DE3709256A1 - Elektrisch betriebene maschine zum zubereiten von heissgetraenken, wie kaffee, tee od. dgl. - Google Patents
Elektrisch betriebene maschine zum zubereiten von heissgetraenken, wie kaffee, tee od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch betriebene Maschine
zum Zubereiten von Heißgetränken, wie Kaffee, Tee od.dgl., mit einem
Frischwasserbehälter, einer diesem nachgeschalteten Heizung, mit einem
Steigrohr für das erhitzte Wasser, dessen vorzugsweise als Querrohr
ausgebildeter Endbereich einen über einem Filter angeordneten Auslaß
aufweist.
Derartige elektrisch betriebene Maschinen zum Zubereiten von Heißge
tränken, insbesondere Kaffeemaschinen, sind in zahlreichen Ausführungs
formen bekannt. Die Einzelteile dieser bekannten Ausführungsformen
von Kaffeemaschinen, nämlich Bodenplatte, Heizung, Sockel, Frischwas
serbehälter und obere Abdeckung, werden in vertikaler Richtung derart
miteinander verbunden, daß nach der Beendigung des Zusammenfügens
dieser Einzelteile die fertige Kaffeemaschine od.dgl. vorliegt. Bis
auf die Heizung, die im lnneren des Sockels untergebracht wird, trägt
jede der genannten Einzelteile zu dem Erscheinungsbild der fertigen
Kaffeemaschine od.dgl. bei. Dies bedeutet, daß bei der Fertigung von
Kaffeemaschinen od.dgl. bisher die Einzelteile der Kaffeemaschine
zunächst für sich allein hergestellt und aus diesen dann die fertige
Kaffeemaschine zusammengefügt wurde. Die Montage der Einzelteile erfolgt
dabei in vertikaler Richtung. Ein besonderes Gehäuse welches alle
Einzelteile einschließt, ist nicht vorhanden. Daher muß auf die äußere
Gestaltung der Einzelteile großer Wert gelegt werden, weil die Außen
flächen derselben in ihrer Gesamtheit das Erscheinungsbild der Kaffee
maschine od.dgl. bestimmen. Eine solche Herstellung von Kaffeemaschinen
od.dgl. ist mit einem erheblichen Zeit- und daher Kostenaufwand verbunden.
Vor allem gestaltet sich die Endmontage der Einzelteile zu der fertigen
Kaffeemaschine als aufwendig und lohnintensiv, allein schon wegen
der zahlreichen Verbindungsstellen zwischen den zusammenzufügenden
Einzelteilen.
Die vorliegende Erfindung will hier Abhilfe schaffen. Sie will die
Einzelteile der Kaffeemaschine derart umgestalten, daß nicht nur von
der arbeitsaufwendigen vertikalen Montagerichtung abgegangen werden
kann, sondern daß man eine Vereinfachung und damit eine Verbilligung
der Herstellung von Kaffeemaschinen dadurch erzielen kann, daß man
eine Anzahl von Einzelteilen zu einer vormontierten Gruppe zusammen
faßt, die dann in ihrer Gesamtheit weiter verarbeitet wird. Es soll
somit die Anzahl der Arbeitsvorgänge beim Herstellen der Kaffeemaschine
od.dgl. reduziert und damit die Herstellungskosten gesenkt werden.
Dabei soll auch eine Verbesserung des Bewegungsablaufs beim Zusammenfügen
erzielt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, den
Frischwasserbehälter, die Heizung und das Steigrohr zu einer Bauein
heit zusammenzufassen, die biegsame, in unterschiedliche Lagen über
führbare Verbindungsstücke enthält und die als Ganzes in Lagerstellen
eines mehrteiligen, vorzugsweise zweiteiligen hohlen Gehäuses einsetz
bar ist. Die erfindungsgemäße Kaffeemaschine unterscheidet sich in
vorteilhafter Weise von dem Bekannten. Da die Einzelteile der Kaffee
maschine nunmehr in einem hohlen Gehäuse untergebracht werden, ist
es nicht mehr - wie bisher - erforderlich, auf ihre äußere Gestaltung
großen Wert zu legen. Sie sind für den Beschauer nicht sichtbar im
Gehäuse untergebracht. Dies macht sich insbesondere vorteilhaft bei
der Herstellung und dem Einbau des großvolumigen Frischwasserbehälters
bemerkbar. Denn dieser braucht nicht - wie bisher - als Ganzes form
stabil zu sein, und er braucht auch nicht hinsichtlich seiner Außenflä
chen besonders gestaltet zu werden, weil er im Hohlraum des Gehäuses
liegt. Es genügt in aller Regel, wenn der Frischwasserbehälter solche
Lagerstellen aufweist, die die zum Abfangen seines Gewichtes einschließ
lich des eingefüllten Wassers auftretenden Kräfte aufnehmen können.
Daher ist jetzt z.B. erstmals die Möglichkeit gegeben, einen Frischwas
serbehälter auch in wirtschaftlicher Weise durch Blasen herzustel
len. Generell ist somit die Möglichkeit eröffnet, den Frischwasserbe
hälter bis auf seine Lagerstellen zusammenfaltbar oder zusammenrollbar
zu gestalten. Dies macht sich auch auf die Menge des zur Herstellung
des Frischwasserbehälters erforderlichen Werkstoffes vorteilhaft bemerk
bar.
Der Frischwasserbehälter, die Heizung und das Steigrohr werden erfin
dungsgemäß zu einer Baueinheit zusammengefaßt, die sich im wesentlichen
in ein und derselben, nämlich einer vertikalen Ebene erstreckt. Dies
bedeutet, daß bei der geschaffenen, vormontierten Baueinheit der Frisch
wasserbehälter und die Heizung unter Zwischenschaltung von Verbindungs
stücken zunächst untereinander angeordnet sind. Durch die erfindungs
gemäße Benutzung der biegsamen Zwischenstücke ist trotzdem die Möglich
keit gegeben, die lange Baueinheit in dem hohlen, vorzugsweise zweiteili
gen, wesentlich kürzeren Gehäuse unterzubringen. Dies geschieht durch
eine Lageveränderung der biegsamen Zwischenstücke und damit von Teilen
der Baueinheit. Nach der Lageveränderung schließen der Frischwasser
behälter und die Heizung einen rechten Winkel miteinander ein, was
bedeutet, daß die biegsamen Verbindungsstücke um etwa 90° in bezug
auf ihre Ausgangslage umgebogen sind. Dabei besteht im Bedarfsfall
ferner die Möglichkeit, die Größe des Winkels zu variieren, um so
eine Anpassung an unterschiedliche räumliche Verhältnisse bei dem
hohlen Gehäuse der Kaffeemaschine zu erzielen. Auch ist es keineswegs
zwingend, alle vorhandenen biegsamen Zwischenstücke um ein und den
selben Winkel abzubiegen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die biegsamen
Verbindungsstücke als um mindestens 90° umbiegbare Faltenbalge ausgebil
det. Dies bedeutet, daß die biegsamen Verbindungsstücke ziehharmonika
artig gestaltet sind und sich daher durch Biegen leicht aus ihrer
gestreckten Ausgangslage in die gewünschte winkelige Endlage überführen
lassen. Trotzdem sind die biegsamen Verbindungsstücke flüssigkeitsdicht,
so daß sie ohne weiteres auch zum Weiterleiten von kaltem oder erhitztem
Wasser herangezogen werden können, ohne daß die Gefahr des Leckwerdens
besteht.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sind der Einlaß der als
Durchlauferhitzer ausgebildeten Heizung über ein Verbindungsrohr mit
dem Auslaß des Frischwasserbehälters und der Auslaß der Heizung über
ein weiteres Verbindungsrohr mit dem Steigrohr verbunden, wobei beide
Verbindungsrohre biegsame Zwischenstücke enthalten. Durch diese
Ausgestaltung ist es möglich, die zunächst unterhalb des Frischwasser
behälters angeordnete Heizung der Baueinheit so lagemäßig zu verändern,
daß sie schließlich mit dem Frischwasserbehälter einen rechten Winkel
bildet. Die Verbindungsrohre können dabei mit dem jeweiligen Einlaß
bzw. Auslaß durch Aufstecken verbunden werden.
Demgegenüber wird bei einer besonders vorteilhaften, weil wirtschaft
licher zu fertigenden Ausführungsform der Erfindung der Frischwasser
behälter mit dem Steigrohr und dessen Querrohr sowie mit den Verbin
dungsrohren einstückig ausgebildet. In diesem Falle brauchen nur noch
die Verbindungsrohre mit dem Einlaß bzw. dem Auslaß der Heizung verbun
den zu werden. Eine solche Ausführungsform der Baueinheit läßt sich
besonders wirtschaftlich herstellen und auch in einfacher Weise als
Ganzes in Lagerstellen des mehrteiligen hohlen Gehäuses einführen.
Die Lagerstellen sind dabei zweckmäßig an den Innenwandungen der Ge
häuseteile angeformt, und sie weisen ferner zweckmäßig jeweils eine
Einführungsöffnung auf, die ein leichtes Einschieben der Lagerbereiche
der Baueinheit in die Lagerstellen ermöglicht. Sobald die Baueinheit
in dem einen Gehäuseteil der Kaffeemaschine od.dgl. eingesetzt ist,
kann der zweite Gehäuseteil in seine Endlage überführt werden. Diese
Bewegung erfolgt horizontal. In der Endlage kommen dann auch die
Lagerstellen des zweiten Gehäuseteiles zur Wirkung mit dem Erfolg
daß sowohl der Frischwasserbehälter als auch die Heizung in beiden
Gehäuseteilen der Kaffeemaschine od.dgl. des vorzugsweise zweiteiligen
Gehäuses abgestützt sind. Die Lagesicherung der Baueinheit innerhalb
des Hohlraumes des Gehäuses und damit auch der Gehäuseteile erfolgt
dadurch, daß man die beiden Gehäuseteile vorzugsweise im Bereich der
Trennfuge miteinander verbindet. Hierfür können sowohl lösbare als
auch nicht lösbare, grundsätzlich bekannte Verbindungsarten benutzt
werden. Erwähnt seien Rastverbindungen, Verklebungen oder Verschweißun
gen.
Zweckmäßig ist es, das Steigrohr mit dem Querrohr ebenfalls über ein
biegsames Zwischenstück zu verbinden. Dies hat den weiteren Vorteil,
daß auch das Querrohr ein Bestandteil der Baueinheit sein kann, wobei
sich dieses den Auslaß aufweisende Querrohr zunächst in einer lang
gestreckten Lage befindet. Dieses Querrohr kann, weil es über ein
biegsames Zwischenstück mit dem Steigrohr verbunden ist, danach eben
falls in eine Winkellage überführt werden, wenn dies die Platzverhält
nisse in den hohlen Gehäuseteilen erforderlich machen sollten. Dabei
besteht auch die Möglichkeit eines Abwinkelns des Querrohres um 90°
in bezug auf die Ausgangslage. Dabei kommt der Auslaß - wie gewollt -
unmittelbar über dem das Kaffeemehl aufnehmenden Filter der Kaffee
maschine zu liegen.
In den Figuren der Zeichnungen ist einmal eine bekannte Ausführungs
form einer Kaffeemaschine sowie zum anderen die erfindungsgemäß aus
gebildete Ausführungsform einer Kaffeemaschine dargestellt und zwar
zeigen:
Fig. 1 in explosionsartiger und schaubildlicher Darstellung eine
bekannte Ausführungsform einer Kaffeemaschine vor dem in ver
tikaler Richtung erfolgenden Zusammenbau der Einzelteile und
bei fehlendem Filter und Auffanggefäß,
Fig. 2 ebenfalls in explosionsartiger und schaubildlicher Dar
stellung eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kaffee
maschine vor dem in horizontaler Richtung erfolgenden Zusammen
bau der Einzelteile bei fehlendem Filter und Auffanggefäß,
Fig. 3 in verkleinertem Maßstab und in Draufsicht eine aus Frisch
wasserbehälter und Heizung mit zugehörigen Verbindungs
teilen gebildete Baueinheit die zum Einbau in die erfin
dungsgemäße Kaffeemaschine gemäß Fig. 2 bestimmt ist in ihrer
ausgestreckten Ausgangslage,
Fig. 4 die Baueinheit gemäß der Fig. 3 der Zeichnung, jedoch nach
dem Überführen einiger ihrer Einzelteile aus der gestreckten
in eine winkelige Lage in Seitenansicht, wobei in strichpunk
tierten Linien die Umrisse der erfindungsgemäßen Kaffee
maschine wiedergegeben sind, in welche die Baueinheit einge
baut ist, und
Fig. 5 eine um 90° in Bezug auf die Fig. 4 gedrehte Ansicht der
Baueinheit und der Kaffeemaschine, bei der die Baueinheit
in den einen Gehäuseteil eingebracht ist, während der
zweite Gehäuseteil noch nicht in seine in Richtung der Pfeile
B erfolgende Endlage überführt ist.
Es sei zunächst vorausgeschickt, daß in sämtlichen Figuren der Zeich
nungen nur diejenigen Teile einer Kaffeemaschine dargestellt sind,
welche für das Verständnis der Erfindung von Bedeutung sind. So fehlt
insbesondere jeweils der Filter zur Aufnahme einer Filtertüte für
das Kaffeemehl sowie ein darunter anzuordnendes Auffanggefäß für den
zubereiteten Kaffee. Ferner fehlen die Stromversorgungsleitungen und
die Schalt- und Steuereinrichtungen für die Heizung der Kaffeemaschine.
Alle in den Figuren nicht dargestellten Teile können sowohl einen
an sich bekannten Aufbau haben als auch in ebenfalls bekannter Weise
miteinander zusammenwirken.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist eine bekannte Ausführungsform einer
elektrisch betriebenen Kaffeemaschine dargestellt. Dabei weist die
generell mit 10 bezeichnete Kaffeemaschine einen Frischwasserbehäl
ter 11 auf, dessen Boden 12 einen Auslaß 13 besitzt, durch welchen
beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Kaffeemaschine das Frischwasser
zu einer Heizeinrichtung gelangen kann. Das von der Heizung erwärmte
Wasser gelangt in bekannter Weise durch ein Steigrohr 14 in den oberen
Bereich der Kaffeemaschine 10, wobei dieses Steigrohr 14 im Inneren
des Frischwasserbehälters 11 untergebracht ist. Das Steigrohr 14 geht
im dargestellten Ausführungsbeispiel in ein Querrohr 15 über, das
in einem hohlen, weit auskragenden Teil 24 des Frischwasserbehälters
11 untergebracht ist. Im Bereich des vorderen Endes des Querrohres
15 befindet sich ein Auslaß 16, durch den das erhitzte Wasser auf
das Kaffeemehl gelangen kann, das in bekannter und daher nicht darge
stellter Weise in eine Filtertüte eines darunter angeordneten Filters
und anschließend als fertiger Kaffee in ein abnehmbares Auffange
fäß gelangt.
Um den nach oben hin offenen Frischwasserbehälter 11 und seinen auskra
genden Teil 24 nach oben hin zu verschließen, ist eine generell mit
23 bezeichnete Abdeckung vorgesehen, die mit bekannten Mitteln, z.B.
durch Aufstecken, mit dem oberen, freien Rand des Frischwasserbehälters
verbunden werden kann. Der eine Teil der Abdeckung 23 und zwar der
in der Fig. 1 linke Teil, ist als klappbarer Schutzdeckel 25 ausgebil
det. Um diese Aufklappbarkeit zu erzielen, hat die Abdeckung 23 ein
Scharnier 26 bekannter Gestaltung. Durch Hochklappen des Schutzdeckels
25 kann die obere Öffnung des Frischwasserbehälters 11 freigelegt
werden, so daß Frischwasser in den Aufnahmeraum des Frischwasserbehäl
ters 11 eingefüllt werden kann.
Unterhalb des Bodens 12 des Frischwasserbehälters 11 hat die Kaffee
maschine 10 einen Sockel 17, der einstückig aus einem Kunststoff her
gestellt ist und der im Querschnitt gesehen L-förmige Gestalt aufweist.
Der eine Schenkel dieses L′s wird durch einen erhabenen Socketeil
18 gebildet, in dessen Oberfläche sowohl der Auslauf 13 des Frischwas
serbehälters 11 als auch das untere Ende des Steigrohres 14 einminden.
Der in seiner Höhe niedrigere Sockelteil ist mit 19 bezeichnet. In
einen nicht näher bezeichneten Hohlraum dieses niedrigeren Sockelteiles
19 ist eine generell mit 27 bezeichnete elektrisch betriebene Heizung
untergebracht. In aller Regel ist es ein Durchlauferhitzer. Der Sockel
teil 19 hat im Bereich seiner Oberfläche eine kreisförmige Durchbre
chung 20, die den Abmessungen der Heizung 27 angepaßt ist und nach
oben hin durch einen in der Zeichnung nicht wiedergegebenen Deckel
abgeschlossen ist. Dieser dient zum Aufstellen eines Auffanggefäßes
für den fertig zubereiteten Kaffee. Im Bereich der vorderen Seitenwand
des erhabenen Sockelteiles 18 ist eine Vertiefung 21 vorgesehen, an
deren Boden ein Schalter 22 gelagert ist, der zum Ein- und Ausschalten
des elektrischen Stromes für die Heizung 27 dient. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Schalter 22 mit einge
bauter Kontrollampe.
Der Sockel 17 wird nach unten hin durch eine Bodenplatte 28 verschlos
sen. Der Sockel 17 und die Bodenplatte 28 können mit bekannten und
daher nicht dargestellten Verbindungselementen miteinander verbunden
werden. Auf seiner Unterseite hat die Bodenplatte 28 Aufstellfüße
29, mit denen die Kaffeemaschine 10 auf eine Stellfläche, beispielsweise
auf eine Tischplatte, gestellt werden kann.
Aus der explosionsartigen Darstellung der Fig. 1 der Zeichnung ergibt
sich, daß der Zusammenbau der Einzelteile der elektrisch betriebenen
Kaffeemaschine 10 in vertikaler Richtung erfolgt. Dies ist ein auf
wendiges und daher teures Verfahren zum Zusammensetzen einer elektrisch
betriebenen Kaffeemaschine. Wie ersichtlich, bestimmen die Außenflächen
der Einzelteile das äußere Erscheinungsbild der Kaffeemaschine.
Bei der in den Fig. 2 bis 5 dargestellten erfindungsgemäßen Ausfüh
rungsform der Kaffeemaschine wird demgegenüber ein anderer Weg be
schritten, um die Einzelteile einer elektrisch betriebenen Kaffeema
schine zusammenzubauen. Nachfolgend wird angegeben, wie die Einzel
teile der erfindungsgemäßen Kaffeemaschine ausgebildet sind und in
welcher Weise sie zu der fertigen Kaffeemaschine zusammengefügt werden.
Die erfindungsgemäße, am besten aus der Fig. 2 ersichtliche Kaffeema
schine ist generell mit 60 bezeichnet. Sie zeichnet sich im Vergleich
nit der bekannten in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform zunächst
dadurch aus, daß der Frischwasserbehälter nicht mehr Bestandteil der
sichtbaren Außenfläche der Kaffeemaschine ist. Es wird nämlich nunmehr
für die erfindungsgemäß ausgebildete Kaffeemaschine 60 ein Gehäuse
benutzt, das längsgeteilt ist und im gewählten Ausführungsbeispiel
aus zwei zusammenfügbaren Gehäuseteilen besteht. In dem großen Hohl
raum dieses Gehäuses sind dann die wesentlichen Funktionsteile der
Kaffeemaschine 60 untergebracht.
Bei der konkreten, in der Fig. 2 wiedergegebenen Ausführungsform
hat das Gehäuse der Kaffeemaschine 60 zwei Gehäuseteile 30 und 31.
Dabei läßt die Fig. 2 der Zeichnung erkennen, daß eine Längsteilung
des Gehäuses erfolgt ist. Die Trennungslinie läuft dabei durch die
Mittellängsachse der Kaffeemaschine 60. Jeder der beiden untereinander
gleichgestalteten Gehäuseteile 30 bzw. 31 hat einen waagerecht ver
laufenden Oberteil 32 mit jeweils einem Hohlraum 56, der nach oben
hin durch eine Decke 57 abgeschlossen ist. An dem rückwärtigen Ende
der Decke 57 ist jeweils eine Verdickung 33 angebracht, die an ihrer
innenliegenden Stirnfläche jeweils eine Bohrung 34 aufweist, in welche
ein Lagerzapfen 36 eines Klappdeckels 35 eingreift. Die Lagerzapfen
36 sind dabei an den Stirnflächen eines verdickten Bereiches 37 des
Klappdeckels 35 angebracht. Auf diese Weise ist ohne zusätzliche Mittel
ein Scharnier für den Klappdeckel 35 gebildet. Wenn der Klappdeckel
35 nach oben - in eine aufrechte Stellung - bewegt wird, dann wird
dadurch die unter ihm liegende Öffnung des Frischwasserbehälters zum
Füllen mit Wasser freigelegt.
Jeder der beiden Gehäuseteile 30 und 31 hat auch einen senkrecht
verlaufenden Mittelteil 39, wobei jeder Mittelteil einen Aufnahmeraum
58 aufweist. In den beiden Aufnahmeräumen 58 kommt nach dem Zusammen
fügen der beiden Gehäuseteile 30 und 31 der jetzt generell mit 46
bezeichnete Frischwasserbehälter zu liegen.
Jeder Gehäuseteil 30 und 31 hat auch einen quer zum Mittelteil 39
angeordneten hohlen Unterteil 38. In diesem ist jeweils eine Aufnahme
41 vorgesehen, die zusammen zur Unterbringung der generell mit 40
bezeichneten Heizung für die elektrisch betriebene Kaffeemaschine
60 dient. Um die Heizung in ihre wirksame oder in ihre unwirksame
Funktionsstellung überführen zu können, ist ein an sich bekannter
Schalter 42 vorgesehen, in dessen nicht näher bezeichnetem Gehäuse
an der Stirnseite zugänglich liegend ein Schaltglied 43 angeordnet
ist. Um Platz für die Unterbringung des Gehäuses des Schalters 42
zu schaffen, ist jeweils an den einander zugekehrten Stirnflächen
des Unterteiles 38 - wie in der Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich -
eine Aussparung 44 vorgesehen. Nach dem Zusammenfügen der beiden Ge
häuseteile 30 und 31 ist das Schaltglied 43 des Schalters 42 frei
zugänglich. Es kann zweckmäßig mit einer Leuchte versehen sein, die
anzeigt, ob die Heizung 40 in Betrieb ist oder nicht. Die Bodenflächen
beider Unterteile bilden zusammen die Aufstellfläche für die Kaffee
maschine 60.
Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 der Zeichnung ersichtlich, sind
bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Kaffeemaschine der Frisch
wasserbehälter 46, die Heizung 40 und zusätzliche Verbindungsrohre
und -stücke zu einer vormontierten Baueinheit zusammengefügt. Diese
mit 45 bezeichnete Baueinheit ist in der Fig. 3 in ihrer langgestreckten
Ausgangslage und in den Fig. 2, 4 und 5 in ihrer Endlage wiederge
geben, in welcher einige Teile dieser Baueinheit 45 um etwa 90° aus
ihrer Ausgangslage abgebogen sind.
Der Frischwasserbehälter 46 der Baueinheit 45 hat im Bereich seines
Bodens einen Auslaß 47, der über ein Verbindungsrohr 48 mit dem Einlaß
49 der als Durchlauferhitzer ausgebildeten Heizung 40 verbunden ist.
Der Auslaß 52 der Heizung 40 ist demgegenüber durch ein weiteres,
jedoch kürzer gehaltenes Verbindungsrohr 51 mit dem Steigrohr 53 ver
bunden. Sowohl dem längeren Verbindungsrohr 48 als auch dem kürzeren
Verbindungsrohr 51 ist jeweils ein biegsames Verbindungsstück 50 zu
geordnet, das faltenbalgartig ausgebildet ist und daher aus seiner
in der Fig. 3 dargestellten gestreckten Lage in die in den Fig. 4
und 5 wiedergegebene Arbeitslage überführt werden kann. Um die Arbeits
lage erreichen zu können, ist ein Umbiegen um etwa 90° im Bezug auf
die Ausgangslage erfolgt. Damit ist mit einfachen und daher wirtschaft
lichen Mitteln die Möglichkeit geschaffen, den die Heizung 40 umfas
senden Teil der Baueinheit 45 aus der zunächst senkrechten in eine
horizontale Lage zu überführen. In dieser kann dann die Heizung 40
in die Aufnahme 41 des Unterteils 38 des Gehäuses der Kaffeemaschine
60 eimgebracht werden. Das Zusammenfügen der beiden Gehäuseteile 30
und 31 erfolgt dabei - vergl. dazu die Fig. 5 - in waagerechter Rich
tung. Dies bedeutet, daß der Gehäuseteil 30 in Richtung der Pfeile
B der Fig. 5 bewegt wird, bis die beiden Stirnflächen der Gehäuseteile
30 und 31 aneinander liegen. Beim Zusammenfügen der Gehäuseteile 30
und 31 können in der Technik bekannte Verbindungselemente benutzt
werden. Es können dabei sowohl mechanisch wirkende Verbindungselemente
als auch solche eingesetzt werden, die ein Verkleben oder Verschweißen
der Gehäuseteile bewirken. Um dabei die Einzelteile der Baueinheit
45 in den beiden Gehäuseteilen 30 und 31 lagezusichern, sind an den
Innenwandungen Lagerstellen 59 und 61 vorgesehen, von denen die mit
61 bezeichneten mit Teilen der Heizung 48 zusammenwirken. Die Lagerstel
len 59 und 61 sind dabei leistenförmig gestaltet und mit Einführungs
öffnungen zwischen den Leisten versehen. Diese Ausbildung begünstigt
die Herstellung der Gehäuseteile 30 und 31 sowie das Zusammenwirken
mit dem Frischwasserbehälter 46 bzw. der Heizung 40, weil Bereiche
derselben in einfacher Weise durch die Einführungsöffnungen hindurch
in die Lagerstellen 59 bzw. 61 eingeschoben werden können.
Wie die Fig. 3 und 4 der Zeichnung am besten erkennen lassen, ist
an der Übergangsstelle des Steigrohres 53 zu dem Querrohr 54 ebenfalls
ein biegsames, faltenbalgartiges Zwischenstück 50 vorgesehen. Dies
bedeutet, daß auch das Querrohr 54 aus seiner zunächst vertikalen
Lage gemäß der Fig. 3 in die horizontale Lage gemäß der Fig. 4 um
90° gebogen werden kann. Dadurch kommt der Auslaß 55 des Querrohres
54 über dem Filter zu liegen. Nach dem Umbiegen liegt das Querrohr
54 in seiner Endlage in dem Hohlraum 56 des Oberteiles 32 der Kaffee
maschine 60.
Der Frischwasserbehälter 46 nach der Fig. 2 der Zeichnung ist nicht
mehr ein Teil des Außengehäuses der Kaffeemaschine 60 sondern er liegt
innerhalb der beiden Gehäuseteile 38 und 31. Dies bedeutet, daß der
Frischwasserbehälter 46 kein formstabiler Körper mehr zu sein braucht.
Es ist auch nicht unbedingt erforderlich, daß er den Innenkonturen
der Gehäuseteile 38 und 31 genau angepaßt ist. Daher ist es möglich,
für die Herstellung des Frischwasserbehälters 46 nunmehr auch solche
Verfahren einzusetzen, die man bisher wegen der geforderten Formsta
bilität des Frischwasserbehälters nicht ausnutzen konnte. So läßt
sich der Frischwasserbehälter 46 als Blaskörper gestalten. Auf diese
Weise ergibt sich im Vergleich mit dem Bekannten eine wesentlich wirt
schaftlichere Herstellungsmöglichkeit für den Frischwasserbehälter.
Generell ließe sich dieser auch als flüssigkeitsdichter Falt- oder
Aufrollkörper ausbilden, wobei man in diesem Falle für die Anbringung
von stabilen Lagerstellen Sorge tragen müßte. Auf der anderen Seite
kann gewünschtenfalls der Frischwasserbehälter 46 nach wie vor formsta
bil bleiben. Wenn er trotzdem kostengünstiger als bisher gefertigt
werden kann, so liegt dies daran, daß auf die Werkstoffwahl und das
Aussehen nicht mehr im bisherigen Maße Rücksicht genommen zu werden
braucht, weil der Frischwasserbehälter verdeckt im Inneren des Gehäu
ses liegt.
Wie bereits erwähnt, ist die in den Fig. 2 bis 5 dargestellte Ausfüh
rungsform der Erfindung nur eine beispielsweise Verwirklichung dersel
ben und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei
andere Anwendungen und Ausführungen möglich. So kann insbesondere
die Baueinheit 45 sowohl hinsichtlich der Anzahl ihrer Einzelteile
als auch hinsichtlich ihres Zusammenbaus abweichend vom Ausführungs
beispiel gewählt werden. Auch können die Gehäuseteile 30 und 31 eine
andere als die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform erhalten.
- Bezugszeichenliste
10 Kaffeemaschine (bekannte Ausführungsform)
11 Frischwasserbehälter
12 Boden (von 11)
13 Auslauf (an 12)
14 Steigrohr
15 Querrohr (von 14)
16 Auslaß
17 Sockel
18 erhabener Sockelteil
19 niedriger Sockelteil
20 Durchbrechung
21 Vertiefung
22 Schalter
23 Abdeckung
24 auskragender Teil (von 11)
25 klappbarer Schutzdeckel
26 Scharnier
27 Heizung
28 Bodenplatte
29 Aufstellfuß
30 I. Gehäuseteil
31 II. Gehäuseteil
32 Oberteil (von 30 und 31)
33 Verdickung (an 32)
34 Bohrung (in 33)
35 Klappdeckel
36 Lagerzapfen
37 verdickter Bereich (von 35)
38 Unterteil (von 30 und 31)
39 Mittelteil (von 30 und 31)
40 Heizung
41 Aufnahme (in 38 für 40)
42 Schalter
43 Schaltglied
44 Aussparung
45 Baueinheit
46 Frischwasserbehälter
47 Auslaß (von 46)
48 Verbindungsrohr
49 Einlaß (zum Durchlauferhitzer)
50 biegsames Verbindungsstück
51 Verbindungsrohr
52 Auslaß (von Durchlauferhitzer)
53 Steigrohr
54 Querrohr
55 Auslaß (von 54)
56 Hohlraum (in 32)
57 Decke (von 32)
58 Aufnahmeraum (in 39)
59 Lagerstelle (für 46)
60 Kaffeemaschine (erfindungsgemäße Ausführungsform)
61 Lagerstelle (für 46)
62 Einführungsöffnung (von 61)
63 Einführungsöffnung (von 59)
B Pfeil - Richtungsangabe beim Zusammenfügen der Gehäuseteile (30, 31)
Claims (5)
1. Elektrisch betriebene Maschine zum Zubereiten von Heißgetränken,
wie Kaffee, Tee od.dgl., mit einem Frischwasserbehälter, einer diesem
nachgeschalteten Heizung, mit einem Steigrohr für das erhitzte Was
ser, dessen vorzugsweise als Querrohr ausgebildeter Endbereich einen
über einem Filter angeordneten Auslaß aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Frischwasserbehälter (46), die Heizung (40) und das Steigrohr
(53) zu einer Baueinheit (45) zusammengefügt sind, die biegsame,
in unterschiedliche Lagen überführbare Verbindungsstücke (50) enthält
und die als Ganzes in Lagerstellen (59 bzw. 61) eines mehrteiligen,
vorzugsweise zweiteiligen hohlen Gehäuses (30, 31) einsetzbar ist.
2. Kaffeemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bieg
samen Verbindungsstücke (50) als um mindestens 90° umbiegbare Falten
balge ausgebildet sind.
3. Kaffeemaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Einlaß (49) der als Durchlauferhitzer ausgebildeten Heizung
(40) über ein Verbindungsrohr (48) mit dem Auslaß (47) des Frisch
wasserbehälters (46) und der Auslaß (52) der Heizung (40) über ein
weiteres Verbindungsrohr (51) mit dem Steigrohr (53) verbunden sind
und daß beide Verbindungsrohre (48 bzw. 51) biegsame Zwischenstücke
(50) enthalten.
4. Kaffeemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steig
rohr (53) mit dem Querrohr (54) über ein biegsames Zwischenstück
(50) verbunden ist.
5. Kaffeemaschine nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Frischwasserbehälter (46) mit dem
Steigrohr (53) und dessen Querrohr (54) sowie mit den Verbindungs
rohren (4 B bzw. 51) einstückig ausgebildet ist und daß die Verbin
dungsrohre (48 bzw. 51) mit dem Einlaß (49) bzw. dem Auslaß (52)
der Heizung (40) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709256 DE3709256A1 (de) | 1987-03-20 | 1987-03-20 | Elektrisch betriebene maschine zum zubereiten von heissgetraenken, wie kaffee, tee od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709256 DE3709256A1 (de) | 1987-03-20 | 1987-03-20 | Elektrisch betriebene maschine zum zubereiten von heissgetraenken, wie kaffee, tee od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3709256A1 true DE3709256A1 (de) | 1988-09-29 |
Family
ID=6323635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873709256 Withdrawn DE3709256A1 (de) | 1987-03-20 | 1987-03-20 | Elektrisch betriebene maschine zum zubereiten von heissgetraenken, wie kaffee, tee od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3709256A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2526841A1 (de) | 2011-05-25 | 2012-11-28 | Severin Elektrogeräte GmbH | Heizungsmodul für eine Heissgetränkemaschine oder einen Heissgetränkeautomaten |
-
1987
- 1987-03-20 DE DE19873709256 patent/DE3709256A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2526841A1 (de) | 2011-05-25 | 2012-11-28 | Severin Elektrogeräte GmbH | Heizungsmodul für eine Heissgetränkemaschine oder einen Heissgetränkeautomaten |
| DE102011102431A1 (de) | 2011-05-25 | 2012-11-29 | SEVERIN ELEKTROGERÄTE GmbH | Heizungsmodul für eine Heißgetränkemaschine oder einen Heißgetränkeautomaten |
| DE102011102431B4 (de) * | 2011-05-25 | 2013-08-08 | SEVERIN ELEKTROGERÄTE GmbH | Heizungsmodul für eine Heißgetränkemaschine oder einen Heißgetränkeautomaten |
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| Date | Code | Title | Description |
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