DE3810074A1 - Muenzauszahleinrichtung - Google Patents
MuenzauszahleinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Münzauszahleinrichtung
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Es sind Münzauszahleinrichtungen bekannt, die
mehrere Münzröhren zur Aufnahme von Münzen unter
schiedlicher Sorten aufweisen. Unterhalb jeder
Münzröhre ist jeweils ein mit einem Loch entsprechend
der Größe der Münze versehener Schieber vorgesehen,
der im Auszahlungsfall die unterste Münze des
in der Münzröhre vorhandenen Münzstapels ergreift
und vom Stapel weg zu einer Auslaßöffnung schiebt.
Jedem Schieber ist ein Elektromagnet zugeordnet,
der durch einen elektrischen Impuls bei gewünschter
Auszahlung erregt wird und den Schieber gegen die
Kraft einer Rückholfeder in die Auszahlstellung
verschiebt. Der Elektromagnet muß eine relativ
große Leistung haben, da er neben der auf die
Münze wirkende Kraft durch das Gewicht des Münz
stapels und die Reibung zwischen den Teilen auch noch
die Kraft der Rückholfeder, die den Schieber
nach erfolgter Auszahlung zurückzieht, über
winden muß. Durch die auftretenden Stoßimpulse
tritt zusätzlich eine erhöhte Beanspruchung
der Materialien auf.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Auszahleinrichtung gemäß dem Oberbegriff
dahingehend weiterzubilden, daß weniger Leistung
verbraucht wird und somit weniger Verlustleistung
auftritt, der Verschleiß der Materialien geringer
wird und eine platzsparendere Anordnung gefunden
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
Durch Vorsehen eines Elektromotors, der unter
Ausnutzung der unterschiedlichen Drehrichtungen
zwei Schieber betätigt, werden die Elektromagnete
und die Rückholfedern überflüssig und die Bewegung
des Schiebers wird gleichmäßig ohne Stöße
durchgeführt. Die benötigte Leistung ist sehr
viel geringer und, da ein Elektromotor anstelle
von zwei Elektromagneten verwendet wird, ist auch
der Platzaufwand geringer, so daß beispielsweise
eine zusätzliche Münzröhre vorgesehen werden kann.
Durch die in den Unteransprüchen angeführten Maß
nahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ver
besserungen möglich. Die Übertragung der Dreh
bewegung in die eine und in die andere Richtung
wird in einfacher Weise mittels zweier Rollen
freiläufe durchgeführt, die über ein Zahnrad mit
einem Exzenter verbunden sind. Durch die einfache
Konstruktion wird die Zuverlässigkeit erhöht und
die Lebensdauer verlängert.
Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Er
findung ist in der Zeichnung dargestellt und
wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein
Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Auszahleinrichtung,
die insbesondere die Übertragungs
einrichtung der Drehbewegung des
Motors auf die Schieber zeigt,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Münzauszahl
einrichtung mit vier Münzröhren
und zwei Elektromotoren,
und
Fig. 3 eine Aufsicht auf die Schieber
anordnung.
Die Münzauszahleinrichtung besteht im wesentlichen
aus den Münzröhren 1, einem Elektromotor 2, einer
Übertragungseinrichtung 3 und den Schiebern 4.
Die Münzröhren 1 sind an einer Platte 5 befestigt,
die unterhalb der Münzröhren 1 Löcher mit einem
Durchmesser entsprechend dem Durchmesser der
Münzröhren 1 aufweist. Auf der Platte 5 ist weiter
hin der Elektromotor 2 angeordnet, dessen Motor
achse 6 die Platte 5 senkrecht durchgreift. Auf
der Motorachse sitzen unterhalb der Platte 5
zwei Rollenfreiläufe 7, 8, von denen jeweils
der eine die Bewegung des Motors in die eine Dreh
richtung und der andere die Bewegung des Elektro
motors 2 in die andere Drehrichtung überträgt.
Die Rollenfreiläufe 7, 8 sind jeweils fest
mit einem ersten und einem zweiten Zahnrad 9, 10
verbunden, die jeweils mit einem dritten und
vierten Zahnrad 11, 12 im Eingriff sind. Die
Zahnräder 11, 12 sind mit ihren Achsen 14, 15
in der Platte 5 und einer Zwischenplatte 13
gelagert, in der ebenfalls die Motorachse 6
aufgenommen ist. Die einen Enden der Achsen 14, 15
der Zahnräder 11, 12, die die Zwischenplatte 13
durchgreifen, sind mit je einem Exzenter 16, 17
fest verbunden, wodurch diese sich mit den Zahn
räder 11, 12 drehen.
In einer Grundplatte 18 sind kanalartige Aus
nehmungen 19 vorgesehen, in denen die Schieber 4
verschiebbar angeordnet sind. Die Schieber 4
weisen Löcher 20, 21 entsprechend der Größe
der auszuzahlenden Münzen auf, wobei in der
Grundplatte 18 im Weg der Schieber 4 entsprechende
Löcher 22, 23 vorgesehen sind. Jeder Schieber 4
ist gemäß Fig. 3 mit einer Quernut 24, 25 ver
sehen, die als Führung für einen mit dem Exzenter
16, 17 fest verbundenen Stift 26, 27 dient.
Die Funktionsweise der in Fig. 1 und 3 darge
stellen Münzauszahleinrichtung ist folgende.
Wenn eine Münze ausgezahlt werden soll, erhält
der Elektromotor ein Steuersignal, das je nach
gewünschter auszuzahlender Münzsorte den Elektro
motor 2 in Rechts- oder Linkslauf ansteuert.
Der Motor bewegt sich dann in der vorgegebenen
Richtung, wobei der eine Rollenfreilauf 7 still
steht, während der andere Rollenfreilauf 8 sich
mit der Motorachse 6 zusammen mit dem Zahnrad
10 dreht oder umgekehrt. Das Zahnrad 10 über
trägt die Drehung auf das Zahnrad 12, wodurch
der Exzenter 17 sich zusammen mit der Zahnrad
achse 15 dreht und der Stift 27 wandert in der
Nut 25 unter Verschiebung des Schiebers 4 von
in der Zeichenebene gesehen rechts nach links.
Die unterste Münze des Münzstapels der Münz
röhre 1 liegt in dem Loch 21, wobei sie von
der Grundplatte 18 am Herausfallen gehindert
wird. Beim Bewegen des Schiebers 4 über den
Stift 27 des Exzenters 17 wird die Münze
in dem Loch 21 von dem Schieber 4 mitgenommen
und kann bei Übereinanderliegen der Löcher
21, 23 nach unten herausfallen. Der Elektromotor
2 dreht sich nach Auszahlung noch weiter,
wodurch der Stift 27 sich in der Zeichenebene
wieder von links nach rechts bewegt und dabei
den Schieber 4 wieder nach hinten in seine
Sperrstellung bewegt. Die unterste Münze fällt
dann wieder in das Loch 21 und kann erneut
ausgezahlt werden.
Zwischen Zwischenplatte 13 und Grundplatte 18
sind Abstandselemente 28 vorgesehen, die die
freie Bewegbarkeit der Exzenter 16, 17 sicher
stellen.
In Fig. 2 ist eine Aufsicht auf eine Münz
auszahleinrichtung dargestellt, die zwei Münz
auszahleinheiten 30, bestehend aus zwei Münz
röhren, einem Elektromotor 2, einer Übertragungs
einrichtung 3 gemäß Fig. 1 und zwei Schiebern,
aufweist. Zur Optimierung der Abmessungen sind
die Münzröhre 1 und die Schieber 4 derart ge
wählt, daß sie für eine relativ kleine und eine
relativ große Münzsorte ausgebildet sind.
Dadurch wird ebenfalls die Anpassung an unter
schiedliche Münzsorten erleichtert.
Claims (5)
1. Münzauszahleinrichtung mit mindestens zwei
Münzröhren, die bestimmten Münzen unter
schiedlicher Größe zugeordnet sind, und
mindestens zwei unterhalb der Münzröhren
angeordneten, ein Loch entsprechend der Größe
der Münzen aufweisenden Schiebern, die
von einer Betätigungsvorrichtung von der
die Münzröhren abschließenden Ruhestellung
in die Auszahlstellung und umgekehrt be
wegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsvorrichtung einen
Elektromotor (2) aufweist, der über eine
Übertragungseinrichtung (3) wahlweise den
einen oder den anderen Schieber (4) be
tätigt, wobei sich jeweils die Drehrichtung
des Elektromotors umkehrt.
2. Münzauszahleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungs
einrichtung (3) zwei in unterschiedliche
Richtungen wirkende Rollenfreiläufe (7, 8)
zur Übertragung der Drehbewegungen des
Elektromotors (2) aufweist.
3. Münzauszahleinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenfrei
läufe (7, 8) jeweils mit einem Zahnrad
(11, 12) im Eingriff stehen, deren Achsen (14, 15)
jeweils mit einem Exzenter (16, 17) ver
bunden sind.
4. Münzauszahleinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Schiebern
(4) quer zu ihrer Bewegungsrichtung jeweils
eine Nut (24, 25) vorgesehen ist, in die
ein mit dem Exzenter (16, 17) verbundener
Stift (26, 27) eingreift.
5. Münzauszahleinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß sie modulartig aufgebaut ist, wobei
ein Modul eine Münzröhre mit relativ großem
und eine mit relativ kleinem Durchmesser,
zwei zugeordnete Schieber (4) und einen
Elektromotor (2) mit Übertragungseinrichtung
(3) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883810074 DE3810074C2 (de) | 1988-03-22 | 1988-03-22 | Münzauszahleinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883810074 DE3810074C2 (de) | 1988-03-22 | 1988-03-22 | Münzauszahleinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3810074A1 true DE3810074A1 (de) | 1989-10-05 |
| DE3810074C2 DE3810074C2 (de) | 1997-04-17 |
Family
ID=6350650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883810074 Expired - Fee Related DE3810074C2 (de) | 1988-03-22 | 1988-03-22 | Münzauszahleinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3810074C2 (de) |
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| DE102007031955A1 (de) | 2007-07-10 | 2009-01-15 | National Rejectors, Inc. Gmbh | Vorrichtung zum Auszahlen von Münzen aus einem Paar benachbarter Münztuben |
| EP2017798A1 (de) | 2007-07-10 | 2009-01-21 | National Rejectors, Inc. GmbH | Vorrichtung zum Auszahlen von Münzen aus einem Paar benachbarter Münztuben |
| DE102007031955B4 (de) * | 2007-07-10 | 2010-07-22 | National Rejectors, Inc. Gmbh | Vorrichtung zum Auszahlen von Münzen aus einem Paar benachbarter Münztuben |
| US8007350B2 (en) | 2007-07-10 | 2011-08-30 | National Rejectors, Inc. Gmbh | Apparatus for the payout of coins from a pair of neighbouring coin tubes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3810074C2 (de) | 1997-04-17 |
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