DE3623016C1 - Shuttleless weaving machine for the single-shot production of double-pile fabric - Google Patents
Shuttleless weaving machine for the single-shot production of double-pile fabricInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine zum
Herstellen von einschüssigen Doppelflorgeweben. Eine der
artige Webmaschine ist aus der DE-PS 27 44 795 bekannt.
Bei ihr wird der Schußfaden für das Obergewebe und das
Untergewebe nacheinander, jedoch an der gleichen Stelle
ins Webfach eingetragen und die Webschäfte werden von
einer Schaftmaschine gesteuert. Um zum Zeitpunkt des
Blattanschlages einen gleichmäßigen Abstand vom Obergewe
be zum Untergewebe und damit eine genau einstellbare
gleichmäßige Florhöhe zu erreichen, wird bei der bekann
ten Webmaschine so verfahren, daß der normalen Bewegung
der Webschäfte wenigstens bei den Webschäften der Grund
kette für eines der beiden Gewebe eine zusätzliche Hub
bewegung überlagert wird. Diese zusätzliche Hubbewegung
erfolgt im Sinne einer Vergrößerung des Abstandes der
beiden Gewebe im Zeitpunkt des Blattanschlages. Der Vor
teil einer solchen Webmaschine liegt u.a. darin, daß
keine besonderen und teuren Fachbilde-Einrichtungen, wie
bei zweischüssigen Doppelflorgeweben, mehr notwendig
sind, sondern daß eine normale Fachbilde-Einrichtung für
eine konventionelle Webmaschine genügt. Ferner ist es bei
diesen bekannten Webmaschinen möglich, die Amplitude der
überlagerten Hubbewegung einstellbar zu machen, so daß
die Florhöhe von Fall zu Fall variierbar ist. Auf diese
Weise ist es sogar möglich, ohne besonderen Umbau an der
Maschine eine Umstellung der Arbeitsweise von Doppelflor
gewebe auf Flachgewebe durchzuführen.
In der genannten DE-PS ist eine konstruktive Ausbildung
offenbart, durch die den Webschäften eine zusätzliche
Hubbewegung überlagert werden kann. Dabei sind die Um
lenkhebel, die in bekannter Weise zwischen einer die Be
wegung der Webschäfte steuernden Schaftmaschine und den
einzelnen Webschäften vorhanden sind, nicht, wie sonst
üblich, auf einer feststehenden Umlenkwelle, sondern auf
einer drehbar gelagerten Umlenkwelle gelagert. Auf der
Umlenkwelle sind diejenigen Umlenkhebel, die eine über
lagerte zusätzliche Hubbewegung übertragen sollen, auf
Kreisexzentern gelagert, wogegen die Lagerung der anderen
Umlenkhebel nicht exzentrisch ist. Im Betrieb rotiert die
Umlenkwelle mit einer Umdrehung pro Arbeitsspiel und hebt
dabei infolge der exzentrischen Lagerung die betreffenden
Umlenkhebel periodisch an, d.h. erteilt den daran ange
schlossenen Webschäften die geforderte zusätzliche Hub
bewegung. Durch Austausch der Kreisexzenter kann das Maß
der Hubbewegung und dadurch die Florhöhe eingestellt wer
den. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Winkel
lage der Kreisexzenter auf der Welle zu verstellen und
damit die zeitliche Phasenlage der Hubbewegung gegenüber
dem Blattanschlag einstellbar zu machen. Auch auf diese
Weise wird der Hub zum Zeitpunkt des Blattanschlages
einstellbar gemacht.
Diese bekannte Anordnung ist aber nicht in allen Fällen
voll zufriedenstellend, denn die zusätzliche Hubbewegung
hat wegen der rotierenden Kreisexzenter einen gleichmä
ßigen sinusförmigen Verlauf, der u.U. bei der Überlage
rung die endgültige Bewegung der Webschäfte ungünstig be
einflußt, was sich z.B. für die Vorgänge beim Beginn des
Schußeintrags in Form eines unsauberen Webfaches äußert.
Es könnte dadurch ein Greifer bei seiner Vorwärtsbewegung
auf das noch nicht voll geöffnete Webfach treffen und da
bei Kettfäden beschädigen oder abreißen. Darüberhinaus
verursacht die negative Periode einer sinusförmigen Be
wegung ein Unterziehen der Kettfäden, das zu einem uner
wünschten Nachlassen der Fadenspannung führt. Außerdem
muß, wie oben erwähnt, zur Einstellung der gewünschten
Florhöhe der ganze Satz von Kreisexzentern umständlich
ausgetauscht werden oder aber es muß die Winkellage der
Kreisexzenter auf der Umlenkwelle verändert werden, wobei
durch die auftretende Phasenverschiebung möglicherweise
andere Auswirkungen in Kauf genommen werden müssen.
Von der genannten DE-PS 27 44 795 ausgehend, lag daher
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den nachteiligen Ein
fluß der zusätzlichen Hubbewegung durch die Kreisexzenter
auf den Bewegungsablauf der Webschäfte, insbesondere auf
die Stillstandszeiten, zu vermeiden. Dabei sollte die
Einstellbarkeit des Hubes und damit auch die Einstell
barkeit der Florhöhe uneingeschränkt beibehalten werden.
Es besteht also die Forderung, daß bei einer Doppelflor
webmaschine bei jeder vollen Maschinenumdrehung, also
etwa bei 0°, 360°, 720° Maschinendrehwinkel, eine in der
Höhe einstellbare zusätzliche Hubbewegung auf einen Teil
der an der Fachbildung beteiligten Webschäfte übertragen
werden soll, wobei aber in den übrigen Bewegungsphasen,
z.B. bei der Fadenübergabe bei 180°, 540°, ... Maschinen
drehwinkel in das Webfach möglichst wenig eingegriffen
werden soll.
Erfindungsgemäß wird dies durch die im Patentanspruch 1
genannten Merkmale erreicht. Ein ungleichförmiger Antrieb
der Umlenkwelle kann z.B. durch Rotation mit wechselnden
Winkelgeschwindigkeiten erfolgen oder aber auch etwa
durch eine schwingende Bewegung der Umlenkwelle mit Rast
zeiten. Beide Bewegungen können vorteilhafterweise von
der gleichmäßigen Drehbewegung des Hauptantriebes der
Webmaschine abgenommen werden und durch ein Raumkurbel
getriebe auf die Umlenkwelle übertragen werden.
Durch die DE-OS 30 37 814 ist eine Vorrichtung für den
Antrieb von Webschäften bekannt, bei der ein exzentrisch
an die Antriebswelle gekoppeltes sphärisches Getriebe
verwendet wird, um die Hubbewegung der Webschäfte aus
einer kontinuierlichen Drehbewegung einer Antriebswelle
abzuleiten. Dabei wird die Drehbewegung der Antriebswelle
zunächst in eine um 90° räumlich versetzte Pendelbewegung
einer Zwischenwellel gewandelt und dann die Pendelbewegung
der Zwischenwelle über eine Parallel-Hebelschwinge auf
die Antriebswelle für die Zugmesser- oder Stoßbalkenhebel
übertragen. Von dem sphärischen Getriebe wird hier also
direkt die Hubbewegung für die Webschäfte erzeugt und
durch die einstellbare Parallel-Hebelschwinge auf die
vorbestimmte Amplitude justiert. Ein ungleichförmiger
Antrieb wird hierbei nicht ausgeführt. Vor allen Dingen
zeigt diese bekannte Vorrichtung keinen Weg auf, wie etwa
den Webschäften eine zusätzliche ungleichförmige Bewegung
überlagert werden könnte. Bei der erfindungsgemäßen An
ordnung wird im Gegensatz zu der durch die DE-OS bekann
ten Anordnung nicht das Gestänge mit den Umlenkhebeln für
die Schaftbewegung betätigt - dies erfolgt, wie erwähnt,
in üblicher Weise durch eine Schaftmaschine -, sondern
die Lagerungsstelle bestimmter Umlenkhebel wird perio
disch verändert und dadurch eine Überlagerungsbewegung
für bestimmte Webschäfte hervorgerufen. Dabei läßt sich
in an sich bekannter Weise durch Verstellung der Exzen
trizität des Antriebes im Raumkurbelgetriebe der Hub und
damit die gewünschte Florhöhe einstellen. Raumkurbel
getriebe enthalten drehbar gelagerte Bauteile. Ferner
lassen sich bei einem Raumkurbelgetriebe durch Verstel
lung der relativen Achsenlagen seiner vier Achsen erfor
derlichenfalls Rastzeiten im Bewegungsverlauf auf der Ab
triebsseite ohne Schwierigkeiten einstellen und der Zeit
punkt für den zusätzlichen Hub kann genau mit dem Blatt
anschlag zusammengelegt werden. Im wesentlichen können
auf diese Weise Änderungen in der Amplitude oder in der
Phasenlage von Bewegungen, sowie Verzerrungen des Bewe
gungsablaufs und Rastzeiten eingestellt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachstehend
anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Antriebseinrichtung für Webschäfte mit
einem hin- und herschwingenden Antrieb der Umlenk
welle,
Fig. 2 zeigt eine Antriebseinrichtung für Webschäfte mit
einem rotierenden Antrieb der Umlenkwelle,
Fig. 3a zeigt ein Diagramm für den Bewegungsablauf der
Webschäfte nach dem Stand der Technik und
Fig. 3b ein Diagramm für den Bewegungsablauf der Web
schäfte nach der Erfindung.
In der Fig. 1 ist schematisch ein Teil der Einrichtung zur
Fachbildung an schützenlosen Webmaschinen zur Herstellung
von Doppelflorgewebe gezeigt. Aus der gewöhnlich vorhan
denen größeren Anzahl von Webschäften sind hier nur zwei
Gruppen zu je zwei Webschäften herausgezeichnet. Es ist
dabei angenommen, daß die links eingezeichnete Gruppe mit
den Webschäften 11 und 11′ lediglich die Grundbewegung
für die Webschäfte ausführt. Dabei erfolgt der Antrieb
der Webschäfte für den Fachwechsel von einer der Über
sichtlichkeit halber nicht dargestellten, jedoch bekann
ten Schaftmaschine über die beiden Antriebsstangen
12, 12′, die an entsprechenden Winkelhebeln 13, 13′ an
greifen und die Bewegung über Schaftstangen auf die zu
geordneten Webschäfte 11 bzw. 11′ weiterleiten. Dabei
sitzen die beiden Umlenkhebel 13 und 13′ drehbar auf
einer Umlenkwelle 5. Durch unterschiedliche Höhenlagen
der Webschäfte 11 und 11′ mit entsprechender Lage der
Umlenkhebel 13, 13′ soll die Schaftbewegung bei der Web
fachbildung angedeutet sein. Bei einem weiteren Paar von
Webschäften 1, 1′ wird in gleicher Weise über Antriebs
stangen 2, 2′, Umlenkhebel 3, 3′ die Bewegung auf die Web
schäfte 1, 1′ übertragen. Der Unterschied zwischen diesen
beiden Gruppen besteht darin, daß die Umlenkhebel 13, 13′
unmittelbar auf der Umlenkwelle 5 angeordnet sind, wo
gegen die Umlenkhebel 3, 3′ auf einem Kreisexzenter 4 bzw.
4′ drehbar angeordnet sind. Die Anordnung ist so getrof
fen, daß durch eine gesteuerte Verlagerung des Exzenter
mittelpunktes eine Änderung des Hubes für die betref
fenden Webschäfte erfolgt. Statt Kreisexzentern können
selbstverständlich auch Kurbeltriebe als äquivalente Mit
tel eingesetzt werden. Eine solche Verlagerung des Exzen
termittelpunktes wird durch eine Verdrehung der Umlenk
welle 5 um einen bestimmten Winkel durchgeführt und
bringt für die zugeordneten Webschäfte 1 bzw. 1′ eine zu
der von der Schaftmaschine über die Antriebsstangen 2, 2′
und Umlenkhebel 3, 3′ gesteuerten Grundschaftbewegung
zusätzliche überlagerte Hubbewegung. Die Umlenkwelle 5
ist maschinenfest drehbar gelagert. Die Lagerung ist an
den beiden Enden der Welle 5 durch ein Lager 15 angedeu
tet. In der Grundstellung liegen sämtliche Umlenkhebel
koaxial drehbar auf der Umlenkwelle 5. Zur Erzeugung der
zusätzlichen Hubbewegung wird von einer separaten An
triebseinrichtung 7 her eine schwingende Drehbewegung
über eine Koppelstange 16 auf einen auf der Umlenkwelle 5
fest angeordneten Arm 14 übertragen. Durch diese Über
tragung werden die vorher koaxial zu den übrigen Umlenk
hebeln liegenden Exzenter 4 bzw. 4′ verstellt und ergeben
dadurch eine zusätzliche Hubbewegung.
Als Antrieb für die hin- und herschwingende Koppelstange
16 ist ein Raumkurbelgetriebe 7 vorgesehen, das in an
sich bekannter Weise eine Rotationsbewegung in eine
anders geartete Rotationsbewegung z.B. mit wechselnder
Winkelgeschwindigkeit oder in eine schwingende Hin- und
Herbewegung evtl. mit Rastzeiten umsetzen kann. Im vor
liegenden Beispiel ist die Erzeugung einer schwingenden
Hin- und Herbewegung gewählt. Die Antriebswelle 6 für daa
Raumkurbelgetriebe 7 erhält ihren stetig rotierenden An
trieb abgeleitet von der Hauptantriebseinrichtung der
Webmaschine. Am Ende der Antriebawelle 6 sitzt drehfest
auf der Welle 6 ein radial sich nach außen erstreckender
Arm 7 a mit einem Langloch. Vorteilhafterweise ist der Arm
kreisbogenförmig ausgebildet. In diesem Langloch ist ein
Drehbolzen 7 b durch Schraubverbindung eingesetzt. Das
andere Ende des Drehbolzens liegt auf einer kreisbogen
förmigen Koppel 7 c, in der ebenfalls ein Langloch für die
Befestigung des Drehbolzens 7 b angeordnet ist. Der Kop
pelbügel 7 c sitzt verschwenkbar auf den Enden eines aus
den beiden Zapfen 7 d und 7 e bestehenden Gelenkes. Auf dem
anderen, als Abtrieb wirksamen Zapfen 7 e des Gelenkes ist
drehfest ein Arm 10 angeordnet. Die durch Pfeilrichtung
bei 6 angedeutete Rotation der Antriebseinrichtung wird
in eine durch Gegenpfeile angedeutete schwingende Bewe
gung umgesetzt, die am Arm 10 abgenommen wird. Im Arm 10
ist wiederum ein Langloch angebracht, um den Angriffs
punkt 17 der Antriebskoppel 16 an wählbarer Stelle des
Armes 10 anordnen und somit die Amplitude der Schwing
bewegung am Getriebeausgang einstellen zu können.
Wie die Zeichnung zeigt, sind verschiedene Bauteile des
Raumkurbelgetriebes 7 bezüglich ihrer gegenseitigen Lage
einstellbar, wodurch die charakteristische Form der Ab
triebsbewegung je nach Bedarf eingestellt werden kann.
Durch Lösen der Schraube 7 x kann in dem Langloch des
rotierenden Armes 7 a der Drehbolzen 7 b verstellt und
damit die Amplitude der Ausgangsbewegung verändert wer
den. Wesentliches Merkmal eines Raumkurbelgetriebes ist
die Tatsache, daß vier verschiedene Drehachsen durch
einen gemeinsamen Mittelpunkt gehen. Solche einstellbaren
Verbindungen bestehen z.B. aus der Befestigungsschraube
7 x für den Drehbolzen 7 b oder Anschlußstelle 7 y für die
Verbindung des Drehbolzens 7 b mit der kreisbogenförmigen
Koppel 7 c; schließlich ermöglicht ein Drehgelenk 7 z zwi
schen den beiden Zapfen 7 d und 7 e eine Verstellung des
Winkels des Gelenkes. Nicht nur die Veränderung der Am
plitude, sondern auch andere Eigenschaften des Raum
kurbelgetriebes, nämlich die Erzeugung von Rastzeiten,
Verzerrungen oder allgemein von vielen anderen Übertra
gungsfunktionen sind hier wichtig.
Die Fig. 2 ist, was den direkten Antrieb der Webschäfte
betrifft, gegenüber Fig. 1 unverändert. Eine Änderung ist
lediglich beim Antrieb der Umlenkwelle 5 vorhanden. Wäh
rend bei der Ausbildungsform der Fig. 1 die Umlenkwelle 5
in eine hin- und herschwingende Drehbewegung ausführt,
ist im Gegensatz dazu bei der Fig. 2 ein rotierender An
trieb, jedoch mit ungleichmäßigen Winkelgeschwindigkei
ten, vorgesehen. Auf eine nochmalige Beschreibung des
Webschaftantriebes kann verzichtet werden, da diese Teile
keiner Veränderung gegenüber Fig. 1 unterworfen sind. Als
ungleichförmiger Antrieb ist hier ein Raumkurbelgetriebe
7 vorgesehen, das so ausgewählt ist, daß bei einem
gleichmäßig rotierenden Eingang ein mit ungleichmäßiger
Geschwindigkeit rotierender Ausgang gebildet wird. Die
stark vereinfachte Zeichnung zeigt wieder alle Bauteile
eines Raumkurbelgetriebes, bei dem vier Achsen sich in
einem Drehpunkt schneiden. Die Einzelteile des Raumkur
belgetriebes sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen
versehen, wie in Fig. 1. Durch Wahl der Abmessungen und
Winkeleinstellung zwischen den Bauteilen kann die Cha
rakteristik des Getriebes je nach Bedarf eingestellt
werden. Der gleichmäßig rotierende Antrieb erfolgt hier
an der Welle 7 e; der Abtrieb dagegen erfolgt von der
Welle 6 über ein Kegelräderpaar 18 zur Welle 19, die zu
einem Kegelradantrieb 20 führt. Von hier aus wird die
Umlenkwelle 5 angetrieben. Da die Umlenkhebel 13, 13′ der
Schäfte 11, 11′ lose drehbar auf der Umlenkwelle 5 sitzen,
können diese Schäfte ihre Bewegung unabhängig von dem An
trieb der Welle 5 durchführen. Bei den Webschäften 1 bzw.
1′ sitzen die Umlenkhebel 3, 3′ drehbar auf den zugeord
neten Exzentern 4 bzw. 4′, weshalb beim Rotieren der Um
lenkwelle 5 die Exzenter periodisch von einer Grundstel
lung in eine Arbeitsstellung gebracht werden, in der sie
eine zusätzliche Hubbewegung der Webschaftsgruppe 1, 1′
überlagern.
In der Fig. 3a ist der Bewegungsablauf einzelner Bauteile
über die Zeit von zwei vollen Umdrehungen des Haupt
maschinenantriebes aufgezeigt, d.h. es sind die Winkel
stellungen von 0° über 360° zu 720° dargestellt. Im
oberen Teil der Fig. 3a sind mit ausgezogenen Linien die
Grundbewegungen der beiden Webschäfte über den genannten
Zeitabschnitt eingezeichnet. In den durch leichte Schraf
fur angedeuteten Zeiträumen erfolgt der Blattanschlag in
bekannter Weise. Aus den beiden Kurven für die Grundbewe
gung der Webschäfte ist ersichtlich, daß das Webfach über
einen weiten Bereich, nämlich etwa von 100° bis 240°
glatt verlaufen und also die Webschäfte ihre Stellung in
diesem Zeitraum nicht ändern. Im unteren Teil der Fig. 3a
ist der Verlauf einer aus einer gleichmäßigen Rotation
hergeleiteten zu überlagernden Hubbewegung dargestellt.
Bei der Überlagerung der normalen Fachbewegung und der
zusätzlichen Hubbewegung ergeben sich in Fig. 3a oben die
gestrichelt eingezeichneten Kurven für die beiden Web
schäfte. Es ist deutlich zu erkennen, daß der oben ge
nannte günstige glatte Verlauf der Grundbewegung der Web
schäfte verlorengeht und die Webschäfte über einen großen
Abschnitt des Zeitdiagramms ein völlig anders gestaltetes
Diagramm aufweisen, wobei es zu manchmal schwerwiegenden
Eingriffen in das Webfach kommt, vor allen Dingen dann,
wenn z.B. etwa bei 180° Arbeitswinkel die Fadenübergabe
zwischen Gebergreifer und Nehmergreifer erfolgt. Dieser
Bewegungsablauf gehört zum Stand der Technik und ergibt
sich z.B. bei dem eingangs erwähnten DE-Patent 27 44 795.
In der Fig. 3b sind die Verhältnisse bei einer erfindungs
gemäß durch Raumkurbelgetriebe gesteuerten zusätzlichen
Hubbewegung aufgezeichnet. Im oberen Diagramm der Fig. 3b
sind wieder mit ausgezogenen Linien die Grundbewegungen
der Webschäfte dargestellt. Im unteren Teil der Fig. 3b
dagegen ist ein Bewegungsdiagramm für die zusätzliche
Hubbewebung angegeben, das erfindungsgemäß durch einen
ungleichförmigen Antrieb der zusätzlichen überlagerten
Hubbewegung mit Rastzeiten bewirkt wird. Diese Bewegung
läßt sich gut durch das oben beschriebene Raumkurbel
getriebe darstellen. Bei einer Überlagerung der Grundbe
wegung der Webschäfte mit der Zusatzbewegung von Fig. 3b
ergeben sich die im oberen Teil der Fig. 3b mit gestri
chelten Linien eingezeichneten Verhältnisse. Es ist er
sichtlich, daß die Grundbewegung der Webschäfte über
einen weiten Bereich mit der überlagerten Bewegung der
Webschäfte zusammenfällt. Wegen der in Fig. 3b im unteren
Teil gut erkennbaren langen Rastzeit des Raumkurbelge
triebes - von etwa 120° bis 240° Maschinendrehwinkel -
wird in diesem Bereich die Grundbewegung der Webschäfte
praktisch überhaupt nicht störend beeinflußt und die
Fadenübergabe kann ungestört erfolgen.
Durch Ausschöpfen der vielseitigen Einstellmöglichkeiten
von Raumkurbelgetrieben mit Verschiebungen, Verzerrungen
und Rastzeiten können die verschiedensten Bewegungsab
läufe erzielt und je nach Bedarf eingesetzt werden. Dabei
können Antriebsseite und Abtriebsseite eines Raumkurbel
getriebes erforderlichenfalls auch ausgetauscht werden,
d.h. der Kräftefluß im Raumkurbelgetriebe also umgekehrt
werden.
Claims (5)
1. Schützenlose Webmaschine zur einschüssigen Her
stellung von Doppelflorgeweben, wobei der Schußfaden für
Obergewebe und Untergewebe an der gleichen Stelle ins
Webfach eingetragen wird und die Webschäfte von einer
Schaftmaschine gesteuert werden und wobei wenigstens den
Webschäften der Grundkette für eines der beiden Gewebe
der normalen Schaftbewegung eine zusätzliche Hubbewegung
durch auf rotierenden Kreisexzentern gelagerte Umlenkhe
bel für den Schaftantrieb überlagert wird, gekennzeichnet
durch einen ungleichförmigen Antrieb (7) der mit den
Kreisexzentern (4, 4′) als Lager für die Umlenkhebel
(3, 3′) ausgerüsteten Umlenkwelle (5).
2. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 1, ge
kennzeichnet durch Rotationsantrieb der Umlenkwelle (5)
mit wechselnder Umfangsgeaschwindigkeit.
3. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 1, ge
kennzeichnet durch schwingenden Antrieb der Umlenkwelle
(5) mit Rastzeiten.
4. Schützenlose Webmaschine nach einem der Ansprü
che 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein vom Hauptantrieb
der Webmaschine angetriebenes, vier sich in einem Punkt
schneidende Achsen enthaltendes, Raumkurbelgetriebe (7),
dessen Abtrieb an die Umlenkwelle (5) angeschlossen ist.
5. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Lage für wenigstens eine
der vier Achsen gegenüber den übrigen Achsen verstellbar
ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19863623016 Expired DE3623016C1 (en) | 1986-07-09 | 1986-07-09 | Shuttleless weaving machine for the single-shot production of double-pile fabric |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3623016C1 (de) |
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- 1986-07-09 DE DE19863623016 patent/DE3623016C1/de not_active Expired
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