DE3617377C2 - Elektronische Regelvorrichtung - Google Patents
Elektronische RegelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische
Regelvorrichtung gemäß des Oberbegriffes des
Patentanspruches 1.
In der Zeitschrift "Landtechnik", Heft 9 (1984) Seite 426
bis 428, ist eine derartige elektronische Regelvorrichtung
beschrieben. Dieser Artikel beschreibt elektronische
Regelvorrichtungen für die Regelung der Dosierorgane über
deren Einstellorgane bei landwirtschaftlichen
Verteilmaschinen, insbesondere Düngerstreuern und
Drillmaschinen. Bei diesen Regelvorrichtungen werden die
verschiedenen Parameter, wie Fahrgeschwindigkeit,
Ausbringmenge und Arbeitsbreite berücksichtigt. Hierzu
ist es erforderlich, daß die Steuerung der
Regelvorrichtung mit der gewünschten Ausbringmenge je
Hektar, dem Ergebnis der Abdrehprobe und mit Angaben zur
Fahrstreckenmessung sowie der Arbeitsbreite vom Bediener
vor jedem Einsatzfall individuell einprogrammiert werden muß.
Die einzelnen Angaben müssen bei der bekannten Vorrichtung
je nach Einsatzfall also von Hand eingespeichert werden.
Durch die DE-PS 6 41 688 ist bereits eine
Anzeigevorrichtung für die Aussaatmenge verschiedener
Saatgüter an Drillmaschinen oder Düngerstreuern bekannt
geworden. Diese Anzeigevorrichtung besteht aus einem
Zeiger, der hinter einer Schauöffnung untergebracht ist
und mit einem stufenlosen Übersetzungsgetriebe
zusammenwirkt. Hinter dem Zeiger ist ein endloses Band
angeordnet, auf dem eine Tabelle angebracht ist. Diese
Tabelle enthält in einer größeren Anzahl von Zeilen in
Dezimaleinteilung die innerhalb des Übersetzungsbereiches
des Getriebes möglichen Aussaatmengen verschiedener
Fruchtarten bei verschiedenen Reihenzahlen. Das über zwei
Rollen geführte Band läßt sich mit Hilfe eines
Stellknopfes derart einstellen, daß durch eine
Schauöffnung jeweils nur eine Zeile der auf dem Band
enthaltenen Tabelle sichtbar wird. In jeder Zeile ist eine
bestimmte Fruchtart und eine bestimmte Reihenzahl
angegeben, auf die sich die Mengenangaben der betreffenden
Zeile beziehen. Weiterhin läßt sich in jeder Zeile des
Bandes die für die jeweilige Fruchtart einzustellende
Bodenklappenstellung ablesen. Über den mit der jeweilig
eingestellten Zeile zusammenwirkenden Zeiger wird anhand
der auf dieser Zeile angeordneten Teilung diejenige
Aussaatmenge angezeigt, welche der Stellung des Getriebes
und der Reihenzahl entspricht.
Ist die Zahl der erforderlichen Teilungen weniger groß,
wird zu ihrer Anbringung eine einfache Walze benutzt. In
diesem Fall sind die Teilungen unmittelbar auf der Walze
angebracht, so daß das endlose Band wegfällt.
Bei dieser Anzeigevorrichtung handelt es sich um eine
speziell auf die jeweilige Verteilmaschine abgestimmte
Anzeigevorrichtung, so daß sich diese Vorrichtung nicht
universell für mehrere Maschinenarten bzw. Maschinentypen
einsetzen läßt. Die Verwendbarkeit ist also stark
eingeschränkt und nicht für verschiedene Einsatzzwecke
geeignet. Da sich die Vielfalt der auszusäenden
Fruchtarten vergrößert hat, ist das Unterbringen der
einzelnen Tabellen auf einem endlosen Band in kompakter
Bauweise nicht mehr möglich. Außerdem ist die Handhabung
dieser Anzeigevorrichtung außerordentlich schwierig,
kompliziert und ungenau.
Weiterhin ist durch die DE-OS 24 09 347 eine
Einstellvorrichtung für den Einstellmechanismus einer
Sävorrichtung einer Sämaschine bekannt. Diese
Einstellvorrichtung weist eine Einteilung auf, die die
Aussaatmenge mit Hilfe eines Zeigers oder einer Marke
zeigt, wobei die Marke oder Einteilung direkt oder durch
eine Transmission mit dem Einstellmechanismus für das
Ablesen der zu der Einstellung entsprechenden Aussaatmenge
verbunden ist. Hierbei ist die Saatmengeneinteilung als
eine kreisförmige Einteilung mit einer oder mehreren
ganzen Dekaden ausgebildet, die sich um den ganzen Zirkel
erstrecken, wobei die Marke oder die Zeiger einstellbar im
Verhältnis zu der Einteilung, oder umgekehrt, unabhängig
von der Verbindung mit dem Einstellmechanismus ausgebildet
ist.
Mit Hilfe dieser bekannten Einstellvorrichtung soll die
Einstellung des Einstellmechanismus einer Sävorrichtung
einer Sämaschine ohne das Benutzen der sonst üblichen
Saattabellen durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich
ebenfalls um ein genau auf die jeweils verwendete Maschine
speziell abgestimmte Einstellvorrichtung, wobei als
Ausgangspunkt der Einstellung eine spezielle Tabelle zur
Hilfe genommen werden muß. Diese Tabelle zeigt die
maximalen Aussaatmengenwerte verschiedener Saatmaterialien
für einen bestimmten Reihenabstand an. Mit Hilfe dieses
maximalen Aussaatmengenwertes wird die Einstellung der
Maschine eingeleitet. Das Einstellen der Aussaatmenge ist
also nur mit Hilfe einer speziell auf die Maschine
abgestimmten Einstellvorrichtung und nur unter
Zuhilfenahme einer speziellen Einstelltabelle durchführbar
und somit als nachteilig anzusehen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Vorrichtung in einfacher Weise wesentlich zu
verbessern und ihre Verwendbarkeit für verschiedene
Einsatzzwecke wesentlich zu erweitern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst. Nach Eingabe
der maschinenspezifischen Kenndaten der jeweils
verwendeten Verteilmaschine sowie der gewünschten
Ausbringmenge pro Flächeneinheit ermittelt der
programmierte Rechner automatisch die jeweilige
Einstellung der Dosierorgane der jeweils verwendeten
Verteilmaschine. Ein Nachschlagen in den sonst üblichen
Sätabellen zur Einstellung der Dosierorgane entfällt. In
der elektronischen Regelvorrichtung sind die Daten
bereits in der Regelvorrichtung werksseitig
eingespeichert. Weiterhin sind die verschiedenen
Ausbringmengen zugeordneten Einstellungen der
Einstellorgane für die Dosierorgane bereits
eingespeichert. Beispielweise läßt sich ein
universell ausgebildeter Taschenrechner, in dem die
jeweiligen Streumengen pro Flächeneinheit der
verschiedenen Frucht- bzw. Düngersorten eingespeichert
sind, in einfacher Weise für die Ermittlung der
Einstellung der Dosierorgane der verschiedenen
landwirtschaftlichen Verteilmaschinen benutzen. Die den
jeweiligen Verteilmaschinen in üblicher Weise beigefügten
speziell auf die jeweilige Verteilmaschine abgestimmten
Sätabellen entfallen, so daß der Landwirt die Ermittlung
der Einstellung der Dosierorgane aller von ihm genutzten
Verteilmaschinen mit Hilfe des Taschenrechners ermitteln
kann. Die den jeweiligen Verteilmaschinen zugeordneten
Sätabellen entfallen, da alle in den herkömmlichen
Sätabellen aufgeführten Werte und Einstelldaten in dem
Rechner gespeichert sind.
In einer besonders vorteilhaften erfindungsgemäßen
Ausführungsform ist vorgesehen, daß in den Rechner die
Verteilprofile, insbesondere das Streuprofil mit den
Mengenwerten für die Streu- bzw. Arbeitsbreite der
Maschine eingespeichert ist. Hierbei ist vorgesehen, daß
mittels einem oder mehrerer Meßwerte an einem oder
mehrerer Meßpunkte der Arbeitsbreite aufgrund der
eingespeicherten Parameter die richtige Einstellung der
Maschine überprüfbar bzw. korregierbar ist. Infolge dieser
Maßnahme kann der Landwirt auf einfachste Weise die
Einstellung seiner Maschine hinsichtlich der vorgesehenen
Arbeitsbreite und der gleichmäßigen Streustärke auf den
Boden überprüfen. Hierdurch läßt sich die unterschiedliche
Beschaffenheit von ein und derselben Düngersorte, die
hinsichtlich der Korngröße, der Oberflächenbeschaffenheit,
des spezifischen Gewichtes, der Kornform und der
hygroskopischen Eigenschaften differieren, auf einfachste
Weise bei der Einstellung der
Maschine berücksichtigen.
Das Meßverfahren zur Bestimmung
der Arbeitsbreite und der Streudichte bei
Schleuderstreuern mittels Meßeinrichtungen ist bereits
in der Patentanmeldung P 36 04 449 beschrieben und
erläutert.
In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist
vorgesehen, daß
über die Regelvorrichtung
die Dosierorgane automatisch einstellbar sind.
Hierdurch erfolgt eine vollkommen automatische
Einstellung der Einstelleinrichtungen für die jeweiligen
Dosierorgane der Verteilmaschinen, nachdem die
maschinenspezifischen Kenndaten, die Fahrgeschwindigkeit
und die gewünschte Ausbringmenge in den Rechner
eingegeben sind. Anhand dieser Werte ermittelt der Rechner
die Einstellung der Dosierorgane und nimmt eine
automatische Verstellung bzw. Einstellung der
Dosierorgane vor. Diese ermittelte Grundeinstellung der
Dosierorgane wird im Rechner gespeichert, wobei während
des Streuvorganges die Möglichkeit besteht, die Streumenge
in bezug auf den eingestellten Grundausbringmengenwert zu
verändern.
Eine Ausgestaltung der Erfindung ist der
Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen.
Hierbei zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäß ausgebildete elektronische Regelvorrichtung
in Form eines Rechners, die in einer Hülle untergebracht ist,
Fig. 2 einen an einem Schlepper angeordneten
Düngerstreuer, dessen Einstellung der Dosierorgane
sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung
gemäß Fig. 1 ermitteln läßt und
Fig. 3 eine als Drillmaschine ausgebildete
landwirtschaftliche Verteilmaschine, deren
Einstellung der Dosierorgane sich ebenfalls mit
Hilfe der elektronischen Regelvorrichtung ermitteln läßt.
Der elektronische Rechner 1 ist in der faltbaren
Schutzhülle 2 untergebracht. Der Rechner 1 weist die
Tastatur 3 auf, die aus einer normalen Tastatur
mit den Tasten 4 für die Grundrechenarten und den Tasten
5, 6, 7, 8 und 9 besteht. Weiterhin besitzt der Rechner 1
das Anzeigenfeld 10 auf. Dieser Rechner 1 weist eine
Speichereinheit, in die die normalerweise in den
bisher bekannten Streutabellen angegebenen Werte
gespeichert sind. Gespeichert sind sämtliche in den
bekannten Streu- und Sätabellen aufgeführten Werte. D. h.,
die Einstelldaten für sämtliche in den Streutabellen
aufgeführten Düngersorten bzw. in den Sätabellen
angeführten Getreidesorten befinden sich in dem Speicher
des Rechners 1. Hierdurch ist es möglich, daß der Landwirt
auf die bisher notwendigen Streu- bzw. Sätabellen zur
Einstellung seiner Verteilmaschine verzichten kann. Die
Ermittlung der Einstellung der jeweiligen Dosierorgane der
verwendeten landwirtschaftlichen Verteilmaschine läßt sich
auf einfachste Weise nach Eingabe der
maschinenspezifischen Daten, der Fahrgeschwindigkeit und
der gewünschten Ausbringmenge mit Hilfe des Rechners 1
durchführen.
Durch eine entsprechende Betätigung der Taste 5 läßt sich
der Rechner ein- bzw. ausschalten. Wird der Rechner 1 mit
Hilfe der Taste 5 eingeschaltet und noch zusätzlich die
Taste 6 gedrückt, läßt sich der elektronische Rechner 1
als ganz normaler Taschenrechner verwenden. Durch
Betätigen der Taste 7 wird ein ganz bestimmtes Programm,
welches in dem Rechner 1 eingespeichert ist, aufgerufen.
Dieses Programm dient zur Ermittlung der
Maschineneinstellung, wobei der Programmablauf zur
Maschineneinstellung auf der Innenseite der Schutzhülle 2
direkt neben dem Rechner 1 angebracht sein kann.
Nach Betätigen der Taste 7 wird ein Programm des Rechners
1 aufgerufen, daß beispielsweise den auf der Innenseite
der Schutzhülle 2 aufgezeichneten Programmablauf
durchläuft. Ist dieses Programm zur Maschineneinstellung
durch Betätigen der Taste 7 aufgerufen, muß zunächst die
Maschinenart anhand eines Zahlencodes eingegeben werden.
Als nächstes wird die Arbeitsbreite über die
Zahlentastatur 4 eingegeben, dann folgt die Anzahl der
Reihen, die nur bei der Maschinenart Drillmaschine
aufgerufen wird, dann die vorgewählte
Fahrgeschwindigkeit, die gewünschte Ausbringmenge, evtl.
das Schüttgewicht, dann die Dünger- bzw. Getreidesorte
über einen entsprechenden Zahlencode und die jeweils
verwendeten Schleuderscheiben, wobei die einzelnen
Schleuderscheiben ebenfalls einen bestimmten Zahlencode
aufweisen und beispielsweise das Vorhandensein bzw.
Nichtvorhandensein eines Rührfingers durch einen
entsprechenden Zahlencode in das vom Rechner aufgerufene
Programm eingeben. Anhand dieser eingegebenen Werte
ermittelt der Rechner automatisch die jeweilige
Maschineneinstellung, die nach Betätigen der Taste 11 auf
dem Anzeigefeld 10 erscheint. Entsprechend dieses
ermittelten Zahlenwertes nimmt der Landwirt die
Einstellung der Dosierorgane seiner Verteilmaschine vor.
Diese Einstellung wird mittels der bekannten Abdrehprobe
überprüft und bei evtl. Abweichungen von der gewünschten
Ausbringmenge korrigiert.
Die unterschiedlichen Arbeitsbreiten bei Düngerstreuern
werden je nach Düngersorte durch verschiedene
Streuscheiben und/oder unterschiedliche Abwinklungen des
Streuers erreicht. Die Daten für die unterschiedlichen
Abwinklungen des Streuers, die sich aus den
unterschiedlichen Anbauhöhen der vorderen und hinteren
Schleuderscheibenkante ergeben, sind ebenfalls in dem
Rechner 1 gespeichert und lassen sich durch Betätigen der
Taste 9 aufrufen, so daß nach dem Betätigen der Taste 9
und der Taste 12 zunächst die Anbauhöhe a der vorderen
Schleuderscheibenkante auf dem Anzeigenfeld 10 erscheint.
Durch Betätigen der Taste 13 erscheint dann die Anbauhöhe
b der hinteren Schleuderscheibenkante im Anzeigenfeld 10.
Die gewählte Maschineneinstellung läßt sich mit Hilfe des
in der Patentanmeldung P 36 04 449 beschriebenen
Meßverfahrens in einfacher Weise überprüfen. Hierbei wird
die Düngermenge an einer bestimmten Stelle der
Streubreite der Verteilmaschine aufgefangen und gewogen
bzw. in einen Meßbehälter gefüllt. Bei einer bestimmten
Düngersorte, einer bestimmten Ausbringmenge, der
gewählten Fahrgeschwindigkeit und der vorgesehenen
Arbeitsbreite muß die aufgefangene Düngermenge ein
bestimmtes Gewicht bzw. ein bestimmtes Volumen aufweisen.
Diese an den einzelnen Meßpunkten bei der jeweils
gewählten Maschineneinstellung erforderliche
Düngemittelmenge ist ebenfalls in dem Rechner 1
abgespeichert, durch Betätigen der Taste 8 kann der
Landwirt die für die jeweilige Maschineneinstellung
notwendige, für einen bestimmten Meßpunkt spezifische
Ausbringmenge abrufen, so daß er diesen Wert mit der von
ihm an dem vorher festgelegten Meßpunkt aufgefangenen
Düngemittelmenge vergleicht. Beim Abweichen der
aufgefangenen Düngemittelmenge von dem durch den Rechner
angezeigten Wert muß er die Maschineneinstellung
entsprechend der bestehenden Abweichung verändern.
Der Rechner 1 läßt sich beispielsweise für die Ermittlung
der Einstellung der Dosierorgane des an dem Schlepper 14
abgeordneten Düngerstreuers 15 verwenden. Weiterhin läßt
sich mit Hilfe dieses Rechners 1 die Ermittlung der
Einstellung der Sämaschine 16 durchführen. Der Einsatz des
Rechners 1 beschränkt sich selbstverständlich nicht nur
auf die hier aufgezeigten Ausführungsbeispiele, sondern
läßt sich für die Ermittlung der Einstellung aller in der
Landwirtschaft eingesetzten Verteilmaschinen anwenden.
Im folgenden soll die Funktionsweise des Rechners 1 zur
Ermittlung der Maschineneinstellung bei einem
Düngerstreuer näher erläutert werden.
Zunächst wird der Rechner mit Hilfe der Taste 5
eingeschaltet, und über die Taste 7 das Programm zur
Maschineneinstellung aufgerufen. Nun wird automatisch ein
im Rechner gespeichertes Programm in einer bestimmten
Reihenfolge aufgerufen, wobei die für die
Maschineneinstellung notwendigen Daten eingegeben werden
müssen.
Zunächst wird über einen entsprechenden Zahlencode die
jeweiligen Maschinenart eingegeben. Da die Einstellung für
einen Düngerstreuer ermittelt werden soll, müssen wir den
Maschinencode 2 für die Düngerstreuer über die Taste 12
eingeben. Als nächstes erfolgt die Eingabe der
Arbeitsbreite, die in Meter eingegeben werden muß. Für
eine gewählte Arbeitsbreite von 12 m wird die Zahlenfolge
12 über die entsprechenden Tasten der Tastatur 4
eingegeben. Da es sich um einen Düngerstreuer handelt,
überspringt der Rechner die im Programmablauf dem
Punkt 3 aufgeführte "Anzahl der Reihen", so daß als
nächste der Fahrgeschwindigkeitswert in km/h eingegeben
werden muß. Die vorgewählte Fahrgeschwindigkeit beträgt 8
km/h, so daß über die entsprechende Taste mit der Zahl 8
die gewählte Fahrgeschwindigkeit eingegeben wird. Die
gewünschte Ausbringmenge beträgt 280 kg/ha, und wird über
eine entsprechende Betätigung der Zahlentastatur 4
eingegeben. Als nächstes können wir das Schüttgewicht in
kg/l angeben, das ca. 0,95 kg/l beträgt. Dieser Wert wird
durch eine entsprechende Betätigung der Zahlentastatur 4
eingegeben. Als nächstes wird der Code für die Düngersorte
über die Tastatur 4 eingegeben. So wird
beispielsweise für die auszustreuende Düngersorte
Stickstoffmagnesia der Zahlencode 20 eingetastet. Hiernach
muß die Streuscheibenart eingegeben werden. Da mit
Normalstreuscheiben gearbeitet werden soll, wird über die
Zahlentastatur 4 der Code 11 in den Rechner 1 eingegeben.
Da der zum Einsatz kommende Düngerstreuer-Typ niemals mit
einem Rührfinger ausgerüstet ist, überspringt das Programm
automatisch Ablaufpunkt 9. Der Eingabevorgang ist jetzt
beendet und auf dem Anzeigenfeld 10 erscheint nun nach
Betätigen der Taste 11 die erforderliche
Maschineneinstellung. Auf dem Anzeigenfeld 10 erscheint
nun die Ziffer 27. Der Rechner hat die Ermittlung der
Einstellung der Dosierorgane für die Düngerstreuer
automatisch durchgeführt, so daß die Dosierorgane des
Düngerstreuers jetzt entsprechend der angezeigten
Maschineneinstellung eingestellt werden müssen. Diese
Einstellung wird anhand einer Abdrehprobe überprüft und
bei evtl. Abweichungen von der gewünschten Ausbringmenge
in entsprechender Weise korrigiert.
Zur Ermittlung der erforderlichen Neigung bei der
erforderlichen Arbeitsbreite des Düngerstreuers wird
zunächst die Taste und dann die Taste 12 gedrückt. Auf
dem Anzeigenfeld 10 erscheint nun die Angabe 0,6. Dieses
besagt, daß die vordere Kante der Schleuderscheibe 9 einen
Abstand von a = 0,6 m von der Bodenoberfläche aufweisen muß.
Wird nun die Taste 13 gedrückt, erscheint das Maß 0,55.
Dies besagt, daß das Anbaumaß b=0,55 m von der
Bodenoberfläche beträgt. Der Düngerstreuer ist also in
nach hinten geneigter Weise an den den Düngerstreuer
tragenden Schlepper anzubringen.
Zur Überprüfung der Einstellung bezüglich der
vorgesehenen Arbeitsbreite und einer gleichmäßigen
Streustärke läßt sich das von dem Düngerstreuer erzeugte
Streuprofil überprüfen. In dem Rechner 1 sind die für die
verschiedenen Düngerarten von den Düngerstreuern bei den
unterschiedlichen Einstellungen erzeugten Verteilprofile
gespeichert. D.h., bei einer ganz bestimmten
Arbeitsbreite, einer bestimmten Düngersorte und einer
bestimmten Ausbringmenge müssen innerhalb der
Arbeitsbreite des Düngerstreuers angeordnete Meßpunkte bei
richtiger Einstellung der Dosierorgane eine ganz bestimmte
Düngermenge auffangen. Nach Betätigen der Taste 8 läßt
sich der vom Hersteller genau vorgeschriebene jeweils
gewählte Meßpunkt eingeben und auf dem Anzeigenfeld 10
erscheint dann ein für die jeweils gewählte
Maschineneinstellung charakteristischer
Mengenausbringwert. Dieser Wert wird mit der an der
eingegebenen Stelle aufgefangenen, und bestimmten
Düngermittelmenge verglichen und bei evtl. auftretenden
Abweichungen der beiden Werte voneinander muß die
Maschineneinstellung in entsprechender Weise korrigiert
werden.
Bei diesem Rechner 1 kann es sich um einen speziell für
die jeweilige Verteilmaschine ausgebildeten
elektronischen Rechner handeln, oder aber der Rechner ist
für die Ermittlung der Einstellung der Dosierorgane
mehrerer landwirtschaftlicher Verteilmaschinen ausgelegt.
Hierbei ist es beispielsweise möglich, daß für die
verschiedenen landwirtschaftlichen Verteilmaschinen
jeweils einzelne Magnetkarten vorhanden sind, die einfach
in den Rechner eingeschoben werden, so daß nach
Einschieben dieser Magnetkarten ein speziell auf die
jeweilige Verteilmaschine abgestimmtes Programm abläuft.
Der Rechner ersetzt also die bislang notwendigen Streu-
bzw. Sätabellen für die Ermittlung der Einstellung der
Dosierorgane bei landwirtschaftlichen Verteilmaschinen.
Durch das Vorhandensein sämtlicher in den herkömmlichen
Streutabellen aufgeführten Angaben in dem elektronischen
Rechner 1 kann der Landwirt durch die Eingabe nur weniger
Daten die Einstellung der Dosierorgane seiner
Verteilmaschine anhand der von dem Rechner ermittelten
Einstellung vornehmen.
Die Einstellung einer Drillmaschine erfolgt in
entsprechender Weise und soll hier nicht näher aufgezeigt
werden.
Weiterhin ist es möglich, diesen Rechner 1 derart auf dem
Schlepper 14 anzuordnen, daß er über die mit
strichpunktierten Linien dargestellte Kabelverbindung 17
mit den Einstelleinrichtungen der jeweils an den
angehängten Verteilmaschine koppelbar ist und so nach
Eingabe der für die Ermittlung der Maschineneinstellung
notwendigen Daten automatisch eine Einstellung der
Dosierorgane vornimmt.
Claims (5)
1. Elektronische Regelvorrichtung für die Regelung der
Dosierorgane bei landwirtschaftlichen Verteilmaschinen,
insbesondere Düngerstreuern und Drillmaschinen, über deren
Einstellorgane, wobei die Regelvorrichtung die
verschiedenen Parameter, wie Fahrgeschwindigkeit,
Ausbringmenge, Arbeitsbreite berücksichtigt, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Regelvorrichtung die den
verschiedenen Ausbringmengen zugeordneten Einstellungen
der Einstellorgane für die Dosierorgane fest eingespeichert
sind.
2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Regelvorrichtung sämtliche wesentlichen
Einstellungen der Verteilmaschine eingespeichert sind.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Regelvorrichtung die Verteilprofile,
insbesondere das Streuprofil mit den Mengenwerten für die
Streu- bzw. Arbeitsbreite der Maschine eingespeichert
ist.
4. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mittels eines oder mehrerer Meßwerte an einem oder
mehreren Meßpunkten der Arbeitsbreite aufgrund der
eingespeicherten Parameter die "richtige Einstellung" der
Maschine überprüfbar bzw. korrigierbar ist.
5. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß über die Regelvorrichtung die Dosierorgane automatisch
einstellbar sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863617377 DE3617377C2 (de) | 1986-05-23 | 1986-05-23 | Elektronische Regelvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19863617377 DE3617377C2 (de) | 1986-05-23 | 1986-05-23 | Elektronische Regelvorrichtung |
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| DE3617377C2 true DE3617377C2 (de) | 1994-02-03 |
Family
ID=6301472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863617377 Revoked DE3617377C2 (de) | 1986-05-23 | 1986-05-23 | Elektronische Regelvorrichtung |
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| DE102014116023A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-04 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Bestimmung der Geschwindigkeit und/oder Wurfweite von abgeworfenem Streugut sowie eine Verteilmaschine zur Durchführung eines solchen Verfahrens |
| DE102014116025A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-04 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Bestimmung der Verteilcharakteristik einer Verteilmaschine sowie eine Verteilmaschine zur Durchführung eines solchen Verfahrens |
| DE102014116019A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-04 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Berechnung von Einstellparametern eines Schleuderstreuers |
| EP3017678A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verfahren und vorrichtung zur berechnung von einstellparametern eines schleuderstreuers |
| EP3017680A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verfahren zur bestimmung der verteilcharakteristik einer verteilmaschine sowie eine verteilmaschine zur durchführung eines solchen verfahrens |
| EP3017679A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verfahren zur bestimmung der geschwindigkeit und/oder wurfweite von abgeworfenem streugut sowie eine verteilmaschine zur durchführung eines solchen verfahrens |
| EP3017681A1 (de) | 2014-11-04 | 2016-05-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG | Verteilmaschine |
| DE102015116949A1 (de) | 2015-10-06 | 2017-04-06 | Amazonen-Werke H. Dreyer Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Bestimmung der Verteilcharakteristik einer Verteilmaschine |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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