DE3617768A1 - Filterzentrifuge - Google Patents
FilterzentrifugeInfo
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- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/08—Skimmers or scrapers for discharging ; Regulating thereof
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- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
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- B04B3/00—Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Filtrieren
von Suspensionen in einer Filterzentrifuge gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine Zentrifuge dieser Art ist aus der CH-PS 580 986 bekannt,
bei der der an das Filtermedium radial anschließende Gasraum an
eine außenstehende Luftabsaugvorrichtung angeschlossen ist. Mit
dieser Zentrifuge kann nach der Hauptfiltration das sogenannte
Trockenschleudern bzw. die Druckgasfiltration, bei der der Fil
terkuchen mit Gas durchströmt wird, zwischen der Oberfläche des
Filterkuchens und dem Gasraum nur eine Druckdifferenz einge
stellt werden, die zwischen dem Atmosphärendruck und dem Dampf
druck des Filtrats liegt. Neben dem Nachteil der geringen er
zielbaren Druckdifferenz ist die Erzeugung vom Unterdruck durch
die Luftabsaugvorrichtung verhältnismäßig aufwendig. Auch sind
bei der Erzeugung von Unterdruck größere Gasvolumina zu fördern.
Aus dem Aufsatz "Einfluß der Betriebsparameter auf die Wirkung
des Rotationssiphons in Schälzentrifugen" in der Zeitschrift
"Chemie-Ingenieur-Technik", Jahrgang 51 (1979), Heft 1 ist es
ferner bekannt, bei einer Filterzentrifuge mit Rotationssiphon
die Filtrationsprinzipien der Zentrifugalfiltration und der Va
kuum - bzw. Druckfiltration zu kombinieren. Bei dieser bekann
ten Filtrationsmethode ist es jedoch erforderlich, daß kein
Gasdurchtritt durch den Filterkuchen erfolgt, um unmittelbar
hinter dem Filtermedium den zur Erzielung des Siphoneffektes
notwendigen Unterdruck sicherzustellen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei der Druck
gasfiltration eine größere Druckdifferenz zwischen der Oberflä
che des Filterkuchens und dem Gasraum hinter dem Filtermedium
zu erreichen, um die durch Reibung erzielbare Druckgasfiltra
tion und die Trocknungseffekte zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst, wobei sich darüber hinaus der Vorteil
ergibt, daß vielfältige Betriebsweisen eingestellt werden kön
nen, wie z. B. das Rückspülen des Filtermediums, der Feststoff
austrag bei reduzierter Drehzahl oder die Anpassung an unter
schiedliche Füllsuspensionen.
Zweckmäßigerweise ist die Gasabführleitung mit einem Sperrven
til versehen, durch das in der Gasabführleitung ein Gaspolster
geschaffen werden kann, das beispielsweise beim Rückspülen des
Filtermediums ein Eindringen von Flüssigkeit in die Gasrück
führleitung verhindert.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht das in der Seiten
wand der Filterzentrifuge angeordnete Teilstück der Gasabführ
leitung aus einem an der Seitenwand angeordneten Distanzgitter,
das von der Hohlbohrung in der Welle der Filterzentrifuge bis
in den Gasraum reicht und das an der dem Innenraum der Zentri
fugentrommel zugewandten Seite mit einer Scheibe aus flüssig
keits- und gasdichtem Material abgedeckt ist. Dieser scheiben
förmige Teilbereich der Gasabführableitung wirkt als Tröpfchen
abscheider, da das Gas, das sich nach dem Durchtritt durch den
Feststoffkuchen entspannt, wegen des stark vergrößerten Strö
mungsquerschnittes mit geringer Strömungsgeschwindigkeit radial
nach innen strömt. Infolge der hohen Beschleunigungskräfte im
Zentrifugalfeld ergibt sich dabei eine intensive Tröpfchenab
scheidung, die noch durch geeignete Form der den Abscheideraum
ausfüllenden Distanzgitterteile begünstigt werden kann. Derar
tige Formen sind aus den üblichen Tröpfchenabscheidern bekannt.
Vorzugsweise besteht die auf dem Distanzgitter aufliegende
Scheibe aus Gummi, so daß diese auch bei einer sehr engen Öff
nung der Filterzentrifuge leicht eingebaut und ausgewechselt
werden kann.
Zur Auflockerung des auf dem Filtermedium abgesetzten Filter
kuchens durch eine Gegenstromführung ist die Gasabführleitung
wahlweise an die Überdruckerzeugungsmittel anschließbar.
Zur Steigerung des Wirkungsgrades oder bei Verwendung von Ga
sen, die in einem geschlossenen Kreislauf zu halten sind, wird
das Gas aus der Gasabführleitung der Saugseite der Überdrucker
zeugungsmittel wieder zugeführt.
Vorzugsweise wird für ein im geschlossenen Kreislauf durch den
Filterkuchen zu treibendes Gas als Überdruckerzeugungsmittel
eine Saug-Druckpumpe verwendet, deren Saugseite an die Gasab
führleitung und deren Druckseite an den Innenrraum der Filter
zentrifuge angeschlossen sind.
In dem geschlossenen Kreislauf können je nach Bedarf Gase und
Dämpfe unterschiedlicher Art, beispielsweise dampfförmige Lö
sungsmittel verwendet werden. Desgleichen können je nach Bedarf
Kondensatoren, Heizungs- oder Kühleinrichtungen angeordnet
werden.
Zum Austrag der durch die Hauptfiltration und die Druckgasfil
tration entwässerten Feststoffbestandteile ist ein in den Fest
stoffkuchen einschwenkbares Schälmesser mit einem Auffangtrog
vorgesehen, an den sich ein das Druckgehäuse durchsetzendes
Austragsrohr anschließt. Dieses ist mit einem Absperrventil
ausgestattet, nach dessen Öffnung die in den Auffangtrog ein
fallenden Feststoffbestandteile durch das im Druckgehäuse be
findliche Druckgas durch das Austragsrohr nach außen gefördert
werden.
Um einen automatischen Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrich
tung bei verschiedenen Betriebsweisen, wie z. B. beim Rückspü
len des Filtermediums, beim Feststoffaustrag bei reduzierter
Drehzahl oder bei Verwendung unterschiedlicher Füllsuspensionen
zu erreichen, sind die Überdruckerzeugungsmittel und/oder die
Verstelleinrichtung des Schälrohrs und/oder der Drehantrieb für
die Filterzentrifuge nach Maßgabe einer oder mehrerer der Meß
größen eines im Druckgehäuse angeordneten Druckmeßfühlers,
einer Schälrohr-Winkelstellungsanzeigeeinrichtung und eines
Drehzahlmessers für die Drehzahl der Filterzentrifuge steuer
bar. Dabei ist es zweckmäßig, die bestimmten Betriebsweisen
über eine programmierte Steuerung einzustellen, so daß z. B.
zwecks Lockerung der vom Schälmesser der Schälvorrichtung am
Filtermedium verdichteten Grundschicht eine Rückspülung des
Filtermediums derart durchführbar ist, das die Größe r i durch
Veränderung der Druckverhältnisse wandelbar ist in eine Größe
r i ′, wodurch das Filtrat radial von außen nach innen durch
das Filtermedium gepreßt wird, wobei aber sichergestellt ist,
daß kein Filtrat in das in der Welle befindliche Teilstück der
Gasabführleitung dringt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung näher beschrieben, die im Schnitt eine von einem
Druckgehäuse umschlossene, fliegend gelagerte Filterzentrifuge
zeigt.
Die Filterzentrifuge 1 besteht aus einer Vollmanteltrommel 2,
die an einer Seite ein Ringwehr 3 und an der anderen Seite den
Trommelboden 4 aufweist, in dem die Welle 5 befestigt ist.
Innerhalb der Vollmanteltrommel 2 ist ein zylindrisches Filter
medium 6 angeordnet, das auf der einen Seite am Ringwehr 3 und
auf der anderen Seite am Trommelboden 4 befestigt ist. Zwischen
dem Filtermedium 6 und der Vollmanteltrommel 2 ist ein Fil
tratsammelraum 7 eingeschlossen, der sich aus einem unmittelbar
an das Filtermedium 6 anschließenden Gasraum 7 a und einem Fil
tratflüssigkeitsraum 7 b zusammensetzt.
Der Filtratflüssigkeitsraum 7 b ist über eine im Trommelboden 4
angeordnete Abflußöffnung 8 mit einem Ringraum 9 verbunden, in
den ein Schälrohr 10 ragt. Am Trommelboden 4 sind ein Distanz
gitter 11 und eine aus elastomerem Material bestehende Scheibe
12 befestigt, die im radial äußeren Bereich gegenüber dem Fil
termedium 6 mittels einer umlaufenden Ringdichtung 13 abgedich
tet ist.
Der vom Trommelboden 4, dem Distanzgitter 11 und der Scheibe 12
gebildete Raum stellt einen Teilbereich einer Gasabführungslei
tung 14 dar, die vom Gasraum 7 a über das Distanzgitter 11 und
eine Hohlbohrung in der Welle 5 zu einer Drehdurchführung 15
führt.
Die Filterzentrifuge 1 ist von einem Druckgehäuse 16 umschlos
sen, in dem die Welle 5 gelagert ist. Außerhalb des Druckgehäu
ses 16 weist die Welle 5 eine Keilriemenscheibe 17 auf mit der
die Filterzentrifuge über Keilriemen 18 von der Antriebseinheit
19 antreibbar ist.
Auf der der Antriebseinheit gegenüberliegenden Seite wird das
Druckgehäuse 16 von einem Zulaufrohr 20 durchsetzt, über das
der Filterzentrifuge 1 Suspension zuführbar ist, deren Fest
stoffbestandteile sich nach der Entwässerung auf dem Filterme
dium 6 in Form eines Feststoffkuchens 21 absetzen.
Das Druckgehäuse 16 wird ferner vom Austragsrohr 22 einer
Schäleinrichtung 23 durchsetzt, das im Inneren der Filterzen
trifuge 1 einen Auffangtrog 24 und ein Schälmesser 25 angeord
net hat und außerhalb des Druckgehäuses 16 ein Absperrventil
22 a aufweist.
Des weiteren führt in das Innere des Druckgehäuses 16 eine
Druckgasleitung 26, die von einem Kompressor 27 gespeist wird,
dessen Förderleistung über einen regelbaren Antriebsmotor 28
steuerbar ist.
Die Zuführleitung 29 des Kompressors 27 ist an die Gasabführ
leitung 14 angeschlossen, wobei zwischen dem Kompressor 27 und
der Drehdurchführung 15 wahlweise ein Sperrventil 30, ein Kon
densator 30, ein Kühler 32 und ein Heizer 33 angeschlossen sein
können. Des weiteren kann in der Zuführleitung 29 und in der
Druckgasleitung 26 ein 4/2-Wegeventil 34 angeordnet sein, mit
dem in der dargestellten Stellung das Innere des Druckgehäuses
16 mit Druckgas beaufschlagbar ist und mit dem in der anderen
Schaltstellung der Gasabführleitung 14 zum Zweck der Umkehr
strombeaufschlagung des Filtermediums 6 Druckgas zuführbar ist.
Im Inneren des Druckgehäuses 16 ist ein Druckmeßfühler 35 zur
Messung des Überdrucks p ü angeordnet.
Das Schälrohr 10 weist an der das Druckgehäuse 16 durchsetzen
den Position eine Vorrichtung 36 zur Messung der Winkelstel
lung α des Schälrohrs auf, die dem radialen Flüssigkeitsniveau
r a im Ringraum 9 unmittelbar proportional ist.
Die Vorrichtung 36 zur Messung der Winkelstellung α des Schäl
rohrs 10 ist mit einem Dreh-Stellantrieb 37 gekoppelt, mit dem
die Winkelstellung α des Schälrohrs 10 und somit auch das
Flüssigkeitsniveau r a im Ringraum 9 einstellbar ist.
Am Austritt der Welle 5 aus dem Druckgehäuse 16 ist ein Dreh
zahlmesser 38 angeordnet, mit dem die Drehzahl bzw. die Winkel
geschwindigkeit ω der Welle 5 meßbar ist.
Der Druckmeßfühler 35, die Vorrichtung 36 zur Messung der Win
kelstellung α des Schälrohrs 10 und der Drehzahlmesser 38 sind
über in unterbrochenen Linien dargestellte Meßwertleitungen 39,
40 und 41 mit einer Steuereinheit 42 verbunden, in der die aus
den Meßwertleitungen 39, 40 und 41 übermittelten Meßwerte für
den Überdruck p ü , die Winkelstellung α bzw. das Flüssig
keitsniveau r a und die Drehzahl bzw. Winkelgeschwindigkeit ω
nach entsprechender Aufbereitung und Umformung verarbeitet wer
den, worauf der Antriebsmotor 28, die Antriebseinheit 19 und
der Dreh-Stellantrieb 37 über die in durchgehenden Linien dar
gestellten Steuerleitungen 43, 44 und 45 nach Maßgabe bestimm
ter wählbarer, in der Steuereinheit 42 eingespeicherter Be
triebsprogramme angesteuert werden können.
Im Betrieb wird die Filterzentrifuge in einer Ausführungsform,
in der als Überdruckerzeugungsmittel ein frei aus der Atmosphä
re ansaugender Kompressor 27 vorgesehen ist, die Druckluft über
die Druckleitung 26 in das Innere des Druckgehäuses 16 gelei
tet. Über das Zulaufrohr 20 wird der Filterzentrifuge 1 die
Suspension zugeführt, deren Feststoffe sich im Zentrifugalfeld
auf dem Filtermedium 6 in Form eines Feststoffkuchens 21 abset
zen. Das Filtrat gelangt in den Filtratsammelraum 7, wobei sich
ein Gasraum 7 a und ein Filtratflüssigkeitsraum 7 b mit dem ra
dialen Flüssigkeitsniveau r i ausbildet. Das Filtrat gelangt
über die Abflußöffnung 8 in den Ringraum 9, dessen radiales
Flüssigkeitsniveau r a von der Winkelstellung α des Schäl
rohrs 10 bestimmt wird. Zwischen dem Flüssigkeitsniveau r a im
Ringraum 9 und dem Flüssigkeitsniveau r i im Filtratflüssig
keitsraum 7 b ist somit eine Flüssigkeitssäule der Höhe Δ h=
r a -r i eingestellt, deren hydrostatischer Druck p z im
Zentrifugalfeld der Druckdifferenz Δ p=p ü -p o ent
spricht, die zwischen dem Gasraum 7 a mit dem Druck p o und dem
übrigen Innenraum innerhalb des Druckgehäuses 16 mit dem Druck
p ü gegeben ist. Durch den hydrostatischen Druck p z ist si
chergestellt, daß die Filtratflüssigkeit nicht in die Gasab
führleitung 14 eindringt und radial außerhalb des Filtermediums
6 ein Gasraum 7 a mit dem Druck p o erhalten bleibt, wodurch
der Filterkuchen 21 nach der Hauptfiltration (Zentrifugalfil
tration) zusätzlich dem Trockenschleudern bzw. einer Druckgas
filtration unterzogen werden kann, bei der der Filterkuchen der
Reibwirkung eines mit einem Druckgefälle von Δ p=p ü -p o
durchströmenden Gases ausgesetzt wird. Das Druckgas gelangt
nach der Durchdringung des Feststoffkuchens 21 über die Gasab
führleitung 14 und die Drehdurchführung 15 nach außerhalb des
Druckgehäuses 16.
Das Gas kann dabei frei in die Atmosphäre ausströmen, oder, wie
in der Zeichnung dargestellt, in einem geschlossenen Kreislauf
über die Zuführleitung 29 der Saugseite des Kompressors 27 wie
der zugeführt werden. Bei der Rückführung kann auf das Gas
durch weitere Einrichtungen wie z. B. einen Kondensator 31,
einen Kühler 32 oder einen Heizer 33 eingewirkt werden. Diese
Einrichtungen können auch an anderer als der dargestellten Po
sition angeordnet werden. So kann der Heizer 33 dem Kompressor
27 nachgeschaltet sein, um den Feststoffkuchen 21 unter Vermei
dung
größerer Wärmeverluste mit möglichst heißem Gas beaufschlagen
zu können. Anstelle von Gasen können auch Dämpfe von chemisch
oder biologisch reagierenden Substanzen im geschlossenen Kreis
lauf geführt werden.
Mittels des 4/2-Wegeventils 34 kann die Strömungsrichtung des
Gases auch umgekehrt werden (nicht dargestellte Schaltstel
lung), um zum Zweck der Auflockerung des Feststoffkuchens 21
das Filtermedium 6 in umgekehrter Richtung durchströmen zu las
sen.
Zum Austrag der Feststoffe aus der Filterzentrifuge 1 wird zu
nächst die Gasabführleitung 14 mittels des Sperrventils 30 ab
gesperrt. Anschließend wird die Schäleinrichtung 23 durch Ver
schwenken des Austragsrohres 22 in Richtung des Pfeiles 22 b
verschwenkt, worauf das Schälmesser 25 in den Feststoffkuchen
21 gedrückt wird und die vom Feststoffkuchen 21 bei verminder
ter Drehzahl der Filterzentrifuge 1 gelösten Feststoffteile in
den Auffangtrog 24 fallen. Nach Öffnen des Absperrventils wer
den die Feststoffe mittels des Druckgases durch das Austrags
rohr 22 nach außen gefördert.
Bei allen Betriebsarten der Zentrifuge sind die Drehzahl bzw.
die Winkelgeschwindigkeit ω der Filterzentrifuge 1, die Hö
he Δ h der Flüssigkeitssäule und die Druckdifferenz Δ p, ge
steuert durch die Steuereinheit 42 so aufeinander abgestimmt,
daß in jedem Fall ein Eindringen von Filtratflüssigkeit in den
horizontalen Bereich des Gasabführleitung 14 angeschlossen ist.
Darüberhinaus sind im Normalbetrieb die Parameter Δ p,
und Δ h so aufeinander abgestimmt, daß der Feststoffkuchen 21
mit größter Wirksamkeit von Gas oder Dämpfen durchströmt wird.
Desgleichen sind bei der Umkehrbeaufschlagung des Filtermediums
6 durch einen in Gegenrichtung geförderten Gasstrom und beim
Austragsvorgang die vorgenannten Parameter so aufeinander abge
stimmt, daß bei verminderter Drehzahl der Filterzentrifuge 1
ein guter Auflockerungseffekt für den Feststoffkuchen, ein gu
ter Reinigungseffekt für ein zugesetztes Filtermedium 6 und
eine gute Austragsleistung für abgeschälte Feststoffe erzielt
wird.
Über die Steuereinheit 42 können dabei auch das Absperrventil
22 a, die Verschwenkeinrichtung für das Austragsrohr 22, das
Sperrventil 3, das 4/2-Wegeventil 34, der Kondensator 31, der
Kühler 32 und der Heizer 33 angesteuert werden, um einen voll
automatischen Betrieb mit ständiger Aufeinanderfolge von Bela
dungs-, Trocknungs-, Austrags- und Rückspülphasen zu erreichen.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Filtrieren von Suspensionen in einer Fil
terzentrifuge, die aus einem vorzugsweise zylindrischen
Filtermedium besteht, das von einer Vollmanteltrommel um
schlossen ist, wobei zwischen Filtermedium und Vollmantel
trommel ein Filtratsammelraum eingeschlossen ist, der sich
aus einem unmittelbar an das Filtermedium anschließenden
Gasraum und einem Filtratflüssigkeitsraum mit dem Flüssig
keitsniveau r i zusammensetzt, wobei der Gasraum radial
innerhalb des Flüssigkeitsniveaus r i eine nach außerhalb
der Filterzentrifuge führende Gasabführleitung und der Fil
tratflüssigkeitsraum eine Abflußöffnung für die Filtrat
flüssigkeit aufweist, die in einen Ringraum mündet, in den
ein Schälrohr zur Einstellung des Flüssigkeitsniveaus r a
einschwenkbar ist, dadurch gekennzeich
net, daß
- - Überdruckerzeugungsmittel, beispielsweise ein Kompressor (27) vorgesehen sind, welche den Innenraum eines die Fil terzentrifuge (1) umschließenden Druckgehäuses (16) mit einem gegenüber dem Atmosphärendruck p o erhöhten inne ren Überdruck p ü versorgen,
- - eine Druckdifferenz Δ p=p ü -p o dem hydrostatischen Druck p z entspricht, der von einer Flüssigkeitssäu le Δ h im Zentrifugalfeld erzeugt wird, die sich aus der Differenz der beiden Flüssigkeitsniveaus r a -r i ergibt, und
- - die Vorrichtung zum Filtrieren nach Maßgabe folgender Gleichung betreibbar ist:
- wobei sich die einzelnen Gleichungsgrößen wie folgt be stimmen: p ü = Überdruck im Druckgehäuse (16)p o = Atmosphärendruckr i = radiales Flüssigkeitsniveau im Filtratflüssigkeitsraum (7 b) r a = radiales Flüssigkeitsniveau im Ringraum (9)Δ h= Füssigkeitssäule als Differenz von r a - r i p z = Zentrifugaldruck der Flüssigkeitssäule mit der radialen Höhe Δ h im Zentrifugalfeldω= Winkelgeschwindigkeit der Filterzentrifuge (1)ρ L = Dichte der Filtratflüssigkeit
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Filterzentrifuge (1) von einem
Druckgehäuse (16) umschlossen ist und die Gasabführleitung
(14) über den Trommelboden (4) und die Welle (5) der Fil
terzentrifuge (1) nach außen geführt ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gasabführleitung (14)
mit einem Sperrventil (30) versehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Trommelboden (4)
der Filterzentrifuge (1) angeordnete Gasabführleitung (14)
aus einem von einer Hohlbohrung in der Welle (5) der Fil
terzentrifuge (19 bis in den Gasraum (7 a) reichende Di
stanzgitter (11) besteht, das an seiner dem Innenraum der
Filterzentrifuge (1) zugewandten Seite mit einer Scheibe
(12) aus flüssigkeits- und gasdichtem Material abgedeckt
ist, die im radial äußeren Bereich gegenüber dem Filterme
dium (6) mittels einer Ringdichtung (13), beispielsweise
einer elastischen Rundschnur abgedichtet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Scheibe (12) aus elastischem Ma
terial, beispielsweise aus Gummi besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Überdruckerzeugungs
mittel zwecks Auflockerung des auf dem Filtermedium (6) ab
gesetzten Filterkuchens (21) durch Gegenstromführung an die
Gasabführungsleitung (14) wahlweise anschließbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Gasabführleitung
(14) in an sich bekannter Weise Unterdruckerzeugungsein
richtungen angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das über die Gasabführlei
tung (14) abgeführte Gas im geschlossenen Kreislauf den
Überdruckerzeugungsmitteln wieder zuführbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überdruckerzeugsmittel aus einer
Saug-Druckpumpe bestehen, deren Saugseite an die Gasabführ
leitung (14) und deren Druckseite an den Innenraum der Fil
terzentrifuge (1) angeschlossen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das im Kreislauf zirkulie
rende Gas aus dampfförmigem Lösungsmittel besteht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem geschlossenen
Kreislauf ein Kondensator (31) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem geschlossenen
Kreislauf ein Heizer (33) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Innenraum der Fil
terzentrifuge (1) eine Schälvorrichtung (23) ragt, an die
sich ein, das Druckgehäuse (16) durchsetzendes Austragsrohr
(22) anschließt, über das nach Absperrung der Gasabführlei
tung (14) ein Austrag der von der Schälvorrichtung (23) ab
geschälten Feststoffe durch das von den Überdruckerzeu
gungsmitteln erzeugte Druckgas durchführbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die Überdruckerzeugungsmittel zur Erzeugung des Über drucks p ü im Druckgehäuse (16) und/oder
- - die Verstelleinrichtung (Schälrohr 10) zur Einstellung des radialen Flüssigkeitsniveaus ra und/oder
- - die Antriebseinheit (19) für die Filterzentrifuge (1) nach Maßgabe einer oder mehrerer der Meßgrößen:
- - eines im Druckgehäuse (16) angeordneten Druckmeßfühlers (35),
- - einer Schälrohr-Winkelstellungsanzeigeeinrichtung (36) und
- - eines Drehzahlmessers (38) für die Drehzahl der Filter zentrifuge (1)
steuerbar sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine programmierbare Steuerung vorge
sehen ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß zwecks Lockerung der vom
Schälmesser (25) der Schäleinrichtung (23) am Filtermedium
(6) verdichteten Grundschicht eine intervallmäßige Rückspü
lung des Filtermediums derart durchführbar ist, daß die
Größe r i wandelbar ist in eine Größe r i ′, die kleiner
dem radialen Abstand des Filtermediums (6) von der Drehach
se der Filterzentrifuge (1) ist und die größer ist als der
Radius der in der Welle (5) angeordneten Gasabführleitung
(14).
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19863617768 DE3617768A1 (de) | 1986-05-27 | 1986-05-27 | Filterzentrifuge |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863617768 DE3617768A1 (de) | 1986-05-27 | 1986-05-27 | Filterzentrifuge |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3617768A1 true DE3617768A1 (de) | 1987-12-03 |
| DE3617768C2 DE3617768C2 (de) | 1991-10-10 |
Family
ID=6301710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| JP (1) | JPH0720558B2 (de) |
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