DE3639978A1 - Kelle, insbesondere zum mauern, fugen oder dergleichen - Google Patents

Kelle, insbesondere zum mauern, fugen oder dergleichen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Kelle, insbesondere zum Mauern, Fugen oder dergleichen, mit einem Kellenblatt, an dem eine Angel befestigt ist, die an ihrem freien Ende ein Heft trägt.
Die auf dem Markt befindlichen Maurerkellen besitzen ein Kellenblatt mit verschweißter Angel, die einen parallel zum Kellenblatt liegenden, vor­ zugsweise abgeplatteten Befestigungsabschnitt ausbildet. Dieser Befesti­ gungsabschnitt ist durch Widerstandsschweißung oder mittels einer Schweißraupe mit der Oberseite des Kellenblattes verbunden. Bei dem Einsatz einer derartigen Kelle unterliegt die Schweißung hohen Bean­ spruchungen, so daß es nicht selten vorkommt, daß sich die Angel von dem Kellenblatt unter Zerstörung der Schweißung löst. Stärkste Bean­ spruchungen treten bspw. dann auf, wenn mit der Kelle Mörtel mit Wasser gemischt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kelle der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine haltbare, belastbare Verbindung zwi­ schen Angel und Kellenblatt aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kellenblatt randseitig eine zu seiner Oberseite erhabene Ausprägung aufweist, die von dem Befestigungsende der Angel formschlüssig untergriffen ist.
Der Erfindungsgegenstand beschreibt somit gegenüber der bekannten Befestigungsart einen ganz anderen Weg, indem die Befestigung der Angel nicht auf der Oberseite, sondern auf der Unterseite des Kellenblattes erfolgt. Zugbelastungen zwischen Heft und Kellenblatt werden somit auf das Kellenblatt, nicht aber auf das Befestigungsmittel (Schweiß- oder Lötmaterial) übertragen. Insofern ist das Abreißen der Angel vom Kel­ lenblatt bei derartigen Kraftbeaufschlagungen auszuschließen. Durch die Einlage des Befestigungsendes in der Ausprägung des Kellenblattes wird ein Formschluß geschaffen, der die Festigkeit der Verbindung erhöht. Überdies stellt die Ausprägung eine eine Profilierung bildende Material­ verformung dar, die die Befestigungsstelle versteift und somit insgesamt eine erhöhte Stabilität schafft. Überdies wird durch die Ausprägung die Befestigungsfläche zwischen Angel und Kellenblatt vergrößert.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ausprä­ gung etwa die Mantelfläche eines längsgeteilten Kegels aufweist. Der Kegel ist dabei so angeordnet, daß sich sein Radius zum Rand des Kel­ lenblattes hin stetig erweitert.
Die Anordnung kann so getroffen sein, daß die Fuge zwischen Angel und dem Rand der Ausprägung durch eine mit der Unterseite des Kellenblattes plan-geschliffene Schweißraupe ausgefüllt ist. Für die Befestigung der Angel an dem Kellenblatt empfiehlt es sich, zunächst das Befestigungs­ ende der Angel in die Ausprägung einzulegen und dann in die Schweiß­ raupe zu legen. Hierbei läuft die Schweißmasse sehr gut in die Fuge zwischen Angel und Ausprägung, was zu einer festen Verbindung führt. Die Befestigung kann alternativ auch mittels Hartlötung erfolgen. Nach der Befestigung der Angel an dem Kellenblatt erfolgt ein Planschliff der Unterseite des Kellenblattes, wobei überstehende Abschnitte des Befesti­ gungsendes der Angel und der Schweißraupe entfernt werden. Dadurch wird ein spaltfreier Übergang der Befestigungsstelle zur übrigen Kellen­ blatt-Unterseite hergestellt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Angel eine die Ausprägung untergreifende Querschnittsver­ jüngung aufweist. Vorzugsweise bildet die Querschnittsverjüngung eine Stufe aus, die an den im Bereich der Ausprägung gelegenen Kellenblatt­ rand angrenzt. Hierdurch wird eine zusätzliche Abstützung erzielt.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausfüh­ rungsbeispiels, und zwar zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Maurerkelle,
Fig. 2 den Befestigungsbereich zwischen Angel und Kellenblatt der Maurerkelle,
Fig. 3 eine Schnittansicht des Befestigungsbereiches entlang der Linie IV-IV in Fig. 1, wobei noch kein Planschliff der Kellenblatt- Unterseite stattgefunden hat und
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 1 bei fertig­ gestellter Kelle.
Gemäß Fig. 1 besitzt die Maurerkelle 1 ein trapezförmig geformtes Kellen­ blatt 2, an dem über eine Angel 3 ein Heft 4 befestigt ist. Die Erfindung ist nicht auf eine trapezförmige Kellenform beschränkt, sondern betrifft ebenso andere Kellenblattkonfigurationen, wie dies bspw. bei Fugenkellen vorliegen.
Aus den Fig. 1 bis 4 geht hervor, daß das Kellenblatt 2 an seinem Kellen­ blattrand 5 eine zu seiner Oberseite 6 erhabene Ausprägung 7 aufweist. Die Ausprägung 7 weist eine Mantelfläche 8 auf, die die Form eines längs­ geteilten Kegels 9 besitzt. Diese Kegelhälfte ist dabei derart orientiert, daß sich der größte Radius am Kellenblattrand 5 befindet.
Durch die Ausprägung 7 wird an der Unterseite 9 des Kellenblattes 2 ein entsprechend geformter Tunnel 10 geschaffen, in den ein Befestigungs­ ende 11 der Angel 3 formschlüssig eingreift. Die Befestigung zwischen Angel 3 und Kellenblatt 2 erfolgt mittels Schweißung, wobei die Fuge 12 zwischen den zu verbindenden Teilen mit einer an der Unterseite 9 des Kellenblattes 2 angeordneten Schweißraupe 13 ausgefüllt ist. Gemäß zweier nicht dargestellter Ausführungsbeispiele kann die Befestigung auch mittels Lötung erfolgen, wobei das Lötmaterial die Fuge ausfüllt, oder es kann eine Widerstandsschweißung vorgesehen sein.
Vor dem Verschweißen des Befestigungsendes 11 der Angel 3 und dem Kellenblatt 2 wird an der Oberseite 14 des Befestigungsendes 11 eine Querschnittsverjüngung 15, bspw. durch Schleifbearbeitung, ausgebildet, wobei eine Stufe 16 geformt wird. Das Befestigungsende 11 erhält da­ durch eine Kontur wie in Fig. 2 mit den beiden strichpunktierten Linien 17 dargestellt. Anschließend wird das Befestigungsende 11 in den durch die Ausprägung 7 gebildeten Tunnel 10 eingelegt, wobei die gesamte Hälfte des Kegels 9 ausgefüllt wird. Dabei überragt gemäß Fig. 3 das Befestigungsende 11 mit seinem Abschnitt 18 die Unterseite 9 des Kellen­ blattes 2. Anschließend wird die Schweißraupe 13 unter Ausfüllung der Fuge 12 gelegt. Nach diesem Arbeitsgang erfolgt gemäß Fig. 4 ein Plan­ schleifen der Unterseite 9 des Kellenblattes 2, wobei der Abschnitt 18 des Befestigungsendes 11 der Angel 3 sowie überstehende Bereiche der Schweißraupe 13 abgetragen werden. Insgesamt wird ein fugenloser Be­ festigungsbereich ausgebildet, wodurch das Eindringen von Sandkörnern und dergleichen verhindert ist.
Vorzugsweise wird der Befestigungsabschnitt 11 derart in dem Tunnel 10 eingeführt, daß die Stufe 16 an den im Bereich der Ausprägung 7 aus­ gebildeten Kellenblattrand 5 angrenzt.
Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann jedoch auch vorgesehen sein, daß auf eine Querschnittsverjüngung 15 und damit auf die Ausbildung einer Stufe 16 verzichtet wird.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den An­ sprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.

Claims (5)

1. Kelle, insbesondere zum Mauern, Fugen oder dergleichen, mit einem Kellenblatt, an dem eine Angel befestigt ist, die an ihrem freien Ende ein Heft trägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kellenblatt (2) randseitig eine zu seiner Oberseite (6) erhabene Ausprägung (7) aufweist, die von dem Befestigungsende (11) der Angel (3) formschlüssig untergriffen ist.
2. Kelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausprägung (7) etwa die Mantelfläche (8) eines längsgeteilten Kegels (9) aufweist.
3. Kelle nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Fuge (12) zwischen Angel (3) und Aus­ prägung (7) durch eine mit der Unterseite (9) des Kellenblattes (2) plan­ geschliffene Schweißraupe ( 13) ausgefüllt ist.
4. Kelle nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Angel (3) eine die Ausprägung (7) unter­ greifende Querschnittsverjüngung (15) aufweist.
5. Kelle nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Querschnittsverjüngung (15) eine Stufe (16) ausbildet, die an den im Bereich der Ausprägung (7) gelegenen Kellenblattrand (5) angrenzt.
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EP1975336A1 (de) * 2007-03-27 2008-10-01 Hans Christian Holst-Hansen Mauerkelle
EP4108852A1 (de) 2021-06-23 2022-12-28 Nela GmbH Langlebige glättekelle

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FR383394A (fr) * 1907-10-29 1908-03-06 Jean Antioche Cuisinier Truelle emboutie pour emmanchage de la poignée
US1212826A (en) * 1916-08-01 1917-01-16 Henry Disston & Sons Inc Trowel.

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WO2023274571A1 (de) * 2021-06-23 2023-01-05 Nela Gmbh Langlebige glättekelle

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