist. Auf der Werkzeug
achse 12 ist ein Rollenträger 20 axial verschiebbar
angeordnet, der in einem Kopfteil 21 zwei Drückwalz
rollen 22 und 23 (im folgendem Rollen genannt) trägt,
die jeweils in radial verschiebbaren Halterungen 24 bzw.
25 gelagert sind. Außerhalb des Werkstückradius ist ein
zweiter Rollenträger 30 vorgesehen, in dessen Kopfteil
31 Gegen-Drückwalzrollen 32, 33 (Rollen) zu den Innen
rollen 22, 23 angeordnet sind. Auch diese sind in radial
verstellbaren Halterungen 34 bzw. 35 gelagert. Der
äußere Rollenträger 30 ist ebenfalls in der Tragstruktur
13 axial verschiebbar gelagert.
Die parallel zueinander angeordneten Rollenträgern 20
und 30 sind zusammen mit der Werkstückhalterung 15 in
derselben Ebene 11 gelagert, dadurch sind keine Quer
verbindungen außerhalb der Werkzeughalterungsebene
notwendig, die die axiale Ausdehnung des Werkstücks 16
bzw. des durch Drückwalzen hergestellten Gegenstandes
bzw. Rohres 38 begrenzen könnten. Das heißt, sämtliche
Verbindungen zwischen den einzelnen Werkzeugteilen
befinden sich an dem Stirnende des Werkstückes 16, an
dem es eingespannt wird. Der Bereich gegenüber der
freien Stirnseite 39 des Werkstückes 16 bzw. Rohres 38
ist dagegen völlig frei, so daß den herzustellenden
Gegenständen 38 hinsichtlich deren Länge keine Grenzen
gesetzt sind.
Im Drückwalzverfahren wird das Werkstück 16 in der Hal
terung 15 eingespannt, die Rollenträger 30 entsprechend
der Länge des ursprünglichen Werkstückes axial einge
stellt derart, daß das erste Rollenpaar 22, 32 an die
freie Stirnseite des Werkstückes angelegt wird und das
zweite Rollenpaar 23, 33 noch nicht zum Anliegen kommt.
Die Halterung 15 wird dann mittels eines nicht darge
stellten Antriebes in Drehung versetzt, während die Rol
lenträger 20 und 30 gleichmäßig in Pfeilrichtung, d.h.,
zur Tragstruktur 13 hin verschoben werden.
Entsprechend der abzudünnenden Wandstärke wird der Druck
und der radiale Abstand der Rollen 22, 32 bzw. 23, 33
eingestellt, wonach sich schließlich die Umlaufgeschwin
digkeit der Halterung 15 und die Vorschubgeschwindigkeit
der Rollenträger 30, 20 richten muß. Durch die gegen
einander drückenden Rollen eines Rollenpaares erfolgt
eine beidseitige Abstreckung der Wandung des Werkstücks
16. Dabei teilen sich die Rollen eines Rollenpaares die
Umformarbeit auf. Beide Rollen dringen dabei nur halb
so tief in den Werkstoff ein, wie, wenn nur eine Rolle
die Umformarbeit leisten müßte.
Durch die radiale Verschiebbarkeit der Rollen 22, 23, 32
und 33 können mit einem Werkzeug 10 Werkstücke bzw.
Rohre 38 unterschiedlichen Durchmessers hergestellt
werden, wobei bei gleichem Umformungsgrad durch Innen
und Außenrollen der mittlere Durchmesser des herzu
stellenden Rohres 38 mit hoher Präzision erreicht werden
kann, indem die Rollenpaare jeweils symmetrisch zur
Wandung des Ausgangswerkstückes 16 eingestellt werden.
Die Rollenpaare 22, 32 bzw. 23, 33 sind axial versetzt
angeordnet. Damit wird bei zwei Rollenpaaren, wie es in
Fig. 1 gezeigt dargestellt ist, zwei Abstreckvorgänge in
einem Arbeitsgang durchgeführt. Die gegen die Werkstück
wandung wirkenden Radialkräfte werden dabei so ausge
legt, daß jedes Rollenpaar die Hälfte der erforderlichen
Umformtiefe erbringt.
Bedingt durch die Konstruktion eines Werkzeuges 10
können jeweils mit einem Werkzeug Rohre hergestellt
werden, deren Abmessungen innerhalb bestimmten Grenzen
liegen. Für Rohre sehr großen Durchmessers, von etwa
einigen Metern und entsprechender Länge von mehreren
Metern eignen sich senkrecht aufgestellte Werkzeuge, bei
denen die Werkzeugteile in einem Fundament, das als
Tragstruktur dient, beweglich angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt eines Beispieles für eine
in einem Fundament 40 angeordnete Drückwalzmaschine. Im
Fundament 40 sind Schächte 41 vorgesehen, in denen
jeweils Gewindestangen 42 bis 44 drehbeweglich gelagert
sind. Mit den Gewindestangen 42 bis 44 werden jeweils
zwischen Gleitbuchsen 45 gehaltene hohlzylindrische
Säulen 46 bis 48 hinauf- bzw. herunterbewegt.
In der Fig. 2 ist im Querschnitt nur ein Teil der Werk
zeuganlage gezeigt. Die Werkzeugachse ist mit 50 gekenn
zeichnet. Die Zeichnung zeigt den unteren Bereich des
inneren, um die Achse 50 angeordneten Rollenträgers, und
vom äußeren Rollenträger nur eine Schnitthälfte (links
der Fig. 2). Die axial beweglichen, zentrischen hohlzy
lindrischen Säulen 47 und 48 bilden zusammen mit einem
nicht dargestellten Kopfteil und gegebenenfalls weiteren
Säulen den inneren Rollenträger. Um den inneren Rol
lenträger ist die um die Achse 50 drehbare Halterung 51
für das Werkstück 52 schematisch angedeutet. Die Halte
rung 51 für das Werkstück 52 ist über einen Metallträger
53 mit dem Fundament 40 verbunden. Der Metallträger 53
trägt gleichzeitig die Gleitbuchsen 45 für die Säulen
47, 48 des inneren Rollenträgers. Konzentrisch außerhalb
der Halterung 51 für die Werkstücke 52 sind in regelmä
ßigen Abständen mindestens drei hohlzylindrische Säulen
46 vorgesehen, die in Verbindung mit einem ebenfalls
nicht dargestellten Kopfteil den äußeren Rollenträger
bilden.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines äußeren Kopf
teils 60 und eines inneren Kopfteils 61 mit vier Rollen
paaren 62 detalliert in Draufsicht bzw. im Schnitt.
Der äußere Kopfteil 60 besteht aus einem quadratischen
Ring aus Metall, der zusammen mit vier Säulen 63 den äu
ßeren Rollenträger bildet und an den Winkelbereichen je
weils einen Rollenhalter 65 trägt. Die Rollenhalter 65
sind innerhalb des äußeren Kopfteils 60 radial führbare
Blöcke, an deren einen Stirnseite jeweils eine Rolle 66
gelagert ist. Zur Verankerung der Halterung 65 in ver
schiedenen radialen Positionen sind im Kopfteil 60 und
in der Rollenhalterung 65 Halbbohrungen 67 vorgesehen,
bei denen jeweils ein Paar in jeweils einer radialen Po
sition der Halterung 65 sich gegenüberstehen und eine
vollständige Bohrung bilden, in die ein Stift 68 zur
Verankerung der Halterung 65 einbringbar ist.
Der innere Kopfteil 61 ist ein ebenfalls von vier Säulen
70 getragener quadratischer Metallkörper, in dessen Win
kelbereichen ähnliche Rollenhalterungen 71 wie am äuße
ren Kopfteil 60 vorgesehen sind, die in ähnlicher Weise
radial feststellbar sind.
Durch die Wahl von vier diametral zueinander angeordne
ten Rollenpaaren 62 baut sich bei den hohen Drücken, mit
denen die Rollenpaare 63 gegen die Wandung des Werk
stücks 73 drücken, ein günstiges Kraftfeld auf, das voll
durch die Kopfteile 60, 61 aufnehmbar ist, so daß die
Säulen 63, 70 aufgrund dieses Kraftfeldes kaum belastet
sind. Außerdem bieten vier Rollenpaare 62 die Möglich
keit, sehr lange Rohre mit relativ dickwandigen, und da
her kürzeren Ausgangsrohren herzustellen, indem über die
vier Rollenpaare 62 in einem Arbeitsgang vier Abstreck
stufen durchgeführt werden können.
Die Ausführung gemäß Fig. 3 ist beispielsweise für die
Anlage gemäß Fig. 2 geeignet, wobei die Säulen 63 und 70
den Säulen 46 bis 48 und weiteren in Fig. 2 nicht darge
stellten Säulen entsprechen.
Die in Fig. 3 dargestellte und oben beschriebene radiale
Positionierung und Verankerung der Rollenhalterungen 65
mittels Stiften 68 stellt eine Grobeinstellung dar. Für
die Feineinstellung ist jeweils ein Keil vorgesehen.
In Fig. 4 ist ein Querschnitt über ein Rollenpaar 62 aus
Fig. 3 näher dargestellt. Hier wird der Mechanismus für
die Feineinstellung mittels eines Keiles 80 deutlich.
Nachdem die Außenrolle 66 bzw. die Innenrolle 75 mit den
zugehörigen Rollenhaltern 65 bzw. 71 grob positioniert
sind, wird über einen Antrieb 81 und entsprechendem Ge
triebe 82 eine Gewindespindel 83 axial in die eine oder
die andere Richtung bewegt. Dabei wird der an einem
Stirnende der Gewindestange 83 befestigte Keil 80 mehr
oder weniger zwischen dem Rollenhalter 65 bzw. 71 und
einem gegenüber dem Rollenhalter verschiebbaren Lager
teil 85 bzw. 86 zwischengeschoben. Im Lagerteil 85 bzw.
86 ist die Rolle 66 bzw. 75 drehbeweglich gelagert. Das
Lagerteil 85 bzw. 86 sowie der Keil 80 mit dem zugehöri
gen Antrieb sind auch Bestandteile der radial bewegli
chen Rollenhalterung 65 bzw. 71.
Bei der Grobeinstellung wird die gesamte Rollenhalterung
65 verschoben. Bei der Feineinstellung wird nur der von
der schiefen Ebene 87 des Keiles verschobene Lagerteil
85 bzw. 86 bewegt und damit die Rolle 66 bzw. 75 in
Richtung der Wandung des Werkstückes 73 gedrückt. Beim
Herausziehen des Keiles 80 wird das Lagerteil 85 bzw. 86
mittels nicht dargestellten Federkräften oder derglei
chen zurück, d.h., von der Werkstückwandung weggezogen.
Dieses Einstellungssystem ist insofern vorteilhaft,
indem es nicht nur einfach ist und sehr präzise Ein
stellungen ermöglicht, sondern auch ohne weiteres hohe
Drückkräfte aufzunehmen vermag. Die wesentliche Druck
kraftkomponente liegt in der radialen Ebene und
sie braucht vom Keil 80 lediglich übertragen zu werden.
Die durch die Schräge 87 hervorgerufene axiale Kompo
nente ist sehr gering.
Claims (16)
1. Werkzeug zum Drückwalzen von hohlzylindrischen
Werkstücken, bestehend aus einer Halterung zum
Einspannen des Werkstücks und aus mindestens ei
nem gegen die Wandungen des Werkstücks drück
baren Rollenpaar, wobei die eine Rolle von innen
und die andere Rolle von außen an die Werkstück
wand angreift, die von jeweils einem Rollenträ
ger gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Rollenträger (20 bzw. 30) mit der
Halterung (15) für das Werkstück (14) in einer,
quer zur Walzrichtung befindlichen Ebene (11)
drehbeweglich bzw. axial verschiebbar befestigt
sind.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Ebene (11) durch eine Tragstruktur
(13) verkörpert ist, an der etwa zentrisch der
Rollenträger (20) für die innere(n) Rolle(n)
(22, 23) befestigt ist und konzentrisch darum
die Halterung (15) für das Werkstück (16) ange
ordnet ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rollenträger (30) für die äußeren Rollen (32,
33) an der Tragstruktur (13) befestigt ist.
4. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Halterung (15) für das
Werkstück (16) in der Tragstruktur (13) drehbeweglich
befestigt ist.
5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (15) für das Werk
stück (16) in der Tragstruktur (13) axialbeweglich
befestigt ist.
6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rollenträger (20, 30) in der
Tragstruktur (13) axialbeweglich befestigt sind.
7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1-3 und 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Rollenträger (20, 30)
in der Tragstruktur (13) so angeordnet sind, daß sie
um die Werkzeugachse (12) drehbar sind.
8. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenträger Säulen
(46, 47, 48) sind, die innerhalb von Gleitbuchsen
(45) in der Tragstruktur (40) axialbeweglich angeord
net sind.
9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß Spindelstangen (42 bis 44) zum axialen Verschie
ben der Rollenträger (46 bis 48) vorgesehen
sind, die mit einem gemeinsamen Antrieb oder syn
chrongeschalteten, getrennten Antrieben betätigbar
sind.
10. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (66, 75)
in den Rollenträgern (60, 61) radial verstellbar
angeordnet sind.
11. Werkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß für die radiale Verstellung der Rollen (66, 75)
ein Grobeinstellmechanismus (67, 68) und ein Fein
einstellmechanismus (80 bis 83) vorgesehen ist.
12. Werkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Feineinstellmechanismus aus einem verschieb
baren Keil (80) besteht.
13. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß vier Rollenpaare (62)
vorgesehen sind, von denen die äußeren Rollen (66)
in den Winkeln eines quadratischen Ringes (60)
angeordnet sind.
14. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von sehr
groben bzw. langen Rohren (52) die Tragstruktur als
Fundament (40) ausgebildet ist, auf dem die Rollen
träger (46 bis 48) und die Halterung (51) für das
Werkstück (52) senkrecht angeordnet sind.
15. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Rollen
(22, 23, 75) einen kleineren Durchmesser haben als
die äußeren Rollen (32, 33, 66).
16. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenpaare
(32, 22 bzw. 23, 33 bzw. 62) zueinander in axia
ler Richtung versetzt angeordnet sind.
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