DE3636855A1 - Untersetzungsgetriebe, insbesondere zum einbau in einen gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen gurtwicklers fuer einen rolladen od. dgl. - Google Patents
Untersetzungsgetriebe, insbesondere zum einbau in einen gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen gurtwicklers fuer einen rolladen od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Untersetzungsgetriebe mit einem Getriebegehäuse
und in dem Getriebegehäuse angeordneten Getriebezahnrädern, wobei das Ge
triebegehäuse mindestens eine Stirnseite und eine etwa senkrecht zur Stirn
seite verlaufende Querseite aufweist, an der Stirnseite eine einem Antriebs
motor zugeordnete oder zu einem Antriebsmotor gehörende Antriebswelle mit
einem Antriebsritzel angeordnet ist und an der Querseite eine etwa senk
recht zur Antriebswelle gerichtete Abtriebswelle, ggf. mit einem Abtriebs
ritzel angeordnet ist, insbesondere zum Einbau in einen Gurtkasten eines
elektromotorisch angetriebenen Gurtwicklers für einen Rolladen od. dgl..
Aus der Praxis ist seit längerem ein Untersetzungsgetriebe für einen Gurt
kasten eines elektromotorisch angetriebenen Gurtwicklers für einen Rolla
den od. dgl. bekannt, das, um den Einbau in den Gurtkasten neben dem Motor
und zusätzlich zur Gurthaspel zu ermöglichen, bei hohem Untersetzungsver
hältnis von ca. 1:700 relativ kompakt ist. Auch für andere Anwendungs
fälle, in denen es auf eine möglichst kompakte Ausführung des Untersetzungs
getriebes ankommt, sind Untersetzungsgetriebe in verschiedenen Ausführungs
formen bekannt. Das aus der Praxis bekannte Untersetzungsgetriebe ist dabei
ein Zahnradgetriebe in Form eines Stirnradgetriebes mit insgesamt drei mit
einander kämmenden Stirnrädern und einem als Planrad ausgeführten Kegelrad,
das mit dem Antriebsritzel auf der zu einem Antriebsmotor gehörenden An
triebswelle kämmt. Durch diese Konstruktion ist gewährleistet, daß die die
Welle eines Stirnrads bildende Abtriebswelle des Untersetzungsgetriebes ge
nau senkrecht zur Antriebswelle des Antriebsmotors gerichtet ist. Das wie
derum ist für die Anordnung bei beengten Platzverhältnissen besonders zweck
mäßig, da nämlich so gewährleistet ist, daß ein auf der Abtriebswelle ange
ordnetes Abtriebsritzel wiederum als Stirnradgetriebe mit einem in der glei
chen Ebene liegenden, um eine parallele Achse drehbaren Endritzel kämmen
kann. Dieses Endritzel ist beispielsweise in dem hier besonders beachteten
Fall eines Gurtkastens für einen Rolladen od. dgl. ein Umfangsritzel einer
Gurthaspel zum Aufwickeln eines Rolladengurts. Der antreibende Elektromotor,
der klein ist und mit geringer Leistungsaufnahme, jedoch mit hoher Dreh
zahl arbeitet, kann so gleichwohl in einer Ebene mit der Gurthaspel an
geordnet werden. Das erlaubt insgesamt wieder eine besonders schmale Bau
weise des Gurtkastens.
Ähnliche Raumverhältnisse finden sich aber auch in anderen Anwendungsfällen,
so daß die Lehre der vorliegenden Erfindung ganz generell auf Untersetzungs
getriebe mit rechtwinklig oder etwa rechtwinklig zueinander verlaufenden
Achsen der Antriebs- und Abtriebswellen gerichtet ist.
Das zuvor erläuterte, mit Stirnrädern als Getriebezahnräder arbeitende Unter
setzungsgetriebe ist hinsichtlich der Gehäusekonstruktion zweckmäßig, da
das Gehäuse lediglich aus zwei, zwei Querseiten bildenden Platten und die
se Platten verbindenden Abstandsstützen besteht, so daß also die Stirnsei
ten bzw. die weiteren Querseiten des Gehäuses nur funktionell, nicht aber
körperlich vorhanden sind. Allerdings ist bei diesem Untersetzungsgetriebe
die Baugröße noch unbefriedigend, so daß der Erfindung die Aufgabe zugrunde
liegt, das bekannte Untersetzungsgetriebe unter Beibehaltung des Kraftfluß
weges zu verkleinern.
Das erfindungsgemäße Untersetzungsgetriebe, bei dem die zuvor aufgezeigte
Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebezahnräder
in Form eines Planetengetriebes ausgebildet und angeordnet sind, daß näm
lich ein Hohlrad, ein in dem Hohlrad angeordneter Planetenradträger mit
Planetenrädern und ein im Mittelpunkt des Planetenradträgers angeordnetes
Sonnenrad vorgesehen sind und von den Elementen Hohlrad, Planetenradträger
und Sonnenrad jeweils zwei gegenüber dem Gehäuse drehbar sind und eines
gegenüber dem Gehäuse feststeht und daß die Antriebswelle und die Abtriebs
welle jeweils mit einem der drehbaren Elemente gekuppelt sind. Auch bei dem
erfindungsgemäßen Untersetzungsgetriebe können die Stirnseite und/oder die
Querseite des Getriebegehäuses durchaus auch nicht-körperlich, sondern ledig
lich funktionell vorhanden sein. Das ändert nichts am Grundprinzip der Leh
re der Erfindung. Wesentlich für das Grundprinzip der Lehre der Erfindung
ist es, daß hier ein, an sich natürlich bekanntes, Planetengetriebe atypisch
eingesetzt wird. Ein Planetengetriebe ist ein Zahnradgetriebe in Form eines
Umlaufgetriebes mit der besonderen Eigenheit, daß die Antriebswelle und die
Abtriebswelle parallel, ja koaxial zueinander liegen (vgl. LUEGER "Lexikon
der Technik", Band 1, "Grundlagen des Maschinenbaues", DVA, Stuttgart 1960,
Stichwort "Umlaufgetriebe" auf den Seite 591 ff). Ein solches Planetenge
triebe wird im Rahmen der Erfindung also atypisch eingesetzt, nämlich ent
gegen dem Normalen für Planetengetriebe nicht mit zueinander koaxialen An
triebs- und Abtriebswellen, sondern mit zueinander etwa senkrecht stehenden
Antriebs- und Abtriebswellen. Wie erfindungsgemäß erkannt worden ist, läßt
sich ein rechtwinkliger Verlauf des Kraftflußweges im erfindungsgemäßen Un
tersetzungsgetriebe auch im Rahmen eines Planetengetriebes verwirklichen,
wenn man an der richtigen Stelle, geschickt plaziert ein Kegelrad, einen
stirnseitigen Zahnkranz od. dgl. einsetzt. Das wird im einzelnen hinsicht
lich konstruktiver Ausgestaltungen noch beispielhaft erläutert.
Ein Planetengetriebe hat bei gleichem Untersetzungsverhältnis ein wesent
lich geringeres Volumen als ein normales Stirnradgetriebe mit mehreren Ge
triebezahnrädern. Unter Beibehaltung des Kraftflußwegs baut also das er
findungsgemäße Untersetzungsgetriebe erheblich kleiner als das aus dem
Stand der Technik bekannte Untersetzungsgetriebe. Ein weiterer Vorteil be
steht darin, daß die innere Reibung eines Planetengetriebes erheblich ge
ringer ist als die eines normalen Stirnradgetriebes mit mehreren Getriebe
zahnrädern, gleiches Untersetzungsverhältnis vorausgesetzt. Folglich ist
auch die Verlustleistung bei dem erfindungsgemäßen Untersetzungsgetriebe
geringer als im Stand der Technik. Das erfindungsgemäße Untersetzungsge
triebe eignet sich mit diesen Besonderheiten in besonderem Maße für den
Einbau in einen Gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen Gurtwick
lers für einen Rolladen od. dgl., läßt aber natürlich auch eine Vielzahl
anderer Anwendungsfälle mit ähnlich beengten Raumverhältnissen zu.
Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre der Erfindung
sind in den dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüchen erläutert und werden
auch nachfolgend in Verbindung mit der Erläuterung bevorzugter Ausführungs
beispiele der Erfindung anhand der Zeichnung noch im einzelnen abgehandelt.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in einer Seitenansicht, eine Deckplatte abgenommen, ein Ausfüh
rungsbeispiel eines aus dem Stand der Technik bekannten Unter
setzungsgetriebes in einem Gurtkasten,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Untersetzungsge
triebes in einem Gurtkasten in einer Fig. 1 entsprechenden Dar
stellung,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Untersetzungsge
triebes in einer Sprengdarstellung,
Fig. 4 das Untersetzungsgetriebe aus Fig. 3, zusammengebaut, in perspek
tivischer Ansicht von der Antriebsseite her,
Fig. 5 das Untersetzungsgetriebe aus Fig. 3 in einer Stirnansicht von
der Antriebsseite her,
Fig. 6 ein Sonnenrad mit damit drehfest verbundenem Kegelrad eines Unter
setzungsgetriebes gemäß Fig. 3,
Fig. 7 im Schnitt, vergrößert ein zweites Ausführungsbeispiel eines er
findungsgemäßen Untersetzungsgetriebes und
Fig. 8 ausschnittweise, in vergrößerter Darstellung, den Bereich einer
Reibungsbremse beim Untersetzungsgetriebe gemäß Fig. 7 unter He
rausstellung weiterer Details.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt zunächst zum besseren späteren Verständnis der
Lehre der Erfindung als ein Anwendungsbeispiel eines Untersetzungsgetrie
bes der in Rede stehenden Art, also eines aus dem Stand der Technik bekann
ten Untersetzungsgetriebes bzw. eines erfindungsgemäßen Untersetzungsgetrie
bes, einen Gurtkasten 1 eines elektromotorisch angetriebenen Gurtwicklers
für einen Rolladen, eine Jalousie od. dgl.. Dieses Anwendungsbeispiel ist
nicht einschränkend zu verstehen, vielmehr werden Untersetzungsgetriebe
der in Rede stehenden Art auch in vielen anderen Fällen bei beengten Raum
verhältnissen eingesetzt.
Fig. 1 zeigt im Gurtkasten 1 hinter einer stirnseitigen Abdeckung 2,
die eine Mehrzahl von Bedienungselementen 3 trägt und von der
am unteren Ende im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ein Anschluß
kabel 4 abgeht, zunächst einen Transformator 5 und einen Steuermodul 6,
aber auch eine Gurthaspel 7 mit einer Haspelwelle 8 und einem Umfangs
ritzel 9 am Außenumfang zum Aufwickeln eines hier nicht weiter dargestell
ten Gurtbandes. Im unteren Teil des Gurtkastens 1 ist in der Ebene der Gurt
haspel 7 etwa in der Breite der Haspelwelle 8 ein Antriebsmotor 10,
hier ein kleiner, kompakter Gleichstrommotor mit geringer Leistungs
aufnahme und hoher Abtriebsdrehzahl, angeordnet, der abtriebsseitig mit einem
Untersetzungsgetriebe 11 gekuppelt ist. Das Untersetzungsgetriebe 11 weist
ein Getriebegehäuse 12 sowie in dem Getriebegehäuse 12 angeordnete, in
Fig. 1 lediglich gestrichelt angedeutete Getriebezahnräder 13 auf. Das Ge
triebegehäuse 12 weist zwei Stirnseiten auf sowie insgesamt vier, die Stirn
seiten verbindende Querseiten, wobei einer Stirnseite 14 eine dem Antriebs
motor 10 zugeordnete bzw. zu dem Antriebsmotor 10 gehörende Antriebswelle 15
mit einem Antriebsritzel 16 (in Fig. 1 allerdings nicht zu erkennen) zuge
ordnet ist. Eine in Fig. 1 deutlich erkennbare Abtriebswelle 17 ist senk
recht zur Antriebswelle 16 gerichtet und an der in Fig. 1 verdeckten, rück
seitigen Querseite des Getriebegehäuses 12 angeordnet. Gestrichelt darge
stellt ist ein auf der Abtriebswelle 17 angeordnetes Abtriebsritzel 18, das
im hier dargestellten Beispiel des Standes der Technik mit dem Umfangs
ritzel 9 der Gurthaspel 7 kämmt.
Die aus dem Stand der Technik bekannte Konstruktion gemäß Fig. 1 hat im
Anwendungsfall der beengten Raumverhältnisse in einem Gurtkasten 1 den
Vorteil, daß das sehr schmale Umfangsritzel 9 der Gurthaspel 7 in einer
Ebene neben und parallel zu der eigentlichen Haspelebene, die durch die
Haspelwelle 8 definiert wird, angeordnet ist. In dieser letzteren Ebene
der Haspelwelle 8 kann wegen der winkligen Führung des Kraftflußweges im
Untersetzungsgetriebe 11 einerseits der Antriebsmotor 10, andererseits das
Untersetzungsgetriebe 11 angeordnet sein. Dadurch baut der Gurtkasten 1
relativ schmal. Deutlich erkennbar ist aber, daß die Einheit aus Antriebs
motor 10 und Untersetzungsgetriebe 11, insbesondere das Untersetzungsge
triebe 11, noch relativ viel Platz benötigen.
Im Vergleich mit Fig. 1 zeigt Fig. 2 einen Gurtkasten 1 mit einem erfin
dungsgemäß gestalteten Untersetzungsgetriebe 11 als einen, nicht einschrän
kend zu verstehenden Anwendungsfall dieses Untersetzungsgetriebes 11. Man
erkennt deutlich im Vergleich mit Fig. 1 die erheblich geringere Größe
des Untersetzungsgetriebes 11, wobei natürlich selbstverständlich ist,
daß das Untersetzungsverhältnis des Untersetzungsgetriebes 11 in beiden
Fällen exakt das gleiche ist. Grund für diese Größenverringerung ist,
daß das Untersetzungsgetriebe 11 gemäß Fig. 2 in Form eines Planetenge
triebes gestaltet ist, wohingegen das Untersetzungsgetriebe 11 in Fig. 1 ein
normales Stirnradgetriebe mit einer Mehrzahl von Getriebezahnrädern ist.
Anhand von Fig. 3, die eine Sprengdarstellung eines bevorzugten Ausführungs
beispiels eines erfindungsgemäßen Untersetzungsgetriebes 11 zeigt, soll die
Konstruktion des Untersetzungsgetriebes 11 etwas näher erläutert werden.
Wie Fig. 3 gut erkennen läßt, sind die Getriebezahnräder 13 in Form eines
Planetengetriebes ausgebildet und angeordnet, sind nämlich ein Hohlrad 19,
ein in dem Hohlrad 19 angeordneter Planetenradträger 20 mit Planetenrä
dern 21 und ein im Mittelpunkt des Planetenradträgers 20 angeordnetes Sonnen
rad 22, in Fig. 3 gestrichelt angedeutet, vorgesehen. Von den Elementen Hohl
rad 19, Planetenradträger 20 und Sonnenrad 22 sind jeweils zwei gegenüber
dem Gehäuse 12 drehbar und eines gegenüber dem Gehäuse 12 feststehend. Die
Antriebswelle 15, deren Lage gemeinsam mit einem eventuell vorhandenen An
triebsritzel 16 in Fig. 3 durch einen Pfeil gezeigt ist, und die Abtriebs
welle 17 sind jeweils mit einem der drehbaren Elemente gekuppelt. Je nach
dem, welche Elemente nun drehbar sind und welches Element feststeht, sind
unterschiedliche Untersetzungsverhältnisse und unterschiedliche Drehrich
tungen zu verwirklichen.
Im hier in Fig. 3 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist das Hohlrad 19 gegenüber dem Gehäuse 12 feststehend ausgebildet, das
Sonnenrad 22 ist mit der Antriebswelle 15 gekuppelt bzw. kuppelbar und der
Planetenradträger 20 ist mit der Abtriebswelle 17 gekuppelt. Genau gesagt
ist hier die Abtriebswelle 17 die Welle des Planetenradträgers 20 selbst,
was aber nicht unbedingt zwingende Voraussetzung für dieses Ausführungs
beispiel ist. Auf der Abtriebswelle sitzt jedenfalls das Abtriebsritzel 18.
An sich ist ein Planetengetriebe nur dafür bestimmt und geeignet, für eine
gleichachsige Kraftübertragung zu sorgen, sind also Antriebswelle 15 und Ab
triebswelle 17 parallel bzw. sogar koaxial angeordnet. Im erfindungsgemäßen
Untersetzungsgetriebe 11 wird aber das Planetengetriebe atypisch genutzt,
nämlich mit einer etwa rechtwinklig zur Antriebswelle 15 verlaufenden Ab
triebswelle 17. Folglich ist eine Umlenkung des Kraftflußweges im Plane
tengetriebe um etwa 90° erforderlich.
Zur Umlenkung des Kraftflußweges im Planetengetriebe des erfindungsgemäßen
Untersetzungsgetriebes 11 gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im in Fig. 3
dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel mit feststehendem Hohlrad 19
könnte beispielsweise das Sonnenrad 22 außerhalb des Eingriffsbereichs mit
den Planetenrädern 21 kegelförmig gestaltet sein mit 45° Kegelwinkel und
mit einem entsprechend gestalteten Kegelrad kämmen, das das Antriebsritzel 16
darstellt. Jedenfalls ist es besonders zweckmäßig, wenn die Umlenkung des
Kraftflußweges antriebsseitig erfolgt, so daß die Hauptebene des Planeten
getriebes, also die Ebene, in der der Planetenradträger 20 liegt, parallel
zur Längsachse der Antriebswelle 15 liegt. Das ist hinsichtlich der Ab
messungen des Planetengetriebes in den verschiedenen Richtungen jedenfalls
der räumlichen Situation in einem Gurtkasten 1 besonders angepaßt. Im übri
gen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Umlenkung des Kraftfluß
weges zu realisieren.
Eine besonders zweckmäßige Möglichkeit, die zuvor generell erläuterte Um
lenkung des Kraftflußweges im erfindungsgemäß verwirklichten Planetenge
triebe zu realisieren, besteht darin, daß das Sonnenrad 20 drehfest und
koaxial mit einem Kegelrad 23, insbesondere einem Planrad, verbunden ist
und das Kegelrad 23 mit dem Antriebsritzel 16 kämmt. Besonders zweckmäßig
ist es, wenn das Kegelrad 23 einen größeren Durchmesser als das Hohlrad 19
hat und das Hohlrad 19 auf dessen Außenumfang überfaßt. Der Zahnkranz des
Kegelrades 23, der eine Geradverzahnung, eine Schrägverzahnung, eine Spi
ralverzahnung od. dgl. aufweisen kann, ist folglich nach "innen" zurück
springend gerichtet und kann so auf völlig unproblematische Weise mit dem
einfach auf der Antriebswelle 15 sitzenden Antriebsritzel 16 kämmen. Dabei
hat es sich insgesamt gezeigt, daß besondere Laufruhe und Geräuscharmut
mit einem aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, bestehenden Kegelrad 23
erzielbar ist. Moderne Kunststoffe sind widerstandsfähig genug, um den me
chanischen Beanspruchungen Stand zu halten.
Wesentlich ist, daß die zuvor erläuterte Konstruktion lediglich voraus
setzt, daß das Sonnenrad 20 drehbar ist. Ob dann das Hohlrad 19, wie im
hier dargestellten Ausführungsbeispiel, feststeht und der Planetenrad
träger 20 drehbar ist oder umgekehrt, ist für die Frage dieser Konstruk
tion gleichgültig. Es kann also ohne weiteres auch sein, daß der Planeten
radträger gegenüber dem Gehäuse feststeht und das Sonnenrad mit der An
triebswelle und das Hohlrad mit der Abtriebswelle gekuppelt ist. Auch bei
dieser Kraftflußrichtung erfolgt eine Untersetzung, also eine Herabsetzung
der Drehzahl von der Antriebswelle 15 zur Abtriebswelle 17. Im übrigen gel
ten die weiter oben erläuterten Konstruktionsdetails auch hier. Lediglich
gilt, daß sich hier eine Drehrichtungsumkehr gegenüber dem zuvor erläuter
ten Ausführungsbeispiel ergibt.
Eine interessante Alternative, bei der die gleichen Drehrichtungsverhält
nisse, also identische Drehrichtung, wie im zuerst erläuterten Ausführungs
beispiel gegeben sind, ergibt sich dadurch, daß das Sonnenrad gegenüber
dem Gehäuse feststeht, das Hohlrad mit der Antriebswelle gekuppelt ist
und der Planetenradträger mit der Abtriebswelle gekuppelt ist. Die er
läuterte Kupplung mit Antriebswelle 15 und Abtriebswelle 17 führt auch hier
zu einer Untersetzung in der gewünschten Weise. Da sich aber nun das Hohl
rad selbst dreht, kann die Antriebswelle unmittelbar mit dem Hohlrad ge
kuppelt sein. Beispielsweise ist es möglich, daß das Hohlrad auf der Außen
seite bzw. der offenen Stirnseite einen umlaufenden Zahnkranz aufweist,
also gewissermaßen als Kegelrad, insbesondere als Planrad, ausgestaltet
ist und daß der Zahnkranz unmittelbar mit dem Antriebsritzel kämmt. Auf
diese Weise wird das weiter oben für das erste Ausführungsbeispiel erläu
terte zusätzliche Kegelrad eingespart, allerdings unter Verzicht auf eine
weitere, durch das Kegelrad gegebene Untersetzungsstufe. Bei dem Wunsch
nach einem besonders hohen Untersetzungsverhältnis des erfindungsgemäßen
Untersetzungsgetriebes 11 bietet sich also die zunächst erläuterte, ins
besondere die im Anspruch 4 in Verbindung mit Anspruch 2 beschriebene Lö
sung an.
Die zuvor als besonders vorteilhaft erläuterte Lösung gemäß der Lehre der
Erfindung zeigt Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 5 nochmals besonders deut
lich. Fig. 4 zeigt das zusammengebaute Untersetzungsgetriebe 11 in einer
perspektivischen Ansicht von der Stirnseite 14 her gesehen. Die Stirnsei
te 14 ist hier deutlich erkennbar als Befestigungsflansch 24 für den nicht
dargestellten Antriebsmotor 10 ausgebildet. In Fig. 4 ragt links das Ab
triebsritzel 18 auf der Abtriebswelle 17 hervor, während im Ausschnitt
auf der Stirnseite 14 ein kleines Stück des Zahnkranzes des mit dem Sonnen
rad 22 verbundenen Kegelrads 23 zu sehen ist. Das gleiche zeigt auch Fig. 5,
gegenüber Fig. 4 nochmals vergrößert. Fig. 6 zeigt das in diesem Ausführungs
beispiel verwendete Kegelrad 23 in vergrößerter Darstellung und von unten
gesehen, so daß man auch das Sonnenrad 22 hier deutlich erkennt.
Fig. 3 zeigt weiter, daß nach bevorzugter Lehre der Erfindung das Hohlrad 19
in einer Ausnehmung 25 im Gehäuse 12 eingelassen ist. Genau gesagt ist hier
das Hohlrad 19 als Innenzahnkranz auf der Innenseite der Ausnehmung 25 im
Gehäuse 12 ausgeführt. Im hier dargestellten und bevorzugten Ausführungs
beispiel ist das Gehäuse 12 als massiver Block ausgeführt, das muß aber
nicht unbedingt so sein. Jedenfalls zeigt Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 4,
daß hier der Planetenradträger 20, das Sonnenrad 22 und, hier nach bevor
zugter Lehre, auch das Kegelrad 23 vollständig in der Ausnehmung 25 im Ge
häuse 12 Platz finden.
Fig. 3 zeigt weiter sehr deutlich, daß die Ausnehmung 25 im Gehäuse 12 mit
tels eines Deckels 26 abdeckbar ist.
Eine besondere Ausführungsform ist in Fig. 3 insoweit zu erkennen, als der
Deckel 26 hier ein Lager 27 für die Achse 28 des Sonnenrades 22 bzw. des
Kegelrades 23 aufweist. Beim Lager 27 handelt es sich im hier dargestell
ten und bevorzugten Ausführungsbeispiel um ein wartungsfreies Kunststoff
lager. Die Anordnung des Lagers 27 im Deckel 26 hat den Vorteil, daß einer
seits eine hervorragende Lagerung für die Achse 28 gegeben ist, daß anderer
seits die Ausnehmung 25 des Gehäuses 12 leicht zugänglich ist.
Wie Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 4 weiter deutlich werden läßt, weist im
hier dargestellten Ausführungsbeispiel die Ausnehmung 25 im Gehäuse 12 auf
der Rückseite zu der Querseite des Gehäuses 12 hin eine Durchtrittsöff
nung 29 für die Abtriebswelle 17 auf. Im hier dargestellten und bevorzug
ten Ausführungsbeispiel ist dabei die Durchtrittsöffnung 29 als Lager für
die Abtriebswelle 17 ausgeführt, insbesondere ebenfalls an den Gleitflächen
selbstschmierend ausgerüstet bzw. mit einem entsprechenden Lagereinsatz 30
versehen. Der Lagereinsatz 30 ist im hier dargestellten und bevorzugten Aus
führungsbeispiel am Planetenradträger 20 so befestigt, daß er beim Einsatz
des Planetenradträgers 20 mit der Abtriebswelle 17 in die Durchtrittsöff
nung 29 von selbst die Lagerung der Abtriebswelle 17 bewirkt.
Die Fig. 7 und 8 lassen im Zusammenhang nochmals die konstruktive Gestal
tung des erfindungsgemäßen Untersetzungsgetriebes 11 erkennen, so wie sie
zuvor im einzelnen erläutert worden ist. Es handelt sich hier allerdings
um ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem etwas größe
ren Getriebegehäuse 12, in dem noch weitere, später im einzelnen zu er
läuternde Teile enthalten sind. Die Teile, die zuvor schon erläutert wor
den sind, sind hier mit gleichen Bezugszeichen eingetragen und daher nicht
mehr zu erläutern. Es ist lediglich darauf hinzuweisen, daß zur Vereinfa
chung des Überblicks die Planetenräder 21 auf dem Planetenradträger 20 und
das Sonnenrad 22 weggelassen worden sind, nur die entsprechenden Achsen
sind eingezeichnet.
Wie eingangs erläutert worden ist, hat ein normales Untersetzungsgetriebe 11
mit Stirnrädern eine relativ große innere Reibung, so daß auch die Selbst
hemmung eines solchen Untersetzungsgetriebes 11 relativ stark ist. Ein Pla
netengetriebe hat eine erheblich weniger starke Selbsthemmung. Mitunter
kommt es auf eine ausreichende Selbsthemmung des Untersetzungsgetriebes 11
an, beispielsweise im Einsatzbereich für Gurtkästen 1 für Rolläden. Ohne
ergänzende Maßnahmen sollte nämlich der Rolladen nicht von selbst herunter
laufen können. Ohne Betätigung des Antriebsmotors 10 soll also eine Bewe
gung des Rolladens nicht möglich sein.
Um die zuvor aufgezeigte, aus der Verwendung eines Planetengetriebes im er
findungsgemäßen Untersetzungsgetriebe 11 resultierende Aufgabe zu lösen, ist
erfindungsgemäß künstlich eine Selbsthemmung verwirklicht, nämlich dadurch,
daß der Antriebswelle 15 eine bei nicht oder nur langsam drehender Antriebs
welle 15 wirksame, vorzugsweise auf dem Fliehkraftprinzip beruhende, Rei
bungsbremse 31 zugeordnet ist. Fig. 7 läßt rechts die Reibungsbremse 31
erkennen. Fig. 8 zeigt diesen Bereich etwas genauer, so daß bei der weite
ren Erläuterung auf Fig. 8 Bezug genommen werden soll.
Im hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel arbeitet die Rei
bungsbremse 31 nach dem Fliehkraftprinzip. Dazu weist die Reibungsbremse 31
einen die Antriebswelle 15 umgebenden, jedoch am Gehäuse 12 ausgebildeten
Ringflansch 32 auf, dessen Außenumfang eine Bremsfläche bildet. Mit der An
triebswelle 15 ist ein Tragring 33 drehfest verbunden, der den Ringflansch 32
koaxial überfaßt. Fig. 8 zeigt im Gegensatz zu Fig. 7, wo dies nicht einge
zeichnet ist, daß in dem Tragring 33 radial verschieblich gelagerte, am
Außenumfang des Ringflansches 32 zur Anlage kommende Bremsklötze 34 od. dgl.
angeordnet sind und außerdem in dem Tragring 33 die Bremsklötze 34 radial
nach innen mit Federkraft beaufschlagende Bremsfedern 35 befestigt sind. Im
einzelnen kann dazu der Tragring 33 vollständig oder zum Teil aus Kunststoff
bestehen, insbesondere aus einem hitzebeständigen Kunststoff. Am Außenumfang
des Tragrings 33 kann aber auch ein Metallring gewissermaßen als Fassung an
geordnet sein. Die Bremsklötze 34 und Bremsfedern 35 sind in radial gerich
teten Ausnehmungen 36 im Tragring 33 verschiebbar angeordnet, was in Fig. 8
allerdings nur angedeutet ist.
Im hier dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Ring
flansch 32 im übrigen in einer zum Ringflansch 32 koaxialen Ausnehmung 37
im Gehäuse 12 angeordnet und in dieser Ausnehmung 37 finden auch alle
anderen Teile der Reibungsbremse 31 Platz.
Bei niedriger Drehzahl der Antriebswelle 15, wie sie etwa dann auftritt,
wenn ein Rolladen sich, durch Wind oder Fremdeinfluß betätigt, langsam
nach unten bewegt, liegen die Bremsklötze 34 unter Wirkung der Bremsfe
dern 35 fest am Ringflansch 32 an, es wirkt also eine hohe Reibungskraft
und damit Bremskraft zwischen dem am Gehäuse 12 ortsfest angeordneten Ring
flansch 32 und der über die Bremsklötze 34, Bremsfedern 35 und Tragring 33
angekuppelten Antriebswelle 15. Es ergibt sich also eine wirksame, einer
Selbsthemmung des Untersetzungsgetriebes 11 in der Charakteristik sehr
ähnliche Bremswirkung. Beginnt demgegenüber die Antriebswelle 15 mit sehr
hoher Beschleunigung ihre Drehung, wie das beim Anlaufen des Antriebs
motors 10 der Fall ist, so werden die Bremsklötze 34 aufgrund ihres Eigen
gewichts entgegen der Wirkung der Bremsfedern 35 sofort radial nach außen
gedrückt und heben vom Ringflansch 32 ab. Die Bremswirkung der Reibungs
bremse 31 wird also hier sofort aufgehoben, so daß in der gewollten Weise
die Antriebskraft des Antriebsmotors 10 in das Untersetzungsgetriebe 11
eingeleitet werden kann.
Wie schon zu einzelnen Teilen des erfindungsgemäßen Untersetzungsgetriebes 11
gesagt worden ist, kann auch das Gehäuse 12 weitestgehend aus elektrisch iso
lierendem Kunststoff bestehen. Moderne Kunststoffe erfüllen durchaus die An
forderungen, die an ein solches Gehäuse gestellt werden. Allenfalls wäre
denkbar, daß man den Ringflansch 32, der die Reibungsflächen für die Rei
bungsbremse 31 bildet, als Einsatzteil aus Metall ausführt. Im übrigen kann
aber natürlich das Gehäuse 12 auch insgesamt aus Metall, beispielsweise aus
Aluminium, bestehen.
Zuvor ist gesagt worden, daß Fig. 7 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
zeigt, bei dem weitere, zum ersten Ausführungsbeispiel nicht erläuterte
Teile vorhanden sind. Das gilt einerseits für die Reibungsbremse 31, gilt
aber auch für einen im Gehäuse 12 angeordneten Mikroschalter 38 zur Impuls
zählung. Fig. 7 zeigt dabei, daß zusätzlich zum Mikroschalter 38 noch eine
Impulsgeberwelle 39 als Impulsauslöseelement vorhanden ist. Diese Teile
waren natürlich bislang auch vorhanden, jedoch im in Fig. 1 und Fig. 2 er
kennbaren Steuermodul 6 enthalten. Nunmehr können sie wegen des insgesamt
kleineren Volumens des Untersetzungsgetriebes 11 durchaus auch, jedenfalls
in bestimmten Fällen, in das Gehäuse 12 des Untersetzungsgetriebes 11 inte
griert werden.
Ist das Gehäuse, wie zuvor erläutert, aus Kunststoff ausgeführt, so kann der
Mikroschalter auch lediglich mit seinen metallischen Teilen in den Kunst
stoff des Gehäuses eingelassen sein, so daß nur die elektrischen Anschluß
elemente des Mikroschalters aus dem Material des Gehäuses herausragen und
von außen zugänglich sind. Das ist eine durchaus mögliche und natürlich
herstellungstechnisch sehr zweckmäßige Konstruktion. Fig. 7 zeigt demgegen
über noch eine klassischere Konstruktion mit einem separaten Mikroschal
ter 38 in einer Ausnehmung 40 im Gehäuse 12, wobei die Ausnehmung 40 zur
Aufnahme des Mikroschalters 38 durch den zuvor schon erwähnten Deckel 26
für die Ausnehmung 25 mit abdeckbar ist.
Fig. 7 zeigt weiter ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung, als
nämlich die Impulsgeberwelle 39 ebenso wie das Abtriebsritzel 18 auf der
Abtriebswelle 17 unmittelbar mit dem Umfangsritzel 9 der Gurthaspel 7 kämmt.
Es wird also die Drehung der Gurthaspel 7 unmittelbar abgetastet, und zwar
mittels eines auf der Impulsgeberwelle 39 sitzenden Impulsgeberritzels 41.
Demgegenüber ist es natürlich auch möglich, die Impulsgeberwelle mit der
Abtriebswelle getrieblich zu verbinden, also gewissermaßen eine indirekte
Impulszählung zu verwirklichen.
Fig. 2 zeigt im Vergleich mit Fig. 1, daß hier die Baueinheit aus Antriebs
motor 10 und Untersetzungsgetriebe 11 richtungsmäßig umgekehrt zur Bauein
heit in Fig. 1 eingebaut ist. Das führt im hier dargestellten Ausführungs
beispiel zu einer besonders guten Raumausnutzung.
Claims (22)
1. Untersetzungsgetriebe (11) mit einem Getriebegehäuse (12) und in dem Ge
triebegehäuse (12) angeordneten Getriebezahnrädern (13), wobei das Getriebe
gehäuse (12) mindestens eine Stirnseite (14) und eine etwa senkrecht zur
Stirnseite (14) verlaufende Querseite aufweist, an der Stirnseite (14) eine
einem Antriebsmotor (10) zugeordnete oder zu einem Antriebsmotor (10) ge
hörende Antriebswelle (15) mit einem Antriebsritzel (16) angeordnet ist und
an der Querseite eine etwa senkrecht zur Antriebswelle (15) gerichtete Ab
triebswelle (17), ggf. mit einem Abtriebsritzel (18) angeordnet ist, insbe
sondere zum Einbau in einen Gurtkasten (1) eines elektromotorisch angetrie
benen Gurtwicklers für einen Rolladen od. dgl., dadurch gekenn
zeichnet, daß die Getriebezahnräder (13) in Form eines Planetenge
triebes ausgebildet und angeordnet sind, daß nämlich ein Hohlrad (19), ein
in dem Hohlrad (19) angeordneter Planetenradträger (20) mit Planetenrä
dern (21) und ein im Mittelpunkt des Planetenradträgers (20) angeordnetes
Sonnenrad (22) vorgesehen sind und von den Elementen Hohlrad (19), Planeten
radträger (20) und Sonnenrad (22) jeweils zwei gegenüber dem Gehäuse (12)
drehbar sind und eines gegenüber dem Gehäuse (12) feststeht und daß die An
triebswelle (15) und die Abtriebswelle (17) jeweils mit einem der drehbaren
Elemente gekuppelt sind.
2. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hohlrad (19) gegenüber dem Gehäuse (12) feststeht, das Sonnenrad (22) mit
der Antriebswelle (15) gekuppelt ist und der Planetenradträger (20) mit der
Abtriebswelle (17) gekuppelt ist.
3. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtriebswelle (17) die Welle des Planetenradträgers (20) ist.
4. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sonnenrad (20) drehfest und koaxial mit einem Kegelrad (23),
insbesondere einem Planrad, verbunden ist und das Kegelrad (23) mit dem An
triebsritzel (16) kämmt.
5. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kegelrad (23) einen größeren Durchmesser als das Hohlrad (19) hat und das
Hohlrad (19) auf dessen Außenumfang überfaßt.
6. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kegelrad (23) aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, besteht.
7. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 1 und ggf. einem der Ansprüche 4
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Planetenradträger gegenüber dem Ge
häuse feststeht, das Sonnenrad mit der Antriebswelle gekuppelt ist und das
Hohlrad mit der Abtriebswelle gekuppelt ist.
8. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 1 und ggf. einem der Ansprüche 4
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenrad gegenüber dem Gehäuse fest
steht, das Hohlrad mit der Antriebswelle gekuppelt ist und der Planetenrad
träger mit der Abtriebswelle gekuppelt ist.
9. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hohlrad auf der Außenseite bzw. der offenen Stirnseite einen umlaufenden
Zahnkranz aufweist, also gewissermaßen als Kegelrad, insbesondere als Plan
rad, ausgestaltet ist und daß der Zahnkranz unmittelbar mit dem Antriebs
ritzel kämmt.
10. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Hohlrad (19) in einer Ausnehmung (25) im, vorzugsweise
als massiver Block ausgeführten Gehäuse (12) eingelassen oder als Innenzahn
kranz auf der Innenseite der Ausnehmung (25) ausgeführt ist.
11. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Planetenradträger (20), das Sonnenrad (22) und ggf. das Kegelrad (23)
vollständig in der Ausnehmung (25) im Gehäuse (12) Platz finden und, vor
zugsweise, die Ausnehmung (25) mittels eines Deckels (26) abdeckbar ist.
12. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (26) ein Lager (27) für die Achse (28) des Sonnenrades (22)
bzw. des Kegelrades (23) aufweist.
13. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ausnehmung (25) im Gehäuse (12) auf der Rückseite zu
der Querseite des Gehäuses (12) hin eine Durchtrittsöffnung (29) für die
Abtriebswelle (17) aufweist und die Durchtrittsöffnung (29) vorzugsweise
als Lager für die Abtriebswelle (17) ausgeführt ist.
14. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Antriebswelle (15) eine bei nicht oder nur langsam
drehender Antriebswelle (15) wirksame, vorzugsweise auf dem Fliehkraft
prinzip beruhende, Reibungsbremse (31) zugeordnet ist.
15. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Reibungsbremse (31) aus einem die Antriebswelle (15) umgebenden, am Gehäu
se (12) ausgebildeten Ringflansch (32) mit einem eine Bremsfläche bildenden
Außenumfang, einem mit der Antriebswelle (15) drehfest verbundenen, den Ring
flansch (32) koaxial überfassenden Tragring (33), in dem Tragring (33) axial
verschieblich gelagerten, am Außenumfang des Ringflansches (32) zur Anlage
kommenden Bremsklötzen (34) od. dgl. und in dem Tragring (33) befestigten,
die Bremsklötze (34) radial nach innen mit Federkraft beaufschlagenden
Bremsfedern (35) besteht.
16. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragring (33) aus Kunststoff, insbesondere aus hitzebeständigem Kunststoff,
besteht.
17. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringflansch (32) in einer zum Ringflansch (32) koaxialen Ausneh
mung (37) im Gehäuse (12) angeordnet ist und in der Ausnehmung (37) auch
alle anderen Teile der Reibungsbremse (31) Platz finden.
18. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (12) weitestgehend aus elektrisch isolierendem
Kunststoff besteht.
19. Untersetzungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Gehäuse (12) ein Mikroschalter (38) zur Impulszählung und
ein Impulsauslöseelement, insbesondere eine Impulsgeberwelle (39), angeord
net ist.
20. Untersetzungsgetriebe nach den Ansprüchen 18 und 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Mikroschalter in den Kunststoff des Gehäuses eingelassen
ist und nur die elektrischen Anschlußelemente des Mikroschalters von außen
zugänglich sind.
21. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 19 oder 20, wobei das Abtriebsritzel
mit einem Umfangsritzel einer Gurthaspel od. dgl. kämmt, dadurch gekennzeich
net, daß die Impulsgeberwelle (39) ebenfalls unmittelbar mit dem Umfangs
ritzel (9) der Gurthaspel (7) kämmt.
22. Untersetzungsgetriebe nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulsgeberwelle mit der Abtriebswelle getrieblich verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863636855 DE3636855A1 (de) | 1986-10-29 | 1986-10-29 | Untersetzungsgetriebe, insbesondere zum einbau in einen gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen gurtwicklers fuer einen rolladen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863636855 DE3636855A1 (de) | 1986-10-29 | 1986-10-29 | Untersetzungsgetriebe, insbesondere zum einbau in einen gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen gurtwicklers fuer einen rolladen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3636855A1 true DE3636855A1 (de) | 1988-05-11 |
Family
ID=6312759
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863636855 Withdrawn DE3636855A1 (de) | 1986-10-29 | 1986-10-29 | Untersetzungsgetriebe, insbesondere zum einbau in einen gurtkasten eines elektromotorisch angetriebenen gurtwicklers fuer einen rolladen od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F16H 1/28 |
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| 8130 | Withdrawal |