DE3700930A1 - Verfahren und vorrichtung zum stapeln und portionieren von gefalzten oder ungefalzten zuschnitten aus papier, zellstoff, vliesstoff oder dgl. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum stapeln und portionieren von gefalzten oder ungefalzten zuschnitten aus papier, zellstoff, vliesstoff oder dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Stapeln und Portionieren von gefalzten oder ungefalzten Zu
schnitten aus Papier, Zellstoff, Vliesstoff oder dgl.,
vorzugsweise Papierservietten, die von einer Rolle abgetrennt
und einem Bearbeitungsprozeß unterzogen werden, der durch
Übergabe der Zuschnitte an einen mit Greifern versehenen Aus
legezylinder beendet ist, wobei die Zuschnitte anschließend
einer Fächerscheibe zugeführt werden, mit der die Zuschnitte
flach liegend gestapelt und gezählt werden, bevor sie stapel
weise einer nachgeschalteten Verpackungsmaschine aufgegeben
werden.
Vorrichtungen der voranstehend beschriebenen Art sind bei
Rotations-, Falz- und Schneidemaschinen bekannt, um die hier
bei anfallenden Erzeugnisse selbsttätig zu stapeln und einer
nachgeschalteten Verpackungsmaschine zuzuführen. Bei den Pro
dukten handelt es sich hierbei beispielsweise um ggf. ge
prägte oder bedruckte Servietten, Handtücher aus Papier,
Zellstoff oder Vliesstoff oder Vielzwecktücher, wobei diese
Produkte entweder ein oder mehrfach gefaltet oder auch unge
faltet sein können.
Da die meisten Verpackungsmaschinen für kleine Packungsgrößen
ausschließlich liegende Materialien verarbeiten, wogegen die
Rotations-, Falz- und Schneidemaschinen ihre Produkte in der
Regel stehend auslegen, besteht bei den bekannten Verfahren
und Vorrichtungen die Notwendigkeit, die entstehenden Pro
dukte oder Produktstapel umzulegen, sobald sie den Auslege
zylinder der Herstellungsmaschine verlassen haben.
Hierbei ist es bekannt, die sich hinter dem Auslegezylinder
stehend ansammelnden Zuschnitte in der jeweils gewünschten
Menge zu erfassen und um 90° umzulegen oder die liegenden Zu
schnitte zwischen zwei Transportbänder einzuführen, mit deren
Hilfe sie gegen einen von zwei abwechselnd wirksam werdenden
Anschlägen geführt werden, so daß sich an dieser Stelle
Stapel bilden, die anschließend durch Stößel nach unten abge
führt und der nachgeschalteten Verpackungsmaschine zugeführt
werden.
Es ist weiterhin bekannt, dem Auslegezylinder einer Rota
tions-, Falz- oder Schneidemaschine über zwischengeschaltete
Transporteinrichtungen zwei Fächerscheiben nachzuschalten,
denen die vom Auslegezylinder abgegebenen Zuschnitte mit
Hilfe einer Weiche abwechselnd zugeführt werden. Die Zu
schnitte werden in die Schlitze dieser Fächerscheiben geführt
und mit Hilfe dieser Fächerscheiben gestapelt. Infolge der
langen Transportwege nach der Auslegescheibe mittels Band
systemen und durch die Verwendung einer Weiche ist es unmög
lich, die Zuschnitte zwangszuführen, so daß sich diese bis zu
ihrem Eintreffen an der jeweiligen Fächerscheibe in Längs
oder Querrichtung versetzen oder verkanten können und deshalb
Anlaß zu Störungen beim Einlauf in die Fächerscheiben geben.
Außerdem ist die Leistung dieser bekannten Vorrichtung be
grenzt.
Ausgehend von einer Vorrichtung der voranstehend be
schriebenen Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die bei geringem
Konstruktionsaufwand eine exakte Stapelung der Zuschnitte mit
hoher Stapelleistung gestatten.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch das erfindungsgemäße
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschnitte vom
Auslegezylinder unmittelbar in einen Schlitz der Fächer
scheibe eingeführt und mittels der sich drehenden Fächer
scheibe gegen einen senkrechten, unterhalb der Fächerscheibe
angeordneten Anschlag geführt werden und daß die sich am An
schlag bildenden Zuschnittstapel jeweils auf einen von zwei
Tragrechen abgelegt werden, die abwechselnd nach Erreichen
der jeweils gewünschten Anzahl der einen Stapel bildenden Zu
schnitte von einer Seite her in den Stapelbereich eingeführt
und mit den aufliegenden Zuschnitten in eine untere Position
abgesenkt werden, in der der fertige Stapel durch eine
Transportvorrichtung vom Anschlag abgezogen und der nachge
schalteten Verpackungsmaschine zugeführt wird.
Gemäß weiteren Merkmalen des erfindungsgemäßen Verfahrens
läuft die mit einem gegenüber dem Durchmesser des Auslege
zylinders größeren Durchmesser ausgeführte Fächerscheibe
langsamer um als der Auslegezylinder; außerdem ist die Zahl
der jeweils einen Stapel bildenden Zuschnitte beliebig wähl
bar.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ergibt sich bei einer
Vorrichtung zur Herstellung von Papierservietten eine Lei
stungssteigerung von 25000 auf 45000 Stück pro Stunde, da
auch bei voller Leistung der vorgeschalteten Maschine eine
einwandfreie Stapelung und Abführung der gestapelten Zu
schnitte erfolgt. Die vom Greifer des Auslegezylinders fest
gehaltenen Zuschnitte werden unmittelbar in die Schlitze der
benachbarten Fächerscheibe eingeführt, wobei die Greifer erst
dann geöffnet werden, wenn sich der Zuschnitt ausreichend
tief, beispielsweise 10 mm in den Schlitzen der Fächerscheibe
befindet. Aufgrund der geringeren Drehgeschwindigkeit der
Fächerscheibe gelangen die Zuschnitte einwandfrei bis an den
durch das Ende des Schlitzes gebildeten Anschlag, so daß sie
ihre Ausrichtung und Lage zwangsläufig beibehalten. Der
unterhalb der Fächerscheibe angeordnete Anschlag hält die in
den Schlitzen der Fächerscheibe befindlichen Zuschnitte
zurück, so daß sie bei weiterer Drehung der Fächerscheibe aus
deren Schlitzen heraustreten und einen exakt übereinanderlie
genden Stapel bilden.
Sobald die jeweilige Anzahl der einen Stapel bildenden Zu
schnitte erreicht ist, wird einer von zwei Tragrechen mit
hoher Geschwindigkeit in den Stapelbereich vorgeschoben, so
daß sich die anschließend angelieferten Zuschnitte auf diesem
Tragrechen ablegen. Der Tragrechen führt hierbei eine ge
steuerte Absenkbewegung aus, die von der Anzahl der Zuschnit
te bestimmt wird und anschließend der sich gebildete Stapel
in eine untere Position gelangt. Aus dieser Position wird der
fertige Stapel durch eine geeignete Transportvorrichtung der
nachgeschalteten Verpackungsmaschine zugeführt; während
dieses Vorganges werden die anschließend ankommenden Zu
schnitte auf dem anderen Tragrechen abgelegt, der oberhalb
des gebildeten Stapels und unterhalb der Fächerscheibe in den
Stapelbereich eingeführt worden ist und nunmehr die voran
stehend beschriebene Absenkbewegung ausführt. Durch einen ge
eigneten Zähl- und Überwachungsvorgang ist es möglich, die
jeweils gewünschte Zahl der einen Stapel bildenden Zuschnitte
einzustellen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die synchron mit dem Auslegezylinder angetriebene Fächer
scheibe durch mindestens zwei, im Abstand voneinander und
parallel zueinander angeordnete Scheiben gebildet ist, die
jeweils mit einer Mehrzahl von bogenförmigen, einander über
lappenden Schlitzen versehen sind, und daß der Anschlag durch
eine senkrechte Anschlagleiste gebildet ist, die mit ihrer
Oberseite in den Raum zwischen den Scheiben hineinragt. Hier
durch ergibt sich eine besonders einfache und zuverlässig
arbeitende Vorrichtung einerseits zur Übernahme der Zuschnit
te aus dem Auslegezylinder in die Fächerscheibe und anderer
seits zur Bildung exakter Stapel unterhalb der Fächerscheibe.
Die Führung wird unterstützt durch keilförmig beidseitig an
geordnete Führungsbleche sowie eine rückseitig angeordnete
Bürstenwalze, die den hinteren Stapelbereich begrenzt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die beiden
Tragrechen jeweils durch zwei parallel und in einem die
Breite der Anschlagleiste übersteigenden Abstand voneinander
liegende Tragstangen gebildet, die an höhenverstellbaren,
waagerecht gehaltenen Führungsstangen durch Druckmittel
zylinder in den Stapelbereich überführbar oder aus dem
Stapelbereich in eine Ruhelage zurückziehbar gelagert sind.
Auch durch diese erfindungsgemäße Weiterbildung ergibt sich
eine besonders einfache und zuverlässig arbeitende Kon
struktion, die dadurch weitergebildet werden kann, daß die
Führungsstangen jeweils an einem Kurvenscheibenantrieb mit
Parallelogramm-Gestänge oder Parallel-Geradführung angeordnet
sind und daß diese Kurvenscheiben derart seitlich nebenein
ander angeordnet sind, daß die Tragstangen des einen Trag
rechens zwischen den Tragstangen des anderen Tragrechens
liegen. Vorzugsweise ist die Achse des Kurvenscheibenan
triebs parallel zur Drehachse der Fächerscheibe angeordnet,
so daß sich eine einfache Bewegungskopplung und ein der
Breite der Fächerscheibe angepaßter Raumbedarf ergibt.
Unterhalb der Fächerscheibe ist bei einer bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung ein quer zur horizontalen Be
wegungsrichtung der Tragrechen beweglicher Schieber oder eine
parallel zur Bewegungsrichtung arbeitende Transportvorrich
tung angeordnet, der bzw. die aus einer seitlich neben oder
hinter dem in der tiefsten Stellung befindlichen Zuschnitt
stapel liegenden Ruhestellung in eine Übergabestellung über
führbar ist, in der der Zuschnittstapel auf einer Transport
vorrichtung der Verpackungsmaschine aufliegt. Mit Hilfe
dieses Schiebers oder der Transportvorrichtung können die
sich bildenden Stapel auf einfache Weise der nachgeschalteten
Verpackungsmaschine zugeführt werden.
Mit der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, die Be
wegungen der Tragrechen und des Schiebers in Abhängigkeit von
der jeweils gewählten Anzahl der zu einem Stapel zusammenge
faßten Zuschnitte zu steuern, wobei diese Steuerung vorzugs
weise durch ein synchron mit der Fächerscheibe angetriebenes
Zählrad erfolgt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Fächerscheibe und des ge
bildeten Stapels,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung,
Fig. 4 eine Stirnansicht der Vorrichtung und
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des unteren Teils
der Fächerscheibe.
Wie aus den Zeichnungen des Ausführungsbeispiels hervorgeht,
umfaßt die Vorrichtung zum Stapeln und Portionieren von ge
falzten oder ungefalzten Zuschnitten aus Papier, Zellstoff,
Vliesstoff oder dgl. einen mit Greifern 1 a versehenen Aus
legezylinder 1, der sich um eine horizontale Achse dreht und
mit jedem Greifer 1 a einen gefalzten oder ungefalzten Zu
schnitt 2 einer benachbarten Fächerscheibe 3 zuführt.
Diese beim Ausführungsbeispiel aus drei parallelen Scheiben
3 a bestehende Fächerscheibe 3 ist mit einer Mehrzahl von
bogenförmigen Schlitzen 3 b versehen, von denen drei Schlitze
in Fig. 2 eingezeichnet sind. Die anderen Schlitze 3 b sind der
besseren Übersichtlichkeit wegen in der Zeichnung weg
gelassen worden. Die Fig. 3 und 4 zeigen, daß die drei
Scheiben 3 a der Fächerscheibe 3 jeweils in Nuten des Auslege
zylinders 1 hineinragen.
Durch diese Ausbildung der unmittelbar neben dem Auslege
zylinder 1 angeordneten Fächerscheibe 3 wird sichergestellt,
daß die jeweils von einem Greifer 1 a des Auslegezylinders 1
gehaltenen Zuschnitte 2 zuverlässig in den Anfang jeweils
eines Schlitzes 3 b der Fächerscheibe 3 eingeführt werden. Zu
diesem Zweck läuft die einen gegenüber dem Durchmesser des
Auslegezylinders 1 größeren Durchmesser aufweisende Fächer
scheibe 3 langsamer um als der Auslegezylinder 1. Die Be
wegungen sind jedoch so aufeinander abgestimmt, daß die von
den drei Greifern 1 a des Auslegezylinders 1 herantranspor
tierten Zuschnitte 2 jeweils in aufeinanderfolgende Schlitze
3 b der Fächerscheibe 3 eingeführt werden. Durch die höhere
Umlaufgeschwindigkeit des Auslegezylinders 1 im Verhältnis
zur Fächerscheibe 3 werden die Zuschnitte 2, die beim Ein
tritt in einen Schlitz 3 b der Fächerscheibe 3 vom Greifer 1 a
losgelassen werden, anschließend mit ihrer vorderen Kante bis
in den Grund des bogenförmigen Schlitzes 3 b eingeschoben. Die
Zuschnitte 2 werden somit zuverlässig in den Schlitzen 3 b der
Fächerscheibe 3 gehalten, sobald sie vom Auslegezylinder 1 an
die Fächerscheibe 3 übergeben worden sind.
Wie insbesondere Fig. 2 erkennen läßt, ist unterhalb der
Fächerscheibe 3 ein Anschlag 4 angeordnet, der sich gemäß
Fig. 4 aus drei parallel zueinander verlaufenden Anschlag
leisten 4 a zusammensetzt. An diesen zwischen die drei Schei
ben 3 a der Fächerscheibe 3 hineinragenden Anschlagleisten 4 a
kommen die Zuschnitte 2 zur Anlage, wenn sich die Fächer
scheibe 3 nach der Übernahme der Zuschnitte 2 vom Auslege
zylinder 1 um einen Drehwinkel von etwa 90° weiter gedreht
hat. Es bildet sich gemäß Fig. 2 unter der Fächerscheibe 3 ein
Zuschnittstapel 2 a, der in den Fig. 1 und 4 durch strich
punktierte, sich kreuzende Linien dargestellt ist. Um die
Bildung eines exakten Zuschnittstapels 2 a sicherzustellen,
ist gemäß Fig. 1 unterhalb der Fächerscheibe 3 eine Bürsten
walze 5 angeordnet, die auf den hinteren Teil der Zuschnitte
2 einwirkt und die Zuschnitte 2 zuverlässig gegen den An
schlag 4 führt. Damit auch eine ordnungsgemäße seitliche Aus
richtung der Zuschnitte 2 bei der Übergabe derselben vom Aus
legezylinder 1 auf die Fächerscheibe 3 sichergestellt ist,
sind leicht konisch zulaufende Führungsbleche 6 vorgesehen,
die in Fig. 4 in der Stirnansicht und in Fig. 3 in der Drauf
sicht zu erkennen sind.
Der sich am Anschlag 4 bildende Zuschnittstapel 2 a wird je
weils auf einem von zwei Tragrechen 7 abgelegt, die ab
wechselnd nach Erreichen der jeweils gewünschten Anzahl der
einen Zuschnittstapel 2 a bildenden Zuschnitte 2 in eine
untere Position abgesenkt werden. In dieser unteren Position
wird der fertige Zuschnittstapel 2 a vom Anschlag 4 abgezogen
und einer nachgeschalteten, auf der Zeichnung nicht darge
stellten Verpackungsmaschine zugeführt.
Die beiden Tragrechen 7 sind jeweils durch zwei parallel von
einander liegende Tragstangen 7 a gebildet, die an waagerecht
gehaltenen Führungsstangen 7 b in horizontaler Richtung ver
schiebbar geführt sind. In Fig. 1 ist zu erkennen, daß sich
die Tragstangen 7 a des einen Tragrechens 7 unmittelbar unter
halb der Fächerscheibe 3 im Stapelbereich befinden, während
die Tragstangen 7 a des anderen Tragrechens 7 abgesenkt und
aus dem Stapelbereich herausgezogen worden sind. Die Überfüh
rung der Tragstangen 7 a zwischen den beiden Endstellungen er
folgt durch Druckmittelzylinder 8, die sowohl in Fig. 1 als
auch in Fig. 3 zu erkennen sind.
Sowohl die Führungsstangen 7 b und damit die Tragstangen 7 a
als auch die Druckmittelzylinder 8 jedes Tragrechens 7 sind
an einem Kopfstück 9 angeordnet, das beim Ausführungsbeispiel
jeweils über ein Parallelogramm-Gestänge 9 a höhenverstellbar
angeordnet ist. Die hinteren Enden des Parallelogramm-Ge
stänges 9 a sind an Lagerbolzen 9 b verschwenkbar gelagert. Die
Verschwenkung erfolgt mittels am Parallelogramm-Gestänge 9 a
angeordneter Kurvenrollen 10 a, die auf jeweils einer Kurven
scheibe 10 abrollen. Die auf einer gemeinsamen Antriebswelle
angeordneten Kurvenscheiben 10 sorgen auf diese Weise für
eine periodische Anheb- und Absenkbewegung der Kopfstücke 9
und damit der Tragrechen 7.
Sobald sich auf den Tragstangen 7 a des im Stapelbereich be
findlichen Tragrechens 7 die vorgegebene Anzahl von Zuschnit
ten 2 angesammelt hat, wird dieser Tragrechen 7 mit Hilfe der
zugehörigen Kurvenscheibe 10 über das Parallelogramm-Gestänge
9 a abgesenkt. Gleichzeitig wird der zuvor angehobene andere
Tragrechen 7 mit seinen Tragstangen 7 a in den Stapelbereich
mit Hilfe des Druckmittelzylinders 8 überführt, und zwar
schlagartig, so daß die nunmehr ankommenden Zuschnitte 2 auf
den Tragstangen 7 a dieses eingeschossenen Tragrechens 7 zur
Auflage kommen. Die jeweilige Anzahl der auf den Tragstangen
7 a der Tragrechen 7 abzulegenden Zuschnitte 2 wird durch ein
Zählrad 11 gesteuert, das synchron mit der Fächerscheibe 3
angetrieben ist.
Der auf dem abgesenkten Tragrechen 7 aufliegende Zuschnitt
stapel 2 a wird beim Ausführungsbeispiel mit Hilfe eines
Schiebers 12 seitlich abtransportiert, der von einem Druck
mittelzylinder 12 a angetrieben ist. Der Abtransport wird
durch eine Transportvorrichtung in Form eines Transportbandes
13 unterstützt, das in der Stirnansicht in Fig. 4 zu erkennen
ist. Anstelle des Schiebers 12 kann auch eine andere Trans
portvorrichtung verwendet werden. Der Abtransport kann nicht
nur zur Seite, sondern auch nach hinten erfolgen.
Die Fig. 5 zeigt in vergrößerter Darstellung den unteren Teil
der Fächerscheibe 3, wobei zu sehen ist, daß die Schlitze 3 b
eine flache bogenförmige Gestalt aufweisen und einander über
lappen. Hierdurch ergibt sich eine trichterartige Öffnung der
Schlitze 3 b, die es einerseits erleichtert, die Zuschnitte 2
sicher in den jeweiligen Schlitz 3 b bis zum Anschlag am
Schlitzende einzuführen, und andererseits erlaubt, die Trag
stangen 7 a des jeweiligen Tragrechens 7 zuverlässig zwischen
zwei aufeinanderfolgende, in der Fächerscheibe 3 befindliche
Zuschnitte 2 einzuschießen, so daß ein fehlerfreier Zählvor
gang durchgeführt werden kann.
- Bezugsziffernliste
1 Auslegezylinder
1 a Greifer
2 Zuschnitt
2 a Zuschnittstapel
3 Fächerscheibe
3 a Scheibe
3 b Schlitz
4 Anschlag
4 a Anschlagleiste
5 Bürstenwalze
6 Führungsblech
7 Tragrechen
7 a Tragstange
7 b Führungsstange
8 Druckmittelzylinder
9 Kopfstück
9 a Parallelogramm-Gestänge
9 b Lagerbolzen
10 Kurvenscheibe
10 a Kurvenrolle
11 Zählrad
12 Schieber
12 a Druckmittelzylinder
13 Transportband
Claims (12)
1. Verfahren zum Stapeln und Portionieren von gefalzten oder
ungefalzten Zuschnitten aus Papier, Zellstoff, Vliesstoff
oder dgl., vorzugsweise Papierservietten, die von einer
Rolle abgetrennt und einem Bearbeitungsprozeß unterzogen
werden, der durch Übergabe der Zuschnitte an einen mit
Greifern versehenen Auslegezylinder beendet ist, wobei die
Zuschnitte anschließend einer Fächerscheibe zugeführt
werden, mit der die Zuschnitte flach liegend gestapelt und
gezählt werden, bevor sie stapelweise einer nachge
schalteten Verpackungsmaschine aufgegeben werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuschnitte (2) vom Auslegezylinder (1) unmittelbar
in einen Schlitz (3 b) der Fächerscheibe (3) eingeführt und
mittels der sich drehenden Fächerscheibe (3) gegen einen
senkrechten, unterhalb der Fächerscheibe (3) angeordneten
Anschlag (4) geführt werden und daß die sich am Anschlag
(4) bildenden Zuschnittstapel (2 a) jeweils auf einen von
zwei Tragrechen (7) abgelegt werden, die abwechselnd nach
Erreichen der jeweils gewünschten Anzahl der einen Stapel
bildenden Zuschnitte (2) von einer Seite her in den
Stapelbereich eingeführt und mit den aufliegenden Zu
schnitten (2) in eine untere Position abgesenkt werden, in
der der fertige Stapel durch eine Transportvorrichtung
(12, 13) vom Anschlag (4) abgezogen und der nachge
schalteten Verpackungsmaschine zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
mit einem gegenüber dem Durchmesser des Auslegezylinders
(1) größeren Durchmesser ausgeführte Fächerscheibe (3)
langsamer umläuft als der Auslegezylinder (1).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahl der jeweils einen Stapel bildenden Zuschnitte
(2) beliebig einstellbar ist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach minde
stens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die synchron mit dem Auslegezylinder (1) angetriebene
Fächerscheibe (3) durch mindestens zwei, im Abstand
voneinander und parallel zueinander angeordnete Scheiben
(3 a) gebildet ist, die jeweils mit einer Mehrzahl von
bogenförmigen, einander überlappenden Schlitzen (3 b) ver
sehen sind, und daß der feststehende Anschlag (4) durch
mindestens eine senkrechte Anschlagleiste (4 a) gebildet
ist, die mit ihrer Oberseite in den Raum zwischen den
Scheiben (3 a) hineinragt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Tragrechen (7) jeweils durch zwei parallel und
in einem die Breite der Anschlagleiste (4 a) übersteigenden
Abstand voneinander liegende Tragstangen (7 a) gebildet
sind, die an höhenverstellbaren, waagerecht gehaltenen
Führungsstangen (7 b) durch Druckmittelzylinder (8) in den
Stapelbereich überführbar oder aus dem Stapelbereich in
eine Ruhelage zurückziehbar gelagert sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsstangen (7 b) jeweils an einem Kurvenscheiben
antrieb mit Parallelogramm-Gestänge (9 a) oder Parallel-Ge
radführung angeordnet sind und daß dieser Kurvenscheiben
antrieb derart seitlich nebeneinander angeordnet sind, daß
die Tragstangen (7 a) des einen Tragrechens (7) zwischen
den Tragstangen (7 a) des anderen Tragrechens (7) liegen.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Achse des Kurvenscheibenantriebs paral
lel zur Drehachse der Fächerscheibe (3) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
unterhalb der Fächerscheibe (3) ein quer zur horizontalen
Bewegungsrichtung der Tragrechen (7) beweglicher Schieber
(12) oder eine Transportvorrichtung angeordnet ist, der
bzw. die aus einer seitlich neben oder hinter dem in der
tiefsten Stellung befindlichen Zuschnittstapel (2 a)
liegenden Ruhestellung in eine Übergabestellung überführ
bar ist, in der der Zuschnittstapel (2 a) auf einer
Transportvorrichtung der Verpackungsmaschine aufliegt.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen der Tragrechen
(7) und des Schiebers (12) in Abhängigkeit von der jeweils
gewählten Anzahl der zu einem Stapel zusammengefaßten Zu
schnitte (2) gesteuert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegungen durch ein synchron mit der Fächerscheibe
(3) angetriebenes Zählrad (11) gesteuert sind.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Stapelbereich
durch eine rückseitig angeordnete Bürstenwalze (5) be
grenzt ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die in der Fächerscheibe (3)
ausgebildeten Schlitze (3 b) eine flache bogenförmige Ge
stalt aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700930 DE3700930A1 (de) | 1987-01-15 | 1987-01-15 | Verfahren und vorrichtung zum stapeln und portionieren von gefalzten oder ungefalzten zuschnitten aus papier, zellstoff, vliesstoff oder dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700930 DE3700930A1 (de) | 1987-01-15 | 1987-01-15 | Verfahren und vorrichtung zum stapeln und portionieren von gefalzten oder ungefalzten zuschnitten aus papier, zellstoff, vliesstoff oder dgl. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3700930A1 true DE3700930A1 (de) | 1988-07-28 |
| DE3700930C2 DE3700930C2 (de) | 1990-07-26 |
Family
ID=6318830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873700930 Granted DE3700930A1 (de) | 1987-01-15 | 1987-01-15 | Verfahren und vorrichtung zum stapeln und portionieren von gefalzten oder ungefalzten zuschnitten aus papier, zellstoff, vliesstoff oder dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE3700930C2 (de) | 1990-07-26 |
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