DE3727445C1 - Arrangement for adjusting the jaws in power-operated chucks - Google Patents
Arrangement for adjusting the jaws in power-operated chucksInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verstellen der Backen eines an
einer zum Umlauf antreibbaren Arbeitsspindel angeordneten Kraftspannfutters
mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen.
Eine gattungsgleiche Vorrichtung ist in der DE-PS 33 14 629 beschrieben
und dargestellt. Sie umfaßt einen Elektromotor, der im Spindelstillstand
mit einem Element eines Wälzschraubtriebs kuppelbar ist. Zum Spannen eines
Werkstücks läuft der Wälzschraubtrieb zunächst im wesentlichen leer, bis
die Backen auf das zu spannende Werkstück treffen, wonach der Spannkraftspeicher
durch Weiterlaufen des Wälzschraubtriebs geladen wird. Um zu
verhindern, daß sich die Backen nach Abkuppeln des Motors bei umlaufender
Spindel wieder lösen, ist eine Bewegungssperre vorgesehen.
Sowohl der Wälzschraubtrieb als auch die Bewegungssperre sind mitumlaufend
an der Spindel angeordnet. Die beiden, den Wälztrieb bildenden Komponenten
"Schraube" und "Mutter" bilden dabei das zur Anpassung an unterschiedliche
Spanndurchmesser und Spannkräfte längenveränderbare Bauteil,
an dem sich der Kraftspeicher direkt oder über zwischengeschaltete
Komponenten abstützt. Durch die Verwendung des reibungsarmen Wälzschraubtriebs
anstelle eines herkömmlichen Gleitschraubtriebs ist der Leistungsbedarf
der Vorrichtung relativ gering.
Bei der praktischen Verwirklichung dieses bekannten Vorschlags zeigt sich,
daß die Zahl der unterzubringenden und ineinander zu verschachtelnden
Komponenten relativ groß ist mit dem Ergebnis, daß die Vorrichtung radial
verhältnismäßig ausladend wird. Dies führt insbesondere bei modernen
hochtourigen Werkzeugmaschinen, etwa Drehmaschinen, zu entsprechend hohen
Trägheitsmomenten, die zu beschleunigen und abzubremsen sind, und zu
Auswuchtproblemen, wobei zusätzlich noch Festigkeitsprobleme wegen der hohen
Fliehkräfte auftreten können.
Aufgabe der Erfindung ist es, die gattungsgleiche Vorrichtung dahingehend
zu verbessern, daß die Zahl und Abmessung der mit der Spindel umlaufenden
Komponenten verringert werden kann.
Die in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß zur Lösung
dieser Aufgabe vorgesehenen Merkmale ergeben sich aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1.
Während bei der bekannten Vorrichtung sowohl die Ladebewegung des
Kraftspeichers als auch der Längenausgleich mittels derselben Komponenten,
nämlich mittels der Teile des Wälzschraubtriebs, erfolgt, sind bei der
erfindungsgemäßen Konzeption die Komponenten für das Laden des Kraftspeichers
und für den Längenausgleich voneinander getrennt und sind auch getrennt
ansteuerbar (was nicht ausschließt, daß ihr Antrieb von einem gemeinsamen
Motor abgeleitet wird). Dies erlaubt, die Antriebseinheit für
das Laden des Kraftspeichers stationär auszubilden, so daß mit der Spindel
nur noch zusätzlich zum Kraftspeicher und zum Übertragungsorgan das
Stellgetriebe, im einfachsten Falle ein einfacher Gleitschraubtrieb,
umzulaufen braucht.
Es ist anzumerken, daß anstelle eines Backenfutters irgendeine andere
Spannvorrichtung vorgesehen sein kann, etwa eine Spannzange, vorausgesetzt,
daß dabei mindestens zwei Backen gemeinsam durch Verlagern eines
zentralen Organs in bzw. außer Eingriff mit einem Werkstück oder Werkzeug
gebracht werden.
Für die Ansteuerung bedient man sich zweckmäßigerweise eines gemeinsamen
Ansteuergeräts für den Spannantrieb einerseits und den Spindelantrieb
andererseits, wobei es bevorzugt ist, ein Ansteuergerät zu verwenden, das
nach dem Prinzip der Frequenzumrichtung arbeitet, wie in EP O 2 28 007 A2
beschrieben.
Gemäß Patentanspruch 2 kann mittels der Vorrichtung wahlweise mit Innen-
oder Außenspannung gearbeitet werden.
Die Ausbildung der Vorrichtung gemäß Anspruch 3 verhindert, daß
Reaktionskräfte des Ladevorgangs über die Spindellagerung geleitet werden
müssen.
Weitere Ausgestaltungen im Rahmen der Erfindung ergeben sich aus den
restlichen Unteransprüchen.
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachstehend
unter Bezugnahme auf die schematische Zeichnung im einzelnen erläutert.
Fig. 1 ist ein Teilaxialschnitt der ersten Ausführungsform,
Fig. 2 ist ein zugehöriges Blockschaltbild,
Fig. 3 ist ein zugehöriges Ablaufdiagramm und
Fig. 4 bis 6 beziehen sich analog zu Fig. 1 bis 3 auf das zweite
Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1 und 4 sind nur die erfindungswesentlichen Details dargestellt,
während unwesentliche Dinge, etwa Schraubverbindungen und dergleichen,
allenfalls angedeutet wurden.
Einander entsprechende Bauteile beider Ausführungsformen sind mit gleichen
Bezugszeichen markiert. Als Beispiel sind die Vorrichtungen in Verbindung
mit Drehmaschinen gezeigt.
Man erkennt in Fig. 1 das linke, dem Reitstock abgewandte Ende des
Spindelkastens 10, in dem über Wälzlager 12 (nur eines dargestellt) die
Arbeitsspindel 14 abgestützt ist. Durch die hohl ausgebildete Spindel 14
erstreckt sich als Kraftübertragungsorgan ein Zug-Druck-Rohr 16, das
relativ zur Spindel 14 axialverlagerbar ist und dabei Spann- bzw. Lösekräfte
auf ein Backenfutter 102 überträgt, das an dem dem Reitstock zugekehrten
Spindelkopf befestigt ist. Auf der linken Seite des Spindelkastens 10 ist
in üblicher Weise die Vorrichtung befestigt, mittels der das Rohr 16
verlagert wird. Der erfindungsgemäße Aufbau dieser Vorrichtung wird nun
erläutert.
Der Federkraftspeicher 18 besteht aus einer Reihe von Ringfedern 20, z. B.
Tellerfedern, von denen zur Vereinfachung nur zwei gezeichnet sind. Sie
sind mit ihrem Innenumfang am Rohr 16 in Axialrichtung mittels Scheiben 22
abgestützt und an ihrem Außenumfang durch eine Ringbaugruppe 24 miteinander
verbunden. Ein Topfteil 26 mit Endflansch 28 umkapselt den Kraftspeicher 18.
Das Topfteil 26 ist ferner mit einer Hülse 30 verbunden, die ihrerseits
mit einem auf die Spindel 14 fest aufgeschraubten Flansch 32
verschraubt ist. Demgemäß ist das Topfteil 26 axialfest bezüglich der
Spindel und läuft mit dieser um.
Von der Ringbaugruppe 24 erstrecken sich einige Bolzen 34, z. B. vier oder
sechs, parallel zur Spindelachse durch entsprechende Bohrungen in dem Boden
des Topfteils 26 in Richtung Spindelkasten 10. Ihre Enden sind mit
einem Stellring 36 fest verbunden. Der Stellring 36 weist Innengewinde
auf, das mit einem entsprechenden Außengewinde einer Stellbuchse 38 im
Eingriff steht. Die Stellbuchse 38 weist an ihrem spindelkastennahen Ende
einen Flansch mit Außenverzahnung 40 auf. Die Stellbuchse 38 ist drehbar
auf der Hülse 30 gelagert; ihre Axialerstreckung ist geringer als der
Abstand zwischen dem Boden des Topfteils 26 und dem Endflansch 42 von Hülse
30, der mit dem Flansch 32 verbunden ist.
Demgemäß bilden der Stellring 36, an dem sich der Kraftspeicher abstützt,
und die Stellbuchse 38 gemeinsam das zur Anpassung an unterschiedliche
Spanndurchmesser und Spannkräfte in Axialrichtung längenveränderbare Bauteil,
denn eine Drehbewegung der Stellbuchse 38 führt zu einer Verlagerung
in Axialrichtung des Stellrings 36.
Oberhalb der insoweit beschriebenen Bauteile sitzt ortsfest am
Spindelkasten 10 eine Antriebseinheit 44. (Es ist anzumerken, daß vorzugsweise
mindestens zwei solcher untereinander identischer Antriebseinheiten
vorgesehen sind, die gleichförmig auf dem Umfang verteilt angeordnet werden.
Im Ausführungsbeispiel sind drei solcher Einheiten angenommen, zueinander
um 120° versetzt.) Die Antriebseinheit 44 umfaßt ein Hydraulikzylindergehäuse
46 mit zwei koaxialen Zylinderkammern 48, in denen ein gemeinsamer
Kolben 50 aufgenommen und für den Betrieb mit Hydraulikmedium unter
Hochdruck von einigen hundert bar abgedichtet ist. Die Kammern 48 sind über
Anschlüsse 52, 54 alternierend mit Druck beaufschlagbar.
Das Gehäuse ist zwischen den beiden Kammern 48 nach innen offen, so daß
der Kolben 50 in diesem Bereich freiliegt. Auf ihm ist eine Klaue 53 montiert,
die mit Spiel über die Peripherie des Stellrings 36 greift. Eine
ähnliche Beziehung besteht bezüglich eines von dem Mantel des Topfteils 26
nach außen ragenden Ringflansches 55, der mit Spiel zwischen einen Bund 56
des Gehäuses 46 und einen an dem letzteren befestigten Anschlagring 58
greift (dieser ist auch mit den anderen beiden Zylindergehäusen verbunden).
Jedes Zylindergehäuse 46 ist in Axialrichtung gleitbeweglich auf
einer spindelachsparallelen Säule 60 zwischen Rückstellfedern 62
angeordnet, die so ausgelegt und angeordnet sind, daß sie bei druckentlasteten
Kammern 48 das Gehäuse 46 in eine Position verlagern, in der Spiel
zwischen dem Ringflansch 55 einerseits, dem Bund 56 und dem Anschlagring 58
andererseits besteht. Durch einen Schlitz 64 des Gehäuses 46 ragt ein
Mitnehmer 66, der an der Klaue 53 befestigt ist und einen Positionsfühler
68, z. B. ein Meßpotentiometer, betätigt.
(Alle drei Zylindergehäuse 46 können miteinander verbunden sein, z. B.
durch Sektorenabschnitte 70. Die jeweils gemeinsam anzusteuernden drei
Zylinderkammern 48 werden mit gleichen Volumina beaufschlagt, so daß der
Gleichlauf der drei Kolben gewährleistet ist. Beispielsweise läßt sich
dies einfach dadurch bewerkstelligen, daß drei gleiche volumetrische Pumpen
von einem gemeinsamen Motor angetrieben werden.)
Mit dem der in der Zeichnung dargestellten Antriebseinheit 44
gegenüberliegenden Sektorenabschnitt 70 sowie mit dem Ring 58 ist eine Halterung 72
verbunden, die einen Elektromotor 74 mit Untersetzungsgetriebe 76 trägt.
Das Getriebe ist ausgangsseitig über eine biegsame Welle 78 mit einem
Ritzel 80 gekuppelt, das am freien Ende eines Schwenkarms 82, der in
Richtung des Pfeiles 84 hin und her beweglich ist, gelagert ist, um so mit
seiner Umfangsverzahnung 86 in bzw. außer Eingriff mit der Verzahnung 40
von Stellbuchse 38 gebracht werden zu können. Die Bauteile 72 bis 86 machen
die kleinen Verlagerungsbewegungen der Antriebseinheit 44 mit, ohne
daß ihre Funktion dadurch beeinträchtigt wird.
Fig. 2 zeigt in Blockform die hier nur schematisch angedeuteten
Funktionselemente sowie die Steuerungsmittel und deren Verknüpfung.
Die im Spindelstock 100 gelagerte Spindel 14 trägt das Futter 102 mit
Backen 104 zum Spannen eines Werkstücks 106; die Spannkraft wird mittels
Zug-Druck-Rohr 16 übertragen. Der Spindelantriebsmotor 108 ist von einem
Steuergerät 110 über Leitung 112 gesteuert; ein Inkrementgeber liefert
drehwinkelproportional Impulse auf Leitung 114 an das Steuergerät 110
zurück.
Während Fig. 1 nur eine Hydraulikeinheit 48/50 zeigt, sind in Fig. 2 zwei
solcher Einheiten mit 48/50 bzw. 48′/50′ bezeichnet; wie vorstehend
erwähnt, können auch noch mehr parallel geschaltet werden. Die Druckansteuerung
erfolgt über zugeordnete Solenoidventile 116, 116′, die nur gemeinsam
betätigbar sind und denen je eine volumetrische Pumpe 118, 118′ mit
gemeinsamen Antriebsmotor 120 vorgeschaltet ist. Dieser Motor 120 wird über
eine Leitung 126 von dem Steuergerät 128 gespeist und liefert Rückmeldeimpulse
an dieses über eine Leitung 124. Die Ausgangssignale des Positionsfühlers
68 werden über eine Leitung 122 zum Steuergerät 128 zurückgeführt.
Man erkennt ferner den Stellmotor 74 mit seinem Getriebe 76 sowie
den Schwenkarm 82 mit seinem Schwenkantrieb 130. Dieser wird ebenso wie
der Motor 74 und die Steuergeräte 110, 128 und das Solenoid 132 von
Steuersignalen der übergeordneten CNC-Steuerung 134 gemäß dem Schema der
Fig. 3 gesteuert.
Fig. 3 ist ein Balkendiagramm zur Darstellung des zeitlichen Ablaufs eines
Spann- und eines Lösevorgangs. Die einzelnen Zeilen sind mit dem jeweils
betrachteten Bauteil identifiziert, und die schraffierten Bereiche bedeuten
"aktiv" oder "in Bewegung", wobei die Bewegungsumkehr durch aufwärts
bzw. abwärts weisende Balken symbolisiert ist.
Zum Zeitpunkt t₀ sind alle Teile der Maschine im Stillstand. Beim Spannen,
Bearbeiten und Lösen laufen die folgenden Vorgänge ab:
t₁: Der Antrieb 130 des Schwenkarms 82 wird angesteuert und bringt Ritzel
80 in Eingriff mit der Umfangsverzahnung 40 von Stellbuchse 38.
t₂: Motor 74 wird in vorgegebener Drehrichtung gestartet, derart, daß auf die Stellbuchse 38 ein Drehmoment vorgegebener Richtung übertragen wird, die sich daraufhin in dem Stellring 36 in Richtung eines Anschlags schraubt (beispielsweise nach rechts in Fig. 1).
t₃: Stellbuchse 38 stützt sich jetzt am Anschlag ab, so daß sie diese Axialposition beibehält. Dadurch wird auch ihre Drehbewegung auf Null gebremst; der Stator des Motors 74 bleibt jedoch erregt.
t₂: Motor 74 wird in vorgegebener Drehrichtung gestartet, derart, daß auf die Stellbuchse 38 ein Drehmoment vorgegebener Richtung übertragen wird, die sich daraufhin in dem Stellring 36 in Richtung eines Anschlags schraubt (beispielsweise nach rechts in Fig. 1).
t₃: Stellbuchse 38 stützt sich jetzt am Anschlag ab, so daß sie diese Axialposition beibehält. Dadurch wird auch ihre Drehbewegung auf Null gebremst; der Stator des Motors 74 bleibt jedoch erregt.
Zum Zeitpunkt t₃ wird auch das Solenoid 132 für die entsprechende
Durchflußrichtung erregt. Eine der Zylinderkammern 48 wird mit Druckmedium angespeist,
und nach Durchlaufen eines Leerhubs - bis Klaue 53 am Stellring
36 anliegt - wird ab
t₄ über diesen, Bolzen 34, Federkraftspeicher 18 und Halteringe 22 das
Zug-Druck-Rohr 16 axial verlagert. Dabei wird der Federkraftspeicher 18
noch nicht geladen, da die Backen 104 noch nicht am Werkstück anliegen.
t₅: Die Spannbacken 104 fassen das Werkstück, und damit hat das Zug- Druck-Rohr 16 seine Arbeitslage erreicht (abgesehen von elastischen Verformungen, die hier der Einfachheit halber als im Federkraftspeicher 18 konzentriert angenommen werden). Im Zeitraum von t₅ bis
t₆ wird der Federkraftspeicher 18 geladen, da das Solenoidventil 132 noch nicht umgeschaltet hat. Auch der Stellring 36 wird in diesem Zeitraum entsprechend axial verlagert, wobei die Stellbuchse 38, vom Stellring 36 mitgenommen, sich immer wieder an den Anschlag schraubt.
t₅: Die Spannbacken 104 fassen das Werkstück, und damit hat das Zug- Druck-Rohr 16 seine Arbeitslage erreicht (abgesehen von elastischen Verformungen, die hier der Einfachheit halber als im Federkraftspeicher 18 konzentriert angenommen werden). Im Zeitraum von t₅ bis
t₆ wird der Federkraftspeicher 18 geladen, da das Solenoidventil 132 noch nicht umgeschaltet hat. Auch der Stellring 36 wird in diesem Zeitraum entsprechend axial verlagert, wobei die Stellbuchse 38, vom Stellring 36 mitgenommen, sich immer wieder an den Anschlag schraubt.
Die Position der einzelnen Komponenten ist in Fig. 1 zum Zeitpunkt t₆
dargestellt mit Ausnahme von Schwenkarm 82, der zum Zeitpunkt t₆ gerade
auskuppelt.
Das Solenoid 132 wird nun hinsichtlich der Durchflußrichtung umgesteuert,
so daß der Kolben 50 die Klaue 53 vom Stellring 36 zurückzieht; der
Stellring 36 ist jedoch durch die mit ihm in Schraubverbindung stehende,
am Anschlag anliegende Stellbuchse 38 gehindert, der Klaue 53 zu folgen.
So bleibt auch die erreichte Federspannung des Kraftspeichers 18 unverändert.
t₇: Alle bezüglich der Spindeldrehung stationären Teile haben sich von
der Spindel gelöst, so daß ihr Antriebsmotor 108 anlaufen kann. Bis zum
Zeitpunkt
t₈ erfolgt die Bearbeitung des Werkstücks.
t₈ erfolgt die Bearbeitung des Werkstücks.
Die Spindel ist auf Null abgebremst. Der Schwenkantrieb 130 kuppelt das
Ritzel 80 wieder mit der Verzahnung 40, und der Stator des Motors 74 wird
bei
t₉ erregt, jedoch mit einem Drehsinn derart, daß sich die Stellbuchse 38
in Richtung des gegenüberliegenden Anschlags schrauben möchte. Dies ist
aber noch nicht möglich, da die volle gespeicherte Federkraft auf ihr
lastet. Deshalb wird bei
t₁₀ das Solenoid 132 erneut im Spannsinn (!) erregt, um die Stellbuchse 38 zu entlasten. Sie läuft bis zum Zeitpunkt
t₁₁ bis zu dem anderen Anschlag, also im Beispiel nach links, bis sie auf das Topfteil 26 auftrifft. Das Solenoid 132 wird umgesteuert und gibt den Federkraftspeicher 18 frei, der sich bis zum Zeitpunkt
t₁₂ entlädt. Jetzt sind die Backen 104 vom Werkstück 106 gelöst. Die Kolben 50 bzw. 50′ sind nach wie vor mit Druck in Richtung "Backen lösen" beaufschlagt, so daß sie nun das Zug-Druck-Rohr 16 axial in Löserichtung verlagern und damit die Backen 104 öffnen. Dies ist bei
t₁₃ beendet. Das Solenoid 132 wird nochmals umgesteuert, um die stationären und die umlaufenden Teile vollständig voneinander zu lösen, und die Komponenten haben ihre Ausgangsstellung wieder bei
t₁₄ erreicht.
t₁₀ das Solenoid 132 erneut im Spannsinn (!) erregt, um die Stellbuchse 38 zu entlasten. Sie läuft bis zum Zeitpunkt
t₁₁ bis zu dem anderen Anschlag, also im Beispiel nach links, bis sie auf das Topfteil 26 auftrifft. Das Solenoid 132 wird umgesteuert und gibt den Federkraftspeicher 18 frei, der sich bis zum Zeitpunkt
t₁₂ entlädt. Jetzt sind die Backen 104 vom Werkstück 106 gelöst. Die Kolben 50 bzw. 50′ sind nach wie vor mit Druck in Richtung "Backen lösen" beaufschlagt, so daß sie nun das Zug-Druck-Rohr 16 axial in Löserichtung verlagern und damit die Backen 104 öffnen. Dies ist bei
t₁₃ beendet. Das Solenoid 132 wird nochmals umgesteuert, um die stationären und die umlaufenden Teile vollständig voneinander zu lösen, und die Komponenten haben ihre Ausgangsstellung wieder bei
t₁₄ erreicht.
Es ist zu betonen, daß weder die Zeitachse maßstabsgerecht unterteilt ist,
noch die jeweils erreichten Endlagen der einzelnen Komponenten untereinander
maßstäblich vergleichbar wären; diese Anmerkung gilt auch für die
später zu erläuternde Fig. 6.
Es versteht sich, daß der Ablauf durch Rückmeldung der einzelnen Vorgänge
abgesichert werden kann, was an sich bekannt ist und nicht im einzelnen
dargestellt wurde.
Die in Fig. 1 dargestellte und oben hinsichtlich Aufbau und Arbeitsweise
erläuterte Vorrichtung kann in verschiedener Hinsicht abgewandelt werden.
So werden in Fig. 1 die Spindellager durch den Spannvorgang nicht in
Axialrichtung belastet. Ist jedoch die Spindellagerung bei der betreffenden
Maschine so ausgebildet, daß sie auch höhere Axiallasten aufnehmen
kann, ist es möglich, die in der Betätigungseinheit 44 erzeugten Betätigungskräfte
über die Spindellagerung zu führen, so daß dann die Abstützung
der Einheit 44 über den Ringflansch 55 - und damit dieser selbst - entfallen
kann ebenso wie die Rückstellfedern 62; die gesamte Betätigungseinheit
44 ist dann vielmehr axial unverschieblich auf den sie tragenden
Säulen 60 angebracht. Es ist anzumerken, daß das in Fig. 1 gezeigte Wälzlager
12 als sogenanntes Loselager keine Axialkräfte aufnehmen kann;
üblicherweise ist aber das im futterseitigen Ende des Spindelkastens vorgesehene
Festlager axial belastbar.
In weiterer Abwandlung der Vorrichtung ist es dann möglich, das Futter
nicht nur im Spindelstillstand, sondern auch bei umlaufender Spindel zu
betätigen, indem nämlich die Klauen 53 einerseits, der Stellring 36 andererseits
als drehfester bzw. umlaufender Teil eines Gleitlagers ausgebildet
werden. Zur Herabsetzung der Reibung ist es dabei bevorzugt, mindestens
eine der Lagerfläche reibungsmindernd zu beschichten, etwa mit
diamantartigem Kohlenstoff (siehe Aisenberg/Chabot, Ion-beam Deposition of
Thin Films of Diamondlike Carbon, J. Appl. Phys., 1971, S. 2953-2958). Der
Reibungskoeffizient wird dabei etwa auf den Wert eines konventionell geschmierten
Gleitlagers herabgesetzt, so daß angesichts der nur kurzzeitigen
Belastungen auch Trockenlauf zulässig sein dürfte. Alternativ kann
man ein Axialwälzlager so ausbilden, daß der Stellring 36 der Innenring eines
Rillenkugellagers wird, während die Klauen 53 einen entsprechenden Außenring
abstützen würden.
Ferner kann man anstelle eines elektrisch angetriebenen Stellgetriebes
36/38 ein hydraulisch angetriebenes vorsehen.
Der Federweg ist in der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 relativ groß. In vielen
Anwendungsfällen werden jedoch nur kleine Federwege benötigt, wenn beispielsweise
die Spannbacken nur "nachfassen" müssen, weil das gespannte
Material Kaltfluß aufweist. In solchen Fällen genügt es, sich auf die
elastische Dehnung des Zug-Druck-Rohrs 16 selbst zu verlassen; insgesamt
weisen ja alle im Kraftfluß liegenden Bauteile eine mehr oder weniger
ausgeprägte Elastizität auf, wenn auch das verhältnismäßig dünnwandige
Rohr 16 den Hauptanteil der Spannkraftspeicherung übernehmen kann, insbesondere
dann, wenn man ein Material mit z. B. 1% zulässiger Dehnung (Glasfasern)
einsetzt. Die Bauteile 20, 22, 24 der Fig. 1 würden dann zu einer
einzigen, im wesentlichen nur als Übertragungsorgan wirkenden Scheibe reduziert
mit entsprechender Herabsetzung der umlaufenden Massen.
Fig. 4 zeigt in einer Darstellung analog zu Fig. 1 das zweite Ausführungsbeispiel.
Im Spindelkasten 10 ist die Spindel 14 in Wälzlagern 12
abgestützt, und sie nimmt das Zug-Druck-Rohr 16 auf. Mit der Spindel 14
ist ein Flansch 17 verschraubt, an den eine Hülse 19 angeflanscht ist.
Spindel 14, Flansch 17 und Hülse 19 laufen gemeinsam um und sind axialfest
zueinander. Der Federkraftspeicher 18 umfaßt Tellerfedern 20, deren Innenumfang
mittels Ringen 22 an einer Stufe der Hülse 19 festgelegt ist; der
freie äußere Umfang der Tellerfedern 20 ist zwischen einer Ringbaugruppe
24 und einem Verlängerungsstück 21 gehalten, dessen dem Kraftspeicher 18
abgewandtes zylindrisches Ende mit Außengewinde 23 versehen ist. Dieses
Gewinde ist im Eingriff mit einem entsprechenden Innengewindeabschnitt 25
eines Rotors 27, der auf seiner dem Kraftspeicher abgewandten Seite ein
Innengewinde 29 mit einer zum Gewinde 25 entgegengesetzten und vorzugsweise
gleichgroßen Steigung aufweist. Dieses Innengewinde 29 ist seinerseits
im Eingriff mit dem passenden Außengewinde 31 einer Kupplungsbüchse
33, die auf das Zug-Druck-Rohr 16 aufgeschraubt ist. Die Kupplungsbüchse
33 und der zylindrische Abschnitt des Verlängerungsstücks 21 weisen auf
ihrer der Hülse 19 zugekehrten Innenseite eine Keilnut 35 auf, die mittels
eines Keils 37 mit der Hülse 19 drehfest, aber axialverschieblich verbunden
ist. Durch Umlauf des Rotors 27 erfolgt demgemäß eine Verlängerung
bzw. Verkürzung der Baugruppe, bestehend aus dem Verlängerungsstück 21,
Rotor 27 und Kupplungsbüchse 33, die somit das längenanpaßbare Bauteil der
Vorrichtung bilden.
An den Spindelkasten 10 sind Säulen 60, gleichförmig um den Umfang verteilt,
angeflanscht, die zwischen weichen Federpaketen 62 eine Antriebseinheit
44 tragen. Sie umfaßt ein aus mehreren Teilen zusammengesetztes
Statorgehäuse 46 zur Aufnahme des Stators 39 eines ersten Elektromotors
und des Stators 41 eines zweiten Elektromotors. Mittels eines Kreuzrollenlagers
43 ist im Innern des Gehäuses 46 koaxial zu Spindel 14 und
Zug-Druck-Rohr 16 ein hohlzylindrischer Rotorträger 45 gelagert, der den
Rotors 47 des ersten Motors trägt und an seinem freien Ende das Schraubengewinde
eines Wälzschraubtriebs 49 aufweist, dessen zugehörige Mutter mit
51 beziechnet ist. Bolzen 34, die an der Mutter 51 befestigt sind, durchsetzen
den Stator 41 und sichern die Mutter 51 gegen Drehung. Zugleich
übertragen sie axiale Bewegungen der Mutter 51, hervorgerufen durch Erregung
des ersten Elektromotors und damit Drehung des Rotors 47, auf ein
Treibglied 53, das klauenartig entsprechende Bünde der Ringbaugruppe 24
bzw. des Verlängerungsstücks 21 umgreift. Zur Aufnahme der Reaktionskräfte
umgreifen der Flansch 17 und die Hülse 19 in ähnlicher Weise einen an das
Gehäuse 46 angeformten Innenflansch 55.
Der Rotor 27 weist auf seiner Außenseite den Eisenkern und die Wicklung
des zum Stator 41 gehörenden zweiten Motors auf.
Am Spindelkasten 10 ist ein Näherungstaster 68 befestigt, der den Innenflansch
55 durchsetzt und die jeweilige Relativlage der Ringbaugruppe 24
auch während des Spindelumlaufs zu überwachen gestattet.
Mit 90 ist ein z. B. induktiver Sensor bezeichnet, der auf den Vorbeilauf
von Zähnen 92 anspricht und somit das Zählen von Winkelinkrementen gestattet.
Daraus lassen sich natürlich auch Drehzahl- bzw- Drehbeschleunigungsdaten
ableiten, die in angeschlossenen Reglern (nicht dargestellt)
weiterverarbeitet werden.
In Fig. 4 ist ein einziger Wälzschraubtrieb 45/51, koaxial zur Spindelachse
angeordnet, dargestellt. Alternativ könnte man zwei einander gegenüberliegende
oder auch mehr einzelne Schraubtriebe um den Umfang verteilt
vorsehen, ähnlich wie dies bei Fig. 1 für die Arbeitszylinder 46, 48, 50
beschrieben wurde. Die Arbeitsdurchmesser der Gewinde werden dann sehr
viel kleiner, so daß gegebenenfalls auch mit Gleitschraubtrieben gearbeitet
werden könnte, da die Reibungsverluste entsprechend geringer ausfallen.
Es versteht sich, daß dann analog zu Fig. 1 alle einzelnen Triebe
synchron anzusteuern sind.
In Fig. 5 sind für Bauteile analog zu Fig. 2 gleiche Bezugszeichen verwendet.
Die Motoren sind Drehstrommotoren, vorzugsweise Kurzschlußläufermotoren,
wobei Asynchronmotoren bevorzugt sind. Man verwendet ein einziges Ansteuergerät
sowohl für den Spannantrieb als auch für den Spindelantrieb,
da deren Motoren ja immer nur alternativ anzusteuern sind, so daß zumindest
die teure Endstufe des Steuergeräts nur einmal vorhanden zu sein
braucht, während die übrigen Daten jeweils umgeschaltet werden. Das Ansteuergerät
arbeitet nach dem Prinzip der Frequenzumrichtung mit getrennter
Steuerung der felderzeugenden und der drehmomenterzeugenden Stromkomponenten,
was extrem hohe Drehzahlen bei niedriger Belastung und extrem
hohe Drehmomente bei geringer Drehzahl ermöglicht.
Man erkennt in Fig. 5 den Motorstator 39 für den Spannantrieb und einen
Motor 108 für den Arbeitsspindelantrieb. Jeder Motor ist mit einem Drehwinkelgeber
bestückt, der z. B. pro Grad Drehwinkel einen Ausgangsimpuls
liefert. Durch Differenzieren nach der Zeit erhält man die Drehgeschwindigkeit,
durch nochmaliges Differenzieren die Drehbeschleunigung. Die benötigten
Motorparameter (z. B. Trägheitsmoment des Rotors und sonstige
Festdaten) sind in zugehörigen Speichern 200 für Motor 38/47 bzw. 202 für
Motor 108 abgespeichert.
Ähnlich sind auch die entsprechenden Regelalgorithmen in Speichern 201
(für Motor 39/47) bzw. 203 (für Motor 108) festgehalten. Die Ausgänge der
Speicher - der Einachheit halber sind die Verbindungen als Busse dargestellt - gelangen zu einem Umschalter 214, so daß dem Regler 215 nur die
jeweils zusammengehörigen Daten zugeführt werden können. Die IST-Werte
sind außerdem einer Schnittstelle 216 aufgeschaltet, die über einen Bus 217
im Dialog mit einer üblichen CNC-Maschinensteuerung steht. Die Stellsignale
des Reglers 215 gelangen zu einem Stellgrößen-Umsetzer oder einer
Endstufe 218, die die zugeführte Netzleistung, hier 380 V Netzspannung,
dreiphasig, in die jeweils benötigten eingeprägten Statorströme der beiden
Motoren umsetzt, die je nach Position eines Schalters 219 einem der Motoren
aufgeschaltet werden. Die CNC-Steuerung liefert auch die SOLL-Werte
über die Schnittstelle, und auch die SOLL-Werte werden jeweils umgeschaltet
mittels eines Schalters 220. Alle drei Schalter 214, 219, 220
werden von der CNC-Steuerung aus, über die Schnittstellen 216, gesteuert.
Die dargestellten Schalter, vornehmlich jedoch die Schalter 214 und 220,
können in der Praxis natürlich als Halbleiter-Schalter ausgeführt sein.
In Fig. 5 kommen noch der Fühler 68 aus Fig. 4 sowie der Motorstator 41
mit einem Ansteuergerät 221 hinzu; der Fühler 68 ermöglicht die Überwachung
des Spannzustands während des Umlaufs der Spindel und, gegebenenfalls,
die Einstellung der Spannkraft, wenn er als IST-Wertgeber geschaltet
wird.
Aus Fig. 6 ergibt sich folgender Ablauf:
t₀: Maschine im Stillstand, Antriebseinheit 44 in Axialrichtung von den
umlaufenden Teilen durch Spalt getrennt.
t₁: Stator 39 wird erregt. Antriebseinheit 44 verlagert sich axial gegen Federkraft 62.
t₂: Antriebseinheit 44 erreicht axiale Anlage an umlaufenden Teilen. Stator 39 bleibt erregt, so daß Federkraftspeicher 18 auf vorgegebenen Wert geladen wird.
t₃: Federkraftspeicher 18 ist geladen. Stator 41 wird erregt und führt das Zug-Druck-Rohr 16 nach.
t₄: Backen 104 legen sich an das Werkstück 106 an.
t₅: Stator 41 wird entregt, Stator 39 wird im entgegengesetzten Drehsinn erregt. Durch das Lösen des Spannantriebs von den umlaufenden Teilen erfolgt eine geringfügige Entladung des Federkraftspeichers 18.
t₆: Maschine ist betriebsbereit; der Spindelantriebsmotor 108 startet.
t₇: Das Werkstück 106 ist fertig bearbeitet, die Spindel 14 zum Stillstand gekommen. Stator 39 wird im Spannsinn erregt, Federkraftspeicher 18 wird "nachgeladen".
t₈: Stator 41 wird im entgegengesetzten Drehsinn erregt. Das Zug-Druck- Rohr 16 wird axial verlagert; die Backen 104 geben das Werkstück frei.
t₉: Die Erregung von Stator 39 wird umgesteuert, und der Federkraftspeicher 18 beginnt, sich zu entladen.
t₁₀: Entladung ist beendet. Stator 39 bleibt noch kurzzeitig erregt, um die bezüglich des Spindelumlaufs stationären Teile in Axialrichtung von den umlaufenden Teilen zu lösen.
t₁₁: Die Maschine ist wieder betriebsbereit.
t₁: Stator 39 wird erregt. Antriebseinheit 44 verlagert sich axial gegen Federkraft 62.
t₂: Antriebseinheit 44 erreicht axiale Anlage an umlaufenden Teilen. Stator 39 bleibt erregt, so daß Federkraftspeicher 18 auf vorgegebenen Wert geladen wird.
t₃: Federkraftspeicher 18 ist geladen. Stator 41 wird erregt und führt das Zug-Druck-Rohr 16 nach.
t₄: Backen 104 legen sich an das Werkstück 106 an.
t₅: Stator 41 wird entregt, Stator 39 wird im entgegengesetzten Drehsinn erregt. Durch das Lösen des Spannantriebs von den umlaufenden Teilen erfolgt eine geringfügige Entladung des Federkraftspeichers 18.
t₆: Maschine ist betriebsbereit; der Spindelantriebsmotor 108 startet.
t₇: Das Werkstück 106 ist fertig bearbeitet, die Spindel 14 zum Stillstand gekommen. Stator 39 wird im Spannsinn erregt, Federkraftspeicher 18 wird "nachgeladen".
t₈: Stator 41 wird im entgegengesetzten Drehsinn erregt. Das Zug-Druck- Rohr 16 wird axial verlagert; die Backen 104 geben das Werkstück frei.
t₉: Die Erregung von Stator 39 wird umgesteuert, und der Federkraftspeicher 18 beginnt, sich zu entladen.
t₁₀: Entladung ist beendet. Stator 39 bleibt noch kurzzeitig erregt, um die bezüglich des Spindelumlaufs stationären Teile in Axialrichtung von den umlaufenden Teilen zu lösen.
t₁₁: Die Maschine ist wieder betriebsbereit.
Claims (29)
1. Vorrichtung zum Verstellen der Backen eines an einer zum Umlauf
antreibbaren Arbeitsspindel angeordneten Kraftspannfutters
- - mit einem mitumlaufenden Futterkörper, einem mitumlaufenden, mit den Backen verbundenen Kraftübertragungsorgan (16) und mit einem mitumlaufenden Federkraftspeicher (18) zum Speichern der Spannkraft, der sich über ein erstes Bauteil an der Spindel (14) und über ein zweites Bauteil an dem Kraftübertragungsorgan abstützt, wobei mindestens eines dieser Bauteile (36/38; 21/27/33) zur Anpassung an unterschiedliche Spanndurchmesser und Spannkräfte in Axialrichtung längenveränderbar ist, sowie
- - mit einer Betätigungseinrichtung zum Laden des Federkraftspeichers und zum Durchführen der Längenanpassung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung eine
nichtmitumlaufend angeordnete Antriebseinheit (44) umfaßt, die wenigstens ein
axialbewegliches, zum Laden des Federkraftspeichers (18) mit einem
mitumlaufenden Bauteil (21, 36) kuppelbares Treibglied (53) aufweist, und daß
für die Längenanpassung ein gesondertes Stellgetriebe (36/38/-40//74-86;
41/27/23/25/29/31) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Treibglied (53) für das Laden d es Federkraftspeichers (18) in beiden
axialen Wirkrichtungen von der Antriebseinheit (44) betätigbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebseinheit (44) mindestens ein zusätzliches Treibglied (55′; 56, 58)
aufweist, über das sich die beim Laden des Federkraftspeichers (18)
auftretenden Reaktionskräfte an einem mitumlaufenden Bauteil (17, 19; 55)
abstützen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine ölhydraulische Antriebseinheit (44) (Fig. 1-3).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine elektromotorische Antriebseinheit (39/47/45/51/53).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ausgangsdrehmoment des elektromotorischen Antriebs über einen Gewindetrieb
(45/51) in die Axialbewegung des Treibglieds (53) umsetzbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Wälzgewindetrieb.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das gesonderte Stellgetriebe (36/38; 21/33/27)
einen eigenen Antriebsmotor (74/76; 27/41) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das gesonderte Stellgetriebe einen Gewindetrieb (36/38; 33/21/27) umfaßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebseinheit (39/47/45) und der Motor (27/41) des Stellgetriebes (21/-
33/27) getrennt steuerbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsmotor (74/76) des gesonderten Stellgetriebes
(36/38) stationär bezüglich des Spindelumlaufs ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Federkraftspeicher sich direkt oder über
Zwischenglieder an mindestens einem in die Bewegungsbahn des Treibglieds (53) ragenden
Flansch (24; 36) abstützt.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flansch (24; 36) sich zwischen ein klauenartig ausgebildetes
Treibglied (53) erstreckt.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federkraftspeicher sich beidseitig an Elementen (36; 55)
abstützt, die in die Bewegungsbahn des Treibglieds (53) bzw. der seine
Raktionskräfte übertragenden Teile (56/58) ragen.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das zusätzliche Treibglied (55′) zwischen klauenartige
Abstützelemente (17/19) des Federkraftspeichers ragt.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine mit der Antriebseinheit (44) in Wirkverbindung stehende
Rückstelleinrichtung (60/62) zum vollständigen Lösen der Antriebseinheit
von den umlaufenden Teilen nach Beendigung des Spann- bzw. Lösevorgangs.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückstelleinrichtung gegeneinanderwirkende Federanordnungen (62) umfaßt,
zwischen denen die Antriebseinheit (44) in Axialrichtung schwimmend
abgestützt ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Drehstrommotoren (39/47; 41/27; 108) für die Antriebseinheit und/oder das
Stellgetriebe sowie für den Spindelantrieb vorgesehen sind, denen ein
gemeinsames, stetig regelndes, nach dem Prinzip der Frequenzumrichtung
arbeitendes Ansteuergerät (215/218) zugeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Stellgetriebe ein eigener elektrischer Antriebsmotor (74/76) mit eigenem
Ansteuergerät zugeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit (44) eine Mehrzahl von um die
Spindel herum gleichförmig verteilten, synchron betätigbaren Einzelantrieben
(48/50/53) umfaßt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß zum alternierenden Ansteuern der Motoren (39; 108) die leistungsseitigen
Ausgänge (219) des Ansteuergeräts (215/218) umschaltbar sind und
zugleich ein alternierender Zugriff auf die für den jeweils anzusteuernden
Motor maßgeblichen Motorparameter (200; 202) und/oder Regelalgorithmen
(201; 203) sowie die zugeordneten Motor-ISTwerte (114) und -SOLLwerte
gewährleistet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ansteuergerät (215/218) leistungsseitig einen Drehstrom führt, der die
Summe einer magnetisierenden und einer drehmomentbildenden Stromkomponente
ist, und daß beide Komponenten von einem Rechner in stetiger Anpassung an
den Motorbetriebszustand veränderbar sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 13, 18 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die beim Laden des Federkraftspeichers zwischen
Antriebseinheit und Spindel auftretenden Reaktionskräfte über mindestens
ein im Spindelkasten untergebrachtes Wälzlager abgestützt sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 13, 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Laden des Federkraftspeichers während des
Spindelumlaufs das Treibglied einerseits, das mitumlaufende Bauteil
andererseits als stationärer bzw. umlaufender Teil eines Axiallagers
ausgebildet sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das
Axiallager als Wälzlager ausgebildet ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen hydraulischen
Stellgetriebe-Antrieb.
27. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, jedoch derart
abgewandelt, daß der umlaufende Federkraftspeicher integraler Bestandteil
des Kraftübertragungsorgans selbst ist und sich einerseits über
das Stellgetriebe an der Spindel und andererseits über die Backen am
gespannten Werkstück abstützt.
28. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, jedoch derart
abgewandelt, daß anstelle des Backenfutters eine Spannzange vorgesehen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873727445 DE3727445C1 (en) | 1986-09-06 | 1987-08-18 | Arrangement for adjusting the jaws in power-operated chucks |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3630442 | 1986-09-06 | ||
| DE19873727445 DE3727445C1 (en) | 1986-09-06 | 1987-08-18 | Arrangement for adjusting the jaws in power-operated chucks |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3727445C1 true DE3727445C1 (en) | 1988-03-10 |
Family
ID=25847295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873727445 Expired DE3727445C1 (en) | 1986-09-06 | 1987-08-18 | Arrangement for adjusting the jaws in power-operated chucks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3727445C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989006580A1 (fr) * | 1988-01-19 | 1989-07-27 | GEDIB Ingenieurbüro und Innovationsberatung GmbH | Dispositif generateur d'une force de serrage pour actionner un agencement de serrage mecanique de broches principales rotatives |
| DE3901179A1 (de) * | 1988-01-19 | 1989-08-03 | Gedib Ingenieurbuero U Innovat | Spannvorrichtung fuer werkzeugmaschinen |
| EP2384839A1 (de) * | 2010-05-04 | 2011-11-09 | Karl Hiestand | Spanneinrichtung |
| EP3028804A1 (de) * | 2014-12-04 | 2016-06-08 | SMW-AUTOBLOK Spannsysteme GmbH | Übertragungsanordnung, insb. zur Energie- und/oder Signalübertragung |
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| DE3314629C2 (de) * | 1982-05-13 | 1985-10-03 | Hubert Dipl.-Ing. 5920 Bad Berleburg Bald | Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Spannkraft für das radiale Verstellen der Spannbacken von Kraftspannfuttern für umlaufende Arbeitsspindeln |
| EP0228007A2 (de) * | 1985-12-28 | 1987-07-08 | Paul Forkardt GmbH & Co. KG | Werkzeugmaschine und deren Betriebsverfahren |
-
1987
- 1987-08-18 DE DE19873727445 patent/DE3727445C1/de not_active Expired
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| US10476277B2 (en) | 2014-12-04 | 2019-11-12 | Smw-Autoblok Spannsysteme Gmbh | Transmission arrangement such as for energy and/or signal transmission |
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