DE3630822C2 - Antriebsvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Mit der Einführung von Robotern in der
Industrie und verstärktem Interesse an Robotersystemen
sind verschiedene Vorrichtungen untersucht und entwickelt
worden, die an äußere Änderungen anpaßbar sind,
Vorrichtungen, die Fähigkeiten wie Tastsinn, Sehvermögen
und dgl. haben.
Bei solchen Vorrichtungen sind in gewöhnlichen Tastsenso
ren EIN/AUS-Schalter, Dehnungsmesser und ähnliches an
Greiferteilen vorgesehen, oder es sind zwischen Greifer
teilen und Armen Lastzellen vorgesehen. Wenn dann ein Ob
jekt erfaßt wird, werden dessen Greifbedingungen auf der
Basis von durch die Tastsensoren hervorgerufenen elektri
schen Signalen wahrgenommen.
In derartigen Vorrichtungen sind also separate Tastsen
soren nötig, und diese müssen in verhältnismäßig eng be
grenzten Zonen in den Greifbereichen untergebracht sein,
was das Anbringen der Sensoren bei der Herstellung der
Vorrichtungen schwierig und ziemlich umständlich macht.
Da bei Vorrichtungen mit Lastzellen hinzukommt, daß die
Lastzellen selbst schwer und voluminös sind, erhalten die
Vorrichtungen unweigerlich große Abmessungen.
Bei den vorstehend genannten Vorrichtungen sind ferner
nur diejenigen Teile mit einem Tastsinn ausgestattet, die
mit den Tastsensoren versehen sind. Damit ist die Leistung
beim Erfassen nicht ausreichend auf die ganze Vorrichtung
verteilt.
Eine Antriebsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
ist aus dem DD-Buch "Industrieroboter", VEB-Verlag Technik,
Berlin, 1981 bekannt. Die dort beschriebene Antriebsvorrichtung
weist zwei Kolben/Zylindereinheiten auf, deren Kolben mittels
einer unter Druck stehenden Hydraulikflüssigkeit verschoben
werden können. An den Kolbenstangen ist ein Zugglied befestigt.
Um bewegbare Glieder in bestimmte Stellungen verfahren zu
können, sind zur Wegmessung Resolver vorhanden, die durch
Potentiometer als Grobmeßsystem ergänzt sind. Tastsensoren sind
nicht vorhanden.
Die DE 32 10 466 A1 beschreibt eine Handhabungsvorrichtung, bei
der die Kugel eines bewegbaren Gelenkarmes in der Pfanne eines
weiteren Gelenkarmes gelagert ist. Die Pfanne ist mit einer
Anordnung von Magneten, insbesondere Elektromagneten, versehen,
deren Magnetfeld auf einen in der zugehörigen Kugel des Gelenks
vorhandenen magnetischen Körper, der beispielsweise ein Eisen
kern sein kann, wirken. Durch aufeinanderfolgende Magnetisie
rung der einzelnen Magnete der Magnetanordnung soll ein ge
wünschter Bewegungsablauf des Gelenkarmes erzeugt werden
können. Tasteinrichtungen sind in dieser Druckschrift nicht
beschrieben.
Die JP-AS 52-40378 beschreibt allgemein luftsackartige, dehn-
und kontrahierbare elastische Körper und ihre Eignung als
Linearantrieb.
In den Referaten des dritten Internationalen Symposiums über
Industrieroboter, herausgegeben vom Verlag Moderne Industrie,
München 1973 ist eine hubscherenartige Anordnung gezeigt, die
mittels zweier sich kreuzender luftsackartiger elastischer
Körper zusammen- und auseinandergefahren werden kann, indem je
einem der luftsackartigen Körper Druckluft zugeführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrich
tung bereitzustellen, die ohne separate Tastsensoren die
Fähigkeit besitzt, von außen einwirkende Kräfte festzustellen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß ausgehend von einer gattungs
gemäßen Antriebsvorrichtung dadurch gelöst, daß jeder Linearan
trieb ein elastischer, axial dehn- und kontrahierbarer, luft
sackartiger Körper ist, daß das verwendete Druckfluid kompres
sibel ist, und daß die Steuereinrichtung Einwirkungen äußerer
Kräfte, die auf das sich in einer von vorgegebenen Stellungen
befindende, anzutreibende Glied ausgeübt werden, durch einen
Vergleich der Signalpegel von Ausgangssignalen der Wahrnehm
einrichtung mit einem Bezugswert feststellt und die Einstell
einrichtung entsprechend dieser Feststellung steuert. Auf diese
Weise kann in Abhängigkeit von auf die Antriebseinrichtung
wirkenden äußeren Kräften ein bestimmter, vorgegebener Bewe
gungsablauf hinsichtlich seiner zeitlichen Abfolge beeinflußt
werden. So kann z. B. das anzutreibende Glied bei Vorliegen
einer äußeren Kraft bereits vor Ablauf einer vorgegebenen
Anhaltedauer die nächste Stellung des vorgegebenen Bewegungs
ablaufs einnehmen, ohne daß zur Feststellung dieser äußeren
Kraft ein separater Tastsensor erforderlich ist.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist das angetriebene Glied ein drehbares, kreisförmiges
Glied, welches von einem Stützarm drehbar abgestützt ist
und um das sich ein Zugglied erstreckt, dessen Enden mit den
jeweils anderen Enden der elastischen, luftsackartigen Körper verbunden
sind, wobei die Wahrnehmeinrichtung auf einer Welle des
drehbaren, kreisförmigen Gliedes befestigt ist.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
das angetriebene Glied translatorisch bewegbar,
und das jeweils andere Ende der elastischen Kör
per ist mit diesem Glied verbunden.
Das Zuführen und Abführen des Druckfluids in die elasti
schen Körper bzw. aus denselben ist erfindungsgemäß mit
tels der Ventileinrichtung so einstellbar, daß die Kon
traktionskräfte in den elastischen Körpern steuerbar sind,
um dem angetriebenen Glied die Drehbewegung und/oder die
translatorische Bewegung zu vermitteln. Ferner wird die
Bewegung des angetriebenen Gliedes von der Wahrnehmein
richtung festgestellt und das angetriebene Glied kann
durch Betätigen der Ventileinrichtung mittels der Ein
stelleinrichtung in Abhängigkeit von Ausgangssignalen der
Wahrnehmeinrichtung an vorherbestimmten Stellen angehal
ten werden. Ferner ist die Dauer des Halts des angetrie
benen Gliedes an der Haltestelle oder das zeitliche Inter
vall zur Betätigung der Ventileinrichtung mittels der Ein
stelleinrichtung frei einstellbar.
Wenn das angetriebene Glied an einer vorherbestimmten
Haltestelle ankommt, ist die Steuereinrichtung so einge
stellt, daß sie von der Wahrnehmeinrichtung Signale emp
fängt. Das angetriebene Glied ist mit den luftsackartigen
elastischen Körpern verbunden, so daß bei einem Einwirken
einer äußeren Kraft auf das angetriebene Glied dieses
sich aufgrund der Komprimierbarkeit des in den elasti
schen Körpern enthaltenen Fluids, wie z. B. Luft, etwas aus sei
ner Gleichgewichtsstellung bewegen kann. Auch wenn die
Einstelleinrichtung die Ventileinrichtung nicht betätigt,
erzeugt die Wahrnehmeinrichtung in Abhängigkeit von der so verursachten
Verlagerung des angetriebenen Gliedes Ausgangssignale.
Daraufhin vergleicht die Steuereinrichtung das Ausgangs
signal mit dem vorherbestimmten Bezugswert. Ist das Aus
gangssignal größer als der Bezugswert, dann gibt die Steu
ereinrichtung an die Einstelleinrichtung ein Signal ab,
wodurch die Ventileinrichtung betätigt wird, um das ange
triebene Glied gemäß dem vorgegebenen Ablauf zu verlagern.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an
hand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1a ein Schema einer Antriebsvorrichtung gemäß der
Erfindung;
Fig. 1b ein Blockschaltbild zur Erläuterung der Betäti
gung der Vorrichtung gemäß Fig. 1a;
Fig. 2 ein Schema eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
Fig. 3 ein Schema noch eines anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
In Fig. 1a ist eine Antriebsvorrichtung
gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, die als Be
tätigungsvorrichtungen elastische, dehn- und zusammenzieh
bare, luftsackartige Körper 10a und 10b aufweist. Für diesen Zweck ist
beispielsweise der elastische, dehn- und zusammenziehbare,
luftsackartige Körper geeignet, der in der japanischen
Patantanmeldungsveröffentlichung-Nr. 40 378/77 offenbart
ist. Dieser weist einen Schlauchkörper aus Gummi oder
einem gummiähnlichen, elastomeren Werkstoff und ein der
Verstärkung dienendes, geflochtenes Gebilde aus organi
schen oder anorganischen stark dehnbaren Fasern, z. B.
aromatischen Polyamidfasern auf, die den Schlauchkörper
bedecken, sowie Verschlußglieder, welche die beiden Enden
des Schlauchkörpers abschließen. Durch eine an einem der
Verschlußglieder vorgesehene Armatur wird Druckfluid in
den Schlauchkörper gefüllt, um diesen unter Vergrößerung
seines Durchmessers aufzuweiten und dadurch eine Kontrak
tionskraft in axialer Richtung des Körpers zu erzeugen.
Die elastischen Körper 10a und 10b sind jeweils an einem
Ende mit einer ortsfesten Platte S verbunden, während die
anderen Enden der elastischen Körper mit den Enden eines
Zuggliedes 12 verbunden sind. Auf diese Weise sind die
elastischen Körper 10a und 10b über das Zugglied 12 un
mittelbar mit einem hier als Seilscheibe ausgestalteten angetriebenen Glied 14
verbunden. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist zwar nur ein Paar ela
stischer Körper vorgesehen; die Erfindung ist jedoch
nicht auf zwei elastische Körper beschränkt. Als Zug
glied 12 kann ein Seil aus Kunstharz oder ein Metall
seil benutzt werden, welches flexibel und weniger stark
dehnbar ist. Anstelle eines Seils kann auch eine Kette
benutzt werden, und in diesem Fall ist die Seilscheibe
durch ein Kettenrad ersetzt.
Das angetriebene Glied 14 ist in an der ortsfesten Platte
S befestigten Stützarmen 16 drehbar gelagert. Mit einer
das angetriebene Glied 14 drehbar stützenden Welle ist
eine Wahrnehmeinrichtung 18 beispielsweise in Form einer
drehbaren Codiervorrichtung verbunden, welche die Bewe
gung des angetriebenen Gliedes 14 feststellt. Mit dem an
getriebenen Glied 14 ist ein Greifarm 20 verbunden, der
an seinem Ende zum eigentlichen Greifen Finger 20a hat,
die mit Hilfe einer hier nicht gezeigten Antriebseinrich
tung Greifvorgänge durchführen. Die Finger 20a sind hier
nicht im einzelnen beschrieben, da sie nicht unmittelbar
zu der Erfindung gehören.
Um den Greifarm 20 um eine Achse des angetriebenen Glie
des 14 in der durch Pfeil A in Fig. 1a angezeigten Rich
tung zu drehen, wird dem elastischen Körper 10a Druck
fluid zugeführt, während aus dem elastischen Körper 10b
Druckfluid abgelassen wird.
Zu diesem Zweck ist bei der Antriebsvorrichtung gemäß
der Erfindung mit einer Druckfluidquelle, beispielsweise
einem Kompressor 22 eine Druckfluidzufuhrleitung 29 ver
bunden, in der Steuerventile 24a, 24b und 26a,
26b enthalten sind, um den Hohlräumen im Innern der ela
stischen Körper 10a und 10b Druckfluid zuzuführen. Im
vorliegenden Fall können die Steuerventile vor
zugsweise in ihrem Öffnungsgrad mittels einer Einstell
einrichtung 28 verstellt werden. So wird z. B. das
Steuerventil 24a geöffnet, während das
Steuerventil 24b geschlossen wird, um den im elastischen
Körper 10a wirkenden Druck zu erhöhen, damit im elasti
schen Körper 10a eine stärkere Kontraktionskraft zur Wir
kung kommt. Im Gegensatz dazu wird das Steuer
ventil 24a geschlossen und das Steuerventil 24b
geöffnet, um den Druck im elastischen Körper 10a zu sen
ken, damit die darin erzeugte Kontraktionskraft geringer
wird. Das gleiche gilt für die Steuerventile 26a
und 26b, die dem anderen elastischen Körper 10b zugeord
net sind. Als Steuerventile für diesen Zweck eignen sich
beispielsweise Ventile, deren Öffnungsgrad in Abhängig
keit von elektrischen Signalen frei einstellbar ist, z. B.
Solenoide oder magnetische Steuerventile.
Die Einstelleinrichtung 28 hat die Aufgabe, den Greifarm
20 an einer oder mehreren Stellen anzuhalten und dort in
Übereinstimmung mit einer vorherbestimmten Folge in Ab
hängigkeit von Ausgangssignalen der Wahrnehmeinrichtung
eine bestimmte Zeit lang zu halten. Vorzugsweise sollte
die Einstelleinrichtung 28 zu einer Änderung der Vorgänge
einschließlich der Haltezeit des Greifarmes 20 geeignet
sein. Sobald der Greifarm 20 an einer vorherbestimmten
Haltestelle entsprechend den Signalen der Wahrnehmein
richtung 18 ankommt, hält die Einstelleinrichtung 28 die
Steuerventile während einer vorherbestimmten
Zeitspanne geschlossen.
Die luftsackartigen, elastischen, dehn- und zusammenzieh
baren Körper der Antriebsvorrichtung
treiben den Greifarm 20 in vorherbestimmte Stellungen.
Wenn sich, abgesehen von den Stützarmen 16 eine bestimmte
körperliche Beziehung zwischen Gliedern der Vorrichtung
einstellt, oder konkreter, wenn eine Kraft von außen mit
mehr als einer bestimmten Stärke auf die Glieder einwirkt,
wird aufgrund der Komprimierbarkeit der in den elasti
schen Körpern aufgenommenen Luft und der Elastizität die
ser Körper eine relative Verschiebung zwischen den Stütz
armen 16 und dem Greifarm 20 hervorgerufen. Diese Erschei
nung tritt nicht auf bei Transmissionsmotoren oder hydrau
lischen Betätigungsvorrichtungen. Diese gegenseitige Ver
schiebung wird von der Wahrnehmeinrichtung 18 erfaßt.
Gemäß der Erfindung wird also die von außen einwirkende
Kraft mittels der Wahrnehmeinrichtung 18 festgestellt, an
die eine Steuereinrichtung 30 angeschlossen ist. Eine Be
tätigung erfolgt in Abhängigkeit von Signalen der Steuer
einrichtung 30 und der mit ihr verbundenen Einstellein
richtung 28. Wenn der Greifarm 20 an einer vorherbestimm
ten Stelle ankommt und die Steuerventile durch
die Einstelleinrichtung 28 geschlossen gehalten sind,
wird die Steuereinrichtung so gesetzt, daß sie das Aus
gangssignal der Wahrnehmeinrichtung 18 empfängt, um zu
beurteilen, ob dies Ausgangssignal größer oder kleiner
ist als ein Bezugswert oder gleich diesem. Ist es größer
als der Bezugswert, dann wird die Einstelleinrichtung
28 durch die Steuereinrichtung 30 zu einem weiteren
Schritt veranlaßt, ohne daß der Ablauf der für das Halten
des Greifarms 20 festgelegten Zeit abgewartet wird. Ist
andererseits das Ausgangssignal der Wahrnehmeinrichtung
18 im wesentlichen gleich dem Bezugswert oder kleiner,
dann tritt die Steuereinrichtung 30 nicht in Funktion,
und nach dem Ablauf der zum Halten des Greifarms 20 vor
herbestimmten Zeit wird die Steuereinrichtung 30 rückge
stellt. Danach werden die Ventilöffnungen der entsprechen
den Steuerventile durch die Einstelleinrichtung
so eingestellt, daß der Greifarm 20 veranlaßt wird, in
Abhängigkeit von Signalen der Wahrnehmeinrichtung 18 in
Übereinstimmung mit einem vorgegebenen Ablauf eine
vorherbestimmte Bewegung durchzuführen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwar die Einstellein
richtung 28 und die Steuereinrichtung 30 als zwei getrenn
te Einrichtungen beschrieben worden; sie können aber auch
eine Einheit bilden. Ferner wird der genannte Betrieb der
Steuereinrichtung 30 jeweils für Haltepositionen des
Greifgliedes bewirkt. Er kann aber auch für bestimmte
Stellungen des Greifgliedes veranlaßt werden.
Fig. 1b zeigt als Blockschaltbild die Arbeitsweise der
Steuereinrichtung 30. Wenn der Greifarm 20 aus einer in
Fig. 1a gezeigten Ausgangsstellung P1 in eine vorherbe
stimmte Stellung P2 bewegt wird, wird die Steuereinrich
tung 30 mittels der Einstelleinrichtung 28 so gesetzt,
daß sie die Signale der Wahrnehmeinrichtung 18 mit geeig
neten Abtastintervallen empfängt. In der Steuereinrich
tung 30 wird ein von der Wahrnehmeinrichtung 18 empfange
nes Signal 11 mit einem Ausgangssignal L1 der Wahrnehm
einrichtung 18 verglichen, welches der vorherbestimmten
Stellung P2 des Greifarms 20 entspricht, um eine Abwei
chung ε zu erhalten. Ist die Abweichung ε größer als ein
Bezugswert ε0, dann erzeugt und sendet die Steuereinrichtung 30
ein Signal an die Einstelleinrichtung 28 und
wird automatisch rückgestellt. Wenn im Gegensatz dazu die
Abweichung ε kleiner ist als der Bezugswert ε0 oder
gleich diesem, wird das Abfragen fortgesetzt. Beim Ablauf
der Zeit für den Halt des Greifarmes wird die Steuerein
richtung 30 automatisch rückgestellt.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfin
dung gezeigt, bei dem die den Bauelementen des ersten
Ausführungsbeispiels entsprechenden Bauelemente mit den
gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Die in Fig. 2 gezeigte Antriebsvorrichtung ist dazu be
stimmt, einem angetriebenen Glied 14b eine translatorische
Bewegung zu geben. Hierzu sind elastische, dehn- und zu
sammenziehbare Körper 10a und 10b durch das angetriebene
Glied 14b, mit dem sie jeweils mit einem Ende verbunden
sind, in Reihe geschaltet. Das jeweils andere Ende der
elastischen Körper 10a und 10b ist mit einem ortsfesten
Teil oder einer ortsfesten Platte S1 bzw. S2 verbunden.
Wenn das angetriebene Glied 14b eine translatorische Bewe
gung durchführt, dient eine Wahrnehmeinrichtung 18b, die sich
von der beim ersten Ausführungsbeispiel vorgesehenen
Wahrnehmeinrichtung 18 unterscheidet, dazu, lineare Verlage
rungen des angetriebenen Gliedes 14b zu messen, beispiels
weise ein linearer Codierer, ein Potentiometer für linea
re Verschiebungen und dgl. Die Arbeitsweise der Antriebs
vorrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel soll nicht
weiter erläutert werden, da sie im wesentlichen so ist
wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfin
dung, bei dem wiederum die gleichen Bezugszeichen wie
beim ersten Ausführungsbeispiel für entsprechende Teile
verwendet sind.
Das in Fig. 3 gezeigte Ausführungsbeispiel einer An
triebsvorrichtung ist eine Kombination aus zwei Anordnun
gen ähnlich der in Fig. 1a gezeigten. Eine erste, insge
samt mit 50 bezeichnete Anordnung weist ein angetriebenes
Glied 14 auf, an dem statt eines Greifarms eine Konsole
32 befestigt ist, die einen ortsfesten Teil einer zweiten
Anordnung 52 bildet. Die Konsole 32 wird also gemeinsam
mit dem angetriebenen Glied 14 um dessen Drehmittelpunkt
gedreht, wenn in die elastischen Körper 10a und 10b der ersten
Anordnung 50 Druckfluid eingeführt bzw. aus ihnen abge
führt wird.
Die Konsole 32 ist auf der anderen Seite an einem Ende
eines Stützarms 16a befestigt, an dessen anderem Ende ein
angetriebenes Glied 14a drehbar gelagert ist. Um das an
getriebene Glied 14a erstreckt sich ein Seil 12a. Die En
den des Seils 12a sind mit jeweils einem Ende dehn- und
zusammenziehbare, luftsackartiger elastischer Körper 11a und 11b verbun
den, die jeweils mit ihrem gegenüber liegenden Ende an die Konsole 32
angeschlossen sind. Am angetriebenen Glied 14a ist ein
Greifarm 20 befestigt, der Finger 20a aufweist. Der Greif
arm 20 kann also nicht nur durch die Bewegung der fest
montierten Konsole 32 in verschiedene Stellungen bewegt
werden, wenn den elastischen Körpern der ersten Anordnung
Druckfluid zugeführt bzw. aus ihnen abgeführt wird. Er
kann außerdem durch die Bewegung des angetriebenen Glieds
14a in verschiedene Stellungen bewegt werden, wenn den
elastischen Körpern der zweiten Anordnung Druckfluid zu
geführt bzw. aus ihnen abgeführt wird. Natürlich ist
auch eine gleichzeitige Betätigung der ersten und zweiten
Anordnung möglich.
Bei einer solchen Antriebsvorrichtung können von außen
auf die Vorrichtung einwirkende Kräfte aufgrund von Sig
nalen von Wahrnehmeinrichtungen 18 und 18a festgestellt
werden, die an der ersten bzw. zweiten Anordnung zum
Feststellen von Verlagerungen der angetriebenen Glieder
vorgesehen sind.
Im einzelnen empfängt die Steuereinrichtung 30 Signale
von den Wahrnehmeinrichtungen 18 und 18a, die eine durch
äußeres Einwirken auf die angetriebenen Glieder 14 und
14a einschließlich des Greifarms 20 verursachte Änderung
der Stellungen wiedergeben, wobei der Greifarm 20 mit
tels der Einstelleinrichtung 28 in eine vorherbestimmte
Stellung bewegbar ist. Die Steuereinrichtung 30 vergleicht
die empfangenen Signale l1 und l2 mit Signalen L1 und L2
von den entsprechenden Wahrnehmeinrichtungen bei vorher
bestimmten Stellungen der angetriebenen Glieder, um Ab
weichungen ε1 und ε2 zu erhalten. Die maximale Abweichung
εmax unter den Abweichungen ε1 und ε2 wird mit einem Be
zugswert ε0 verglichen. Wenn der Wert von εmax größer
ist als ε0, wird angenommen, daß die Vorrichtung einer
Einwirkung von außen unterlegen hat. Die Steuereinrich
tung erzeugt ein Signal entsprechend diesem Vergleich
für die Einstelleinrichtung und wird rückgestellt, damit
die Einstelleinrichtung zum nächsten Schritt fortschrei
ten kann.
Ist andererseits der Wert εmax kleiner als ε0, dann ist
das Abfragen in der gleichen Weise wie beim ersten Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 1a fortzusetzen. Die vorher
bestimmte Stellung ist natürlich frei wählbar. Bei der
Beurteilung der Einwirkung von außen ist es auch möglich,
nur eine Anordnung zugrundezulegen. Ferner können die
jeweiligen Abweichungen gewichtet oder gewichtete Abwei
chungen benutzt werden, um äußere Einwirkungen in bestimm
ten Richtungen auswählen zu können.
Es liegt auf der Hand, daß weitere Abwandlungen im Rahmen
der Erfindung möglich sind. So kann z. B. die Anordnung,
die ein angetriebenes Glied translatorisch bewegt mit der
Anordnung kombiniert sein, die ein angetriebenes Glied im
Drehsinn antreibt. Ferner kann eine Vielzahl von Anord
nungen über Universalgelenke zu einer Antriebsvorrichtung
verbunden sein.
In der Antriebsvorrichtung gemäß der Erfindung sind luft
sackartige dehn- und komprimierbare, elastische Körper
vorgesehen, die dadurch in axialer Richtung Kontraktions
kräfte erzeugen können, daß ihr Durchmesser durch Zufüh
ren und Abführen von Druckfluid in die Körper bzw. aus
den Körpern geändert wird, um ein angetriebenes Glied auf
der Basis von Signalen einer Wahrnehmeinrichtung zum Fest
stellen von Bewegungen des angetriebenen Gliedes in eine
Stellung zu bringen. Dabei werden auch Bewegungen des ange
triebenen Gliedes wahrgenommen, die durch äußere Einwir
kung verursacht werden, wenn das angetriebene Glied auf
der Basis von Signalen der Wahrnehmeinrichtung angehalten
ist. Die Antriebsvorrichtung gemäß der Erfindung kann
Einwirkungen von außen wahrnehmen, denen die Gesamtvor
richtung ausgesetzt ist, ohne daß dafür ein getrennter
Tastmeßfühler nötig ist. Sie unterscheidet sich damit von be
kannten Vorrichtungen, bei denen nur der mit einem Tast
sensor versehene Teil einen Einfluß von außen feststellt.
Infolgedessen ist die Antriebsvorrichtung gemäß der Er
findung an Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit über
legen.
Claims (7)
1. Antriebsvorrichtung, insbesondere für Industrieroboter,
mit
- - mindestens einem Satz aus zwei Linearantrieben, die an einem Ende mit einem ortsfesten Bauteil (S) und am anderen Ende mit einem anzutreibenden Glied (14, 14a, 14b) verbunden sind, wobei die Antriebsenergie der Linearantriebe aus einem Druckfluid stammt, welches den Linearantrieben mittels einer Ventilein richtung (24a, 24b, 26a, 26b) zugeführt bzw. entnommen wird,
- - einer Wahrnehmeinrichtung (18, 18a), die Bewegungen des angetriebenen Gliedes (14, 14a, 14b) feststellt,
- - einer Einstelleinrichtung (28) zum Betätigen der Ventilein richtung in Abhängigkeit von Ausgangssignalen der Wahrnehmein richtung (18, 18a), um das bewegte Glied (14, 14a, 14b) in vorgegebenen Stellungen anzuhalten, und mit
- - einer Steuereinrichtung (30)
dadurch gekennzeichnet, daß
- - jeder Linearantrieb ein elastischer, axial dehn- und kontra hierbarer, luftsackartiger Körper (10a, 10b, 11a, 11b) ist,
- - das Druckfluid kompressibel ist, und
- - die Steuereinrichtung (30) Einwirkungen äußerer Kräfte, die auf das sich in einer der vorgegebenen Stellungen befindende, anzutreibende Glied (14, 14a) ausgeübt werden, durch einen Vergleich der Signalpegel von Ausgangssignalen der Wahrnehm einrichtung (18, 18a) mit einem Bezugswert (ε0) feststellt und die Einstelleinrichtung (28) entsprechend dieser Feststellung steuert.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das angetriebene Glied ein dreh
bares, kreisförmiges Glied (14, 14a) ist, welches an einem
Stützarm (16, 16a) drehbar gelagert ist, wobei sich um das
kreisförmige Glied ein Zugglied (12, 12a) erstreckt, dessen
Enden mit den anderen Enden der elastischen, luftsackartigen
Körper (10a, 10b, 11a, 11b) verbunden sind.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wahrnehmeinrichtung (18, 18a)
auf einer Welle des drehbaren, kreisförmigen Gliedes (14, 14a)
befestigt ist.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das angetriebene Glied (14b)
translatorisch bewegbar ist, und daß die anderen Enden der
elastischen, luftsackartigen Körper (10a, 10b) mit dem Glied
(14b) direkt verbunden sind.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein erstes dreh
bares, kreisförmiges Glied (14) aufweist, um das sich ein erstes Zugglied
(12) erstreckt, dessen Enden mit den anderen Enden der elas
tischen Körper (10a, 10b) verbunden sind, daß an dem ersten drehbaren,
kreisförmigen Glied (14) eine feste Konsole (32) befestigt ist,
an der ein Stützarm (16a) befestigt ist, und daß der Stützarm
(16a) ein zweites drehbares kreisförmiges Glied (14a) drehbar abstützt,
um welches sich ein zweites Zugglied (12a) erstreckt, dessen Enden mit
den anderen Enden eines weiteren Satzes aus zwei elastischen,
dehn- und kontrahierbaren, luftsackartigen Körpern (11a, 11b)
verbunden sind, die mit ihrem einen Ende mit der Konsole (32)
verbunden sind.
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wahrnehmeinrichtung (18) auf
einer Welle des ersten drehbaren, kreisförmigen Gliedes (14)
befestigt ist, und daß eine weitere Wahrnehmeinrichtung (18a)
auf einer Welle des zweiten drehbaren, kreisförmigen Gliedes
(14a) befestigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP60199314A JPH07121512B2 (ja) | 1985-09-11 | 1985-09-11 | 触覚機能を有する駆動装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3630822A1 DE3630822A1 (de) | 1987-03-19 |
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