DE3606420A1 - Kippgelenkelement - Google Patents
KippgelenkelementInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kippgelenkelement für
Rohre oder dergl., vorzugsweise für Kabelkanalrohre zur
Verbindung von Rohren untereinander oder mit Schächten,
Behältern, usw., wobei zwei längsgeteilte Nut und Feder
aufweisende aus zusammengesetzten Halbrohrschalen beste
henden Rohrenden mit dem inneren, bzw. äußeren Gelenkab
schnitt ausgerüstet sind, die in zusammengerastetem Zu
stand ein Gelenkelement ergeben, das mit zwei Anschlägen
für die Begrenzung der Bewegung des kippbaren Gelenkab
schnittes versehen ist, das eine Ringnut für die Aufnah
me eines Dichtringes besitzt.
Mit der deutschen Patentanmeldung P 35 26 704.6 und der
Zusatzanmeldung P 35 44 874.1 ist ein Gelenkelement für
Rohre vorgeschlagen worden, bei dem das eine Rohrstück
am Ende kalottenförmig erweitert ist, innen an der Wur
zel der Erweiterung einen Anschlag und außen Haltemittel
für einen Überwurfring besitzt, das zweite Rohrstück am
Ende nach außen mit einer Verdickung, die der kalotten
förmigen Erweiterung des ersten Rohrendes entsprechend
geformt ist, versehen ist, eine Ringnut für die Aufnahme
eines Dichtmittels aufweist und innen etwa von der Hälfte
der Verdickung zum Ende leicht verjüngt verläuft und der
Überwurfring mit den Haltemitteln des ersten Rohres kor
respondierende Haltemittel und einen Anschlag gegenüber
dem zweiten Rohrende besitzt, bzw. das Gelenkelement aus
zwei inneren und äußeren Gelenkhälften besteht, deren
Teilungsebene derjenigen von Halbrohrschalen entspricht,
auf der einen Seite eine Aufnahme für Halbrohrschalen
besitzt, während es auf der anderen Seite eine Öffnung
für die Aufnahme eines ebenfalls aus zwei Halbschalen
gebildeten inneren Gelenkhälften mit angeformten Halb
rohrschalen aufweist und im Gelenkbereich Haltemittel
für die beiden äußeren Gelenkhälften vorgesehen sind.
Die bekannten Gelenkelemente dieser Art sind zwar rela
tiv gut handlich, weisen jedoch hinsichtlich Dichtigkeit
gegen eindringendes Wasser aus dem Erdreich gewisse Nach
teile auf und bestehen aus mehreren Teilen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ge
lenkelement für Rohre, insbesondere Kabelkanalrohre,
die aus Halbrohrschalen bestehen, zu besitzen, das gegen
über den bekannten Gelenkelementen noch verbessert ist,
aus weniger Teilen besteht und eine bessere Dichtigkeit
gegen eindringendes Wasser aus dem Erdreich besitzt.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zwei längs
geteilte Gelenkformstücke vorgesehen sind, die Feder eben
so wie die Nut der Halbrohrschalen und deren Dichtschnur
sich auf der Trennebene der Gelenkformstücke fortsetzen
und das ein in Umfangsrichtung am Gelenkformstück ange
ordneter Arretierzapfen in eine entsprechende Nut am Ge
genformstück eingreift.
Vorteilhafterweise sind zwei längsgeteilte Gelenkform
stücke vorgesehen, die jeweils etwa um die Höhe des
Rastabschnittes der Nut versetzt mit den Enden der Rohr
halbschalen verbunden sind.
Vorteilhafterweise setzt sich die Ringnut für die Aufnah
me der Dichtschnur und diese selbst in der Halbrohrscha
le in die Trennebene des Gelenkformstückes fort.
Vorteilhafterweise ragt die in die Ringnut des inneren
Gelenkformstückes eingelegte Dichtschnur auf der einen
Seite soweit über das Ende der Ringnut, daß sie im zu
sammengesetzten Zustand der Gelenkhälften mit der Ver
längerung der Feder und der gegenüberliegenden Dicht
schnur des anderen inneren Gelenkformstückes an der Stel
le deren Umlenkung in die Trennebene in Berührung steht,
wobei die Nut und diese Dichtschnur außen um den Gelenk
zapfen herumgeführt sind.
Vorteilhafterweise ist der vordere Anschlag des Kippge
lenkelementes konisch ausgebildet und in das äußere Ge
lenkformstück integriert.
Vorteilhafterweise sind die halbschalenförmigen Gelenk
formstücke und die halbschalenförmigen Rohrenden mitein
ander durch Kleben oder Verschweißen fest verbunden.
Vorteilhafterweise sind ein Halbrohrende und sein Gelenk
formstück jeweils im Urformprozeß zusammen als ein Teil
erzeugt.
Vorteilhafterweise ist um das Gelenk herum ein Spannver
schluß vorgesehen.
Vorteilhafterweise sind die Übergänge zwischen den Rohr
enden und den Gelenkformstücken, sowie zwischen unter
schiedlichen Durchmessern der Gelenkformstücke, gleitend
ausgebildet.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil ist insbesondere
darin zu sehen, daß wegen der versetzten Trennebenen und
der Führung der Nut für den Dichtring eine bedeutend ver
besserte Dichtigkeit des Gelenkelementes gegen eindrin
gendes Wasser erreicht wird. Die Handlichkeit bei Monta
gearbeiten wird dadurch vereinfacht, daß weniger Einzel
teile vorgesehen sind.
Die Erfindung ist zum besseren Verständnis anhand eines
in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Kippgelenk,
Fig. 2 eine Seitenansicht des äußeren Gelenkteiles
und
Fig. 3 ein Spannschloß.
Der in Fig. 1 dargestellte Längsschnitt durch das Gelenk
element zeigt die beiden Gelenkformstücke 1 und 2,
die mit dem aus zwei Halbschalen bestehenden Rohrenden 3, 4
auf geeignete Weise, z.B. mittels Kleben, Verschweißen
oder dergl. verbunden sind. Sie können selbstverständlich
auch zusammen mit den Rohrenden im Spritzgußverfahren, d.
h. im Urformprozeß, als ein Teil erzeugt werden. Die Ge
lenkformstücke selbst sind zweckmäßigerweise im Spritzguß
verfahren erzeugt, während die Rohrenden im Extrusions
verfahren hergestellt werden. Die entsprechend ausgebil
deten zweiten Hälften des Gelenkelementes sind in den
Abbildungen nicht dargestellt.
Die Rohrhalbschale 3 weist auf der einen Seite eine Nut
N 1 auf, auf der anderen Seite ein Feder F 1. Die Nut N 1
dient, wie in der DE-PS 23 04 852 beschrieben, zur Auf
nahme der Feder F 1 der zweiten Halbschale, die somit mit
einander verrasten. Auf dem Boden der Nut N 1, ebenso wie
auf dem Boden der Nut N 2 der Rohrhalbschale 4 befindet
sich eine Dichtschnur 5, bzw. 6. Die Nut N 1 der Rohrhalb
schale 3 setzt sich in der Trennebene T des inneren Ge
lenkteiles 1 fort und schwenkt auf die Außenseite dieses
Gelenkteiles, um in der gegenüberliegenden Trennebene zu
enden. Die Dichtschnur 5 dichtet somit ohne Unterbrechung
die Rohrhalbschalen 3, sowie die damit verbundenen Gelenk
formstücke 1, sowie das Gelenkelement selbst gegeneinander
ab, was eine erhebliche Verbesserung darstellt.
Die Feder F 1, ebenso wie die Feder F 2 setzen sich auch in
der Trennebene T der Gelenkteile fort, da die Feder F 1
des inneren Gelenkteiles 1 mit dem Ende der Dichtschnur 5
in Verbindung steht. Die Feder F 2 dagegen und ebenso die
Nut N 2 mit der Dichtschnur 6 folgen der Kontur des äuße
ren Gelenkelementes 2 in der Trennebene T und enden paral
lel kurz vor dem Arretierungszapfen 9, bzw. der Nut 10.
Die Trennebenen T der beiden Gelenkformstücke sind jeweils
um die Höhe H des Rastabschnittes der Nut N 1, bzw. N2 ver
setzt, wodurch sich sowohl eine einfache Montage, als
auch eine verbesserte Dichtwirkung ergibt, weil die Dicht
schnur 5 sich eben in der sich ohne Knick in die Trenn
ebene T fortsetzenden Nut befindet. Die Übergänge von den
Rohrenden zu den Gelenkteilen sind gleitend; ebenso wie
diejenigen von einem Durchmesser zum nächsten innerhalb
des Gelenkformstückes.
Besonders einfach gestaltet sich das Belegen eines Rohr
zuges mit Hilfe der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ge
lenkelemente, wenn Biegungen im Rohrzug vorhanden sind.
Dabei wird das, bzw. die Kabel in die nach oben offenen
Rohrhalbschalen 3, 4 mit den Gelenkteilen 1, 2 gelegt. An
schließend wird die obere Hälfte der Rohrhalbschale 3
mit dem Gelenkteil versetzt und mittels Aufdrücken ver
rastet, wobei die Nut N 1 mit der Feder F 1 der oberen Rohr
halbschale verrastet. Im Gelenkbereich wird die Feder F 1
in der Trennebene T dabei auf die über die Nut N 1 ragen
de Dichtschnur 5 gedrückt, was eine gute Dichtwirkung
bedeutet. Die Arretierung, bzw. Verrastung im Gelenkbe
reich erfolgt dabei durch den Arretierungszapfen 8, der
in die entsprechende Nut in der aufgedrückten Halbschale
des Gelenkteiles 1 eindringt. Danach werden die Rohrenden
der Halbschale 4 mit dem Gelenkteil 2 entsprechende äus
sere Halbschale aufgedrückt, wodurch das Gelenkelement
arretiert ist. Auch hierbei wird die Dichtwirkung durch
das Aufdrücken der Feder F 2 der Trennebene T auf die
Dichtschnur 6 erzielt. Die Abdichtung innerhalb des Ge
lenkes übernimmt dabei die Dichtschnur 5, die außen um
das innere Gelenkteil Z geführt ist. Die Arretierung des
äußeren Gelenkformstückes 2 gegenüber dem aufgedrückten spie
gelbildlichen entsprechenden Gelenkformstück erfolgt durch den
Arretierungszapfen 9 in der Nut 10. Zwei Anschläge A
und B begrenzen die Kippwinkel des Gelenkelementes 1, 2
und damit des Rohrzuges. Der Anschlag A ist vorzugswei
se konisch ausgebildet.
Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Rohrendes 4
mit seinem Gelenkteil 2.
Zusätzlich kann das Gelenkelement, wie in Fig. 3 dar
gestellt, mittels eines Spannschlosses 11, das sich in
einem Einschnitt des äußeren Gelenkformstückes 2 befindet
und dem Band 12, das um das Gelenkelement herum gelegt
ist, gesichert werden.
Auch das nachträgliche Einziehen von Kabeln gestaltet
sich einfach, da im Gelenkbereich sämtliche Übergänge
ebenso wie in den übrigen Teilen des Rohrzuges gleitend
ausgebildet sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Ver
wendung in Kabelkanalrohrzügen beschränkt. Sie kann
überall dort mit Vorteil eingesetzt werden, wo auch
nachträglich, d.h. nach der Verlegung von Kabeln oder
sonstigen Strängen eine Verrohrung durchgeführt werden
muß.
Claims (9)
1. Kippgelenkelement für Rohre oder dergl., vorzugsweise
für Kabelkanalrohre zur Verbindung von Rohren unter
einander oder mit Schächten, Behältern, usw., wobei
zwei längsgeteilte Nut und Feder aufweisende aus zu
sammengesetzten Halbrohrschalen bestehenden Rohrenden
mit dem inneren, bzw. äußeren Gelenkabschnitt ausge
rüstet sind, die im zusammengerasteten Zustand ein Ge
lenkelement ergeben, das mit zwei Anschlägen für die
Begrenzung der Bewegung des kippbaren Gelenkabschnit
tes versehen ist, das eine Ringnut für die Aufnahme
eines Dichtringes besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei längsgeteilte Gelenkformstücke (1, 2) vorgesehen
sind, die Feder ebenso wie die Nut der Halbrohrscha
len (3, 4) und deren Dichtschnur (5, 6) sich auf der
Trennebene der Gelenkformstücke (1, 2) fortsetzen und
das ein in Umfangsrichtung am Gelenkformstück (1, 2)
angeordneter Arretierzapfen (7, 9) in eine entsprechen
de Nut (8, 10) am Gegenformstück eingreift.
2. Kippgelenkelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß zwei längsgeteilte Gelenkformstücke (1, 2) vor
gesehen sind, die jeweils etwa um die Höhe (H) des
Rastabschnittes der Nut (N) versetzt mit den Enden
der Rohrhalbschalen (3, 4) verbunden sind.
3. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ringnut (N) für die Aufnahme der
Dichtschnur (5, 6) und diese selbst in der Halbrohr
schale (3, 4) sich in die Trennebene des Gelenkform
stückes (1, 2) fortsetzt.
4. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in die Ringnut (N) des inneren
Gelenkformstückes (1) eingelegte Dichtschnur (5) auf
der einen Seite soweit über das Ende der Ringnut (N)
ragt, daß sie im zusammengesetzten Zustand der Gelenk
hälften mit der Verlängerung der Feder und der gegen
überliegenden Dichtschnur des anderen inneren Gelenk
formstückes an der Stelle deren Umlenkung in die Trenn
ebene in Berührung steht, wobei die Nut (N 1) und die
ser Dichtring (5) außen um den Gelenkzapfen (Z) herum
geführt sind.
5. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der vordere Anschlag (A) des Kippge
lenkelementes konisch ausgebildet und in das äußere Ge
lenkformstück (2) integriert ist.
6. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 und einem der folgen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die halbschalenförmigen
Gelenkformstücke (1, 2) und die halbschalenförmigen Rohr
enden (3, 4) miteinander durch Kleben oder Verschweißen
fest verbunden sind.
7. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 und einem der fol
genden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Halbrohrende
(3, 4) und sein Gelenkformstück (1, 2) jeweils im Ur
formprozeß zusammen als ein Teil erzeugt sind.
8. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 und einem der fol
genden, dadurch gekennzeichnet, daß um das Gelenk he
rum ein Spannverschluß (11) vorgesehen ist.
9. Kippgelenkelement nach Anspruch 1 und einem der fol
genden, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergänge zwi
schen den Rohrenden (3, 4) und den Gelenkformstücken (1,
2) sowie zwischen unterschiedlichen Durchmessern der
Gelenkformstücke gleitend ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863606420 DE3606420A1 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Kippgelenkelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863606420 DE3606420A1 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Kippgelenkelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3606420A1 true DE3606420A1 (de) | 1987-09-03 |
| DE3606420C2 DE3606420C2 (de) | 1992-06-17 |
Family
ID=6295101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863606420 Granted DE3606420A1 (de) | 1986-02-27 | 1986-02-27 | Kippgelenkelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3606420A1 (de) |
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Also Published As
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| DE3606420C2 (de) | 1992-06-17 |
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| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: THYSSEN POLYMER GMBH, 8000 MUENCHEN, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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