DE3707932C2 - Schaltungsanordnung zum Abschalten elektronischer Systeme - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Schalten
von Aggregaten für Brennkraftmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE-OS 25 30 955 ist eine
Schaltungsanordnung für eine einer fremdgezündeten Brenn
kraftmaschine zugeordnete Kraftstoffeinspritzanlage bekannt, mit der
Schwierigkeiten vermieden werden sollen, die beim Start der
Brennkraftmaschine, also beim Einschalten der bekannten
Schaltungsanordnung, auftreten können. Die Schwierigkeiten
bestehen im wesentlichen darin, daß es beim Einschalten
passieren kann, daß ein Sensororgan ungewollt kurzzeitig
in eine Abschaltstellung zurückgeht und so nachgeschaltete
Aggregate, beispielsweise eine elektrische Pumpe für
Brennstoff, abschaltet. Dies führt zu einem in der Start
phase selbstverständlich unerwünschten Motorstillstand.
Weiterhin soll erreicht werden, daß die Arbeitszeit eines
Kaltstartventils innerhalb gewisser Grenzen unabhängig
von der Dauer des Startvorgangs wird. Zur Behebung der
Schwierigkeiten wird bei der genannten Schaltungsanordnung
vorgeschlagen, Verzögerungsglieder vorzusehen. Über eine
Rechnersteuerung ist bei der bekannten Schaltungsanordnung
nichts ausgesagt.
Aus JP-171744 und Patent Abstracts of Japan, Band 9, Nr.25
(M-355) (1747), 2. Februar 1985 ist eine Schaltungsanordnung zum Schalten von
Aggregaten von Brennkraftmaschinen bekannt, mit einem Zündschalter,
einem Relais und einer Recheneinrichtung, welche ihre Betriebs
spannung von einer schaltbaren Spannungsquelle erhält, die von dem
Zündschalter einschaltbar ist, und die mit einer Abschalt-Schaltung
verbunden ist, von der in Reaktion auf den Zündschalter und auf
Steuersignale ein Hauptrelais schaltbar ist.
Aus JP 57-1791724 und Patent Abstracts of Japan, Band 7, Nr. 42
(P-177) (1187), 19. Februar 1983 ist es weiterhin bekannt, bei
rechnergesteuerten elektronischen Systemen ein die Stromversorgung
bis zum zulässigen Abschalten haltendes Relais erst während einer
Überbrückungsphase zu schalten, wodurch nur eine geringe Belastung
für die Energiequelle dargestellt wird.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, durch Einschalten
des Zündschalters einen Rechner oder Rechnerschaltkreis
in Betrieb zu setzen, der dann vielfältige Steuer- und
Regelaufgaben für nachgeschaltete Aggregate, teilweise
in Abhängigkeit von Sensoren, vornehmen kann. Wird ein
derartiges rechnergesteuertes elektronisches System durch
den Zündschalter an seine Betriebsspannung gelegt, darf
der Rechner seine eigene Betriebsspannung nicht ausschalten
können, solange der Zündschalter geschlossen ist. Unab
hängig von der Stellung des Zündschalters sollen periphere
Aggregate, beispielsweise Hitzdrahtluftmengenmesser (HLM)
oder elektrische Kraftstoffpumpen (EKP) vom Rechner ein-
und ausgeschaltet werden können. Hierbei soll die sich
durch Bereitstellung der Versorgungsspannungen für die
Aggregate ergebende Verlustleitung so gering wie möglich
gehalten werden.
Wenn der Zündschalter geöffnet worden ist, soll der Rechner
selbst den Zeitpunkt bestimmen können, wenn seine eigene
Betriebsspannung ausgeschaltet wird, um auf diese Weise
zu gewährleisten, daß nur eine geringe Belastung der
Energiequelle (Batterie), die das Gesamtsystem versorgt,
auftritt. Auf keinen Fall und zu keinem Zeitpunkt darf,
nachdem der Rechner einmalig einen Impuls zur Abschaltung
der eigenen Betriebsspannung ausgegeben hat, ein Wiederein
schalten der eigenen Betriebsspannung oder der Aggregate
erfolgen. Ohne weitere Vorkehrungen können darüber hinaus
beim Ausschalten unkontrollierte Spannungsverläufe auftreten,
die ebenfalls nicht zu einem unbeabsichtigten Wiederein
schalten führen dürfen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine äußerst sichere Abschaltung zu erreichen, die von Stör
einflüssen nicht beeinträchtigt wird und wobei eine
weitestgehende Freiheit in der Festlegung der Reihenfolge
des Abschaltens einzelner Aggregate bereitgestellt wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Darüber hinaus ist die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
nicht nur bei Brennkraftmaschinen verwendbar, wenn hier
auch ihr Haupteinsatzgebiet liegt, sondern kann grundsätz
lich bei sämtlichen rechnergesteuerten elektronischen
Systemen verwendet werden, welche durch eine Eingangsin
formation an eine Betriebsspannung gelegt und später
wieder abgeschaltet werden sollen.
Vorzugsweise ist die schaltbare Spannungsquelle mit einer
Selbsthalteeinrichtung versehen, die nach Vorgabe bestimmter
Bedingungen von der Abschalt-Schaltung übersteuerbar
ist. Hierdurch kann auf besonders einfache Weise erreicht
werden, daß der Rechner solange sicher mit Betriebsspan
nung versorgt ist, bis er seine eigene Betriebsspannung
endgültig abschalten kann.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die Abschalt-Schaltung
Schaltglieder oder eine Logik-Schaltung, vorzugsweise
einen Logik-IC, aufweist, von denen bei Anlegen eines
Steuersignals an ein weiteres Schaltglied der Abschalt-
Schaltung des Hauptrelais einschaltbar ist, wenn der
Zündschalter geöffnet ist. Das Hauptrelais übernimmt
also wesentliche Aufgaben bei der Abschaltung und ist,
solange der Zündschalter geschlossen ist, inaktiv und
belastet daher die gesamte Anordnung nicht.
Zum Abschalten wird in diesem Zusammenhang gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung vorgeschlagen, daß die Abschalt-Schaltung
Schaltglieder, die auch wiederum als Logik-Schaltung,
vorzugsweise als Logik-IC, ausgebildet sein können, auf
weist, von denen bei Anlegen eines Steuersignals an ein
weiteres Schaltglied der Abschalt-Schaltung der Span
nungsregler und das Hauptrelais abschaltbar sind, wenn
der Zündschalter geöffnet ist.
Eine verhältnismäßig besonders wenig aufwendige Schaltungs
anordnung wird erreicht, wenn in vorteilhafter Weise
die Schaltglieder bei den voranstehend genannten Ausfüh
rungsformen npn-Transistoren sind, wobei das Hauptrelais
an den Kollektor des ersten Transistors angeschlossen
ist, dessen Basis mit dem Kollektor des zweiten Transis
tors verbunden ist, dessen Basis über eine zweite Diode
mit dem Zündschalter und über eine dritte Diode mit dem
Kollektor des vierten Transistors und der Selbsthalteein
richtung verbunden ist, der Kollektor des dritten Transis
tors über einen Widerstand an eine Versorgungsspannung
gelegt und die Emitter sämtlicher vier Transistoren jeweils
an Masse gelegt sind.
Eine noch einfachere Ausgestaltung des Abschalt-Schalt
kreises (ohne Einschaltfunktion) ergibt sich bei Verwendung
zweier npn-Transistoren als Schaltglieder, wobei das
Hauptrelais an den Kollektor des einen Transistors ange
schlossen ist, dessen Basis über einen Widerstand an den
Kollektor des anderen Transistors angeschlossen ist.
Beim Schalten des Hauptrelais entstehen infolge der Induk
tivität der Relaisspule Spannungsspitzen, die den jeweiligen
Transistor gefährden könnten, der das Hauptrelais schaltet.
Hier läßt sich jedoch in einfacher, vorteilhafter Weise
eine Schutzschaltung angeben, die darin besteht, daß
an den Kollektor des Transistors die Kathode einer Zener
diode angeschlossen ist, deren Anode mit der Basis des
Transistors verbunden ist. Übermäßig hohe Spannungsspitzen
werden daher über die Zenerdiode abgeleitet.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltungsan
ordnung liegt gemäß einer weiteren Ausführungsform in
der Bereitstellung eines weiteren Relais, welches in
Reaktion auf ein Steuersignal der Rechnerschaltung ein
schaltbar und dessen Kontakt dem Kontakt des Hauptrelais
parallel geschaltet ist. Dieses Relais kann weitere Aggre
gate versorgen, auch unabhängig von dem angeführten Haupt
relais. In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen
werden, daß die Bezeichnung "Relais" selbstverständlich
nicht auf mittels einer Spule betätigte Relais mit mechani
schen Schaltkontakten beschränkt ist, sondern grundsätzlich
hierfür auch geeignete elektronische Schalteinrichtungen
eingesetzt werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dar
gestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
aus welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen.
Fig. 1 zeigt ein Systemblockschaltbild eines rechnerge
steuerten elektronischen Systems und Fig. 2 eine detail
liertere Darstellung der zugehörigen Abschalt-Schaltung.
In Fig. 3 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform
eines rechnergesteuerten elektronischen Systems im Block
schaltbild dargestellt und entsprechend zeigt
Fig. 4 nähere Einzelheiten einer zugehörigen Abschalt-Schaltung.
Bei den Ausführungsbeispielen handelt es sich um rechner
gesteuerte elektronische Systeme, die durch eine Eingangs
information (Zündschalter) an ihre Betriebsspannung gelegt
werden. Derartige elektronische Systeme können beispiels
weise in elektronischen Zündsystemen für Brennkraftmaschinen
Verwendung finden.
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer Schaltungs
anordnung dargestellt, bei der ein gestrichelt bezeichnetes
Schaltgerät SG mit externen Bauteilen beschaltet ist.
Hierbei können die einzelnen Bauteile des Schaltgeräts
SG auf einer Leiterplatine vereinigt sein.
Eine Versorgungs-(Batterie-)Spannung UB ist an eine
Klemme 18 und über einen (Zünd-)Schalter 15 an eine
Klemme 27 geführt. Weiterhin sind an die Spannung UB
ein Anschluß der Betätigungsspule eines Relais (EKP-Relais)
für eine elektrische Kraftstoffpumpe sowie je ein Kontakt
von Schaltkontakten 10, 20 dieses Relais gelegt. Der
Schaltkontakt 10 führt zu einer elektrischen
Kraftstoffpumpe EKP und der Kontakt 20 zu einem Hitzdraht
luftmengenmesser HLM. Der andere Anschluß der Spule des
EKP-Relais ist mit einer Klemme 3 von SG verbunden.
An den nicht mit UB verbundenen Kontakt 20 sind noch
weitere Aggregate angeschlossen, von denen beispielhaft
ein Hallgeber HALL und Einspritzventile EV sowie Leerlauf
steller EWD dargestellt sind. Letzterer ist über eine
unbezeichnete Klemme von SG angeschlossen.
Das Schaltgerät SG weist eine Rechnerschaltung μC auf,
beispielsweise einen Mikroprozessor, an den externe Peri
pheriegeräte wie Speicher (RAM), Eingabe/Ausgabegeräte
I/O oder dergleichen angeschlossen sind. Der Rechner
μC weist einen Ausgang (Port) (a) auf, von dem aus ein
Steuersignal an eine Verstärkerstufe T1 abgebbar ist,
die an einen Spulenanschluß eines Hauptrelais HR angeschlos
sen ist, dessen anderer Spulenanschluß über eine Diode
an einer Spannungsquelle VDD liegt. Das Hauptrelais weist
einen Schaltkontakt auf, dessen eines Ende mit der Klemme
18 und damit UB verbunden ist und dessen anderes Ende
an den Schaltkontakt 20 (EKP-Relais) und über eine Diode
an eine Treiberstufe MJ44 angeschlossen ist.
Von der Klemme 27 führt ein Anschluß über eine Diode
zu einem Einschalteingang ON eines schaltbaren Spannungs
reglers 50, beispielsweise vom Typ CG 31, dem über die
Klemme 18 die Versorgungsspannung UB an einem Eingang
TN zugeführt wird und von dem eine Ausgangsspannung VDD
abgebbar ist, und zwar solange, wie ein Signal am Eingang
ON anliegt. Die Ausgangsspannung VDD wird auf einen ent
sprechend bezeichneten Eingang des Rechners μC gegeben.
Die Spannung VDD wird weiterhin einer Abschalte- und
Selbsthalteschaltung 60 zugeführt, die über eine Diode
D1 zur Selbsthaltung des Spannungsreglers 50 mit dessen
Schalteingang ON verbunden ist. Weiterhin ist die Schaltung
60 mit der Klemme 27 und einem zum Verstärker T1 führenden
Gatter sowie mit dem Ausgang (a) des Rechners μC verbun
den.
Fig. 2 erläutert weitere Einzelheiten, insbesondere
der Abschaltschaltung 60. Diese weist nachfolgend noch
genauer beschriebene Transistoren T1, T2, T3 und T4 als
Schaltglieder auf. Sämtliche Transistoren T1 bis T4 sind
npn-Transistoren. T1 dient zum Schalten des Hauptrelais
HR, das hierzu über eine Diode an den Kollektor von T1
angeschlossen ist, dessen Emitter an Masse gelegt ist.
Schaltet T1 durch, so zieht das Hauptrelais HR an. Zum
Abführen von Spannungsspitzen beim Schalten von HR sind
Kollektor und Basis von T1 durch eine Zenerdiode DZ über
brückt. Die Basis von T1 ist mit dem Kollektor von T2
und über einen Widerstand mit dem Ausgang VDD des Spannungs
reglers 50 verbunden. Der Emitter von T2 ist an Masse
angeschlossen und die Basis von T2 über eine Diode D2
und einen Widerstand an Klemme 27 sowie eine Diode D4
und einen Widerstand an die Basis von Transistor T3.
Weiterhin ist die Basis von T2 über gegensinnig geschaltete
Dioden D2, D3 mit dem Kollektor T4 verbunden und
mit dem Selbsthaltepfad R1, D1 des schaltbaren Spannungs
reglers 50. Der Emitter von T4 ist an Masse angeschlossen
und die Basis erstens über einen Widerstand an Masse,
zweitens über Widerstände R10, R11 und eine Diode an
Klemme 18 (UB) und drittens über einen Widerstand und
eine Diode an den Ausgang (a) des Rechners μC und einen
Widerstand an VDD angeschlossen.
Die Funktion der in Fig. 1 und 2 dargestellten Schal
tungsanordnungen ist wie folgt:
Im Normalbetrieb ist der Zündschalter Klemme 15 geschlossen
und der Hitzdrahtluftmengenmesser HLM wird über die Kon
takte 20 des EKP-Relais mit Betriebsspannung UB versorgt.
Die Kontakte 10 dieses Relais versorgen entsprechend
die Kraftstoffpumpe EKP. Das Hauptrelais HR wird in diesem
Betriebszustand nicht vom Rechner μC angesteuert und
benötigt daher keine (Verlust-)Leistung, die sonst auf
der Leiterplatte des Schaltgeräts SG stören könnte.
Wird der Zündschalter geöffnet, so wird zwangsweise den
Kontakten 20 des EKP-Relais der Kontakt des Hauptrelais
HR parallel geschaltet. Das EKP-Relais kann nunmehr ausge
schaltet werden, und zwar gesteuert durch den Rechner
μC, ohne daß die Spannungsversorgung UB für HLM und VDD
für μC unterbrochen wird. Der Ausgang (a) von μC dient
zur Ansteuerung des Hauptrelais HR und zur sicheren Aus
schaltung der eigenen Betriebsspannung. Bei geschlosse
nem Zündschalter Klemme 15 gilt: Ausgang (a) "Low": HR
ausgeschaltet, Ausgang (a) "High": HR eingeschaltet.
Dagegen bei offenem Zündschalter Klemme 15: (a) "Low":
HR eingeschaltet, (a) "High": HR ausgeschaltet (Ausschalten
der eigenen Betriebsspannung des Rechners μC). Ein sicheres
Ausschalten der eigenen Betriebsspannung wird durch Aus
nutzen der Batteriespannung UB erreicht. Hierbei belastet
die Schaltung die Batterie in ausgeschaltetem Zustand
nur äußerst gering, etwa mit 200 µA.
Im einzelnen arbeitet die Schaltungsanordnung so, daß
beim Einschalten der Zündschalter Klemme 15 geschlossen
wird und hierdurch der Spannungsregler 50 eingeschal
tet, so daß der Rechner μC mit Betriebsspannung VDD ver
sorgt wird. T3 ist leitend. Dadurch kann der Rechner
μC über den Ausgang (a) bestimmen, ob T4 leitend ist
(Folge: T2 gesperrt, HR eingeschaltet) oder ob T4 gesperrt
ist (Folge: T2 leitet, HR ist ausgeschaltet).
Zum Ausschalten wird der Zündschalter Klemme 15 geöffnet.
Hat der Rechner vorher T4 gesperrt, so bleibt der Spannungs
regler 50 über den Selbsthaltepfad D1, R1 eingeschaltet.
T3 bleibt ebenfalls leitend. T2 bekommt jedoch keinen
Basisstrom mehr und T1 wird leitend, was dazu führt,
daß das Hauptrelais HR anzieht.
Schaltet jetzt der Rechner μC seinen Ausgang (a) auf
"High", so wird T4 leitend und T3 wird über
UB, R11, R10 leitend gehalten, unabhängig vom Status
des Rechnerausgangs (a). Der Spannungsregler 50 wird
ausgeschaltet und das Hauptrelais HR fällt ab.
Durch die Mitkopplung von UB, R10 und R11 auf die Basis
des Transistors T4 wird ein sicheres Abschalten der eige
nen Betriebsspannung VDD des Rechners μC sichergestellt,
solange UB größer oder gleich 6 V ist. Dies ist jedoch
unproblematisch, da derart geringe Spannungen nur beim
Start auftreten können, bei dem ein- und nicht ausgeschal
tet wird.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten weiteren Ausfüh
rungsform ist das Hauptrelais nicht auf der Platine des
Schaltgeräts SG angeordnet, sondern außerhalb. Der Aufbau
der Schaltung gemäß dem Blockschaltbild von Fig. 3 sollte
nach den voranstehenden Ausführungen ohne weiteres verständ
lich sein. Jedoch ist die Abschaltschaltung 80 verschieden
von der Abschaltung 60 und soll daher in ihren
Einzelheiten besprochen werden.
Die Abschaltschaltung 80 ist in Fig. 4 dargestellt und
weist fünf Anschlüsse (vergleiche Fig. 3) auf, nämlich
HR für das Hauptrelais HR, Klemme 37, Zündschalter Klemme
15, Betriebsspannung VDD vom Spannungsregler 50 und μC
zur Verbindung mit dem Rechner μC.
Klemme HR ist an den Kollektor eines Darlington-Transistors
T220 angeschlossen, dessen Emitter zu der Basis eines
Transistors T221 führt, der zur Strombegrenzung im Falle
eines Kurzschlusses von HR gegen UB vorgesehen ist. Basis
und Kollektor von T220 sind durch einen Kondensator C220
zur Verhinderung von Schwingungen beim Ausschalten und
einer Zenerdiode D220 überbrückt, die dieselbe Funktion
hat wie die Diode DZ in Fig. 2. Weiter ist die Basis
von T220 über einen Widerstand R222 an den Kollektor
eines weiteren Transistors T222 angeschlossen, dessen
Basis über eine Diode D223 und einen Widerstand R237
an den Ausgang des Rechners μC angeschlossen ist. Weiterhin
ist die Basis von T222 über einen Widerstand R221 mit
HR verbunden.
Die Funktion der in den Fig. 3 und 4 dargestellten
Schaltungsanordnung ist wie folgt:
Bei geschlossenem Zündschalter Klemme 15 wird T220 über
D221, R221 leitend. Bei geschlossenem Schalter Klemme
15 ist T220 immer leitend, auch wenn T222 durchschaltet.
Schaltet der Rechner μC auf "Low", so wird T222 nicht
mehr angesteuert, da ja HR angezogen hat. Am Kollektor
von T222 liegen maximal etwa 3 V, das ist für eine Leitung
zu wenig.
Wird nun der Zündschalter Klemme 15 ausgeschaltet (geöff
net), so wird über Klemme 37, die von den Kontakten des
Hauptrelais HR versorgt wird, und über R223, R222 der
Transistor T220 leitend gehalten. Bei einem "High"-Signal
vom Rechner μC ist T222 leitend. Klemme 37 kann T220
nicht mehr leitend halten und die Basis von T220 wird
auf Massepotential gezogen, da ja Klemme 15 ausgeschaltet
ist und über R221 ein Leiten nicht mehr ermöglicht ist.
Das Hauptrelais HR schaltet daher ab. Über R224, R225
wird T222 weiter leitend gehalten.
Schaltet der Rechner μC auf "Low", so bleibt T222 leitend,
da über HR, das einen Widerstand von etwa 80 bis 120
Ohm aufweist, bei 14 V etwa 220 µA fließen. Daher kann
HR nicht mehr eingeschaltet werden, bleibt also sicher
ausgeschaltet. Eine Wiedereinschaltung von HR ist nur
über den Zündschalter (Klemme 15) möglich.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung zum Schalten von Aggregaten für
Brennkraftmaschinen mit einem Zündschalter und zumindest
einem Relais, mit einer Rechnerschaltung (µC), die ihre
Betriebsspannung (VDD) von einer schaltbaren
Spannungsquelle (50) erhält, die vom Zündschalter (Klemme
15) einschaltbar und mit einer Abschalt-Schaltung (60, 80)
verbunden ist, von der in Reaktion auf den Zündschalter
und auf Steuersignale der Rechnerschaltung (µC) ein
Hauptrelais (HR) schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
schaltbare Spannungsquelle (50) mit einer
Selbsthalteeinrichtung (R1, D1) versehen ist, die von der
Abschalt-Schaltung (60) übersteuerbar ist, wobei die
Abschalt-Schaltung (60) Schaltglieder (T1, T2, T3) oder
eine vorzugsweise integrierte Logik-Schaltung aufweist,
von denen bei Anlegen eines Steuersignals mit einem ersten
Pegel (LOW) am Eingang der Abschalt-Schaltung (60) über
ein weiteres Schaltglied (T4) der Abschalt-Schaltung das
Hauptrelais (HR) einschaltbar ist, wenn der Zündschalter
(Kl. 15) geöffnet ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (T1, T2, T3) (T220)
oder die vorzugsweise integrierte Logik-Schaltung der
Abschalt-Schaltung (60, 80) bei Anlegen eines
Steuersignals mit einem zweiten Pegel (High) am Eingang
der Abschalt-Schaltung (60, 80) über das weitere
Schaltglied (T4) (T222) der Abschalt-Schaltung die
schaltbare Spannungsquelle (50) und das Hauptrelais (HR)
abschaltbar, wenn der Zündschalter (Kl. 15) geöffnet ist.
3. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (T1, T2, T3,
T4) npn-Transistoren sind, wobei das Hauptrelais (HR) an
den Kollektor eines ersten Transistors (T1) angeschlossen
ist, dessen Basis mit dem Kollektor eines zweiten
Transistors (T2) verbunden ist, dessen Basis über eine
erste Diode (D2) mit dem Zündschalter (Kl. 15) und über
eine zweite Diode (D3) mit dem Kollektor eines vierten
Transistors (T4), der an seiner Basis das Steuersignal
empfängt, und der Selbsthalteeinrichtung (R1, D1)
verbunden ist, der Kollektor eines dritten Transistors
(T3) über einen Widerstand (R11) an eine
Versorgungsspannung (UB) gelegt und die Basis des dritten
Transistors (T3) über einen Widerstand und eine dritte
Diode (D5) mit dem Kollektor des vierten Transistors (T4)
verbunden ist und die Emitter der vier Transistoren (T1,
T2, T3, T4) jeweils an Masse gelegt sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (T220, T222)
npn-Transistoren sind, wobei das Hauptrelais (HR) an den
Kollektor eines fünften Transistors (T220) angeschlossen
ist, dessen Basis über einen Widerstand (R222) an den
Kollektor eines sechsten Transistors (T222) angeschlossen
ist, der an seiner Basis das Steuersignal empfängt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Kollektor des eersten
bzw. fünften Transistors (T1, T220) die Kathode einer
Zenerdiode (DZ, D220) angeschlossen ist, deren Anode mit
der Basis des ersten bzw. fünften Transistors verbunden
ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein weiteres Relais (EKP) vorgesehen ist,
das in Reaktion auf ein Steuersignal der Rechnerschaltung (µC)
einschaltbar ist und dessen Kontakt dem Kontakt des Hauptrelais
(HR) parallel geschaltet ist.
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