DE3601051C1 - Warhead - Google Patents

Warhead

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DE3601051C1
DE3601051C1 DE19863601051 DE3601051A DE3601051C1 DE 3601051 C1 DE3601051 C1 DE 3601051C1 DE 19863601051 DE19863601051 DE 19863601051 DE 3601051 A DE3601051 A DE 3601051A DE 3601051 C1 DE3601051 C1 DE 3601051C1
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DE
Germany
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main
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hollow charge
ignition
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Expired
Application number
DE19863601051
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Spengler
Georg Schroedl
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TDW GESELLSCHAFT FUER VERTEIDIGUNGSTECHNISCHE WIRKS
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/04Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type
    • F42B12/10Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with shaped or hollow charge
    • F42B12/16Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with shaped or hollow charge in combination with an additional projectile or charge, acting successively on the target
    • F42B12/18Hollow charges in tandem arrangement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gefechtskopf mit einer Vorhohlladung, einer Haupthohlladung, einem Schwadenschild zwischen der Vorhohlladung und der Haupthohlladung und einer Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupt­ hohlladung nach Zündung der Vorhohlladung.
Derartige Gefechtsköpfe sind bekannt (vgl. z. B. FR-PS 25 40 238). Sie werden insbesondere gegen solche gepanzerte Objekte eingesetzt, deren Panzerungen aktive Komponenten gegen Hohlladungsstachel aufweisen. Dabei wird zunächst die Vorhohlladung gezündet, deren Stachel einerseits die Vorstrukturen des Gefechtskopfes zur Seite räumt, um dann andererseits die aktiv wirkenden Komponenten der aktiven Panzerung unwirksam zu machen, so daß dem Stachel der anschließend gezündeten Haupthohlladung auf seiner Bahn ins Zielinnere leistungsmindernde Wechselwirkungen mit den Vorstrukturen sowie den aktiv wirkenden Komponenten der Panzerung erspart bleiben.
Das Schwadenschild zwischen der Vorhohlladung und der Haupthohlladung hat dabei den Zweck, vor der Haupthohlla­ dung einen Freiraum zu schaffen, in dem sich der Stachel der Haupthohlladung ausbilden kann, ohne von den Schwaden und Fragmenten beeinträchtigt zu werden, die sich bei Detonation der Vorhohlladung bilden.
Nach der FR-PS 25 40 238 wird eine pyrotechnische Leitung als Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupthohl­ ladung verwendet. Anstelle von pyrotechnischen Bauelementen werden auch elektronische Einrichtungen eingesetzt. Diese Einrichtungen sind jedoch alle mit erheblichen Nachteilen verbunden.
So werden pyrotechnische Einrichtungen bei Beschuß leicht außer Kraft gesetzt, weisen also eine geringe Beschußsi­ cherheit auf. Weiterhin benötigen pyrotechnische Einrich­ tungen einen relativ großen Einbauraum und es ist schwie­ rig, die Zeitverzögerung zur Zündung der Haupthohlladung exakt zu steuern. Auch weisen pyrotechnische Einrichtungen zahlreiche Schnittstellen auf, d. h. es ist ein hoher, mit entsprechend vielen Fehlerquellen behafteter Montageaufwand erforderlich. Den zuletzt genannten Nachteil besitzen auch elektronische Einrichtungen zur Verzögerung der Zündung der Haupthohlladung derartiger Gefechtsköpfe. Elektronische Einrichtungen sind darüber hinaus leicht störbar und erfordern einen großen Aufwand zum Schutz vor elektromagne­ tischen Impulsen (EMP). Schließlich sind elektronische Einrichtungen mit hohen Entwicklungs- und Herstellungsko­ sten verbunden.
Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Gefechtskopf der eingangs genannten Gattung bereitzustellen, dessen Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupthohlladung zuverlässig funktioniert und kostengünstig ist. Bei dem erfindungsgemäßen Gefechtskopf wird also die Detonation der Haupthohlladung nach einer einstellbaren Zeit über das durch die Detonation der Vorhohlladung bewegte Schwadenschild ausgelöst.
Die Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupthohl­ ladung des erfindungsgemäßen Gefechtskopfes zeichnet sich durch einen einfachen kostengünstigen mechanischen Aufbau aus und ist mit geringen Entwicklungskosten verbunden, da handelsübliche Bauteile, wie elektrische Schalter, Piezo­ generatoren usw. verwendet werden können. Weiterhin ist die bei dem erfindungsgemäßen Gefechtskopf eingesetzte Verzöge­ rungseinrichtung EMP-sicher. Sie besitzt mangels elektro­ nischer oder pyrotechnischer Schnittstellen eine hohe Zuverlässigkeit.
Weiterhin ist gewährleistet, daß bei dem erfindungsgemäßen Gefechtskopf die Haupthohlladung selbst dann gezündet wird, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht zur Detonation der Vorhohlladung kommt, da dann das Schwadenschild durch Aufschlag auf das Ziel nach hinten verschoben wird und damit die Einrichtung zur Auslösung der Zündeinrichtung betätigt wird.
Weiterhin ist der Druck, den die Schwaden der Vorhohlladung auf das Schwadenschild ausüben, derart groß, daß die Zündung der Haupthohlladung zuverlässig gewährleistet ist. Das heißt es ist eine zwangsweise Zeitverzögerung bei Detona­ tion der Vorhohlladung gegeben, die nicht gestört werden kann.
Durch die Anordnung der Einrichtung zur Auslösung der Zündeinrichtung der Haupthohlladung am hinteren Endumfangs­ abschnitt der Haupthohlladung, also unmittelbar neben der Zündeinrichtung, nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entfallen ferner relativ ungeschützte Leitungen zur Zündeinrichtung.
Insbesondere durch einen entsprechenden Abstand zwischen dem hinteren Ende der Führung und der Einrichtung zur Auslösung der Zündeinrichtung der Haupthohlladung ist ferner die Zeitverzögerung für die Zündung der Haupthohl­ ladung leicht einstellbar.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur einen Längsschnitt durch einen schematisch wiedergegebenen Flug­ körper mit einem Gefechtskopf zeigt.
Danach ist in einem Gehäuse mit einer Außenhülle 1 hinter einer Vorstruktur 2, z. B. mit einem Suchkopf, eine mit einer trichterförmigen Auskleidung 3 versehene Vorhohlla­ dung 4 an der Außenhülle 1 mittels einer Stützstruktur 5 befestigt. Mit 6 ist die Zündeinrichtung am hinteren Ende der Vorhohlladung 4 zur Zündung derselben bezeichnet.
Das hintere Ende der Außenhülle 1 ist durch ein Schwaden­ schild 7 verschlossen, welches an seiner von der Vorhohl­ ladung 4 abgewandten hinteren Seite eine Hülse 8 aufweist. Das Schwadenschild 7 und die Hülse 8 sind dabei einstückig ausgebildet.
Die Hülse 8 übergreift mit ihrem hinteren Endabschnitt den vorderen Abschnitt der Hülle 10 der Haupthohlladung 9.
Auf diese Weise schließt die Hülse 8 den Raum 11 zwischen dem Schwadenschild 7 und der Haupthohlladung 9 hermetisch ab, so daß kein Schwaden und Splitter nach Detonation der Haupthohlladung 4 in den Raum 11 eindringen können, welche die Ausbildung des Haupthohlladungsstachels beeinträchti­ gen.
Das Schwadenschild 7 ist mit nach vorne weisender Spitze konisch ausgebildet. Dadurch strömen die nach Detonation der Vorhohlladung 4 gebildeten Schwaden radial nach außen zur Außenhülle 1 im Bereich des Schwadenschildes 7, wodurch die Außenhülle 1 aufreißt, so daß die Schwaden ohne Beeinträchtigung der Haupthohlladung 9 nach außen strömen. Damit kann der Abstand zwischen dem Schwadenschild 7 und der Haupthohlladung 9 relativ gering gewählt werden, wodurch eine kurze Bauweise des Gefechtskopfes erreichbar ist. Am hinteren Ende der Haupthohlladung 9 ist deren Zündeinrichtung 13 vorgesehen. Hinter der Zündeinrichtung 13 befindet sich das Triebwerk 14 des Flügelkörpers. Weiterhin ist zwischen der Hülse 8 und dem Außenumfang des Triebwerks 14 eine dünne aerodynamische Abdeckung 15 angeordnet.
Die Hülse 8 dient als Führung, wenn der Schwadendruck nach Detonation der Vorhohlladung 4 das Schwadenschild 7 und damit die Hülse 8 in Richtung des Pfeiles 7 nach hinten beschleunigt.
Am Umfang der Zündeinrichtung 13 der Haupthohlladung 9 ist eine Einrichtung 16 vorgesehen, die die Zündeinrichtung 13 der Haupthohlladung 9 auslöst, wenn die Hülse 8 auf die Einrichtung 16 auftritt, nachdem die Hülse 8 nach Detona­ tion der Vorhohlladung 4 zusammen mit dem Schwadenschild 7 um eine Strecke x entgegen der Flugrichtung des Flugkörpers gegenüber der Haupthohlladung 9 verschoben worden ist.
Die Einrichtung 16 kann dazu als elektrischer Kontakt oder Schalter, Piezogenerator oder als Magnetspule ausgebildet sein, wobei in letzterem Fall die Hülse 8 den Magnetkern darstellt, so daß bei Eintauchen der Hülse 8 in die Magnetspule ein elektrischer Impuls erzeugt wird.
Das Zeitintervall der Verzögerung zwischen der Detonation der Vorhohlladung 7 und der Haupthohlladung 9 entspricht der Verfahrzeit, die gleich dem Verfahrweg x, geteilt durch die Geschwindigkeit des Schwadenschildes 7 nach Detonation der Vorhohlladung 4 ist.
Stattdessen ist es möglich, das Gewicht des Schwadenschil­ des 7 und der Hülse 8 sowie die Reibung der Hülse 8 gegenüber der Hülle 10 zur Einstellung des Zeitintervalls der Verzögerung der Zündung der Haupthohlladung 9 heranzu­ ziehen.
Bei der dargestellten Ausführungsform bildet die Hülse 8 die Außenhülle des Gefechtskopfes zwischen dem Schwaden­ schild 7 und der Haupthohlladung 9. Das heißt die Hülse 8 dient nicht nur als Auslöselement für den Zündimpuls der Haupthohlladung 9 nach Detonation der Vorhohlladung 4 sondern zugleich als Haltestruktur der Vorhohlladung 4. Dadurch ist eine Gewichtsverringerung erzielbar.
Auch ist es möglich, eine Außenhülle zu verwenden, die sowohl die Vorhohlladung 4 wie die Haupthohlladung 9 aufnimmt und dabei die Hülse 8 an der Innenseite dieser Außenhülle vorzusehen. In diesem Fall kann die Hülse 8 bei Verschiebung auf die Einrichtung 16 zur Auslösung der Zündeinrichtung 13 nicht nur durch die Hülle 10 der Haupthohlladung 9 sondern durch die Außenhülle geführt werden.

Claims (8)

1. Gefechtskopf mit einer Vorhohlladung, einer Haupthohl­ ladung, einem Schwadenschild zwischen der Vorhohlladung und der Haupthohlladung und einer Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupthohlladung nach Zündung der Vorhohlladung, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Verzögerung der Zündung der Haupthohl­ ladung (9) durch eine an dem Schwadenschild (7) befestigte, gegenüber der Haupthohlladung (9) nach Detonation der Vorhohlladung (4) axial bewegliche Führung sowie durch eine im Abstand von der Führung angeordnete Einrichtung (16) gebildet wird, die bei Einwirkung der verschiebbaren Führung die Zündeinrich­ tung (13) der Haupthohlladung (9 ) auslöst.
2. Gefechtskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (16) zum Auslösen der Zündeinrichtung (13) der Haupthohlladung (9) am hinteren Umfangs­ abschnitt der Haupthohlladung (9) vorgesehen ist.
3. Gefechtskopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Zeitintervall der Verzögerung der Zündung der Haupthohlladung (9) durch den Abstand zwischen der Führung und der Einrichtung (16) zum Auslösen der Zündeinrichtung (13) der Haupthohlladung (9) und/oder das Gewicht des Schwadenschildes (7) und der Führung und/oder durch die Reibung der Führung bei deren Bewegung gegenüber der Haupthohlladung (9) ein­ stellbar ist.
4. Gefechtskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (16) zum Auslösen der Zündeinrichtung (13) der Haupthohlladung (9) durch einen elektrischen Schalter, einen Piezo-Generator oder eine Magnetspule gebildet wird.
5. Gefechtskopf nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung durch eine Hülse (8) gebildet wird, die die Hülle (10) der Haupthohl­ ladung (9) übergreift.
6. Gefechtskopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) den zwischen dem Schwadenschild (7) und der Haupthohlladung (9) vorgesehenen Raum (11) zur Bildung des Haupthohlladungs-Stachels hermetisch ab­ schließt.
7. Gefechtskopf nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Hülse (8) die Außenhülle des Gefechts­ kopfs zwischen dem Schwadenschild (7) und der Haupthohl­ ladung (9) bildet.
8. Gefechtskopf nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Hülse (8) an der Innenseite einer die Vorhohlladung (4), das Schwadenschild (7) und die Haupthohlladung (9) aufnehmenden Außenhülle des Ge­ fechtskopfs angeordnet ist.
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