DE3707052A1 - Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschine - Google Patents
Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschineInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Unter
brechen der Antriebstätigkeit, insbesondere der Drehantriebs
tätigkeit, einer Handwerkzeugmaschine nach dem gattungs
bildenden Oberbegriff des Hauptanspruchs. Es ist bekannt
(DE-US 28 20 128), als Kupplung im Antriebsstrang eine
Sicherheitskupplung anzuordnen, die bei Erreichen eines
bestimmten übertragenen Drehmomentes anspricht und dann
den Drehantrieb trennt. Derartige Sicherheitskupplungen
sind z.B. als Rutschkupplungen, Reibkupplungen oder lös
bare Kupplungen ausgebildet. Derartige Sicherheitskupp
lungen sprechen kraftabhängig an. Dies geht gut, wenn der
Benutzer der Handwerkzeugmaschine auf das plötzlich im
Blockierfall auftretende Moment gefaßt ist und die Hand
werkzeugmaschine in Erwartung dieser Arbeitsstörung fort
während mit dem entsprechenden Gegenmoment hält. Oft je
doch sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, so daß z.B.
verdrehte oder gar verletzte Handgelenke und Arme beim Be
nutzer derartiger Handwerkzeugmaschinen, insbesondere Bohr
hämmer, immer wieder auftreten. Als Vorbeugemaßnahme da
gegen ist auch bekannt, das Ansprechmoment derartiger
beschriebener Sicherheitskupplungen niedriger anzusetzen,
mit der Folge, daß man bei größeren Bohrerdurchmessern
oder längerem Bohren nicht das zum Arbeiten erforder
liche Moment erreicht und die Sicherheitskupplung dauernd
anspricht. In nachteiliger Weise kann also hierbei die
Leistungsfähigkeit der Handwerkzeugmaschine nicht voll
ausgenutzt werden. Auch einstellbare Sicherheitskupp
lungen bringen keine befriedigende Lösung. Man kann zwar
im oberen Drehmomentbereich arbeiten, muß aber dafür im
Blockierfall mit einem entsprechend größeren Momenten
stoß rechnen.
Es ist ferner bekannt (DE-OS 35 11 437), aus den ge
nannten Gründen innerhalb der Handwerkzeugmaschine Kraft
meßelemente anzuordnen, die bei Erreichen eines vorge
gebenen übertragenen Drehmomentes reagieren und ein Signal
erzeugen. Dieses soll in nicht gelöster Weise der Er
zeugung von Steuerfunktionen dienen und beispielsweise
zum Abschalten der Energiezufuhr, zum Betätigen einer
Kupplung oder Bremse und dergleichen verwendet werden. Als
Kraftmeßelemente sind solche aus Piezokeramik ange
sprochen. Auch bei dieser bekannten Methode ist man in der
Vorstellung verhaftet, daß als Überlastgrößen zum selbst
tätigen Ausrücken z.B. einer Kupplung so wie bei den
beschriebenen Sicherheitskupplungen kraftabhängige
Größen herangezogen werden. Dadurch werden die eingangs
geschilderten Nachteile jedoch nicht beseitigt.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber folgende
Vorzüge. Da als Überlastgröße eine Bewegungsgröße der
handgeführten Handwerkmaschine im Raum erfaßt wird, die
z.B. aus einem Weg und/oder einer Geschwindigkeit und/oder
einer Beschleunigung bestehen kann, und da die Kupplung
bei Überschreiten eines vorgegebenen Wertes einer solchen
Bewegungsgröße selbsttätig ausgerückt wird, ergibt sich
immer die gleiche Sicherheit für den Benutzer der Hand
werkzeugmaschine, unabhängig vom Antriebsmoment der
Handwerkzeugmaschine, das der Benutzer mit dem Halte
moment aufbringt. Der Benutzer braucht nicht in Erwartung
eines Blockierens dauernd ein für die meiste Zeit viel
zu großes Haltemoment vorbeugend bereitzuhalten. Er kann
vielmehr locker und unverkrampft arbeiten, ohne be
fürchten zu müssen, von einem plötzlichen Blockierfall
überrascht zu werden und z.B. bei einem Bohrhammer beim
Bohrbetrieb durch das Herumschleudern des Bohrhammers
beim Blockieren des Bohrers, z.B. Verhaken des Bohrers in
Stein, Beton od.dergl., verletzt zu werden. Die Erfindung basiert auf
der grundsätzlichen Erkenntnis, die beim Blockieren eines
drehenden Werkzeuges einsetzende Schwenkbewegung der
Handwerkzeugmaschine, insbesondere eines Bohrhammers,
selbst als Signal für die Unterbrechung der Antriebs
tätigkeit, insbesondere Drehantriebstätigkeit, heranzu
ziehen und nicht etwa dazu eine kraftabhängige Größe, z.B.
ein Drehmoment, im Kraftfluß des Drehantriebes. Sobald
z.B. eine bestimmte, für die die Handwerkzeugmaschine
haltende Hand noch zulässige Schwenkbewegung, z.B. in der
Größenordnung von 10° in einer Maximalzeit, überschritten
wird, wird darüber die Schaltkupplung ausgerückt und die
Antriebstätigkeit unterbrochen. Dabei ist es unerheblich,
wie fest der Benutzer die Handwerkzeugmaschine hält und wie
stabil er steht. Aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird unabhängig davon zuverlässig dafür Sorge getragen,
daß unzulässige Schwenkbewegungen der Handwerkzeugmaschine
sowie der diese haltenden Hand verhindert werden mit all
den sich daraus ergebenden bekannten Beeinträchtigungen
und Schäden.
Durch die in den Ansprüchen 2-12 enthaltenen Merkmale
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des
im Hauptanspruch angegebenen Verfahrens möglich.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Handwerkzeug
maschine mit den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 13.
Erfindungsgemäß ist eine solche Handwerkzeugmaschine durch
die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 13 ge
kennzeichnet. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ver
besserungen einer solchen Handwerkzeugmaschine ergeben
sich durch die Merkmale in den Ansprüchen 14-25. Die
Überlasteinrichtung ist relativ einfach im Aufbau und,
da sie nur wenig zusätzliche Teile benötigt, kosten
günstig, so daß sich der insgesamt nur geringe Mehrauf
wand dafür im Hinblick auf die erreichte zuverlässige
Sicherheit für den Benutzer immer rechtfertigt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeich
nungen gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen, teilweisen axialen
Längsschnitt einer Handwerkzeugmaschine, bei
dem vereinfacht nur einige wichtige Teile
des Antriebsstranges gezeigt sind,
Fig. 2 und 3 jeweils vereinfachte schematische Funktions
bilder verschiedener Betriebsweisen der Hand
werkzeugmaschine in Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer Schalt
kupplung im ausgerückten Zustand,
Fig. 5 und 6 eine schematische Seitenansicht bzw. Vorderan
sicht der Schaltkupplung im eingerückten Zu
stand.
In Fig. 1 ist schematisch eine Handwerkzeugmaschine ge
zeigt, die hier aus einem Bohrhammer besteht. Der Bohr
hammer weist ein Gehäuse 10 auf, in dem ein elektrischer
Antriebsmotor 11, der als Universalmotor gestaltet ist,
ferner ein Getriebe 12 und ein Schlagwerk 13 angeordnet
sind. Der Bohrhammer ist insoweit z.B. entsprechend
DE-OS 28 20 128 gestaltet, auf die hier ausdrücklich
Bezug genommen ist, so daß besondere Einzelheiten des Ge
triebes 12 und des Schlagwerkes 13 nicht erläutert werden
müssen.
Der Antriebsmotor 11 trägt auf der Motorwelle 14 ein
Motorritzel 15, das in Eingriff mit einem Zahnrad 16
steht, das drehfest auf einer Welle 17 gehalten ist.
Auf der Welle 17 sitzt drehfest eine Trommel 18 als Teil
des Schlagwerkes 13, deren daran fester Mitnehmerbolzen
19 mit Spiel in eine Querbohrung eines Drehbolzens 20
eingreift, der seinerseits in einem gabelartig ausge
bildeten Ende eines Antriebskolbens 21 lagert. Der An
triebskolben 21 ist als Hohlkolben ausgebildet und be
aufschlagt über ein Luftpolster einen darin beweglich
gelagerten Schläger 22. Der über die Trommel 18 axial
hin und her gehend angetriebene Antriebskolben 21 des
Schlagwerkes 13 treibt über das Luftpolster den Schläger
22 an, der seine Schlagenergie direkt auf ein in einen
Werkzeughalter 23 eingesetztes Werkzeug 24 abgibt.
Das Werkzeug 24 besteht z.B. aus einem Bohrer. Auch anders
geartete Werkzeuge können im Werkzeughalter 23 aufgenommen
werden.
Das Werkzeug 24 ist über eine nur schematisch angedeutete
Drehhülse 25 des Getriebes 12 rotatorisch antreib
bar. Die Drehhülse 25 trägt hierzu ein daran drehfestes
Zahnrad 26, das in Eingriff mit einem Ritzel 27 steht,
das drehfest oder über eine besondere Sicherheitskupplung
mit der Welle 17 gekuppelt ist. Eine derartige Sicher
heitskupplung ist ebenfalls in DE-OS 28 20 128 beschrieben,
auf die verwiesen wird.
Im Antriebsstrang vom Antriebsmotor 11 zum Werkzeug 14
ist eine besondere Kupplung 28 angeordnet, die hier ledig
lich schematisch gezeigt ist. Diese Kupplung 28 ist im
Drehantrieb-Antriebsstrang vor dem Abzweig des Schlag
werkes 13 angeordnet. Sie befindet sich nämlich zwischen
dem vom Motorritzel 15 angetriebenen Getriebeteil in
Form des Zahnrades 16 und der Welle 17 einerseits und
dem das Schlagwerk 13 treibenden Getriebezug anderer
seits, in Form der mit der Welle 17 drehfesten Trommel 18
und der davon angetriebenen Teile des Schlagwerkes
13, wie eingangs erläutert ist.
Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel be
findet sich die Schaltkupplung 28 hinter dem gezeigten
Abzweig im reinen Drehantriebszweig, z.B. auf der
Welle 17 oder zwischen dem Ritzel 27 und dessen Antrieb
von der Welle 17.
Die Kupplung 28 wird in Abhängigkeit von einer Überlast
große selbsttätig ausgerückt mit Unterbrechung der An
triebstätigkeit. In diesem Fall wird der in Fig. 1 links
der Kupplung 28 daran anschließende Getriebekomplex nicht
angetrieben, so daß in diesem Fall sowohl das Schlagwerk
13 stillsteht als auch der die Drehhülse 25 und das
Werkzeug 24 drehende Antrieb. Die Kupplung 28 ist hierbei
als Schaltkupplung ausgebildet. Diese kann z.B. als
formschlüssige Kupplung gestaltet sein, in diesem Fall
z.B. als Klauenkupplung. Dann empfiehlt es sich, beim
Ausrücken dieser Kupplung 28 auch den Antriebsmotor 11
auszuschalten und stillzusetzen, damit später beim Wieder
einrücken der Kupplung 28 in noch beschriebener Weise das
Wiedereinrücken im Stillstand erfolgen kann. Statt dessen
kann die Kupplung 28 auch, wie gezeigt, als kraftschlüssige
Schaltkupplung ausgebildet sein, z.B. als Reibkupplung.
Die Kupplung 28 ist dabei als Servoschaltkupplung ausge
bildet, die mittels der vorhandenen, vom Antriebsmotor 11
abgezweigten Energie, z.B. mittels elektrischer oder
elektro-mechanischer Energie, steuerbar ist.
Wie in Fig. 1-6 im Zusammenhang mit der dargestellten
Kupplung 28 angedeutet ist, weist diese mindestens eine
im eingerückten Zustand vorgespannte und verriegelte
Ausrückfeder 29 auf, die bei Ausrückbetätigung der Schalt
kupplung 28 diese unter Entspannung selbsttätig ausrückt.
Bei Einrückbetätigung der Kupplung 28 ist die Ausrück
feder 29 wieder spannbar und verriegelbar. Somit wird
die Kraft zum Trennen der beiden Hälften der Schaltkupp
lung 28 von der Ausrückfeder 29 geliefert.
Die Handwerkzeugmaschine weist ferner einen
nur schematisch angedeuteten Sensor 30 auf,
der fest mit dem Gehäuse 10 verbunden ist, zweckmäßiger
weise sich im Inneren des Gehäuses 10 befindet. Der
Sensor 30 ist als elektrischer oder mechanischer oder
elektromechanischer Sensor ausgebildet. Der Sensor 30
steht mit der Schaltkupplung 28 in Wirkverbindung
(Fig. 2-6) und beaufschlagt die Schaltkupplung 28 bei
Überschreiten einer Bewegungsgröße der handgeführten
Handwerkzeugmaschine. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Sensor 30 als Verdrehsensor ausgebildet, der als
Bewegungsgröße den Weg und/oder die Geschwindigkeit und/
oder die Beschleunigung einer äußeren Schwenkbewegung der
handgeführten Handwerkzeugmaschine im Raum um eine Dreh
antriebsachse 31 des angetriebenen Werkzeuges 24 erfaßt.
Die Handwerkzeugmaschine weist außerdem einen vom Maschi
nenäußeren her erreichbaren, insbesondere manuell betätig
baren, Einrücksteller 32 auf, der z.B. aus einem Be
tätigungsknopf besteht. Ist die Schaltkupplung 28 ausge
rückt worden, so kann sie mittels des Einrückstellers 32
unmittelbar oder mittelbar und dabei mechanisch, elektrisch
oder elektromagnetisch wieder eingerückt werden.
Bei dem in Fig. 4-6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Sensor 30 als mechanischer Trägheitsschalter ausge
bildet und mechanisch über einen angedeuteten Hebel 33 mit
der Schaltkupplung 28 zu deren Ausrücken gekoppelt. Der
am Ende den Sensor 30 tragende Hebel 33 ist dabei um eine
schematisch angedeutete Schwenkachse 38, die etwa parallel
zur Mittelachse der Schaltkupplung 28 verläuft, im Gehäuse
10 frei schwenkbar gehalten, wobei eine etwa U-förmige
Klaue am Ende des Hebels 33 so bemessen und ausgebildet
ist, daß sie die Schaltkupplung 28 im eingerückten Zustand
gemäß Fig. 5 und 6 in diesem eingerückten Zustand halten
kann. Dabei ist die Klaue z.B. etwa radial von außen an
beide zusammengedrückte Kupplungshälften herangeführt,
die gemeinsam von der Klaue so übergriffen werden, daß
die Ausrückfeder 29 im zusammengedrückten Zustand ver
bleibt und die Schaltkupplung 28 nicht ausrücken kann.
In Fig. 6 ist schematisch mit Pfeil 41 die Antriebsdreh
richtung des Werkzeuges 24 symbolisiert. Wenn das Werk
zeug 24 z.B. im Gestein blockiert, wird die Handwerkzeug
maschine etwa in Richtung des Pfeiles 40 herumgeschleu
dert. Dabei spricht der Sensor 30 an, der bei diesem Aus
führungsbeispiel als mechanischer Trägheitsschalter dann
mitsamt dem Hebel 33 und der an der Schaltkupplung 28 an
greifenden Klaue um die Schwenkachse 38 in Pfeilrichtung
39 und so geschwenkt wird, daß die Klaue am Ende des He
bels 33 beide Kupplungshälften der Schaltkupplung 28 frei
gibt, so daß die zusammengedrückte Ausrückfeder 29 die
Schaltkupplung 28 selbsttätig in die ausgerückte Stellung
gemäß Fig. 4 überführen kann.
In Fig. 4 ist schematisch ein Einrücksteller 32 gezeigt,
der mechanisch über einen eigenen Hebel 37 mit der Schalt
kupplung 28 zu deren Einrücken gekoppelt ist. Soll die
Schaltkupplung 28, ausgehend von der ausgerückten Stellung
gemäß Fig. 4, wieder eingerückt werden, so wird auf den
Einrücksteller 32 gedrückt, der mechanisch über den Hebel
37 die in Fig. 4 linke Hälfte unter Zusammendrücken der
Ausrückfeder 29 an die rechte Kupplungshälfte heranschiebt,
bis die eingerückte Stellung gemäß Fig. 5 erreicht ist,
in der dann die Klaue am Ende des Hebels 33 selbsttätig
über beide zusammengedrückte Kupplungshälften der Schalt
kupplung 28 greift.
Bei dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist in der Handwerkzeugmaschine zusätzlich eine Steuer
einrichtung 34, z.B. eine Schaltlogik, enthalten, mit der
sowohl der Sensor 30 als auch der Einrücksteller 32 in
Verbindung steht, wobei jeder von diesen die Steuerein
richtung bei Wirksamwerden aktivieren kann. In diesem
Fall ist der Sensor 30 als elektromechanischer Fühler aus
gebildet, der im Überlastfall die Steuereinrichtung 34
aktiviert. Die Steuereinrichtung 34 steht ihrerseits mit
der Schaltkupplung 28 zu deren Ausrücken und Wiederein
rücken in Wirkverbindung (Fig. 2, 3). Spricht der Sensor 30
an, so wird darüber die Steuereinrichtung 34 aktiviert,
die ihrerseits die Schaltkupplung 28 elektrisch oder elek
tromechanisch, z.B. elektromagnetisch, ausrückt. Wird so
dann von außen der Einrücksteller 32 betätigt und liegt
kein Überlastfall vor, so wird über die Betätigung des
Einrückstellers 32 ebenfalls die Steuereinrichtung 34
aktiviert, die nun die Schaltkupplung 28 im Sinne eines
Wiedereinrückens ansteuert.
Mit der so ausgestalteten Handwerkzeugmaschine ist es
möglich, daß über den Sensor 30 als Überlastgröße eine
Bewegungsgröße der handgeführten Handwerkzeugmaschine im
Raum erfaßt wird und bei Überschreiten eines vorgegebenen
Wertes dieser Bewegungsgröße die Kupplung 28 selbsttätig ausgerückt
wird. Dabei kann der Sensor 30 so beschaffen sein, daß er
als Bewegungsgröße einen Weg erfaßt, den die Handwerkzeug
maschine durchläuft. Als Weg kommt z.B. der Schwenkwinkel
einer Schwenkbewegung der Handwerkzeugmaschine um die
Drehantriebsachse 31 in Betracht, wobei der Verdrehsensor
30 dann z.B. beim Überschreiten einer zulässigen Schwenk
bewegung von z.B. 10° Schwenkwinkel anspricht und in be
schriebener Weise ein Ausrücken der Kupplung 28 veranlaßt.
Statt dessen oder auch zusätzlich kann man mittels des
Sensors 30 als Bewegungsgröße auch die Geschwindigkeit
und/oder Beschleunigung erfassen, mit der sich die Hand
werkzeugmaschine im Raum bewegt. Der Kerngedanke ist hierbei,
die beim Blockieren des angetriebenen Werkzeuges 24 ein
setzende Drehung des Gehäuses 10 der Handwerkzeugmaschine
selbst als Signal dafür heranzuziehen, den Drehantrieb
bei Überschreiten dieser Bewegungsgröße durch Ausrücken
der Kupplung 28 abzuschalten. Dann wird der Drehantrieb
unterbrochen, so daß die Drehbetätigung des Werkzeuges 24
aufhört, während der in Fig. 1 rechts der Kupplung 28
befindliche Antriebsteil, insbesondere Antriebsmotor 11
mit Getriebe 15, 16, frei weiterdrehen kann. Nur im
Fall der Ausbildung der Kupplung 28 als formschlüssige
Schaltkupplung empfiehlt es sich, zugleich mit dem Aus
rücken der Kupplung 28 auch den Antriebsmotor 11 vom
Netz zu trennen und auszuschalten. Bei allem ist es uner
heblich, wie fest der Benutzer die Handwerkzeugmaschine
hält und wie stabil er steht. Unabhängig davon sorgt die
erläuterte Überlasteinrichtung dafür, daß unzulässige
Verdrehungen der Handwerkzeugmaschine und damit der Hand
des diese haltenden Benutzers mit der Gefahr einher
gehender Verletzungen verhindert werden. Die mittels der
Überlasteinrichtung gewährleistete Sicherheit steht zu
verlässig immer an, unabhängig vom Arbeitsmoment der
Handwerkzeugmaschine, das der Benutzer mit dem Halte
moment aufbringt. Der Benutzer braucht daher nicht in Er
wartung eines etwaigen Blockierens dauernd ein für die
meiste Zeit viel zu großes Haltemoment vorbeugend bereit
zuhalten. Er kann vielmehr locker und unverkrampft mit
wesentlich geringerem Kraftaufwand arbeiten und sich
dadurch besser auf den eigentlichen Bearbeitungsvorgang
konzentrieren. Somit ist mit Hilfe der Überlasteinrich
tung mit einfachen, kostengünstigen Mitteln ein Schutz
des mit der Handwerkzeugmaschine arbeitenden Menschen
gegen Verletzungen durch Herumschleudern der Handwerk
zeugmaschine beim Blockieren des rotierenden Werkzeuges
24 geschaffen, insbesondere ein Schutz gegen Herum
schleudern der Handwerkzeugmaschine z.B. dann, wenn das
Werkzeug 24 im Werkstück, z.B. in Stein, Beton od.dergl.,
verhaken sollte. Es wird also als Bewegungsgröße der Weg
und/oder die Geschwindigkeit und/oder die Beschleunigung
einer äußeren Schwenkbewegung der Handwerkzeugmaschine
um die Drehantriebsachse 31 erfaßt. Überschreitet diese
Bewegungsgröße einen vorgegebenen Wert, so wird dies vom
Sensor 30 erfaßt, der sodann unmittelbar (Fig. 4-6) oder
mittelbar (Fig. 2, 3) die Kupplung 28 ausrückt. Bei der
unmittelbaren Betätigung erfolgt das Ausrücken der Kupp
lung 28 mechanisch über den Hebel 33. Bei der mittelbaren
Betätigung aktiviert der Sensor 30 bei Überschreiten des
vorgegebenen Wertes der Bewegungsgröße die Steuerein
richtung 34, insbesondere Schaltlogik, die dann ihrer
seits einen Steuerimpuls im Sinne Ausrücken der Kupplung
auf einen elektromechanischen, z.B. elektrischen, Stell
antrieb, insbesondere Ausrück-Stellantrieb 35, führt,
der dann an der Kupplung 28 zu deren Ausrücken angreift.
Ist hiernach der vorgegebene Wert der Bewegungsgröße, der
das Ausrücken der Kupplung 28 veranlaßt hat, unterschritten
worden, so wird ein Wiedereinrücken der Kupplung 28
z.B. durch manuelles Eindrücken des Einrückstellers 32
eingeleitet, der dann unmittelbar oder mittelbar
und dabei mechanisch, elektrisch oder elektromechanisch
das Wiedereinrücken der Kupplung 28 veranlaßt. Bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4-6 erfolgt mittels des
Einrückstellers 32 eine unmittelbare und mechanische
Wiedereinrückung der Kupplung 28. Beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 und 3 hingegen wird durch das z.B. manuelle
Eindrücken des Einrückstellers 32 die Steuereinrichtung
34, insbesondere Schaltlogik, aktiviert, die dann ihrer
seits einen Steuerimpuls z.B. auf einen Stellantrieb in
Form eines Einrück-Stellantriebes 36, führt, der an der
Kupplung 28 zu deren Einrücken angreift. Der Einrückstell
antrieb 36 wird von der Steuereinrichtung 34 z.B. elektro
mechanisch, insbesondere elektromagnetisch, betätigt.
Claims (25)
1. Verfahren zum Unterbrechen der Antriebstätigkeit,
insbesondere der Drehantriebstätigkeit, einer Hand
werkzeugmaschine im Antriebsstrang von deren Antriebs
motor (11) zu deren Werkzeug (24), bei dem eine im
Antriebsstrang angeordnete Kupplung in Abhängigkeit
von einer Überlastgröße selbsttätig ausgerückt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß man
als Überlastgröße eine Bewegungsgröße der handge
führten Handwerkzeugmaschine im Raum erfaßt und bei
Überschreiten eines vorgegebenen Wertes dieser Be
wegungsgröße die Kupplung (28) selbsttätig ausgerückt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß man als Bewegungsgröße einen
Weg erfaßt, den die Handwerkzeugmaschine durchläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß man als Bewegungsgröße die Ge
schwindigkeit erfaßt, mit der sich die handgeführte
Handwerkzeugmaschine im Raum bewegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß man als Bewegungs
größe die Beschleunigung erfaßt, mit der sich die
Handwerkzeugmaschine im Raum bewegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß man als
Bewegungsgröße den Weg und/oder die Geschwindigkeit
und/oder die Beschleunigung erfaßt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß man als Bewegungs
größe den Weg und/oder die Geschwindigkeit und/oder
die Beschleunigung einer äußeren Schwenkbewegung der
Handwerkzeugmaschine um eine Drehantriebsachse (31)
des angetriebenen Werkzeuges (24) erfaßt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch
gekennzeichnet, daß man mit einem mit der
Handwerkzeugmaschine festen, insbesondere elektrischen,
mechanischen oder elektromechanischen, Sensor (30)
die Bewegungsgröße erfaßt und der Sensor (30) bei Über
schreiten des vorgegebenen Wertes der Bewegungsgröße
die Kupplung (28) unmittelbar oder mittelbar mechanisch,
elektrisch oder elektromechanisch ausrückt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sensor (30) bei Überschreiten
des vorgegebenen Wertes der Bewegungsgröße die Kupp
lung (28) unmittelbar und mechanisch ausrückt.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sensor (30) bei Überschreiten
des vorgegebenen Wertes der Bewegungsgröße eine Steuer
einrichtung (34), insbesondere eine Schaltlogik, akti
viert, die ihrerseits einen Steuerimpuls auf einen ins
besondere elektromechanischen, z.B. elektromagnetischen,
Stellantrieb (35), insbesondere Ausrück-Stellantrieb,
führt, der an der Kupplung (28) zu deren Ausrücken
angreift.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch
gekennzeichnet, daß man nach Ausrücken
der Kupplung (28) und Unterschreiten des vorgegebenen
Wertes der Bewegungsgröße die Kupplung (28) bedarfs
weise, insbesondere durch manuelles Betätigen eines
Einrückstellers (32), unmittelbar oder mittelbar
mechanisch, elektrisch oder elektromagnetisch einrückt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Einrücksteller (32) die Kupp
lung (28) unmittelbar und mechanisch einrückt.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Einrücksteller (32) die
Steuereinrichtung (34), insbesondere Schaltlogik, bei
dessen Betätigung aktiviert, die ihrerseits einen
Steuerimpuls auf einen insbesondere elektromechanischen,
z.B. elektromagnetischen, Stellantrieb (36), insbe
sondere Einrückstellantrieb, führt, der an der Kupp
lung (28) zu deren Einrücken angreift.
13. Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer, in deren
Antriebsstrang vom Antriebsmotor (11) zum angetriebenen
Werkzeug (24) eine Überlasteinrichtung mit Kupplung
angeordnet ist, die in Abhängigkeit von einer Überlast
größe selbsttätig ausgerückt wird mit Unterbrechung der
Antriebstätigkeit, insbesondere Schlag- und/oder Drehantriebstätig
keit, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Kupplung als formschlüssige oder kraft
schlüssige Schaltkupplung (28) ausgebildet ist und
daß ein insbesondere elektrischer, mechanischer oder
elektromechanischer Sensor (30) mit der Handwerkzeug
maschine fest verbunden ist, der mit der Schaltkupplung
(28) in Wirkverbindung steht und diese bei Über
schreiten einer Bewegungsgröße der handgeführten
Handwerkzeugmaschine im Raum zum selbsttätigen Aus
rücken beaufschlagt.
14. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor (30)
als Verdrehsensor ausgebildet ist, der als Bewegungs
größe den Weg und/oder die Geschwindigkeit und/oder die
Beschleunigung einer äußeren Schwenkbewegung der hand
geführten Handwerkzeugmaschine im Raum um eine Dreh
antriebsachse (31) des angetriebenen Werkzeuges (24)
erfaßt.
15. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor (30) als
mechanischer Trägheitsschalter ausgebildet ist.
16. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der mechanische Träg
heitsschalter mechanisch über einen Hebel (33) mit der
Schaltkupplung (28) zu deren Ausrücken gekoppelt ist
und auf diese arbeitet.
17. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 13 oder 14, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor
(30) als elektromechanischer Fühler ausgebildet ist,
der mit einer Steuereinrichtung (34), insbesondere
Schaltlogik, im Inneren der Handwerkzeugmaschine in
Wirkverbindung steht und diese im Überlastfall akti
viert, und daß die Steuereinrichtung (34) mit der
Schaltkupplung (28) zu deren Ausrücken und Wiederein
rücken in Wirkverbindung steht.
18. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltkupplung
(28) als Servo-Schaltkupplung ausgebildet ist und
mittels elektrischer oder elektromechanischer, vom
Antriebsmotor (11) der Handwerkzeugmaschine abge
zweigter Energie betätigbar ist.
19. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 18, gekenn
zeichnet durch einen elektromechanischen,
insbesondere elektromagnetischen, Stellantrieb, ins
besondere Ausrückstellantrieb (35) und/oder Einrück
stellantrieb (36), der Schaltkupplung (28), der von der
Steuereinrichtung (34) beaufschlagbar ist.
20. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 13-19,
gekennzeichnet durch einen vom
Maschinenäußeren her erreichbaren, insbesondere manuell
betätigbaren, Einrücksteller (32), mittels dessen die
Schaltkupplung (28) unmittelbar oder mittelbar mecha
nisch, elektrisch oder elektromechanisch wiedereinrück
bar ist.
21. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einrücksteller
(32) mechanisch über einen Hebel (37) mit der Schalt
kupplung (28) zu deren Einrücken gekoppelt ist und auf
diese arbeitet.
22. Handwerkzeugmaschine nach den Ansprüchen 17 und 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Einrücksteller (32) mit der Steuereinrichtung (34),
insbesondere Schaltlogik, in Verbindung steht und diese
bei dessen Betätigung aktiviert.
23. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 13-22,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltkupplung (28) mindestens eine im eingerückten
Zustand vorgespannte und verriegelte Ausrückfeder (29)
aufweist, die bei Ausrückbetätigung der Schaltkupplung
(28) diese unter Entspannung selbsttätig ausrückt und
die bei Einrückbetätigung der Schaltkupplung (28)
wieder spannbar und verriegelbar ist.
24. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 13-23,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltkupplung (28) im Drehantrieb-Antriebsstrang,
vor oder nach dessen Abzweig zum Schlagantrieb,
des Bohrhammers angeordnet ist.
25. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 24, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltkupplung
(28) im Antriebsstrang zwischen dem abtriebsseitigen,
vom Motorritzel (15) angetriebenen Getriebe (16, 17)
einerseits und dem das Schlagwerk (13) treibenden Ge
triebezug andererseits angeordnet ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873707052 DE3707052A1 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschine |
| PCT/DE1988/000109 WO1988006508A2 (en) | 1987-03-05 | 1988-03-02 | Process for interrupting the operation of a hand tool, in particular percussion and/or rotation thereof |
| DE88901798T DE3884522D1 (de) | 1987-03-05 | 1988-03-02 | Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere der schlag- und/oder drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschine. |
| EP88901798A EP0303651B2 (de) | 1987-03-05 | 1988-03-02 | Verfahren zum unterbrechen der antriebstätigkeit, insbesondere der schlag- und/oder drehantriebstätigkeit, einer handwerkzeugmaschine |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873707052 DE3707052A1 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3707052A1 true DE3707052A1 (de) | 1988-09-15 |
Family
ID=6322327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873707052 Withdrawn DE3707052A1 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Verfahren zum unterbrechen der antriebstaetigkeit, insbesondere drehantriebstaetigkeit, einer handwerkzeugmaschine |
Country Status (1)
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