DE362985C - Verfahren zur Darstellung von Phosgen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Phosgen

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DE362985C
DE362985C DEC30427D DEC0030427D DE362985C DE 362985 C DE362985 C DE 362985C DE C30427 D DEC30427 D DE C30427D DE C0030427 D DEC0030427 D DE C0030427D DE 362985 C DE362985 C DE 362985C
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Phosgen. Die üblichen Darstellungsweisen für Phosgen aus Kohlenoxyd und Chlor setzen die Reindarstellung des Kohlenoxyds voraus, welche mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist.
  • Nach vorliegender Erfindung kann man auch vor dem unter den Namen »Generatorgas« bekannten, im wesentlichen aus Kohlenoxyd und Stickstoff bestehenden Gasgemisch ausgehen, das nach unvollkommener Verbrennung von Koks, Anthrazit, Holzkohle o. dgl. erhalten wird. Die Verbindung des Kohlenoxyds mit dem Chlor macht überraschenderweise trotz der reichlichen Beimengung fremder Gase keine Schwierigkeiten und läßt sich durch Überleiten des Gemisches über Holz-oder Tierkohle bei erhöhter Temperatur bis zum vollständigen Verschwinden des Chlors ausführen, wenn man für reichliche Mengen des Katalisators, für innige Berührung desselben mit dem Gasstrom und für einen gewissen Übersohuß des Generatorgases sorgt.
  • Daß sich die Vereinigung des Chlors mit dem Kohlenoxyd unter diesen Umständen glatt ausführen läßt, konnte um so weniger erwartet werden, .als das Generatorgas stets kleine Mengen fremdartiger Beimischungen, wie Wasserstoff, Methan u. dgl., enthält, die eine verzögernde Wirkung auf die Reaktion oder eine Vergiftung des Katali.s@ators verursachen könnten. Das Endprodukt der Einwirkung des Chlors auf das Generatorgas ist ein Gasgemisch mit höchstens etwa 25 Prozent Phosgen, daneben finden sich hauptsächlich Stickstoff und Kohlenoxyd, ferner auch etwas Kohlensäure und Chlorwasserstoff. Aus diesem Gemisch ließe sich das Phosgen nur bei der Temperatur der flüssigen Luft annähernd quantitativ abscheiden, doch würden sich dann auch andere Gase mit dem Phosgen kondensieren. Bei den mit gewöhnlichen Eismaschinen herstellbaren Kältegraden würde sich aus dem Gemisch gar kein Phosgen oder nur- ein kleiner Teil verflüssigen. Diese Schwierigkeit wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt, daß man das Gasgemisch zweckmäßig unter gleichzeitiger Kühlung und unter Anwendung des Gegenstromprinzips einem flüssigen Absorptionsmittel aussetzt. Letzteres muß für Phosgen ein erhebliches und für die übrigen in Betracht kommenden Gase ein sehr geringes Absorptionsvermögen haben, es muß in der Hitze das Phosgen leicht abgeben, ohne davon angegriffen zu werden, und soll außerdem so wenig flüchtig sein, daß die dem Phosgen beigemischten Gase keine wesentlichen Mengen des Lösungsmittels in Dampfform entführen können. Soll bei der Absorption auch Kälte angewendet werden, so muß das Absorptionsmittel einen hinlänglich tiefen Erstarrungspunkt haben. Ferner ist es wünschenswert, daß das Absorptionsmittel sowohl gegen Feuchtigkeit als gegel Chlor eine gewisse Beständigkeit aufweist, ersteres, weil sich gelegentliches Eindringen von Dampf oder Wasser bei der technischen Apparatur nie ganz vermeiden läßt, letzteres, weil es sich auch nicht vermeiden läßt, daß bei Störungen gelegentlich etwas unverbundenes Chlor zu dem Absorptionsmittel gelangt.
  • Nach vorliegender Erfindung eignen sich als Absorptionsmittel am besten Perchloräthylen, Tetrachloräthan und Pantachloräthan, Monochlorbenzol oder Dichlorbenzol, Nitrobenzol, Chlortoluole. Ebenfalls geeignet sind höher siedende Petroleum- und Teerkohlenwasserstoffe, jedoch in geringerem Grade, weil sie gegen Phosgen und Chlor in der Hitze nicht sehr beständig sind und j e nach der zufälligen Zusammensetzung wechselnde Eigenschaften haben.
  • B e i s p i e 1. Man leitet einen kontinuierlichen Strom von stündlich io cbm Generatorgas (enthaltend 2 Volumprozente Wasserstoff und 28 Volumprozente Kohlenoxyd) und 3,2 cbm Chlor nach vorheriger Mischung über erhitzte Tierkohle, und führt den wieder ab_ gekühlten, phosgenhaltigen Gasstrom (enthaltend etwa 19,5 Volumprozente Phosgen) einem auf, -5° abgekühlten ,Strom von stündlich Zoo kg Monochlorbenzol im Gegen- i Strom entgegen. Das phosgenhaltige Lösungsmittel wird gesammelt und daraus das Phosgen durch Erhitzen auf ioo° ausgetrieben. Das zurückbleibende, noch gewisse Reste Phosgen enthaltende Monochlorbenzol wird neuerdings zur Absorption verwendet. Man . erhält, auf das verwendete Chlor bezogen, 85 Prozent der theoretischen Ausbeute an , Phosgen.
  • Die Absorption von Phosgen in einem organischen Lösungsmittel ist an und für sich nicht unbekannt (Richter, Organische, Chemie, 5. Auflage, Seite 365), doch handelt es sich bei dem dort beschriebenen Verfahren um die Absorption von reinem, unverdünnten Phosgen .in Benzol, während nach der vorliegenden Erfindung das Phosgen aus phosgenarmen Gasgemischen mittels eines Absorptionsmittel abgeschieden wird. Benzol wäre zu diesem Zwecke auch ganz ungeeignet, da es zu flüchtig und" auch gegen Chlor unbeständig ist. Ähnliche Lösungsmittel sowie teilweise auch dieselben wie bei dem vorliegenden Verfahren wurden bereits nach den Angaben der Patentschrift 82¢37 zur Absorption von Chlor vorgeschlagen. Hierfür haben sich :diese jedoch bisher noch nicht bewährt, wie aus der Patentschrift 2o610¢ hervorgeht, welche den Ersatz der in der älteren Patentschrift genannten Lösungsmittel durch Zinntetrachlorid empfiehlt, und zwar hauptsächlich deshalb, weil die anderen Lösungsmittel gegen Chlor auf die Dauer nicht beständig seien. Um so weniger ließ sich voraussehen, daß die aufgezählten Lösungsmittel laut vorliegender Erfindung zur Absorption und Reingewinnung des Phosgen sich eignen würden, bei welchem doch ganz andere Löslichkeitsverhältnisse als beim Chlor in Betracht kommen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSpRÜcHE: i. Verfahren zur Darstellung von Phosgen, dadurch gekennzeichnet, daß man Chlor in Gegenwart der für die Phos9en-Bildung gebräuchlichen Katalysatoren bei erhöhter Temperatur auf Generatorgas wirren läßt, das erhaltene Gemisch mit organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Perchloräthylen, Tetrachloräthan, Pentachloräthan, Monochlörbenzol oder Dichlorbenzol, Nitrobenzol oder Chlortoluol, zweckmäßig im Gegenstrom, behandelt und das Phosgen aus gier Lösung durch Erwärmen abtreibt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Absorptionsmittel auf niedrige Temperaturen abkühlt.
DEC30427D 1917-03-20 1921-03-31 Verfahren zur Darstellung von Phosgen Expired DE362985C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2383883A1 (fr) * 1977-03-18 1978-10-13 Ube Industries Procede de fabrication du phosgene

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2383883A1 (fr) * 1977-03-18 1978-10-13 Ube Industries Procede de fabrication du phosgene

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