DE3632748C2 - - Google Patents
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- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D1/00—Processes for applying liquids or other fluent materials
- B05D1/62—Plasma-deposition of organic layers
-
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- B05D7/22—Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to internal surfaces, e.g. of tubes
- B05D7/227—Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to internal surfaces, e.g. of tubes of containers, cans or the like
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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- C08F2/52—Polymerisation initiated by wave energy or particle radiation by electric discharge, e.g. voltolisation
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Description
Dem zunehmenden Einsatz meist blasgeformter Kunststoffhohlkörper
in den unterschiedlichsten Bereichen sind durch die teilweise
unzureichenden Sperreigenschaften der Kunststoffe gegen Gas,
Dämpfe oder organische Flüssigkeiten Grenzen gesetzt. Zur Ver
besserung der Barriereeigenschaften sind mehrere Verfahren ent
wickelt worden. Eine Reihe von Verfahren basiert auf der Modi
fikation von Kunststoffen (Copolymerisation, Änderung der Mor
phologie). Andere Verfahren arbeiten mit dem Aufbau von Mehr
schichtsystemen (Lamellenstrukturen, Coextrusion, Lackieren).
Gerade im Bereich großvolumiger Hohlkörper - als Behältnisse
für Kohlenwasserstoffe - wird eine chemische Veränderung der
Oberfläche durch Sulfonieren oder Fluorieren angestrebt. Vor
allem die letztgenannten Verfahren verlangen einen hohen si
cherheitstechnischen Aufwand, da hierbei prozeßbedingt mit ag
gressiven Flüssigkeiten und Gasen (Flußsäure, Schwefelsäure,
Fluorgas) gearbeitet werden muß. Außerdem bereitet die Ent
sorgung der Prozeßabfälle große Probleme und ist mit einem
erheblichen finanziellen Aufwand verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu
entwickeln, das die Möglichkeit bietet, Hohlkörper aus Kunst
stoffen oder anderen nicht mikrowellenaktiven Materialien (z. B.
Glas) mit diffusionshemmenden Schichten zu versehen. Hierdurch
sollen zum einen Diffusionssperrwirkungen erreicht werden, wie
sie mit Verfahren wie Sulfonieren und Fluorieren erzielt werden,
zum anderen sollen deren prinzipielle Nachteile vermieden und
dadurch das Beschichtungsverfahren kostengünstiger gestaltet
werden.
Die Erfindung ermöglicht die Beschichtung von Hohlkörpern, die
nur eine Öffnung besitzen. Das in DE 32 22 189 Al beschriebene
Verfahren weist z. B. den Nachteil auf, daß damit nur Rohre
innenbeschichtet werden können und in dem im US-Patent 43 66 208
dargestellten Verfahren sogar nur flächige, ebene Substrate.
Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1-14
gelöst.
Bei einer möglichen Ausführung des Verfahrens wird der
zu beschichtende Hohlkörper in eine Vakuumkammer eingebracht,
die gleichzeitig als Mikrowellenapplikator ausgebildet ist. Die
Beschichtung erfolgt mit dem Verfahren der Plasmapolymerisation.
Hierbei werden Monomere in ein Plasma eingeleitet. Aufgrund von
Anregungen durch das Plasma bilden sich Monomerradikale, die
anschließend auf Oberflächen auspolymerisieren und sich dort
als mikroporenfreie, hochvernetzte Schichten abscheiden. Nach
dem Einbringen des Hohlkörpers wird die gesamte Vakuumkammer
zusammen mit dem zu beschichtenden Hohlkörper auf den notwen
digen Arbeitsdruck evakuiert. Von außen werden an mehreren
Stellen Mikrowellen in die Vakuumkammer eingespeist, durch zu
sätzliche Maßnahmen wird dafür gesorgt, daß ein homogenes elek
trisches Feld in der Vakuumkammer herrscht.
Anschließend werden über eine mikrowellenmäßig abgeschirmte
Düse entweder das zur Beschichtung vorgesehene Monomer oder ein
Gemisch von Monomeren und einem Plasmaträgergas (Argon, Helium,
Sauerstoff, Stickstoff) in das Innere des Hohlkörpers injiziert,
so daß - angeregt durch das Mikrowellenfeld - ein Plasma ge
zündet und die Plasmapolymerisation durchgeführt wird.
Der eigentlichen Beschichtung vorgeschaltet werden kann eine
Behandlung des Hohlkörpers in einem Sauerstoffplasma zur Rei
nigung und Aktivierung der Oberfläche. Desgleichen kann eine
Nachbehandlung der zu beschichtenden Flächen in einem Sauer
stoffplasma oder ein Spülen mit Sauerstoff vorgesehen werden,
um eine weitere Verbesserung der Diffusionsschutzwirkung zu
erreichen.
Verfahrensbedingt können als zu beschichtende Materialien nur
mikrowellenaktive Materialien, die selbst keine Energie aus dem
Mikrowellenfeld aufnehmen, oder nur schwach mikrowellenaktive
Stoffe dienen.
Die mit dieser Erfindung erzielbaren Vorteile liegen zum einen
darin, daß der gesamte Beschichtungsprozeß in einem geschlos
senen System stattfindet. Somit sind keine Entsorgungsmaßnahmen
notwendig, eine Belastung der Umwelt findet nicht statt. Die
notwendigen sicherheitstechnischen Maßnahmen beschränken sich
auf Maßnahmen zur Erziehung einer Mikrowellendichtigkeit der
Anlage.
Zum anderen sind aufgrund der Mikroporenfreiheit der entstehen
den Schichten, ihres hohen Vernetzungsgrades und ihrer hohen
Dichte Verbesserungen der Diffusionsschutzwirkung erreichbar,
die die der bisher üblichen Verfahren übertrifft.
Zur Beschichtung von Hohlkörpern, deren Wände hinreichend steif
sind, um einer Druckdifferenz von 0,9 bar zwischen Außen- und
Innenseite ohne große Verformungen zu widerstehen, wird erfin
dungsgemäß eine zweite Verfahrensvariante vorgeschlagen.
Hierbei besteht die Mikrowellenkammer aus zwei oder mehreren
Teilen, die mit Hilfe geeigneter Verbindungen mikrowellendicht
zusammengefügt werden können. Eine Vakuumdichtigkeit der Mikro
wellenkammer ist nicht erforderlich.
Der zu beschichtende Hohlkörper wird in die geöffnete Mikro
wellenkammer gebracht und mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung
so an eine Vakuumpumpe angeflanscht, daß der Hohlkörper durch
seine Öffnung auf den Arbeitsdruck evakuiert werden kann. Die
Mikrowellenkammer wird geschlossen; der Hohlkörper wird eva
kuiert. Durch eine in das Absaugsystem integrierte oder davon
getrennte Monomereinspritzdüse wird das zu verwendende Monomer
und eventuell ein zusätzliches Trägergas in das Innere des Hohl
körpers gebracht. Das durch das anschließend angelegte Mikrowel
lenfeld gezündete Plasma brennt nur im Innern des Hohlkörpers,
da die erforderliche Zündspannung für ein Plasma mit steigendem
Gasdruck stark ansteigt und das der Hohlkörper nur im Innern
evakuiert ist.
Die mit diesem Teil der Erfindung erreichbaren Vorteile liegen
zusätzlich darin, daß der vakuumtechnische Aufwand der Anlage
auf ein Minimum reduziert wird. Außerdem können die Zyklus
zeiten bei der Beschichtung weiter reduziert werden.
Das erfindungsgemäß entwickelte Verfahren kann - außer in dem
vorstehend beschriebenen Einsatzbereich - auch in anderen Be
reichen eingesetzt werden. So können mit dem Verfahren z. B.
polymere Deckschichten aufgebracht werden, die Aufgaben im Be
reich des Korrosionsschutzes übernehmen. Andere realisierbare
Aufgabenbereiche sind die Erhöhung der mechanischen Festigkeit
der Oberflächen oder die Erzielung dekorativer Effekte. Außer
dem ist es möglich, die Hohlkörper außen zu beschichten.
Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei mögliche Ausführungsformen der
Erfindung. Hierbei bezeichnet
1 - ein Mikrowellengenerator,
2 - die Mikrowelleneinkopplungen in die Beschichtungskammer,
3 - die Monomereinlaßdüse
4 - die Vakuum- bzw. Mikrowellenkammer,
5 - den Anschluß der Vakuumpumpen und
6 - den lösbaren Vakuumanschluß des Hohlkörpers.
2 - die Mikrowelleneinkopplungen in die Beschichtungskammer,
3 - die Monomereinlaßdüse
4 - die Vakuum- bzw. Mikrowellenkammer,
5 - den Anschluß der Vakuumpumpen und
6 - den lösbaren Vakuumanschluß des Hohlkörpers.
Claims (14)
1. Verfahren zur Beschichtung von Hohlkörpern mit polymeren
Deckschichten durch Plasmapolymerisation, bei dem der zu
beschichtende Hohlkörper in eine Mikrowellenkammer einge
bracht wird, der zu beschichtende Hohlkörper und/oder die
Mikrowellenkammer evakuiert werden, plasmapolymerisierbare
Monomere eingeleitet werden, Mikrowellen zur Zündung des
Plasmas eingekoppelt werden und unter der Einwirkung des
Plasmas eine polymere Deckschicht hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Hohlkörper, der aus nicht mikrowellenaktiven Materialien
besteht, beschichtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Hohlkörper, der aus nicht mikrowellenaktiven Kunst
stoffen besteht, beschichtet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Hohlkörper, der aus schwach mikrowellenaktiven bzw.
durch den Zusatz von Ruß schwach mikrowellenaktiv ge
machten Kunststoffen besteht, beschichtet wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1, bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung nur auf den Innenseiten der
Hohlkörper durchgeführt wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Plasma in einem Plasmareaktor mit Metallwänden
gezündet und durch von außen eingekoppelte Mikro
wellen angeregt wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, das als Plasmareaktor ein Vakuumgefäß verwendet
wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Plasmareaktor so ausgelegt ist, daß in
seinem Innern ein möglichst homogenes Mikrowellenfeld und
damit ein homogenes Plasma erzeugt wird.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zu beschichtende Hohlkörper evakuiert
wird, während eine ihn umgebende Mikrowellenkammer nicht
evakuiert wird.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das im Plasma zu polymerisierende Monomer
über eine Monomer-Einspritzdüse ins Innere des zu beschich
tenden Hohlkörpers injiziert wird.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine mehrgeteilte Mikrowellenkammer, die durch
geeignete Schnellverbindungen mikrowellendicht verschlossen
werden kann, verwendet wird.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß während der Beschichtung als Trägergas des
Plasmas Sauerstoff, Stickstoff, Helium oder Argon zugegeben
wird.
13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu beschichtenden Hohlkörper vor der
Beschichtung einer Vorbehandlung in einem Sauerstoffplasma
unterzogen werden.
14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß der beschichtete Hohlkörper einer Nachbehandlung
in einem Sauerstoffplasma oder mit Sauerstoffgas unterzogen
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863632748 DE3632748A1 (de) | 1986-09-26 | 1986-09-26 | Verfahren zur beschichtung von hohlkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863632748 DE3632748A1 (de) | 1986-09-26 | 1986-09-26 | Verfahren zur beschichtung von hohlkoerpern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3632748A1 DE3632748A1 (de) | 1988-04-07 |
| DE3632748C2 true DE3632748C2 (de) | 1989-04-13 |
Family
ID=6310424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863632748 Granted DE3632748A1 (de) | 1986-09-26 | 1986-09-26 | Verfahren zur beschichtung von hohlkoerpern |
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