DE3740963C2 - Radialventilatorlaufrad - Google Patents
RadialventilatorlaufradInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Radialventilatorlaufrad, mit
einem im Betrieb um seine Längsachse rotierenden, mit in
Umfangsrichtung verteilt angeordneten Ventilatorschaufeln,
bei dem in Umfangsrichtung jeweils benachbarte
Ventilatorschaufeln durch ein sich über den gesamten
Umfang des Laufrades erstreckendes, in sich geschlossenes,
aus geradlinig verlaufenden Abschnitten bestehendes
Versteifungsteil miteinander verbunden sind.
Wenn die Leistungsdichte eines Radialventilators, das
heißt das Produkt aus Druckziffer ψ und Lieferzahl ϕ,
erhöht werden soll, kann dies auf verschiedene Art und
Weise durchgeführt werden. Eine Möglichkeit besteht darin,
das Laufrad hinsichtlich seiner Austrittsbreite b₂ im
Bereich des Schaufelaustritt-Durchmessers D₂ zu vergrö
ßern, wobei darauf zu achten ist, daß der Luftfüllungsgrad
im Laufrad optimal bleibt und auch der Wirkungsgrad ηt
nicht merklich abnimmt. Allerdings sind einer Vergrößerung
der Schaufelbreite auch konstruktive und werkstoffbedingte
Grenzen gesetzt. Mit zunehmender Vergrößerung des Breiten
verhältnisses b₂/D₂ nimmt die Neigung der Schaufeln, sich
im Betrieb radial nach außen durchzubiegen, zu, vor allem
bei hohen Drehzahlen besteht dann die Gefahr, daß sich die
Schaufeln bleibend plastisch verformen, was sich negativ
auf das Strömungsverhalten auswirkt. Diesem Umstand kann
nur mit einer Reduzierung der Umfangsgeschwindigkeit be
gegnet werden, was der angestrebten Verbesserung der
Leistungsdichte jedoch zuwiderläuft.
In der DE-OS 19 60 922 wird auf einen Radialventilator
gemäß der oben genannten Art verwiesen, bei dem um die
Schaufeln ein kreisförmiger Kranz gelegt ist, der die
Schaufeln verbindet und den durch die Zentrifugalkräfte
bewirkten Verformungen entgegenwirken soll. Dabei hat sich
jedoch als Nachteil herausgestellt, daß das Aufbringen
eines solchen ringförmigen Kranzes sehr aufwendig ist und
daß ferner eine haltbare Befestigung nur durch Schweißen
erfolgen kann. Letzteres führt jedoch wegen der Wärme
einwirkung schnell zum Verzug der einzelnen Schaufeln und
damit zu einer negativen Beeinflussung des Strömungs
profils. Auch treten Eigenspannungen auf, welche die
Festigkeit herabsetzen. Ferner unterliegt der Ring bzw.
Kranz noch der Beanspruchung durch die Fliehkraft, die
infolge der Befestigung an den Schaufeln nicht überall
konstant ist, so daß der Ring selbst verformt wird und
einer Schaufelverformung nur wenig Widerstand entgegen
setzen kann. Nicht zuletzt ist die Herstellung eines
solchen kreisförmigen Kranzes kompliziert und aufwendig,
da er genau an die Außenkontur der Schaufeln und an den
Austritts-Durchmesser angepaßt sein muß.
Bei dem in der DE-OS 21 32 943 beschriebenen Weg soll die
Versteifung der Schaufeln durch das Aufbringen einzelner
Stege hervorgerufen werden. Diese Stege beeinflussen
jedoch die Luftströmung nachteilig und bewirken überdies
eine Vergrößerung der Schaufelmasse, was bei gleich
bleibender Umfangsgeschwindigkeit eine Erhöhung der Flieh
kraftbeanspruchung und hierdurch der Laufradbelastung nach
sich zieht.
Schließlich soll noch die Anordnung nach der US-PS
21 30 145 genannt werden, bei der das Laufrad des dort
vorgeschlagenen Ventilators durch Verwendung eines Ver
steifungsteils so verstärkt und versteift ist, daß es auch
bei hohen Geschwindigkeiten der Einwirkung der Zentrifu
galkräfte widersteht und sich nicht verformt. Dieses
Versteifungsteil besteht aus einer Vielzahl von Armen und
Stegen, die z. B. mit Hilfe von Nieten oder Schrauben mit
einander und mit den zugeordneten Schaufeln zur Her
stellung eines sternförmigen Gebildes verbunden sind, das
mit der Drehachse des Laufrades koaxial ist. Es leuchtet
ein, daß die Herstellung und die Montage eines solchen
Versteifungsteils sehr aufwendig sind, abgesehen davon,
daß auch hier das Versteifungsteil die Luftströmung nach
teilig beeinflußt.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
ein Radialventilatorlaufrad gemäß der eingangs genannten
Art zu schaffen, das bei wenig aufwendiger Herstellung und
vereinfachter Montage ein hohes Breitenverhältnis b₂/D₂
und hohe Umfangsgeschwindigkeiten ohne Gefahr einerVer
formung der Laufradschaufeln ermöglicht, wobei die Luft
strömung störende Einbauten kaum vorhanden sind.
Das obige Ziel wird dadurch erreicht, daß das Verstei
fungsteil aus einem zu einem Polygonzug zusammengespannten
Seil oder Draht od. dgl. besteht, wobei die einzelnen Ab
schnitte des mindestens einen Versteifungsteil jeweils an
einander entsprechenden, axial verlaufenden Schaufelrändern
benachbarter Schaufeln angreifen.
Auf diese Weise sind die jeweils benachbarten Schaufeln
über eine kürzestmögliche Wegstrecke durch ein stabiles
ringförmiges Versteifungsteil miteinander verbunden, das
von einem zu einem Polygonzug zusammengespannten Seil oder
Draht od. dgl. gebildet wird. Dieses Seil oder Draht
od. dgl. kann aus homogenem Material bestehen oder aber
jeweils aus einer Mehrzahl von Fasern, die insbesondere
verdrillt sind. Das Versteifungsteil hat also praktisch
die Form einer biegbaren Welle, und es ist wesentlich
einfacher und wirtschaftlicher herstellbar als ein starrer
Ring oder Kranz. Zudem läßt sich mit einem Seil oder Draht
od. dgl. trotz dünnerer Abmessungen eine höhere Festigkeit
erzielen. Der Vorteil der geringeren Abmessungen liegt des
weiteren darin, daß der Luftströmung ein wesentlich kleine
res Hindernis entgegensteht, so daß diese praktisch nicht
gestört wird. Ferner hält sich die zusätzliche Fliehkraft
beanspruchung in Grenzen. Des weiteren wird ein erheblich
verbesserter Luftwiderstand erhalten und die Geräusch
entwicklung reduziert. Überdies gestaltet sich die Kraft
einleitung von den Schaufeln in das Seil-Polygon
wesentlich günstiger als bei einem starren, kreisförmigen
Ring.
Vorzugsweise besteht das Seil bzw. der Draht od. dgl. aus
Metall, wobei sich insbesondere Stahl anbietet. Höchste
Festigkeit wird erzielt, wenn ein aus einer Vielzahl von
Stahlfasern geflochtenes bzw. verdrilltes Stahlseil ver
wendet wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, etwa
mit denselben Vorteilen, das Seil aus insbesondere kohlen
faserhaltigem Kunststoffmaterial herzustellen.
Vorzugsweise verbindet ein Versteifungsteil die Schaufeln
im Bereich des Schaufelaustritts-Durchmessers bzw. des
äußeren Schaufelrandes miteinander; alternativ und/oder
zusätzlich kann ein weiteres Versteifungsteil vorgesehen
sein, das die Schaufeln im Bereich des Schaufeleintritts-
Durchmessers bzw. des inneren Schaufelrandes miteinander
verbindet. Dabei befinden sich die einzelnen Verbindungs
stellen zwischen dem Versteifungsteil und einer jeweiligen
Schaufel an denjenigen Schaufelstellen, an denen im ohne
Versteifungsteil durchgeführten Betrieb die Durchbiegung
nach außen am größten ist. Als besonders zweckmäßig hat es
sich erwiesen, den Abstand eines im Bereich des inneren
Schaufelrandes angeordneten Versteifungsteils von der der
Einlaufdüse des Ventilators entgegengesetzten Laufrad-
Deckscheibe so festzulegen, daß er das 0,553fache der
Schaufelbreite b₁ am Eintrittsdurchmesser D₁ beträgt. Der
bevorzugte Abstand eines im Bereich des äußeren Schaufel
randes angeordneten Versteifungsteils von dieser Deck
scheibe beträgt das 0,5fache der Schaufelbreite b₂ am
Austrittsdurchmesser D₂.
Eine gleichmäßige Abstützung sämtlicher Schaufeln wird vor
allem dann erzielt, wenn jedes der insbesondere seil- bzw.
drahtförmigen Verbindungsteile in einer Radialebene bezüg
lich der Laufradachse verläuft. Das insbesondere seil-
oder drahtförmig ausgebildete Versteifungsteil ist zweck
mäßigerweise lose mit der jeweiligen Schaufel verbunden,
was die Montage erheblich vereinfacht. Überdies erübrigen
sich hier Schweißarbeiten, so daß ausgeschlossen ist, daß
sich die insbesondere aus Leichtmetall gefertigten Lauf
radschaufeln verziehen.
In Zusammenhang mit dem als Seil oder Draht od. dgl. aus
gebildeten Verbindungsteil ist vorzugsweise an der je
weiligen Schaufel an der Verbindungsstelle zu ihr eine
Durchgangsöffnung angeordnet, so daß das Seil od. dgl. bei
der Montage lediglich in die einzelnen Öffnungen einzu
fädeln ist. In diesen Durchgangsöffnungen kann zusätz
lich eine das Seil od. dgl. aufnehmende Schutzhülse ge
haltert sein, die beispielsweise als Rohrniete ausgebildet
ist und die verhindert, daß das Drahtseil ausreißt bzw. in
den Schaufelwerkstoff bei erhöhten Umfangsgeschwindig
keiten eindringt. Die beiden Endbereiche eines jeweils zu
einem polygonförmigen Ring zusammengefügten Seiles,
Drahtes od. dgl. werden an der Kupplungsstelle zweck
mäßigerweise über mindestens ein Klemmteil zusammenge
klemmt bzw. miteinander verpreßt, wobei das Klemmteil
eine Klemmhülse sein kann oder z. B. eine Schraub-Klemm
verbindung. Bei der Verwendung mehrerer Seile werden die
einzelnen Kupplungsstellen zweckmäßigerweise an unter
schiedlichen Umfangsstellen angeordnet, so daß die durch
die Klemmteile entstehenden Unwuchten selbsttätig ausge
glichen werden. Kommen beispielsweise zwei Verbindungs
teile zum Einsatz, von denen sich das eine in der Nähe der
Eintrittskante und das andere in der Nähe der Austritts
kante der Schaufeln befindet - jeweils an den Stellen der
größten auftretenden Durchbiegung -, so werden die Kupp
lungsstellen bevorzugt im wesentlichen einander diametral
gegenüberliegend angeordnet.
Das Seil oder der Draht od. dgl. wird vorzugsweise mit
Vorspannung an den Schaufeln montiert, so daß diese nach
radial innen zugbelastet sind. Man kann dadurch den
Schaufeln eine Vorverformung auferlegen, so daß bei einer
im Betrieb auftretenden elastischen Dehnung nach radial
außen ein Ausgleich stattfindet, so daß die Schaufel bei
der nun auftretenden Belastung die korrekte Schaufel-
Geometrie einnimmt. Außerdem kann durch die Vorspannung
verhindert werden, daß eine bleibende Dehnung der
Schaufeln eintritt.
Insgesamt ergeben sich beim Erfindungsgegenstand folgende
Vorteile:
Die Anordnung ist wirtschaftlicher wegen des geringeren
Werkstoffaufwandes bei einfacher Montage. Ein Seil baut
kleiner und leichter bei höchster Festigkeit und
geringerem Luftwiderstand. Es ist kein Schweißen erforder
lich, also keine Wärmeeinleitung, daher kein Verzug der
Leichtmetallschaufeln, außerdem ist auch keine akustische
Beeinflussung festzustellen. Die Krafteinleitung in den
Seilpolygon ist wesentlich günstiger. Es ist möglich, den
Schaufeln eine Vorverformung zu erteilen - bleibende
Dehnung wird verhindert, man kann immer die geeignete
Schaufel-Geometrie erreichen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Radialventilatorlaufrads
im Längsschnitt gemäß Schnittlinie I-I aus Fig. 2,
wobei das Ventilatorgehäuse der Einfachheit
halber weggelassen ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Radialventilatorlaufrad
aus Fig. 1 gemäß Schnittlinie II-II, ebenfalls
ohne Darstellung des Gehäuses, und
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung ein Detail des
Laufrades aus Fig. 2 gemäß Ausschnitt III.
Die Erfindung bezieht sich vor allem auf Radialventilatoren,
deren Laufräder ein relativ großes Breitenverhältnis b₂ zu
D₂ aufweisen, wobei b₂ die Schaufelaustrittsbreite am
Schaufelaustritts-Durchmesser D₂ bezeichnet. Ein solches
Radialventilatorlaufrad ist in der Zeichnung abgebildet, und
es zeichnet sich ferner durch eine dünne und leichte Material
struktur sowie geringe Schaufelaustrittswinkel aus, was
insgesamt hohe Drehzahlen bzw. Umfangsgeschwindigkeiten
einzuhalten erlaubt.
Bei dem in der Zeichnung abgebildeten Radialventilator
ist der Einfachheit halber das Gehäuse weggelassen worden.
Es ist lediglich in Fig. 1 der laufradseitige Endbereich
einer Einlaufdüse 1 zu erkennen, die unter Freilassung
eines kleinen Spaltes s in die von der ringförmigen Deck
scheibe 2 des Laufrades 9 umschlossene Ansaugöffnung 3
eintaucht. Die Deckscheibe begünstigt zwar das Strömungs
verhalten des Ventilators, die Erfindung kann jedoch durch
aus auch bei deckscheibenlosen Ventilatoren angewandt
werden.
Der Ventilator enthält weiterhin eine Tragscheibe 4, die
zentral an einer gehäuseseitigen Lagerstelle 5 drehbar
gelagert ist, an der auch die Einspeisung des von einem
lediglich gestrichelt angedeuteten Motor 6 gelieferten
Antriebsdrehmoments erfolgt, so daß das Laufrad im Betrieb
eine gemäß Pfeil 7 gerichtete Rotationsbewegung um die
Laufrad-Längsachse 8 ausführt.
Die Tragscheibe 4 bildet die eine axialseitige Begrenzung
des Laufrades 9, und sie trägt an der zur Einlaufdüse
weisenden Tragseite 10 eine Mehrzahl von entlang dem Trag
scheibenumfang verteilt angeordneten Laufrad- bzw. Ventilator
schaufeln 14, deren entgegengesetzte Axialseite von der
bereits oben erwähnten Deckscheibe 2 abgedeckt ist.
Der erfindungsgemäße Radialventilator ist durch eine im
Betrieb hohe Leistungsdichte gekennzeichnet, da er trotz
der großen Schaufelbreiten bzw. des großen Breitenverhält
nisses b₂/D₂ mit hohen Umfangsgeschwindigkeiten gefahren
werden kann. Der Grund hierfür liegt darin, daß ein strang
förmiges Versteifungsteil 16 vorhanden ist, das in Umfangs
richtung jeweils benachbarte Ventilatorschaufeln 14 mitein
ander verbindet, wobei es einen in sich geschlossenen
Ring darstellt. Wesentlich ist dabei, daß es sich nicht
um einen Kreisring handelt, sondern daß das Versteifungsteil
16 in seinen zwischen den einzelnen in Umfangsrichtung
aufeinanderfolgenden Schaufeln angeordneten Abschnitten
17 einen linearen Verlauf aufweist, so daß es, in Axial
richtung 8 gesehen, die Gestalt eines Polygonringes bzw.
eines Mehreckes einnimmt. Die Eckpunkte des Polygonringes
sind hierbei an den Verbindungsstellen 18 zwischen dem
Versteifungsteil 16 und der jeweiligen Schaufel 14 angeord
net. Auf diese Weise sind sämtliche Ventilatorschaufeln
zusätzlich über ein gemeinsames Versteifungsteil 16 mitein
ander verbunden, das ein Ausbauchen der relativ breiten
Schaufeln auch bei hohen Drehzahlen verhindert bzw. auf
ein vertretbares Maß einschränkt. Indem das Verbindungsteil
16 zu einem Polygonzug zusammengefaßt ist, ergibt sich
eine hohe Festigkeit, da jeweils benachbarte Schaufeln
auf dem kürzesten Weg miteinander verbunden sind.
Von besonderem Vorteil ist es hierbei, wenn das Versteifungs
teil 16, wie das beim Ausführungsbeispiel der Fall ist,
von einem Seil 19, Draht od. dgl. gebildet ist, das zu
einem Polygonzug zusammengespannt worden ist. Dieses nach
folgend der Einfachheit halber nur noch als Seil 19 bezeich
nete Versteifungsteil 16 besteht vorteilhafterweise aus
einer Vielzahl von Längsfasern, die miteinander verdrillt
sein können, was zu einer hohen Seilfestigkeit führt.
Die einzelnen Fasern können hierbei aus Metall, z. B. Stahl,
bestehen, es ist aber auch möglich, Kunststoffmaterial
zu verwenden, wobei mit kohlefaserhaltigem Kunststoff
besonders gute Ergebnisse erzielt werden. Das Seil 19
kann aber auch aus praktisch homogenem Drahtmaterial be
stehen, so daß lediglich eine einzige, dickere Seilfaser
vorhanden ist. Jedenfalls erfolgt die Werkstoffauswahl
und die Wahl der Dickenabmessungen des Seils 19 derart,
daß es quer zu seiner Lägsrichtung biegbar bleibt, so
daß sich nach dem Verbinden der einzelnen Schaufeln 14
und nach dem Zusammenspannen zu einem Ring automatisch
die geschilderte Mehreckform einstellt.
Je nach Ausführungsform und insbesondere in Abhängigkeit
von der Schaufelbreite des individuellen Ventilators können
auch gleichzeitig mehrere der Seile 19 zur Versteifung
der Schaufeln 14 verwendet werden. Jedenfalls befinden
sich die einzelnen Verbindungsstellen 18 im axialen Schaufel
bereich zwischen der Tragscheibe 4 und der Deckscheibe
2, wobei vor allem dann, wenn sich die Verbindungsstellen
18 im Bereich der Längsmitte der Schaufeln befinden, gute
Ergebnisse erzielt werden. In optimierter Form ist jedoch,
wie auch beim Ausführungsbeispiel, vorgesehen, die Ver
bindungsstellen 18 zwischen dem Seil 19 und einer jeweiligen
Schaufel 14 an denjenigen Stellen der Schaufel 14 vorzu
sehen, an denen diese zur maximalen Durchbiegung neigt,
wenn ein Betrieb ohne Versteifungsteil durchgeführt wird.
Bei dem abgebildeten Ausführungsbeispiel erfolgt die Ver
steifung der Schaufeln 14 gleichzeitig mittels zweier
Seile 19′, 19′′, von denen eines (19′) die Schaufeln 14
im Bereich ihres Schaufelaustritts-Durchmessers D₂ bzw.
des äußeren Schaufelrandes 20 miteinander verbindet. Das
zweite Seil 19′′ ist koaxial innerhalb des äußeren Seils
19′ angeordnet und verbindet die Schaufeln 14 im Bereich
des Schaufeleintritts-Durchmessers D₁ bzw. des inneren
Schaufelrandes 21. Diese Kombination hat zu optimalen
Ergebnissen geführt, beide Varianten können aber auch
für sich alleine ausgeführt werden.
Die Verbindungsstellen 18 eines jeden der beiden Seile 19′,
19′′ befinden sich in einer Radialebene rechtwinkelig
zur Längsachse 8, wobei die beiden Radialebenen auf Grund
der Optimierung hinsichtlich der Stellen der maximalen
Durchbiegung um einen Betrag a in Axialrichtung 8 einander
gegenüber beabstandet sind (vgl. auch Fig. 3). So beträgt
der Abstand des im Bereich des äußeren Schaufelrandes
20 angeordneten Seils 19′ von der Tragseite 10 der Trag
platte 4 in etwa das 0,5fache der Schaufelbreite b₂
am Austritts-Durchmesser D₂, während der Abstand des im
Bereich des inneren Schaufelrandes 21 angeordneten Seils
19′′ von der Tragseite 10 in etwa das 0,553fache der
Schaufelbreite b₁ im Bereich des Eintritts-Durchmessers D₁
beträgt. Der Abstand x₁ zwischen innerem Seil 19′′ und
Tragscheibe 4 sowie der Abstand x₂ zwischen äußerem Seil
19′ und Tragscheibe 4 läßt sich vorteilhafterweise durch
folgende Formeln definieren:
Die Seile 19′, 19′′ - nachfolgend wiederum als Seil 19
bezeichnet - sind an den Verbindungsstellen 18 vorzugsweise
lose mit der jeweiligen Schaufel verbunden. Hierzu sei
insbesondere auf Fig. 3 verwiesen, die einen Ausschnitt
des Radiallaufrads aus den Fig. 1 und 2 zeigt. Man erkennt
einen Teil der Tragscheibe 4 und der Deckscheibe 2 sowie
eine der Ventilatorschaufeln 14, die zwischen den beiden
Scheiben angeordnet ist. Es handelt sich hier um eine
relativ dünne, breite Leichtmetallschaufel, die an den
axialen Endbereichen zu einer Lasche 24, 24′ umgebogen
bzw. abgekantet ist, welche Lasche 24, 24′ an der jeweils
zugeordneten Scheibe 4, 2 anliegt. Lasche 24 bzw. 24′
und Scheibe 4 bzw. 2 sind mittels Nieten 29 fest mitein
ander verbunden, was eine Montage ohne Wärmeeinleitung
ermöglicht, so daß Verzugsprobleme ausgeschlossen sind.
Gleichfalls zeigt Fig. 3 zwei Versteifungsseile 19, die
den bereits beschriebenen inneren und äußeren Seilen 19′,
19′′ entsprechen. An der Verbindungsstelle 18 zwischen
Seil 19 und Schaufel 14 - hier an den Schaufelrandbereichen
20, 21 - ist jeweils eine Durchfädelöffnung 30 vorgesehen,
die als in die Schaufel eingebrachte Durchgangsöffnung
ausgebildet ist. Ihr Durchmesser ist etwas größer bemessen
als die Seildicke, so daß sich das Seil 19 bei der Montage
mühelos durch die einzelnen Öffnungen 30 hindurchfädeln
läßt. Die Montage ist also sehr einfach. Außerdem ist
durch diese lose Einfädelverbindung eine gewisse Beweglich
keit zwischen Schaufel und Seil gewährleistet, so daß
im Betrieb keine nachteiligen Spannungen zwischen den
beiden Teilen auftreten können.
Um zu verhindern, daß sich das Seil 19 insbesondere bei
bei hohen Drehzahlen auftretenden Belastungen in die zuge
hörige Schaufel 14 im Bereich der Verbindungsstelle 18
einschneidet oder verformt, ist in der jeweiligen Durch
fädelöffnung 30 vorzugsweise eine Schutzhülse 31 gehaltert,
die das Seil 19 koaxial mit Spiel umgibt. Sie ist zweckmäßi
gerweise hinsichtlich ihres Materials so ausgewählt, daß
zwischen ihr und dem Seil 19 nur eine geringe Reibung
stattfindet. Zugunsten einer einfachen Montage der Schutz
hülse ist diese insbesondere als Rohrniete ausgestaltet.
Es versteht sich, daß der von dem Seil 19 gebildete Polygon
zug vor dem Einfädeln nicht vorhanden ist, sondern daß
hier ein Seil von entsprechender begrenzter Länge vorliegt.
Bei der Montage wird es nach dem Einfädeln einfach zusammen
gespannt, wobei seine beiden Endbereiche 32, 33 insbesondere
überlappend aneinandergelegt und nachfolgend mittels eines
oder mehrerer Klemmteile 34 zusammengeklemmt bzw. mitein
ander verpreßt werden. In Fig. 3 ist eine dieser Kupplungs
stellen 35 zweier Endbereiche 32, 33 abgebildet, wobei
die Klemmteile 34 von Klemmhülsen gebildet sind.
Bei mit mehreren Seilen 19 gleichzeitig ausgestatteten
Radialventilatoren werden deren Kupplungsstellen 35 vorzugs
weise an unterschiedlichen Umfangsstellen bezüglich der
Drehachse 8 angeordnet, um Unwuchten zu vermeiden. Bei
Ventilatoren mit zwei Versteifungsseilen 19, 19′ befinden
sich die Kupplungsstellen 35 insbesondere im wesentlichen
einander diametral gegenüberliegend, wie dies Fig. 2 gut
zeigt, so daß ein praktisch vollständiger Unwuchtausgleich
stattfindet, der ein Nachwuchten erübrigt.
Vorzugsweise erfolgt die Seilmontge derart, daß das je
weilige Seil im montierten Zustand mit einer gewissen
Vorspannung beaufschlagt ist. Auf diese Weise läßt sich
das Dehnverhalten der Schaufeln konkret beeinflussen,
und es kann insbesondere erreicht werden, daß sich Schaufeln
und Seil im Betrieb noch im elastischen Bereich ausdehnen
können, ohne daß eine bleibende Dehnung der Schaufeln
eintritt. Die Vorspannung kann insbesondere auch so gewählt
werden, daß die Schaufeln in Ruhestellung des Ventilators
eine gewisse elastische Vorverformung erfahren, die im
Betrieb auf Grund der auftretenden Fliehkraft kompensiert
wird, so daß die Schaufelkontur im Betrieb genau der ge
wünschten, optimales Strömungsverhalten versprechenden
Kontur entspricht.
Es versteht sich, daß auch mehr als zwei Seile 19 verwendet
werden können, die an verschiedenen Durchmesserstellen
der Schaufel angebracht werden können. Auch ist es möglich,
in Axialrichtung 8 nebeneinander mehrere Seile vorzusehen,
um den verschiedensten Belastungsfällen Rechnung zu tragen.
Die Verwendung eines Seils als Versteifungsteil gestaltet
sich sehr wirtschaftlich, da mit geringem Werkstoffaufwand
hohe Festigkeiten erzielt werden. Das Drahtseil baut ferner
kleiner und leichter, so daß die zusätzlich verursachten
Fliehkräfte sowie der Luftwiderstand gering bleiben. Die
Montage gestaltet sich sehr einfach, und es sind insbesondere
keine Schweißarbeiten erforderlich, so daß keine Verzugs
probleme auftreten. Die Geräuschentwicklung ist praktisch
vernachlässigbar und die Krafteinleitung von den Schaufeln
in das Seil-Polygon ist sehr günstig.
Claims (12)
1. Radialventilatorlaufrad,
bei dem in
Umfangsrichtung jeweils benachbarte Ventilatorschaufeln
durch ein sich über den gesamten Umfang des Laufrades
erstreckendes, in sich geschlossenes, aus geradlinig
verlaufenden Abschnitten bestehendes Versteifungsteil
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
das Versteifungsteil (16) aus einem zu einem Polygonzug
zusammengespannten Seil (19, 19′, 19′′) oder Draht od. dgl.
besteht, wobei die einzelnen Abschnitte des mindestens
einen Versteifungsteils (16) jeweils an einander
entsprechenden, axial verlaufenden Schaufelrändern
benachbarter Schaufeln angreifen.
2. Radialventilatorlaufrad nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Seil (19, 19′, 19′′) oder der
Draht od. dgl. aus Metall oder Kunststoffmaterial besteht.
3. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsteil
(16, 19, 19′, 19′′) die Schaufeln (14) im Bereich des
Schaufelaustritts-Durchmessers (D₂) bzw. des äußeren
Schaufelrandes (20) miteinander verbindet.
4. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsteil
(16, 19, 19′, 19′′) die Schaufeln (14) im Bereich des
Schaufeleintritts-Durchmessers (D₁) bzw. des inneren
Schaufelrandes (21) miteinander verbindet.
5. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verbindungs
stellen (18) zwischen dem Versteifungsteil (16, 19, 19′,
19′′) und einer jeweiligen Schaufel (14) an den im Venti
latorbetrieb ohne Versteifungsteil auftretenden Stellen
maximaler Durchbiegung nach außen der Schaufeln (14)
befinden.
6. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (x₁)
eines im Bereich des inneren Schaufelrandes (21) angeord
neten Versteifungsteils (16, 19′′) von der der Einlaufdüse
(1) des Ventilators entgegengesetzten Laufrad-Tragscheibe
(4) in etwa das 0,553fache der Schaufelbreite (b₁) am
Eintritts-Durchmesser (D₁) beträgt und der Abstand (x₂)
eines im Bereich des äußeren Schaufelrandes (20) angeord
neten Versteifungsteils (19′) von der Tragscheibe (4)
in etwa das 0,5fache der Schaufelbreite (b₂) am Austritts-
Durchmesser (D₂).
7. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Versteifungs
teil in einer Radialebene (22, 23) bezüglich der Laufrad-
Längsachse (8) verläuft.
8. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der jeweiligen
Schaufel (14) an der Verbindungsstelle (18) zwischen ihr
und dem als Seil (19, 19′, 19′′) oder Draht od. dgl. aus
gebildeten Versteifungsteil (16) eine in die Schaufel (14)
eingebrachte Durchgangsöffnung (30) angeordnet ist.
9. Radialventilatorlaufrad nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Durchgangsöffnung (30) eine das
Seil (19, 19′, 19′′) od. dgl. aufnehmende, insbesondere in
Gestalt einer Rohrniete ausgebildete Schutzhülse (31)
gehaltert ist.
10. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Endberei
che (32, 33) des zu einem polygonförmigen Ring zusammen
gefügten Seils (19, 19′, 19′′), Drahtes od. dgl. an ihren
Kupplungsstellen (35) mittels mindestens eines Klemmteils
(34), insbesondere mittels einer Klemmhülse, zu einem Endlos
strang zusammengeklemmt bzw. miteinander verpreßt sind.
11. Radialventilatorlaufrad nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungsstellen (35) bei mehreren
gleichzeitig verwendeten Seilen (19, 19′, 19′′), Drähten
od. dgl. zum Ausgleich von Unwuchten an unterschiedlichen
Umfangsstellen angeordnet sind, wobei sie sich beim Vor
handensein zweier Versteifungsteile (16, 19, 19′, 19′′) im
wesentlichen diametral bezüglich der Laufrad-Längsachse
(8) gegenüberliegen.
12. Radialventilatorlaufrad nach einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine
Seil (19, 19′, 19′′) bzw. der Draht od. dgl. mit Vorspan
nung am Laufrad (9) montiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740963 DE3740963C2 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Radialventilatorlaufrad |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740963 DE3740963C2 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Radialventilatorlaufrad |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3740963A1 DE3740963A1 (de) | 1989-06-15 |
| DE3740963C2 true DE3740963C2 (de) | 1994-12-01 |
Family
ID=6341799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873740963 Expired - Fee Related DE3740963C2 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Radialventilatorlaufrad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3740963C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2130145A (en) * | 1937-10-20 | 1938-09-13 | Garnet W Mckee | Centrifugal blower rotor |
| DK119671B (da) * | 1968-12-23 | 1971-02-08 | Nordisk Ventilator | Skovlhjul til en centrifugalblæser. |
| DE2132943A1 (de) * | 1971-07-02 | 1973-01-18 | Hansa Ventilatorenbau Gmbh | Ventilatorschaufelversteifung durch stege |
-
1987
- 1987-12-03 DE DE19873740963 patent/DE3740963C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3740963A1 (de) | 1989-06-15 |
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