DE3630747A1 - Tuerschloss, insbesondere einsteckschloss - Google Patents
Tuerschloss, insbesondere einsteckschlossInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Türschloß, insbesondere Einsteckschloß, mit
einer drückerbetätigbaren Nuß zum Rückzug einer federbelasteten Falle
aus ihrer vorgetretenen Schließstellung in die schloßeinwärts verlagerte
Öffnungsstellung.
Insbesondere bei Wohnungsabschließtüren, bei denen die Falle von innen
durch Drückerbetätigung und von außen durch Schlüsselbetätigung
zurückziehbar ist, kann es geschehen, daß beim kurzzeitigen Verlassen
der Wohnung die Tür ungewollt zuschlägt. Ist man nun nicht im Besitz
eines Schlüssels, so bereitet es Schwierigkeiten, die Falle zurückzuziehen
und die Tür zu öffnen. Es ist dann erforderlich, den Schlosser zu
rufen, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türschloß
der in Rede stehenden Art in einfacher Weise so auszugestalten, daß das
ungewollte Aussperren weitgehend verhindert ist.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Öffnungstellung der Falle
blockierbar ist.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßes Türschloß von
erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Das ungewollte Aussperren kann
nicht mehr auftreten, wenn zuvor die Öffnungsstellung der Falle blockiert
wird. Die Blockierung erfolgt selbstverständlich von der Rauminnenseite
her. Wird die Blockierung nicht vorgenommen, so kann der abzu
schließende Raum in der üblichen Weise versperrt werden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die Blockierung
durch eine Ergänzungsverlagerung des Türdrückers erzielt ist. Dadurch
erfüllt der Türdrücker eine Doppelfunktion: Einerseits wird mit ihm in
der gewohnten Weise die Falle zurückgezogen. Andererseits bewirkt er
die Blockierung, so daß Bauteile eingespart werden können.
Dabei erweist es sich von Vorteil, daß die Ergänzungsverlagerung des
Türdrückers der Öffnungsverlagerung entgegengesetzt gerichtet ist. Eine
ungewollte Blockierung der Falle in ihrer Öffnungsstellung scheidet daher
aus. Es muß vielmehr bewußt die entgegengesetzt gerichtete Verlagerung
des Türdrückers vorgenommen werden.
Hierbei erweist sich eine Ergänzungsverlagerung der Nuß als vorteilhaft,
welche den Wechselhebel beaufschlagt. Letzterer erfüllt somit ebenfalls
eine Doppelfunktion, indem er einerseits durch Schlüsselbetätigung und
andererseits durch die entsprechende Ergänzungsverlagerung des Tür
drückers und damit der Nuß betätigt wird.
Damit das Zurückziehen der Falle bei der normalen Drückerbetätigung und
auch bei der entgegengesetzt gerichteten Ergänzungsverlagerung erfolgt,
weist die aus zwei konzentrisch und anschlagbegrenzt zueinander dreh
baren Nußteilen bestehende, mit ihrem einen Nußteil den am Fallenschwanz
angreifenden Rückzugarm bildende und mit ihrem anderen Nußteil die
Drückerdorn-Mehrkantöffnung bildende Nuß einen Betätigungsflügel auf,
in dessen Drehweg ein Zusatzarm des zweigeteilten Wechselhebels ragt,
dessen Betätigungsende in Blockierstellung des Drückers die Mitnahme
schulter des Betätigungsflügels überläuft und sich radialgerichtet am
Umfangsrand des Betätigungsflügels abstützt. Wird der Türdrücker in
der normalen Betätigungsrichtung beaufschlagt, so nimmt der die Drücker
dorn-Mehrkantöffnung bildende Nußteil den anderen Nußteil mit, welcher
mit seinem Rückzugarm die Falle schloßeinwärts zieht. Ist dagegen die
Blockierung der Öffnungsstellung der Falle erwünscht, so ist der Tür
drücker in die entgegengesetzte Richtung zu schwenken. Dann geschieht
keine Mitnahme des den Rückzugarm aufweisenden Nußteils. Es wird
ausschließlich der die Mehrkantöffnung ausbildende Nußteil mit dem Betä
tigungsflügel mitgenommen, welcher nach Zurücklegen eines Schwenk
winkels von etwa 90° mit seiner Mitnahmeschulter das Betätigungsende des
zweigeteilten Wechselhebels beaufschlagt und dann dieses Betätigungsende
überläuft, wodurch die Falle zurückgezogen und danach gehalten wird
durch Abstützung des Betätigungsendes an dem Umfangsrand des Betäti
gungsflügels. Die Fallenfeder vermag daraufhin nicht, die Falle zurück
zubewegen. Dies kann ausschließlich durch Verlagerung des Drückers in
seine Ausgangsstellung geschehen, wobei sich der Betätigungsflügel vom
Betätigungsende des Zusatzarmes des zweigeteilten Wechselhebels entfernt.
Definierte Endstellungen des Türdrückers werden dadurch erzielt, daß die
Anschlagbegrenzung der beiden Nußteile zueinander von den gegenüber
liegenden Flanken einer einzelnen Anschlagzunge an dem den Rückzugarm
bildenden Nußteil gebildet ist und der andere die Drückerdorn-Mehrkant
öffnung aufweisende Nußteil zwei radial gegenüberliegende Begrenzungs
schultern ausbildet.
Von Vorteil ist es dabei, daß die eine Begrenzungsschulter von der etwa
radial stehenden Kante des Betätigungsflügels gebildet ist, welche der
Mitnahmeschulter in Umfangsrichtung benachbart ist.
Bautechnische Vorteile ergeben sich dadurch, daß die beiden Nußteile
nabenartig ineinandergeschachtelt und mittels eines Querschiebers gegen
einander gesichert sind. Der die Mehrkantöffnung aufweisende Nußteil
bildet mit seiner Nabe die Lagerstelle für den anderen Nußteil.
Eine Mehrfachfunktion erfüllt der Querschieber dadurch, daß er den Be
tätigungsflügel ausbildet und eine Öffnung für den Drückerdorn besitzt.
Vorzugsweise wird der Querschieber aus widerstandsfähigem Material er
stellt, so daß ein Verschleiß minimiert ist. Neben der Sicherung der
zusammengesteckten Lage der Nußteile dient er zur Mitnahme des den
Rückzugarm ausbildenden Nußteils. Ferner steuert er bei entgegenge
setzt gerichteter Verlagerung den einen Teil des zweigeteilten Wechsel
hebels. Darüber hinaus dient er noch zur Aufnahme des Drückerdorns.
Schließlich ist ein vorteilhaftes Merkmal noch darin zu sehen, daß der den
Rückzugarm aufweisende Nußteil im Wege der Steck-Drehverbindung mit
dem die Mehrkantöffnung bildenden Nußteil gekuppelt ist und eine radial
offene Durchstecknische für den die eine Begrenzungsschulter bildenden,
eine Nut formenden Vorsprung besitzt. Zum Zusammenstecken sind Vor
sprung und Durchstecknische in die fluchtende Lage zu bringen. Werden
anschließend die Nußteile in die entsprechende Lage gedreht, um das
Einsetzen des Querschiebers zuzulassen, kann anschließend nicht mehr die
fluchtende Lage des Vorsprunges zur Durchstecknische herbeigeführt
werden. Der den Rückzugarm ausbildende Nußteil liegt in der von dem
Vorsprung gebildeten Nut ein und ist damit in axialer Richtung lagenge
sichert.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
Fig. 1 bis 12 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Stulpansicht eines einer Tür zugeordneten, entsprechend
gestalteten Einsteckschlosses,
Fig. 2 eine Ansicht des Einsteckschlosses bei abgenommener Schloßdecke
in der Grundstellung,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei der Tür
drücker in der normalen Drückerbetätigungsrichtung verlagert
ist zum Zurückziehen der Falle,
Fig. 4 ebenfalls eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei der
Türdrücker eine entgegengesetzt gerichtete Ergänzungsverlage
rung durchgeführt hat zwecks Blockierung der Öffnungsstellung
der Falle,
Fig. 5 in Einzeldarstellung eine Ansicht des die Mehrkantöffnung aus
bildenden Nußteils,
Fig. 6 eine klappfigürliche Ansicht der Fig. 5,
Fig. 7 das Zusammenstecken beider Nußteile in Ansicht, wobei der
Vorsprung des die Mehrkantöffnung ausbildenden Nußteils mit
der Durchstecknische des anderen Nußteils fluchtet,
Fig. 8 eine weitere Montagestellung in Ansicht, und zwar bei bereits
zusammengesteckten Nußteilen in der Stellung, in welcher der
Querschieber einsetzbar ist,
Fig. 9 die zusammengesetzte Lage der Nußteile gemäß der Grundstellung
derselben zueinander entsprechend der Fig. 2,
Fig. 10 den Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 9,
Fig. 11 den Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 9 und
Fig. 12 in perspektivischer Darstellung die die Nuß bildenden Teile vor
dem Zusammensetzen.
Das beim Ausführungsbeispiel als Einsteckschloß 1 ausgebildete Türschloß
ist von der Falzseite in eine Tür 2 eingelassen. Auf der Außenseite trägt
diese ein Sicherheitsbeschlagschild 3 mit einem diesem zugeordneten Knauf
4, der keinen Einfluß auf das Einsteckschloß ausübt. Auf der Türinnen
seite ist in Gegenüberlage zum Sicherheitsbeschlagschild 3 ein Türbe
schlagschild 5 vorgesehen. In diesem ist auf Höhe des Knaufes 4 ein
Türdrücker 6 gelagert, dessen Drückerdorn 7 eine im Einsteckschloß
gelagerte Nuß 8 durchsetzt. Letztere dient zur Steuerung einer im Ein
steckschloß geführten Falle 9. Deren Fallenkopf 9′ durchsetzt eine Öff
nung 10 der Schloßstulpe 11 des Einsteckschlosses 1. Der Fallenkopf 9′
setzt sich in einen schloßeinwärts ragenden Fallenschwanz 9′′ fort.
Unterhalb der Falle 9 ist im Schloßgehäuse ein Schubriegel 12 geführt.
Zu dessen Verlagerung dient ein Schließzylinder 13. Wird dessen Schließ
bart 14 durch Schlüsselbetätigung entgegen Uhrzeigerrichtung gedreht,
erfolgt eine Beaufschlagung einer in senkrechter Richtung geführten
Zuhaltung 15, was das folgende Vorschließen des Schubriegels 12 erlaubt.
Die Zuhaltung steigt dabei in Aufwärtsrichtung entgegen der Kraft einer
sie belastenden Spiralfeder 16. Zur Führung der Zuhaltung 15 dienen ein
schloßeinwärts gebogener Vorsprung 17 des Schloßbodens 18 sowie ein
schloßgehäusefester Stehzapfen 19, der auch den Schubriegel 12 führt.
Das Zurückziehen der Falle 9 läßt sich auch mittels eines zweigeteilten
Wechselhebels 20 erreichen. Dieser setzt sich zusammen aus dem oberen
am Fallenschwanz 9′′ angreifenden Wechselhebelteil 21 und dem unteren mit
dem Schubriegel 12 gekuppelten Wechselhebelteil 22. Ein am Schubriegel
schwanz 12′ befestigter Zapfen 23 durchgreift einen am unteren Ende
befindlichen Längsschlitz 24 des Wechselhebelteils 22. Das obere Ende
dieses Wechselhebelteils 22 ist mit einem Kupplungszapfen 25 ausgerüstet,
der in eine Lageröffnung des im Grundriß L-förmig gestalteten oberen
Wechselhebelteils 21 eingreift. Die Lageröffnung befindet sich dabei im
L-Scheitel. Der kürzere L-Abschnitt 21′ ist mit einer Lagerbohrung 26
ausgestattet, in die der schloßbodenseitige Vorsprung 17 eintaucht. Der
L-Abschnitt 21′ setzt sich jenseits der Lagerstelle in einen schräg auf
wärts gerichteten, etwa radial zur Nußachse stehenden Zusatzarm A fort.
Der andere, länger gestaltete L-Abschnitt 21′′ greift in eine stegbegrenzte
Mitnahmeöffnung 27 des Fallenschwanzes 9′′ ein. Die Falle 9 steht unter
der Wirkung einer den Fallenkopf 9′ beaufschlagenden Fallenfeder 28.
Begrenzt ist die Auswärtsverlagerung der Falle 9 durch einen schloß
bodenseitigen Stehbolzen 29, der einen in Ausschließrichtung liegenden
Längsschlitz 30 des Fallenschwanzes 9′′ durchgreift.
Soll die Falle 9 von der Türaußenseite zurückgezogen werden, so ge
schieht dies durch Schlüsselbetätigung in Uhrzeigerrichtung, wobei der
Schließbart 14 den unteren Wechselhebelteil 22 in Aufwärtsrichtung be
wegt. Dies bewirkt ein Verschwenken des oberen Wechselhebelteils 21 in
Uhrzeigerrichtung unter gleichzeitigem Zurückziehen der Falle 9.
Die im Schloßgehäuse gelagerte Nuß 8 besitzt einen die Mehrkantöffnung
31 ausbildenden Nußteil 32 und einen den Rückzugarm 33 formenden Nuß
teil 34. Der Nußteil 32 bildet stirnseitig je einen Lagerbund 35, 36 aus
derart, daß der Lagerbund 35 in eine entsprechende Öffnung des Schloß
bodens 18 und der andere Lagerbund 36 in eine Lageröffnung der Schloß
decke 37 eintritt. An den Lagerbund 35 schließt sich ein durchmesser
größerer Flansch 38 an, der sich in eine abgesetzte Nabe 39 fortsetzt,
deren Durchmesser größer ist als derjenige des Lagerbundes 36. In
dieser Nabe 39 befindet sich eine quer zur Längsrichtung der Mehrkant
öffnung 31 verlaufende Ausnehmung 40 derart, daß durch segmentartiges
Anschneiden der Nabe Auflageschultern 41 entstehen. Die Ausnehmung
40 erstreckt sich dabei parallel zum Flansch 38. In der Ebene der Aus
nehmung 40 geht von der Nabe 39 ein Vorsprung 42 aus, welcher etwa in
der Diagonalen der Mehrkantöffnung 31 liegt. Der Vorsprung 42 bildet in
Verbindung mit dem Flansch 38 eine Nut 43. Ferner wird durch den
Vorsprung 42 eine Begrenzungsschulter 44 erzeugt. Beim Ausführungs
beispiel besteht der Nußteil 32 aus entsprechendem Kunststoff.
Dagegen ist der andere Nußteil 34 als Stanzteil geformt und besteht aus
Stahl. Seine Dicke entspricht dem Abstand zwischen dem Flansch 38 und
dem Vorsprung 42. Der Nußteil 34 weist in Gegenüberlage zum Rück
zugarm 33 einen Radialvorsprung 45 auf. In diesem befindet sich eine
Durchstecknische 46, welche in die Lagerbohrung 47 des Nußteils 34 mün
det. In Gegenüberlage zur Duchstecknische 46 ist aus dem Material des
Nußteils 34 eine Anschlagzunge 48 geformt derart, daß hierdurch parallel
zueinander verlaufende, gegenüberliegende Flanken 49, 50 entstehen.
Desweiteren ist der Nußteil 34 mit einem radial ausladenden Federan
griffsarm 51 ausgestattet, an welchem die als Zugfeder ausgebildete Nuß
feder 52 angreift und den auf der Nabe 39 gelagerten Nußteil 34 entgegen
Uhrzeigerrichtung beaufschlagt. Begrenzt wird diese Bewegung durch
den Stehbolzen 29. In der anschlagbegrenzten Stellung befindet sich die
Anschlagzunge 48 in fluchtender Lage oberhalb der Mehrkantöffnung 31.
Das Zusammenbauen der Nuß 8 geschieht in der Weise, daß der Vor
sprung 42 des einen Nußteils 32 in fluchtende Lage zur Durchstecknische
46 des anderen Nußteils 34 gebracht wird, vergl. Fig. 7. Dann läßt sich
das Zusammenstecken durchführen, was begrenzt ist durch den Flansch
38. Nun ist eine Relativverdrehung der beiden Nußteile in die Stellung
gemäß Fig. 8 vorzunehmen. Der Vorsprung 42 überfängt damit die
Frontseite des Nußteils 34. Als Sicherungsbauteil wird nun ein Quer
schieber 53 verwendet. Letzterer besitzt einen Grundriß, welcher der
Ausnehmung 40 entspricht. Gegenschultern 54 des Querschiebers 53
treten gegen die Auflageschultern 41 der Nabe 39 und begrenzen die
Einsteckbewegung des Querschiebers, dessen Öffnung 55 dann mit der
Mehrkantöffnung 31 fluchtet. Beim Ausführungsbeispiel ist die Öffnung
55 um einen geringen Winkel alpha versetzt angeordnet, so daß dadurch
der Drückerdorn 7 eine Fesselung erhält.
Von dem Querschieber 53 geht radial gerichtet ein Betätigungsflügel 56
aus. Durch diesen wird eine Begrenzungsschulter 57 und eine Mitnahme
schulter 58 geformt, welch letztere in die eine Gegenschulter 54 übergeht.
In der Ausgangsstellung bzw. Grundstellung des Türdrückers liegt die
Begrenzungsschulter 57 an der Flanke 49 der Anschlagzunge 48 an,
vergl. Fig. 2 und 9. Durch den die Nabe 39 in radialer Richtung über
ragenden Betätigungsflügel 56 entsteht zwischen dem Flansch 38 und dem
Betätigungsflügel 56 ebenfalls eine Nut, die in gleicher Querschnittsebene
liegt zur anderen Nut 43, welche beiden zur Aufnahme des Nußteiles 34
dienen. Diese beiden Nuten liegen sich diametral gegenüber, so daß eine
gleichmäßige Abstützung des Nußteils 34 gewährleistet ist.
Beim Zurückziehen der Falle 9 mittels des innenseitig befindlichen Tür
drückers 6 wird dieser gemäß Fig. 3 in Abwärtsrichtung verschwenkt.
Über die Mehrkantöffnung 31 erfolgt eine Verlagerung des Nußteils 32 in
Uhrzeigerrichtung. Der in diesem Nußteil sitzende Querschieber 53
beaufschlagt mit seiner Begrenzungsschulter 57 die Flanke 49 der An
schlagzunge 48 des Nußteils 34 und nimmt dieses ebenfalls in Uhrzeiger
richtung mit, wobei dessen Rückzugarm 33 einen endseitigen Vorsprung
59 des Fallenschwanzes 9′′ beaufschlagt und die Falle entgegen der
Belastung durch die Fallenfeder 28 schloßeinwärts zieht. Wird der Tür
drücker losgelassen, so bringt die Nußfeder 52 die Nuß in ihre Ausgangs
stellung gemäß Fig. 2 zurück.
Ist es angestrebt, die Falle in der zurückgezogenen Stellung zu blockie
ren, so muß der Türdrücker 6 in der der Öffnungsverlagerung entgegen
gesetzten Richtung in die Stellung gemäß Fig. 4 geschwenkt werden.
Hierbei erfolgt ausschließlich eine Mitnahme des die Mehrkantöffnung 31
besitzenden Nußteils 32 mit Querschieber 53. Dessen Betätigungsflügel 56
tritt dabei mit der Mitnahmeschulter 58 gegen das Betätigungsende 60 des
Zusatzarmes A des oberen Wechselhebelteils 21 und verschwenkt dieses
unter gleichzeitigem Zurückziehen der Falle 9. Während dieses Vorganges
wird das Betätigungsende 60 von der Mitnahmeschulter 58 überlaufen,
woraufhin sich das Betätigungsende 60 am Umfangsrand 56′ des Betäti
gungsflügels 56 abstützt. Beendet ist die Schwenkbewegung des Tür
drückers 6, wenn die Begrenzungsschulter 44 die andere Flanke 50 der
Anschlagzunge 48 des Nußteils 34 beaufschlagt. Zufolge der Abstützung
des Wechselhebelteils 21 an dem Betätigungsflügel 56 ist die Falle 9 in
ihrer zurückgezogenen Stellung blockiert, so daß auch die Fallenfeder 28
es nicht vermag, die Falle in Vorschließrichtung zu bewegen. Dieses
bedarf eines Zurückführens des Türdrückers in die Grundstellung gemäß
Fig. 1 und 2, wobei der Betätigungsflügel 56 gegen die Anschlagzunge 48
stößt.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten
neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den An
sprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.
Claims (10)
1. Türschloß, insbesondere Einsteckschloß, mit einer drückerbetätigbaren
Nuß zum Rückzug einer federbelasteten Falle aus ihrer vorgetretenen
Schließstellung in die schloßeinwärts verlagerte Öffnungsstellung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnungsstellung der Falle (9) blockierbar ist.
2. Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockie
rung durch eine Ergänzungsverlagerung des Türdrückers (6) erzielt ist.
3. Türschloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ergän
zungsverlagerung des Türdrückers (6) der Öffnungsverlagerung entge
gengesetzt gerichtet ist.
4. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Ergänzungsverlagerung der Nuß (8), welche
den Wechselhebel (20) beaufschlagt.
5. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die aus zwei konzentrisch und anschlag
begrenzt zueinander drehbaren Nußteilen (32, 34) bestehende, mit ihrem
einen Nußteil (34) den am Fallenschwanz (9′′) angreifenden Rückzugarm
(33) bildende und mit ihrem anderen Nußteil (32) die Drückerdorn-Mehr
kantöffnung (31) bildende Nuß (8) einen Betätigungsflügel (56) aufweist,
in dessen Drehweg ein Zusatzarm (A) des zweigeteilten Wechselhebels (20)
ragt, dessen Betätigungsende (60) in Blockierstellung des Drückers
(Fig. 4) die Mitnahmeschulter (58) des Betätigungsflügels (56) überläuft
und sich radial gerichtet am Umfangsrand (56′) des Betätigungsflügels
(56) abstützt.
6. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagbegrenzung der beiden Nußteile
(32, 34) zueinander von den gegenüberliegenden Flanken einer einzelnen
Anschlagzunge (48) an dem den Rückzugarm (33) bildenden Nußteil (34)
gebildet ist und der andere die Drückerdorn-Mehrkantöffnung (31) auf
weisende Nußteil (32) zwei radial gegenüberliegende Begrenzungsschultern
(44, 57) ausbildet.
7. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die eine Begrenzungsschulter (57) von der
etwa radial stehenden Kante des Betätigungsflügels (56) gebildet ist,
welche der Mitnahmeschulter (58) in Umfangsrichtung benachbart ist.
8. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Nußteile (32, 34) nabenartig
ineinandergeschachtelt und mittels eines Querschiebers (53) gegeneinander
gesichert sind.
9. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschieber (53) den Betätigungsflügel
(56) ausbildet und eine Öffnung (55) für den Drückerdorn (7) besitzt.
10. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der den Rückzugarm (33) aufweisende Nuß
teil (34) im Wege der Steck-Drehverbindung mit dem die Mehrkantöffnung
(31) bildenden Nußteil (32) gekuppelt ist und eine radial offene Durch
stecknische (46) für den die eine Begrenzungsschulter (44) bildenden,
eine Nut (43) formenden Vorsprung (42) besitzt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3630747A DE3630747C2 (de) | 1986-09-10 | 1986-09-10 | Türschloß, insbesondere Einsteckschloß |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE3630747A DE3630747C2 (de) | 1986-09-10 | 1986-09-10 | Türschloß, insbesondere Einsteckschloß |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3630747A1 true DE3630747A1 (de) | 1988-03-17 |
| DE3630747C2 DE3630747C2 (de) | 1996-02-22 |
Family
ID=6309259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3630747A Expired - Fee Related DE3630747C2 (de) | 1986-09-10 | 1986-09-10 | Türschloß, insbesondere Einsteckschloß |
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