DE3623016C1 - Shuttleless weaving machine for the single-shot production of double-pile fabric - Google Patents

Shuttleless weaving machine for the single-shot production of double-pile fabric

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DE3623016C1
DE3623016C1 DE19863623016 DE3623016A DE3623016C1 DE 3623016 C1 DE3623016 C1 DE 3623016C1 DE 19863623016 DE19863623016 DE 19863623016 DE 3623016 A DE3623016 A DE 3623016A DE 3623016 C1 DE3623016 C1 DE 3623016C1
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shaft
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Application number
DE19863623016
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Jochen Dr Balken
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Lindauer Dornier GmbH
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Lindauer Dornier GmbH
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/16Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine zum Herstellen von einschüssigen Doppelflorgeweben. Eine der­ artige Webmaschine ist aus der DE-PS 27 44 795 bekannt. Bei ihr wird der Schußfaden für das Obergewebe und das Untergewebe nacheinander, jedoch an der gleichen Stelle ins Webfach eingetragen und die Webschäfte werden von einer Schaftmaschine gesteuert. Um zum Zeitpunkt des Blattanschlages einen gleichmäßigen Abstand vom Obergewe­ be zum Untergewebe und damit eine genau einstellbare gleichmäßige Florhöhe zu erreichen, wird bei der bekann­ ten Webmaschine so verfahren, daß der normalen Bewegung der Webschäfte wenigstens bei den Webschäften der Grund­ kette für eines der beiden Gewebe eine zusätzliche Hub­ bewegung überlagert wird. Diese zusätzliche Hubbewegung erfolgt im Sinne einer Vergrößerung des Abstandes der beiden Gewebe im Zeitpunkt des Blattanschlages. Der Vor­ teil einer solchen Webmaschine liegt u.a. darin, daß keine besonderen und teuren Fachbilde-Einrichtungen, wie bei zweischüssigen Doppelflorgeweben, mehr notwendig sind, sondern daß eine normale Fachbilde-Einrichtung für eine konventionelle Webmaschine genügt. Ferner ist es bei diesen bekannten Webmaschinen möglich, die Amplitude der überlagerten Hubbewegung einstellbar zu machen, so daß die Florhöhe von Fall zu Fall variierbar ist. Auf diese Weise ist es sogar möglich, ohne besonderen Umbau an der Maschine eine Umstellung der Arbeitsweise von Doppelflor­ gewebe auf Flachgewebe durchzuführen.
In der genannten DE-PS ist eine konstruktive Ausbildung offenbart, durch die den Webschäften eine zusätzliche Hubbewegung überlagert werden kann. Dabei sind die Um­ lenkhebel, die in bekannter Weise zwischen einer die Be­ wegung der Webschäfte steuernden Schaftmaschine und den einzelnen Webschäften vorhanden sind, nicht, wie sonst üblich, auf einer feststehenden Umlenkwelle, sondern auf einer drehbar gelagerten Umlenkwelle gelagert. Auf der Umlenkwelle sind diejenigen Umlenkhebel, die eine über­ lagerte zusätzliche Hubbewegung übertragen sollen, auf Kreisexzentern gelagert, wogegen die Lagerung der anderen Umlenkhebel nicht exzentrisch ist. Im Betrieb rotiert die Umlenkwelle mit einer Umdrehung pro Arbeitsspiel und hebt dabei infolge der exzentrischen Lagerung die betreffenden Umlenkhebel periodisch an, d.h. erteilt den daran ange­ schlossenen Webschäften die geforderte zusätzliche Hub­ bewegung. Durch Austausch der Kreisexzenter kann das Maß der Hubbewegung und dadurch die Florhöhe eingestellt wer­ den. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Winkel­ lage der Kreisexzenter auf der Welle zu verstellen und damit die zeitliche Phasenlage der Hubbewegung gegenüber dem Blattanschlag einstellbar zu machen. Auch auf diese Weise wird der Hub zum Zeitpunkt des Blattanschlages einstellbar gemacht.
Diese bekannte Anordnung ist aber nicht in allen Fällen voll zufriedenstellend, denn die zusätzliche Hubbewegung hat wegen der rotierenden Kreisexzenter einen gleichmä­ ßigen sinusförmigen Verlauf, der u.U. bei der Überlage­ rung die endgültige Bewegung der Webschäfte ungünstig be­ einflußt, was sich z.B. für die Vorgänge beim Beginn des Schußeintrags in Form eines unsauberen Webfaches äußert. Es könnte dadurch ein Greifer bei seiner Vorwärtsbewegung auf das noch nicht voll geöffnete Webfach treffen und da­ bei Kettfäden beschädigen oder abreißen. Darüberhinaus verursacht die negative Periode einer sinusförmigen Be­ wegung ein Unterziehen der Kettfäden, das zu einem uner­ wünschten Nachlassen der Fadenspannung führt. Außerdem muß, wie oben erwähnt, zur Einstellung der gewünschten Florhöhe der ganze Satz von Kreisexzentern umständlich ausgetauscht werden oder aber es muß die Winkellage der Kreisexzenter auf der Umlenkwelle verändert werden, wobei durch die auftretende Phasenverschiebung möglicherweise andere Auswirkungen in Kauf genommen werden müssen.
Von der genannten DE-PS 27 44 795 ausgehend, lag daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den nachteiligen Ein­ fluß der zusätzlichen Hubbewegung durch die Kreisexzenter auf den Bewegungsablauf der Webschäfte, insbesondere auf die Stillstandszeiten, zu vermeiden. Dabei sollte die Einstellbarkeit des Hubes und damit auch die Einstell­ barkeit der Florhöhe uneingeschränkt beibehalten werden. Es besteht also die Forderung, daß bei einer Doppelflor­ webmaschine bei jeder vollen Maschinenumdrehung, also etwa bei 0°, 360°, 720° Maschinendrehwinkel, eine in der Höhe einstellbare zusätzliche Hubbewegung auf einen Teil der an der Fachbildung beteiligten Webschäfte übertragen werden soll, wobei aber in den übrigen Bewegungsphasen, z.B. bei der Fadenübergabe bei 180°, 540°, ... Maschinen­ drehwinkel in das Webfach möglichst wenig eingegriffen werden soll.
Erfindungsgemäß wird dies durch die im Patentanspruch 1 genannten Merkmale erreicht. Ein ungleichförmiger Antrieb der Umlenkwelle kann z.B. durch Rotation mit wechselnden Winkelgeschwindigkeiten erfolgen oder aber auch etwa durch eine schwingende Bewegung der Umlenkwelle mit Rast­ zeiten. Beide Bewegungen können vorteilhafterweise von der gleichmäßigen Drehbewegung des Hauptantriebes der Webmaschine abgenommen werden und durch ein Raumkurbel­ getriebe auf die Umlenkwelle übertragen werden.
Durch die DE-OS 30 37 814 ist eine Vorrichtung für den Antrieb von Webschäften bekannt, bei der ein exzentrisch an die Antriebswelle gekoppeltes sphärisches Getriebe verwendet wird, um die Hubbewegung der Webschäfte aus einer kontinuierlichen Drehbewegung einer Antriebswelle abzuleiten. Dabei wird die Drehbewegung der Antriebswelle zunächst in eine um 90° räumlich versetzte Pendelbewegung einer Zwischenwellel gewandelt und dann die Pendelbewegung der Zwischenwelle über eine Parallel-Hebelschwinge auf die Antriebswelle für die Zugmesser- oder Stoßbalkenhebel übertragen. Von dem sphärischen Getriebe wird hier also direkt die Hubbewegung für die Webschäfte erzeugt und durch die einstellbare Parallel-Hebelschwinge auf die vorbestimmte Amplitude justiert. Ein ungleichförmiger Antrieb wird hierbei nicht ausgeführt. Vor allen Dingen zeigt diese bekannte Vorrichtung keinen Weg auf, wie etwa den Webschäften eine zusätzliche ungleichförmige Bewegung überlagert werden könnte. Bei der erfindungsgemäßen An­ ordnung wird im Gegensatz zu der durch die DE-OS bekann­ ten Anordnung nicht das Gestänge mit den Umlenkhebeln für die Schaftbewegung betätigt - dies erfolgt, wie erwähnt, in üblicher Weise durch eine Schaftmaschine -, sondern die Lagerungsstelle bestimmter Umlenkhebel wird perio­ disch verändert und dadurch eine Überlagerungsbewegung für bestimmte Webschäfte hervorgerufen. Dabei läßt sich in an sich bekannter Weise durch Verstellung der Exzen­ trizität des Antriebes im Raumkurbelgetriebe der Hub und damit die gewünschte Florhöhe einstellen. Raumkurbel­ getriebe enthalten drehbar gelagerte Bauteile. Ferner lassen sich bei einem Raumkurbelgetriebe durch Verstel­ lung der relativen Achsenlagen seiner vier Achsen erfor­ derlichenfalls Rastzeiten im Bewegungsverlauf auf der Ab­ triebsseite ohne Schwierigkeiten einstellen und der Zeit­ punkt für den zusätzlichen Hub kann genau mit dem Blatt­ anschlag zusammengelegt werden. Im wesentlichen können auf diese Weise Änderungen in der Amplitude oder in der Phasenlage von Bewegungen, sowie Verzerrungen des Bewe­ gungsablaufs und Rastzeiten eingestellt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Antriebseinrichtung für Webschäfte mit einem hin- und herschwingenden Antrieb der Umlenk­ welle,
Fig. 2 zeigt eine Antriebseinrichtung für Webschäfte mit einem rotierenden Antrieb der Umlenkwelle,
Fig. 3a zeigt ein Diagramm für den Bewegungsablauf der Webschäfte nach dem Stand der Technik und
Fig. 3b ein Diagramm für den Bewegungsablauf der Web­ schäfte nach der Erfindung.
In der Fig. 1 ist schematisch ein Teil der Einrichtung zur Fachbildung an schützenlosen Webmaschinen zur Herstellung von Doppelflorgewebe gezeigt. Aus der gewöhnlich vorhan­ denen größeren Anzahl von Webschäften sind hier nur zwei Gruppen zu je zwei Webschäften herausgezeichnet. Es ist dabei angenommen, daß die links eingezeichnete Gruppe mit den Webschäften 11 und 11′ lediglich die Grundbewegung für die Webschäfte ausführt. Dabei erfolgt der Antrieb der Webschäfte für den Fachwechsel von einer der Über­ sichtlichkeit halber nicht dargestellten, jedoch bekann­ ten Schaftmaschine über die beiden Antriebsstangen 12, 12′, die an entsprechenden Winkelhebeln 13, 13′ an­ greifen und die Bewegung über Schaftstangen auf die zu­ geordneten Webschäfte 11 bzw. 11′ weiterleiten. Dabei sitzen die beiden Umlenkhebel 13 und 13′ drehbar auf einer Umlenkwelle 5. Durch unterschiedliche Höhenlagen der Webschäfte 11 und 11′ mit entsprechender Lage der Umlenkhebel 13, 13′ soll die Schaftbewegung bei der Web­ fachbildung angedeutet sein. Bei einem weiteren Paar von Webschäften 1, 1′ wird in gleicher Weise über Antriebs­ stangen 2, 2′, Umlenkhebel 3, 3′ die Bewegung auf die Web­ schäfte 1, 1′ übertragen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen besteht darin, daß die Umlenkhebel 13, 13′ unmittelbar auf der Umlenkwelle 5 angeordnet sind, wo­ gegen die Umlenkhebel 3, 3′ auf einem Kreisexzenter 4 bzw. 4′ drehbar angeordnet sind. Die Anordnung ist so getrof­ fen, daß durch eine gesteuerte Verlagerung des Exzenter­ mittelpunktes eine Änderung des Hubes für die betref­ fenden Webschäfte erfolgt. Statt Kreisexzentern können selbstverständlich auch Kurbeltriebe als äquivalente Mit­ tel eingesetzt werden. Eine solche Verlagerung des Exzen­ termittelpunktes wird durch eine Verdrehung der Umlenk­ welle 5 um einen bestimmten Winkel durchgeführt und bringt für die zugeordneten Webschäfte 1 bzw. 1′ eine zu der von der Schaftmaschine über die Antriebsstangen 2, 2′ und Umlenkhebel 3, 3′ gesteuerten Grundschaftbewegung zusätzliche überlagerte Hubbewegung. Die Umlenkwelle 5 ist maschinenfest drehbar gelagert. Die Lagerung ist an den beiden Enden der Welle 5 durch ein Lager 15 angedeu­ tet. In der Grundstellung liegen sämtliche Umlenkhebel koaxial drehbar auf der Umlenkwelle 5. Zur Erzeugung der zusätzlichen Hubbewegung wird von einer separaten An­ triebseinrichtung 7 her eine schwingende Drehbewegung über eine Koppelstange 16 auf einen auf der Umlenkwelle 5 fest angeordneten Arm 14 übertragen. Durch diese Über­ tragung werden die vorher koaxial zu den übrigen Umlenk­ hebeln liegenden Exzenter 4 bzw. 4′ verstellt und ergeben dadurch eine zusätzliche Hubbewegung.
Als Antrieb für die hin- und herschwingende Koppelstange 16 ist ein Raumkurbelgetriebe 7 vorgesehen, das in an sich bekannter Weise eine Rotationsbewegung in eine anders geartete Rotationsbewegung z.B. mit wechselnder Winkelgeschwindigkeit oder in eine schwingende Hin- und Herbewegung evtl. mit Rastzeiten umsetzen kann. Im vor­ liegenden Beispiel ist die Erzeugung einer schwingenden Hin- und Herbewegung gewählt. Die Antriebswelle 6 für daa Raumkurbelgetriebe 7 erhält ihren stetig rotierenden An­ trieb abgeleitet von der Hauptantriebseinrichtung der Webmaschine. Am Ende der Antriebawelle 6 sitzt drehfest auf der Welle 6 ein radial sich nach außen erstreckender Arm 7 a mit einem Langloch. Vorteilhafterweise ist der Arm kreisbogenförmig ausgebildet. In diesem Langloch ist ein Drehbolzen 7 b durch Schraubverbindung eingesetzt. Das andere Ende des Drehbolzens liegt auf einer kreisbogen­ förmigen Koppel 7 c, in der ebenfalls ein Langloch für die Befestigung des Drehbolzens 7 b angeordnet ist. Der Kop­ pelbügel 7 c sitzt verschwenkbar auf den Enden eines aus den beiden Zapfen 7 d und 7 e bestehenden Gelenkes. Auf dem anderen, als Abtrieb wirksamen Zapfen 7 e des Gelenkes ist drehfest ein Arm 10 angeordnet. Die durch Pfeilrichtung bei 6 angedeutete Rotation der Antriebseinrichtung wird in eine durch Gegenpfeile angedeutete schwingende Bewe­ gung umgesetzt, die am Arm 10 abgenommen wird. Im Arm 10 ist wiederum ein Langloch angebracht, um den Angriffs­ punkt 17 der Antriebskoppel 16 an wählbarer Stelle des Armes 10 anordnen und somit die Amplitude der Schwing­ bewegung am Getriebeausgang einstellen zu können.
Wie die Zeichnung zeigt, sind verschiedene Bauteile des Raumkurbelgetriebes 7 bezüglich ihrer gegenseitigen Lage einstellbar, wodurch die charakteristische Form der Ab­ triebsbewegung je nach Bedarf eingestellt werden kann. Durch Lösen der Schraube 7 x kann in dem Langloch des rotierenden Armes 7 a der Drehbolzen 7 b verstellt und damit die Amplitude der Ausgangsbewegung verändert wer­ den. Wesentliches Merkmal eines Raumkurbelgetriebes ist die Tatsache, daß vier verschiedene Drehachsen durch einen gemeinsamen Mittelpunkt gehen. Solche einstellbaren Verbindungen bestehen z.B. aus der Befestigungsschraube 7 x für den Drehbolzen 7 b oder Anschlußstelle 7 y für die Verbindung des Drehbolzens 7 b mit der kreisbogenförmigen Koppel 7 c; schließlich ermöglicht ein Drehgelenk 7 z zwi­ schen den beiden Zapfen 7 d und 7 e eine Verstellung des Winkels des Gelenkes. Nicht nur die Veränderung der Am­ plitude, sondern auch andere Eigenschaften des Raum­ kurbelgetriebes, nämlich die Erzeugung von Rastzeiten, Verzerrungen oder allgemein von vielen anderen Übertra­ gungsfunktionen sind hier wichtig.
Die Fig. 2 ist, was den direkten Antrieb der Webschäfte betrifft, gegenüber Fig. 1 unverändert. Eine Änderung ist lediglich beim Antrieb der Umlenkwelle 5 vorhanden. Wäh­ rend bei der Ausbildungsform der Fig. 1 die Umlenkwelle 5 in eine hin- und herschwingende Drehbewegung ausführt, ist im Gegensatz dazu bei der Fig. 2 ein rotierender An­ trieb, jedoch mit ungleichmäßigen Winkelgeschwindigkei­ ten, vorgesehen. Auf eine nochmalige Beschreibung des Webschaftantriebes kann verzichtet werden, da diese Teile keiner Veränderung gegenüber Fig. 1 unterworfen sind. Als ungleichförmiger Antrieb ist hier ein Raumkurbelgetriebe 7 vorgesehen, das so ausgewählt ist, daß bei einem gleichmäßig rotierenden Eingang ein mit ungleichmäßiger Geschwindigkeit rotierender Ausgang gebildet wird. Die stark vereinfachte Zeichnung zeigt wieder alle Bauteile eines Raumkurbelgetriebes, bei dem vier Achsen sich in einem Drehpunkt schneiden. Die Einzelteile des Raumkur­ belgetriebes sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen, wie in Fig. 1. Durch Wahl der Abmessungen und Winkeleinstellung zwischen den Bauteilen kann die Cha­ rakteristik des Getriebes je nach Bedarf eingestellt werden. Der gleichmäßig rotierende Antrieb erfolgt hier an der Welle 7 e; der Abtrieb dagegen erfolgt von der Welle 6 über ein Kegelräderpaar 18 zur Welle 19, die zu einem Kegelradantrieb 20 führt. Von hier aus wird die Umlenkwelle 5 angetrieben. Da die Umlenkhebel 13, 13′ der Schäfte 11, 11′ lose drehbar auf der Umlenkwelle 5 sitzen, können diese Schäfte ihre Bewegung unabhängig von dem An­ trieb der Welle 5 durchführen. Bei den Webschäften 1 bzw. 1′ sitzen die Umlenkhebel 3, 3′ drehbar auf den zugeord­ neten Exzentern 4 bzw. 4′, weshalb beim Rotieren der Um­ lenkwelle 5 die Exzenter periodisch von einer Grundstel­ lung in eine Arbeitsstellung gebracht werden, in der sie eine zusätzliche Hubbewegung der Webschaftsgruppe 1, 1′ überlagern.
In der Fig. 3a ist der Bewegungsablauf einzelner Bauteile über die Zeit von zwei vollen Umdrehungen des Haupt­ maschinenantriebes aufgezeigt, d.h. es sind die Winkel­ stellungen von 0° über 360° zu 720° dargestellt. Im oberen Teil der Fig. 3a sind mit ausgezogenen Linien die Grundbewegungen der beiden Webschäfte über den genannten Zeitabschnitt eingezeichnet. In den durch leichte Schraf­ fur angedeuteten Zeiträumen erfolgt der Blattanschlag in bekannter Weise. Aus den beiden Kurven für die Grundbewe­ gung der Webschäfte ist ersichtlich, daß das Webfach über einen weiten Bereich, nämlich etwa von 100° bis 240° glatt verlaufen und also die Webschäfte ihre Stellung in diesem Zeitraum nicht ändern. Im unteren Teil der Fig. 3a ist der Verlauf einer aus einer gleichmäßigen Rotation hergeleiteten zu überlagernden Hubbewegung dargestellt. Bei der Überlagerung der normalen Fachbewegung und der zusätzlichen Hubbewegung ergeben sich in Fig. 3a oben die gestrichelt eingezeichneten Kurven für die beiden Web­ schäfte. Es ist deutlich zu erkennen, daß der oben ge­ nannte günstige glatte Verlauf der Grundbewegung der Web­ schäfte verlorengeht und die Webschäfte über einen großen Abschnitt des Zeitdiagramms ein völlig anders gestaltetes Diagramm aufweisen, wobei es zu manchmal schwerwiegenden Eingriffen in das Webfach kommt, vor allen Dingen dann, wenn z.B. etwa bei 180° Arbeitswinkel die Fadenübergabe zwischen Gebergreifer und Nehmergreifer erfolgt. Dieser Bewegungsablauf gehört zum Stand der Technik und ergibt sich z.B. bei dem eingangs erwähnten DE-Patent 27 44 795.
In der Fig. 3b sind die Verhältnisse bei einer erfindungs­ gemäß durch Raumkurbelgetriebe gesteuerten zusätzlichen Hubbewegung aufgezeichnet. Im oberen Diagramm der Fig. 3b sind wieder mit ausgezogenen Linien die Grundbewegungen der Webschäfte dargestellt. Im unteren Teil der Fig. 3b dagegen ist ein Bewegungsdiagramm für die zusätzliche Hubbewebung angegeben, das erfindungsgemäß durch einen ungleichförmigen Antrieb der zusätzlichen überlagerten Hubbewegung mit Rastzeiten bewirkt wird. Diese Bewegung läßt sich gut durch das oben beschriebene Raumkurbel­ getriebe darstellen. Bei einer Überlagerung der Grundbe­ wegung der Webschäfte mit der Zusatzbewegung von Fig. 3b ergeben sich die im oberen Teil der Fig. 3b mit gestri­ chelten Linien eingezeichneten Verhältnisse. Es ist er­ sichtlich, daß die Grundbewegung der Webschäfte über einen weiten Bereich mit der überlagerten Bewegung der Webschäfte zusammenfällt. Wegen der in Fig. 3b im unteren Teil gut erkennbaren langen Rastzeit des Raumkurbelge­ triebes - von etwa 120° bis 240° Maschinendrehwinkel - wird in diesem Bereich die Grundbewegung der Webschäfte praktisch überhaupt nicht störend beeinflußt und die Fadenübergabe kann ungestört erfolgen.
Durch Ausschöpfen der vielseitigen Einstellmöglichkeiten von Raumkurbelgetrieben mit Verschiebungen, Verzerrungen und Rastzeiten können die verschiedensten Bewegungsab­ läufe erzielt und je nach Bedarf eingesetzt werden. Dabei können Antriebsseite und Abtriebsseite eines Raumkurbel­ getriebes erforderlichenfalls auch ausgetauscht werden, d.h. der Kräftefluß im Raumkurbelgetriebe also umgekehrt werden.

Claims (5)

1. Schützenlose Webmaschine zur einschüssigen Her­ stellung von Doppelflorgeweben, wobei der Schußfaden für Obergewebe und Untergewebe an der gleichen Stelle ins Webfach eingetragen wird und die Webschäfte von einer Schaftmaschine gesteuert werden und wobei wenigstens den Webschäften der Grundkette für eines der beiden Gewebe der normalen Schaftbewegung eine zusätzliche Hubbewegung durch auf rotierenden Kreisexzentern gelagerte Umlenkhe­ bel für den Schaftantrieb überlagert wird, gekennzeichnet durch einen ungleichförmigen Antrieb (7) der mit den Kreisexzentern (4, 4′) als Lager für die Umlenkhebel (3, 3′) ausgerüsteten Umlenkwelle (5).
2. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 1, ge­ kennzeichnet durch Rotationsantrieb der Umlenkwelle (5) mit wechselnder Umfangsgeaschwindigkeit.
3. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 1, ge­ kennzeichnet durch schwingenden Antrieb der Umlenkwelle (5) mit Rastzeiten.
4. Schützenlose Webmaschine nach einem der Ansprü­ che 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein vom Hauptantrieb der Webmaschine angetriebenes, vier sich in einem Punkt schneidende Achsen enthaltendes, Raumkurbelgetriebe (7), dessen Abtrieb an die Umlenkwelle (5) angeschlossen ist.
5. Schützenlose Webmaschine nach Anspruch 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die Lage für wenigstens eine der vier Achsen gegenüber den übrigen Achsen verstellbar ist.
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