DE3603687A1 - Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtung - Google Patents

Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtung

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Schließzylinder und zugehörigem Flachschlüssel bestehende Schließeinrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine Schließeinrichtung dieser Art ist durch die US-PS 35 97 949 bekannt. Die schlüsselseitige Erbreiterung und die schlüsselkanalseitige Nase bringen hier aber nur eine reine Einschubsperre. Durch Herunterfeilen des weiter nicht in die Schließung einbezogenen Bereichs des einschubseitigen Schlüsselendes läßt sich eine Aussperrung des gleichartigen, jedoch nicht mit einer entsprechenden Erbreiterung ausgestatteten Schlüssels leicht umgehen.
Andererseits ist es durch die DE-OS 29 47 402 bekannt, die Führungsnut des Schlüssels zur Schaffung einer weiteren Variationskomponente zu nutzen. Hierzu ist in der Führungsnut ein Rollkörper schwimmend eingelagert. Der Schlüsselkanal besitzt in diesem Bereich einen geschlängelten Verlauf in deren Bahn zusätzliche Zuhaltungen ragen, die bei Einführen des richtigen Schlüssels unter Aufhebung einer Drehsperre für den Schließzylinder ausgesteuert werden. Diese Schließeinrichtung ist zwar sicher, aber fertigungsaufwendig und daher relativ teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße, aus Schließzylinder und zugehörigem Flachschlüssel bestehende Schließeinrichtung, ohne den systematischen Gesamtaufbau des Schlüssels zu verlassen, so auszubilden, daß die Profilvariation vergrößert wird darüber, daß mit dem Bereich der Führungsnut eine Dreh- plus Einschubsperre gesteuert wird.
Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene Erfindung.
Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung.
Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Schließeinrichtung mit im Bereich der Führungsnut untergebrachter Dreh- plus Einschubsperre geschaffen, bei welcher Einrichtung die Schlüssel zum einen ihren einteiligen Aufbau behalten, andererseits aber über den Bereich der Führungsnut einer reichen Profilvariation zuführbar sind. Dabei bleiben die Profilvariationsnuten/-Rippen auf den Breitseiten des Schlüssels selbst unangetastet; der die Nase steuernde Abgriff erfolgt ausschließlich im in der Regel stabilsten Bereich des Flachschlüssels, nämlich des Rückens. Dabei genügt es, wenn eine ganz geringe Teillänge für die Erbreiterung genutzt wird. Andererseits läßt sich aber auch ohne Schaden in Richtung der Stecktiefe weiter variieren. Die baulichen Mittel sind einfach und zweckmäßig: So ist so vorgegangen, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke der deckend zur Führungsnut liegenden Erbreiterung an ihrem der Schlüsselspitze zugekehrten Ende in eine schließkerbenseitig der Spitze auslaufende erste Auflaufschräge übergeht, welcher in größerem Abstand von der Spitze eine entgegengesetzt geneigt gerichtete, zweite Auflaufschräge gegenüberliegt, deren Abstand vom Ende der Erbreiterung größer ist als der Durchmesser oder die Dicke der an der Seitenflanke einer parallel zur Schlüsselebene verschieblich angeordneten Ergänzungs-Zuhaltung sitzenden Nase mit gerundeten Mantelzonen, welche formschlüssig in den rückwärtig der zweiten Auflaufschräge liegenden End-Abschnitt der Erbreiterung einfährt. Die entsprechend gerichteten Auflaufschrägen bewirken beim Einschub des Schlüssels eine Zwangssteuerung der Nase. So können eine bestimmte Endstellung definierende Mittel wie Federn oder dergl. entfallen. Trotzdem liegt hohe Funktionssicherheit vor. Eine solche Weiterbildung fällt gegenüber den gleichen systematischen Gesamtaufbau aufweisenden Schlüsseln auch optisch kaum auf. Die schließkerbenseitige Verlagerung der ersten Auflaufschräge gegenüber der Spitze des Schlüssels ist ganz gering. Letztere Auflaufschräge bringt den steuernden Untergriff der Nase. Übliche Schlüssel gleicher Schließung und gleicher Profilierung würden dagegen mit ihrer relativ höherliegenden, für Einschubrichtung etwas vorragenden Spitze gegen die sperrend wirkende Nase treten. Würde andererseits nur die Spitze entfernt, so käme es nicht mehr zu der dieser zugedachten, ordnungsgemäßen Entkupplungsfunktion an der Schließbartnabe. Außerdem ergäben sich Störungen am Schlüsselfang. Schließlich träten Störungen beim normalen Zuhaltungsstift-Aushub auf. Als vorteilhaft erweist es sich weiter, daß die zweite Auflaufschräge in die Rückenflanke des Schlüssels ausläuft. Die Steuerfunktion dieser zweiten Flanke beginnt somit schon bei Null, d. h. in der Ebene der Schließzylinderkernfuge. Weiter erweist es sich als vorteilhaft, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke der Erbreiterung im Anschluß an die erste Auflaufschräge eine der Rückflanke näher liegende Gleitbahn ausbildet, die im Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge in den Endabschnitt der Erbreiterung abfällt. Letzteres führt zu einer über die Freigabe der Nase hinausgehenden Bewegung welche sich für eine weitere Auswahl nutzen läßt. Die Ergänzungs-Zuhaltung liegt in Offenstellung mit beiden Stirnenden auf der Schließzylinderkernfuge eingeordnet; der Abstand der Nase von dem einen Stirnende der Zuhaltung ist gleich dem Höhenabstand der Gleitbahn von der tieferliegenden Flanke des Endabschnittes. Weiter ergibt sich eine vorteilhafte Ausgestaltung durch mehrere in Einschubrichtung hintereinanderliegende Ergänzungs-Zuhaltungen mit in Offenstellung in unterschiedlichem Abstand von der Rückenflanke liegenden Nasen und einem diesen zugeordneten Wellenverlauf des rückwärtigen End- Abschnittes der Erbreiterung. Eine solche Maßnahme erlaubt somit verschiedene Grundstellungen der die Nase haltenden Zuhaltungen und daher eine weitere Individualisierung. Endlich ist es noch günstig, daß die Tiefe der Erbreiterung kleiner ist als die der Führungsnut. So findet durch die Erbreiterung keine über das übliche Maß hinausgehende Zerklüftung der führungsseitigen Schlüsselbreitseite statt; der Schlüsselschaft behält seine Stabilität.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 16 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Schließzylinder in Seitenansicht und
Fig. 2 den zugehörigen Flachschlüssel, ebenfalls in Seitenansicht, der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung,
Fig. 3 die Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 4 die Draufsicht auf Fig. 2, auf den Schlüsselrücken gesehen,
Fig. 5 eine Herausvergrößerung des spitzenseitigen Endes des Flachschlüssels,
Fig. 6 den Schnitt gemäß Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 den Schnitt gemäß Linie VII-VII in Fig. 1, unter Hervorhebung der Ergänzungs-Zuhaltung, und zwar in Sperrstellung,
Fig. 8 einen gleichen Schnitt, jedoch bei eingeführtem Flachschlüssel, und in demgemäß entsperrten Zustand getretener Ergänzungs- Zuhaltung,
Fig 9 eine entsprechende Schnittdarstellung in einer Zwischenstellung der Ergänzungs-Zuhaltung,
Fig. 10 diese in isolierter Wiedergabe, und zwar in Seitenansicht,
Fig. 11 die Stirnansicht hierzu,
Fig. 12 die Unteransicht zu Fig. 10,
Fig. 13 einen Flachschlüssel in abgewandelter Form, wiederum den die Erbreiterung hervorhebenden Endbereich darstellend,
Fig. 14 den Schnitt gemäß Linie XIV-XIV in Fig. 13,
Fig. 15 eine der Fig. 13 entsprechende Wiedergabe eines weiter abgewandelten Flachschlüssels und
Fig. 16 den Schnitt gemäß Linie XVI-XVI in Fig. 15.
Beim dargestellten Schließzylinder 1 handelt es sich um einen Doppelprofilzylinder. Letzterer besitzt ein Zylindergehäuse 2, welches in einem mittleren Ausschnitt 3 eine Schließbartnabe 4 trägt. In den beiden sich gegenüberliegenden Gehäuseabschnitten, von denen eines nur partiell dargestellt ist, lagern axial zueinander fluchtende Zylinderkerne 5, die in Kupplungsstellung zur Schließbartnabe treten, und zwar durch Einschub eines Schlüssels 6. Das die Kupplungsstellung wechselweise herbeiführende bzw. ausschließende Kupplungs-Zwischenstück ist nicht näher dargestellt. Seine Verlagerung erfolgt über die einschubseitige Spitze Sp des Schlüsselschaftes 7.
Jeder Zylinderkern 5 besitzt einen dem Querschnittsprofil des Schlüssels angepaßten Schlüsselkanal 8. In letzteren münden radial ausgerichtete Kernstifte 9. Diese fluchten bei abgezogenem Flachschlüssel 6 mit Gehäusestiften 10, die ihrerseits von Druckfeder 11 in Richtung des Zylinderkernes 5 belastet sind. Beim Ausführungsbeispiel sind pro Zylinderkern fünf solcher Zuhaltungen vorgesehen.
Der Schaft 7 des Flachschüssels 6 trägt auf beiden Breitseiten in Steckrichtung ausgerichteten Profilvariationsnuten 12 und diesen benachbarte Profilvariationsrippen 13.
Der dem zylindrischen Verlauf des Zylinderkernes 5 angepaßt gewölbt verlaufenden Rückenflanke 14 des Schlüsselschaftes 7 gegenüberliegend erstrecken sich sägezahnartige Schließkerben 15 unterschiedlicher Einschnittiefe. Der axiale Abstand von Kerbengrund zu Kerbengrund ist jedoch untereinander gleich.
Sämtliche Schließkerben 15 enden in genügendem Abstand vor dem Führungsquerschnitt des Schlüsselschaftes 7, in dessen rückenaher Zone sich eine durchgehende Führungsnut 16 erstreckt. Deren Grund 16′ reicht bis in den Bereich der Längsmittelebene A-B des Flachschlüssel-Schaftes 7, welche Längsmittelebene auch der gleichbezeichneten Symmetrieebene der Schließeinrichtung entspricht.
Die Spitze Sp des Schlüsselschaftes 7 ist, wie aus den Zeichnungsfiguren ersichtlich, dachförmig zugeschnitten derart, daß an die die Spitze Sp bildende, leicht konvex gerundete Firstzone zwei fliehende, einen Winkel von weniger als 90° anschließende Stirnfläche anschließen, von denen die obere in die Rückenflanke 14 übergeht und die untere in den ersten Zahn.
Der spitzenseitige Endbereich der Führungsnut 16 ist zur Erzielung einer Dreh- plus Einschubsperre weitergestaltet. Bestandteil dieser Weiterbildung ist am Flachschlüssel 6 eine zur Spitze Sp hin offene Erbreiterung E dieser Führungsnut 16 zum steuernden Überfahren einer schlüsselkanalseitigen Nase N. Letztere geht quergerichtet, auf den Schaft 7 gerichtet von einer Ergänzungs-Zuhaltung 17 aus. Die Ergänzungszuhaltung 17 liegt in einem parallel zum Schlüsselkanal 8 verlaufenden Führungsschacht 18 eines jeden Zylinderkernes 5. Zum zwangsgesteuerten Verschieben der Ergänzungs-Zuhaltung 17 weist die Erbreiterung E entsprechende Steuerschrägen auf. Diesbezüglich ist so vorgegangen, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke 19 der Erbreiterung E an ihrem der Schlüsselspitze Sp zugekehrten Ende in eine schließkerbenseitig der Spitze auslaufende erste Auflaufschräge I übergeht. Der nach oben rechts gerichtete Steigungswinkel beträgt ca. 45°. Die untere, schneidenförmige Auslaufkante a dieser Auflaufschräge I fluchtet ebenengleich mit der Unterseite 20 der Nase N, bzw. liegt etwas darunter. Definiert ist diese Grundausrichtung der Ergänzungs-Zuhaltung 17 durch Auflage eben dieser Unterseite 20 auf einer schlüsselkanalseitigen Bodenkante 21 einer diesen Schlüsselkanal 8 kreuzenden Ausnehmung 22 des Zylinderkernes 5. In der entsprechenden, aus Fig. 7 ersichtlichen Schließstellung kreuzen daher nicht die üblichen Zuhaltungen, gebildet aus den Kernstiften 9 und Gehäusestiften 10, die Schließzylinderkernfuge F, sondern auch die Ergänzungs-Zuhaltung 17, die mit ihrem unteren Ende 17′ in entsprechende zylindergehäuseseitige, achsgleich zum Führungsschacht 18 liegende Sperrausnehmung 23 ragt. Gebildet ist die Sperrausnehmung 23 von einer entsprechend gerichteten, von der Decke des Zylindergehäuses 2 vorgenommenen Bohrung 24, die anschließend stopfenverschlossen werden kann.
Da die Auslaufkante a der ersten Auflaufschräge I axial gegenüber dem spitzenbildenden Wölbungsscheitel b zurückspringt, würde ein ansonsten gleichgearteter Flachschlüssel ohne Erbreiterung E vor die korrespondierende, vertikale Seitenfläche 25 der Nase N laufen; ein solcher Schlüssel wäre somit ausgesperrt.
In größerem Abstand von der Spitze Sp befindet sich weiter eine in Bezug auf die Anordnung der Flanke I entgegengesetzt geneigt gerichtete, zweite Auflaufschräge II, die also von rechts oben nach links unten verläuft. Deren Abstand y am Ende 26 der Erbreiterung E ist größer als der Durchmesser bzw. die vertikal gemessene Dicke der Nase N.
Rückseitig der zweiten Auflaufschräge II setzt sich die Erbreiterung E in einem mit E′ bezeichneten End-Abschnitt fort, welcher vertikal ausgerundet ist, beispielsweise in Anpassung an eine mehr gerundete Nasenform (nicht näher dargestellt). Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen im Querschnitt rechteckigen Körper, dessen Mantelwand gerundet ist und so praktisch Fasen 27 bildet, von denen die der Auflaufkante a zugekehrte Fase 27 mangels Schneidwirkung zu einem glatten guten Steuerungslauf der Ergänzungs-Zuhaltungs-Nase N beiträgt.
Während bei der in den Fig. 15 bis 16 verdeutlichten Variante beide Auflaufschrägen, I, II einen schon in größerer Spitzennähe Fangtrichter bilden, an den sich in Einschubrichtung des Flachschlüssels eine ebene, d. h. völlig gestreckte Erbreiterung E bis zum Ende 26 hin anschließt, weist die in Fig. 5 verdeutlichte Variante eine weiterbildende Ausgestaltung dahingehend auf, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke 19 der Erbreiterung E im Anschluß an die erste Auflaufschräge I eine der Rückenflanke 14 des Flachschlüssels 6 näherliegende Gleitbahn ausbildet.
Letztere geht sodann im Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge II in den End-Abschnitt E′ der Erbreiterung E über, und zwar in zunächst abfallender und dann gestreckt liegender Anordnung. Diese Ausgestaltung arbeitet daher in insgesamt drei Ebenen. Die erste, das Unterlaufen durch die Auslaufkante a ermöglichende Ebene, definiert durch die erläuterte Bodenkante 21, geht steuerungsmäßig in die höhere Ebene der Gleitbahn 19 über. In dieser Stellung weicht das obere Ende 17″ der Ergänzungs-Zuhaltung 17 in die Bohrung 24 der Schließgehäusedecke aus. Anschließend erfolgt eine abfallende Verlagerung der Ergänzungs-Zuhaltung, definiert durch die untere Flanke des End-Abschnitts E′, welche die dritte Ebene bildet, in welcher die Ergänzungs-Zuhaltung 17 nicht mehr über die Schließzylinder-Kernfuge F hinausragt. Der Zylinderkern 5 ist nun drehbar. Die parallel zur zweiten Auflaufschräge I verlaufende Schrägrampe ist mit 28 bezeichnet. Die Situation, in der die Ergänzungs-Zuhaltung 17 in Offenstellung mit beiden Enden 17′, 17″ aus der Schließzylinderkernfuge F zurücktretend eingeordnet liegt, ergibt sich aus Fig. 8. Wie dort ferner ersichtlich, ist der Abstand der Nase N von dem oberen Stirnende der Ergänzungs-Zuhaltung 17 gleich bemessen dem Höhenabstand der Gleitbahn von der Flanke 19 des End-Abschnitts.
Die Variante gemäß den Fig. 13 und 14 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen lediglich dadurch, daß der End-Abschnitt E′ der Erbreiterung E im Bereich des Endes 26 wieder ansteigt. Dessen untere Flanke fluchtet mit der Flanke 19. Oberseitig schließt die Rückenflanke 14 diesen End-Abschnitt E′ des hier praktisch wellenförmig gestalteten Kulissenschlitzes nach oben hin ab. Zum Hochsteuern der Nase 20 setzt unten eine der ersten Auflaufschräge I vergleichbare Auflaufschräge I′ an. Wie erkennbar, verläuft die Erbreiterung E über einen Bereich von zwei Schließkerben 15. Bei entsprechender Ausrüstung des Zylindergehäuses 2 lassen sich so zwei bzw. auch mehrere in Einschubrichtung des Flachschlüssels 6 hinereinander liegende Ergänzungs-Zuhaltungen 17 mit in Öffnungsstellung in unterschiedlichem Abstand von der Rückenflanke 14 liegenden Nasen N zuordnen. Die Zuordnungsebenen sind mit C-D und G-H bezeichnet und befinden sich, wie die Ergänzungs-Zuhaltung 17, auf Luke zwischen den Zuhaltungen 10/11. Die zwischen der gleitflächenbildenden Flanke 19 und dem End-Abschnitt E′ liegende Depressionszone wird überfangen von einer der Wellenkontur entsprechenden trapezförmigen Brücke 29 der Rückenflanke 14. Dadurch bleibt überdies eine vorteilhafte Materialanhäufung bestehen. Es kommt so auch zu praktisch keinerlei Schwächung des Endbereichs des Flachschlüssels, zumal sich die Erbreiterung nicht einmal bis auf den Grund 16′ der Führungsnut 16 erstreckt. Dadurch bleibt auch optisch eine den artgleichen Schlüsseln entsprechendes Äußeres erhalten, weil sich auf dem Grund der Erbreiterung E partiell die Führungsrippelstruktur fortsetzt.
Die Funktion ist, kurz zusammengefaßt, wie folgt: Durch Einführen des passenden Flachschlüssels 6 wird die Nase N der Ergänzungs-Zuhaltung 17 aufgehoben und in der Einsteckendstellung dieses Schlüssels durch formschlüssige Führung in entsperrter Stellung gehalten. Bei abgezogenem Schlüssel hingegen ragt das schwerkraftabhängige untere Stirnende 17′ oder bei gewendetem Schließzylinder 1 das obere Ende 17″ dieser Ergänzungszuhaltung 17 in die die Schließzylinderkernfuge F übergreifende Drehsperrstellung, so daß sich der diesbezügliche Sperrquerschnitt noch zu denen der normalen Zuhaltungen addiert. Das Einführen eines die Erbreiterung E nicht aufweisenden artgleichen Schlüssels führt dagegen nicht zum Ziel; die Spitze Sp trifft gegen die Seitenfläche 25 der Nase N, so daß hierdurch eine Einschubsperre vorliegt. Es kommt nicht zu einem Ausheben der Ergänzungs-Zuhaltung 17. Das unter Ende 17′ der Ergänzungs-Zuhaltung 17 ist auf der Innenseite 17″ zurückgeschnitten, so daß die spitze Zone nicht am korrespondierenden Lochrand der Sperrausnehmung 23 verhakt.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.

Claims (6)

1. Aus Schließzylinder und zugehörigem Flachschlüssel bestehende Schließeinrichtung, bei welcher der Flachschlüssel im Bereich seiner der Schließkerbenschmalseite gegenüberliegenden Rückenzonen einen selbst von den tiefsten Schließkerben nicht ausschneidbaren Führungsquerschnitt besitzt, der auf der einen Breitseite eine Führungsnut aufweist, die zusätzlich zu den auf beiden Breitseiten angeordneten Profilvariationsnuten/- Rippen vorgesehen ist, und welcher Führungsabschnitt in seinem der dachförmigen Schlüsselspitze zugekehrten Endbereich eine zur Spitze hin offene Erbreiterung aufweist zum Einfahren einer schlüsselkanalseitigen Nase, dadurch gekennzeichnet, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke (19) der deckend zur Führungsnut (16) liegenden Erbreiterung (E) an ihrem der Schlüsselspitze (Sp) zugekehrten Ende in eine schließkerbenseitig der Spitze (Sp) auslaufende erste Auflaufschräge (I) übergeht, welcher in größerem Abstand von der Spitze (Sp) eine entgegengesetzt geneigt gerichtete, zweite Auflaufschräge (II) gegenüberliegt, deren Abstand (y) vom Ende (26) der Erbreiterung (E) größer ist als der Durchmesser bzw. die Dicke der an der Seitenflanke einer parallel zur Schlüsselebene (A-B) verschieblich angeordneten Ergänzungs- Zuhaltung (17) sitzenden Nase (N) mit gerundeten Mantelzonen, welche formschlüssig in den rückwärtig der zweiten Auflaufschräge (II) liegenden End-Abschnitt (E′) der Erbreiterung (E) einfährt.
2. Schließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Auflaufschräge (II) in die Rückenflanke (14) des Flachschlüssels (6) ausläuft.
3. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke (19) der Erbreiterung (E) im Anschluß an die erste Auflaufschräge (I) eine der Rückenflanke (14) näherliegende Gleitbahn ausbildet, die im Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge (II) in den End-Abschnitt (E′) der Erbreiterung (E) abfällt.
4. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ergänzungs-Zuhaltung (17) in Offenstellung (Fig. 8) mit beiden Stirn-Enden auf der Schließzylinderkernfuge (F) eingeordnet liegt und der Abstand der Nase (N) von dem einen Stirnende der Ergänzungs-Zuhaltung (17) gleich ist dem Höhenabstand der Gleitbahn von der tieferliegendenFlanke (19′) des End-Abschnittes (E′).
5. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere in Einschubrichtung hintereinanderliegende Ergänzungs-Zuhaltungen (17) mit in Öffnungsstellung in unterschiedlichem Abstand von der Rückenfläche (14) liegenden Nasen (N) und einem diesen zugeordneten Wellenverlauf des rückwärtigen End-Abschnitts (E′) der Erbreiterung (E).
6. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Erbreiterung (E) kleiner ist als die der Führungsnut (16).
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