DE368202C - Verfahren zum Hellfaerben und Veredeln von Tabak - Google Patents

Verfahren zum Hellfaerben und Veredeln von Tabak

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DE368202C
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    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/28Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances
    • A24B15/287Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances by inorganic substances only
    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

  • Verfahren zum Hellfärben und Veredeln von Tabak. Es ist bereits versucht worden, dunkle und unansehnliche Tabakarten in die hellere, begehrtere Färbung zu verwandeln, indem die Tabake mit Kurkuma und ähnlichen Farbstoffen behandelt wurden.
  • Derartige Erzeugnisse entsprachen nicht den Anforderungen des Rauchers, weil einerseits der Farbstoff auf das Blatt aufgelagert war und beim Verrauchen Rückstände und Verbrennungsprodukte bildete, die den Geschmack und Geruch beeinträchtigten. Auch blieb bei diesen Verfahren der ursprüngliche Nikotingehalt unverändert erhalten, was z. B. für Pfeifentabake sehr unerwünscht war.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das Nikotin dem Tabak durch Behandlung entweder mit Säuren oder mit Alkalien oder lediglich durch Wasser zu entziehen. Diese Verfahren waren recht umständlich, gingen auf die Entnikotinisierung von starken Tabaken und die Gewinnung von Nikotinlaugen aus und vermochten eine Veredelung des Tabaks insofern nicht herbeizuführen, als sie eine Hellerfärbung und eine Brauchbarmachung von schimmeligem, dachbrandigem oder sonst unbrauchbarem Tabak nicht zu erzielen gestatten. Bei den Vorschlägen, die Bleichung der Tabakblätter durch eine Wasserstoffsuperoxydlösung zu bewirkenwar schon ein Zusatz von Salpetersäure bzw. Zitronensäure zum Wasserstoffsuperoxyd vorgeschlagen worden. Diese Säuren dienten hier aber nur als Katalysatoren, und das ganze Rezept wirkte sehr langsam.
  • Die Erfindung besteht in einem neuen Verfahren zum Hellerfärben und Veredeln des Tabaks, durch welches eine Hellerfärbung erzielt wird, die vollständig gleichmäßig sich über das ganze Blatt verteilt, wobei auch der Nikotingehalt des Tabaks verringert wird. Selbst Flecken werden bei dem neuen Verfahren ausgeglichen. Die Glimmfähigkeit wird durch das neue Verfahren im allgemeinen erhöht, so daß auch ganz minderwertige Tabake, z. B. Veilchentabak (Pfälzer), ferner zu wenig oder zu stark fermentierte Tabake oder auch Tabake mit Dachbrand und verschimmelte Tabake verwertbar werden. Das neue Verfahren hat den Vorteil einer ganz kurzen Behandlungsdauer.
  • Es besteht darin, däß die Rohtabakblätter ohne besondere Vorbereitung in eine Salpetersäurelösung von geeigneter Stärke und geeigneter Temperatur gebracht werden. In dieser Lösung entfärbt sich der Tabak innerhalb zweier Minuten. Hierauf wird er aus der Lösung herausgenommen, abgepreßt und etwa 5 Minuten in fließendem Wasser gespült. Dann bringt man denk, um die gegebenenfalls Tabak, durch die Säurebehandlung verlorengegangenen Mineralsalze zu ergänzen, in eine Pottaschelösung von geeigneter Stärke und läßt ihn etwa ro bis 15 Minuten in dieser Lösung, worauf er wieder mit Wasser abgespült und zum Trocknen aufgehängt wird. Er ist dann zur weiteren Verarbeitung fertig.
  • Die Nachbehandlung mit Pottasche hat folgenden Zweck Durch die Vorbehandlung mit Salpetersäure werden die in dieser Säure löslichen Salze des Tabakblattes, wie Kaliumkarbonat, Kaliumchlorid, zitronensaurer, apfel- oder oxalsaurer Kalk usw., zum Teil gelöst. Hierdurch wird die Glimmfähigkeit und Brennbarkeit des Tabaks heruntergedrückt. Trotz der Nachbehandlung mit Wasser bleiben infolge der Aufsaugungsfähigkeit der Tabakblattsubstanz noch Spuren der Salpetersäure im Blatt zurück. Diese Säurespuren werden durch das Einlegen des Tabaks in Pottaschelösung neutralisiert. Da ein Überschuß an Pottasche vorhanden ist, so wird dieser Überschuß ebenfalls von der Blattsubstanz zum Teil festgehalten und kann auch nur zum Teil wieder durch die nachherige Wasserspülung entfernt werden. Da die Brennbarkeit und Glimmfähigkeit des Tabaks hauptsächlich auf Kalisalzen beruht, so tritt durch die Nachbehandlung mit Pottasche infolge der verbliebenen Salpetersäurereste und des Adhäsionsvermögens der Blattsubstanz eine Kalisalzbereicherung auf, die durch die frühere Salpetersäurebehandlung verlorengegangen war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Hellfärben und Veredeln von Tabak, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabak in einer erwärmten Salpetersäurelösung gebadet, dann in Wasser gewaschen und hierauf in einer Pottaschelösung gebadet und wieder gewaschen wird.
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