DE3630747A1 - Tuerschloss, insbesondere einsteckschloss - Google Patents

Tuerschloss, insbesondere einsteckschloss

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Description

Die Erfindung betrifft ein Türschloß, insbesondere Einsteckschloß, mit einer drückerbetätigbaren Nuß zum Rückzug einer federbelasteten Falle aus ihrer vorgetretenen Schließstellung in die schloßeinwärts verlagerte Öffnungsstellung.
Insbesondere bei Wohnungsabschließtüren, bei denen die Falle von innen durch Drückerbetätigung und von außen durch Schlüsselbetätigung zurückziehbar ist, kann es geschehen, daß beim kurzzeitigen Verlassen der Wohnung die Tür ungewollt zuschlägt. Ist man nun nicht im Besitz eines Schlüssels, so bereitet es Schwierigkeiten, die Falle zurückzuziehen und die Tür zu öffnen. Es ist dann erforderlich, den Schlosser zu rufen, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türschloß der in Rede stehenden Art in einfacher Weise so auszugestalten, daß das ungewollte Aussperren weitgehend verhindert ist.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Öffnungstellung der Falle blockierbar ist.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßes Türschloß von erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Das ungewollte Aussperren kann nicht mehr auftreten, wenn zuvor die Öffnungsstellung der Falle blockiert wird. Die Blockierung erfolgt selbstverständlich von der Rauminnenseite her. Wird die Blockierung nicht vorgenommen, so kann der abzu­ schließende Raum in der üblichen Weise versperrt werden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die Blockierung durch eine Ergänzungsverlagerung des Türdrückers erzielt ist. Dadurch erfüllt der Türdrücker eine Doppelfunktion: Einerseits wird mit ihm in der gewohnten Weise die Falle zurückgezogen. Andererseits bewirkt er die Blockierung, so daß Bauteile eingespart werden können.
Dabei erweist es sich von Vorteil, daß die Ergänzungsverlagerung des Türdrückers der Öffnungsverlagerung entgegengesetzt gerichtet ist. Eine ungewollte Blockierung der Falle in ihrer Öffnungsstellung scheidet daher aus. Es muß vielmehr bewußt die entgegengesetzt gerichtete Verlagerung des Türdrückers vorgenommen werden.
Hierbei erweist sich eine Ergänzungsverlagerung der Nuß als vorteilhaft, welche den Wechselhebel beaufschlagt. Letzterer erfüllt somit ebenfalls eine Doppelfunktion, indem er einerseits durch Schlüsselbetätigung und andererseits durch die entsprechende Ergänzungsverlagerung des Tür­ drückers und damit der Nuß betätigt wird.
Damit das Zurückziehen der Falle bei der normalen Drückerbetätigung und auch bei der entgegengesetzt gerichteten Ergänzungsverlagerung erfolgt, weist die aus zwei konzentrisch und anschlagbegrenzt zueinander dreh­ baren Nußteilen bestehende, mit ihrem einen Nußteil den am Fallenschwanz angreifenden Rückzugarm bildende und mit ihrem anderen Nußteil die Drückerdorn-Mehrkantöffnung bildende Nuß einen Betätigungsflügel auf, in dessen Drehweg ein Zusatzarm des zweigeteilten Wechselhebels ragt, dessen Betätigungsende in Blockierstellung des Drückers die Mitnahme­ schulter des Betätigungsflügels überläuft und sich radialgerichtet am Umfangsrand des Betätigungsflügels abstützt. Wird der Türdrücker in der normalen Betätigungsrichtung beaufschlagt, so nimmt der die Drücker­ dorn-Mehrkantöffnung bildende Nußteil den anderen Nußteil mit, welcher mit seinem Rückzugarm die Falle schloßeinwärts zieht. Ist dagegen die Blockierung der Öffnungsstellung der Falle erwünscht, so ist der Tür­ drücker in die entgegengesetzte Richtung zu schwenken. Dann geschieht keine Mitnahme des den Rückzugarm aufweisenden Nußteils. Es wird ausschließlich der die Mehrkantöffnung ausbildende Nußteil mit dem Betä­ tigungsflügel mitgenommen, welcher nach Zurücklegen eines Schwenk­ winkels von etwa 90° mit seiner Mitnahmeschulter das Betätigungsende des zweigeteilten Wechselhebels beaufschlagt und dann dieses Betätigungsende überläuft, wodurch die Falle zurückgezogen und danach gehalten wird durch Abstützung des Betätigungsendes an dem Umfangsrand des Betäti­ gungsflügels. Die Fallenfeder vermag daraufhin nicht, die Falle zurück­ zubewegen. Dies kann ausschließlich durch Verlagerung des Drückers in seine Ausgangsstellung geschehen, wobei sich der Betätigungsflügel vom Betätigungsende des Zusatzarmes des zweigeteilten Wechselhebels entfernt.
Definierte Endstellungen des Türdrückers werden dadurch erzielt, daß die Anschlagbegrenzung der beiden Nußteile zueinander von den gegenüber­ liegenden Flanken einer einzelnen Anschlagzunge an dem den Rückzugarm bildenden Nußteil gebildet ist und der andere die Drückerdorn-Mehrkant­ öffnung aufweisende Nußteil zwei radial gegenüberliegende Begrenzungs­ schultern ausbildet.
Von Vorteil ist es dabei, daß die eine Begrenzungsschulter von der etwa radial stehenden Kante des Betätigungsflügels gebildet ist, welche der Mitnahmeschulter in Umfangsrichtung benachbart ist.
Bautechnische Vorteile ergeben sich dadurch, daß die beiden Nußteile nabenartig ineinandergeschachtelt und mittels eines Querschiebers gegen­ einander gesichert sind. Der die Mehrkantöffnung aufweisende Nußteil bildet mit seiner Nabe die Lagerstelle für den anderen Nußteil.
Eine Mehrfachfunktion erfüllt der Querschieber dadurch, daß er den Be­ tätigungsflügel ausbildet und eine Öffnung für den Drückerdorn besitzt. Vorzugsweise wird der Querschieber aus widerstandsfähigem Material er­ stellt, so daß ein Verschleiß minimiert ist. Neben der Sicherung der zusammengesteckten Lage der Nußteile dient er zur Mitnahme des den Rückzugarm ausbildenden Nußteils. Ferner steuert er bei entgegenge­ setzt gerichteter Verlagerung den einen Teil des zweigeteilten Wechsel­ hebels. Darüber hinaus dient er noch zur Aufnahme des Drückerdorns.
Schließlich ist ein vorteilhaftes Merkmal noch darin zu sehen, daß der den Rückzugarm aufweisende Nußteil im Wege der Steck-Drehverbindung mit dem die Mehrkantöffnung bildenden Nußteil gekuppelt ist und eine radial offene Durchstecknische für den die eine Begrenzungsschulter bildenden, eine Nut formenden Vorsprung besitzt. Zum Zusammenstecken sind Vor­ sprung und Durchstecknische in die fluchtende Lage zu bringen. Werden anschließend die Nußteile in die entsprechende Lage gedreht, um das Einsetzen des Querschiebers zuzulassen, kann anschließend nicht mehr die fluchtende Lage des Vorsprunges zur Durchstecknische herbeigeführt werden. Der den Rückzugarm ausbildende Nußteil liegt in der von dem Vorsprung gebildeten Nut ein und ist damit in axialer Richtung lagenge­ sichert.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 12 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Stulpansicht eines einer Tür zugeordneten, entsprechend gestalteten Einsteckschlosses,
Fig. 2 eine Ansicht des Einsteckschlosses bei abgenommener Schloßdecke in der Grundstellung,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei der Tür­ drücker in der normalen Drückerbetätigungsrichtung verlagert ist zum Zurückziehen der Falle,
Fig. 4 ebenfalls eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei der Türdrücker eine entgegengesetzt gerichtete Ergänzungsverlage­ rung durchgeführt hat zwecks Blockierung der Öffnungsstellung der Falle,
Fig. 5 in Einzeldarstellung eine Ansicht des die Mehrkantöffnung aus­ bildenden Nußteils,
Fig. 6 eine klappfigürliche Ansicht der Fig. 5,
Fig. 7 das Zusammenstecken beider Nußteile in Ansicht, wobei der Vorsprung des die Mehrkantöffnung ausbildenden Nußteils mit der Durchstecknische des anderen Nußteils fluchtet,
Fig. 8 eine weitere Montagestellung in Ansicht, und zwar bei bereits zusammengesteckten Nußteilen in der Stellung, in welcher der Querschieber einsetzbar ist,
Fig. 9 die zusammengesetzte Lage der Nußteile gemäß der Grundstellung derselben zueinander entsprechend der Fig. 2,
Fig. 10 den Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 9,
Fig. 11 den Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 9 und
Fig. 12 in perspektivischer Darstellung die die Nuß bildenden Teile vor dem Zusammensetzen.
Das beim Ausführungsbeispiel als Einsteckschloß 1 ausgebildete Türschloß ist von der Falzseite in eine Tür 2 eingelassen. Auf der Außenseite trägt diese ein Sicherheitsbeschlagschild 3 mit einem diesem zugeordneten Knauf 4, der keinen Einfluß auf das Einsteckschloß ausübt. Auf der Türinnen­ seite ist in Gegenüberlage zum Sicherheitsbeschlagschild 3 ein Türbe­ schlagschild 5 vorgesehen. In diesem ist auf Höhe des Knaufes 4 ein Türdrücker 6 gelagert, dessen Drückerdorn 7 eine im Einsteckschloß gelagerte Nuß 8 durchsetzt. Letztere dient zur Steuerung einer im Ein­ steckschloß geführten Falle 9. Deren Fallenkopf 9′ durchsetzt eine Öff­ nung 10 der Schloßstulpe 11 des Einsteckschlosses 1. Der Fallenkopf 9′ setzt sich in einen schloßeinwärts ragenden Fallenschwanz 9′′ fort. Unterhalb der Falle 9 ist im Schloßgehäuse ein Schubriegel 12 geführt. Zu dessen Verlagerung dient ein Schließzylinder 13. Wird dessen Schließ­ bart 14 durch Schlüsselbetätigung entgegen Uhrzeigerrichtung gedreht, erfolgt eine Beaufschlagung einer in senkrechter Richtung geführten Zuhaltung 15, was das folgende Vorschließen des Schubriegels 12 erlaubt. Die Zuhaltung steigt dabei in Aufwärtsrichtung entgegen der Kraft einer sie belastenden Spiralfeder 16. Zur Führung der Zuhaltung 15 dienen ein schloßeinwärts gebogener Vorsprung 17 des Schloßbodens 18 sowie ein schloßgehäusefester Stehzapfen 19, der auch den Schubriegel 12 führt.
Das Zurückziehen der Falle 9 läßt sich auch mittels eines zweigeteilten Wechselhebels 20 erreichen. Dieser setzt sich zusammen aus dem oberen am Fallenschwanz 9′′ angreifenden Wechselhebelteil 21 und dem unteren mit dem Schubriegel 12 gekuppelten Wechselhebelteil 22. Ein am Schubriegel­ schwanz 12′ befestigter Zapfen 23 durchgreift einen am unteren Ende befindlichen Längsschlitz 24 des Wechselhebelteils 22. Das obere Ende dieses Wechselhebelteils 22 ist mit einem Kupplungszapfen 25 ausgerüstet, der in eine Lageröffnung des im Grundriß L-förmig gestalteten oberen Wechselhebelteils 21 eingreift. Die Lageröffnung befindet sich dabei im L-Scheitel. Der kürzere L-Abschnitt 21′ ist mit einer Lagerbohrung 26 ausgestattet, in die der schloßbodenseitige Vorsprung 17 eintaucht. Der L-Abschnitt 21′ setzt sich jenseits der Lagerstelle in einen schräg auf­ wärts gerichteten, etwa radial zur Nußachse stehenden Zusatzarm A fort. Der andere, länger gestaltete L-Abschnitt 21′′ greift in eine stegbegrenzte Mitnahmeöffnung 27 des Fallenschwanzes 9′′ ein. Die Falle 9 steht unter der Wirkung einer den Fallenkopf 9′ beaufschlagenden Fallenfeder 28. Begrenzt ist die Auswärtsverlagerung der Falle 9 durch einen schloß­ bodenseitigen Stehbolzen 29, der einen in Ausschließrichtung liegenden Längsschlitz 30 des Fallenschwanzes 9′′ durchgreift.
Soll die Falle 9 von der Türaußenseite zurückgezogen werden, so ge­ schieht dies durch Schlüsselbetätigung in Uhrzeigerrichtung, wobei der Schließbart 14 den unteren Wechselhebelteil 22 in Aufwärtsrichtung be­ wegt. Dies bewirkt ein Verschwenken des oberen Wechselhebelteils 21 in Uhrzeigerrichtung unter gleichzeitigem Zurückziehen der Falle 9.
Die im Schloßgehäuse gelagerte Nuß 8 besitzt einen die Mehrkantöffnung 31 ausbildenden Nußteil 32 und einen den Rückzugarm 33 formenden Nuß­ teil 34. Der Nußteil 32 bildet stirnseitig je einen Lagerbund 35, 36 aus derart, daß der Lagerbund 35 in eine entsprechende Öffnung des Schloß­ bodens 18 und der andere Lagerbund 36 in eine Lageröffnung der Schloß­ decke 37 eintritt. An den Lagerbund 35 schließt sich ein durchmesser­ größerer Flansch 38 an, der sich in eine abgesetzte Nabe 39 fortsetzt, deren Durchmesser größer ist als derjenige des Lagerbundes 36. In dieser Nabe 39 befindet sich eine quer zur Längsrichtung der Mehrkant­ öffnung 31 verlaufende Ausnehmung 40 derart, daß durch segmentartiges Anschneiden der Nabe Auflageschultern 41 entstehen. Die Ausnehmung 40 erstreckt sich dabei parallel zum Flansch 38. In der Ebene der Aus­ nehmung 40 geht von der Nabe 39 ein Vorsprung 42 aus, welcher etwa in der Diagonalen der Mehrkantöffnung 31 liegt. Der Vorsprung 42 bildet in Verbindung mit dem Flansch 38 eine Nut 43. Ferner wird durch den Vorsprung 42 eine Begrenzungsschulter 44 erzeugt. Beim Ausführungs­ beispiel besteht der Nußteil 32 aus entsprechendem Kunststoff.
Dagegen ist der andere Nußteil 34 als Stanzteil geformt und besteht aus Stahl. Seine Dicke entspricht dem Abstand zwischen dem Flansch 38 und dem Vorsprung 42. Der Nußteil 34 weist in Gegenüberlage zum Rück­ zugarm 33 einen Radialvorsprung 45 auf. In diesem befindet sich eine Durchstecknische 46, welche in die Lagerbohrung 47 des Nußteils 34 mün­ det. In Gegenüberlage zur Duchstecknische 46 ist aus dem Material des Nußteils 34 eine Anschlagzunge 48 geformt derart, daß hierdurch parallel zueinander verlaufende, gegenüberliegende Flanken 49, 50 entstehen. Desweiteren ist der Nußteil 34 mit einem radial ausladenden Federan­ griffsarm 51 ausgestattet, an welchem die als Zugfeder ausgebildete Nuß­ feder 52 angreift und den auf der Nabe 39 gelagerten Nußteil 34 entgegen Uhrzeigerrichtung beaufschlagt. Begrenzt wird diese Bewegung durch den Stehbolzen 29. In der anschlagbegrenzten Stellung befindet sich die Anschlagzunge 48 in fluchtender Lage oberhalb der Mehrkantöffnung 31.
Das Zusammenbauen der Nuß 8 geschieht in der Weise, daß der Vor­ sprung 42 des einen Nußteils 32 in fluchtende Lage zur Durchstecknische 46 des anderen Nußteils 34 gebracht wird, vergl. Fig. 7. Dann läßt sich das Zusammenstecken durchführen, was begrenzt ist durch den Flansch 38. Nun ist eine Relativverdrehung der beiden Nußteile in die Stellung gemäß Fig. 8 vorzunehmen. Der Vorsprung 42 überfängt damit die Frontseite des Nußteils 34. Als Sicherungsbauteil wird nun ein Quer­ schieber 53 verwendet. Letzterer besitzt einen Grundriß, welcher der Ausnehmung 40 entspricht. Gegenschultern 54 des Querschiebers 53 treten gegen die Auflageschultern 41 der Nabe 39 und begrenzen die Einsteckbewegung des Querschiebers, dessen Öffnung 55 dann mit der Mehrkantöffnung 31 fluchtet. Beim Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 55 um einen geringen Winkel alpha versetzt angeordnet, so daß dadurch der Drückerdorn 7 eine Fesselung erhält.
Von dem Querschieber 53 geht radial gerichtet ein Betätigungsflügel 56 aus. Durch diesen wird eine Begrenzungsschulter 57 und eine Mitnahme­ schulter 58 geformt, welch letztere in die eine Gegenschulter 54 übergeht. In der Ausgangsstellung bzw. Grundstellung des Türdrückers liegt die Begrenzungsschulter 57 an der Flanke 49 der Anschlagzunge 48 an, vergl. Fig. 2 und 9. Durch den die Nabe 39 in radialer Richtung über­ ragenden Betätigungsflügel 56 entsteht zwischen dem Flansch 38 und dem Betätigungsflügel 56 ebenfalls eine Nut, die in gleicher Querschnittsebene liegt zur anderen Nut 43, welche beiden zur Aufnahme des Nußteiles 34 dienen. Diese beiden Nuten liegen sich diametral gegenüber, so daß eine gleichmäßige Abstützung des Nußteils 34 gewährleistet ist.
Beim Zurückziehen der Falle 9 mittels des innenseitig befindlichen Tür­ drückers 6 wird dieser gemäß Fig. 3 in Abwärtsrichtung verschwenkt. Über die Mehrkantöffnung 31 erfolgt eine Verlagerung des Nußteils 32 in Uhrzeigerrichtung. Der in diesem Nußteil sitzende Querschieber 53 beaufschlagt mit seiner Begrenzungsschulter 57 die Flanke 49 der An­ schlagzunge 48 des Nußteils 34 und nimmt dieses ebenfalls in Uhrzeiger­ richtung mit, wobei dessen Rückzugarm 33 einen endseitigen Vorsprung 59 des Fallenschwanzes 9′′ beaufschlagt und die Falle entgegen der Belastung durch die Fallenfeder 28 schloßeinwärts zieht. Wird der Tür­ drücker losgelassen, so bringt die Nußfeder 52 die Nuß in ihre Ausgangs­ stellung gemäß Fig. 2 zurück.
Ist es angestrebt, die Falle in der zurückgezogenen Stellung zu blockie­ ren, so muß der Türdrücker 6 in der der Öffnungsverlagerung entgegen­ gesetzten Richtung in die Stellung gemäß Fig. 4 geschwenkt werden. Hierbei erfolgt ausschließlich eine Mitnahme des die Mehrkantöffnung 31 besitzenden Nußteils 32 mit Querschieber 53. Dessen Betätigungsflügel 56 tritt dabei mit der Mitnahmeschulter 58 gegen das Betätigungsende 60 des Zusatzarmes A des oberen Wechselhebelteils 21 und verschwenkt dieses unter gleichzeitigem Zurückziehen der Falle 9. Während dieses Vorganges wird das Betätigungsende 60 von der Mitnahmeschulter 58 überlaufen, woraufhin sich das Betätigungsende 60 am Umfangsrand 56′ des Betäti­ gungsflügels 56 abstützt. Beendet ist die Schwenkbewegung des Tür­ drückers 6, wenn die Begrenzungsschulter 44 die andere Flanke 50 der Anschlagzunge 48 des Nußteils 34 beaufschlagt. Zufolge der Abstützung des Wechselhebelteils 21 an dem Betätigungsflügel 56 ist die Falle 9 in ihrer zurückgezogenen Stellung blockiert, so daß auch die Fallenfeder 28 es nicht vermag, die Falle in Vorschließrichtung zu bewegen. Dieses bedarf eines Zurückführens des Türdrückers in die Grundstellung gemäß Fig. 1 und 2, wobei der Betätigungsflügel 56 gegen die Anschlagzunge 48 stößt.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den An­ sprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.

Claims (10)

1. Türschloß, insbesondere Einsteckschloß, mit einer drückerbetätigbaren Nuß zum Rückzug einer federbelasteten Falle aus ihrer vorgetretenen Schließstellung in die schloßeinwärts verlagerte Öffnungsstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsstellung der Falle (9) blockierbar ist.
2. Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockie­ rung durch eine Ergänzungsverlagerung des Türdrückers (6) erzielt ist.
3. Türschloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ergän­ zungsverlagerung des Türdrückers (6) der Öffnungsverlagerung entge­ gengesetzt gerichtet ist.
4. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ergänzungsverlagerung der Nuß (8), welche den Wechselhebel (20) beaufschlagt.
5. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aus zwei konzentrisch und anschlag­ begrenzt zueinander drehbaren Nußteilen (32, 34) bestehende, mit ihrem einen Nußteil (34) den am Fallenschwanz (9′′) angreifenden Rückzugarm (33) bildende und mit ihrem anderen Nußteil (32) die Drückerdorn-Mehr­ kantöffnung (31) bildende Nuß (8) einen Betätigungsflügel (56) aufweist, in dessen Drehweg ein Zusatzarm (A) des zweigeteilten Wechselhebels (20) ragt, dessen Betätigungsende (60) in Blockierstellung des Drückers (Fig. 4) die Mitnahmeschulter (58) des Betätigungsflügels (56) überläuft und sich radial gerichtet am Umfangsrand (56′) des Betätigungsflügels (56) abstützt.
6. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagbegrenzung der beiden Nußteile (32, 34) zueinander von den gegenüberliegenden Flanken einer einzelnen Anschlagzunge (48) an dem den Rückzugarm (33) bildenden Nußteil (34) gebildet ist und der andere die Drückerdorn-Mehrkantöffnung (31) auf­ weisende Nußteil (32) zwei radial gegenüberliegende Begrenzungsschultern (44, 57) ausbildet.
7. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Begrenzungsschulter (57) von der etwa radial stehenden Kante des Betätigungsflügels (56) gebildet ist, welche der Mitnahmeschulter (58) in Umfangsrichtung benachbart ist.
8. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Nußteile (32, 34) nabenartig ineinandergeschachtelt und mittels eines Querschiebers (53) gegeneinander gesichert sind.
9. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschieber (53) den Betätigungsflügel (56) ausbildet und eine Öffnung (55) für den Drückerdorn (7) besitzt.
10. Türschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der den Rückzugarm (33) aufweisende Nuß­ teil (34) im Wege der Steck-Drehverbindung mit dem die Mehrkantöffnung (31) bildenden Nußteil (32) gekuppelt ist und eine radial offene Durch­ stecknische (46) für den die eine Begrenzungsschulter (44) bildenden, eine Nut (43) formenden Vorsprung (42) besitzt.
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