DE3603687A1 - Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtung - Google Patents
Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Schließzylinder und zugehörigem
Flachschlüssel bestehende Schließeinrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine Schließeinrichtung dieser Art ist durch die US-PS 35 97 949 bekannt.
Die schlüsselseitige Erbreiterung und die schlüsselkanalseitige
Nase bringen hier aber nur eine reine Einschubsperre. Durch Herunterfeilen
des weiter nicht in die Schließung einbezogenen Bereichs des einschubseitigen
Schlüsselendes läßt sich eine Aussperrung des gleichartigen,
jedoch nicht mit einer entsprechenden Erbreiterung ausgestatteten
Schlüssels leicht umgehen.
Andererseits ist es durch die DE-OS 29 47 402 bekannt, die Führungsnut
des Schlüssels zur Schaffung einer weiteren Variationskomponente zu
nutzen. Hierzu ist in der Führungsnut ein Rollkörper schwimmend eingelagert.
Der Schlüsselkanal besitzt in diesem Bereich einen geschlängelten
Verlauf in deren Bahn zusätzliche Zuhaltungen ragen, die bei Einführen
des richtigen Schlüssels unter Aufhebung einer Drehsperre für den
Schließzylinder ausgesteuert werden. Diese Schließeinrichtung ist zwar
sicher, aber fertigungsaufwendig und daher relativ teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße, aus Schließzylinder
und zugehörigem Flachschlüssel bestehende Schließeinrichtung, ohne den
systematischen Gesamtaufbau des Schlüssels zu verlassen, so auszubilden,
daß die Profilvariation vergrößert wird darüber, daß mit dem Bereich der
Führungsnut eine Dreh- plus Einschubsperre gesteuert wird.
Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebene Erfindung.
Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Schließeinrichtung.
Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Schließeinrichtung
mit im Bereich der Führungsnut untergebrachter Dreh- plus
Einschubsperre geschaffen, bei welcher Einrichtung die Schlüssel zum
einen ihren einteiligen Aufbau behalten, andererseits aber über den
Bereich der Führungsnut einer reichen Profilvariation zuführbar sind.
Dabei bleiben die Profilvariationsnuten/-Rippen auf den Breitseiten des
Schlüssels selbst unangetastet; der die Nase steuernde Abgriff erfolgt
ausschließlich im in der Regel stabilsten Bereich des Flachschlüssels,
nämlich des Rückens. Dabei genügt es, wenn eine ganz geringe Teillänge
für die Erbreiterung genutzt wird. Andererseits läßt sich aber auch ohne
Schaden in Richtung der Stecktiefe weiter variieren. Die baulichen Mittel
sind einfach und zweckmäßig: So ist so vorgegangen, daß die schließkerbenseitig
liegende Flanke der deckend zur Führungsnut liegenden
Erbreiterung an ihrem der Schlüsselspitze zugekehrten Ende in eine
schließkerbenseitig der Spitze auslaufende erste Auflaufschräge übergeht,
welcher in größerem Abstand von der Spitze eine entgegengesetzt geneigt
gerichtete, zweite Auflaufschräge gegenüberliegt, deren Abstand vom
Ende der Erbreiterung größer ist als der Durchmesser oder die Dicke der
an der Seitenflanke einer parallel zur Schlüsselebene verschieblich angeordneten
Ergänzungs-Zuhaltung sitzenden Nase mit gerundeten Mantelzonen,
welche formschlüssig in den rückwärtig der zweiten Auflaufschräge
liegenden End-Abschnitt der Erbreiterung einfährt. Die entsprechend
gerichteten Auflaufschrägen bewirken beim Einschub des
Schlüssels eine Zwangssteuerung der Nase. So können eine bestimmte
Endstellung definierende Mittel wie Federn oder dergl. entfallen. Trotzdem
liegt hohe Funktionssicherheit vor. Eine solche Weiterbildung fällt gegenüber
den gleichen systematischen Gesamtaufbau aufweisenden Schlüsseln
auch optisch kaum auf. Die schließkerbenseitige Verlagerung der ersten
Auflaufschräge gegenüber der Spitze des Schlüssels ist ganz gering.
Letztere Auflaufschräge bringt den steuernden Untergriff der Nase.
Übliche Schlüssel gleicher Schließung und gleicher Profilierung würden
dagegen mit ihrer relativ höherliegenden, für Einschubrichtung etwas
vorragenden Spitze gegen die sperrend wirkende Nase treten. Würde
andererseits nur die Spitze entfernt, so käme es nicht mehr zu der dieser
zugedachten, ordnungsgemäßen Entkupplungsfunktion an der Schließbartnabe.
Außerdem ergäben sich Störungen am Schlüsselfang. Schließlich
träten Störungen beim normalen Zuhaltungsstift-Aushub auf. Als vorteilhaft
erweist es sich weiter, daß die zweite Auflaufschräge in die
Rückenflanke des Schlüssels ausläuft. Die Steuerfunktion dieser zweiten
Flanke beginnt somit schon bei Null, d. h. in der Ebene der Schließzylinderkernfuge.
Weiter erweist es sich als vorteilhaft, daß die schließkerbenseitig
liegende Flanke der Erbreiterung im Anschluß an die erste
Auflaufschräge eine der Rückflanke näher liegende Gleitbahn ausbildet,
die im Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge in den Endabschnitt der
Erbreiterung abfällt. Letzteres führt zu einer über die Freigabe der Nase
hinausgehenden Bewegung welche sich für eine weitere Auswahl nutzen
läßt. Die Ergänzungs-Zuhaltung liegt in Offenstellung mit beiden Stirnenden
auf der Schließzylinderkernfuge eingeordnet; der Abstand der Nase
von dem einen Stirnende der Zuhaltung ist gleich dem Höhenabstand der
Gleitbahn von der tieferliegenden Flanke des Endabschnittes. Weiter
ergibt sich eine vorteilhafte Ausgestaltung durch mehrere in Einschubrichtung
hintereinanderliegende Ergänzungs-Zuhaltungen mit in Offenstellung
in unterschiedlichem Abstand von der Rückenflanke liegenden Nasen
und einem diesen zugeordneten Wellenverlauf des rückwärtigen End-
Abschnittes der Erbreiterung. Eine solche Maßnahme erlaubt somit verschiedene
Grundstellungen der die Nase haltenden Zuhaltungen und daher
eine weitere Individualisierung. Endlich ist es noch günstig, daß die Tiefe
der Erbreiterung kleiner ist als die der Führungsnut. So findet durch die
Erbreiterung keine über das übliche Maß hinausgehende Zerklüftung der
führungsseitigen Schlüsselbreitseite statt; der Schlüsselschaft behält seine
Stabilität.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig. 1
bis 16 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Schließzylinder in Seitenansicht und
Fig. 2 den zugehörigen Flachschlüssel, ebenfalls in Seitenansicht, der
erfindungsgemäßen Schließeinrichtung,
Fig. 3 die Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 4 die Draufsicht auf Fig. 2, auf den Schlüsselrücken gesehen,
Fig. 5 eine Herausvergrößerung des spitzenseitigen Endes des Flachschlüssels,
Fig. 6 den Schnitt gemäß Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 den Schnitt gemäß Linie VII-VII in Fig. 1, unter Hervorhebung
der Ergänzungs-Zuhaltung, und zwar in Sperrstellung,
Fig. 8 einen gleichen Schnitt, jedoch bei eingeführtem Flachschlüssel,
und in demgemäß entsperrten Zustand getretener Ergänzungs-
Zuhaltung,
Fig 9 eine entsprechende Schnittdarstellung in einer Zwischenstellung
der Ergänzungs-Zuhaltung,
Fig. 10 diese in isolierter Wiedergabe, und zwar in Seitenansicht,
Fig. 11 die Stirnansicht hierzu,
Fig. 12 die Unteransicht zu Fig. 10,
Fig. 13 einen Flachschlüssel in abgewandelter Form, wiederum den die
Erbreiterung hervorhebenden Endbereich darstellend,
Fig. 14 den Schnitt gemäß Linie XIV-XIV in Fig. 13,
Fig. 15 eine der Fig. 13 entsprechende Wiedergabe eines weiter abgewandelten
Flachschlüssels und
Fig. 16 den Schnitt gemäß Linie XVI-XVI in Fig. 15.
Beim dargestellten Schließzylinder 1 handelt es sich um einen Doppelprofilzylinder.
Letzterer besitzt ein Zylindergehäuse 2, welches in einem
mittleren Ausschnitt 3 eine Schließbartnabe 4 trägt. In den beiden sich
gegenüberliegenden Gehäuseabschnitten, von denen eines nur partiell
dargestellt ist, lagern axial zueinander fluchtende Zylinderkerne 5, die in
Kupplungsstellung zur Schließbartnabe treten, und zwar durch Einschub
eines Schlüssels 6. Das die Kupplungsstellung wechselweise herbeiführende
bzw. ausschließende Kupplungs-Zwischenstück ist nicht näher
dargestellt. Seine Verlagerung erfolgt über die einschubseitige Spitze Sp
des Schlüsselschaftes 7.
Jeder Zylinderkern 5 besitzt einen dem Querschnittsprofil des Schlüssels
angepaßten Schlüsselkanal 8. In letzteren münden radial ausgerichtete
Kernstifte 9. Diese fluchten bei abgezogenem Flachschlüssel 6 mit Gehäusestiften
10, die ihrerseits von Druckfeder 11 in Richtung des Zylinderkernes 5
belastet sind. Beim Ausführungsbeispiel sind pro Zylinderkern
fünf solcher Zuhaltungen vorgesehen.
Der Schaft 7 des Flachschüssels 6 trägt auf beiden Breitseiten in Steckrichtung
ausgerichteten Profilvariationsnuten 12 und diesen benachbarte
Profilvariationsrippen 13.
Der dem zylindrischen Verlauf des Zylinderkernes 5 angepaßt gewölbt verlaufenden
Rückenflanke 14 des Schlüsselschaftes 7 gegenüberliegend erstrecken
sich sägezahnartige Schließkerben 15 unterschiedlicher Einschnittiefe.
Der axiale Abstand von Kerbengrund zu Kerbengrund ist
jedoch untereinander gleich.
Sämtliche Schließkerben 15 enden in genügendem Abstand vor dem
Führungsquerschnitt des Schlüsselschaftes 7, in dessen rückenaher Zone
sich eine durchgehende Führungsnut 16 erstreckt. Deren Grund 16′ reicht
bis in den Bereich der Längsmittelebene A-B des Flachschlüssel-Schaftes
7, welche Längsmittelebene auch der gleichbezeichneten Symmetrieebene
der Schließeinrichtung entspricht.
Die Spitze Sp des Schlüsselschaftes 7 ist, wie aus den Zeichnungsfiguren
ersichtlich, dachförmig zugeschnitten derart, daß an die die Spitze Sp
bildende, leicht konvex gerundete Firstzone zwei fliehende, einen Winkel
von weniger als 90° anschließende Stirnfläche anschließen, von denen die
obere in die Rückenflanke 14 übergeht und die untere in den ersten
Zahn.
Der spitzenseitige Endbereich der Führungsnut 16 ist zur Erzielung einer
Dreh- plus Einschubsperre weitergestaltet. Bestandteil dieser Weiterbildung
ist am Flachschlüssel 6 eine zur Spitze Sp hin offene Erbreiterung E
dieser Führungsnut 16 zum steuernden Überfahren einer schlüsselkanalseitigen
Nase N. Letztere geht quergerichtet, auf den Schaft 7
gerichtet von einer Ergänzungs-Zuhaltung 17 aus. Die Ergänzungszuhaltung
17 liegt in einem parallel zum Schlüsselkanal 8 verlaufenden
Führungsschacht 18 eines jeden Zylinderkernes 5. Zum zwangsgesteuerten
Verschieben der Ergänzungs-Zuhaltung 17 weist die Erbreiterung E entsprechende
Steuerschrägen auf. Diesbezüglich ist so vorgegangen, daß
die schließkerbenseitig liegende Flanke 19 der Erbreiterung E an ihrem
der Schlüsselspitze Sp zugekehrten Ende in eine schließkerbenseitig der
Spitze auslaufende erste Auflaufschräge I übergeht. Der nach oben rechts
gerichtete Steigungswinkel beträgt ca. 45°. Die untere, schneidenförmige
Auslaufkante a dieser Auflaufschräge I fluchtet ebenengleich mit der
Unterseite 20 der Nase N, bzw. liegt etwas darunter. Definiert ist diese
Grundausrichtung der Ergänzungs-Zuhaltung 17 durch Auflage eben
dieser Unterseite 20 auf einer schlüsselkanalseitigen Bodenkante 21 einer
diesen Schlüsselkanal 8 kreuzenden Ausnehmung 22 des Zylinderkernes 5.
In der entsprechenden, aus Fig. 7 ersichtlichen Schließstellung kreuzen
daher nicht die üblichen Zuhaltungen, gebildet aus den Kernstiften 9
und Gehäusestiften 10, die Schließzylinderkernfuge F, sondern auch die
Ergänzungs-Zuhaltung 17, die mit ihrem unteren Ende 17′ in entsprechende
zylindergehäuseseitige, achsgleich zum Führungsschacht 18
liegende Sperrausnehmung 23 ragt. Gebildet ist die Sperrausnehmung 23
von einer entsprechend gerichteten, von der Decke des Zylindergehäuses 2
vorgenommenen Bohrung 24, die anschließend stopfenverschlossen
werden kann.
Da die Auslaufkante a der ersten Auflaufschräge I axial gegenüber dem
spitzenbildenden Wölbungsscheitel b zurückspringt, würde ein ansonsten
gleichgearteter Flachschlüssel ohne Erbreiterung E vor die korrespondierende,
vertikale Seitenfläche 25 der Nase N laufen; ein solcher Schlüssel
wäre somit ausgesperrt.
In größerem Abstand von der Spitze Sp befindet sich weiter eine in
Bezug auf die Anordnung der Flanke I entgegengesetzt geneigt gerichtete,
zweite Auflaufschräge II, die also von rechts oben nach links
unten verläuft. Deren Abstand y am Ende 26 der Erbreiterung E ist
größer als der Durchmesser bzw. die vertikal gemessene Dicke der Nase N.
Rückseitig der zweiten Auflaufschräge II setzt sich die Erbreiterung E in
einem mit E′ bezeichneten End-Abschnitt fort, welcher vertikal ausgerundet
ist, beispielsweise in Anpassung an eine mehr gerundete Nasenform
(nicht näher dargestellt). Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich
um einen im Querschnitt rechteckigen Körper, dessen Mantelwand gerundet
ist und so praktisch Fasen 27 bildet, von denen die der Auflaufkante a
zugekehrte Fase 27 mangels Schneidwirkung zu einem glatten
guten Steuerungslauf der Ergänzungs-Zuhaltungs-Nase N beiträgt.
Während bei der in den Fig. 15 bis 16 verdeutlichten Variante beide
Auflaufschrägen, I, II einen schon in größerer Spitzennähe Fangtrichter
bilden, an den sich in Einschubrichtung des Flachschlüssels eine ebene,
d. h. völlig gestreckte Erbreiterung E bis zum Ende 26 hin anschließt,
weist die in Fig. 5 verdeutlichte Variante eine weiterbildende Ausgestaltung
dahingehend auf, daß die schließkerbenseitig liegende Flanke 19
der Erbreiterung E im Anschluß an die erste Auflaufschräge I eine der
Rückenflanke 14 des Flachschlüssels 6 näherliegende Gleitbahn ausbildet.
Letztere geht sodann im Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge II in
den End-Abschnitt E′ der Erbreiterung E über, und zwar in zunächst
abfallender und dann gestreckt liegender Anordnung. Diese Ausgestaltung
arbeitet daher in insgesamt drei Ebenen. Die erste, das Unterlaufen
durch die Auslaufkante a ermöglichende Ebene, definiert durch die erläuterte
Bodenkante 21, geht steuerungsmäßig in die höhere Ebene der
Gleitbahn 19 über. In dieser Stellung weicht das obere Ende 17″ der
Ergänzungs-Zuhaltung 17 in die Bohrung 24 der Schließgehäusedecke aus.
Anschließend erfolgt eine abfallende Verlagerung der Ergänzungs-Zuhaltung,
definiert durch die untere Flanke des End-Abschnitts E′, welche
die dritte Ebene bildet, in welcher die Ergänzungs-Zuhaltung 17 nicht
mehr über die Schließzylinder-Kernfuge F hinausragt. Der Zylinderkern 5
ist nun drehbar. Die parallel zur zweiten Auflaufschräge I verlaufende
Schrägrampe ist mit 28 bezeichnet. Die Situation, in der die Ergänzungs-Zuhaltung
17 in Offenstellung mit beiden Enden 17′, 17″ aus der
Schließzylinderkernfuge F zurücktretend eingeordnet liegt, ergibt sich
aus Fig. 8. Wie dort ferner ersichtlich, ist der Abstand der Nase N von
dem oberen Stirnende der Ergänzungs-Zuhaltung 17 gleich bemessen dem
Höhenabstand der Gleitbahn von der Flanke 19 des End-Abschnitts.
Die Variante gemäß den Fig. 13 und 14 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen
lediglich dadurch, daß der End-Abschnitt E′ der Erbreiterung E
im Bereich des Endes 26 wieder ansteigt. Dessen untere
Flanke fluchtet mit der Flanke 19. Oberseitig schließt die Rückenflanke 14
diesen End-Abschnitt E′ des hier praktisch wellenförmig gestalteten Kulissenschlitzes
nach oben hin ab. Zum Hochsteuern der Nase 20 setzt unten
eine der ersten Auflaufschräge I vergleichbare Auflaufschräge I′ an. Wie
erkennbar, verläuft die Erbreiterung E über einen Bereich von zwei
Schließkerben 15. Bei entsprechender Ausrüstung des Zylindergehäuses 2
lassen sich so zwei bzw. auch mehrere in Einschubrichtung des Flachschlüssels 6
hinereinander liegende Ergänzungs-Zuhaltungen 17 mit in
Öffnungsstellung in unterschiedlichem Abstand von der Rückenflanke 14
liegenden Nasen N zuordnen. Die Zuordnungsebenen sind mit C-D und
G-H bezeichnet und befinden sich, wie die Ergänzungs-Zuhaltung 17, auf
Luke zwischen den Zuhaltungen 10/11. Die zwischen der gleitflächenbildenden
Flanke 19 und dem End-Abschnitt E′ liegende Depressionszone
wird überfangen von einer der Wellenkontur entsprechenden trapezförmigen
Brücke 29 der Rückenflanke 14. Dadurch bleibt überdies eine
vorteilhafte Materialanhäufung bestehen. Es kommt so auch zu praktisch
keinerlei Schwächung des Endbereichs des Flachschlüssels, zumal sich die
Erbreiterung nicht einmal bis auf den Grund 16′ der Führungsnut 16
erstreckt. Dadurch bleibt auch optisch eine den artgleichen Schlüsseln
entsprechendes Äußeres erhalten, weil sich auf dem Grund der Erbreiterung E
partiell die Führungsrippelstruktur fortsetzt.
Die Funktion ist, kurz zusammengefaßt, wie folgt: Durch Einführen des
passenden Flachschlüssels 6 wird die Nase N der Ergänzungs-Zuhaltung
17 aufgehoben und in der Einsteckendstellung dieses Schlüssels durch
formschlüssige Führung in entsperrter Stellung gehalten. Bei abgezogenem
Schlüssel hingegen ragt das schwerkraftabhängige untere Stirnende 17′
oder bei gewendetem Schließzylinder 1 das obere Ende 17″ dieser Ergänzungszuhaltung
17 in die die Schließzylinderkernfuge F übergreifende
Drehsperrstellung, so daß sich der diesbezügliche Sperrquerschnitt noch
zu denen der normalen Zuhaltungen addiert. Das Einführen eines die
Erbreiterung E nicht aufweisenden artgleichen Schlüssels führt dagegen
nicht zum Ziel; die Spitze Sp trifft gegen die Seitenfläche 25 der Nase N,
so daß hierdurch eine Einschubsperre vorliegt. Es kommt nicht zu einem
Ausheben der Ergänzungs-Zuhaltung 17. Das unter Ende 17′ der Ergänzungs-Zuhaltung
17 ist auf der Innenseite 17″ zurückgeschnitten, so
daß die spitze Zone nicht am korrespondierenden Lochrand der Sperrausnehmung
23 verhakt.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten
neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen
nicht ausdrücklich beansprucht sind.
Claims (6)
1. Aus Schließzylinder und zugehörigem Flachschlüssel bestehende
Schließeinrichtung, bei welcher der Flachschlüssel im Bereich seiner der
Schließkerbenschmalseite gegenüberliegenden Rückenzonen einen selbst
von den tiefsten Schließkerben nicht ausschneidbaren Führungsquerschnitt
besitzt, der auf der einen Breitseite eine Führungsnut aufweist,
die zusätzlich zu den auf beiden Breitseiten angeordneten Profilvariationsnuten/-
Rippen vorgesehen ist, und welcher Führungsabschnitt in seinem
der dachförmigen Schlüsselspitze zugekehrten Endbereich eine zur Spitze
hin offene Erbreiterung aufweist zum Einfahren einer schlüsselkanalseitigen
Nase, dadurch gekennzeichnet, daß die schließkerbenseitig
liegende Flanke (19) der deckend zur Führungsnut (16) liegenden Erbreiterung
(E) an ihrem der Schlüsselspitze (Sp) zugekehrten Ende in
eine schließkerbenseitig der Spitze (Sp) auslaufende erste Auflaufschräge
(I) übergeht, welcher in größerem Abstand von der Spitze (Sp) eine
entgegengesetzt geneigt gerichtete, zweite Auflaufschräge (II) gegenüberliegt,
deren Abstand (y) vom Ende (26) der Erbreiterung (E) größer
ist als der Durchmesser bzw. die Dicke der an der Seitenflanke einer
parallel zur Schlüsselebene (A-B) verschieblich angeordneten Ergänzungs-
Zuhaltung (17) sitzenden Nase (N) mit gerundeten Mantelzonen, welche
formschlüssig in den rückwärtig der zweiten Auflaufschräge (II) liegenden
End-Abschnitt (E′) der Erbreiterung (E) einfährt.
2. Schließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Auflaufschräge (II) in die Rückenflanke (14) des Flachschlüssels
(6) ausläuft.
3. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die schließkerbenseitig liegende
Flanke (19) der Erbreiterung (E) im Anschluß an die erste Auflaufschräge
(I) eine der Rückenflanke (14) näherliegende Gleitbahn ausbildet, die im
Parallelverlauf zur zweiten Auflaufschräge (II) in den End-Abschnitt (E′)
der Erbreiterung (E) abfällt.
4. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ergänzungs-Zuhaltung (17)
in Offenstellung (Fig. 8) mit beiden Stirn-Enden auf der Schließzylinderkernfuge
(F) eingeordnet liegt und der Abstand der Nase (N) von dem
einen Stirnende der Ergänzungs-Zuhaltung (17) gleich ist dem Höhenabstand
der Gleitbahn von der tieferliegendenFlanke (19′) des End-Abschnittes
(E′).
5. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere in Einschubrichtung hintereinanderliegende
Ergänzungs-Zuhaltungen (17) mit in Öffnungsstellung in
unterschiedlichem Abstand von der Rückenfläche (14) liegenden Nasen (N)
und einem diesen zugeordneten Wellenverlauf des rückwärtigen End-Abschnitts
(E′) der Erbreiterung (E).
6. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Erbreiterung (E)
kleiner ist als die der Führungsnut (16).
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| IN106/DEL/87A IN170447B (de) | 1986-02-06 | 1987-02-11 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603687 DE3603687A1 (de) | 1986-02-06 | 1986-02-06 | Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3603687A1 true DE3603687A1 (de) | 1987-08-13 |
| DE3603687C2 DE3603687C2 (de) | 1988-09-22 |
Family
ID=6293538
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863603687 Granted DE3603687A1 (de) | 1986-02-06 | 1986-02-06 | Aus schliesszylinder und zugehoerigem flachschluessel bestehende schliesseinrichtung |
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Family Applications After (1)
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| DE8787300939T Expired DE3760370D1 (en) | 1986-02-06 | 1987-02-03 | Locking device consisting of a locking cylinder and associated flat key |
Country Status (6)
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|---|---|
| EP (1) | EP0237172B2 (de) |
| KR (1) | KR960001856B1 (de) |
| AT (1) | ATE45002T1 (de) |
| DE (2) | DE3603687A1 (de) |
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