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Die vorliegende Erfindung betrifft die Auftrennung einer aus Partikeln
bestehenden Substanz in flüssiger Dispersion durch
Sedimentierung, so daß man mindestens zwei Fraktionen mit einer aus Partikeln
bestehenden Substanz mit verschiedenen Dichten erhält, und die
Gewinnung von mindestens einer solchen Fraktion. Die Sedimentierung
kann durch Gravitation oder durch Zentrifugieren induziert werden,
und die flüssige Dispersion, die gemäß der vorliegenden Erfindung
aufgetrennt werden soll, kann eine Suspension oder Emulsion sein.
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Die vorliegende Erfindung ist auf eine Vielzahl von Zwecken wie
diagnostische, analytische und präparative Vorgänge anwendbar;
typische Anwendungen sind die Abtrennung von Leukozyten aus
originärem Blut, das Aufspalten einer gewonnenen Leukozytenfraktion in
B- und T-Zellen, Abtrennung eines in-vitro hergestellten
Antigen/Antikörper-Komplexes in einer Reaktionsmischung von anderen
aus Partikeln bestehenden Substanzen, Auftrennung von
Lipoproteinen, Auftrennung von Markzellen und dergleichen.
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Für bestimmte Zentrifugierungsverfahren werden üblicherweise
reagenzglasähnliche Gefäße benutzt, die so ausgelegt sind, daß sie in
der Lage sind, den während des Zentrifugierens vorherrschenden
hohen Belastungen zu widerstehen. Bei einem solchen Gefäß ist die
Grenzfläche zwischen den aus dem Zentrifugieren resultierenden
Schichten ein labiles Gebilde und dementsprechend muß besondere
Sorgfalt aufgewendet werden, um ein Rückvermischen der Fraktionen
zu verhindern. Dies wiederum ruft Probleme bei der Trennung der
Fraktionen voneinander mit der Folge hervor, daß eine solche
Trennung ein umständlicher und langsamer Vorgang ist. Dementsprechend
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Verfahren und Mittel für die Auftrennung einer aus Partikeln
bestehenden Substanz in flüssiger Dispersion zu schaffen, die frei
von den Nachteilen des Standes der Technik sind.
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Die WO-A 8400313 offenbart eine Zentrifugierröhre mit zwei
Abschnitten, die durch eine Verengung in der Röhre getrennt sind.
Nach dem Zentrifugieren kann das Vermischen der Fraktionen in den
beiden Abschnitten verhindert werden, indem man die Röhre an der
Verengung verschließt oder abbricht und die getrennten Bereiche
abgedichtet verschließt.
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Ahnlich offenbart die US-A-3 750 645 eine Zentrifugierröhre für
die Trennung von Serum oder Plasma von den Zellen im Blut. Diese
Röhre wird durch eine Verengung in der Röhre in zwei Abschnitte
unterteilt. Nach dem Zentrifugieren wird das Vermischen der
Fraktionen in den zwei Abschnitten verhindert, indem die Röhre an der
Verengung abgebrochen und der Abschnitt, der nur Serum oder Plasma
enthält, verschlossen wird.
Kurze Beschreibung der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Auftrennung
durch Sedimentierung einer aus Partikeln bestehenden Substanz,
welche mindestens zwei Fraktionen in flüssiger Dispersion enthält,
ermöglicht, welches das Zur-Verfügung-Stellen eines röhrenförmigen
Gefäßes, welches mindestens zwei zueinander ausgerichtete
Abschnitte umfaßt, die durch mindestens eine Öffnung miteinander in
Verbindung stehen, mit einem ersten äußersten Abschnitt mit einem
abgeschlossenen Boden und einem zweiten äußersten Abschnitt mit
einem offenen oberen Ende, das Einfüllen der flüssigen Dispersion
in das Gefäß, das einer Zentrifugierung Unterziehen des befüllten
Gefäßes, ausreichend, um die aus Partikeln bestehenden Substanzen
zu trennen, so daß mindestens eine Fraktion davon in den ersten
äußersten Abschnitt wandert, und das Dekantieren einer flüssigen
Fraktion mit einer aus Partikeln bestehenden Substanz aus dem
zweiten äußersten Abschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Öffnung von einer Größe gewählt wird, die hinreichend ist, um jede
wesentliche Wanderung einer aus Partikeln bestehenden Substanz
durch sie hindurch unter normalen Schwerkraftbedingungen zu
verhindern.
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Die Öffnung kann von der Form einer Bohrung oder eines Lochs oder
einer Vielzahl von Bohrungen und/oder Löchern sein und deren
Durchmesser ist nicht kritisch und hängt, unter anderem, von der Länge
des Loches/der Löcher oder der Bohrung/der Bohrungen und der Art
der aus Partikeln bestehenden Substanz ab, die aufgetrennt werden
soll. Vorzugsweise sollte der Durchmesser nicht 10 mm überschreiten
und Öffnungen mit einem Durchmesser von nicht mehr als 5 mm sind
besonders bevorzugt und die Öffnungen können wesentlich enger sein,
zum Beispiel nach Art einer Kapillare.
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Während des Dekantierens der Flüssigkeit aus dem zweiten äußersten
Abschnitt kann das gesamte Gefäß ohne die Gefahr einer
Rückvermischung umgedreht werden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wird mittels einer durch
Zentrifugieren induzierten Sedimentierung durchgeführt.
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Wenn gewünscht kann das Verfahren gemäß der Erfindung mit einer
Dichteeinstellung vor dem Zentrifugieren durchgeführt werden, wie
dies für sich genommen bekannt ist, zum Beispiel durch das Zufügen
eines gelösten Stoffs oder einer Arbeitsflüssigkeit mit
vorgewählter Dichte. Wenn eine Arbeitsflüssigkeit verwendet wird, kann
diese eine gleichförmige Dichte in einem Bereich zwischen den
Dichten der Fraktionen mit Partikeln bestehenden Substanzen, in die
aufgetrennt werden soll, haben, oder einen Dichtegradienten, was
ebenfalls für sich genommen bekannt ist.
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Wenn gemäß der Erfindung nur zwei aus Partikeln bestehende
Fraktionen voneinander zu trennen sind und nur die leichtere Fraktion
gewonnen werden soll, wie zum Beispiel in vielen Fällen der
Blutdiagnostik, wo nur die Leukozyten, welche die leichtere Fraktion
bilden, gewonnen werden müssen, kann das Gefäß als eine einzige
Einwegeinheit ausgeführt werden, die nur zwei Abschnitte umfaßt
und die nach der Gewinnung der oberen Fraktion, wie beschrieben,
weggeworfen werden kann. Wenn andererseits die dispergierte, aus
Partikeln bestehende Substanz in zwei oder mehr Fraktionen mit
verschiedenen Dichten fraktioniert werden soll, von denen jede
separat gewonnen werden soll, wird das Gefäß so ausgelegt, daß
nach dem Zentrifugieren der Inhalt jedes Abschnitts separat
gewonnen werden kann. Wenn das Gefäß nur zwei Abschnitte umfaßt, kann
der untere Bereich des ersten äußersten Abschnitts entfernbar
sein, und nach Abschluß der Zentrifugierung wird der Inhalt des
zweiten äußersten Abschnitts durch Dekantieren wie beschrieben
gewonnen, und der Inhalt des ersten äußersten Abschnitts wird durch
das Entfernen des unteren Teils und Ablassen gewonnen.
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Als Alternative und wenn die dispergierte, aus Partikeln bestehende
Substanz in mehr als zwei Fraktionen aufgetrennt werden soll und
das Gefäß dementsprechend mehr als zwei Abschnitte umfaßt, kann
das Gefäß von der Art einer zerlegbaren Einheit sein, welche zwei
oder mehr Bestandteile umfaßt, von denen jeder einem Abschnitt
entspricht, und nach Abschluß des Zentrifugiervorgangs wird das
Gefäßzerlegt und der Inhalt jedes Abschnitts separat gewonnen.
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Es wird ein röhrenförmiges Zentrifugiergefäß offenbart, um ein
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung durchzuführen, welches
mindestens zwei ausgerichtete Abschnitte umfaßt, wobei jeweils zwei
benachbarte Abschnitte durch mindestens eine Öffnung miteinander
in Verbindung stehen, welches einen ersten äußersten Abschnitt mit
einem verschlossenen Boden und einen zweiten äußersten Abschnitt
mit einem offenen Ende aufweist, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß diese eine Öffnung eine Größe hat, die ausreichend ist,
um bei der Benutzung jede wesentliche Wanderung einer aus Partikeln
bestehenden Substanz durch diese hindurch unter normalen
Schwerkraftbedingungen zu verhindern.
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Vorzugsweise sollte der Durchmesser der Öffnungen 10 mm nicht
überschreiten, und insbesondere bevorzugt sind Gefäße, wie oben
beschrieben, bei welchen der Durchmesser der Öffnungen 5 mm nicht
überschreitet.
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Das offenbarte Gefäß kann von der Art einer Einwegeinheit mit
zwei Abschnitten sein.
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Bei einem offenbarten Gefäß ist der Boden des ersten äußersten
Abschnitts mit Hilfe eines entfernbaren Bodenstücks verschlossen.
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Bei einem weiteren offenbarten Gefäß kann das Gefäß zerlegt werden
und umfaßt röhrenförmige Bestandteile, welche jeweils einem
Abschnitt des zusammengesetzten Gefäßes entsprechen, wobei jeweils
zwei benachbarte Teile für ein enges Ineinandergreifen ausgebildet
sind, indem ein nach unten vorstehender Stutzenabschnitt einer
Einheit dafür ausgebildet ist, durch ein offenes Ende der anderen
Einheit mit festem Sitz aufgenommen zu werden.
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Die Öffnungen, durch welche zwei benachbarte Einheiten in einem
offenbarten Gefäß miteinander in Verbindung stehen, können durch
eine durchbohrte Trennwand hergestellt werden, durch die zwei
benachbarte Abschnitte voneinander getrennt sind. Alternativ hierzu
ist es auch möglich, ein poröses Material zu verwenden.
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In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung mit Bezug auf
Sedimentierung beschrieben, die durch Zentrifugieren induziert
wird, wobei sie selbstverständlich nicht darauf beschränkt ist und
auch auf Sedimentierung durch Gravitation anwendbar ist.
Beschreibung der Zeichnungen
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Die Erfindung wird, lediglich beispielhaft, in den beigefügten
Zeichnungen erläutert, in denen:
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Fig. 1 eine Methode zur Separierung durch Zentrifugieren nach dem
Stand der Technik zeigt,
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Fig. 2 eine Methode zur Separierung durch Zentrifugieren gemäß
der Erfindung zeigt, und
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Fig. 3 bis 6 verschiedene Ausgestaltungen von Zentrifugiergefäßen
zur Anwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigen.
Beschreibung des Standes der Technik
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Die Methode zur Separierung durch Zentrifugieren nach dem Stand
der Technik, die in Fig. 1 gezeigt ist, betrifft die Auftrennung
von Blut zur Separierung von Leukozyten und Erythrozyten
voneinander und die Gewinnung der Leukozyten.
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Wie gezeigt wird eine Zentrifugierröhre 1 mit einer
Polysaccharidlösung 2 befüllt, die der Einregelung der Dichte dient, und ein
Anteil Blut 3 wird dann oben auf die Polysaccharidlösung 2
gefüllt. Während der Befüllung muß Sorge getragen werden, daß das
Blut 3 und die Polysaccharidlösung 2 ohne eine unzulässige
Vermischung, welche die Effizienz der Auftrennung beeinträchtigen
könnte, übereinandergeschichtet bleiben. Auf das Zentrifugieren hin
bildet sich in der Substanz innerhalb des Gefäßes 1 eine Schichtung
aus, wobei ein unterer Klumpen 4 aus Erythrozyten, eine
dazwischen liegende Flüssigkeitssäule 5, die aus Polysaccharidlösung
besteht, und eine obere Flüssigkeitssäule 6, welche hauptsächlich
aus Plasma besteht, wobei eine Ansammlung von Leukozyten 7 nahe der
Grenzfläche zu Säule 5 schwebt, ausgebildet werden. Zur Gewinnung
der Leukozyten 7 muß die obere Flüssigkeitssäule 6 sehr vorsichtig
mit einer Pipette 8 abgesaugt werden und in ein anderes Gefäß 9
übertragen werden. Der Vorgang des Absaugens muß sehr sorgfältig
geschehen, um eine Rückvermischung mit den Erythozyten in dem
Klumpen 4 zu vermeiden. Deswegen ist die Separierung der oberen
Flüssigkeitssäule 6, 7 ein umständlicher Vorgang und kann nicht
vollständig ausgeführt werden.
Beschreibung bevorzugter Ausgestaltungen
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Die Separierung durch Zentrifugieren gemäß der Erfindung, welche
schematisch in Fig. 2 gezeigt ist, betrifft auch die Auftrennung
von Blut in Leukozyten und Erythrozyten mit Hilfe einer
Dichteeinstellung mittels einer Polysaccharidlösung. Wie gezeigt wird ein
röhrenförmiges Gefäß 10, welches einen unteren Abschnitt 11 und
einen oberen Abschnitt 12 umfaßt, die voneinander durch eine
Trennwand in Form eines zweifach konkaven Blocks 13 mit einer zentralen
Kapillarbohrung 14 getrennt sind, mit einer Polysaccharidlösung 15
so befüllt, daß die Lösung das obere Ende der Kapillarbohrung 14
erreicht. Danach wird das Gefäß 10 mit einem Anteil Blut 16
befüllt, das in den oberen Abschnitt 12 gegossen wird. Während dieses
Füllvorgangs muß keine besondere Vorsicht aufgewendet werden, weil
der Block 13 mit der Kapillarbohrung 14 jede signifikante
Vermischung der Säule der Lösung 15 und dem Blutanteil 16 verhindert.
Auf das Zentrifugieren hin schichtet sich die Substanz innerhalb
des Gefäßes 10 zu einem zuunterst liegenden Klumpen aus
Erythrozyten 17 mit einer kleinen Säule 18 aus Polyssacharidlösung darauf,
einer dazwischenliegenden Abschnitt 19 aus Polysacheridlösung,
einem oberen Abschnitt 20 aus Plasma mit einer Ansammlung von
Leukozyten 21, die darin nahe der Grenzfläche mit der Säule 19
schweben. Zur Gewinnung der Leukozyten 21 wird der gesamte Inhalt
des oberen Abschnitts 12 in ein anderes Gefäß 22 durch Dekantieren,
wie auf der rechten Seite der Fig. 2 gezeigt, geschüttet. Während
des Dekantierens gewährleistet die Kapillarbohrung 14, daß nichts
von dem Klumpen aus Erythrozyten 17 aus dem Abschnitt 11 entweicht,
wodurch jede Rückvermischung der Erythrozyten und der Leukozyten
verhindert wird.
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Es wird davon ausgegangen, daß die Erythrozyten bei diesem
speziellen Vorgang nicht benötigt werden, dementsprechend ist das
Gefäß 10 als eine Einwegeinheit ausgeführt, die weggeworfen wird,
nachdem der Inhalt des oberen Abschnitts 12 wie beschrieben in das
Gefäß 22 geschüttet worden ist.
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Das Sedimentierungsgefäß, das bei der Methode zur Separierung
durch Zentrifugieren nach Fig. 2 verwendet wird, ist noch einmal
in Fig. 3 gezeigt, wobei dieselben Bezugsziffern wie in Fig. 2
verwendet werden. Wie gezeigt umfaßt das Gefäß 10 einen unteren
Abschnitt 11 und einen oberen Abschnitt 12, welche voneinander
durch einen zweifach konkaven Block 13 mit einer zentralen
Kapillarbohrung 14 getrennt sind, durch welche die Abschnitte 11 und
12 miteinander verbunden sind. Der Durchmesser der Bohrung 14
sollte 5 mm nicht überschreiten, während ihre Länge nicht
entscheidend ist. Die zweifach konkave Ausführung des Blocks 13
gewährleistet, daß keine Lufttaschen in dem unteren Abschnitt 11
gebildet werden und daß im oberen Abschnitt eine Senke für die
vollständige Drainage der dichteren Fraktion zu der Bohrung 14 hin
während des Zentrifugierens gebildet wird. Das Gefäß der Fig. 3
ist als Einwegartikel ausgelegt.
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Die Ausgestaltung des Gefäßes, die in Fig. 4 gezeigt ist, ist für
wiederholte Benutzung ausgelegt und ermöglicht die separate
Gewinnung sowohl der oberen als auch der unteren Fraktion. Wie gezeigt
ist die Ausführung des Gefäßes 23 im wesentlichen ähnlich zu der
der Fig. 3. Es umfaßt einen unteren Abschnitt 24 und einen oberen
Abschnitt 25, die voneinander durch eine Trennwand in Form eines
zweifach konkaven Blocks 26 mit einer zentralen Kapillarbohrung 27
getrennt sind.
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Der untere Abschnitt 24 ist mit einem entfernbaren Bodenstück 28
ausgebildet, welches eine ringsum laufende Aussparung 29 aufweist,
die geeignet ist, einen nach unten vorstehenden Stutzenabschnitt
30 des Hauptteils des Gefäßes 23 mit fester Passung aufzunehmen.
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Die Ausgestaltung der Fig. 4 wird verwendet, wenn zwei
Sedimentierungsfraktionen jeweils gewonnen werden sollen. Dementsprechend
wird nach dem Zentrifugieren der Inhalt des oberen Abschnitts 25
durch Dekantieren ähnlich wie in Fig. 2 gezeigt entfernt und
danach wird das Bodenstück 28 entfernt, worauf der Inhalt des
anderen Abschnitts 24 abgelassen wird.
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Die Ausgestaltung der Fig. 5 ist wieder für mehrfache Verwendung
ausgelegt und umfaßt zwei Bestandteile, welche jeweils einem
Abschnitt des Gefäßes entsprechen. Wie gezeigt umfaßt das Gefäß 31
eine untere Einheit 32 und eine obere Einheit 33. Die untere
Einheit 32 hat einen oberen Bereich 34 mit einem offenen Ende, während
die obere Einheit 33 einen nach unten vorstehenden Stutzenabschnitt
35 besitzt, der mit einer Kapillarbohrung 36 ausgestattet und dafür
ausgelegt ist, mit fester Passung durch den oberen Endbereich 34
der unteren Einheit 32 aufgenommen zu werden. Der Stutzenabschnitt
35 bildet auch den Block, der die Einheiten 32 und 33 voneinander
trennt und ähnlich wie bei der Ausgestaltung der Fig. 4 hat er
eine doppelt konkave Form.
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Die Ausgestaltung der Fig. 5 wird ebenfalls verwendet, wenn zwei
Fraktionen jeweils gewonnen werden sollen. Dementsprechend wird
nach dem Zentrifugieren der Inhalt der oberen Einheit 33 durch
Dekantieren in ähnlicher Weise wie in Fig. 2 gezeigt entfernt.
Wenn das Dekantieren abgeschlossen ist, wird die obere Einheit 33
entfernt, wodurch die Fraktion, die sich in der unteren Kammer 32
angesammelt hat, zugänglich wird.
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Die Ausgestaltung des in Fig. 6 gezeigten Zentrifugiergefäßes 37
umfaßt drei Bestandteile 38, 39 und 40. Die unterste Einheit weist
eine ähnliche Ausgestaltung wie die Einheit 32 in Fig. 5 auf und
umfaßt einen oberen offenen Endbereich 41. Die dazwischenliegende
Einheit 39 umfaßt einen nach unten vorstehenden Stutzenabschnitt
42 mit einer zentralen Kapillarbohrung 43 und einer zweifach
konkaven Form ähnlich wie bei dem Stutzen 35 der Fig. 5. Die
dazwischenliegende
Einheit 39 umfaßt weiterhin einen oberen offenen
Endbereich 44 und die obere Einheit 40 umfaßt einen nach unten
vorstehenden zweifach konkaven Stutzenabschnitt 45, der mit einer
zentralen Kapillarbohrung 46 ausgestattet ist.
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Im zusammengesetzten Zustand wird der Stutzenabschnitt 42 der
Zwischeneinheit 39 mit fester Passung durch den offenen Endbereich 41
der unteren Einheit 38 aufgenommen und ebenso wird der nach unten
vorstehende Stutzen 45 der obersten Einheit 40 mit fester Passung
durch den offenen Endbereich 44 der Zwischeneinheit 39 aufgenommen.
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Die Ausgestaltung der Fig. 6 wird für die getrennte Gewinnung von
drei Fraktionen benutzt: nach der Separierung der obersten Fraktion
in Einheit 40 durch Dekantieren wird die Einheit 40 entfernt und
die dazwischenliegende Fraktion, die sich in der Einheit 39
angesammelt hat, wird wiederum durch Dekantieren abgetrennt, worauf
diese Einheit ebenfalls entfernt wird und die dritte, unterste
Fraktion in der Einheit 38 zugänglich zurückbleibt.
Arbeitsbeispiele
Beispiel 1
Abtrennen von mononuklearen Zellen aus Blut
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1,3 mm einer wässrigen Polysaccharidlösung (d = 1,077), die unter
dem Warenzeichen Histopaque von der Sigma Chemical Co. in St.
Louis, Mo., USA, erhältlich ist, werden in den unteren Abschnitt 11
eines Gefäßes nach Fig. 3 gegossen, so daß der obere Meniskus
der Flüssigkeit sich am oberen Ende der Bohrung 14 befindet.
2,0 ml Blut werden in die obere Kammer des Gefäßes gegossen, ohne
daß spezielle Vorkehrungen nötig wären, um das Vermischen des Bluts
mit der Polysacharidlösung zu verhindern; eine solche Vermischung
wird im wesentlichen durch die spezielle Ausgestaltung des Gefäßes
verhindert. Das Gefäß samt seinem Inhalt wird dann bei 750 xg für
eine Dauer von zwanzig Minuten zentrifugiert. Nach dem
Zentrifugieren enthält der obere Abschnitt 12 drei Schichten, eine obere
Schicht aus Plasma, eine weiße Zwischenschicht, die die
mononuklearen Zellen enthält und eine untere Schicht, welche die
Polysaccharidlösung enthält. Der untere Abschnitt 11 enthält eine
Schicht aus Polysacharidlösung und am Boden einen Klumpen aus
roten Blutzellen. Der gesamte Inhalt des oberen Abschnitts 12 wird
in ein anderes Gefäß geschüttet, wobei keine besonderen
Vorkehrungen notwendig sind, da jede derartige Rückvermischung
automatisch durch den Block 13 und die Kapillarbohrung 14 verhindert
wird. Eine Phosphatpufferlösung (PPL) wird zu der Suspension aus
mononuklearen Zellen, die aus dem oberen Abschnitt 12 gewonnen
wurde, hinzugefügt, diese Suspension wird dann wie erforderlich
verarbeitet.
Beispiel 2:
Demonstration des verbesserten Wirkungsgrades der Separierung
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Die Verbesserung des Wirkungsgrades der Separierung gemäß der
Erfindung wurde wie folgt demonstriert: 59 Blutproben wurden
parallel verarbeitet, wobei jeweils das Verfahren nach dem Stand der
Technik, wie in Fig. 1 dargestellt, und das Verfahren gemäß der
Erfindung, wie es in Fig. 2 dargestellt und in Beispiel 1
beschrieben wurde, verwendet wurde. Der Proteingehalt der
resultierenden Suspension mononuklearer Zellen wurde nach der Methode von
Lowry bestimmt. Das Ergebnis dieser Vergleichsstudie ist in der
nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt:
Verfahren Zahl der Proben Ausbeute* Faktor des Wirkungsgrades Verfahren nach dem Stand der Technik Verfahren nach der Erfindung * mg Protein in einer Suspension mononuklearer Zellen, die aus 1,0 ml Blut gewonnen wurde (im Mittel) ** per Definition
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Die Vorteile, die gemäß der Erfindung erreichbar sind, können kurz
wie folgt zusammengefaßt werden:
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i) Befüllen im Fall einer Dichteeinstellung mit Hilfe von Lösungen:
während gemäß dem Stand der Technik die Befüllung sehr sorgfältig
erfolgen muß, um bei Beginn eine Vermischung der Probe mit der
Lösung zur Dichteeinstellung zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung
eine solche Vermischung im wesentlichen verhindert und
dementsprechend müssen keine Vorsichtsmaßnahmen während des Probenehmens
getroffen werden.
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ii) Entfernung einer oberen Fraktion: während nach dem Stand der
Technik nachfolgend auf die Sedimentierung eine obere Fraktion nur
durch Absaugen entfernt werden kann und spezielle Vorsicht darauf
verwendet muß, jede Rückvermischung zu vermeiden, wird gemäß der
Erfindung eine obere Fraktion aus dem oberen Abschnitt durch
Dekantieren ausgegossen und jede Rückvermischung wird inhärent
vermieden.
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iii) Handhabung des Gefäßes nach der Sedimentierung: während gemäß
dem Stand der Technik die Handhabung der Sedimentierungsröhre nach
der Sedimentierung eingeschränkt ist und nur mit größter Vorsicht
geschehen sollte, gibt es keine Beschränkungen für die Handhabung
des Sedimentierungsgefäßes gemäß der vorliegenden Erfindung.
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iv) Simultaner Betrieb: während nach dem Stand der Technik ein
Laborant nur eine Sedimentierungsröhre gleichzeitig handhaben
kann, mit der Konsequenz, daß das Gewinnen oberer Fraktionen aus
einer Mehrzahl von Sedimentierungsröhren nur sequentiell erfolgen
kann, können gemäß der Erfindung eine Vielzahl von
Sedimentierungsgefäßen gleichzeitig gehandhabt werden, zum Beispiel, indem man
sie in ein Gestell setzt und das Gestell umdreht, so daß
gleichzeitig der Inhalt von allen oberen Abschnitten ausgegossen wird.
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v) Wirkungsgrad: während gemäß dem Stand der Technik die Ausbeute
bei der Gewinnung von oberen Fraktionen wegen der Gefahr der
Rückvermischung während des Absaugens inhärent unvollständig ist, kann
gemäß der vorliegenden Erfindung eine obere Fraktion vollständig
ohne jede Gefahr einer Rückvermischung gewonnen werden, wodurch der
Wirkungsgrad der Separierung um 20 bis 25% erhöht wird.